Video zurzeit offline
In unserer kleinen Infotainment-Sendung berichte ich heute vom Spiel gegen den SV Wehen. Als kleines Extra gibt es heute ein Gewinnspiel:
Euer FCS-Blogger Carsten wird Mitte Oktober eine kleine Reise unternehmen und deswegen die Heimspiele gegen Kassel und Elversberg, wie auch das Pokalduell gegen Fürth verpassen. Auf seiner Reise wird Carsten über einen Fussballklub der Region berichten und eine kleine Reportage drehen. Das ganze nennt sich dann "FCSBlog on Tour".
In dieser "Geschwätz üwwer de Eff-Zeh"-Ausgabe ist ein kleiner Hinweis versteckt, welcher Aufschluss darüber gibt, um welchen Fußballverein es sich handelt und damit auch, in welches Land/Region ich fahre.
Schickt eure Antwort mit Verein und Land an:
blog@saarlandfcs.de
Stichwort: "Gewinnspiel: FCSBlog on Tour"
Einsendeschluss ist der 25. Oktober. Ausgeschlossen vom Gewinnspiel sind Mitarbeiter des FCSBlogs, sowie eingeweihte Personen.
Unter allen richtigen Einsendungen wird ein kleiner, gewinnspielbezogener Preis verlost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Nachtrag:
Natürlich wird dieser sehr schwierige Hinweis nicht der einzige bleiben. Seid einfach wachsam ;-)
Genauso ist in eurer Antwort vor allem der Verein wichtig. Viel Glück!
Euer Carsten
Samstag, September 23, 2006
Freitag, September 22, 2006
Politik hat im Stadion nichts zu suchen!
Um dieses Thema kann man in diesen Tagen nicht herum kommen, da es wirklich alle Boulevard- und Tagesblätter bestimmt:
RASSISMUS IN DEUTSCHEN STADIEN
Zuerst war da das Pokalspiel Rostock II gegen Schalke 04, in welchem Nationalspieler Gerald Asamoah Opfer rassistischer Verbalattacken wurde. Dann folgte das Ligaspiel Alemannia Aachen gegen Borussia Mönchengladbach, wo zuerst der Gladbacher Kahê als "Asylant" beschimpft wurde und danach der Aachener Sichone auch ein Opfer rassistischen Schmähgesängen wurde. Und auch nach dem Spiel Stuttgarter Kickers gegen den FCS mehren sich die Stimmen, dass der Rassismus auch im FCS-Umfeld Einzug erhält.
Zu den Randalen kann ich nichts sagen, da ich leider nicht in Stuttgart war, um mir ein Bild davon zu machen. Dennoch kann man Gewalt in Fussballstadien und vor allem Gewalt gegen unbeteiligte Zuschauer NIE tolerieren, egal von welcher Seite sie stammt.
Da es mir heute um den Rassismus geht, müssen wir den Begriff erst klären. Generell versteht man unter "Rassismus" die Diskriminierung von Menschen auf Grund deren Aussehens, Herkunft oder Religion. Weitere Informationen dazu findet man auf Wikipedia.
Sprich: Zwar gab es Imagekampagnen wie "Mein Freund der Ausländer" oder "Stand up! Speak up!" , jedoch gibt es immer noch allzu kluge Zeitgenossen, die das "U-Bahn-Lied" singen müssen oder Urwaldgeräusche von sich geben, wenn der gegnerische Spieler mit schwarzer Hautfarbe im Ballbesitz ist. Und da es sich weder die Betroffenen noch DFB/DFL gefallen lassen wollen, dass rechte Selbstdarsteller den Sport zur politischen Bühne umfunktionieren, wird zurzeit über härtere Maßnahmen diskutiert. Da war z.B. in Aachen der couragierte Schiedsrichter Weiner, der kurzerhand über den Stadionsprecher mit Spielabbruch drohte.
Dies ist der einzig richtige Weg. Hirnlosen "Fans", die solche Hetzparolen unreflektiert mitgröhlen, kann man nur die Ernsthaftigkeit ihres Handelns vor Augen führen, indem man sie mit den möglichen Konsequenzen vertraut macht. Wenn beide Mannschaften und das SR-Gespann den Platz verlassen, ist die Botschaft unmissverständlich. Und auch Vereine werden sich dann wohl der Störenfriede annehmen, welche an solchen rassistischen Äußerungen im Stadion beteiligt sind.
Jeder, der ein wenig gesunden Menschenverstand in sich trägt, wird nur Unverständnis für solche Auswüchse wie das "U-Bahn-Lied" besitzen. Vor allem muss man sich erst einmal klar darüber werden, welche Doppelmoral bei vielen der rechten Fans herrscht: Farbige Spieler des Gegners werden mit Urwaldrufen bedacht, während die eigene Mannschaft knapp zur Hälfte aus Ausländern besteht. Auch wenn der eigene Mittelstürmer nigerianischer Herkunft trifft, findet sich im Fanblock auch keine Spur von rassistischen Anfeindungen.
Nehmen wir uns mal unseren FCS als Beispiel:
Wer könnte sich unsere Blau-Schwarzen ohne Spieler wie Etepe Kakoko, Anthony Yeboah, Sambo Choji, Echendu Adiele oder Tai Diane vorstellen?
Eigentlich könnte man meinen heutigen Beitrag unter einem kurzen Leitspruch zusammenfassen, der zwar schon etwas älter ist, jedoch nie an Aktualität verliert:
Haltet einfach Politik raus aus unserem schönen Ludwigspark und allen anderen Stadien der Welt!
Zeigt Zivilcourage und verweigert dem Extremismus jegliche Plattform im Fanblock!
Lasst Gewalt gegen Unschuldige aus unseren Stadien und steckt eure Energie in die Anfeuerung der Mannschaft!
Repräsentiert den FCS, unser Wappen, unsere Farben und das Saarland würdig!
Links zu diesem Thema:
FARE - Fussball gegen Rassismus in Europa
Aktion gegen den Rassismus - wir-sind-ade.de
Flutlicht - Verein für antirassistische Fußballkultur
älterer Artikel von Axel Formeseyn auf fussballfanzine.de
RASSISMUS IN DEUTSCHEN STADIEN
Zuerst war da das Pokalspiel Rostock II gegen Schalke 04, in welchem Nationalspieler Gerald Asamoah Opfer rassistischer Verbalattacken wurde. Dann folgte das Ligaspiel Alemannia Aachen gegen Borussia Mönchengladbach, wo zuerst der Gladbacher Kahê als "Asylant" beschimpft wurde und danach der Aachener Sichone auch ein Opfer rassistischen Schmähgesängen wurde. Und auch nach dem Spiel Stuttgarter Kickers gegen den FCS mehren sich die Stimmen, dass der Rassismus auch im FCS-Umfeld Einzug erhält.
Zu den Randalen kann ich nichts sagen, da ich leider nicht in Stuttgart war, um mir ein Bild davon zu machen. Dennoch kann man Gewalt in Fussballstadien und vor allem Gewalt gegen unbeteiligte Zuschauer NIE tolerieren, egal von welcher Seite sie stammt.
Da es mir heute um den Rassismus geht, müssen wir den Begriff erst klären. Generell versteht man unter "Rassismus" die Diskriminierung von Menschen auf Grund deren Aussehens, Herkunft oder Religion. Weitere Informationen dazu findet man auf Wikipedia.
Sprich: Zwar gab es Imagekampagnen wie "Mein Freund der Ausländer" oder "Stand up! Speak up!" , jedoch gibt es immer noch allzu kluge Zeitgenossen, die das "U-Bahn-Lied" singen müssen oder Urwaldgeräusche von sich geben, wenn der gegnerische Spieler mit schwarzer Hautfarbe im Ballbesitz ist. Und da es sich weder die Betroffenen noch DFB/DFL gefallen lassen wollen, dass rechte Selbstdarsteller den Sport zur politischen Bühne umfunktionieren, wird zurzeit über härtere Maßnahmen diskutiert. Da war z.B. in Aachen der couragierte Schiedsrichter Weiner, der kurzerhand über den Stadionsprecher mit Spielabbruch drohte.
Dies ist der einzig richtige Weg. Hirnlosen "Fans", die solche Hetzparolen unreflektiert mitgröhlen, kann man nur die Ernsthaftigkeit ihres Handelns vor Augen führen, indem man sie mit den möglichen Konsequenzen vertraut macht. Wenn beide Mannschaften und das SR-Gespann den Platz verlassen, ist die Botschaft unmissverständlich. Und auch Vereine werden sich dann wohl der Störenfriede annehmen, welche an solchen rassistischen Äußerungen im Stadion beteiligt sind.
Jeder, der ein wenig gesunden Menschenverstand in sich trägt, wird nur Unverständnis für solche Auswüchse wie das "U-Bahn-Lied" besitzen. Vor allem muss man sich erst einmal klar darüber werden, welche Doppelmoral bei vielen der rechten Fans herrscht: Farbige Spieler des Gegners werden mit Urwaldrufen bedacht, während die eigene Mannschaft knapp zur Hälfte aus Ausländern besteht. Auch wenn der eigene Mittelstürmer nigerianischer Herkunft trifft, findet sich im Fanblock auch keine Spur von rassistischen Anfeindungen.
Nehmen wir uns mal unseren FCS als Beispiel:
Wer könnte sich unsere Blau-Schwarzen ohne Spieler wie Etepe Kakoko, Anthony Yeboah, Sambo Choji, Echendu Adiele oder Tai Diane vorstellen?
Eigentlich könnte man meinen heutigen Beitrag unter einem kurzen Leitspruch zusammenfassen, der zwar schon etwas älter ist, jedoch nie an Aktualität verliert:
Politik hat im Stadion nichts zu suchen!
Haltet einfach Politik raus aus unserem schönen Ludwigspark und allen anderen Stadien der Welt!
Zeigt Zivilcourage und verweigert dem Extremismus jegliche Plattform im Fanblock!
Lasst Gewalt gegen Unschuldige aus unseren Stadien und steckt eure Energie in die Anfeuerung der Mannschaft!
Repräsentiert den FCS, unser Wappen, unsere Farben und das Saarland würdig!
Links zu diesem Thema:
FARE - Fussball gegen Rassismus in Europa
Aktion gegen den Rassismus - wir-sind-ade.de
Flutlicht - Verein für antirassistische Fußballkultur
älterer Artikel von Axel Formeseyn auf fussballfanzine.de
Dienstag, September 19, 2006
Marina in den Medien
Zurzeit sind alle Augen auf einen Mann gerichtet:

ENVER MARINA
Man muss einfach sagen, dass dieser Mann in einer Woche so ziemlich alle Höhen und Tiefen erlebt, die man als Torwart einer Regionalligamannschaft durchmacht. Sonntags, im Pokalspiel gegen die favorisierten Mainzer, gelang ihm ein grandioses Spiel, welches seiner Mannschaft den Sieg sicherte. Auch wenn ihm einmal Nazif Hajdarovic aushalf.
Am darauf folgenden Mittwoch hatte Enver dann seine Premiere im Ligabetrieb des FCS, genauer gesagt in der Regionalliga Süd gegen Pirmasens. Im Duell der Pokalhelden enttäuschte die Pfalz und bis auf ein Gegentor von Weißmann und einen Lattentreffer hatte Marina wenig Beschäftigung in seinem Strafraum. Ein ruhiger Arbeitstag für Enver Marina, der schon fast wie Routine wirkte.
Dann kam Samstag und damit Marinas persönliches Waterloo. Seine Fehleinschätzung mit der verzweifelten Krabbeleinlage hatte etwas von einem schlaffen Maikäfer und brachte erst einmal den Schwaben die Führung. Jedoch gelang auch dem FCS noch der Ausgleich. Doch damit war das Spiel noch lange nicht beendet.
Zuerst waren es die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, die den Patzer Marinas bis zur Besinnungslosigkeit auf und ab gespielt. Und ewig sah man Enver Marina verzweifelt am Boden nach dem Ball "krabbeln".
Dass solche Patzer immer für Lacher gut sind, weiß auch TV-Metzger Raab aus Köln, Anhänger einer Fahrstuhlmannschaft der 2. Liga. Zwar lachte Montagsabends nicht mehr die Sonne über Deutschland, jedoch ganz Deutschland über Enver Marina.

Auch wenn ich selbst mittlerweile drüber lachen kann, bin ich der Meinung, dass man Enver Marina jetzt den Rücken stärken sollte. Jeder weiß, dass so eine Aktion auf einen Schlag sehr viel Selbstvertrauen nehmen kann. Die Medien sehen solche Patzer nämlich lieber als starke Torhüterleistungen.
Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass Marina bis zur letzten Saison in der Verbandsliga beim FC Kutzhof aktiv war und damit noch gegen Mettlach, Reimsbach und Hühnerfeld anstatt Mainz, Pirmasens und Stuttgarter Kickers spielen musste. Auch kann man von einem echten Glücksfall für den FCS sprechen. Welcher Verein gewinnt sonst gegen einen klassenhöheren Konkurrenten im Pokal, wenn beide Torhüter verletzt ausfallen und der Mann aus der Oberliga ran muss.
Also meine Worte an Enver Marina: Enver, lass den Kopf nicht hängen! Schließlich hast du dich in einer Woche unsterblich gemacht und deinen Ruf als "Bruder Leichtfuss" kannte die SZ ja bereits ;-). Jedoch auch dein Ruf als bester Torwart der letzten Verbandsligajahre.
Wer sich den Patzer anschauen möchte, findet diesen auf TVTotal.de, im Beitrag zu Johann König in der Sendung vom 19.09.2006.
ENVER MARINA
Man muss einfach sagen, dass dieser Mann in einer Woche so ziemlich alle Höhen und Tiefen erlebt, die man als Torwart einer Regionalligamannschaft durchmacht. Sonntags, im Pokalspiel gegen die favorisierten Mainzer, gelang ihm ein grandioses Spiel, welches seiner Mannschaft den Sieg sicherte. Auch wenn ihm einmal Nazif Hajdarovic aushalf.
Am darauf folgenden Mittwoch hatte Enver dann seine Premiere im Ligabetrieb des FCS, genauer gesagt in der Regionalliga Süd gegen Pirmasens. Im Duell der Pokalhelden enttäuschte die Pfalz und bis auf ein Gegentor von Weißmann und einen Lattentreffer hatte Marina wenig Beschäftigung in seinem Strafraum. Ein ruhiger Arbeitstag für Enver Marina, der schon fast wie Routine wirkte.
Dann kam Samstag und damit Marinas persönliches Waterloo. Seine Fehleinschätzung mit der verzweifelten Krabbeleinlage hatte etwas von einem schlaffen Maikäfer und brachte erst einmal den Schwaben die Führung. Jedoch gelang auch dem FCS noch der Ausgleich. Doch damit war das Spiel noch lange nicht beendet.
Zuerst waren es die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, die den Patzer Marinas bis zur Besinnungslosigkeit auf und ab gespielt. Und ewig sah man Enver Marina verzweifelt am Boden nach dem Ball "krabbeln".
Dass solche Patzer immer für Lacher gut sind, weiß auch TV-Metzger Raab aus Köln, Anhänger einer Fahrstuhlmannschaft der 2. Liga. Zwar lachte Montagsabends nicht mehr die Sonne über Deutschland, jedoch ganz Deutschland über Enver Marina.
Auch wenn ich selbst mittlerweile drüber lachen kann, bin ich der Meinung, dass man Enver Marina jetzt den Rücken stärken sollte. Jeder weiß, dass so eine Aktion auf einen Schlag sehr viel Selbstvertrauen nehmen kann. Die Medien sehen solche Patzer nämlich lieber als starke Torhüterleistungen.
Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass Marina bis zur letzten Saison in der Verbandsliga beim FC Kutzhof aktiv war und damit noch gegen Mettlach, Reimsbach und Hühnerfeld anstatt Mainz, Pirmasens und Stuttgarter Kickers spielen musste. Auch kann man von einem echten Glücksfall für den FCS sprechen. Welcher Verein gewinnt sonst gegen einen klassenhöheren Konkurrenten im Pokal, wenn beide Torhüter verletzt ausfallen und der Mann aus der Oberliga ran muss.
Also meine Worte an Enver Marina: Enver, lass den Kopf nicht hängen! Schließlich hast du dich in einer Woche unsterblich gemacht und deinen Ruf als "Bruder Leichtfuss" kannte die SZ ja bereits ;-). Jedoch auch dein Ruf als bester Torwart der letzten Verbandsligajahre.
Wer sich den Patzer anschauen möchte, findet diesen auf TVTotal.de, im Beitrag zu Johann König in der Sendung vom 19.09.2006.
Sonntag, September 17, 2006
Geschwätz üwwer de Eff-Zeh 5
Video zurzeit offline
Ich hab das Format der Sendung mal etwas geändert und dieses mal auch ein wenig verlängert. Dieses Mal habe ich in meiner kleinen Infotainmentsendung die Auslosung des DFB-Pokals, sowie die vergangene Woche im allgemeinen kommentiert. Aufgrund kleiner technischer Hindernisse wurde die Ziehung des FCS-Gegners sinngemäß nachsynchronisiert ;-)
Ich hab das Format der Sendung mal etwas geändert und dieses mal auch ein wenig verlängert. Dieses Mal habe ich in meiner kleinen Infotainmentsendung die Auslosung des DFB-Pokals, sowie die vergangene Woche im allgemeinen kommentiert. Aufgrund kleiner technischer Hindernisse wurde die Ziehung des FCS-Gegners sinngemäß nachsynchronisiert ;-)
Donnerstag, September 14, 2006
3-Punkte-Wurf am Mittwoch
Das Verhältnis von Mittwoch und mir ist so eine Art Hassliebe. Ich muss zwar zugeben, dass der letzte Mittwoch (sprich: gestern oder auch der 13. September 2006) einiges für sich hatte. Da war das erste Heimspiel der Saison mit mehr als einem Tor auf Saarbrücker Seite. Trotzdem bleibt mein Verhältnis zum Mittwoch in genereller Hinsicht kein herzliches.
