Sonntag, Juli 09, 2006

Henke calling

*ring ring*
*Jemand geht ans Telefon*

Bobic
-Hallo Fredi, hier Michael, kennst mich vielleicht noch als Co vom Otti. Lust es nochmal in Saarbrücken zu probieren?
Och nee, du. Ich schreib grad lieber Kolummnen für Zeitungen und so weiter. Frag doch mal den Giovane.
-Hm, Schade. Aber danke für den Tipp, werde ihn auch mal anrufen. Tschüß!Ciao!


Der magische 1. Juli 2006 ist verstrichen und Michael Henke offiziell neuer Übungsleiter in Saarbrücken. Und wie es sich für einen neuen Trainer, der frischen Wind in den Laden bringt, gehört, werden die ersten Neuverpflichtungen getätigt.

Zuerst waren die Co-Trainer an der Reihe. In diesem Bereich gewann Henke seinen ehemaligen Mitarbeiter in Kaiserslautern, Manfred Rauscher, und Alfred Kaminski. Nun sind "Alf und Manni" das Gegenmodell zu Hoffenheims Rangnick und Klinsis Hockeytrainer(wie heißt dieser Mann überhaupt?). Jedenfalls soll der Trainerstab "einen fließenden Übergang von der Oberliga- zur Regionalliga-Mannschaft zu gewährleisten" (Zitat Henke). Das Teamgeist à la Klinsmann groß geschrieben wird bewies die gemeinsame Mountain-Bike- und Bergtour im Trainingslager.

Nur hätte wenigstens ein klein wenig Fußball trainiert werden können. Mehr verlangt man als Fan seiner Mannschaft doch nicht! Aber muss denn ein 1:1 gegen Völklingen sein? Gut, selbst Klinsi musste medialer Kritik trotzen, als er ein Desaster in Florenz erlebte(wir erinnern uns), aber das hier?

Da kann nur eins helfen: Henkes Telefon!

Schnell die Stars von früher(das war zu der Zeit, als Daum noch in Leverkusen Trainer und Mehmet scholl erst jugendliche Anfang 30 war) anrufen und fragen, ob man Lust hat, der "alten Truppe" zu helfen. Dieses Konzept wurde schon in den "Blues Brothers"-Filmen behandelt.

Wer kommt da überhaupt in Frage? Nach Bobic und Elber würden Namen wie Effenberg, Paolo Sergio, Wiesinger oder Jancker(ja, ich weiß, dass er nach China gewechselt ist) passen. Oder wie wäre es mit anderen Größen wie dem ewigen Talent Göktan oder Altstar Nerlinger. Oder vielleicht jemand ganz anderes?

Wir dürfen gespannt sein, was uns diese Vorbereitung noch bringt. Bis jetzt war sie ja recht unterhaltsam.

Mittwoch, Juli 05, 2006

WM-Einwurf: Geschichte wiederholt sich (nicht nur beim FCS)

Nach zwei absoluten Klassikern der FCS-Flops muss ich wieder ein paar Worte über die Fußball-Weltmeisterschaft verlieren. Die deutsche Mannschaft ist ja bekanntlich gestern abend mit 0:2 n.V. ausgeschieden und darf nun nicht nach Berlin, sondern nur nach Stuttgart fahren.

Dass unsere Elf bis ins Halbfinale kommt, hätten wohl vor der WM nur die hartnäckigsten Optimisten geglaubt, aber nun war das konsequenterweise nicht als Höhepunkt, sondern als Zwischenstation gedacht. Doch das wurde von Italien vereitelt, die sich nun im Finale gegen Portugal oder Frankreich durchsetzen müssen. Umso bitterer wird die Niederlage eigentlich, wenn man den Gegner genauer unter die Lupe nimmt.

Italien, das ist eine Mannschaft, die zuletzt 1982 die Weltmeisterschaft gewonnen hat. Auch damals war der letzte große Bestechungsskandal nicht lange her. 2006 betrifft es Florenz, Lazio Rom, den AC Milan und Juventus Turin, also maßgeblich die Vereine, die den Stamm der Nationalelf stellen. Zurzeit läuft ein Prozess gegen diese Vereine, es wird erwartet, dass das Urteil Zwangsabstieg lautet.
Darüber hinaus sind die Italiener während des Turniers nicht mit "schönem" Fußball aufgefallen, die Spiele waren für den Betrachter meistens grauenvoll anzusehen und versprachen wenige Aktionen in der Offensive.

Gegen eine Elf aus Absteigern, denen die Bedeutung des Fußballs verloren gegangen ist, zu verlieren ist eigentlich unverdient, jedoch offenbarte die deutsche Mannschaft auch ungewohnte Schwächen. In einigen Szenen spürte man eine Unreife, eine Nervosität in der Mannschaft von Klinsmann, welche in den vorherigen Spielen nicht vorhanden war. So wurden nur wenige richtig gute Chancen herausgespielt (warscheinlich immer noch mehr als die der Italiener). Hinzu kommt eine indiskutable und unverständliche Schiedsrichterleistung.

Alles in allem bitter, jedoch verdient. Aber um mal auf den Titel zurückzukommen:
Geschichte wiederholt sich (nicht nur beim FCS)

Ich habe nämlich eine neue Theorie zum nächsten WM-Titel Deutschlands.

1954 Weltmeister; 1958 u. 1962 kein Finale; 1966 Finale verloren; 1970 Halbfinale gegen Italien verloren; 1974 Weltmeister

insgesamt 20 Jahre Abstand

1990 Weltmeister; 1994 u. 1998 kein Finale; 2002 Finale verloren; 2006 Halbfinale gegen Italien verloren; 2010 ???

wieder 20 Jahre Abstand


(obwohl dann nach einer ähnlichen Rechnung der FCS 2008 auf- und 2010 wieder absteigen müsste)

Trotzdem geht die WM 2006 für mich erstmal weiter, nun halte ich denen bei, die immer meinem ewigen Favoriten bei: Frankreich!

Alleine schon wegen meinen Lieblingsspielern Henry, Barthez, Coupet, Landreau (ja, alle Torhüter!) und Franck Ribéry

Vive la France! Allez les Bleus et surtout, allez les Bleus et Noirs!

Nachtrag 06.07.06

Frankreich steht im Endspiel! Ein überragender Thuram und Zidane, der im 3. Frühling seiner Karriere scheint, sichern die 2. Finalteilnahme nach 1998.

Thierry Henry beschrieb die Partie gegen Portugal passend mit den Worten:

On a défendu comme des lions. Après le penalty, nous avons défendu de façon géniale. C'est vrai que nous jouons très bien.


Bonne chance en Berlin!

Nachtrag 10.07.06

Es hat leider nicht gereicht! Italien gewinnt mit Dusel ein spielerisch zweitklassiges Finale. Höhepunkt: Die von Materazzi provozierte Rote Karte gegen Zidane.

Jetzt bleibt nur abzuwarten, wann die italienischen Skandalvereine freigesprochen werden. Sehr traurig!

Samstag, Juli 01, 2006

FCS-Flops: Thomas Winklhofer(6)

Dieses Mal möchte ich euch ein Highlight der FCS-Flops der letzten 5 Jahre, vielleicht sogar ein Kandidat für die Flop-Elf des Jahrhunderts:

Thomas Winklhofer



Foto: www.ultras.at

Dieser nett dreinschauende Herr mit dem ebenso netten Spitznamen "Winki"(obwohl keine wirkliche Ähnlichkeit mit einem Teletubby vorhanden ist) kam in der Winterpause 2000/2001 von Austria Salzburg(damals schon mit Sponsor aber ohne "Bullen") zum FCS, um der Abwehr die nötige Stabilität zu verleihen.

Schließlich war Winklhofer damals amtierender Nationalspieler Österreichs, einer Fußballnation wie keine andere, mit Spielern wie Heribert Weber, Andreas Heraf, Hannes Reinmayr oder eben unserem Winki. Sowohl Teamchef Thomas von Heesen bei der Verpflichtung Winklhofers, als auch unserer Präsidium bei der Verpflichtung Webers als Trainer (nach Rauswurf TvH) bewiesen ihren Scharfsinn, indem sie den österreichischen Markt genau sondierten und seine feinsten Stücke herauspickten.

(Übrigens: Entgegen der weit verbreiteten Gerüchte stand Winklhofer beim legendären 0:9 in Valencia Anno 1999 nicht auf dem Platz, er war ledeglich bei der 0:4-Schlappe zwei Jahre später dabei, welche sich auch in Valencia ereignete.)

Unser ehemaliger Kapitän fiel in seiner FCS-Zeit vor allem wegen seinem kompromisslosen Einsatz aus, mit dem er sich in unser Gedächtnis spielte. Kurz: Man kann ihn getrost als "Treter" bezeichnen. In 33 Pflichtspielen im blau-schwarzen Dress kassierte er 14 gelbe Karten, eine gelb-rote Karte und eine rote Karte. Wäre Winklhofer dem FCS länger treu geblieben, hätte er wohl Paola da Palmas Rekord von 12 Platzverweisen ernsthaft gefärdet.

Den Höhepunkt seiner Zeit in Saarbrücken erlebte Thomas Winklhofer wohl am 18. Februar 2001, als der 1. FC Saarbrücken zum Auswärtsspiel nach Osnabrück reiste. Im Duell der Aufsteiger traf der gelernte Stürmer Winklhofer in das eigene Netz und sorgte somit für die zwischenzeitliche Führung der Heimmannschaft. Kurz vor Schluss krönte Winklhofer seine Leistung mit der ersten und einzigen gelb-roten Karte im Saarbrücker Dress. Das Spiel endete 2:2, da Manfred Bender noch per Elfmeter ausglich. Dazu passt Winklhofers Zitat:

Ich habe nie ein wichtiges Tor geschossen – nur schöne.


Die Geschichte "Thomas Winklhofer und der deutsche Profifussball" hatte kein glückliches Ende (die Serie heißt ja schließlich "FCS-Flops der letzten 5 Jahre"), der FCS stieg in Regionalliga ab und Winklhofer musste sich nach einem neuen Verein umsehen(ich muss die ganze Zeit schon an das Wort umTRETEN denken, welches in Winklhofers Sprachschatz sicher existiert). Fündig wurde er bei seinem alten Klub in Salzburg, der (noch) in violett-weiß auflief. In dieser Zeit muss er sich auch für die Jugendförderung eingesetzt haben, was man auf dieser Webseite sieht.

Nach der Machtübernahme eines Energydrinkherstellers an der Salzach blieb Winklhofer seinem Verein treu und zählt heute zu den letzten verbliebenen Österreichern seiner Mannschaft. Außerdem kann er drei Meistertitel mit Salzburg vorweisen. Dort grätscht und tackelt er heute noch, sammelt gelbe Karten und spielt auch noch ein wenig Fußball. Nächstes Jahr sogar mit "Trap" und "Lodda", was man ungefähr mit von Heesen und Heribert Weber vergleichen kann.

Ein wirklich bemerkenswerter Spieler in Reihen der FCS-Flops ist Winklhofer. Nicht nur wegen seinen modischen Frisuren, sondern vielmehr durch seine extravagante Spielweise ist Thomas Winklhofer ein echter Paradiesvogel gewesen. Kein Wunder, dass er in seinem Profil auf der Salzburger Vereinsseite angibt, dass er anstatt Fussballer "Lebenskünstler" geworden wäre.

Einige interessante Links:
-Winklhofers Homepage
-Spielerprofil Winklhofer

Mittwoch, Juni 21, 2006

FCS-Flops: Ante Covic(5)

Nach einem kurzen Ausflug in die Welt des Public Viewing präsentiere ich heute eine weitere Granate der Saison 2001/2002:
Ante Covic



Quelle: www.herthabsc.de

Der Mann mit den schönen Haaren begann seine Karriere bei dem bekannten kroatischen Klub Hajduk Split. 1994 schaffte er den Sprung in die Bundesliga, als der VfB Stuttgart auf den Rechtsaußen aufmerksam wurde. In seinem ersten Spiel für die Schwaben gegen Eintracht Frankfurt ließ er sein Talent aufblitzen. Er wurde eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt, was ihm reichte, um in dieser Zeit zwei Tore zu erzielen. Bei diesen zwei Treffern blieb es in 13 Spielen.

Er wurde zum 1. FC Nürnberg in die 2. Bundesliga transferiert, wo er in 24 Spielen nur ein Tor erzielte, was für den Angreifer eine mangelhafte Ausbeute war. Sein Verein stieg als Vorletzter ab. Zu dem Kader der Nürnberger gehörten damals u.a. Goran Curko(den wir später noch einmal lesen werden), Harry Ebertz, Frank Baumann, Robert Kovac, Samuel Kuffour und Joe-Max Moore.

Covic blieb in der 2. Liga und wechselte zum Verein, der seine Karriere bestimmen sollte, zur Hertha nach Berlin. Er wechselte auch seine Position und war nun hauptsächlich Mittelfeldspieler. Als Stammspieler erzielte er 4 Tore und trug damit maßgeblich zum Aufstieg des Hauptstadtklubs bei. In der Bundesliga jedoch wurde er zunehmend zum Ergänzungsspieler. Er gehörte dem Kader an, der im Jahre 1999 die Champions League Qualifikation erreichte. Ein weiteres Highlight für Covic war wohl der Einsatz im CL-Spiel in Barcelona.

Im Jahr darauf folgte ein Intermezzo beim VfL Bochum in der Bundesliga, jedoch blieben auch hier die Erfolge aus. Nun kam es, dass sich FCS-Teamchef Thomas von Heesen für die Saison 2001/2002 einen Mann für den Aufstieg suchte. So durfte sich Covic dem Chaos-Kader dieser Saison anschließen und ließ nicht sein Talent sondern den Glanz seiner stets modisch frisierten Haare aufblitzen.