Für mich beginnt jeder Mittwoch um 6:00 Uhr in der Früh, 7:35 Uhr beginnen dann acht Unterrichtsstunden an meiner Schule. Die Oberstufe hat den Vorteil, dass sich sowohl Anzahl der Fächer als auch Anzahl der Stunden verringern können, jedoch gibt es diesen einen, kleinen und gemeinen Tag, am dem man über dem Durchschnitt landet. Bei mir ist das halt der Mittwoch. Jetzt schreien vielleicht einige Leute auf, dass schon die jetzigen G8-Schüler mehrmals pro Woche acht Stunden ausharren müssen und meinen, dass ich mich jetzt kindisch dranstelle. In gewisser Weise stimmt das schon, jedoch habe ich nach Unterrichtsende noch eine Stunde Busfahrt vor mir. Und das kann manchmal doch ein sehr langer Tag werden.
Die einzigen kleinen Entschädigungen an diesem langen Tag sind der Englischunterricht und der Basketball-Grundkurs. Eigentlich war Fußball meine erste Wahl, da jedoch aus irgendeinem unerklärlichen Grund nie die erforderliche Zahl an Fußballern zustande kommt, habe ich halt meinen zweiten Lieblingssport genommen. Basketball ist wirklich keine schlechte Sache, zumal ein sehenswerter 3-Punkte-Wurf nicht weniger wert ist wie ein schönes Kopfballtor oder ein direkt verwandelter Freistoß. Und allein die wöchentliche Gewissheit, kein Geräteturnen und keine Gymnastik machen zu müssen, ist viel wert. Vor allem macht doch der Mitmacheffekt einiges aus. So ertappe ich mich manchmal dabei, längere Zeit lang mal garnicht mit Fußball in Kontakt zu kommen(vor allem Mittwochs). Auch die Basketball-WM hatte ihren Anteil dadran, dass mein Interesse an diesem Sport wieder erweckt ist.
Nach der aktiven Sportausübung dann mit sehr kurzen Zwischenstop zu Hause ging es direkt mit dem Bus nach Saarbrücken (die Fahrt nach SB mit dem Oldies-Fanexpress war schon IMMER kürzer als meine mittägliche Heimfahrt) und zu einer weiteren Sportübung. Durch den DFB-Pokal wieder eines der leidlichen Mittwochabendspiele. Selbst wenn ich den englischen Fußball sehr schätze, so ist die englische Woche für den normalen Fußballfan ziemlich großer Kappes (für Nichtsaarländer: Unsinn). Die geringe Zuschauerzahl war wohl nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass viele Leute einfach durch Arbeit etc. verhindert waren.
Im Fanblock ging es weiter mit Sport- und Gesangesübungen, was an diesem Mittwoch meinen Körper doch etwas mehr als sonst strapazierte. Letztendlich hatte dann der Mittwoch doch ein gutes Ende und die Anfeuerung wurde von der Mannschaft entsprechend entlohnt. Ein 4:1-Sieg gegen desolate Pirmasenser kann sich sehen lassen, auch wenn die ersten 30 Minuten weniger Sportliches als das Treiben auf den Rängen hatte. Talent Manuel Hornig erlöste dann mit seinem wembleyartigen Kopfballtreffer eine ganze Fangemeinde und leitete den Sieg ein. Ein echter 3-Punkte-Wurf eben.
Auch wenn dieses Mal der Mittwoch seine guten Seiten hatte, so wird es doch eine Art "Hassliebe" bleiben, so wie sie manche Leute auch mit dem FCS haben. Mal ist er der "geilste Club der Welt", manchmal "die alte Skandalnudel". Aber zum Glück ist heute ja Donnerstag.
Für mich beginnt jeder Mittwoch um 6:00 Uhr in der Früh, 7:35 Uhr beginnen dann acht Unterrichtsstunden an meiner Schule. Die Oberstufe hat den Vorteil, dass sich sowohl Anzahl der Fächer als auch Anzahl der Stunden verringern können, jedoch gibt es diesen einen, kleinen und gemeinen Tag, am dem man über dem Durchschnitt landet. Bei mir ist das halt der Mittwoch. Jetzt schreien vielleicht einige Leute auf, dass schon die jetzigen G8-Schüler mehrmals pro Woche acht Stunden ausharren müssen und meinen, dass ich mich jetzt kindisch dranstelle. In gewisser Weise stimmt das schon, jedoch habe ich nach Unterrichtsende noch eine Stunde Busfahrt vor mir. Und das kann manchmal doch ein sehr langer Tag werden.
Die einzigen kleinen Entschädigungen an diesem langen Tag sind der Englischunterricht und der Basketball-Grundkurs. Eigentlich war Fußball meine erste Wahl, da jedoch aus irgendeinem unerklärlichen Grund nie die erforderliche Zahl an Fußballern zustande kommt, habe ich halt meinen zweiten Lieblingssport genommen. Basketball ist wirklich keine schlechte Sache, zumal ein sehenswerter 3-Punkte-Wurf nicht weniger wert ist wie ein schönes Kopfballtor oder ein direkt verwandelter Freistoß. Und allein die wöchentliche Gewissheit, kein Geräteturnen und keine Gymnastik machen zu müssen, ist viel wert. Vor allem macht doch der Mitmacheffekt einiges aus. So ertappe ich mich manchmal dabei, längere Zeit lang mal garnicht mit Fußball in Kontakt zu kommen(vor allem Mittwochs). Auch die Basketball-WM hatte ihren Anteil dadran, dass mein Interesse an diesem Sport wieder erweckt ist.
Nach der aktiven Sportausübung dann mit sehr kurzen Zwischenstop zu Hause ging es direkt mit dem Bus nach Saarbrücken (die Fahrt nach SB mit dem Oldies-Fanexpress war schon IMMER kürzer als meine mittägliche Heimfahrt) und zu einer weiteren Sportübung. Durch den DFB-Pokal wieder eines der leidlichen Mittwochabendspiele. Selbst wenn ich den englischen Fußball sehr schätze, so ist die englische Woche für den normalen Fußballfan ziemlich großer Kappes (für Nichtsaarländer: Unsinn). Die geringe Zuschauerzahl war wohl nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass viele Leute einfach durch Arbeit etc. verhindert waren.
Im Fanblock ging es weiter mit Sport- und Gesangesübungen, was an diesem Mittwoch meinen Körper doch etwas mehr als sonst strapazierte. Letztendlich hatte dann der Mittwoch doch ein gutes Ende und die Anfeuerung wurde von der Mannschaft entsprechend entlohnt. Ein 4:1-Sieg gegen desolate Pirmasenser kann sich sehen lassen, auch wenn die ersten 30 Minuten weniger Sportliches als das Treiben auf den Rängen hatte. Talent Manuel Hornig erlöste dann mit seinem wembleyartigen Kopfballtreffer eine ganze Fangemeinde und leitete den Sieg ein. Ein echter 3-Punkte-Wurf eben.
Auch wenn dieses Mal der Mittwoch seine guten Seiten hatte, so wird es doch eine Art "Hassliebe" bleiben, so wie sie manche Leute auch mit dem FCS haben. Mal ist er der "geilste Club der Welt", manchmal "die alte Skandalnudel". Aber zum Glück ist heute ja Donnerstag.
Montag, September 11, 2006
Geschwätz üwwer de Eff-Zeh: Folge 4
Video zurzeit offline
Eine weitere Folge von Geschwätz üwwer de Eff-Zeh. Dieses Mal hauptsächlich mit Impressionen vom Pokalspiel. Und eines muss man dem FCS und Michael Henke lassen: Selbst wenn die letzten Spiele kein Genuss waren und der gewünschte Erfolg bisher ausblieb, so war dieses eine Spiel doch sehr spannend und vor allem mitreißend. Zum Schluss stand das ganze Stadion geschlossen hinter der Mannschaft, auch wenn vorher Schimpf und Schande an der Tagesordnung waren.
Mein Held ist jetzt auch Enver Marina, der schon in der OL-Mannschaft auf sich aufmerksam machte und das Spiel seines Lebens vollbrachte. In Krisensituationen wachsen Menschen immer wieder über sich hinaus, so auch dieses Mal, als die halbe Mannschaft gesperrt oder verletzt war. Dies gilt auch für Zydko, der ein sehr starkes Spiel machte. Interessant auch, dass gegen einen Bundesligisten die totale Defensive (teilweise war das gestrige Spielsystem ein 9-0-1)erfolgreich wie unbescholten bleibt.
Und nun viel Vergnügen mit dem Video.
Eine weitere Folge von Geschwätz üwwer de Eff-Zeh. Dieses Mal hauptsächlich mit Impressionen vom Pokalspiel. Und eines muss man dem FCS und Michael Henke lassen: Selbst wenn die letzten Spiele kein Genuss waren und der gewünschte Erfolg bisher ausblieb, so war dieses eine Spiel doch sehr spannend und vor allem mitreißend. Zum Schluss stand das ganze Stadion geschlossen hinter der Mannschaft, auch wenn vorher Schimpf und Schande an der Tagesordnung waren.
Mein Held ist jetzt auch Enver Marina, der schon in der OL-Mannschaft auf sich aufmerksam machte und das Spiel seines Lebens vollbrachte. In Krisensituationen wachsen Menschen immer wieder über sich hinaus, so auch dieses Mal, als die halbe Mannschaft gesperrt oder verletzt war. Dies gilt auch für Zydko, der ein sehr starkes Spiel machte. Interessant auch, dass gegen einen Bundesligisten die totale Defensive (teilweise war das gestrige Spielsystem ein 9-0-1)erfolgreich wie unbescholten bleibt.
Und nun viel Vergnügen mit dem Video.
Freitag, September 08, 2006
1...2...3...
Es ist passiert! Der DFB-Bundestag 2006 hat die Einführung der dritten Liga zur Saison 2008/2009 beschlossen. Ist jetzt endlich der Traum der abgestürzten Traditionsvereine wahr geworden und man darf sich einer aufregenden, neuen Liga mit prall gefüllten Stadien entgegensehnen?
Leider nicht, denn selbst die löbliche Idee konnte nicht die mangelhafte Umsetzung seitens des DFB verhindern! Das eigentliche Ziel der Drittligisten war es, eine neue Liga zu schaffen, die frei von Reservemannschaften der Bundesligisten bleibt und quasi als Unterbau der bisherigen Bundesligen einen besseren Übergang zwischen Amateur- und Profitum bildet. Auch sollten Duelle von Mannschaften mit großem Fanpotenzial die Zuschauereinnahmen steigern. Herausgekommen ist dabei jedoch nur eine Verschmelzung von Regionalliga Nord und Süd.
So heißt es in der Pressemeldung auf dfb.de:
Kurz: Das Ziel wurde nicht wirklich erreicht. Die Liga ist da, jedoch sind die Probleme geblieben und haben sogar Zuwachs bekommen.
Zunächst wären da die zweiten Mannschaften von Vereinen wie z.B. Bayern München. Diese Mannschaften sind zum einen keine Zuschauermagneten, sodass sich die Einnahmen aus den Kartenverkäufen immer in einem überschaubaren Rahmen halten, zum anderen wird ihnen immer mal wieder Wettbewerbsverzerrung vorgeworfen. Unterstützer der zweiten Mannschaften bringen in dieser Endlosdiskussion immer wieder das interessante Argument, dass eine Verbannung der Bundesligareserve ein Rückschlag für die Nachwuchsförderung wäre. Seltsamerweise helfen bei diesen Vereinen dann bei akuter Abstiegsgefahr Spieler auf, die eigentlich zum Bundesligakader gehören. Oft sind es Spieler, die sich nach Verletzungspause in der Regionalliga "warmschießen" oder in der Bundesliga nicht zum Zuge kommen. Manchmal heißen diese Leute dann Santa Cruz oder Sebastian Deisler.
Die Totschlagargumente haben ihre Wirkung gezeigt und die Schutzpatronen der Resevemannschaften dürfen eine kleine Erhaltung der Privilegien ihrer Schützlinge feiern.
Desweiteren sehe ich trotz aller guten Absichten immer noch das Problem, dass Spiele wie Wehen gegen Holstein Kiel oder Ahlen gegen Hoffenheim wohl gerade mal Zuschauerzahlen auf unterem Regionalliganiveau erzielen werden. Ganz zu schweigen von Hertha BSC II gegen VfB Stuttgart II. Zum einen werden die Anreisewege der Mannschaften steigen, wobei das Prestige der Gegner mehr oder weniger gleich bleiben wird. Auch hier gehen den Vereinen überlebenswichtige Gelder verloren. Einige attraktive Gegner spielen dagegen längst unterklassig wie z.B. Waldhof Mannheim oder Lok Leipzig.
Auf lange Sicht wird sich diese Liga wohl begrenzter Beliebtheit erfreuen und schon einem frühen Ende geweiht sein. Sowohl Attraktivität der Gegner, als auch die Fernsehgelder und Prämien werden sich in Grenzen halten.
Ich persönlich wäre für eine "englische" Lösung, also eine eigene Liga für die Reserve der Profimannschaften. In meinen Augen wäre das eine sehr gute Lösung der Amateurproblematik, als auch eine akzeptable Veränderung in Hinblick auf die Nachwuchsarbeit. Und wenn die Bundesligisten einmal ehrlich wären, kann eine gute Jugendarbeit nur so aussehen: Dauerhaftes integrieren der besten Nachwuchsspieler in den Kader der 1. Mannschaft bzw. Leihgeschäfte mit unterklassigen Mannschaften. Denn von neuen Millionentransfers wird die eigene Jugendabteilung garantiert nicht profitieren.
So bleibt die neue dritte Liga aber weder Fisch noch Fleisch.
Leider nicht, denn selbst die löbliche Idee konnte nicht die mangelhafte Umsetzung seitens des DFB verhindern! Das eigentliche Ziel der Drittligisten war es, eine neue Liga zu schaffen, die frei von Reservemannschaften der Bundesligisten bleibt und quasi als Unterbau der bisherigen Bundesligen einen besseren Übergang zwischen Amateur- und Profitum bildet. Auch sollten Duelle von Mannschaften mit großem Fanpotenzial die Zuschauereinnahmen steigern. Herausgekommen ist dabei jedoch nur eine Verschmelzung von Regionalliga Nord und Süd.
So heißt es in der Pressemeldung auf dfb.de:
Der außerordentliche Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt/Main hat die Einführung einer einteiligen dritten Liga mit 20 Mannschaften ab der Spielzeit 2008/09 beschlossen. Darunter wird eine dreigeteilte Regionalliga (4. Spielklasse) mit jeweils 18 Mannschaften gebildet. Über die Struktur der fünften Spielklasse entscheidet der DFB-Bundestag 2007.
...
Unter den 20 für die dritte Liga der Spielzeit 2008/09 qualifizierten Mannschaften dürfen sich maximal vier zweite Mannschaften von Lizenzvereinen befinden, und zwar vorrangig die beiden bestplatzierten zweite Mannschaften einer jeden Regionalliga-Staffel. Ist in einer der beiden Staffeln der Regionalliga nur eine oder keine zweite Mannschaft qualifiziert, kann der Ausgleich aus der anderen Staffel erfolgen, sofern dort eine dritte beziehungsweise vierte zweite Mannschaft qualifiziert ist.
Die für die dritte Liga qualifizierten zweiten Mannschaften verzichten ab der Saison 2008/09 zudem auf ihren Anteil an den Fernsehgeldern, sowie auf das Startrecht im DFB-Pokal.
...
Kurz: Das Ziel wurde nicht wirklich erreicht. Die Liga ist da, jedoch sind die Probleme geblieben und haben sogar Zuwachs bekommen.
Zunächst wären da die zweiten Mannschaften von Vereinen wie z.B. Bayern München. Diese Mannschaften sind zum einen keine Zuschauermagneten, sodass sich die Einnahmen aus den Kartenverkäufen immer in einem überschaubaren Rahmen halten, zum anderen wird ihnen immer mal wieder Wettbewerbsverzerrung vorgeworfen. Unterstützer der zweiten Mannschaften bringen in dieser Endlosdiskussion immer wieder das interessante Argument, dass eine Verbannung der Bundesligareserve ein Rückschlag für die Nachwuchsförderung wäre. Seltsamerweise helfen bei diesen Vereinen dann bei akuter Abstiegsgefahr Spieler auf, die eigentlich zum Bundesligakader gehören. Oft sind es Spieler, die sich nach Verletzungspause in der Regionalliga "warmschießen" oder in der Bundesliga nicht zum Zuge kommen. Manchmal heißen diese Leute dann Santa Cruz oder Sebastian Deisler.
Die Totschlagargumente haben ihre Wirkung gezeigt und die Schutzpatronen der Resevemannschaften dürfen eine kleine Erhaltung der Privilegien ihrer Schützlinge feiern.
Desweiteren sehe ich trotz aller guten Absichten immer noch das Problem, dass Spiele wie Wehen gegen Holstein Kiel oder Ahlen gegen Hoffenheim wohl gerade mal Zuschauerzahlen auf unterem Regionalliganiveau erzielen werden. Ganz zu schweigen von Hertha BSC II gegen VfB Stuttgart II. Zum einen werden die Anreisewege der Mannschaften steigen, wobei das Prestige der Gegner mehr oder weniger gleich bleiben wird. Auch hier gehen den Vereinen überlebenswichtige Gelder verloren. Einige attraktive Gegner spielen dagegen längst unterklassig wie z.B. Waldhof Mannheim oder Lok Leipzig.
Auf lange Sicht wird sich diese Liga wohl begrenzter Beliebtheit erfreuen und schon einem frühen Ende geweiht sein. Sowohl Attraktivität der Gegner, als auch die Fernsehgelder und Prämien werden sich in Grenzen halten.
Ich persönlich wäre für eine "englische" Lösung, also eine eigene Liga für die Reserve der Profimannschaften. In meinen Augen wäre das eine sehr gute Lösung der Amateurproblematik, als auch eine akzeptable Veränderung in Hinblick auf die Nachwuchsarbeit. Und wenn die Bundesligisten einmal ehrlich wären, kann eine gute Jugendarbeit nur so aussehen: Dauerhaftes integrieren der besten Nachwuchsspieler in den Kader der 1. Mannschaft bzw. Leihgeschäfte mit unterklassigen Mannschaften. Denn von neuen Millionentransfers wird die eigene Jugendabteilung garantiert nicht profitieren.
So bleibt die neue dritte Liga aber weder Fisch noch Fleisch.
Mittwoch, September 06, 2006
Vorbericht: FCS vs. Mainz 05
Video zurzeit offline
Schon am heutigen Mittwoch gibt es unseren Videovorbericht auf das kommende Heimpsiel. Dieses Mal mit einem speziellen Tutorial in Sachen "Wie funktioniert Fussball?" für unsere Profiabteilung.
Schon am heutigen Mittwoch gibt es unseren Videovorbericht auf das kommende Heimpsiel. Dieses Mal mit einem speziellen Tutorial in Sachen "Wie funktioniert Fussball?" für unsere Profiabteilung.
Montag, September 04, 2006
Trainer und Unterhosen
Man weiß nicht so genau ob man lachen oder weinen soll. Lachen, weil der FCS zurzeit einer Tragikomödie ähnelt oder weinen, weil einem der Verein zu verbunden ist, als dass man die unfreiwillige Komik lustig findet.
In der Tabelle ist alles konstant geblieben, wo nach den ersten drei Spieltagen 4 Punkte zu Buche standen, stehen nach dem 6. Spieltag 8 Punkte. Das ergibt einen Schnitt von 1 u. 1/3 Punkten pro Spieltag. Hochgerechnet hat der FCS also zu Saisonende 45 u. 1/3 Punkte erreicht. Dass diese Hochrechnung nur im Falle eines äußert seltsamen Punkteabzugs seitens des DFB zustande käme, ist klar. Nimmt man nur einmal die 45 Punkte als Richtwert für den Fall, dass sich nichts ändert, würde das auf Dauer einen Platz im gesicherten Mittelfeld bedeuten.
Wenn auf sportlicher Ebene kein plötlicher Sinneswandel, ein Umbruch, stattfindet, werden wir uns im Ludwigspark an eine Art Fußball gewöhnen müssen, die für große Langeweile steht. Da der gemeine Ludwigsparkgeher Langeweile als Ärgernis sieht, wird es wohl niemanden wundern, wenn die Kritik an Michael Henke unaufhörlich wächst. Auch dieser reagiert, mitunter sehr eigenwillig, in der Presse auf Kritik an seiner Person, wie man am 02.09.06 in der SZ lesen konnte:
Dass es Kritik nicht nur in Form geschriebener Beiträge auf Internetseiten gibt, wissen wir spätestens seit den "Henke raus!"-Rufen. In der Fanszene ist die Frage nach dem Trainer schon lange aktuell.
Sollte sich der Trend fortsetzen und der FCS konstant nur Ware mit erheblichen Mängeln abliefern sollte, wird wohl auch bald in der FCS-Führung die T-Frage ganz offen gestellt. Der Vorstand ist schließlich auch dafür bekannt Trainer so oft zu wechseln, wie andere Leute ihre Unterhosen (was eine kleine Überleitung zu unserem nächsten Punkt ist ;-).
Beim Spiel in Reutlingen kam es zu einer denkwürdigen, weil kuriosen Szene: Nach einem Zweikampf fällt Schiedsrichter Welz auf, dass Alexis Genet anstatt der vorgeschriebenen, hellen Unterhose eine dunkle Unterhose trug. Als er kurz danach einen Reutlinger derart foulte, dass selbst Vinnie "The Axe" Jones oder Thorsten Nehrbauer stolz gewesen wären, drohte wohl eine sehr frühe Ampelkarte. Michael Henke erlöste deshalb schon in der 12.(!) Minute den Pechvogel Genet und schickte dafür Julien Lücke auf das Feld. Warscheinlich hatte Genet nicht seine Glücksunterhose an.
Darf man den Medienberichten glauben schenken, so geht der Sieg für Reutlingen völlig in Ordnung und hätte auch in der Höhe deutlicher ausfallen können. Der FCS war für die starken Aufstieger nur ein Punktelieferant. Die Erklärung nach der Niederlage war eine, wie man sie schon so oft hörte:
Wahre Worte, wenn auch etwas banal, wenn man bedenkt, dass die Analyse der Fehler eine Routinearbeit für Trainer sein sollte. Davon abgesehen, dass hier meistens die Medien auch ihre Fachkräfte für sich sprechen lassen (mehr oder weniger fachwissend). Und dass die Mannschaft mal einen Fortschritt erkennen lässt, sollte auch die Maxime für die nächsten Spiele sein.
Glück auf!
In der Tabelle ist alles konstant geblieben, wo nach den ersten drei Spieltagen 4 Punkte zu Buche standen, stehen nach dem 6. Spieltag 8 Punkte. Das ergibt einen Schnitt von 1 u. 1/3 Punkten pro Spieltag. Hochgerechnet hat der FCS also zu Saisonende 45 u. 1/3 Punkte erreicht. Dass diese Hochrechnung nur im Falle eines äußert seltsamen Punkteabzugs seitens des DFB zustande käme, ist klar. Nimmt man nur einmal die 45 Punkte als Richtwert für den Fall, dass sich nichts ändert, würde das auf Dauer einen Platz im gesicherten Mittelfeld bedeuten.
Wenn auf sportlicher Ebene kein plötlicher Sinneswandel, ein Umbruch, stattfindet, werden wir uns im Ludwigspark an eine Art Fußball gewöhnen müssen, die für große Langeweile steht. Da der gemeine Ludwigsparkgeher Langeweile als Ärgernis sieht, wird es wohl niemanden wundern, wenn die Kritik an Michael Henke unaufhörlich wächst. Auch dieser reagiert, mitunter sehr eigenwillig, in der Presse auf Kritik an seiner Person, wie man am 02.09.06 in der SZ lesen konnte:
"Ich lese keine Internet-Foren und finde diese Entwicklung nicht gut. Jeder X-Beliebige kann sich anonym auslassen. Ich tausche mich mit jedem aus und habe kein Problem, wenn das auf vernünftiger verbaler Ebene passiert."
Dass es Kritik nicht nur in Form geschriebener Beiträge auf Internetseiten gibt, wissen wir spätestens seit den "Henke raus!"-Rufen. In der Fanszene ist die Frage nach dem Trainer schon lange aktuell.
Sollte sich der Trend fortsetzen und der FCS konstant nur Ware mit erheblichen Mängeln abliefern sollte, wird wohl auch bald in der FCS-Führung die T-Frage ganz offen gestellt. Der Vorstand ist schließlich auch dafür bekannt Trainer so oft zu wechseln, wie andere Leute ihre Unterhosen (was eine kleine Überleitung zu unserem nächsten Punkt ist ;-).
Beim Spiel in Reutlingen kam es zu einer denkwürdigen, weil kuriosen Szene: Nach einem Zweikampf fällt Schiedsrichter Welz auf, dass Alexis Genet anstatt der vorgeschriebenen, hellen Unterhose eine dunkle Unterhose trug. Als er kurz danach einen Reutlinger derart foulte, dass selbst Vinnie "The Axe" Jones oder Thorsten Nehrbauer stolz gewesen wären, drohte wohl eine sehr frühe Ampelkarte. Michael Henke erlöste deshalb schon in der 12.(!) Minute den Pechvogel Genet und schickte dafür Julien Lücke auf das Feld. Warscheinlich hatte Genet nicht seine Glücksunterhose an.
Darf man den Medienberichten glauben schenken, so geht der Sieg für Reutlingen völlig in Ordnung und hätte auch in der Höhe deutlicher ausfallen können. Der FCS war für die starken Aufstieger nur ein Punktelieferant. Die Erklärung nach der Niederlage war eine, wie man sie schon so oft hörte:
O-Ton Henke: "Ich denk mal da muss man...ähhhh...kritisch die Fehler analysieren und das natürlich in Zukunft besser machen."
Wahre Worte, wenn auch etwas banal, wenn man bedenkt, dass die Analyse der Fehler eine Routinearbeit für Trainer sein sollte. Davon abgesehen, dass hier meistens die Medien auch ihre Fachkräfte für sich sprechen lassen (mehr oder weniger fachwissend). Und dass die Mannschaft mal einen Fortschritt erkennen lässt, sollte auch die Maxime für die nächsten Spiele sein.
Glück auf!
Mittwoch, August 30, 2006
Das lange Warten
Eigentlich ist man als FCS-Fan so vieles gewohnt, dass einen weniges verwundern und erstaunen sollte. So sind die kleinen Ärgernisse, die kurzen Erfolge, die tiefen Abgründe und auch die großen Momente fast immer identisch, auch wenn die Verpackung wechselt.
So dürfte der bisherige Saisonverlauf eine Wiederkehr der tristen Regionalligazeiten nach Lizenzentzug oder der mittelmäßigen Spielzeit 2002/2003 sein. Die 2. Liga ist passé, dafür sind die Gegner nun Pirmasens und Lautern II. Die Mannschaft hat vor der Saison und auch zu Saisonbeginn das Vertrauen der Zuschauer und wird dann leider enttäuscht, meist muss hier der aktuelle Übungsleiter als Verantwortlicher den Hut nehmen und den Platz auf dem Schleudersitz "Traineramt 1. FC Saarbrücken" räumen.
Wir schreiben heute den 30. August 2006 und es wird ein Stürmer gesucht. Eigentlich wie immer. Dazu kommt noch, dass die Mannschaft zuletzt nur sehr bescheiden gespielt hat und wieder der Hammer der Kritik ausgepackt wird. Dies musste Trainer Michael Henke gegen Siegen merken, da hier, nicht zum ersten Mal, sein Rauswurf gefordert wurde. In der Tageszeitung "20 cent" konnten wir am Dienstag den Aufmacher "FCS-Trainer Henke sauer auf Fans" lesen.
Wenn man dann die entsprechende Seite aufgeschlagen hat, konnte man feststellen, dass hier wieder etwas dramatisiert wurde, zumal das entspechende Zitat im Interview lautet:
Auch wenn man Henke hier zustimmen kann, muss man sich doch fragen, welche Erwartungen gerechtfertigt sind.
Ist es gerechtfertigt zu erwarten, dass der FCS einer der Aufstiegsfavoriten ist?
-JA, denn das spielerische Material gehört mit zum namhaftesten der gesamten Regionalliga Süd. Dennoch sind erst 5 Spiele vergangen und jede Erwartung kann auch nur ein Schnellschuss sein. Genauso können sich Stärken auch erst im späterern Saisonverlauf zeigen.
Ist es gerechtfertigt zu erwarten, dass die Mannschaft konditionell mit der Konkurrenz mithalten kann?
-JA, denn mit 2 Co-Trainern und einem speziellen Konditionstrainer herrschen professionelle Verhältnisse in Saarbrücken. Hier muss einiges getan werden.
Ist es gerechtfertigt zu erwarten, dass sich die Spielweise erheblich ändert?
-JA, denn man muss kein Experte sein, um zu merken, dass das Zusammenspiel der Mannschaft unterirdisch ist.
Das ist mal die Erwartungshaltung von meiner Seite. Jedoch weiß man, dass wohl nie Ruhe im Umfeld des Vereins entsteht. So wird die Kritik wohl auch nicht nach Reutlingen verstummen, denn hier setze ich zumindest meine Erwartungen ganz tief an. Der FCS hat schon einmal sein Waterloo in Reutlingen erlebt und Klaus T. als Trainer verloren.
Interessant wäre noch die Stürmerfrage. Hier wird, laut FCS, die Entscheidung morgen fallen. Zur Auswahl stehen der Kölner Bröker und der Testspieler Cacá, wobei die Entscheidung wohl bei Bröker liegt, welcher auch von anderen Vereinen umworben wird. Obwohl seine Trefferquoten bei seinen letzten Stationen eher magere Werte aufweisen. Der Brasilianer Cacá (Carlos Eduardo Ferrari) ist hingegen ein ziemlich unbeschriebenes Blatt, da er bisher nur im Ausland aktiv war. Also in etwa jemand wie vor Jahren z.B. Koltai.
So geht unsere kleine Geschichte mit dem FCS weiter. Dort, wo sie immer mal wieder stattgefunden hat: In der Regionalliga. Und so beende ich diesen Blog-Eintrag im Warten auf den ewigwährenden Tag des Aufstiegs.
Nachtrag 31.08.06
Das lange Warten in der Stürmerfrage hat auch ein Ende, jedoch ohne einen Helden, denn weder Bröker noch Ferrari werden verpflichtet. Bröker sagte dem FCS ab und Henke ist "nicht restlos" von Ferrari überzeugt. Muss man alles leider akzeptieren, auch wenn es ein böses Erwachen geben könnte, wenn während der Saison einer oder mehrere Stürmer verletzt ausfallen.
So dürfte der bisherige Saisonverlauf eine Wiederkehr der tristen Regionalligazeiten nach Lizenzentzug oder der mittelmäßigen Spielzeit 2002/2003 sein. Die 2. Liga ist passé, dafür sind die Gegner nun Pirmasens und Lautern II. Die Mannschaft hat vor der Saison und auch zu Saisonbeginn das Vertrauen der Zuschauer und wird dann leider enttäuscht, meist muss hier der aktuelle Übungsleiter als Verantwortlicher den Hut nehmen und den Platz auf dem Schleudersitz "Traineramt 1. FC Saarbrücken" räumen.
Wir schreiben heute den 30. August 2006 und es wird ein Stürmer gesucht. Eigentlich wie immer. Dazu kommt noch, dass die Mannschaft zuletzt nur sehr bescheiden gespielt hat und wieder der Hammer der Kritik ausgepackt wird. Dies musste Trainer Michael Henke gegen Siegen merken, da hier, nicht zum ersten Mal, sein Rauswurf gefordert wurde. In der Tageszeitung "20 cent" konnten wir am Dienstag den Aufmacher "FCS-Trainer Henke sauer auf Fans" lesen.
Wenn man dann die entsprechende Seite aufgeschlagen hat, konnte man feststellen, dass hier wieder etwas dramatisiert wurde, zumal das entspechende Zitat im Interview lautet:
Ich habe immer Verständnis für Fans, die mit entsprechenden Erwartungen kommen und dann enttäuscht sind. Aber ich verstehe diese Ungeduld nicht. Es ist eine neue Situation. Wir sind abgestiegen...
Auch wenn man Henke hier zustimmen kann, muss man sich doch fragen, welche Erwartungen gerechtfertigt sind.
Ist es gerechtfertigt zu erwarten, dass der FCS einer der Aufstiegsfavoriten ist?
-JA, denn das spielerische Material gehört mit zum namhaftesten der gesamten Regionalliga Süd. Dennoch sind erst 5 Spiele vergangen und jede Erwartung kann auch nur ein Schnellschuss sein. Genauso können sich Stärken auch erst im späterern Saisonverlauf zeigen.
Ist es gerechtfertigt zu erwarten, dass die Mannschaft konditionell mit der Konkurrenz mithalten kann?
-JA, denn mit 2 Co-Trainern und einem speziellen Konditionstrainer herrschen professionelle Verhältnisse in Saarbrücken. Hier muss einiges getan werden.
Ist es gerechtfertigt zu erwarten, dass sich die Spielweise erheblich ändert?
-JA, denn man muss kein Experte sein, um zu merken, dass das Zusammenspiel der Mannschaft unterirdisch ist.
Das ist mal die Erwartungshaltung von meiner Seite. Jedoch weiß man, dass wohl nie Ruhe im Umfeld des Vereins entsteht. So wird die Kritik wohl auch nicht nach Reutlingen verstummen, denn hier setze ich zumindest meine Erwartungen ganz tief an. Der FCS hat schon einmal sein Waterloo in Reutlingen erlebt und Klaus T. als Trainer verloren.
Interessant wäre noch die Stürmerfrage. Hier wird, laut FCS, die Entscheidung morgen fallen. Zur Auswahl stehen der Kölner Bröker und der Testspieler Cacá, wobei die Entscheidung wohl bei Bröker liegt, welcher auch von anderen Vereinen umworben wird. Obwohl seine Trefferquoten bei seinen letzten Stationen eher magere Werte aufweisen. Der Brasilianer Cacá (Carlos Eduardo Ferrari) ist hingegen ein ziemlich unbeschriebenes Blatt, da er bisher nur im Ausland aktiv war. Also in etwa jemand wie vor Jahren z.B. Koltai.
So geht unsere kleine Geschichte mit dem FCS weiter. Dort, wo sie immer mal wieder stattgefunden hat: In der Regionalliga. Und so beende ich diesen Blog-Eintrag im Warten auf den ewigwährenden Tag des Aufstiegs.
Nachtrag 31.08.06
Das lange Warten in der Stürmerfrage hat auch ein Ende, jedoch ohne einen Helden, denn weder Bröker noch Ferrari werden verpflichtet. Bröker sagte dem FCS ab und Henke ist "nicht restlos" von Ferrari überzeugt. Muss man alles leider akzeptieren, auch wenn es ein böses Erwachen geben könnte, wenn während der Saison einer oder mehrere Stürmer verletzt ausfallen.