In seinen 21 Spielen machte er 2 Tore, beide in den letzten Saisonspielen. Im letzten Saisonspiel gegen Reutlingen gab es einen Moment, in dem sich Covic in die Geschichtsbücher eintrug, er machte sich selbst zur Legende:

Reutlingens Torwart Goran Curko(bekannt wegen zahlreicher Pannen) hat den Ball fest. Plötzlich meint er, es gäbe einen Freistoß für Reutlingen, also legt er sich das Leder vor seine Füße. Nun kommt Covic, der den Braten gerochen hat, und schiebt den Ball in das leere Tor. Jetzt kommt es knallhart für den armen Curko, denn einen Freistoß hat es nie gegeben, jedoch das Tor von Covic. Einer der Klassiker der Saison 2001/2002

Heute spielt Covic mit 30 Jahren für die 2. Mannschaft von Hertha BSC Berlin in der Regionalliga Nord und hat dort die Rolle eines Führungsspielers.
Einige hat es gewundert im Aufgebot der Australier zur WM 2006 den Namen Ante Covic zu lesen, jedoch handelt es sich hierbei um den Torwart von Hammarby IF.

Ante Covic - Einer der Ex-Bundesligaspieler, die als Hoffnungsträger beim FCS nur Enttäuschung brachten.

Samstag, Juni 17, 2006

WM-Einwurf: Public Viewing

Ich habe, als die Abstimmung über den FCS-Blog endete, versprochen, auf jeden Fall mindestens einen Blogeintrag zur Weltmeisterschaft in Deutschland zu schreiben. Ich sehe es mal als kleine Pause zu unseren Flops an, die einen wirklich beanspruchen, nicht zuletzt weil sie so manche alte Wunde wieder aufreißen.

Heute interessiert mich mal ein Phänomän der WM, welches auch das Saarland betrifft. Nach dem Zuschlag der FIFA mussten wir schließlich feststellen, dass die WM:
-komplett im "Reich" ausgetragen wird
-nicht einmal Japan die Zusage einhielt, das WM-Lager in Saarbrücken zu bestreiten
-nur die Italiener in Homburg für ein Spiel übernachten werden (das graust einen)

Um dem armen kleinen Saarland doch noch ein wenig WM-Flair einzuhauchen besuchte schon der goldene WM-Pokal den Tblisser Platz. Doch das ist noch nicht alles. Das Zauberwort heißt:

Public Viewing



Dieser seltsame Anglizismus bezeichnet das, was seit Jahren überall praktiziert wird: Auf einem öffentlichen Platz wird eine Leinwand aufgestellt und viele Leuten gucken das Spiel. Wobei das Wort "gucken" hier eigentlich falsch ist. Viel mehr nehmen die Zuschauer aktiv am Geschehen teil, indem sie ihre Fahne schwenken, mitsingen, Rauchbomben zünden. Eben das, was sie gemacht hätten, wenn die Kartenverteilung mit ihnen großzügiger gewesen wäre.

Ich habe mir die 1. HZ des Eröffnungsspiels Deutschland gegen Costa Rica am Großen Markt bei solch einem "Public Viewing" angesehen. Dies fand in einer gesponsorten "Arena" statt, die man erst nach erfolgreicher Kontrolle durch das Ordungspersonal betreten durfte (siehe auch 2. Spiel). Man durfte schließlich nichts Ess- oder Trinkbares in die Arena schmuggeln, die Sponsoren sollen ja auch noch verdienen dürfen. Wenn es dazu kam, Leute aus der Arena zu lassen, setzte üblicherweise der gesunde Menschenverstand der Ordner aus. Bei praller Sonne bot SR3 ein Showprogramm mit Liveband (Name ist mir entfallen, was wohl auch nicht tragisch ist) und einer Tanzgarde. Bei mir herrschte sowieso schon genug Skepsis, also war mir das alles recht egal. Bis ich dann merkte, dass während des Spiels hinter mir einer Horde saarländischer FC-Bayern-Fans stand.

In der Hitze von Saarlouis begann das erste Spiel der WM und bei jeder Einblendung von von Kahn oder Lehmann mussten die Bayernfans ihre Meinung über das Torwartduell kund tun. Aufgrund der nervig hohen Anzahl dieser Anti-Lehmanngesänge muss man die Frage stellen, ob das ZDF nicht vielleicht das Spiel hätte übertragen sollen. Das Spiel hatte in der Zwischenzeit seinen ersten (wunderschönen) Treffer durch Philipp Lahm, was die Bayernfans erst einmal zum Ausrasten brachte. Für dieses Spiel hielt wirklich für viele die Illusion an, man wäre wirklich in einem Stadion(vielleicht wurden auch gefährliche Wurfgeschosse konfisziert, damit niemand die Spieler trifft!?). Dabei feuerte man grade einmal eine Leinwand an.

Der Ausgleich durch Paolo Wanchope veranlasste viele Fans (auch die Bayernleute in meiner Nähe) zu allgemein bekannten "Hu-Hu-Hu..."-Rufen. Schon bei der Nationalhymne Costa Ricas gab es Pfiffe. War das etwa auch Zusatzeffekt der Stadionatmosphäre? Weitere Rufe wie "Keiner ist so schwarz wie Asamoah" und die unsägliche Hitze waren für mich letztendlich der Grund diese "Public-Viewing-Arena(prolliges Gehabe inkl.)" zu verlassen. Bei allem Patriotismus zur einer WM, das fand ich doch recht gehirnamputiert. Die 2. HZ sah ich mir in etwas ruhigerer Umgebung an.

Mein 2. Spiel in jener Arena im Herzen von Saarlouis war die Begegnung England gegen Trinidad & Tobago. Bei diesem Spiel waren deutlich weniger Leute gekommen und ich machte mich mit meinem T&T-Balkenschal auf den Weg. Dieser wurde vom Ordnungspersonal kritisch begutachtet, was zur Frage führte: "Was fürn Schal issen das?"

Nachdem die Verfassungstreue meiner Fan-Utensilien bescheinigt war, ging ich weiter, um mich später mit dem anglophilen Wahlfreiburger aus "Die badische Woche II: Mondo Bizarro" zu treffen. Dieses Spiel in einer gediegenen Atmosphäre bereitete mir lange Zeit mehr Freude als den anwesenden Engländern und meinem Kollegen, jedoch blieb das Happy End für die "Soca Warriors" aus. Dieses Spiel in Saarlouis konnte gefallen, auch wenn es ruhiger zuging, warscheinlich auch, weil weder schlechte Bands oder nervende Bayernsfans sich hervortun mussten.

Abschließend muss ich sagen, dass mir die Möglichkeit des Public Viewings an sich gut gefällt, die Umsetzung jedoch weniger. Wie die Welt zu Gast beim Public Viewing in SLS bei Deutschlandspielen aussähe, möchte ich nicht wissen.

Sonntag, Juni 11, 2006

FCS-Flops: Holger Greilich(4)

Heute möchte ich einen Spieler aus der Kategorie "namenhafter Sportinvalide" vorstellen:
Holger Greilich

Foto: www.fc-saarbruecken.de

Der aus der Umgebung Ingelheim stammende Abwehrspieler machte seine ersten Profierfahrungen für den FSV Mainz 05, welche 1991/1992 noch in der 2. Bundesliga Süd spielten. In der selben Liga stieg im selben Jahr Peter Neururer mit seinem damaligen Lieblingsklub FCS in die 1. Bundesliga auf. Greilich blieb der 2. Liga noch ein wenig treu und schaffte es als junges Talent Stammspieler der Mainzer zu werden. Er war als klassischer Innenverteidiger bis 1995 eine Bank in der Mainzer, welche jedoch meist die unteren Tabellenränge belegten. Trotz seiner 1,88 m konnte er anders als einige seiner Kollegen nie seine Körpergröße nutzen, um den Ruf eines torgefährlichen Verteidigers zu erhalten. So blieb er bis zu seinem Wechsel nach München ohne Tor in Liga 2.

Sein erstes Profitor konnte er in der Saison 1995/1996 für die Münchener Löwen erzielen, die auf ihn aufmerksam geworden waren. Auf Anhieb erkämpfte er sich bei 1860 seinen Stammplatz. Jedoch schwankten in den folgenden Spielzeiten die Anzahl der Einsätze zwischen 18 und 22. In der Saison 2000/2001 warf ihn schließlich eine schwere Verletzung Lichtjahre zurück, sodass er nur auf zwei Einsätze gegen Saisonende kam. Dabei war er im Alter von 29 Jahren im Jahre 2000 noch in die A2-Nationalmannschaft berufen worden, in der damals u.a. Bernd Schneider spielte.
Dass einige Verleztungen bei Spielern im Alter von 30 sehr schnell zu Karriereknicken führen wissen wir nicht erst seit Holger Greilich, jedoch versuchte er es wieder, kam aber auch 2001/2002 nur auf 5 Einsätze in der Bundesliga und wechselte anschließend auf die Insel.

In Zypern wollte Omonia Nikosia mit den in Deutschland ausgemusterten Profis Stefan Brasas (auch ein Ex-Saarbrücker), Marco Haber, Rainer Rauffmann und eben unserem späteren FCS-Flop Holger Greilich den Sprung in die Champions League schaffen. Am Ende wurde man nur Vierter und Greilich zog es zurück nach Deutschland und damit zur letzten Etappe seiner Karriere. Als namhafter Neuzugang präsentiert, spielte er die Spieltage 1-3 mit (zwei gelbe Karten) und verdrehte sich das Knie-irgendwie.
So kam es, dass Holger Greilich nie wieder für den FCS spielte. Aus erwarteten sechs Wochen Wartezeit wurde eine ganze Saison. Als Ersatz wurde Marcel Rozgonyi verpflichtet. In offiziellen Pressemitteilungen wurde Greilich von nun an nebst Nuhic, Tarillion oder Suzuki als Langzeitverletzter geführt. Jedoch durfte er seinem Lebenslauf später den Aufstieg 2003/2004 hinzufügen. Nach dieser Saison beendete er seine Karriere im Alter von 32 Jahren. Seine Trikotsätze wurden noch später im FCS-Fanshop und an mobilen Verkaufsständen verkauft.

Man wird von seinem Vorstand immer wieder überrascht. Wenn der FCS mal einen großen Namen mal locker aus dem Hut zaubert, gibt es nur allzu oft einen Haken an der Sache. Bei Greilich war es das kaputte Knie, was ihm maßgeblich eine lange Zeit in Saarbrücken versagte und ihm andererseits bei den Fans den Ruf als Abzocker einbrachte. Die sportliche Leitung bekam den Spott für die erneute Verpflichtung eines Sportinvaliden. Der Name Greilich steht (saarländisch ausgesprochen) symbolisch für dessen kurze Zeit in blau-schwarz.

Abschließend noch ein Zitat von Greilich selbst:
"Letztlich zählt das, was auf dem Platz ist, und das ist es, was zählt.".
Wenn man denn mal häufiger einsatzreif gewesen wäre.

Montag, Juni 05, 2006

FCS-Flops: Daniel Kovacevic(3)

Der 1. Stürmer(bzw. "Offensiv-Allrounder") unserer kleinen Ruhmeshalle der FCS-Flops ist jemand, der das blau-schwarze FCS-Trikot nur in der Saison 2001/2002, bekannt für Chaos und Misere, tragen durfte. Doch sein Name ist nun wirklich kein klangvoller, weshalb ihn wohl die meisten auch wieder vergessen haben: Daniel(Danijel) Kovacevic



Foto: www.ludwigspark.de

Daniel Kovacevic kam als relativ unbekannter junger Stürmer im Jahre 2000 von HNK Sibenik zum SSV Ulm, der gerade die Liga gewechselt hatte. Mit seinen 20 Jahren als Mann für die Zukunft bestritt er sage und schreibe 12 Spiele für die Ulmer und erzielte 2 Tore, davon ein sehenswerter Weitschuss im Ludwigspark. Ulm stieg auf Platz 16 ab.
Nächste Saison stellte der FCS eben jenen Kovacevic als neuen Stürmer(mit der Nummer 11). Böse Zungen behaupten, dass nur dieses eine gute Spiel ihm diesen Vertrag verschafft habe, wie es beim FCS auch in anderen Fällen so war (Delic). Jedenfalls kam er in seiner FCS-Saison nur auf 11 Einsätze, davon 2 über die volle Distanz. Wenn man nicht viel Zeit auf dem Platz hat, kann man folglich auch nicht viele Tore erzielen. Bei Kovacevic waren es immerhin 2, eines wieder mit einem Weitschuss gegen Oberhausen, eine Minute nach der Einwechslung(Endstand 1:0) und eines zum Ausgleich in Frankfurt(Endstand 2:2). Der Abstieg beendete auch seine Zeit beim FCS, in der er weder mit Effektivität, noch mit Anwesenheit auf dem Platz glänzte.
Sein Weg führte zurück zum NK Zagreb, wo er auch nicht wirklich Fuß fassen konnte. Auch spätere Testspiele z.B. für die Kickers Emden brachten ihm kein Erfolg ein, so steht er heute auf www.transfermarkt.de mit 28 Jahren im besten Fußballeralter mit dem Verein "unbekannt" da.
Daniel Kovacevic ist einer der vergessenen Oststürmer des FCS, der weder einen klangvollen Namen hatte, noch beim FCS mit Leistung überzeugen konnte. Mich würde es jedenfalls interessieren was Kovacevic heute macht.

Samstag, Juni 03, 2006

FCS-Flops: Matthias Breitkreutz(2)

Heute stelle ich euch einen Spieler der legendären Chaossaison 01/02 vor:
Matthias Breitkreutz



Foto: www.ludwigspark.de

Seine Karriere bei den Ostvereinen BFC Dynamo und Dynamo Schwerin beginnend, spielte Breitkreutz im Alter von 20 Jahren zusammen mit dem späteren Bundesligastar Stefan Beinlich für Bergmann-Borsig Berlin. 1991 wechselten sie zusammen in die englische Premier League zu Aston Villa. In dieser Zeit erzielte Beinlich geringfügig mehr Einsätze für Villa, beide kamen pro Saison nicht über 8 Einsätze hinaus, und 1994 zu Hansa Rostock gingen und in ihrer ersten Zweitligasaison Stammkräfte wurden. Breitkreutz kam in seiner 2. Hansa-Saison nur noch auf 18 Einsätze und ging während der Saison 96/97 zum Ligakonkurrenten Arminia Bielefeld und konnte dort zum Stammspieler avancieren. In der darauf folgenden Saison stieg Bielefeld ab, Breitkreutz hatte in 19 Spielen kein einziges Tor erzielt. Sein Ex-Mitspieler war in der Zwischenzeit zu Bayer Leverkusen gewechselt.