Freitag, August 25, 2006
Macht der Gewohnheit
Wir haben gerade den 5. Spieltag überstanden (und das auch gerade noch halbwegs passabel) und müssen feststellen, dass sich beim FCS wieder alles auf das Normalmaß einpendelt, welches wir seit Jahren gewohnt sind. Der Begriff "normal" ist hier nur relativ, denn Zufriedenheit ist hier ein kurzlebiger Zustand.
Heute war das Spiel anfangs noch erträglich, vor der Halbzeitpause liegen die Erwartungen nicht allzu hoch, da allein das Endergebnis zählt. Beim Spiel gegen den FC Bayern II haben wir ja schon gesehen, dass man auch mit fussballerischer Rohkost ein Spiel gewinnen kann. Und genau das ist heute abend in die Hose gegangen. Aber fangen wir vorne an:
Man kommt ins Stadion und kauft sich die Stadionzeitung. Das hatte auch seinen Grund, schließlich erschien ein kleiner Artikel über den FCS-Blog.

Neben Spielberichten und der Rodenbüsch-Kolummne und dem "Innwurf" vom "Hausmeischda", der auch das Spielergebnis mit weiser Voraussicht tippte (Zitat: "Sechs zu eens"), gab es die üblichen Schönheitsfehler. So spielt Hornig laut FC Magazin im Tor, Jonathan Jäger im "Angriff" und Mahir Saglik im "Sturm". Wo der feine Unterschied zwischen Angriff und Sturm liegt, wird nicht erläutert.
Das Stadionradio auf gewohntem Niveau, so wurde dem weiblichen Publikum in sehr einfacher Art das Fussballspiel erklärt (O-Ton:"Das Grüne ist der Rasen und das Weiße sind die Tore."). Also wurde in 3-4 Sätzen in etwa das aufgezählt, was die Mannschaft als einziges noch über Fussball wusste. Denn wenn man die Rückrunde 05/06 mit den bisherigen Spielen in 06/07 vergleicht, so besaßen die Absteiger Qualitäten, welche heute fehlten.
So kann man ohne Vorbehalte sagen, dass trotz einer Umstellung auf 442 die Spielweise weiterhin als "defensiver Angsthasenfussball" bezeichnet werden kann. Scheinbar ist gerade im Ludwigspark der Wurm drin, wenn man bedenkt, dass in 3 Heimspielen nur 2 Tore erzielt wurden. Auswärts sind es in 2 Spielen schon 5 Tore gewesen. Mit dieser Philosophie wird die Mission Wiederaufstieg zu einem verzwickten Rätsel. Symptomatisch, dass der 1:0-Führungstreffer ein Geschenk des Gegners war, nachdem Hadji seinen Elfmeter an die Torlatte setzte.
Auch die Ausdauer scheint sich zu einem weiteren Problem zu entwickeln, den Spielern war die Ermüdung deutlich anzumerken, was dieses mal Konsequenzen mit sich brachte.Aus 3 Punkten wurde einer und auch Peter Eich, der schon oft genug von seinen Vorderleuten verlassen wurde, konnte nicht den Ausgleich kurz vor Schluss verhindern. Defensivfussball und Konditionsschwäche - das Gegenmodell zu Jürgen Klinsmanns Auffassung von Fussball.
Das Flutlicht ist noch an, die Pfiffe ertönen und strafen die Mannschaft mit Verachtung. Ich gehe Richtung Hauptbahnhof, bin erst leer, dann voller Gedanken. 2:0 hatte ich für dieses Spiel getippt, vor einigen Wochen noch dem FCS eine gute Aufstiegsform bescheinigt. Der FCS hat mich in gewohnter Manier enttäuscht. Um mal eine klare Aussage zu treffen sage ich einfach, dass die jetzige Aufstiegsform bei allerhöchstens 50 % liegt. 8 Punkte aus 5 Spielen sind ganz sicher nicht das gewünschte Ergebnis.
Aber das alles ist jetzt im Moment und trotzdem werde ich aus irgendeinem unbekannten Trieb heraus weiter ins Stadion gehen. Gerade nach solchen Spielen hat man die schlechte Laune ganz für sich gepachtet, trotzdem ist das keine Abschreckung für die Leute, die sich Fans nennen. Auch wenn man, wie heute oft gehört, "HENKE RAUS" brüllt (heute gab es übrigens auch wieder "EHRMANTRAUT!"-Rufe aus dem F-Block zu hören).
Am besten wird dieser unnatürliche Vorgang im dem genialen Song "Fussball ist immer noch wichtig" beschrieben. Dieser kam heute sogar im FCS-Stadionradio vor, was sogar ein kleiner Lichtblick ist. Jedoch bleibt die Macht der Gewohnheit, dass beim FCS gerne Enttäuschung herrscht.
Heute war das Spiel anfangs noch erträglich, vor der Halbzeitpause liegen die Erwartungen nicht allzu hoch, da allein das Endergebnis zählt. Beim Spiel gegen den FC Bayern II haben wir ja schon gesehen, dass man auch mit fussballerischer Rohkost ein Spiel gewinnen kann. Und genau das ist heute abend in die Hose gegangen. Aber fangen wir vorne an:
Man kommt ins Stadion und kauft sich die Stadionzeitung. Das hatte auch seinen Grund, schließlich erschien ein kleiner Artikel über den FCS-Blog.
Neben Spielberichten und der Rodenbüsch-Kolummne und dem "Innwurf" vom "Hausmeischda", der auch das Spielergebnis mit weiser Voraussicht tippte (Zitat: "Sechs zu eens"), gab es die üblichen Schönheitsfehler. So spielt Hornig laut FC Magazin im Tor, Jonathan Jäger im "Angriff" und Mahir Saglik im "Sturm". Wo der feine Unterschied zwischen Angriff und Sturm liegt, wird nicht erläutert.
Das Stadionradio auf gewohntem Niveau, so wurde dem weiblichen Publikum in sehr einfacher Art das Fussballspiel erklärt (O-Ton:"Das Grüne ist der Rasen und das Weiße sind die Tore."). Also wurde in 3-4 Sätzen in etwa das aufgezählt, was die Mannschaft als einziges noch über Fussball wusste. Denn wenn man die Rückrunde 05/06 mit den bisherigen Spielen in 06/07 vergleicht, so besaßen die Absteiger Qualitäten, welche heute fehlten.
So kann man ohne Vorbehalte sagen, dass trotz einer Umstellung auf 442 die Spielweise weiterhin als "defensiver Angsthasenfussball" bezeichnet werden kann. Scheinbar ist gerade im Ludwigspark der Wurm drin, wenn man bedenkt, dass in 3 Heimspielen nur 2 Tore erzielt wurden. Auswärts sind es in 2 Spielen schon 5 Tore gewesen. Mit dieser Philosophie wird die Mission Wiederaufstieg zu einem verzwickten Rätsel. Symptomatisch, dass der 1:0-Führungstreffer ein Geschenk des Gegners war, nachdem Hadji seinen Elfmeter an die Torlatte setzte.
Auch die Ausdauer scheint sich zu einem weiteren Problem zu entwickeln, den Spielern war die Ermüdung deutlich anzumerken, was dieses mal Konsequenzen mit sich brachte.Aus 3 Punkten wurde einer und auch Peter Eich, der schon oft genug von seinen Vorderleuten verlassen wurde, konnte nicht den Ausgleich kurz vor Schluss verhindern. Defensivfussball und Konditionsschwäche - das Gegenmodell zu Jürgen Klinsmanns Auffassung von Fussball.
Das Flutlicht ist noch an, die Pfiffe ertönen und strafen die Mannschaft mit Verachtung. Ich gehe Richtung Hauptbahnhof, bin erst leer, dann voller Gedanken. 2:0 hatte ich für dieses Spiel getippt, vor einigen Wochen noch dem FCS eine gute Aufstiegsform bescheinigt. Der FCS hat mich in gewohnter Manier enttäuscht. Um mal eine klare Aussage zu treffen sage ich einfach, dass die jetzige Aufstiegsform bei allerhöchstens 50 % liegt. 8 Punkte aus 5 Spielen sind ganz sicher nicht das gewünschte Ergebnis.
Aber das alles ist jetzt im Moment und trotzdem werde ich aus irgendeinem unbekannten Trieb heraus weiter ins Stadion gehen. Gerade nach solchen Spielen hat man die schlechte Laune ganz für sich gepachtet, trotzdem ist das keine Abschreckung für die Leute, die sich Fans nennen. Auch wenn man, wie heute oft gehört, "HENKE RAUS" brüllt (heute gab es übrigens auch wieder "EHRMANTRAUT!"-Rufe aus dem F-Block zu hören).
Am besten wird dieser unnatürliche Vorgang im dem genialen Song "Fussball ist immer noch wichtig" beschrieben. Dieser kam heute sogar im FCS-Stadionradio vor, was sogar ein kleiner Lichtblick ist. Jedoch bleibt die Macht der Gewohnheit, dass beim FCS gerne Enttäuschung herrscht.
Donnerstag, August 24, 2006
Sonntag, August 20, 2006
Ergebnisorientierter Fußball, Stadionfest und Überraschungsgast in der Arena am Samstag
Ich möchte meinen heutigen Blog-Eintrag, der sich mit dem letzten Heimspiel beschäftigt, mit den schlechten Nachrichten beginnen: Das Spiel hatte "hohes taktisches Niveau". Diesen Satz kennen wohl viele Fußballinteressierte und die meisten von ihnen wissen dann, dass das Spiel grottenschlecht gewesen sein muss.
Das war es auch, da zu oft im Angriff der Ball verloren ging, meist wurde er von Hadji oder Karaoglan vertändelt, dafür wurde von drei Großchancen eine verwandelt. Auch die Flanke von Charly Haffner zum 1:0 konnte sich durchaus sehen lassen. Auch die Abwehr steigerte sich deutlich, jedoch wird es auf Dauer nicht immer gut sein, jeden Ball zur Ecke zu klären. Es gibt durchaus Teams, die den Eckball beherrschen und das auch in der Regionalliga.
Zum Glück stimmte das Endergebnis, denn der kleine FCB kam nur nach dem teils dummen, teils umstrittenen Platzverweis für Thorsten Nehrbauer ins Spiel. Diese Aktion gefährdete noch einmal den Sieg, jedoch hielt Peter Eich nun jeden Ball und blieb zum zweiten Mal in der Saison ohne Gegentor.
Nun begannen die Feierlichkeiten am Tag des Saarfußballs. Nachdem schon die Parodie-Band "Schaafa Sämpf" wieder einmal das Stadion mit nervigen Coverversionen animierte, durfte "Snoopy's Search" im A-Block einige ihrer Coverversionen zum besten geben. Hier möchte ich nur sagen, dass "Snoopy's Search" eine gute Auswahl an Songs hatte und diese auch genauso performten. Im Gegensatz zu "Schaafa Sämpf".
Der Charakter des heutigen Spiels ließ sich ganz auf den Familientag übertragen: Schlecht gespielt, trotzdem zufrieden mit dem Ergebnis; Monatelange Kritik am Vorstand, trotzdem ein versöhnliches Fest. Das soll hier keinesfalls den Leuten den Spaß an der Aktion verderben, jedoch ist es in letzter Zeit auffällig, in welcher Häufigkeit sich Freikartenaktionen und solche Events vermehren.
Dass dies alles keine Entschuldigung für die dürftige Leistung der letzten Saison sein kann, ist wohl jedem klar, jedoch gilt es jetzt im aktuellen Kapitel der Vereinsgeschichte für den sportlichen Erfolg zu sorgen. Und da lässt man sich besser nicht drüber hinweg täuschen, mit keiner Freikarte und keinem Freibier.
Bei dem Stadionfest ist man dann natürlich gemischt mit allerlei Leuten und sieht altbekannte Gesichter wieder, was eine der guten Sachen an diesem Tag war. Einfach mal ein wenig "schwätzen" gehört immerhin zu jedem Spiel. Die Autogrammstunde interessierte mich heute weniger, zumal das eher eine Sache für die Leute war, die gerne lange anstehen. Durch Zufall nahm ich mir dann ein anderes Projekt vor: Medienpräsenz!
Ich hatte auf einmal die Gelegenheit, als Interviewpartner von Thomas Wollscheid in der Liveübertragung der "Arena am Samstag" aufzutreten. Wer kann schon ablehnen, wenn das Aushängeschild des SR-Fernsehens lockt?
Kurzerhand zusammen mit einem anderen Fan und Thomas Wollscheid an einen Tisch hinter der Haupttribüne, kurze Einführung und die Livesendung begann.
Trotz aller Forderungen einiger Leute, ich solle die paar Minuten Sendezeit nutzen, um den Rauswurf eines bekannten, ehemaligen Co-Trainers von Ottmar Hitzfeld zu fordern, ließ ich das bleiben. ;-)
Ich habe letztendlich meinen besten "Fußball-Fernseh-Experten-Ton" aufgesetzt und mich auf meine Fachkenntnis verlassen. Auch wenn ich kein Günter Netzer bin. Letztendlich waren die Fragen berechtigt und nicht zu tiefgreifend, also konnte ich mich nicht blamieren. Es gab ledeglich bei einigen Enttäuschung darüber, dass ich die Livesendung nicht benutzt habe, um jetzt doch einen Rauswurf einer bestimmten Person zu fordern. Am Ende jedoch ein interessantes Erlebnis, auch wenn Karl-Heinz Roland fehlte.
Leider habe ich nur vergessen den Recorder zu programmieren!
Das war es auch, da zu oft im Angriff der Ball verloren ging, meist wurde er von Hadji oder Karaoglan vertändelt, dafür wurde von drei Großchancen eine verwandelt. Auch die Flanke von Charly Haffner zum 1:0 konnte sich durchaus sehen lassen. Auch die Abwehr steigerte sich deutlich, jedoch wird es auf Dauer nicht immer gut sein, jeden Ball zur Ecke zu klären. Es gibt durchaus Teams, die den Eckball beherrschen und das auch in der Regionalliga.
Zum Glück stimmte das Endergebnis, denn der kleine FCB kam nur nach dem teils dummen, teils umstrittenen Platzverweis für Thorsten Nehrbauer ins Spiel. Diese Aktion gefährdete noch einmal den Sieg, jedoch hielt Peter Eich nun jeden Ball und blieb zum zweiten Mal in der Saison ohne Gegentor.
Nun begannen die Feierlichkeiten am Tag des Saarfußballs. Nachdem schon die Parodie-Band "Schaafa Sämpf" wieder einmal das Stadion mit nervigen Coverversionen animierte, durfte "Snoopy's Search" im A-Block einige ihrer Coverversionen zum besten geben. Hier möchte ich nur sagen, dass "Snoopy's Search" eine gute Auswahl an Songs hatte und diese auch genauso performten. Im Gegensatz zu "Schaafa Sämpf".
Der Charakter des heutigen Spiels ließ sich ganz auf den Familientag übertragen: Schlecht gespielt, trotzdem zufrieden mit dem Ergebnis; Monatelange Kritik am Vorstand, trotzdem ein versöhnliches Fest. Das soll hier keinesfalls den Leuten den Spaß an der Aktion verderben, jedoch ist es in letzter Zeit auffällig, in welcher Häufigkeit sich Freikartenaktionen und solche Events vermehren.
Dass dies alles keine Entschuldigung für die dürftige Leistung der letzten Saison sein kann, ist wohl jedem klar, jedoch gilt es jetzt im aktuellen Kapitel der Vereinsgeschichte für den sportlichen Erfolg zu sorgen. Und da lässt man sich besser nicht drüber hinweg täuschen, mit keiner Freikarte und keinem Freibier.
Bei dem Stadionfest ist man dann natürlich gemischt mit allerlei Leuten und sieht altbekannte Gesichter wieder, was eine der guten Sachen an diesem Tag war. Einfach mal ein wenig "schwätzen" gehört immerhin zu jedem Spiel. Die Autogrammstunde interessierte mich heute weniger, zumal das eher eine Sache für die Leute war, die gerne lange anstehen. Durch Zufall nahm ich mir dann ein anderes Projekt vor: Medienpräsenz!
Ich hatte auf einmal die Gelegenheit, als Interviewpartner von Thomas Wollscheid in der Liveübertragung der "Arena am Samstag" aufzutreten. Wer kann schon ablehnen, wenn das Aushängeschild des SR-Fernsehens lockt?
Kurzerhand zusammen mit einem anderen Fan und Thomas Wollscheid an einen Tisch hinter der Haupttribüne, kurze Einführung und die Livesendung begann.
Trotz aller Forderungen einiger Leute, ich solle die paar Minuten Sendezeit nutzen, um den Rauswurf eines bekannten, ehemaligen Co-Trainers von Ottmar Hitzfeld zu fordern, ließ ich das bleiben. ;-)
Ich habe letztendlich meinen besten "Fußball-Fernseh-Experten-Ton" aufgesetzt und mich auf meine Fachkenntnis verlassen. Auch wenn ich kein Günter Netzer bin. Letztendlich waren die Fragen berechtigt und nicht zu tiefgreifend, also konnte ich mich nicht blamieren. Es gab ledeglich bei einigen Enttäuschung darüber, dass ich die Livesendung nicht benutzt habe, um jetzt doch einen Rauswurf einer bestimmten Person zu fordern. Am Ende jedoch ein interessantes Erlebnis, auch wenn Karl-Heinz Roland fehlte.
Leider habe ich nur vergessen den Recorder zu programmieren!
Freitag, August 18, 2006
Vorbericht zum Spiel FCS vs. FCB II
Video zurzeit offline
Hier der Vorbericht zum kommenden Heimspiel gegen die kleinen Bayern.
Ich entschuldige an dieser Stelle schonmal die Qualität des Tons an einigen Stellen.
Hier der Vorbericht zum kommenden Heimspiel gegen die kleinen Bayern.
Ich entschuldige an dieser Stelle schonmal die Qualität des Tons an einigen Stellen.
Dienstag, August 15, 2006
Multi Italien oder aber wie ein Skandal jeden belastet
Das tägliche Arbeiten macht doch nur Spass, wenn auch Italiener am Werk sind. Ein paar Einblicke in die tägliche Arbeitswelt.
Der alternde Italiener liest täglich im Aufenthaltsraum, hiess das nicht vor der Rechtsschreibereform Kantine?, die Gazzetto dello Sport, weil es die Zeitung seines Vereines ist, Juventus Turin. Neben sich hat er seit fast 4 Wochen unzählbare Tempotaschentücher aufgestapelt und fasselt immer etwas von einem Schlaganfall und irgendwelchen 30 Punkten Abzug. Inzwischen ist er auch in einen Hungerstreick getreten und möchte nicht mehr nach Hause, da er, wie er sagt nur ein SAT-Schüssel Abo für die Serie A abgeschlossen hat. Und dies so lange bis Berlusconi wieder Präsident Italiens ist.
Im Gegensatz zu seinem Landsmann lacht ein neapolitanischer Italiener in unseren gemeinsamen Räumlichkeiten. Dies begann, als er mit angesehen hat wie der Juve Fan seine Tempotaschentücher angeschleppt hat, sowie er von seinem SAT-Schüssel Problem erzählte. Inzwischen zeigt er auch ohne Respekt vor dem Alter mit dem Finger auf ihn und redet in gebrochenem deutsch immer von einer Serie B.
So was kann ich mit meinem Herzen nicht vereinbaren und frage den 33 jährigen Neapolitaner ob er denn auch eine SAT-Schüssel hat. Das verneint er mit den Worten, dass er noch bei Mama wohne und abends kein Fernsehen mehr sehen darf.
Maradonna kannte er aber und er wusste, dass dieser nicht mehr in Neapel spiele. Na Gott sei dank weiss er das, dachte ich und als ich verwundert über seine Wohn-WG weitere Fragen stellen wollte, läutete das Telefon. Keine 10 sec. später setzte er sich regungslos neben die Juve Heulsuse und fing ebenfalls unvermindert und ohne Hemmungen zu weinen an. Oh Gott dachte ich, was ist denn jetzt passiert? Entweder hat Maradonna entbunden oder es ist was mit Mama. Was ich dann hören musste brachte mich fast zum Selbstmord. Das war Mama, sagte er nach Luft ringend. Stelle dir vor, der Herd von Mama is e kaputt. Wo solle ich morge esse? Boah wo bin ich hier, dachte ich und spendierte sofort Gummibärchen aus dem Automaten. Nachdem auch ich mich wieder gefangen habe, kam ein dritter Italiener, seines Zeichen Inter Fan, in unsere gesellige Runde. Ohne sich um seine zwei Landsmänner zu kümmern freute er sich über einem Sommerschlussverkauf in seinem Lande, was den Juve Fan noch mehr zum weinen brachte. Bei Juventus haben sie SSV sagte er immer und immer wieder. Alle Stars sind billig zu haben und lachte unersättlich dabei. Plötzlich stand der alternde Juve Anhänger auf und brüllte mit lauter Stimme zum Inter Fan herüber. Merda, wir werden immer erfolgreicher sein, als dein scheiss Inter, wir, die alte Dame.
Oh nein bitte nicht, er hatte doch jetzt wirklich nicht alte Dame gesagt! Noch bevor der Neapolitaner in Gedanken an seine Bella Mama los schreien konnte, suchte ich das Weite.
Vor Wochen noch vereint....................:
Vor 4 Wochen haben sich alle Italiener noch sooooo lieb gehabt, aber nun hat auch sie wieder der Alltag eingeholt. Auch ich habe meine Lehren aus dem WM Titel der Squadra gezogen. Musste ich mir doch nach dem Halbfinale immer wieder Hohn und Spott anhören. Ich werde die nächsten 4 Jahre alle italienischen Restaurants boykottieren. Was war ich froh, dass nicht die USA Weltmeister wurde. Ich glaub ich fahr ins MC Drive.
Der alternde Italiener liest täglich im Aufenthaltsraum, hiess das nicht vor der Rechtsschreibereform Kantine?, die Gazzetto dello Sport, weil es die Zeitung seines Vereines ist, Juventus Turin. Neben sich hat er seit fast 4 Wochen unzählbare Tempotaschentücher aufgestapelt und fasselt immer etwas von einem Schlaganfall und irgendwelchen 30 Punkten Abzug. Inzwischen ist er auch in einen Hungerstreick getreten und möchte nicht mehr nach Hause, da er, wie er sagt nur ein SAT-Schüssel Abo für die Serie A abgeschlossen hat. Und dies so lange bis Berlusconi wieder Präsident Italiens ist.
Im Gegensatz zu seinem Landsmann lacht ein neapolitanischer Italiener in unseren gemeinsamen Räumlichkeiten. Dies begann, als er mit angesehen hat wie der Juve Fan seine Tempotaschentücher angeschleppt hat, sowie er von seinem SAT-Schüssel Problem erzählte. Inzwischen zeigt er auch ohne Respekt vor dem Alter mit dem Finger auf ihn und redet in gebrochenem deutsch immer von einer Serie B.
So was kann ich mit meinem Herzen nicht vereinbaren und frage den 33 jährigen Neapolitaner ob er denn auch eine SAT-Schüssel hat. Das verneint er mit den Worten, dass er noch bei Mama wohne und abends kein Fernsehen mehr sehen darf.
Maradonna kannte er aber und er wusste, dass dieser nicht mehr in Neapel spiele. Na Gott sei dank weiss er das, dachte ich und als ich verwundert über seine Wohn-WG weitere Fragen stellen wollte, läutete das Telefon. Keine 10 sec. später setzte er sich regungslos neben die Juve Heulsuse und fing ebenfalls unvermindert und ohne Hemmungen zu weinen an. Oh Gott dachte ich, was ist denn jetzt passiert? Entweder hat Maradonna entbunden oder es ist was mit Mama. Was ich dann hören musste brachte mich fast zum Selbstmord. Das war Mama, sagte er nach Luft ringend. Stelle dir vor, der Herd von Mama is e kaputt. Wo solle ich morge esse? Boah wo bin ich hier, dachte ich und spendierte sofort Gummibärchen aus dem Automaten. Nachdem auch ich mich wieder gefangen habe, kam ein dritter Italiener, seines Zeichen Inter Fan, in unsere gesellige Runde. Ohne sich um seine zwei Landsmänner zu kümmern freute er sich über einem Sommerschlussverkauf in seinem Lande, was den Juve Fan noch mehr zum weinen brachte. Bei Juventus haben sie SSV sagte er immer und immer wieder. Alle Stars sind billig zu haben und lachte unersättlich dabei. Plötzlich stand der alternde Juve Anhänger auf und brüllte mit lauter Stimme zum Inter Fan herüber. Merda, wir werden immer erfolgreicher sein, als dein scheiss Inter, wir, die alte Dame.
Oh nein bitte nicht, er hatte doch jetzt wirklich nicht alte Dame gesagt! Noch bevor der Neapolitaner in Gedanken an seine Bella Mama los schreien konnte, suchte ich das Weite.
Vor Wochen noch vereint....................:
Vor 4 Wochen haben sich alle Italiener noch sooooo lieb gehabt, aber nun hat auch sie wieder der Alltag eingeholt. Auch ich habe meine Lehren aus dem WM Titel der Squadra gezogen. Musste ich mir doch nach dem Halbfinale immer wieder Hohn und Spott anhören. Ich werde die nächsten 4 Jahre alle italienischen Restaurants boykottieren. Was war ich froh, dass nicht die USA Weltmeister wurde. Ich glaub ich fahr ins MC Drive.
Samstag, August 12, 2006
Alles wird gut?(Nachtrag: 2:2 in Pfullendorf)
Die 0:1-Niederlage hat Spuren hinterlassen. Wo in den letzten Wochen von nichts anderem als dem Aufstieg geredet wurde, ist eine gemäßigte Ruhe eingekehrt. Ich hab als kleinen Ausgleich zum unterirdischen Auftritt gegen Darmstadt die gute Leistung der 2. Mannschaft in Trier genossen (hier ein kleines Video). Die 2. Mannschaft hat nach einer Klatsche gegen Homburg sich wieder erholt und beim anderen großen Aufstiegskandidat Trier einen Punkt geholt und war sogar sehr nahe dran am Sieg.
Sehen wir uns die 1. Mannschaft an: Hier hat man nach einem 3:0-Sieg in Ingolstadt, wobei das Ergebnis über die 1. Halbzeit hinwegtäuscht, gegen einen direkten Konkurrenten um die oberen Plätze (Darmstadt) verloren und eine spielerisch miserable Leistung abgelegt. Nun redet Trainer Henke von "Wiedergutmachung in Pfullendorf" und betont in derselben Pressemeldung, dass der Gegner eine „unbequeme und defensivstarke Mannschaft“ sei. Im schlimmsten Falle droht also allen Mitgereisten, die jetzt (12:58 Uhr) schon wohl zum Teil in Pfullendorf sind, ein müder Kick mit wenigen Toren. Ich hoffe trotzdem, dass die Mannschaft die Kritik im Spiel zurückweisen kann.
Außerdem wird Charles Haffner zum ersten Mal im Kader stehen. Und jetzt bin ich einfach mal ehrlich: Ich würde Haffner als linken Verteidiger vorziehen, da das Abwehrverhalten eines Stephan Kling furchtbar nachlässig ist. Er steht schlicht zu weit weg von seinem Gegner und ist zu langsam in der Rückwärtsbewegung.
Die wohl interessantesten Pressemeldungen der Woche kamen wohl aus dem Lager einer großen Boulevardzeitung. Hier wurden drei Namen ins Spiel gebracht, mit denen der FCS angeblich verhandeln wolle: Ranisav Jovanovic (Mainz 05), Thomas Christiansen (Ex-Hannover 96) und Joris van Houdt (Bochum). Sollten sich dies bewahrheiten, würde ich spontan auf Christiansen als neuen Stürmer tippen. Grund: ohne Verein, 33 Jahre alt, Altstar, Ex-Nationalspieler (Spanien) und dazu noch oft verletzt. Ein Spieler der Sorte, wie sie der FCS schon mehrmals hatte.
Wir können nur abwarten. Obwohl ich schon länger einen weiteren Stürmer fordere, sind die Namen hier doch nur ein weiterer Grund, skeptisch zu sein. Vor allem, wenn Henke an seiner taktischen Ausrichtung mit nur einer Spitze festhält.
Nachtrag(19:40 Uhr):
Das Spiel endet 2:2 und man gewinnt weitere Erkenntnisse:
1. Die Standarts werden langsam, aber sicher, besser.
2. Die linke Seite ist anfällig wie eh und je (beide Gegentore fielen über links)
3. Mahir Saglik trifft zum ersten Mal und zeigt Ansprüche auf einen Stammplatz.
4. Die Abwehr ist noch nicht konstant, mal hart wie beton, mal weich wie Butter.
5. Anstatt 4-5-1 würde 3-5-2 dem FCS besser zu Gesicht stehen.
6. Die Mannschaft befindet sich in einer Orientierungsphase.
7. Die Gedanken zu einem neuen Stürmer sind berechtigt.
Letztendlich ist der Punktgewinn (kein Punktverlust!) gegen Pfullendorf eine weitere Lehrstunde für Michael Henke.
Sehen wir uns die 1. Mannschaft an: Hier hat man nach einem 3:0-Sieg in Ingolstadt, wobei das Ergebnis über die 1. Halbzeit hinwegtäuscht, gegen einen direkten Konkurrenten um die oberen Plätze (Darmstadt) verloren und eine spielerisch miserable Leistung abgelegt. Nun redet Trainer Henke von "Wiedergutmachung in Pfullendorf" und betont in derselben Pressemeldung, dass der Gegner eine „unbequeme und defensivstarke Mannschaft“ sei. Im schlimmsten Falle droht also allen Mitgereisten, die jetzt (12:58 Uhr) schon wohl zum Teil in Pfullendorf sind, ein müder Kick mit wenigen Toren. Ich hoffe trotzdem, dass die Mannschaft die Kritik im Spiel zurückweisen kann.
Außerdem wird Charles Haffner zum ersten Mal im Kader stehen. Und jetzt bin ich einfach mal ehrlich: Ich würde Haffner als linken Verteidiger vorziehen, da das Abwehrverhalten eines Stephan Kling furchtbar nachlässig ist. Er steht schlicht zu weit weg von seinem Gegner und ist zu langsam in der Rückwärtsbewegung.
Die wohl interessantesten Pressemeldungen der Woche kamen wohl aus dem Lager einer großen Boulevardzeitung. Hier wurden drei Namen ins Spiel gebracht, mit denen der FCS angeblich verhandeln wolle: Ranisav Jovanovic (Mainz 05), Thomas Christiansen (Ex-Hannover 96) und Joris van Houdt (Bochum). Sollten sich dies bewahrheiten, würde ich spontan auf Christiansen als neuen Stürmer tippen. Grund: ohne Verein, 33 Jahre alt, Altstar, Ex-Nationalspieler (Spanien) und dazu noch oft verletzt. Ein Spieler der Sorte, wie sie der FCS schon mehrmals hatte.
Wir können nur abwarten. Obwohl ich schon länger einen weiteren Stürmer fordere, sind die Namen hier doch nur ein weiterer Grund, skeptisch zu sein. Vor allem, wenn Henke an seiner taktischen Ausrichtung mit nur einer Spitze festhält.
Nachtrag(19:40 Uhr):
Das Spiel endet 2:2 und man gewinnt weitere Erkenntnisse:
1. Die Standarts werden langsam, aber sicher, besser.
2. Die linke Seite ist anfällig wie eh und je (beide Gegentore fielen über links)
3. Mahir Saglik trifft zum ersten Mal und zeigt Ansprüche auf einen Stammplatz.
4. Die Abwehr ist noch nicht konstant, mal hart wie beton, mal weich wie Butter.
5. Anstatt 4-5-1 würde 3-5-2 dem FCS besser zu Gesicht stehen.
6. Die Mannschaft befindet sich in einer Orientierungsphase.
7. Die Gedanken zu einem neuen Stürmer sind berechtigt.
Letztendlich ist der Punktgewinn (kein Punktverlust!) gegen Pfullendorf eine weitere Lehrstunde für Michael Henke.
Mittwoch, August 09, 2006
FCS vs. Darmstadt 0:1
Fakt ist, dass 4-5-1 eine moderne Taktik ist, die darauf aus ist, das Spiel zu kontrollieren. Sprich: hinten mauern und vorne mindestens einmal treffen. Wie gesehen, ging das gegen Darmstadt nicht auf. In der Anfangsphase gab es noch einige Torszenen, jedoch wurden diese Chancen fahrlässig verschenkt. In der Folge hing Jäger in der Luft und musste in der Offensive oftmals entlastet werden. Der Erfolg blieb aus, denn wenn z.B. Kling zu weit nach vorne mitging, standen dem Gegner bei einem Konter alle Türen offen. Klings Zweikampfverhalten ist das mit Abstand schlechteste der gesamten Abwehr, seine Kollegen wirkten um einiges souveräner. Peter Eich war es noch zu verdanken, dass die Niederlage nicht höher ausfiel. Die Darmstädter Stümerer waren ihrerseits auch zu nachlässig.
Zur Schiedsrichterleistung will ich nicht viele Worte verlieren, außer dass es mir merkwürdig vorkam, dass zwar sehr viele Situationen abgepfiffen wurden, jedoch konsequente Mittel in Form von gelben Karten ausblieben.
Auch einige Entscheidungen zugunsten der Darmstädter waren umstritten, da man mit der Zeit immer häufiger sah, dass Spieler wie von Geisterhand schwebten und ohne Körperkontakt mit dem Gegner zum Flug ansetzten.
Ein schwaches Spiel geht aber auch mal vorbei und so bleibt Michael Henke bis Samstag Zeit, an der angekündigten "Leistungssteigerung" zu arbeiten. Denn auch wenn es noch zu früh ist, um aus diesem Spiel große Schlüsse zu ziehen, muss jedem doch klar sein, dass noch dringender Handlungsbedarf besteht.
Meine Prognose jedenfalls, bleibt weiterhin aktuell, da die Saison noch am Anfang ist. Ob meine Worte sich bewahrheiten, bleibt, wie so vieles, abzuwarten.
Nachtrag:
Ich habe das Video wieder entfernt, zumal es einige Kritik und Verbesserungsvorschläge gab, die in die neuen Videos eingebaut wurden und auch, weil es bei näherer Betrachtung nicht wirklich gelungen ist. Mehr zur Diskussion über das Video in den Kommentaren.
Zur Schiedsrichterleistung will ich nicht viele Worte verlieren, außer dass es mir merkwürdig vorkam, dass zwar sehr viele Situationen abgepfiffen wurden, jedoch konsequente Mittel in Form von gelben Karten ausblieben.
Auch einige Entscheidungen zugunsten der Darmstädter waren umstritten, da man mit der Zeit immer häufiger sah, dass Spieler wie von Geisterhand schwebten und ohne Körperkontakt mit dem Gegner zum Flug ansetzten.
Ein schwaches Spiel geht aber auch mal vorbei und so bleibt Michael Henke bis Samstag Zeit, an der angekündigten "Leistungssteigerung" zu arbeiten. Denn auch wenn es noch zu früh ist, um aus diesem Spiel große Schlüsse zu ziehen, muss jedem doch klar sein, dass noch dringender Handlungsbedarf besteht.
Meine Prognose jedenfalls, bleibt weiterhin aktuell, da die Saison noch am Anfang ist. Ob meine Worte sich bewahrheiten, bleibt, wie so vieles, abzuwarten.