Nun kehrte Breitkreutz ablösefrei zurück nach Rostock. In den folgenden beiden Jahren kam er pro Saison auf mehr als 20 Einsätze, bis er 2000/2001 ausgemustert mit nur 8 Einsätzen und einem Tor auf die Suche nach einem neuen Verein ging. Er war immerhin mit 30 Jahren nicht mehr der Jüngste, aber auch in einem erfahrenen Alter, in dem man noch einige Jahre auf gutem Niveau spielen kann.

Ortswechsel: Saarbrücken. Mit dem festen Ziel "Aufstieg" begab sich der Verein auf die Suche nach einem neuen Spielmacher, einer echten Nummer 10, die in Form von Breitkreutz verpflichtet wurde. In den ersten beiden Spielen setzte er noch positive Akzente, indem er die beiden einzigen FCS-Tore erzielten konnte. Im Auswärtsspiel gegen Karlsruhe folgte dann die Verletzung, die ihn in SB zurückwarf. Er kam noch auf einen Kurzeinsatz gegen Mainz, sonst machte er kein Spiel mehr für den FCS. Grund waren Differenzen mit dem damaligen Trainer Heribert Weber, welche später zu seiner fristlosen Entlassung führten:

Breitkreutz gefeuert!

20.12.2001

Der FCS hat sich von Matthias Breitkreutz getrennt. Der Verein kündigte dem Mittelfeldspieler, der vor der Saison von Hansa Rostock gekommen war, wegen mangelnder Berufsaufassung fristlos. Ob und wann Breitkreutz einen neuen Verein findet bleibt fraglich.

Quelle: www.ludwigspark.de


Später spielte er noch für den VfB Leipzig und den FC Augsburg, wo sein Vertrag zum 31.12.2003 aufgelöst. Vorher durfte er mit Augsburg noch einmal mit 3:2 im Ludwigspark gewinnen. Ohne Perspektiven auf eine weitere Karriere im Fußball beendete er eben jene im Alter von 32 Jahren.

In seiner FCS-Zeit gehörte er einem Team an, das nie eines war. Späterer mangelnder Ehrgeiz und Probleme mit Weber führten dazu, dass Breitkreutz auch in SB kein rühmliches Ende fand. Seine Karriere hätte nach dem Englandaufenthalt groß werden können, was letztendlich an fehlendem Ehrgeiz oder vielleicht an mangelndem Talent gescheitert ist. Wir werden es nie erfahren. Seine zwei Treffer für den FCS sind jedenfalls höchstens für die Statistik von Interesse.

Mittwoch, Mai 31, 2006

FCS-Flops: Matej Sucurovic(1)

Die Reihe zu Ehren der FCS-Flops der fünf letzten FCS-Jahre startet mit einem jungen Gesicht, das uns noch einigermaßen in Erinnerung ist: Matej Sucurovic



Foto: fc-saarbruecken.de

Seine FCS-Karriere begann im Winter 04/05, als der FCS sein winterliches Trainingslager in Huelva, Spanien bestritt. In seinem 1. Testspiel gegen den FC Brüssel erzielte er das 2:0 und Horst Ehrmantraut sagte über ihn: "Er ist der typische Spieler für die linke Seite in der Viererkette. Er ist noch sehr jung und wir haben auch keinen akuten Bedarf. Aber er ist eine Überlegung wert"

Kurz darauf wurde die Einigung seinem bisherigen Arbeitgeber NK Ciballa Vinkovci erzielt, und die kroatische Nachwuchshoffnung bekam das FCS-Trikot ausgehändigt. Dieses durfte er in der Folgezeit seltenst überstreifen, denn da es keinen akuten Bedarf gab, wurde Sucurovic einfach zu wenig beachtet. Problematisch war auch, dass er als Nicht-EU-Ausländer auch in der Oberliga nicht zum Zuge kam (wer anderes behauptet kann mich gerne verbessern).

Seine Chance in der 1. Mannschaft bekam er durch akute Personalnot beim Spiel gegen Greuther Fürth. Auf der linken Seite sollte er den Exilsaarländer Christian Weber aufhalten. Eine undankbare Aufgabe, Weber war nicht zu stoppen außer durch Fouls. Dies brachte Sucurovic in seinen 45 Min. FCS eine gelbe Karte ein. Er wurde zur Halbzeit ausgewechselt und der FCS gewann mit 2:1.

Das war seine Laufbahn in der 1. Mannschaft des FCS, denn von nun an sah man ihn nur noch gelegentlich am FC-Sportfeld mit seinem Landsmann Buljan. Beide machten, wohl deshalb weil sie nicht mehr berücksichtigt wurden, einen gelangweilten Eindruck. Als dann Ehrmantraut ging, hatte Sucurovic keine Chance mehr beim FCS. Folglich wechselte er unbeachtet von den meisten Fans zurück in seine Heimat, ablösefrei zum Verein mit dem klingenden Namen "Jedinstvo Bijelo Polje". Das war zum Jahreswechsel 05/06.

Was bleibt? Die Erinnerung an ein weiteres verschwendetes Talent beim FCS, bei dem sich jeder fragte, warum er nicht zum Zuge kam. Diese Erinnerung wird teils noch heute durch Kommentare auf seinem Spielerprofil bei ludwigspark.de aufrecht erhalten. Der FCS und Matej Sucurovic wurde eine Kurzgeschichte von 45 Min. ohne Happy-End.

Sonntag, Mai 28, 2006

And the winner is

"FCS-Flops der letzten 5 Jahre"

Nun hat sich doch das warscheinlich sowohl ideenreichste, als auch grausamste Thema bei der Sommerpausenwahl des FCS-Blogs durchgesetzt. Knapp 20 Stimmen setzten sich gegen die "WM 2006" und "Gastautoren" durch, was ich auch gut verstehen kann. Nicht jeder möchte hier mit ellenlangen Texten zur WM gequält werden, weil dies im Jahre 2006 in einer übermäßigen Form stattfindet. Aber ganz außen vor werde ich die WM nicht lassen; ein Blog-Eintrag über die WM mit lokalem Bezug wird folgen.

Die Idee, Gastautoren im FCS-Blog ranzulassen war eigentlich die reizvollste Option, jedoch sind warscheinlich die wenigsten so verrückt, sich den Kopf dermaßen über den FCS und seine Randerscheinungen zu zerbrechen und dann auch noch dieses Wirrwarr an Gedanken in Worte zu fassen. Jedoch gebe ich denen, die es wirklich gewillt sind (bzw. so bekloppt wie ich sind), die Chance, ihre Beiträge an blog@saarlandfcs.de zu schicken. Bei einer Veröffentlichung im Blog werde ich dann auch fleißig Kommentare abgeben ;-)

Und um nochmal auf den Sieger zurückzukommen: Ein besseres Thema könnte es wohl nach dem Abstieg in der Sommerpause nicht geben. Namen wie Stratos, Budisa, Scheuer, Greilich, Lieberknecht oder Akpoborie haben einem früher die Nackenhaare gesträubt, doch jetzt werden diese endlich ihrem wirklichen Zwecke zugeteilt, nämlich der Unterhaltung.

Mittwoch, Mai 24, 2006

Fazit 2005/2006

Während unsere Abstimmung noch in vollem Gange ist, ziehe ich, was unschwer dem Titel zu entnehmen ist, ein umfassendes Fazit der Spielzeit 2005/2006.

1. Punktspiele:

Bis zum 14. Spieltag hat man magere 5 Punkte eingefahren, der Abstand auf die Nichtabstiegsplätze betrug schon 9 Punkte. Dann startete der FCS eine sensationelle Aufholjagd. Am 27. Spieltag passierte man erstmals die magische Grenze zwischen 14. und 15. Tabellenplatz, um nach den desolaten Leistungen in den wichtigen Spielen in Dresden und gegen Offenbach wieder nach unten zu rutschen. Auf dem 16. Tabellenplatz, mit 38 Punkten, stieg der FCS zum 2. Mal in 4 Jahren ab.

2. Trainer:

Die, von den Medien ernannte, Kultfigur Horst Ehrmantraut musste nach 2 Niederlagen in der Liga und einem mehr als schmeichelhaften Pokalsieg das Feld räumen. Fritz "der mit dem Scheibenwischer tanzt" Fuchs saß ein Spiel als Interimstrainer auf der FCS-Bank, als Rudi Bommer als neuer Trainer präsentiert wurde. Ein schwerfälliger Anfang, dann eine Aufholjagd, die Angebote aus Duisburg verursachten. Kurz vor Ende der Saison "war das Vertrauensverhältnis zwischen Vorstand und Trainer zerstört" und Didier Philippe durfte für zwei Spiele Bommer ersetzen. Bommer hatte doch wohl ein wenig geflunkert (nur ein Anruf aus Duisburg), denn schon bald wechselte er zu Hellmichs Truppe.



Foto: msv-duisburg.de

3. Sportdirektor

Dr. Bernd Coen, der für viele der anfängliche Grund der sportlichen Misere war. Er habe bei der Auswahl der Neuzugänge nicht auf den Übungsleiter Ehrmantraut gehört. Als Folge dessen versagte er bei seiner Aufgabe "aus den Individualisten eine
Mannschaft zu formen und eine verschworene Gemeinschaft zu bilden". Er trat vor dem Spiel FCS - Hansa Rostock zurück.

4. Vorstand

Sah sich während der Saison immensen Vorwürfen ausgesetzt und konnte zu keiner Zeit Souveränität ausstrahlen. Ehrmantraut wurde trotz eines öffentlichen Ultimatums vor dessen Ablauf entlassen; Faysal El Idrissi erhielt spezielle "Rehamaßnahmen", anstatt dass er wirkungsvoll aus dem Verkehr gezogen wurden; die Ordner-Affäre usw. Auch sollte der Vorstand die Rolle des Managers und sportlichen Leiters übernehmen, jedoch kam dies erstens anders und zweitens als man denkt.

5. Ex-Sportdirektor

Huch, ihn hier kennen wir doch irgendwo her?! Genau, nach seinem "Rücktritt" als FCS-Sportdirektor war er in einer nicht näher erläuterten Funktion bei Victor's tätig. Eine Funktion, die ihn scheinbar dazu berechtigte, immer noch in den Stadionkatakomben herumzustolzieren und auch Verhandlungen für den FCS zu führen, wenn man diversen Augenzeugen- bzw. Zeitungsberichten glauben schenken darf.

6. Die Mannschaft

Der Stamm der Mannschaft des Vorjahres wurde gehalten. Oft wurde die sog. "French Connection" zum Thema diverser Presseberichte. Letztendlich war das spielerische Material keineswegs als Kollektiv des Klassenerhalts würdig.

7. Neuzugänge

Elf Neuzugänge, vier Platzpatronen, drei Mitläufer, zwei Leistungsträger, ein Spätzünder und ein Juwel. Die üblichen Neuzugänge einer Abstiegssaison, in der das einzige Juwel in der nächsten Saison erste Liga spielt, die Platzpatronen einem auf der Tasche liegen und man sich fragen muss, was vom Rest übrig bleibt.

8. D-Block, E-Block, F-Block:

Die Spaltung der Fangruppierungen im Stadion wird von den einen befürwort, von den anderen abgelehnt. Ich sehe die Gründung der Virage Est als positiven Schritt, da so eine Alternative zum D-Block geboten ist, der diesem auch noch einen neuen Grund gibt, sich mehr ins Zeug zu legen. Diese Saison sah in Sachen Fanblöcke Höhen und Tiefen, was nicht zuletzt auf die sportliche Lage zurückzuführen ist.

9. Fanproteste:

Kommen wir nun zu einem der traurigeren Kapitel in der Saison 05/06. Nach der Prügelattacke der Ordner auf vorstandskritische Fans, war eine Welle des Zusammenhalts in der Fanszene zu beobachten. Unabhängige Fantreffen im Fanprojekt mit erstaunlich großer Resonanz führten zu einer Demonstration gegen das Präsidium und zur Initiative "Blau-Schwarze Zukunft".
Aber das war es leider schon. Diese Ereinisse wurden mehr und mehr durch die Aufholjagd des FCS vergessen gemacht und der Alltag kehrte in Saarbrücken ein. Es versuchten sich auch andere Personen mit Initiativen und Fanmagazinen, scheiterten jedoch aus verschiedenen Gründen, u.a. an der Konstanz ihres Projektes. Unbestritten ist wohl aber, dass die FCS-Fans zu verschieden agierten, um zu einer übergreifenden Lösung zu finden. Paradebeispiel dafür ist das Spiel gegen Braunschweig, in dem mal eine Überziehfahne, mal geworfene Bengalos und auch eine Boykottierung des Stadionbesuchs als Protest dienten. Das Gesamtbild war mehr als verworren. Man hätte sich besser wieder auf den Zusammenhalt nach den Vorfällen in der V.E. konzentiert.



10. Mein persönliches Fazit

Der FCS ist an seiner eigenen Unprofessionalität gescheitert. Vermeidbare Fehler waren der Grund für einen Abstieg, der anstelle eines Aufstieges eingetreten ist, mit dem der FCS-Vorstand in jedem Zweitligajahr liebäugelt. Ich hab mir diesen Verein nun mal ausgesucht und werde die Suppe selbst auslöffeln, indem ich auch nächste Saison wieder ins Stadion gehe und auch nächste Saison wieder in diesem Blog schreiben werde. Denn wir Fans sind keine Spieler, die wie Ratten das sinkende Boot verlassen und uns vor der Verantwortung drücken. Wenn wir in guten Zeiten den Erfolg auskosten wollen, müssen wir auch in schlechten Zeiten zu unserem Wappen stehen.

Diese erfolgreichen Zeiten kommen aber auch nur dann, wenn die Feder professionell geführt wird. Nicht Wunschträume und Spekulationen verhelfen zu einem Aufstieg, sondern harte und konzentrierte Arbeit. Und ob das in nächster Zeit bei meinem Verein stattfinden wird? Das ist die zentrale Frage, die die nächste Saison mitbeantworten wird. Und in diesem Sinne beende ich das Kapitel 2005/2006 in meiner persönlichen FCS-Historie

Glück auf!