Nachtrag:
Ich habe das Video wieder entfernt, zumal es einige Kritik und Verbesserungsvorschläge gab, die in die neuen Videos eingebaut wurden und auch, weil es bei näherer Betrachtung nicht wirklich gelungen ist. Mehr zur Diskussion über das Video in den Kommentaren.
Montag, August 07, 2006
Überraschung!?
Sollen wir nun überrascht sein? Ich meine: die meisten FCS-Fans werden wohl vor dem Spiel ohne Zweifel mit einem Sieg gerechnet haben. Aber dass dieser dann doch so deutlich ausfällt, hätte ich auch nicht gedacht.
Ich will jetzt nicht sagen, dass ich hier die Stimmung dämpfen wollte oder ein Pessimist bin, eher hatte ich meine Bedenken, als sich 4-5-1 ankündigte. Damit jeder noch einmal weiß, was "4-5-1" ist, rufe ich nochmal kurz die WM in Erinnerung. 4-5-1, also Viererabwehrkette, fünf Mann im Mittelfeld und eine Spitze, war während dieser WM 2006 die favorisierte taktische Formation einiger Trainer, z.B. Domenech, Scolari oder Lippi. Und dass Frankreich, Portugal und Italien die Anzahl ihrer Tore streng limitierte, hat "4-5-1" nicht zu sonderlich großer Beliebtheit verholfen.

Da der Sieg mit 3:0 für diese "Mauertaktik" schon hoch ausgefallen ist, kann man einfach zufrieden sein. Auch wenn Ingolstadt nach einigen Fehlern der FCS-Abwehr in der Anfangsphase hätte führen können. Auch, dass die beiden letzten Tore erst nach der Einwechslung von Karaoglan als weiterer Offensivkraft fielen, lassen wir mal außer acht und genießen einfach das Ergebnis.
FC Ingolstadt 0 1. FC Saarbrücken 3
Tore: Jäger, Karaoglan, Nehrbauer
Da ich nicht in Ingolstadt war und daher nicht mehr beurteilen kann, als was das Fernsehen und die sonstigen Medien zeigen, will ich mal auf etwas altbekanntes aus der Regionalliga zurückkommen: Die Arena am Samstag im SR-Fernsehen
Die Sendung, die extra für den FCS ihre Wiederaufstehung erlebt, wurde von einem Reporter moderiert, den ich bis dato noch nie gesehen hatte (was wohl auch nicht weiter tragisch war). Er unterhielt sich mit dem Elversberger Nagorny (um nicht zu behaupten, er hätte nur "gelabert"), wobei einige denkwürdige Dialoge zustande kamen. Hier ein sinngemäßes Beispiel
Nach diesen höchst interessanten Inhalten kam endlich der Bericht vom Spiel in Ingolstadt, welcher natürlich von der Sportarena-Legende Karl-Heinz Roland kommentiert wurde. Was überraschte war vielleicht der Enthusiasmus, mit dem Roland an die Sache heranging. Der Stimme nach ging es hier im direkten Vergleich um den Ausgang der Deutschen Meisterschaft, anstelle eines müden Aufgalopps des Vorjahresabsteigers. Aus Aktionen wurden direkt kleine "Kunststückchen" gemacht, aber die schönste Phrase war ein Vergleich nach zwei vergebenen Chancen der Saarbrücker:
Bei so viel Enthusiasmus kann das schonmal leicht wie eine überdrehte Realsatire wirken. Trotzdem machen solche Sachen und einige kleine Schönheitsfehler die Sportarena im SR-Fernsehen und ihre Ableger immer wieder zu einem lustigen Erlebnis.
Bleibt nun abzuwarten, mit welchen Überraschung der FCS am kommenden Dienstag gegen Darmstadt aufwarten kann.
Ich will jetzt nicht sagen, dass ich hier die Stimmung dämpfen wollte oder ein Pessimist bin, eher hatte ich meine Bedenken, als sich 4-5-1 ankündigte. Damit jeder noch einmal weiß, was "4-5-1" ist, rufe ich nochmal kurz die WM in Erinnerung. 4-5-1, also Viererabwehrkette, fünf Mann im Mittelfeld und eine Spitze, war während dieser WM 2006 die favorisierte taktische Formation einiger Trainer, z.B. Domenech, Scolari oder Lippi. Und dass Frankreich, Portugal und Italien die Anzahl ihrer Tore streng limitierte, hat "4-5-1" nicht zu sonderlich großer Beliebtheit verholfen.
Da der Sieg mit 3:0 für diese "Mauertaktik" schon hoch ausgefallen ist, kann man einfach zufrieden sein. Auch wenn Ingolstadt nach einigen Fehlern der FCS-Abwehr in der Anfangsphase hätte führen können. Auch, dass die beiden letzten Tore erst nach der Einwechslung von Karaoglan als weiterer Offensivkraft fielen, lassen wir mal außer acht und genießen einfach das Ergebnis.
FC Ingolstadt 0 1. FC Saarbrücken 3
Tore: Jäger, Karaoglan, Nehrbauer
Da ich nicht in Ingolstadt war und daher nicht mehr beurteilen kann, als was das Fernsehen und die sonstigen Medien zeigen, will ich mal auf etwas altbekanntes aus der Regionalliga zurückkommen: Die Arena am Samstag im SR-Fernsehen
Die Sendung, die extra für den FCS ihre Wiederaufstehung erlebt, wurde von einem Reporter moderiert, den ich bis dato noch nie gesehen hatte (was wohl auch nicht weiter tragisch war). Er unterhielt sich mit dem Elversberger Nagorny (um nicht zu behaupten, er hätte nur "gelabert"), wobei einige denkwürdige Dialoge zustande kamen. Hier ein sinngemäßes Beispiel
Moderator: "Vitus, was sagt ihnen Pirmasens?"
Vitus Nagorny (überlegt sehr lange): "....ja, Pirmasens. Sagt mir nicht sehr viel, kenn nur den Namen. Die haben vor 2, 3 Jahren ein neues Stadion bekommen..."
Nach diesen höchst interessanten Inhalten kam endlich der Bericht vom Spiel in Ingolstadt, welcher natürlich von der Sportarena-Legende Karl-Heinz Roland kommentiert wurde. Was überraschte war vielleicht der Enthusiasmus, mit dem Roland an die Sache heranging. Der Stimme nach ging es hier im direkten Vergleich um den Ausgang der Deutschen Meisterschaft, anstelle eines müden Aufgalopps des Vorjahresabsteigers. Aus Aktionen wurden direkt kleine "Kunststückchen" gemacht, aber die schönste Phrase war ein Vergleich nach zwei vergebenen Chancen der Saarbrücker:
Roland (O-Ton): "Das ist wie, wenn man einen Sechser im Lotto hat und vergisst den Schein abzugeben ...(Pause)... oder hat ihn irgendwo verloren."
Bei so viel Enthusiasmus kann das schonmal leicht wie eine überdrehte Realsatire wirken. Trotzdem machen solche Sachen und einige kleine Schönheitsfehler die Sportarena im SR-Fernsehen und ihre Ableger immer wieder zu einem lustigen Erlebnis.
Bleibt nun abzuwarten, mit welchen Überraschung der FCS am kommenden Dienstag gegen Darmstadt aufwarten kann.
Mittwoch, August 02, 2006
Wird der FCS 06/07 aufsteigen?
Eine Frage, so klar und deutlich wie unromantisch und zukunftsorientiert, schwebt seit Wochen in den Köpfen eines jeden fussballbegeisterten FCS-Fans:
Wird der FCS 06/07 aufsteigen?
Was für die meisten eine Frage rhetorischer Art ist, welche mit "JA!" zu beantworten ist, ist für mich Anlass, einen eigenen Blog-Eintrag zu diesem Thema zu schreiben. Denn wenn sich eines bewahrheitet, dann die Tatsache, dass in Saarbrücken eigentlich fast immer vom Aufstieg gesprochen wird, unabhängig davon, in welcher Liga man spielt(die Bundesliga scheidet hier kategorisch aus)
Sehen wir uns mal einige relevante Faktoren an:
TOR:
Mit Altmeister Peter Eich und U19-Nationaltorhüter Marc Birkenbach ausgezeichnet besetzt. Der Kampf um die Nr. 1 wurde von Trainer Henke damit beendet, Eich zum Stammtorwart zu erklären, jedoch soll auch Birkenbach so oft wie möglich zum Einsatz kommen. Wird es etwa wieder einen Torwartwechsel während der Saison geben oder läuft alles auf eine langsame Ablösung von Peter Eich hinaus? Birkenbachs Ansprüche auf den Platz zwischen den Pfosten haben jedenfalls ihre Berechtigung in seinem Talent gefunden. Wie die Torhüterfrage endet, ist jetzt noch nicht absehbar.
ABWEHR:
Das Sorgenkind der letzten Saison wird einen Großteil seiner Stammbesetzung beibehalten. Mit Mansour Assoumani aus Frankreich wurde ein Mann verpflichtet, der in seinem jungen Alter (23) das Zeug zum Abwehrchef hat. Mit seinen französischen Nebenleuten Genet, Halet, Zydko und dem Kameruner Mahouvé sollte es keine Kommunikationsschwierigkeiten geben. Gute Chancen auf einen Stammplatz haben wohl Halet(Rechter Außenverteidiger), Genet und Assoumani (Innenverteidigung). Auch Haastrup scheint Trainer Henke in der Vorbereitung überzeugt zu haben, wobei vielen Fans noch seine teils haarsträubenden Patzer der letzten Saison in Erinnerung sind.
Die Nachrücker aus dem Lager der 2. Mannschaft, Zydko und Hornig, dürfen sich unter dem experimentierfreudigen Henke auch ihre Chancen ausrechnen, vor allem Hornig steht im Kampf um einen Platz in der Innenverteidigung.Am interessantesten wird die Frage nach dem linken Außenverteidiger. Hier stehen die Kandidaten regelrecht Schlange (Kling, Haffner, Laping). In der Vorbereitung tat sich Stephan Kling besonders im Testspiel gegen Metz hervor, jedoch hat auch Rückkehrer Charly Haffner als erfahrener Mann für die Regionalliga seine Chancen. Eine gewisse Rolle dürfte auch die Verletungsanfälligkeit von Kling und Laping spielen. In der Abwehr scheint man, im Gegensatz zur letzten Saison, bestens gerüstet.
MITTELFELD:
Nominell eindeutig Prunkstück des 1. FC Saarbrücken. Mit Mustapha Hadji wurde das Herz der Kreativabteilung am Leben erhalten. Der ehemalige Weltstar sollte in der Lage sein, das Spiel des FCS zu prägen. Für die linke Außenbahn wurde der ungleich jüngere Marco Gebhardt verpflichtet, der mit langjähriger Profierfahrung einer der Führungsspieler werden könnte. Ein weiterer Neuzugang ist Sven Lintjens, der als "Enfant terrible" gilt, bisher jedoch fast immer als torgefährlicher Mittelfeldspieler in Erscheinung trat. Er könnte vor allem die Stürmer entlasten und dem Offensivspiel sehr gut tun. Ein weiterer Neuzugang ist Torsten Reuter, der neben Thorsten Nehrbauer ein weiterer Abräumer für das defensive Mittelfeld ist und die Rolle von Demai übernehmen könnte.
Durch die vielen Neuzugänge wurde das Mittelfeld erheblich verstärkt. Auf einigen Positionen ist die Verteilung der Rollen noch nicht ganz geklärt, da mit Nehrbauer und Reuter zwei ähnliche Spielertypen im Aufgebot stehen. Möglich wäre auch eine 4-5-1-Lösung mit Jäger als einziger Spitze. Das Mittelfeld des FCS ist das beste der Regionalliga.
STURM:
Mit Jäger wurde ein Schlüsselspieler gehalten, der eigentlich aus jeder Lage treffen kann und zudem blitzschnell agiert. Problematisch könnte es jedoch werden, wenn seine leichte Anfälligkeit für Verletzung anhält. Da auch Taifur Diane verletzt ist, wurde aus Österreich der Deutschtürke Maghir Saglik verpflichtet, der in der Regionalliga gute Trefferquoten aufwies. In Österreich hingegen schwächelte er etwas. Die weiteren Kandidaten im Sturm sind Karaoglan und Hajdarovic, welcher in der 2. Mannschaft als interner Torschützenkönig glänzte.
Im Falle einer Aufstellung mit zwei Stürmern dürfte wohl um den Platz neben Jäger gestritten werden; die aussichtsreichsten Kandidaten sind hierbei wohl Saglik und Hajdarovic. Im Falle mehrerer Verletzungen ist Chaos angesagt.
TRAINER:
Michael Henke hat als Co-Trainer so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Als Cheftrainer hat er bis jetzt jedoch keine vorzeigbaren Erfolge; sein letztes Engagement in Kaiserslautern endete äußert unrühmlich. Seine gewagten Personalentscheidungen (Haastrup, Mahouvé) lösten erste Bedenken aus, welche den Stand des Ex-Lauteres nicht verbesserten. Die, von den Medien beschworene, Freundschaft zu Geschäftsführer Dr. Coen scheint jedenfalls ein positiver Grundstein in der Zusammenarbeit mit dem FCS zu sein. Da Henke sowohl die sportliche Leitung als auch das Traineramt anvertraut wurde, scheint man im Präsidium einiges auf den neuen Mann zu geben. (Aber das sage ich mal rein in der Annahme oder besser HOFFNUNG, dass Dr. Coen keine Entscheidungen mehr treffen wird, die auf sportlicher Ebene stattfinden)
GEGNER:
Der Erzfeind der Traditionalisten, TSG Hoffenheim, wird in der kommenden Spielzeit größter Konkurrent um den Aufstieg. Mit einem ausgezeichnetem Trainerstab und einigen "Stars" (welche eigentlich abgehalfterte und gescheiterte Persönlichkeiten der Fußballszene sind) wird auch dieses mal der Aufstieg in Angriff genommen. Die TSG Hoffenheim ist dieses Jahr, mit Rangnick als Trainer, wohl oder übel heißer Favorit auf den Aufstieg. In den erweiterten Kreis der Favoriten sind noch die Stuttgarter Kickers und der SV Wehen mit aufzunehmen. Ansonsten wird die Regionalliga Süd größtenteils von Reservemannschaften, Dorfclubs und heruntergekommenen Traditionsvereinen beheimatet (man müsste mal klären, ob der FCS auch zu dieser letzten Kategorie gehört).
VORBEREITUNG:
Im Test gegen Metz zeigte der FCS sich in aufstiegsreifer Verfassung, im 0:0 gegen Nancy vollbrachte die Mannschaft eine hervorragende Defensivleistung. Und in den Testspielen gegen kleiner Teams war eigentlich nur die Offensivabteilung gefordert und erledigte ihre Arbeit.
So weit, so gut.
Wären da nicht die kleinen Peinlichkeiten gegen Völklingen und Dudweiler gewesen. Nehmen wir mal die alte Weisheit und behaupten, dass die Vorbereitung nicht aussagekräftig wäre. So kann man hier doch ganz klar erkennen, dass hier scheinbar die Einstellung nicht stimmte. Gerade auf Vereine wie Völklingen oder Dudweiler könnte man im Saarlandpokal treffen.
Nun sind wir am entscheidenden Punkt angelangt.
DIE PROGNOSE:
Personell eine sehr starke Mannschaft, die jedoch nach dem Abstieg einen kleinen Umbruch hinter sich hat. Henke muss früh genug eine homogene Mannschaft formen, die sich spielerisch ergänzt und sich an der Spitze der Tabelle festsetzen kann.
Problematisch könnte die Überheblichkeit werden, welche in der Regionalliga feste FCS-Krankheit ist. So werden Gegner wie Ingolstadt, Pfullendorf oder Reservemannschaften nur allzu gerne auf die leichte Schulter genommen. Bevor es dem FCS wie der Eintracht aus Trier ergeht (wird es wohl nicht, aber nur mal zur Warnung), muss man sich auf den Hosenboden setzen und bei Null starten. Ohne Fleiß kein Preis.
Ich schätze zurzeit die Aufstiegsform des FCS bei 80 % ein, also doch ein klares Ja, dass diese Mannschaft den Aufstieg schaffen kann.
Aber wie heißt es noch so schön:
Hinterher ist man immer schlauer.
Ich wünsche dem FCS auf jeden Fall viel Glück und Erfolg!
Wird der FCS 06/07 aufsteigen?
Was für die meisten eine Frage rhetorischer Art ist, welche mit "JA!" zu beantworten ist, ist für mich Anlass, einen eigenen Blog-Eintrag zu diesem Thema zu schreiben. Denn wenn sich eines bewahrheitet, dann die Tatsache, dass in Saarbrücken eigentlich fast immer vom Aufstieg gesprochen wird, unabhängig davon, in welcher Liga man spielt(die Bundesliga scheidet hier kategorisch aus)
Sehen wir uns mal einige relevante Faktoren an:
TOR:
Mit Altmeister Peter Eich und U19-Nationaltorhüter Marc Birkenbach ausgezeichnet besetzt. Der Kampf um die Nr. 1 wurde von Trainer Henke damit beendet, Eich zum Stammtorwart zu erklären, jedoch soll auch Birkenbach so oft wie möglich zum Einsatz kommen. Wird es etwa wieder einen Torwartwechsel während der Saison geben oder läuft alles auf eine langsame Ablösung von Peter Eich hinaus? Birkenbachs Ansprüche auf den Platz zwischen den Pfosten haben jedenfalls ihre Berechtigung in seinem Talent gefunden. Wie die Torhüterfrage endet, ist jetzt noch nicht absehbar.
ABWEHR:
Das Sorgenkind der letzten Saison wird einen Großteil seiner Stammbesetzung beibehalten. Mit Mansour Assoumani aus Frankreich wurde ein Mann verpflichtet, der in seinem jungen Alter (23) das Zeug zum Abwehrchef hat. Mit seinen französischen Nebenleuten Genet, Halet, Zydko und dem Kameruner Mahouvé sollte es keine Kommunikationsschwierigkeiten geben. Gute Chancen auf einen Stammplatz haben wohl Halet(Rechter Außenverteidiger), Genet und Assoumani (Innenverteidigung). Auch Haastrup scheint Trainer Henke in der Vorbereitung überzeugt zu haben, wobei vielen Fans noch seine teils haarsträubenden Patzer der letzten Saison in Erinnerung sind.
Die Nachrücker aus dem Lager der 2. Mannschaft, Zydko und Hornig, dürfen sich unter dem experimentierfreudigen Henke auch ihre Chancen ausrechnen, vor allem Hornig steht im Kampf um einen Platz in der Innenverteidigung.Am interessantesten wird die Frage nach dem linken Außenverteidiger. Hier stehen die Kandidaten regelrecht Schlange (Kling, Haffner, Laping). In der Vorbereitung tat sich Stephan Kling besonders im Testspiel gegen Metz hervor, jedoch hat auch Rückkehrer Charly Haffner als erfahrener Mann für die Regionalliga seine Chancen. Eine gewisse Rolle dürfte auch die Verletungsanfälligkeit von Kling und Laping spielen. In der Abwehr scheint man, im Gegensatz zur letzten Saison, bestens gerüstet.
MITTELFELD:
Nominell eindeutig Prunkstück des 1. FC Saarbrücken. Mit Mustapha Hadji wurde das Herz der Kreativabteilung am Leben erhalten. Der ehemalige Weltstar sollte in der Lage sein, das Spiel des FCS zu prägen. Für die linke Außenbahn wurde der ungleich jüngere Marco Gebhardt verpflichtet, der mit langjähriger Profierfahrung einer der Führungsspieler werden könnte. Ein weiterer Neuzugang ist Sven Lintjens, der als "Enfant terrible" gilt, bisher jedoch fast immer als torgefährlicher Mittelfeldspieler in Erscheinung trat. Er könnte vor allem die Stürmer entlasten und dem Offensivspiel sehr gut tun. Ein weiterer Neuzugang ist Torsten Reuter, der neben Thorsten Nehrbauer ein weiterer Abräumer für das defensive Mittelfeld ist und die Rolle von Demai übernehmen könnte.
Durch die vielen Neuzugänge wurde das Mittelfeld erheblich verstärkt. Auf einigen Positionen ist die Verteilung der Rollen noch nicht ganz geklärt, da mit Nehrbauer und Reuter zwei ähnliche Spielertypen im Aufgebot stehen. Möglich wäre auch eine 4-5-1-Lösung mit Jäger als einziger Spitze. Das Mittelfeld des FCS ist das beste der Regionalliga.
STURM:
Mit Jäger wurde ein Schlüsselspieler gehalten, der eigentlich aus jeder Lage treffen kann und zudem blitzschnell agiert. Problematisch könnte es jedoch werden, wenn seine leichte Anfälligkeit für Verletzung anhält. Da auch Taifur Diane verletzt ist, wurde aus Österreich der Deutschtürke Maghir Saglik verpflichtet, der in der Regionalliga gute Trefferquoten aufwies. In Österreich hingegen schwächelte er etwas. Die weiteren Kandidaten im Sturm sind Karaoglan und Hajdarovic, welcher in der 2. Mannschaft als interner Torschützenkönig glänzte.
Im Falle einer Aufstellung mit zwei Stürmern dürfte wohl um den Platz neben Jäger gestritten werden; die aussichtsreichsten Kandidaten sind hierbei wohl Saglik und Hajdarovic. Im Falle mehrerer Verletzungen ist Chaos angesagt.
TRAINER:
Michael Henke hat als Co-Trainer so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Als Cheftrainer hat er bis jetzt jedoch keine vorzeigbaren Erfolge; sein letztes Engagement in Kaiserslautern endete äußert unrühmlich. Seine gewagten Personalentscheidungen (Haastrup, Mahouvé) lösten erste Bedenken aus, welche den Stand des Ex-Lauteres nicht verbesserten. Die, von den Medien beschworene, Freundschaft zu Geschäftsführer Dr. Coen scheint jedenfalls ein positiver Grundstein in der Zusammenarbeit mit dem FCS zu sein. Da Henke sowohl die sportliche Leitung als auch das Traineramt anvertraut wurde, scheint man im Präsidium einiges auf den neuen Mann zu geben. (Aber das sage ich mal rein in der Annahme oder besser HOFFNUNG, dass Dr. Coen keine Entscheidungen mehr treffen wird, die auf sportlicher Ebene stattfinden)
GEGNER:
Der Erzfeind der Traditionalisten, TSG Hoffenheim, wird in der kommenden Spielzeit größter Konkurrent um den Aufstieg. Mit einem ausgezeichnetem Trainerstab und einigen "Stars" (welche eigentlich abgehalfterte und gescheiterte Persönlichkeiten der Fußballszene sind) wird auch dieses mal der Aufstieg in Angriff genommen. Die TSG Hoffenheim ist dieses Jahr, mit Rangnick als Trainer, wohl oder übel heißer Favorit auf den Aufstieg. In den erweiterten Kreis der Favoriten sind noch die Stuttgarter Kickers und der SV Wehen mit aufzunehmen. Ansonsten wird die Regionalliga Süd größtenteils von Reservemannschaften, Dorfclubs und heruntergekommenen Traditionsvereinen beheimatet (man müsste mal klären, ob der FCS auch zu dieser letzten Kategorie gehört).
VORBEREITUNG:
Im Test gegen Metz zeigte der FCS sich in aufstiegsreifer Verfassung, im 0:0 gegen Nancy vollbrachte die Mannschaft eine hervorragende Defensivleistung. Und in den Testspielen gegen kleiner Teams war eigentlich nur die Offensivabteilung gefordert und erledigte ihre Arbeit.
So weit, so gut.
Wären da nicht die kleinen Peinlichkeiten gegen Völklingen und Dudweiler gewesen. Nehmen wir mal die alte Weisheit und behaupten, dass die Vorbereitung nicht aussagekräftig wäre. So kann man hier doch ganz klar erkennen, dass hier scheinbar die Einstellung nicht stimmte. Gerade auf Vereine wie Völklingen oder Dudweiler könnte man im Saarlandpokal treffen.
Nun sind wir am entscheidenden Punkt angelangt.
DIE PROGNOSE:
Personell eine sehr starke Mannschaft, die jedoch nach dem Abstieg einen kleinen Umbruch hinter sich hat. Henke muss früh genug eine homogene Mannschaft formen, die sich spielerisch ergänzt und sich an der Spitze der Tabelle festsetzen kann.
Problematisch könnte die Überheblichkeit werden, welche in der Regionalliga feste FCS-Krankheit ist. So werden Gegner wie Ingolstadt, Pfullendorf oder Reservemannschaften nur allzu gerne auf die leichte Schulter genommen. Bevor es dem FCS wie der Eintracht aus Trier ergeht (wird es wohl nicht, aber nur mal zur Warnung), muss man sich auf den Hosenboden setzen und bei Null starten. Ohne Fleiß kein Preis.
Ich schätze zurzeit die Aufstiegsform des FCS bei 80 % ein, also doch ein klares Ja, dass diese Mannschaft den Aufstieg schaffen kann.
Aber wie heißt es noch so schön:
Hinterher ist man immer schlauer.
Ich wünsche dem FCS auf jeden Fall viel Glück und Erfolg!
Samstag, Juli 29, 2006
Musikalische (R)evolution
In spielfreien Phasen, vorzugsweise in der Sommerpause, ist bekanntlich die Auswahl der Themen rund um den FCS immer sehr rar. Also bedient man sich der Trickkiste und zaubert bestimmte Diskussionen aus dem Hut. Die Dauerbrenner unter diesen Diskussionen sind die Stadionfrage (ausschließlich 2. Liga) und die Musik im Ludwigspark.
Besonders beliebt ist hierbei die Frage des Stadionsprechers, der ausgewählten Musikstücke und vor allem die Musik beim Einlaufen. Da war es mal der "Triumphmarsch" aus Aida, nach einer Abstimmung von BAM gab es das sehr beliebte "Hells Bells" von AC/DC. Viele bemängelten die abgespeckte Version dieses Liedes, die der damalige Stadionradio-Partner Radio Salü aufbot. Am Ende der Saison folgte dann der Umstieg auf das weltbekannte "Vader Theme" aus Star Wars, welches allerdings ein gutes Omen im entscheidenden Spiel gegen Trier sein sollte. In der SR1/unserding-Ära wurde auf Initiative der Spieler (wenn man dem so glauben darf) der "Einmarsch der Gladiatoren" als Einlauf-Titel gewählt, was ein grandioser Griff ins Klo war.
Von Kampf war in besagter Saison nicht viel zu sehen.
Nun ist die Spielzeit 06/07 angebrochen und es findet, oh Wunder, wieder eine Abstimmung über ein Lied zum Einlaufen statt. Und als ob man es nicht geahnt hätte, liegt wieder "Hells Bells" klar in Führung. Wobei ich mich schon frage, wie man bei der Auswahl auf "Heimspiel" von Revolverheld und die FIFA-Hymne gekommen ist. Das alte Bergmannslied "Glück auf, der Steiger kommt" hat angesichts der saarländischen Vergangenheit absolute Berechtigung, in die engere Auswahl zu kommen.
Liebes FCS-Stadionradio,
macht es euch doch nicht unnötig schwer! Es gab vor einiger Zeit einmal eine Liste von vielen Titeln, die sich engagierte FCS-Fans gewünscht hatten. Besorgt euch doch einfach die nötigen CDs, um mal öfters diese Musik zu spielen! Ich weiß, dass ihr es in der Vergangenheit oft nicht einfach hattet und sowohl in Radio Salü-Zeiten (mit dem "Saarlandlauf" und den unsinnigen gelben Hochhaltetafeln) und der letztjährigen SR1/unserding-Partschaft nicht leicht und musstet oft herbe Kritik einstecken.
Es ist halt so, dass viele FCS-Fans die kultigen Stadionkracher von Leergut (allen voran "Wir kommen wieder") lieber hören, als z.B. "In der 2. Liga deutscher Meister" von Schaafa Sämpf, was wie der Gladiatorenmarsch letzte Saison überheblich und unpassend war.
Ich muss euch die Abstimmung zur Einlaufmusik, sowie eure angekündigte Abstimmung zur Tormusik hoch anrechnen und finde es auch schön und gut, dass ihr den Schritt in Richtung Fans macht. Nur warum nicht mal auf Altbewährtes zurückgreifen und ein paar Leergut-Songs spielen, oder die Liste von BAM reaktivieren?
(mit meinem Vorschlag nehme ich deutlich Abstand von allen Party-Ballermann-DJ-Ötzi-Drews-Schlagmichtot-Hits aus der Klemmschen Plattensammlung in früheren Zeiten)
Ich hab mich in den letzten beiden Jahren ehrlich gesagt ausdrücklich gefreut, wenn einmal "Entre dos tierras", irgendwas von Franz Ferdinand oder andere rockige Stücke im Programm vorkamen(ja, diese Momente unbeschreiblicher Freude gab es!).
Aber genauso niederschmetternd war die teils 15-minütigen Stücke, die sich wie Trance-House-08/15-Elektromusik anhörten. Genauso hab ich das Stadionradio verteufelt, wenn wieder einmal "Maniac" oder "Perfekte Welle" gespielt wurde. Ich weiß, dass ihr es NIE ALLEN recht machen könnt, jedoch wär es doch mal nett, eine geeignete Mischung zwischen Mainstream und der Musik, die die Fans hören wollen, zu finden.
Wie wäre es mal mit Musikwünschen vor den Heimspieltagen oder ähnlichem? Ich hoffe, dass ihr euch mal mehr zutraut. Denn ob die Abstimmung von engagierten Fans initiert wurde, oder von euch, darauf weiß ich leider nicht die Antwort.
euer Carsten
Da es in diesem Blog-Eintrag hauptsächlich um Musik geht, will ich natürlich auch ein paar Favoriten von mir nennen, um auf diesem Gebiet meine Meinung zu äußern.
Wie wäre es z.B. mit "Tubthumping" oder "Let me in"(Refrain) von den Beatsteaks als Tormusik? Würde auch "Zeit das sich was dreht" oder "54,74,90,2010" im Stadion nicht ablehnen, aber ein paar alte Leergut-Klassiker würden die Atmosphäre noch mehr aufwerten.
Trotzdem hört man privat ja nicht unbedingt nur Stadionmusik, habe in meiner Playlist eigentlich hauptsächlich Sachen von:
Franz Ferdinand, U2, Die Ärzte oder halt auch mal was wie Depeche Mode oder Rammstein dazwischen. Und um es versöhnlich ausklingen zu lassen ende ich mit einem altbekannten Spruch:
"Geschmackssache", sagte der Affe und biss in die Seife.
Links zum Blog-Eintrag:
-Abstimmung unter fc-saarbruecken.de und ludwigspark.de
-Die neue Seite von Leergut
-DIE Seite in Sachen Fußballmucke
Nachtrag 01.08.2006
Seit heute kann die Tormelodie auf der offiziellen FCS-Homepage gewählt werden. Und mal unter uns: Bis auf Song 2 von Blur und mit äußerster Vorsicht In the Shadows sind nur Songs vertreten, die sich genauso gut auf CDs befinden könnten, die Herry Klemm seinerzeit in der Sprecherkabine liegen hat lassen. Grade die "Hermes House Band" und "Right Said Fred" sind unglücklich gewählt.
Schade FCS-Stadionradio, das war leider nicht der richtige Weg (mal abgesehen von Song 2)!
Besonders beliebt ist hierbei die Frage des Stadionsprechers, der ausgewählten Musikstücke und vor allem die Musik beim Einlaufen. Da war es mal der "Triumphmarsch" aus Aida, nach einer Abstimmung von BAM gab es das sehr beliebte "Hells Bells" von AC/DC. Viele bemängelten die abgespeckte Version dieses Liedes, die der damalige Stadionradio-Partner Radio Salü aufbot. Am Ende der Saison folgte dann der Umstieg auf das weltbekannte "Vader Theme" aus Star Wars, welches allerdings ein gutes Omen im entscheidenden Spiel gegen Trier sein sollte. In der SR1/unserding-Ära wurde auf Initiative der Spieler (wenn man dem so glauben darf) der "Einmarsch der Gladiatoren" als Einlauf-Titel gewählt, was ein grandioser Griff ins Klo war.
Von Kampf war in besagter Saison nicht viel zu sehen.
Nun ist die Spielzeit 06/07 angebrochen und es findet, oh Wunder, wieder eine Abstimmung über ein Lied zum Einlaufen statt. Und als ob man es nicht geahnt hätte, liegt wieder "Hells Bells" klar in Führung. Wobei ich mich schon frage, wie man bei der Auswahl auf "Heimspiel" von Revolverheld und die FIFA-Hymne gekommen ist. Das alte Bergmannslied "Glück auf, der Steiger kommt" hat angesichts der saarländischen Vergangenheit absolute Berechtigung, in die engere Auswahl zu kommen.
Liebes FCS-Stadionradio,
macht es euch doch nicht unnötig schwer! Es gab vor einiger Zeit einmal eine Liste von vielen Titeln, die sich engagierte FCS-Fans gewünscht hatten. Besorgt euch doch einfach die nötigen CDs, um mal öfters diese Musik zu spielen! Ich weiß, dass ihr es in der Vergangenheit oft nicht einfach hattet und sowohl in Radio Salü-Zeiten (mit dem "Saarlandlauf" und den unsinnigen gelben Hochhaltetafeln) und der letztjährigen SR1/unserding-Partschaft nicht leicht und musstet oft herbe Kritik einstecken.
Es ist halt so, dass viele FCS-Fans die kultigen Stadionkracher von Leergut (allen voran "Wir kommen wieder") lieber hören, als z.B. "In der 2. Liga deutscher Meister" von Schaafa Sämpf, was wie der Gladiatorenmarsch letzte Saison überheblich und unpassend war.
Ich muss euch die Abstimmung zur Einlaufmusik, sowie eure angekündigte Abstimmung zur Tormusik hoch anrechnen und finde es auch schön und gut, dass ihr den Schritt in Richtung Fans macht. Nur warum nicht mal auf Altbewährtes zurückgreifen und ein paar Leergut-Songs spielen, oder die Liste von BAM reaktivieren?
(mit meinem Vorschlag nehme ich deutlich Abstand von allen Party-Ballermann-DJ-Ötzi-Drews-Schlagmichtot-Hits aus der Klemmschen Plattensammlung in früheren Zeiten)
Ich hab mich in den letzten beiden Jahren ehrlich gesagt ausdrücklich gefreut, wenn einmal "Entre dos tierras", irgendwas von Franz Ferdinand oder andere rockige Stücke im Programm vorkamen(ja, diese Momente unbeschreiblicher Freude gab es!).
Aber genauso niederschmetternd war die teils 15-minütigen Stücke, die sich wie Trance-House-08/15-Elektromusik anhörten. Genauso hab ich das Stadionradio verteufelt, wenn wieder einmal "Maniac" oder "Perfekte Welle" gespielt wurde. Ich weiß, dass ihr es NIE ALLEN recht machen könnt, jedoch wär es doch mal nett, eine geeignete Mischung zwischen Mainstream und der Musik, die die Fans hören wollen, zu finden.
Wie wäre es mal mit Musikwünschen vor den Heimspieltagen oder ähnlichem? Ich hoffe, dass ihr euch mal mehr zutraut. Denn ob die Abstimmung von engagierten Fans initiert wurde, oder von euch, darauf weiß ich leider nicht die Antwort.
euer Carsten
Da es in diesem Blog-Eintrag hauptsächlich um Musik geht, will ich natürlich auch ein paar Favoriten von mir nennen, um auf diesem Gebiet meine Meinung zu äußern.