Freitag, Mai 19, 2006

Noch einmal mit Gefühl

Auch wenn zurzeit die Vorbereitungen auf die Sommerpause des FCS-Blogs in Form einer Abstimmung laufen, bin ich euch Lesern doch noch meine Worte zum 34. Spieltag der Saison 2005/2006 schuldig. Dass der 1. FC Kaiserslautern abgestiegen ist, macht unseren Abstieg noch unerträglicher, aber das soll jetzt mal Nebensache bleiben.

Das letzte Saisonspiel(eher Pflichtfreundschaftsspiel) des FCS gegen Braunschweig wurde mit 2:0 gewonnen. Bei dem akuten Mangel an Personal ist es erstmal von Interesse, wer die Tore geschossen hat:

-Nazif Hajdarovic (Vertragsamateur mit vielen Toren in Oberliga und jetzt seinem ersten und vorerst einzigem Treffer im Profifussball. Darüber darf er sich freuen)

-Ivan "der Schreckliche" Dudic (der Spieler, dem es in Saarbrücken nicht passte, und der deswegen die Nase voll hatte von "seinem" Verein. Die Bilanz: 205 Minuten, 2 Tore und eine Langzeitverletzung. Er hat wenigstens ein Einsehen, dass er unseren Verein mit seiner Anwesenheit verschont.)


Das Spiel an sich hatte absoluten Testspielcharakter, außer dass natürlich noch die Protestwelle über den Ludwigspark schwappte. Um mich kurz zu fassen: Es gab verschiedene Banner, Klosprengungen, Bengalowürfe etc. Ein klares Bild war schwer zu finden. Über jedes Element einzeln mag man ein eindeutiges Urteil fällen können, aber bei der Betrachtung im Ludwigspark hat man nur die Collage vor sich, die ein verworrenes Bild des Chaos abgibt.
Es lässt sich also sehr gut mit der Mannschaftsleistung der letzten Saison vergleichen.

Wo wir jetzt bei der Mannschaft wären: Einige sind schon weg (Bencik, Amri), andere folgen warscheinlich dem Ruf des Geldes (Demai) und überlassen nächste Saison anderen die Verantwortung für ihre Fehlleistungen. So wandert der Kelch. Der nächste Übungsleiter ist übrigens der ehemalige Hitzfeld-Assistent Henke. Ich werde mit einem Kommentar über ihn warten, bis die ersten Spiele gespielt sind. Nur soviel: Mein Wunschkandidat war er nicht!

Das war die vorerst letzte Zweitligasaison des FCS, eine Nachwehe der Nachwehen der Nachwehen von irgendwann einmal, als grobe Fehlentscheidungen den Verein in eine Achterbahnlage gebracht haben, aus der sich der Verein nicht mehr befreien kann. Was soll's, es ist immerhin der Verein, den ich mir ausgesucht habe!

Mittwoch, Mai 17, 2006

Was der FCS-Blog in der Sommerpause machen wird...

...können die Leser mitentscheiden! Bevor ich mich nocheinmal am Wochendende dem letzten Zweitligaauftritt des FCS widme, möchte ich noch etwas zu dieser Abstimmung sagen:

Die Vorschläge

1. WM 2006

Ich werde bei dieser Option während der WM häufiger meine Beobachtungen und Meinungen niederschreiben. Dieses Themengebiet gibt sehr viel her, vom WM-Stickeralbum bis zum Vorrundenspiel Ecuador gegen Costa Rica.

2. FCS-Flops der letzten 5 Jahre

Von A wie Akpoborie von Z bis Ziegler wird es über die Sommerpause hinweg Porträits einiger vergessener Namen geben. Einige werden die Namen wohl noch in Erinnerung sein und auch dieses Thema verspricht viel Gesprächsstoff, obwohl der Zeitraum eher kurz gefasst ist.

3. Gastbeiträge

Und die letzte Option, bei der es einen Rollenwechsel geben wird. JEDER, der Lust am Schreiben hat, ist eingeladen, für einen oder mehrere Beiträge meinen Part zu übernehmen und im FCS-Blog seine Meinung zu veröffentlichen. Diese Option ist die interessanteste, erfordert jedoch eine gute Mitarbeit der "Sommerautoren". Ich werde als Leser natürlich immer kommentieren.


Die Abstimmung findet parallel auf www.saarlandfcs.de und im FCS-Forum statt! Trefft eine gute Wahl!

Freitag, Mai 12, 2006

Saisonabschluss selbstgemacht

Ungewöhnlicherweise melde ich mich schon einen Tag nach meinem letzten Eintrag wieder. Nein, in mir ist nicht der Übereifer ausgebrochen, sondern in einer offiziellen Mitteilung des Vereins wurde mittgeteilt, dass es kein Freibier am Sonntag geben wird. Das legt erstmal die meisten meiner Absichten im letzten Blog-Eintrag auf Eis. Ihn werde ich zu gegebener Zeit wieder als Link aus der Versenkung holen.

Deshalb möchte ich euch ein paar Tipps geben, wie ihr euer Saisonfinale in der 2. Liga gestalten könnt:

Tut was ihr wollt!

Dieser leichte Aufruf zur Anarchie (wie in dem bemerkenswerten Comic "V wie Vendetta") ist jedoch kein Aufruf zu Gewalt, Chaos oder sonstigem Unfug. Es könnte auch mit "Bildet euch selbst eine Meinung und lasst das nicht andere für euch tun!" übersetzt werden.

Lasst den FCS nicht im Stich, wenn ihr an dem Verein hängt!
Lasst euch nicht zu Protestaktionen drängen, wenn ihr nicht wollt!
Kommt nicht ins Stadion, wenn ihr eh nur wegen dem Bier gekommen wärt!
Lasst euch nicht mit Sponsorengeschenken für alles Einspannen!
Huldigt nicht der Mannschaft, wenn sie es eurer Meinung nach nicht verdient haben!

So in etwa könnte man diesen Vorschlag interpretieren, denn wenn uns diese Saison eine Erkenntnis gebracht hat, dann dass man wirklich alles kritisch hinterfragen muss. Sei es die Arbeit des Vorstandes, sei es die Leistung der Mannschaft, sei es die Ehrlichkeit eines Trainers, sei es die Arbeit irgendwelcher Faninitiativen. Selbst diesen Weblog kann man kritisch hinterfragen!

Denn in solch unbequemen Zeiten ist es nicht hilfreich, wie ein Lemming brav hinter irgendeiner Initiative oder der Vereinsführung hinterher zu laufen, nein, man muss nachdenken können. Wer sich zu sehr von irgendwelchen Parolen oder extremen Ansichten dazu verleiten lässt, sich keine Fragen mehr zu stellen, hat dieses letzte Spiel verloren.

Also denkt dran:

Eine eigene Meinung bekommt man nicht geschenkt!

Donnerstag, Mai 11, 2006

Der Kunde ist König

Die heutigen Fans werden nur noch seltenst vom Verein als treue Seelen der Stadien angesehen. Vielmehr geht es nur noch um ihre Kundschaft, die verwöhnt werden möchte, die man bei Laune halten muss und die dann den Sponsor an Geld bereichern soll. Fußball gibt es als Beilage.

Ein gutes Beispiel in der Praxis hierfür war der Besuch des Spiels 1860 München gegen 1. FC Saarbrücken. Auch hier trägt das Stadion einen Sponsornamen und steht fernab jeglicher Zivilisation auf einer ehemaligen Müllhalde nahe München. In besagtem Luftkissenboot gibt es natürlich die Uhren vom Nochhauptsponsor zum Billigpreis, hier und da mal wieder neben Schriftzügen verschiedener Sponsoren das Emblem der Münchener Löwen.
Vor dem Spiel werden noch die Helden der letzten Meistermannschaft der Sechzger geehrt und das Spiel kann beginnen. Mit 1:0 für die Heimmannschaft geht es in die Kabine.

In der Halbzeit wird dann die Heimkurve von den Sportfreunden Stiller berieselt, die ihre neue Fußballhymmne zur WM vorstellen. Ein hipper Song, der die Fans schon auf das nächste Event einstimmt, nämlich die Verabschiedung des Hauptsponsors nach einem Jahr aufopferungsvoller Arbeit. Dieser hatte nach den zuletzt miserablen Leistungen der Sechzger den Schriftzug vom Trikot genommen und der Präsident hatte die Fans dazu aufgefordert, die Spieler mal kräfig auszupfeifen, falls das Geschehen auf dem Rasen mal wieder nicht so glänzend war, wie das Auftreten des Sponsors, der sogar das Riesentrikot in der Kurve sponsorte (auf dem natürlich die Werbung prangte). Der Stadionsprecher kommentierte dies mit: "Noch nie war ein Sponsor so nah an den Fans."

Fußball wurde auch noch nebenher gespielt und trotz einer eines Zweitligisten unwürdigen Leistung gewann 1860 München.

Nun folgt für den FCS auch das Saisonhighlight, das Stadionfest. Unsere saarländische Brauerei aus HOM hat natürlich als guter Sponsor die braven Fans in Pausenspielchen dazu gebracht, Freibier zu erspielen, welches sich die Fans zum Stadionfest brüderlich teilen sollen. Jeder geht zufrieden nach Hause, ist ja egal was die Abstieger auf dem Rasen so machen, hauptsache, wir haben unser Freibier...

Soll es das wirklich gewesen sein? War das das Ende des FCS in Liga 2? Ist alles doch ganz versöhnlich ausgegangen, nur weil das Event "Stadionfest" die Fans mit Freibier ruhig gestellt hat?

Ist es nicht das Primärbedürfnis eines jeden Fans, dass sein Verein kämpft? Will man nicht lieber den Sieg über den Gegner feiern, als sich von Events volldröhnen zu lassen?

Die Bedürfnisse eines Kunden hat der FCS vielleicht erfüllt, aber nicht die eines Fans!


Bitte seid nicht blind, denkt daran, wer ihr seid und was ihr wollt. Seid ihr die Kunden, die am Event "FCS-Spiel" interessiert sind oder seid ihr am Verein interessiert? Seid ihr Fans?

Ich möchte hier niemandem sein Freibier schlecht machen, aber wenn ihr dann im Stadion seid, denkt an meine Worte und überlegt euch, ob ein Stadionfest eine verkorkste Saison vergessen machen kann. Das kann es nämlich meiner Meinung nach nicht!

Montag, Mai 08, 2006

Kein zurück

Nach meinem etwas sarkastischem Anfall nach der Offenbachniederlage habe ich den Weg nach München auf mich genommen. Nicht, dass ich Arena-Tourist(wie man so schön sagt) wäre, nein, ich wollte sehen, ob der FCS seine letzte Chance nutzen kann. Nix war's, halb gefrustet vor 3 Platzverweisen, halb bestätigt war ich nach dem Spiel von meiner Annahme, dass ein FCS zurzeit in der 2. Liga nichts zu suchen hat.

Warum eigentlich? Vor der Saison hat man noch von einem einstelligen Tabellenplatz gesprochen, jetzt können die Tickets mit der Saar-Tal-Linie nach Elversberg gelöst werden. Fehlt dem Verein die Vernunft, fehlt die Professionalität, hat man zu lange die blau-schwarze Brille aufgehabt?

Die Wahrheit liegt warscheinlich darin, dass der Verein seit Jahren auf der Stelle tritt. Wir sind eine Fahrstuhlmannschaft ohne jegliche Konstanz, außer, dass mindestens alle zwei Jahre ein Auf- oder Abstieg folgt.

Erstmal gibt es kein zurück zu diesen Zeiten, da dieser Schwebezustand geduldet wird, teilweise sogar durch unprofessionelles Verhalten sogar gefördert wird. Jeder auf seine Weise, Spieler, Trainer, Verantwortliche, Presse, Publikum.

Meine Worte zum Spiel möchte ich noch kurzzeitig aufsparen, ich werde sie wohl irgendwann doch hier mitteilen, da gibt es kein zurück, jedoch ein kleines Lied für die Spieler, welches ich schon vor längerem publizierte (und zwar hier auf blutgraetsche.de)

"Zu Spät" (Die Ärzte, Neuer Text von mir)
1.Strophe:

Warum habt ihr mir das angetan?
ich hab's von der Anzeigetafel erfahr'n.
Der Ball ist nicht mehr euer Freund,
12 Wochen lang hab ich geweint.

Jetzt geht ihr weg,
grüßt uns nicht mehr.
Und die Spiele schmerzen uns so sehr.
Ich weiß was uns
an euch missfällt:
Ihr seid faul und kriegt noch Geld.
Ihr spielt doch nur, damit ihr ein Auto habt
und nicht - wie wir - im klapprigen Fanbus fahrt!

Refrain:

Doch eines Tages wird sich das rächen.
Niemand wird mehr für das Gekicke blechen,
dann seid ihr keine Zweitligamannschaft mehr,
und dann tut es euch leid, doch dann ist es zu spät.

Zu spät (zu spät)
Zu spät (zu spät)
Zu spät (zu spät)
Doch dann ist es zu spät.

2.Strophe:

Wir war'n mit euch am Tivoli gewesen,
ihr habt dann nur die Gegentore abgelesen.
Wir war'n für euch da, nätürlich in Ahlen,
wir Deppen tun ja euch bezahlen.

Der Gedanke bringt mich ins Grab,
ihr steigt mal wieder ab,
ICH HASSE EUCH, wenn es das gibt,
so wie ich euch vorher geliebt.

Der Ehrmantraut war doch mal euer Supermann,
ich wusste nicht, dass der auch ganz schön fliegen kann.

Refrain:

Doch eines Tages wird sich das rächen.
Niemand wird mehr für das Gekicke blechen,
dann seid ihr keine Zweitligamannschaft mehr,
doch dann seid ihr lang weg und das juckt uns nicht sehr.

Zu spääääääääääääääät...

Mittwoch, Mai 03, 2006

Der FCS ist wieder da!

Der FCS ist wieder da, der FCS ist wieder da, der FCS ist wieder dahaaaa,
der FCS ist wieder daaaaaaaaa!


Protokoll einer kleinen Zukunftsvision!

02.05.2006

Der FCS verliert das wichtige Abstiegsendspiel gegen Offenbach mit 0:4. Als Folge dessen wird Cheftrainer Rudi Bommer, dem konkrete Angebote vorliegen, entlassen. Dies geschieht am 03.05.2006, einige Tage vor dem Auswärtsspiel bei 1860 München.

05.05.2006

Die Rettung naht! Der noch unter Vertrag stehende Ex-FCS-Trainer Horst Ehrmantraut kehrt zurück um den Abstieg zu vermeiden. Ihm bleiben zwei Tage um die Mannschaft auf das Spiel in München vorzubereiten.

07.05.2006

Nachdem drei Spieler aus dem Kader verbannt wurden, gewinnt der FCS in der Allianz Arena mit 2:0 durch Tore von Hagner und Örtülü. Die FCS-Anhänger erinnern sich an glorreiche Zeiten unter Ehrmantraut und vergessen schnell Bommer. Da gleichzeitig auch Dresden und Offenbach verlieren, erscheint der Klassenerhalt wieder realistisch.

14.05.2006

Der FCS hat das Wunder geschafft! Ein 2:1 gegen Braunschweig bedeutet den Klassenerhalt, da gleichzeitig alle direkten Konkurrenten patzen. 22.000 glückliche Saarbrücker feiern mit Präsident Ostermann und Trainer Ehrmantraut den Klassenerhalt zu dem gesponsorten Freibier einer bekannten Brauerei aus Homburg. Der FCS kann die Planungen für 2006/07 beginnen!

Mitte Juni 2006

Begeistert über den Klassenerhalt fordern die FCS-Fans eine Vertragsverlängerung ihres Helden "Ehre". Dieser bekommt seinen Vertrag um ein Jahr verlängert. Gleichzeitig erhält auch der Großteil des Kaders neue Verträge. Demai geht in die 1. Bundesliga zu Aachen, aber Amri wird gehalten und erhält einen Vertrag bis 2010.

01.07.2006

Die Überraschung ist groß, als Faysal El Idrissi wieder nach SB zurückkehrt. Komplettiert werden die FCS-Neuzugänge durch Timo Wenzel und Carsten Jancker aus Kaiserslauern und einem Abwehrrecken aus Kroatien.

Anfang September 2006

Der Saisonstart verlief durchwachsen, 4 Punkte aus 4 Spielen setzen Ehrmantraut unter Druck. In der Notsituation wird ein vertragsloser 29-jähriger Stürmer aus Frankreich (Erfahrung in der 2. frz. Liga!) verpflichtet.

Winterpause 2006/07

Der FCS steht mit nur 14 Punkten aus 17 Spielen im Tabellenkeller. Der Gedultsfaden reißt und das Präsidium entlässt zum dritten Mal in 3 Jahren Horst Ehrmantraut. Didier Philippe wird Interimstrainer. In der Winterpause wird der vertragslose Sean Dundee verpflichtet und Sambo Choji kehrt zurück. Die Abwehr wird durch Jens Nowotny komplettiert, der zurzeit einen Kreuzbandriss auskuriert. Viele sagen dass El Idrissi nicht unschuldig an der schlechten Stimmung ist. Er verlässt den Verein in der Winterpause Richtung Koblenz. Als neuer Trainer wird Jörg Berger verpflichtet.

April 2007

Jörg Berger erreicht tatsächlich in 10 Spielen 22 Punkte und der FCS hat wieder beste Chancen auf den Klassenerhalt. Der Vertrag von Berger scheint verlängert, hätte der nicht ein Angebot aus Aachen vorliegen, seinem Ex-Verein, der in Not geraten ist. Auf dem 13. Tabellenplatz mit 36 Punkten wird Berger entlassen. Die Fans laufen sturm und protestieren gegen diese Entscheidung. Publikumsliebling Peter Eich erklärt spontan den Rücktritt und spielt nur noch in der AH-Mannschaft von Waldhof Mannheim. Nun brauch der FCS-Vorstand einen Retter:



34. Spieltag Saison 2006/07

Und tatsächlich! DER FCS HÄLT ERNEUT DIE KLASSE! Mit 42 Punkten steht man Ende der Saison auf Platz 14, da zeitgleich Augsburg verliert. Die Planungen für die Mission Aufstieg 1. Liga 2007/08 beginnen. Mit Retter Ehrmantraut.

DER FCS IST WIEDER WER!

Irgendwann Ende Saison 2007/08

Der Trainer heißt längst Paul Linz, der FCS steht mit 23 Punkten auf Platz 17 und tritt den Gang in die neugegründete 3. Liga an...Jedoch kann nichts unsern FCS erschüttern! WIR KOMMEN WIEDER!

Sonntag, April 30, 2006

Die Woche der Wahrheit

Nach dem Dresdenspiel hab ich mir eine Woche Zeit gelassen, habe nachgedacht über die sportliche Zukunft des FCS, habe dabei oft Auswege gesucht oder mich mit anderen Themen beschäftigt:
Ich habe mir alte Autogrammkarten (Hutwelker, Krieg, Akpoborie, Scheuer) angesehen, habe über das FCS-Maskottchen Nachforschungen angestellt und dann den Kult um das PANINI-Stickeralbum zur WM wieder aufleben lassen.

Aber trotzdem kann ich mich nicht vor jener Frage drücken, ob der FCS denn nun absteigen wird.

Ich als Realist habe nämlich schon am 23.08.2005 prognostiziert:
Herzlichen Glückwunsch FCS-Präsidium zum Abstieg 2006!


Am Tag als Horst Ehrmantraut entlassen wurde, ging mir das natürlich leicht über die Lippen. Rudi Bommer kam dann und ich wusste nicht, was ich von ihm halten sollte. Seine erste Trainingseinheit war ein Testspiel der ersten gegen die zweite Mannschaft. Das gefiel mir, denn sowas hatte man unter Ehrmantraut nie im FC-Sportfeld gesehen. Jedoch hat es auch bis zum 4:0-Auswärtssieg in Siegen gedauert, bis ich von Bommers Qualitäten überzeugt war. Denn Ramzy und Mahouvé zu kaufen und einige Spiele mit grauenhaftem Defensivfussball machten mich skeptisch.

Ich bin durch einige starke Auftritte und nicht zuletzt durch eine unglaubliche Aufholjagd mehr denn je überzeugt von einem Klassenerhalt des FCS. Was sich für mich nach Spielen wie gegen Siegen oder Rostock in der Hinrunde wie Utopie anhörte, nahm Spieltag für Spieltag realistischere Züge an. Durch das Spiel in Dresden hat sich dieser Glaube bei vielen Fans vielleicht wieder in Luft aufgelöst, aber ich bleibe dabei, dass unser FCS nächstes Jahr immer noch zweitklassig spielen kann!

Denn dieses Mal hat der FCS es selbst in der Hand! Offenbach lautet der Name des kommenden Gegners und wenn nächsten Dienstag gewonnen wird, sieht die Welt wieder anders aus. Aber um erst mal wieder zu diesem Punkt zu gelangen, müssen sich die Spieler klar machen, in welcher Situation sie sich befinden:

Sie haben selbst an sich geglaubt und einen Riesenrückstand wieder wettgemacht und können nun drei Spieltage vor Saisonende immernoch den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. Und jetzt wende ich mich direkt an die Spieler, egal ob jemand von ihnen je meine Worte lesen wird:

Denkt dran, dass eure harte Arbeit nur dann Früchte trägt, wenn ihr noch dreimal alles erdenkliche Richtung Klassenerhalt leistet! Denn auch wenn euer baldiger Abgang schon feststeht: Noch seid ihr beim FCS, noch könnt ihr euch selbst etwas Gutes tun, noch einmal könnt ihr UNS etwas Gutes tun! Kämpft für nicht nur EUCH, KÄMPFT auch für UNS!

Und noch ein paar Worte an alle FCS-Fans:

Ohne UNS würde der FCS nicht existieren, also lasst nicht den Kopf hängen, steht noch dreimal mit voller Unterstützung hinter unserer Mannschaft, denn wer so kämpft, hat sich Anerkennung verdient! Ohne UNS kein FCS in der 2. Liga!

Die Woche der Wahrheit steht an. Jetzt zeigt sich, wie wertvoll Bommers Arbeit wirklich war.

Montag, April 24, 2006

Grausames Bundesligaradio (Dresden - FCS 2:0)

Eines vorweg: Der FCS hat 2:0 verloren, steht wieder in der Gefahrenzone und jedes arrogante "Die hauen wir weg"-Gerede löst sich in Luft auf. Doch selbst die Leute, die zurückhaltend auf Unentschieden getippt haben, wurden enttäuscht. Die Mannschaft des FCS konnte nicht richtig ins Spiel finden und hat dementsprechend auch verdient verloren.

Viel weiter werde ich nicht auf das Spiel eingehen, dass lasse ich denen vorbehalten, die es vor Ort oder im Fernsehen mit eigenen Augen sahen. Ich habe mich dieses Mal mit dem Bundesligaradio begnügt, welches für alle Nostalgiker und Internetverrückten eine Sache von Interesse ist. Denn obwohl die gewohnten SR3-Schlager fehlen, versprühen diese Live-Repotagen einen gewissen Charme. Man erfährt 90 Minuten lang, was in den Stadien der 2. Liga vor sich geht, mit allem, was sich für eine Live-Reportage so gehört. Das geht von den Zwischenrufen "TOR in Freiburg" über "Wir schalten mal direkt nach Rostock" bis hin zu "Gehen wir wieder zum brisantesten Spiel dieses Sonntags, zu Dresden gegen Saarbrücken".

Da wären wir auch schon. Abstiegskampf pur, wurde einem versprochen, was auf Seiten des FCS scheinbar überhört wurde. Denn als sich nichts mehr in Halbzeit eins anbahnte, schießt plötzlich Kennedy das Tor für Dresden. Der Reporter ersetzt das Auge und man stellt sich im Kopf vor, wie irgendein Abwehrspieler einen überflüssigen und dummen Patzer begeht und dass Kennedy in irgendeiner Art den Ball über die Linie befördert.

Frustiert wage ich ein Blick ins FCS-Forum, wo die Ersten die Hoffnung auf Klassenerhalt aufgeben. Ich lasse das Bundesligaradio weiterlaufen. In der Halbzeitpause folgt auch eine nette Idee, man kann nämlich Grüsse per e-mail direkt in die Sendung schicken, welche dort dann vorgelesen wird. Auch ein Gruss an das FCS-Forum ist dabei, zusammen mit der Hoffnung, dass Chadlj Amri nach dem Seitenwechsel ausgleicht. Ein paar weitere Grüsse, ein kleines Wortgefecht zwischen einen "Sechzger" und dem Lokalrivalen aus Unterhaching, dann geht es auch schon im Programm weiter.

Während Offenbach eben jene Mannschaft aus Unterhaching abfertigt, trotz Unterzahl, geht es in Dresden weiter bergab. Die Ergebnisse lassen einen nicht wirklich hoffnungsvoll gen Klassenerhalt blicken. Dann schießt auch noch der eingewechselte Ludwig das 2:0. Im Klartext: Ein ausgeliehener Mittelfeldspieler und eine Mannschaft, in der durch Verletzungspech zig Amateure stehen schlagen meinen FCS!
Was ist schlimmer: Sich das Elend selbst im Stadion anzusehen oder es mitanhören zu müssen, passiv alles über das BuLi-Radio erfahren zu müssen?

Nun denn, ich harre trotzdem aus, gebe mir sogar noch irgendwelche Analysen der Reporter, die bei mir zum einen Ohr rein und zum anderen Ohr wieder rausgehen. Ich will noch die Grüsse der Mithörer mitbekommen, dieses Mal haben der "Knödel" und Ich ja auch eine Mail hingeschickt:



Zugegeben, eine reine "Schnapsidee" und dem Reporter war auch die Verwunderung merkbar anzuhören. Einige weitere Mails von FCS-Fans, wohingegen die weiteren Anfeindungen von 1860- und Haching-Fans übergangen werden und ich schalte das Bundesligaradio aus.

Ein grausamer Sonntag, frustiert höre ich einige Franz Ferdinand-Songs und sehe nach vorne, auf das wichtige Spiel gegen Offenbach. Aber dazu mehr ein anderes mal...

Samstag, April 22, 2006

Im Osten geht die Sonne auf (Letzte Folge: Dresden)

Noch einmal lassen wir die Sonne im Osten aufgehen und bereiten uns auf das morgige Spiel des FCS in Dresden vor. Für viele das Spiel des Jahres, denn schon wieder geht es um die Existenz (geht es um das nicht immer?). Oh mei Nerve...

Dynamo Dresden, selbsternannter Kultverein aus Sachsen, muss gewinnen, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Der Verein steht an einem Scheidepunkt, denn sollte der Weg wieder in die Regionalliga führen, sähe man einer ungewissen Zukunft entgegen. Dabei wurde man vor der Saison 05/06 als Kandidat für den Aufstieg gehandelt, vor allem aufgrund einer sehr guten Rückrunde 04/05.

Dass Dynamo Dresden ein Traditionsverein ist, steht außer Frage. Mehrmaliger DDR-Meister, Europapokalteilnehmer und auch Talentschmiede, diese Titel dürfen sich die Sachsen zuschreiben. Die beiden Aufstiege(Oberliga--->Regionalliga--->2. Bundesliga) und letztendlich der Klassenerhalt brachten neuen Schwung in diese traditionell große Fangemeinde. So hat Dynamo mit rund 20.000 Gästefans in München die Saisonbestmarke an Auswärtsfahrern geschaffen. Aber genauso wie Dynamo von ihren Fans und für ihre Fans geliebt wird, so werden sie auch gehasst. Negativ Schlagzeilen, teils harsche Kritik am Fanverhalten sind in Dresden keine Seltenheit mehr. Ausschreitungen der Dynamofans und die Angst vor Übergriffen auf Zuschauer beherrschten schon letzte Saison die (Boulevard-)Blätter. Bei allem Respekt, ist solch eine Negativstimmung immer anmaßend gegenüber allen Fans, die NICHT an solchen Aktionen beteiligt waren.

Der FCS wird morgen erneut auf Jäger verzichten. Na klasse! Unser Mann für die wichtigen Tore fehlt erneut (der 1. Spieler der Woche von saarlandfcs.de!). Die Hoffnungen ruhen deshalb auf Amri und Bencik. Dresden hat jedoch auch Probleme, Maik Wagefeld fällt aus.

Zuletzt zeigten sowohl FCS und Dresden sich in guter Verfassung.

Und jetzt bin ich mal ganz ehrlich: Es sieht leider nach einem der verdammten Unentschieden aus! Beide Mannschaften stehen unten drin und jeder erwartet ein ultraspannendes Spiel, einen packenden Abstiegskampf. Und mich beschleicht das Gefühl, dass solche Spiele immer extra 1:1 oder 0:0 ausgehen. Zumal in unserer Osttriologie bisher ein Sieg und eine Niederlage vorkamen. Das fehlende Unentschieden kündigt sich an.

Doch wie der FCS sich nicht aufgegeben hat, belasse ich trotz aller bösen Vorahnungen mal die Hoffnung auf den Sieg in Dresden

Glück auf!

Dienstag, April 18, 2006

Ein Choji ohne Haftbefehle

Die Zeit ist gekommen um mal in die Zukunft zu schauen. Gerade am heutigen, 103. Geburtstag des FCS, muss man sich fragen, ob man mit dem was man erreicht hat zufrieden ist und was man will. Der FCS hat vor ein paar Tagen Greuther Fürth besiegt, man geht mit strammen Schritten Richtung Klassenerhalt. Eine sehr durchwachsene Saison nähert sich ihrem Ende und die Zeit der Vertragsverlängerungen und der Transfers beginnt. An diesem, heutigen, 103. Geburtstag trifft dann ein Paukenschlag die FCS-Anhänger, mit der Meldung, dass Henrich "Benno" Bencik nach Freiburg wechselt. In 50 Spielen hat er für uns 20 mal ins Schwarze getroffen, einer der guten Neuzugänge der Ehrmantraut-Ära. Was nun?

Erstmal danke für alles Benno und viel Glück in Freiburg!

Doch was bringt die Zukunft? Die Zeit ist gekommen um sich für den FCS-Vorstand ernsthafte Gedanken in Sachen Neuzugänge zu machen. Die Geier anderer Vereine kreisen seit Wochen über dem Scheintoten Saarbrücker Kader, Demai und Amri sind auf der Wunschliste vieler Klubs, bei Bencik haben jetzt die Freiburger zugeschlagen.
So langsam sickern dann auch einige Namen durch zur Presse, welche für den FCS interessant werden könnten. Die Rede ist vor allem von Du-Ri Cha, Daniyel Cimen, Maik Wagefeld und Patrick Bick. Ohne jetzt allzu große Werturteile abzugeben, haben sich mir bei Du-Ri Cha schon die Nackenhaare gesträubt. Einer der beiden letzten hingegen würde bei mir mehr Zustimmung finden.

Aber wo sind die Offensivkräfte? Ein Cha ist kein optimaler Mittelstürmer, dazu fehlen Konstanz und Torgefährlichkeit. Jedoch muss nach den vielen schnellen Konterstürmern auch noch ein Torjäger her, ein spielstarker, zentraler Stürmer mit dem richtigen Torriecher. Einen wie Sambo Choji, jedoch ohne Haftbefehle in Deutschland.

Freitag, April 14, 2006

Das Glücksklee?

Eines der weiteren Endspiele für den FCS steht Ostersonntag an: FCS gegen die SpVgg Greuther Fürth. Der Zusammenschluss von SpVgg Fürth und TSV Vestenbergsgreuth führt seit Jahren ein unglückseliges Dasein in der 2. Liga, denn in der Rückrunde verbauen sich die Franken immer wieder ihren sichergeglaubten Aufstieg. Eigentlich tun mir die Fürther leid, denn wenn jemand den Aufstieg endlich verdient hätten, wären sie es. Aber der Zweckt heiligt bekanntlich die Mittel, also muss dieses Mal unser FCS für den finalen K.O. der Kleeblätter sorgen.

In der Hinrunde spielte der FCS in Fürth 0:0 und es wäre ein bedeutungsloses Spiel gewesen, hätte nicht ein Peter Eich mit atemberaubenden Paraden neuen Schwung in die Mannschaft gebracht. Dieses Spiel war der Neuanfang, "the great escape", der Start einer furiosen Aufholjagd. Eine Aufholjagd, die zum Abstiegskampf wurde, der kurz vor seinem Ende steht. Jedoch werden die Probleme/Störfeuer nicht weniger:

-Bommer auf dem Sprung nach Duisburg?

Bommer gilt laut Pressemeldungen als Favorit auf die Nachfolge Kohlers. Wenn man bedenkt, dass seit Bommers Antritt immer wieder Störfeuer umhergeisterten, welche auch noch immer von einzelnen Medien gefördert wurden, könnte ein Wechsel für ihn überlegenswert sein. Solche Spekulationen sorgen für weitere Unruhe im Abstiegskampf.

-Verletzungspech

Man hat keine Gewissheit, wann die verletzten Stürmer Amri, Jäger und Dudic endlich wieder in den Kader zurrückkehren.

-Amri und Demai vor dem Abflug?

Sowohl die zwangslustigen Mainzer als auch die Lauterer Baldzweitligisten strecken ihre Fühler nach den Perspektivspielern Amri und Demai aus. Und wenn uns die Erfahrung eines gelehrt hat, dann dass die wenigsten Spieler dem Ruf des Geldes widerstehen können. Der Effekt ist derselbe wie im 1. Punkt.

-Eigler

Mit 17 Toren der Spitzenreiter der Torjägerliste. Wer unsere Abwehr in den letzten Spielen gesehen hat, wird so einiges befürchten.


Doch all diese Geister müssen besiegt werden! Wer nicht kämpft, der hat schon lange verloren! Der FCS muss beweisen, dass es weitergeht, dass der Kampf weder vorbei ist, noch dass er umsonst war! Und dabei könnte Fürth erneut zum Glückskleeblatt werden. Denn ein Sieg bedeutet weitere 3 Punkte auf dem Pfad des Klassenerhalts. Denn nach Fürth, kommen die Duelle der Abstiegskandidaten.

Mittwoch, April 12, 2006

Relaunch: www.saarlandfcs.de

Der FCS-Blog ist ja noch relativ jung, deshalb mache ich mal kurz Werbung in eigener Sache für mein erstes Projekt:


www.saarlandfcs.de

Zuerst eine Jugendsünde mit AOL-Software, dann etwas ansehnlicher, mit zunehmend mehr Fotos und nun eine weitaus bessere Seite, als ich damals den Entschluss fasste, eine FCS-Fanpage zu machen. Gegen Winter 04/05 startete damals die 1. Version meiner Seite.

Die Seite musste einiges durchmachen, wurde gelobt oder von Kritik zerrissen. Jedoch hat sie viele Besucher gezogen, die letzte Version hatte über 7500 Besucher.

Schaut einfach mal selbst!

(Anmerkung: passend zur neuen Seite gibt es jetzt auch die E-Mailadresse blog@saarlandfcs.de zu Fragen, Bewerbungen, Lob, Kritk etc. zum Blog.)

Dienstag, April 11, 2006

Ein Dämpfer und seine Folgen

Sonntag der 9. April 2006. Ein Tag nach meinem Geburtstag. Ich sitze in einem Sessel, im Haus eines Freundes. In der Nähe stehen die leeren Zeugnisse einer durchzechten Nacht, an der ich keinen Anteil hatte (auch wenn es viele schocken mag, ich bin Antialkoholiker). Vor mir ein Tisch, links und rechts davon je eine Couch, besetzt mit einigen Leuten. Ein Flachbildfernseher.

Premiere Konferenz. Zuerst das "Topspiel" Ahlen gegen Cottbus, welcher zum Schluss der einzige Lichtblick des Tages bleiben sollte. Dann rüber nach Rostock. Anpfiff. Die Stimmung ist verhalten. Die zwei FCS-Anhänger und einige Fussballunkundige betrachten das Spiel und kommentieren das Geschehen. Nach ca. 10 Min. ertönt in irgendeiner Konferenz die gefürchteten/geliebten Worte: "Tor in Rostock". Die Schalte geht rüber und die Weiß-Blauen jubeln. Tor nach einem Eckball...Ernüchterung macht sich breit.

Es geht wieder zurück in die anderen Stadien. So sehr interessiert einen das nicht, mal abgesehen von den direkten Konkurrenten 1860 und Ahlen. Die Schalte geht weiter. Dann nach vielleicht 10 Sek. heißt es wieder "Tor in Rostock". Die Hoffnung schwindet auf Punkte, als man wieder weiß-blaue Trikots sieht. 2:0, nach einem Freistoß. Dann wieder 2 Min. und dasselbe Prozedere. Ein Sonntagsschuss. Spätestens jetzt hat man keinen Bock mehr. Ich geh irgendwo hin, in einen anderen Teil des Hauses. Dort rede ich mit Kollegen. Ich kehre erst zur 2. Halbzeit zurück zum Fernseher. Am Ende war es ein Graus. Zwar verliert Ahlen und 1860 erreicht gegen Burghausen auch nur einen Punkt, aber der FCS hat wieder einen Dämpfer bekommen. Ich könnte es erneut Abwehrproblem, mangelnde Konsequenz nennen oder es auf die Ausfälle von Jäger und Amri zurückführen. Einige der fussballunkundigen Mädels auf dieser Partie haben es auch satt und wollen Singstar spielen. Die Katerstimmung wird so überbrückt...

Nächster Morgen. Katerstimmung von einer langen Nacht. Kurzer Blick ins FCS-Forum. Spamattacke. Ein minderbemitteltes Kind musste seinen Frust über das Spiel auf höchst unkreative Weise auslassen. Kurz einige Maßnahmen ergriffen, aber ich kann auch nicht alle Threads allein am Fremdrechner löschen. Danke nochmal an die Kollegin, die das in mühsamer Handarbeit bereinigt hat!

Ein lehrreicher, wie auch nachdenklicher Tag also. Deshalb fordere/wünsche ich:
-Einen echten Abwehrchef zur neuen Saison
-eine baldige Genesung für Amri und Jäger
-Internetverbot für quasselnde Spamkiddys

Allez FCS!

Freitag, April 07, 2006

Im Osten geht die Sonne auf (Folge 2: Rostock)

Der 2. Teil unserer Miniserie "Im Osten geht die Sonne auf" beschäftigt sich mit dem Erstligaabsteiger aus Rostock. Nachdem die 1. Osttour nach Cottbus erfolgreich verlief, steht nun ein weiteres "Endspiel" an. Dabei ist der Ausgang schwer einschätzbar, da Rostock für den FCS quasi Neuland darstellt.

Also fast, denn fünfmal hat der FCS tatsächlich schon gegen Hansa Rostock gespielt. Und dabei wurde nur einmal (zuhause gewonnen). Und um den besonderen historischen Rückblick zu geben, betrachten wir das letzte Pflichtspiel IN Rostock, am 22.05.1995. Es war der 31. Spieltag der laufenden Saison, eine absehbare Auswärtspleite gegen eine starke Rostocker Mannschaft, mit der heutigen BuLi-Größe Stefan Beinlich, der 2 Tore zum 3:2-Sieg an diesem Tag beisteuerte. Doch das kümmerte eigentlich keinen mehr, als der DFB am selben Tag dem FCS einen Schlag versetzte, von dem er sich erst wieder schrittweise erholt. LIZENZENTZUG!

Ein dummer und unnötiger Formfehler, ein "nicht ausreichendes Testat der Prüfgesellschaft" stürzte den jungen und erfolgshungrigen FCS in 5 düstere Jahre Regionalliga. Diese Zeit verpulverte Spieler und Trainer am Fließband und trieb weitere Blüten, u.a. die Kooperation mit dem FCH. All das wäre uns wohl erspart geblieben, hätte es nie diesen Formfehler geben. 10 Jahre nach diesem Spiel: Der FCS sichert mit einem 1:1 gegen Trier den Erhalt der 2. Liga. Aber dies nur am Rande...

Sowohl für Rostock, als auch für den FCS hat das Spiel Bedeutung: Wenn Rostock gewinnt, bleibt man im Aufstiegsrennen (zurzeit 7 Pkt. Rückstand). Sollte der FCS einen Punktgewinn machen, verbessert sich die Ausgangslage für das wichtige Spiel gegen Offenbach erheblich. Aber lässt sich Rostock auch zuhause wie Ahlen vom Kampf zermürben? Amri, Jäger und Dudic fallen als konterstarke Stürmer auch für dieses Spiel aus. Man darf also gespannt sein und am Sonntag 15 Uhr mitzittern. Denn auch hier geht es wieder um die Existenz:

2. Liga oder Regionalliga?

Dienstag, April 04, 2006

Illusionen vergessen - Konsequent arbeiten!

So scheint der Grundsatz beim FCS zurzeit zu lauten, hoffentlich wird dieser auch beibehalten. Denn wenn der Wechsel zu Rudi Bommers eines gebracht hat, dann war es der schrittweise Aufbau eines Systems, mit dem der Klassenerhalt möglich ist. Auch wenn es Rückschläge gab, so hat der FCS immer weiter zu der "sicheren" Zone aufgeschlossen und befindet sich jetzt auf dem ersehnten 14. Platz.

Aber das ist es auch. Die Maxime muss weiterhin "Klassenerhalt mit allen verfügbaren Mitteln" lauten. D.h. einfacher, ergebnisorientierter Fußball. Jetzt, da Amri ausfällt und Jäger noch angeschlagen ist, wird der FCS sich schwertun, den bekannten Konterfussball wie gegen Unterhaching zu zelebrieren. Lieber alle Kräfte für eine stabile Defensive einsetzen, als wie gegen Aachen ins offene Messer laufen!

Das letzte Spiel gegen Ahlen war nahezu symptomatisch für dieses Konzept: 90 min. Abstiegskampf, ein Tor nach einem perfekten Spielzug. Das ist es, womit wir uns im Moment zufrieden geben müssen. Kein Zauberfussball, keine Patzer.
Auch wenn es sich noch so hart anhört: Solange der FCS nicht vollständig gerettet ist, darf man nicht einfach die Früchte der harten Arbeit auf's Spiel setzen.

Ich möchte aber auch nicht vergessen, dass es diese Saison so oft der angesprochene "Zauberfussball" war, der die Hoffnung in Saarbrücken am Leben erhielt und selbst den miserablen Start zumindest für einige Zeit vergessen ließ. Trotzdem wird der Abstiegskampf durch konzentriertes Arbeiten, so wie gegen Ahlen, gewonnen. Nicht die Spieler, die sonst als Helden gefeiert werden, sind Garanten für diese Siege, nein, es sind die Mittelfeldarbeiter wie Nehrbauer, Hagner oder Demai, die sowohl den Angriff einschalten müssen als auch die Abwehr ordnen.

Aber der FCS schafft es ja immer wieder zu überraschen, wer weiß, was da noch in dieser Saison passieren wird!?

Donnerstag, März 30, 2006

Genie und Wahnsinn

...liegen ja bekanntlich nahe beieinander. So auch die letzten Tage, als der FCS mit sehr gutem ergebisorientiertem Fussball in Cottbus 3 Punkte stahl (Jäger per Seitfallzieher). Oder als am Mittwoch der FCS kurz vor der Halbzeitpause mit 2 Toren zurücklag. 3 Riesenchancen hatte der FCS noch vor der Pause, 2 wurden verwertet und man traute seinen Augen nicht: War das wirklich unser FCS, der gegen die Topmannschaft Aachen einen Rückstand wettmachte?

Ja, lautete die Antwort, denn der FCS fing sich noch 3 Tore ein, Hadji verschoss einen Elfmeter und so konnte Aachen seine Ambitionen auf den Aufstieg verteidigen. Der FCS ist dagegen im Zwiespalt zum einen zwar seit Wochen gute Leistungen abzuliefern, aber dann gegen Aachen wahrhaft unterzugehen.

Doch schauen wir uns mal einige Faktoren der Niederlage gegen Aachen an:

Ausfälle:

Die Ausfälle von Amri (bis Saisonende), Jäger und Genet schmerzten sehr, da diese in den vergangenen Wochen als Garanten der Erfolgsserie unter Bommer wirkten. Aachen dagegen mit 2 Ausfällen, Sichone und Meijer, die für eine Mannschaft dieser Kategorie zu verkraften waren.

Tor:

Hatte sich nur beim 5:2 einen Patzer geleistet, den Rest des Spiels oft von der Abwehr im Stich gelassen.

Abwehr:

Als Zuschauer wurde einem endlich bewusst, dass Genet einen hohen Stellenwert in der Abwehr besitzt. Zur Halbzeit kam Marcel Rozgonyi (der Fußballgott), der zentral vor dem Tor einige Defizite aufwies, jedoch vorbildlich kämpfte und zu einer guten Torchance kam. Nsaliwa und Adiele hatten beide ihre Probleme, Pelzer wirkte nach vorne bemüht, aber harmloser als sonst.

Mittelfeld:

Sah Licht und Schatten. Licht durch die starke Leistung von Demai, der sowohl nach vorne als auch nach hinten mitarbeitet, Schatten durch Hadji, der eines seiner schwächsten Spiele für den FCS ablieferte. Krönung war ein verschossener Strafstoss. Leider ohne die gewohnte Finesse.

Sturm:

Ähnlich dem Mittelfeld, teils souverän wie zuletzt, aber späterhin unkonzentriert und nicht konsequent genug. Hagner lieferte als halber Aussenstürmer ein passables Spiel ab und traf erstmals seit langem auch wieder.

Gegner:

Wurde vom FCS nach dem Ausgleich unterschätzt, was Schlaudraff und co. bestraften. Aachen spielte zur 2. Hälfte stark auf und wird in dieser Form auch aufsteigen.

FAZIT:

Der FCS verlor das Spiel, zeigte aber eine würdige Leistung, er kämpfte und vermittelte den Fans, dass der Abstiegskampf auch in den Köpfen der Spieler begonnen hat. Die Selbstüberschätzung zur 2. Halbzeit verpasste ihnen einen Dämpfer, jedoch wäre es übertriebener Pessimismus, die Flinte ins Korn zu werfen, wo grade zum nächsten Sonntag LR Ahlen im Ludwigspark antritt.

Nun gilt es, sich auch ohne Amri zu beweisen und Paul Linz zum 2. Abstieg in Folge zu verhelfen! Geht da raus und kämpft weiter!

Samstag, März 25, 2006

Im Osten geht die Sonne auf (Heute: Cottbus)

Nachdem unsere badische Woche ein versöhnliches Ende gefunden hat, beginnt die nächste Miniserie im FCS-Blog:

Im Osten geht die Sonne auf

Gut, der ein oder andere wird nach einer Woche "kreativer Pause" einen besseren Titel erwartet haben, aber er passt zum bevorstehenden Programm: Cottbus, Rostock, Dresden. Drei Mannschaften aus dem Osten, drei unterschiedliche Kaliber. Den Auftakt macht Cottbus

Cottbus ist augenscheinlich der stärkste Ostverein, zumal hier noch Ambitionen für den Aufstieg vorhanden sind, man steht zurzeit auf Platz 3. Dabei hat das ehemalige Lebenswerk von Ede Geyer zurzeit die bessere Tordifferenz als die punktgleichen Fürther. Das Hinspiel gegen Cottbus haben wir 1:3 verloren, eines der vielen Spiele aus einer schier endlosen Negativserie im LuPa. Drei Tore von einem gelernten Abwehrspieler (!) Kevin Mc Kenna sprachen eine mehr als deutliche Sprache.

Doch auch sein Höhenflug ist nun Vergangenheit, Rudi Bommer lässt Totgeglaubte aus ihren Gräbern auferstehen und versetzt die einen in Schrecken, die anderen in Euphorie. Doch wie wird es in Cottbus aussehen?

Mit Pelzer fällt der mit Abstand beste Abwehrspieler aus. Wer könnte nun die linke Abwehrseite begleiten?

-Haastrup? Ohne jetzt zu übertreiben, aber er ist ein laufender Unruheherd für die eigene Abwehr. Konnte zuletzt nicht überzeugen. Bitte nicht!

-Kling? Gelernter linker Verteidiger, diese Woche genesen. Nur davor schon mit eher schwachen Auftritten. Hat sein einziges FCS-Tor beim letzten Gastspiel in Cottbus geschossen. Sehr gewagt bis zu gewagt

-Rozgonyi? Kann auf der linken Abwehrposition spielen. Halte ihn aber persönlich im defensiven Mittelfeld stärker. Aber trotzdem: Einen Versuch wert

-Genet? Hatte zuletzt sowohl starke als auch schwache Momente. Könnte jedoch auch mal außen eingesetzt werden. Für ihn müsste jemand in die IV rücken. Nennenswerte Option

-Adiele? Könnte auch wieder zurückkehren, jedoch ist er als brachialer Manndecker geeigneter als in der Rolle des defensiven Flügelspielers. Gewagt

Persönliche sehe ich also Genet oder Rozgonyi in der Rolle von Pelzer, den wir morgen hoffentlich nicht zu sehr vermissen werden. Auch Hadji fehlt, da er seine 5. gelbe Karte gegen Freiburg erhalten hat. Diese Position wird vermutlich Bencik erneut übernehmen.

Die direkten Konkurrenten haben gepatzt und jetzt gilt es in Cottbus frech aufzuspielen, wie schon die letzten Wochen. Denn das hat der FCS unter Rudi Bommer gelernt.

Sonntag, März 19, 2006

Die badische Woche II: Mondo Bizarro

Die badische Woche treibt so ihre Blüten und deshalb(evtl. auch weil die Mannschaft heute gut gespielt hat) möchte ich euch diese Geschichte nicht vorenthalten:

Um auf Nummer sicher zu gehen, schloss ich mich erneut dem Oldies-Fanexpress aus Rehlingen an. Der FCS musste heute gewinnen. Dieses mal hat sich auch ein Nicht-FCS-Fan der Gruppe angeschlossen, nämlich mein Kumpel Helge. Er wollte sich das Spiel, wie meistens im LuPa, aus dem Gästeblock ansehen. Nach einiger Busfahrt war es dann so weit und wir hielten vor der Saarlandhalle. Helge wollte grad Richtung C-Block ziehen, als uns zwei Freiburger ansprachen. Beide konnte man nicht mehr als nüchtern bezeichnen. Sie liefen fröhlich mit ihren Bierflaschen umher, "Freiburg & Saarbrücken" singend und wünschtem jeden viel Spaß und ein schönes Spiel. Und so schloss sich Helge diesen lustigen, bizarren Leuten an, sie zogen von dannen und er ward nie mehr gesehen...



Ich ging in der Zwischenzeit hinter die Haupttribüne, um den Trikotsammler und Exilsaarländer Jens Sellgrad zu treffen. Der hatte sich auf den Weg von der Schweiz in den LuPa gemacht, um den FCS zu sehen, was später auch mit einem 2:1-Sieg belohnt wurde. Er überreichte mir einen schönen FC Thun/Sparta Prag-CL-Schal, wir redeten noch kurz und dann rief ich bei dem verschollenen Helge an. Der war immer noch nicht im Gästeblock, der weite Weg strengte die Freiburger an. Ich entschloss mich auf dem Weg zur Virage Est am Gästeblock vorbeizugehen und wen sehe ich da? Natürlich die lustigen Freiburger und Helge, der nun mit orgiginalem Freiburger Bier im Mantel einen ulkigen Anblick bot. Einer der Freiburger ließ dann noch die Bierflasche aus der Hand gleiten und für mich ging der Weg weiter.

Ich enterte die Virage Est, wo schon fleißig mit blau-schwarzen Fahnen hantiert wurde. Die Einstimmung auf das Spiel verlief gut, sowohl der D1 als auch der E2 hatten aufwendige Choreographien vorbereitet, ein optisches Highlight des Tages. In der Virage Est fanden sich dieses mal erstaunlich viele Leute aus Nancy ein.
Das Spiel lief sehr gut, der FCS kontrollierte die 1. Halbzeit, führte jedoch nur 1:0. Die 2. Halbzeit war einigermaßen ausgeglichen. Neben einigen sehenswerten Pogoeinlagen der Virage Est, gab es das nächste Highlight in der 74.Minute.

Die Prophezeiung erfüllte sich und Marcel "Fußballgott" Rozgonyi betrat den heiligen Rasen des Ludwigsparks!

Vergesst Maradonna, vergesst Beckenbauer, vergesst Platini! Marcel Rozgonyi hat letztendlich zwar nur etwas mehr als 20 min (6 min Nachspielzeit!) auf dem Platz gestanden, aber allein seine Präsenz verhinderte jede Chance der Freiburger. Und der Meister selbst kam noch zu einer Riesenchance, als er nach einer Flanke hochstieg und mit seinem Seitfallzieher leider den Ball nicht gut genug traf.

Irgendwann hatte der Schiedsrichter ein Einsehen und pfiff ab, einige tausend Saarbrücker feierte ihre Helden und der Wahlfreiburger Helge kam einigermaßen frustiert über das Ergebnis zum Oldiesfanexpress zurück. Seine einzige positive Erfahrung des Tages war wohl, dass ihm das Freiburger Bier sehr gut schmeckt.

Dann fuhr man zurück nach Rehlingen, drehte 6 Ehrenrunden im Kreisverkehr und auch dieser teils bizarre aber überwiegend erheiternde Tag ging zuende.

Seltsam? Aber so steht's geschrieben...

Freitag, März 17, 2006

Die badische Woche I

Der Auftakt zur badischen Woche fand gestern Abend in Karlsruhe statt. Und der FCS hat verloren. Jetzt bitte sofort alles kaltstellen was zur Aufstiegsfeier an Champus etc. bestellt wurde (*sehr große Ironie, fast Sarkasmus*)

Was bleibt zu diesem Spiel zu sagen? Dass ich mich glücklich schätzen kann, nicht in Karlsruhe gewesen zu sein? Dass die Abwehr das Wort "Chaos" neu definiert? Dass Donnerstags abends 500 Mann nach Karlsruhe fahren, ohne zufrieden wieder heimzukehren?

Fragen über Fragen, die ich nicht zu beantworten weiß...

Aber die Tatsache, dass der KSC bevorzugt über die Abwehrseite von Philipp Haastrup angreift und dann solange das Spiel kontrolliert, bis er ausgewechselt wird, spricht eine deutliche Sprache. Ich will den armen Mann weiß Gott nicht angreifen, da er sowieso viel einstecken mussen, nein, ich fordere nur die Rückkehr von Marcel "Fussballgott" Rozgonyi.

Auch wenn jetzt bei vielen die Kinnladen runterklappen und niemand mehr diesen Blog lesen wird: Ich fordere Marcel Rozgonyi in die Abwehr! Haastrup und Nsaliwa verursachen in letzter Zeit sehr viele Fehler in der Abwehr und wirken einfach überfordert. 5 Gegentore in den letzten 2 Spielen sind sehr deutlich. Ich fordere Marcel Rozgonyi in die Innenverteidigung als Nsaliwa-Ersatz!

Und zum Schluss noch ein paar Worte zum Gegner Freiburg: Die sind in der Auswärtstabelle auf einem Abstiegsplatz. Heimschwach trifft also auf Auswärtsschwach. Jetzt wäre es schleunigst an der Zeit einen der "Großen" zuhause zu besiegen, sonst wird es immer enger. 1860 rutscht zwar immer weiter ab, aber ohne den eigenen Erfolg, wird dies nicht zu nutzen sein.

Auf ein gutes Spiel mit drei Punkten, die im Saarland bleiben!

Dienstag, März 14, 2006

Bengalo-Diskussion

Mit einem der Topstreitthemen der letzten Tage melde ich mich aus dem Wochenende zurück: BENGALOS

Den einen gefällts, DLF und DFB jedoch nicht, weshalb der FCS 3000€ Strafe zahlen mussten, weil die Fans wiederholt bengalische Feuer und Rauchbomben zündeten. Bei Wiederholung drohe im härtesten Falle eine Platzsperre. Und natürlich kann man immer noch einen draufsetzen und so wurde zum Heimspiel gegen Haching wieder gezündelt. Und die Diskussionsforen liefen heiß...

Wie bei den meisten Diskussionen zwischen FC-Fans gab es verschiedene Standpunkte, davon die wenigsten bereit irgendwie auf die Situation des Gegenüber einzugehen. Es gibt die Pyro-Befürworter, deren Argumente von "sieht geil aus" bis "heizt die Stimmung an" reichten, als krasser Gegenüber dazu die Pyro-Ablehner, die sowohl die gesundheitlichen Aspekte von Rauchbomben kritisieren, als auch auf drohende Strafen und Sanktionen hinweisen. Dann gibt es da noch einige wenige "Neutrale", die beide Seiten an sich verstehen können. Wie so oft läuft das Ganze auf eine Diskussion über den modernen Fußball, Repression und überzogene Willkür seitens der DFL hinaus.

Ich sehe die Sache eher gelassener, da ich sowieso nicht den Sinn und Zweck von Bengalos und Rauchbomben verstehe. Wenn ein Bengalo gezündet wird, mag das ja ein gutes Motiv zum Photographieren abgeben und ein wenig gut aussehen, aber es reißt mich genauso wenig mit wie eine Rauchbombe. Wie sollen mich diese zwei Sachen zum Unterstützen meines Vereins motivieren? Ich seh das eigentlich als die selbstverständlichste Sache der Welt an, wenn ich mich in die Menge stelle (mittlerweile Virage Est). Deswegen finde ich es umso trauriger, wenn wegen so etwas eine Platzsperre folgen sollte, weil ich dann meinen Verein im Stich lassen muss. Ich weiß, dass auch ich Fotos von diesen Aktionen mache und somit in gewisser Hinsicht diese Dinge für den Moment als schön oder sehenswert empfinde, aber der Preis ist hoch, den man dafür zahlen muss...

Wer auch eine Meinung zur Bengalos und/oder Rauchbomben hat, ist hiermit eingeladen, zu kommentieren und mit zu diskutieren.

Freitag, März 10, 2006

Das Ritual oder welche Marotten beim Fußball wirken

10 Blogeinträge hat es letztendlich gebraucht, bis ich auch mal von etwas positivem berichten kann. Der FCS hat Unterhaching mit einem Eishockey-mäßigem Ergebnis weggefegt, 5:3, was auch gleichzeitig der 2. Heimsieg der Saison war. Nun kann man sich entspannen, bis Donnerstag zurücklehnen und auch die BILD muss nicht als leidiges Streitthema für den FCS-Blog herhalten. Eine Glanzleistung in der Offensive beschert drei wichtige Punkte im Abstiegskampf und das 0:8-Unterhachingtrauma (siehe dazu im entsprechenden vorherigen Blogeintrag) ist nun besiegt.

Warum der Titel? Man sollte erst einmal klären, was eine Marotte ist. Eigentlich ist sie eine Figur des Puppentheaters, aber auch eine "seltsame Angewohnheit".

Natürlich geht es hier nicht um die bizarre Narrenpuppe, sondern um seltsame Angewohnheiten. Jeder, der das Buch "Fever Pitch" von Nick Hornby kennt, wird sich an das Kapitel erinnern, in dem die Cambridge United Anhänger vor dem Spiel Zuckermäuse kaufen, den Kopf abbeißen und den Torso wie eine Handgranate unter vorbeifahrende Autos werden. Mit diesem Ritual blieb Cambridge für lange Zeit zuhause unbesiegt.

Diese Angewohnheit hab ich mir jetzt nicht zu eigen gemacht, nein, es geht um etwas anderes und zwar:
Der FCS hat seit April 2005 nur zuhause gewonnen, wenn ich mit dem Oldies-Fanexpress angereist bin.

Was sich übertrieben anhört, stimmt trotzdem. Der FCS hat irgendwie die Marotte, zu gewinnen, wenn ich mit dem Fanexpress aus Rehlingen zum LuPa fahre. Das betraf dann folgende Spiele:

FCS - Greuther Fürth 2:1
FCS - Dynamo Dresden 5:1
FCS - Unterhaching 5:3

Irgendwie bin ich jetzt einerseits froh, mal wieder glücklich den LuPa verlassen zu haben, andererseits muss ich mir die Frage stellen, ob ich nicht die Misere des FCS gefördert habe, indem ich zu oft mit dem Zug gefahren bin. Was kann der FCS erreichen, wenn ich ab jetzt öfters, wenn nicht gar immer mit dem Oldies-Fanexpress fahre?

Was die zwei Spiele diese Saison(Dresden und Unterhaching) auch gemeinsam haben, ist, dass ich bei beiden Spielen irgendetwas wichtiges vergessen habe. Beim Dresden-Spiel war es meine Kamera(hab ich mich nach dem Spiel aber nicht mehr drüber geärgert), heute war es meine Uhr. Wird das jetzt etwa auch ein Ritual, vielleicht für die magische 5-Tore-Marke, die der FCS in beiden Spielen erreicht hat!?

Und es zeigt sich, dass im Fußball doch irgendwie immer irgendwelche Angewohnheiten tragende Rollen gespielt haben. Ich möchte dazu der Mannschaft und Trainer Bommer herzlich danken. Außerdem noch Happy birthsday an das Geburtstagskind Ramzy!

Schönes Wochende noch, sollte nach diesem Spiel ja kein allzu großes Problem darstellen.

Carsten

Mittwoch, März 08, 2006

Spielabsagen und Störfeuer

Hurra, es brennt lichterloh. Der FCS steckt mitten im Abstiegskampf, die BILD-Zeitung hat nichts anderes als vage Verschwörungstheorien zu berichten und die Spiele bleiben aus. Der Schnee ist zwar kalt und behindert mit tatkräftiger Mithilfe einiger anderer Gesellen den Spielbetrieb der 2. Bundesliga, aber die Störfeuer kann er nicht löschen.

Als ob die unglaubwürdige Geschichte über die "French Connection" des FCS nicht schon genug gewesen wäre, so kommt nun die nächste Verschwörungstheorie der BILD-Zeitung.

Da soll laut besagter Zeitung der Co-Trainer Didier Philippe, seines Zeichens Mitglied der "French Connection" sich mit Ex-Sportdirektor Dr. Coen, der aus der Schusslinie genommen wurde, an einer Tankstelle in St. Ingbert getroffen haben, um mit diesem FCS-Präsident Ostermann zu besuchen. Alles natürlich strengstens geheim, so geheim, dass die BILD alles mit genauen Minutenangaben protokolliert hat und so geheim, dass es jeder weiß.

Wer weiß, wer als nächtes die Schuld an der sportlichen Talfahrt des FCS trägt? Die Men in Black, die Illuminaten, die Mannschaft, Dr. Coen oder ist es am Ende doch der alte Indianerfriedhof, auf dem der Ludwigspark erbaut wurde!?

Da ich mich hier dem FCS und nicht einer Boulevardzeitung widmen möchte, gebe ich noch einen kurzen Ausblick: Am Freitag spielt der FCS zuhause gegen Unterhaching, sofern der Platz für bespielbar erklärt wird. Das ist, wie schon angesprochen, in diesen Tagen eine äußerst heikle Sache. Auch wenn der Schnee taut, so bleiben doch Wasserrückstände, welche dem Rasen schaden und die Stadt sehr schnell dazu verleiten, den LuPa zu sperren.

Es bleibt zu hoffen, dass der FCS gegen die schlagbaren Hachinger sich endlich zu einem 2. Heimsieg bringen lässt und die Chance auf den Klassenerhalt wahrt. Und es bleibt auch zu hoffen, dass die Spiele nicht mehr in dieser Anzahl ausfallen. Obwohl Nachholspiele während der WM auch etwas reizvolles hätten. Egal, 3 Punkte müssen her.

euer Carsten (FCS-, nicht BILD-Blogger)

Sonntag, März 05, 2006

Rückblick: Unterhaching - FCS 8:0

Das Spiel in Karlsruhe ist ausgefallen, das nächste gegen Unterhaching wartet. Unterhaching, ja, wir erinnern uns, da war doch mal was.

Es war die Saison 2001/2002, berühmt für das FCS "Trainer-Sportdirektor-Berater"-Desaster



sowie weitere Tiefpunkte und Unrühmlichkeiten. Deshalb ist es nicht zu hoch gegriffen, wenn ich es die Aufarbeitung einer der schwärzesten Stunden des FCS nenne.

Es war Samstag, der 16.03.2002, Saarbrücken dümpelte auf den Abstiegsplätzen herum. Dann die Reise nach Unterhaching. Nach 11 Minuten fällt das 1:0 für die Hausherren und in der 16. Minute verletzt sich FCS-Urgestein Peter Eich. Es folgt das Debüt von Christoph Büchel, einem Mann, der als Nachwuchstalent mit Zukunft bezeichnet wurde. Und das Schützenfest für Haching nahm seinen Lauf. Zum Ende hin stand es 8:0 und der FCS so gut wie in der Regionalliga. Jedoch war man bis zum Ende in der Hoffnung, durch die Lizenzprobleme vieler Vereine die Klasse halten zu können. Nix war's.

Warum ich mit diesem 8:0 von damals die alten Wunden wieder aufreiße?

Zum einen scheint dieses Spiel noch heute für viele von Interesse zu sein (vor allem für das Magazin POTATO, dass den FCS als Peinlichkeit für das Saarland titulierte in Bezug auf dieses 8:0) und weil wieder ein Spiel gegen diesen Gegner bevorsteht. Die Zeit, in der Punkte leichtfertigt verschenkt werden, muss beendet werden. Wenn die Klasse gehalten werden soll, muss auch der alte Angstgegner Unterhaching besiegt werden.

Nichtsdestotrotz, will ich auch drauf aufmerksam machen, dass es bei einer Niederlage zwar umso schwerer wird, aber der FCS nach diesem 8:0 2002 sich in der Regionalliga auch wieder aufgerappelt hat. Nach 2 Jahren war man wieder im Profifußball. Denn der FCS ist so gesehen, wie ein LR-Ahlen-Fan letztes Jahr zu mir sagte, ein "Verein, der immer wieder da unten raus kommt und nie ganz von der Bildfläche verschwinden wird".

In diesem Sinne auf bessere Zeiten

Carsten

Donnerstag, März 02, 2006

French Connection

Seit Tagen geistert der Begriff "French Connection" im Zusammenhang mit Rudi Bommer durch ein großes Boulevardblatt. Angeblich wäre diese Zusammenfassung aller Franzosen beim FCS an einem Rausschmiss Bommers interessiert. Wäre da nicht die Rettung in Form dieser großen Zeitung gekommen. Doch was kann daran stimmen?

Zuerst die "French Connection", laut BILD folgende Personen:

Mustapha Hadji
Aimen Demai
Clement Halet
Chadji Amri
Jonathan Jäger
Alexis Genet
Didier Philippe (Co-Trainer)

Da wirft sich bei mir zuerst die Frage auf, warum diese Leute, die unter Bommer Stammspieler sind, sich gegen ihn verschwören sollten. Diese Antwort hat die BILD natürlich auch parat und nennt Faysal El Idrissi. Aha!?

Dieser wurde am 07.01.2006 nach Dubai ausgeliehen. Er galt als Störenfried und verlor seinen Machtkampf mit Bommer. Aber warum sollte dies jetzt Anlass für oben genannte "French Connection" sein, Bommer aus dem Amt zu kegeln?

Sehen wir uns die Mitglieder an:

Jonathan Jäger: Kam am 31.01.2006 zum FCS, da war El Idrissi schon über 3 Wochen in Dubai. Wo ist also der Bezug zu ihm?

Alexis Genet: Wechselte zum 01.01.2006 nach Saarbrücken, verbrachte also knapp eine Woche beim FCS MIT El Idrissi, davon nur zwei Tage Trainingslager. Auch hier ist es schwer, einen konkreten Zusammenhang zu finden.

Chadlj Amri: Aufsteiger, der von den Amateuren kam. Kam früh in der Saison zum Profikader, machte aber nur ein gemeinsames Spiel mit El Idrissi, nicht über die volle Distanz. Seine große Zeit begann nach dem Niedergang von El Idrissi.

Clement Halet: ähnliche Entwicklung wie Amri, auch Stammspieler.

Aimen Demai: sehr wichtiger Spieler im System Bommers. Gilt gemeinhin als EL Idrissi-Freund.

Mustapha Hadji: Einer der Führungsspieler. Gilt auch als Freund von El Idrissi.

Didier Philippe: Wurde quasi über Nacht Co-Trainer, nach den geplatzen Verhandlungen mit Derber. Vorher A-Jugendtrainer.

Das ist sie also im Überblick, die "French Connection" des FCS. Bei einigen scheint die "El-Idrissi-Verschwörung" realistischer als bei anderen, jedoch muss man sich noch etwas vor Augen führen: Die sportliche Situation.

Vor der Winterpause, als El Idrissi schon keine Rolle mehr spielte, begann der Auschwung des FCS. Jetzt stockt es wieder einigermaßen, jedoch wurde auch mit dem 4:0 in Siegen Können demonstriert. Der Klassenerhalt ist nicht mehr nur theoretisch möglich Warum sollte also eine Gruppe Spieler ihre eigene sportliche Zukunft für jemanden, der geradeeinmal 262 Minuten in dieser Saison für den FCS absolviert hat, auf's Spiel setzen?

Diese Frage kann wohl nur die BILD beantworten, die mit ihrer abenteuerlichen Geschichte ein weiteres Störfeuer im FCS-Umfeld darstellt. Keine French Connection, sondern eine Zeitung bedroht ist damit der wahre Urheber der Diskussion um Bommer.

Die French Connection könnte eher zum Garant für den Klassenerhalt werden, wenn jetzt die lästigen Störfeuer ausgepustet werden und die Mannschaft wieder richtig Gas im Abstiegskampf gibt.