Wie wäre es z.B. mit "Tubthumping" oder "Let me in"(Refrain) von den Beatsteaks als Tormusik? Würde auch "Zeit das sich was dreht" oder "54,74,90,2010" im Stadion nicht ablehnen, aber ein paar alte Leergut-Klassiker würden die Atmosphäre noch mehr aufwerten.
Trotzdem hört man privat ja nicht unbedingt nur Stadionmusik, habe in meiner Playlist eigentlich hauptsächlich Sachen von:
Franz Ferdinand, U2, Die Ärzte oder halt auch mal was wie Depeche Mode oder Rammstein dazwischen. Und um es versöhnlich ausklingen zu lassen ende ich mit einem altbekannten Spruch:
"Geschmackssache", sagte der Affe und biss in die Seife.
Links zum Blog-Eintrag:
-Abstimmung unter fc-saarbruecken.de und ludwigspark.de
-Die neue Seite von Leergut
-DIE Seite in Sachen Fußballmucke
Nachtrag 01.08.2006
Seit heute kann die Tormelodie auf der offiziellen FCS-Homepage gewählt werden. Und mal unter uns: Bis auf Song 2 von Blur und mit äußerster Vorsicht In the Shadows sind nur Songs vertreten, die sich genauso gut auf CDs befinden könnten, die Herry Klemm seinerzeit in der Sprecherkabine liegen hat lassen. Grade die "Hermes House Band" und "Right Said Fred" sind unglücklich gewählt.
Schade FCS-Stadionradio, das war leider nicht der richtige Weg (mal abgesehen von Song 2)!
Dienstag, Juli 25, 2006
Rückennummernsymbolik
Ex-Trainer gegen Präsident. Ein Rechtsstreit, der zurzeit die Medien im FCS-Umfeld beherrscht und das alljährliche Sommerloch zu verstopfen vermag. Und ich muss ehrlich zugeben: Das ist nichts neues! Hier werden alte Meinungsverschiedenheiten wieder zum Thema gemacht und wichtigere Dinge (Saisonvorbereitung, Transfers) in den Hintergrund gerückt.
Konsequenterweise werde ich mich also heute mit einer abstrakten Sache befassen, die im Fußball schon lange eine feste Größe ist, jedoch auch als alltäglich hingenommen wird: Die Rückennummer!
Bei der diesjährigen Vergabe der Rückennummer fällt sofort ins Auge, dass Hadji von der angestammten Nummer 13 zur 10, der prestigeträchtigsten Nummer wechselt. Nun gut, die Nummer die schon Leuten wie Maradonna, Zidane oder Platini gut zu Gesicht gestanden hat, mag eine Anziehungskraft sondergleichen verursachen, jedoch wird Hadji damit auch Nachfolger der letzten Träger dieser Nummer, die da wären:
Michael Oelkuch, Almir Delic, Faysal El Idrissi
Hoffen wir, dass Hadji seinem Trikot einen neuen Geist verleiht, der möglichst wenig mit dem der vorherigen Rumpelfüßler gemeinsam hat.
Wenn wir schon grade bei den Nummern von 1-11 sind, ist es interessant, dass bei ihrer Einführung im Fußball, diese Nummern für bestimmte Positionen festgelegt waren. Dass der Torwart immer noch die 1 trägt steht außer Frage, aber dass die 6 früher dem "Linken Läufer" vorbehalten ist, wäre heutzutage etwas seltsam. Vor allem wäre es seltsam, wenn man wieder mit 5 Angreifern, 3 Läufern und 2 Verteidigern spielen würde.
Würde man nach dieser Einteilung gehen, würde beim FCS mit der Nummer 2(die hatte zuletzt Mahouvé, der auf die 4 umsteigt) ein rechter Verteidiger fehlen. Der trägt bei uns aber die 18 und heißt Halet. Für diese Nummer war übrigens immer Jürgen Klinsmann bekannt, ein waschechter Angreifer. Nimmt man auch streng genommen die Quersumme aus 18, ist das die 9, die klassische Nummer des Mittelstürmers (einen ähnlichen Psychotrick wandte Iván Zamorano bei Inter Mailand an, als er zugunsten Ronaldos seine 9 gegen eine 18 tauschen musste. Hier half ein aufgeklebtes Pluszeichen).
Träger der 9 ist seit dieser Saison Taifur Diane (Vorher mit 36, auch hier die Quersumme "9"), der also als Mittelstürmer gefordert wird, auch wenn er grade verletzt ist. In den vorherigen Jahren hatte die 9 mit Nsaliwa ein Spieler für die Abwehr und den rechten Flügel inne. Der neue Stürmer Maghir Saglik erbt die Nummer 22 von Chadlj Amri, welcher mit dieser Nummer spielerische Achtungserfolge erzielte. Es wird wohl ein schweres Erbe.
Auch die Nummer 1, auf der in Saarbrücken seit einigen Jahren ein eigenwilliger Fluch lastet, schien bis zuletzt unbesetzt, würde nicht Neuzugang Envar Marina als 3. Torwart in den sauren Apfel beißen. Klar wird er wohl die 1 tragen, vorzugsweise aber in der Oberliga. Der Torwart Nr. 1 trägt nämlich die verkannte Nummer 12, in machen Vereinen schon marketingtechnisch für den 12. Mann aussortiert...ähem...reserviert. Dass Peter Eich bisher jeden die sich vor ihn drängeln wollten, abblitzen ließ, scheint hier eine versteckte Botschaft zu sein.
Neuzugang Lintjens trägt übrigens die Nummer 7, welche sowohl von Zauberern wie Raúl und Scholl, als auch wie den kernigen Typen Cantona und George Best, geschätzt wurde. Eine Nummer mit hohem Ansehen und auch unverkennbarem Kultfaktor hat er da, unser Sven. Auch er hatte bekanntlich seine Probleme bei seiner letzten Station in Siegen.
Wenn ich mir jetzt meinen Text ansehe, hab ich jetzt das Sommerloch ordentlich mit unnützen, jedoch interessanten Fakten gefüttert. Und vielleicht merkt die Presse irgendwann, dass es auch noch Fußball gibt.
In diesem Sinne
euer Carsten
Anmerkung:
Zu folgendem Beitrag gibt es einige Literaturquellen:
Fußball Unser, 2005, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG / BIBLIOTHEK
(Hrsg. v. Eduard Augustin, Philip von Keisenberg u. Christian Zaschke)
Lattenschuss, 2006, ULLSTEIN TB
(Christian Ewers)
Saaramateur, Ausgabe vom 25.7.2006
Nachtrag 31.07.2006 22:25 Uhr
Laut der offiziellen FCS-Homepage geht Enver Marina nun doch dem Fluch der Nr. 1 aus dem Weg und wählt die 21, die zuletzt Demai trug. Mal sehen, ob auch Saglik bei der 22 bleibt. Ob sich der Saaramateur hier auch getäuscht hat?
Konsequenterweise werde ich mich also heute mit einer abstrakten Sache befassen, die im Fußball schon lange eine feste Größe ist, jedoch auch als alltäglich hingenommen wird: Die Rückennummer!
Bei der diesjährigen Vergabe der Rückennummer fällt sofort ins Auge, dass Hadji von der angestammten Nummer 13 zur 10, der prestigeträchtigsten Nummer wechselt. Nun gut, die Nummer die schon Leuten wie Maradonna, Zidane oder Platini gut zu Gesicht gestanden hat, mag eine Anziehungskraft sondergleichen verursachen, jedoch wird Hadji damit auch Nachfolger der letzten Träger dieser Nummer, die da wären:
Michael Oelkuch, Almir Delic, Faysal El Idrissi
Hoffen wir, dass Hadji seinem Trikot einen neuen Geist verleiht, der möglichst wenig mit dem der vorherigen Rumpelfüßler gemeinsam hat.
Wenn wir schon grade bei den Nummern von 1-11 sind, ist es interessant, dass bei ihrer Einführung im Fußball, diese Nummern für bestimmte Positionen festgelegt waren. Dass der Torwart immer noch die 1 trägt steht außer Frage, aber dass die 6 früher dem "Linken Läufer" vorbehalten ist, wäre heutzutage etwas seltsam. Vor allem wäre es seltsam, wenn man wieder mit 5 Angreifern, 3 Läufern und 2 Verteidigern spielen würde.
Würde man nach dieser Einteilung gehen, würde beim FCS mit der Nummer 2(die hatte zuletzt Mahouvé, der auf die 4 umsteigt) ein rechter Verteidiger fehlen. Der trägt bei uns aber die 18 und heißt Halet. Für diese Nummer war übrigens immer Jürgen Klinsmann bekannt, ein waschechter Angreifer. Nimmt man auch streng genommen die Quersumme aus 18, ist das die 9, die klassische Nummer des Mittelstürmers (einen ähnlichen Psychotrick wandte Iván Zamorano bei Inter Mailand an, als er zugunsten Ronaldos seine 9 gegen eine 18 tauschen musste. Hier half ein aufgeklebtes Pluszeichen).
Träger der 9 ist seit dieser Saison Taifur Diane (Vorher mit 36, auch hier die Quersumme "9"), der also als Mittelstürmer gefordert wird, auch wenn er grade verletzt ist. In den vorherigen Jahren hatte die 9 mit Nsaliwa ein Spieler für die Abwehr und den rechten Flügel inne. Der neue Stürmer Maghir Saglik erbt die Nummer 22 von Chadlj Amri, welcher mit dieser Nummer spielerische Achtungserfolge erzielte. Es wird wohl ein schweres Erbe.
Auch die Nummer 1, auf der in Saarbrücken seit einigen Jahren ein eigenwilliger Fluch lastet, schien bis zuletzt unbesetzt, würde nicht Neuzugang Envar Marina als 3. Torwart in den sauren Apfel beißen. Klar wird er wohl die 1 tragen, vorzugsweise aber in der Oberliga. Der Torwart Nr. 1 trägt nämlich die verkannte Nummer 12, in machen Vereinen schon marketingtechnisch für den 12. Mann aussortiert...ähem...reserviert. Dass Peter Eich bisher jeden die sich vor ihn drängeln wollten, abblitzen ließ, scheint hier eine versteckte Botschaft zu sein.
Neuzugang Lintjens trägt übrigens die Nummer 7, welche sowohl von Zauberern wie Raúl und Scholl, als auch wie den kernigen Typen Cantona und George Best, geschätzt wurde. Eine Nummer mit hohem Ansehen und auch unverkennbarem Kultfaktor hat er da, unser Sven. Auch er hatte bekanntlich seine Probleme bei seiner letzten Station in Siegen.
Wenn ich mir jetzt meinen Text ansehe, hab ich jetzt das Sommerloch ordentlich mit unnützen, jedoch interessanten Fakten gefüttert. Und vielleicht merkt die Presse irgendwann, dass es auch noch Fußball gibt.
In diesem Sinne
euer Carsten
Anmerkung:
Zu folgendem Beitrag gibt es einige Literaturquellen:
Fußball Unser, 2005, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG / BIBLIOTHEK
(Hrsg. v. Eduard Augustin, Philip von Keisenberg u. Christian Zaschke)
Lattenschuss, 2006, ULLSTEIN TB
(Christian Ewers)
Saaramateur, Ausgabe vom 25.7.2006
Nachtrag 31.07.2006 22:25 Uhr
Laut der offiziellen FCS-Homepage geht Enver Marina nun doch dem Fluch der Nr. 1 aus dem Weg und wählt die 21, die zuletzt Demai trug. Mal sehen, ob auch Saglik bei der 22 bleibt. Ob sich der Saaramateur hier auch getäuscht hat?
Mittwoch, Juli 19, 2006
2-Fragen-Interview: Michael Henke
Heute mal ein paar knappe Worte zu diesem kurzen und seltsamen Video:
Entstanden ist dieses Kurzinterview auf dem neuen Rasenplatz in Schwemmlingen nach dem Testspiel gegen eine Stadtauswahl.
Ich wollte ja schon lange ein Video für den FCS-Blog drehen und dieses seltsame Dokument war das Ergebnis. Zwei Fragen, die einen (mehr oder minder) beschäftigen und zwei Antworten, den Spektren "erwartete Antwort" und "undurchsichtige Antwort" zugeordnet werden kann. Aber seht selbst.
Heute mal ein paar knappe Worte zu diesem kurzen und seltsamen Video:
Entstanden ist dieses Kurzinterview auf dem neuen Rasenplatz in Schwemmlingen nach dem Testspiel gegen eine Stadtauswahl.
Ich wollte ja schon lange ein Video für den FCS-Blog drehen und dieses seltsame Dokument war das Ergebnis. Zwei Fragen, die einen (mehr oder minder) beschäftigen und zwei Antworten, den Spektren "erwartete Antwort" und "undurchsichtige Antwort" zugeordnet werden kann. Aber seht selbst.
Dienstag, Juli 18, 2006
Alte und neue Gesichter
Heute dreht sich alles um das Testspiel FCS vs. FC Metz in Burbach, welches letzten Samstag mit 3:2 zugunsten Saarbrücken ausging.
Erst ein paar Worte zum Titel, denn der wird wohl einige Leser verwirren. In Burbach konnte man wirklich einige alte und neue Gesichter bestaunen. Zu den neuen gehörte Mahir Saglik, der nach einem Österreich-Intermezzo nach Deutschland zurückkehrt.
Und siehe da: ein Stürmer! Der Superstürmer von Saarbrücken ist Mahir Saglik!!! JAAAAAA! ENDLICH!
Und das sagt die Jury: „Ein junger Spieler, der dorthin geht, wo es weh tut. Für ihn hat gesprochen, dass er über Regionalligaerfahrung verfügt und auch regelmäßig getroffen hat." (Zitat Henke)
Trotzdem wird weiterhin ein kopfballstarker Stürmer gesucht. Dieser wird wohl hervorragend mit unserem nichtvorhandenen Flankengott harmonieren. Oder ist diese merkwürdige Suche nach einem Kopfballstürmer ein Zeichen für die Rückkehr von Gunter Thiebaut? Der FCS ist doch noch für Überraschungen gut.
Ein altes Gesicht befand sich unter den Metzer Testspielern. Nein, nicht Hotelhallenbrecher Kampa, sondern Faysal El Idrissi, der an diesem Tag ganz in weiß, der Farbe der Unschuld, spielen sollte. Dieser bewies auch, dass er nichts von seinem Können verlernt hatte. Oder um zu präzisieren: Standarts so schlecht wie in seinen letzten FCS-Spielen, Flugeinlagen in ihrer Quantität und Qualität unverändert.
Das Kommen hatte sich schonmal gelohnt.
Nach einem Abstecher an den mobilen FC Metz Shop (Schal für 2 €) und einem Rundgang im Stadion mit meinem neuen T-shirt (Aufschrift vorne: Der kritische Begleiter des FCS; hinten: www.fcsblog.de) stellte ich mich hinter das Gehäuse des FC Metz und durfte sogleich den Volleyschuss von Stephan Kling bewundern. Ein Treffer, den ich Kling nicht unbedingt zugetraut hätte. Hoffen wir mal, dass es dieses Jahr auch kein Verletzungspech für das Ex-Bayerntalent gibt.

Nach 90 Minuten Erstligaabsteiger gegen Neudrittligist stand es 3:2 für unseren FCS und Faysal El Idrissi konnte gedemütigt die Heimreise antreten. Der FCS hingegen deckt mit diesem Achtungserfolg den Mantel des Schweigens über das peinliche 1:1-Unentschieden gegen Röchling Völklingen. Bester Spieler war Kling, Jäger gewohnt unverzichtbar im Sturm, Haastrup mit einigen guten "Ich-hau-den-Ball-bis-in-die-Saar"-Befreiungsaktionen und Mustapha Hadji mit einer kleinen, unschönen Verletzung.
Nun war freie Bahn für zig FCS-Fans, die den Platz stürmten, um Autogramme ihrer Helden zu ergattern (Peter Eich hatte hier die Niete gezogen und dürfte wohl Autogramme im vierstelligen Bereich geschrieben haben). Ich suchte mir dieses mal den Mann aus, der zu unserem Aufstiegsgarant wird. Versprochen.

Hauptsache die Vorbereitung ist da und die Saison 06/07 nicht mehr fern.
Erst ein paar Worte zum Titel, denn der wird wohl einige Leser verwirren. In Burbach konnte man wirklich einige alte und neue Gesichter bestaunen. Zu den neuen gehörte Mahir Saglik, der nach einem Österreich-Intermezzo nach Deutschland zurückkehrt.
Und siehe da: ein Stürmer! Der Superstürmer von Saarbrücken ist Mahir Saglik!!! JAAAAAA! ENDLICH!
Und das sagt die Jury: „Ein junger Spieler, der dorthin geht, wo es weh tut. Für ihn hat gesprochen, dass er über Regionalligaerfahrung verfügt und auch regelmäßig getroffen hat." (Zitat Henke)
Trotzdem wird weiterhin ein kopfballstarker Stürmer gesucht. Dieser wird wohl hervorragend mit unserem nichtvorhandenen Flankengott harmonieren. Oder ist diese merkwürdige Suche nach einem Kopfballstürmer ein Zeichen für die Rückkehr von Gunter Thiebaut? Der FCS ist doch noch für Überraschungen gut.
Ein altes Gesicht befand sich unter den Metzer Testspielern. Nein, nicht Hotelhallenbrecher Kampa, sondern Faysal El Idrissi, der an diesem Tag ganz in weiß, der Farbe der Unschuld, spielen sollte. Dieser bewies auch, dass er nichts von seinem Können verlernt hatte. Oder um zu präzisieren: Standarts so schlecht wie in seinen letzten FCS-Spielen, Flugeinlagen in ihrer Quantität und Qualität unverändert.
Das Kommen hatte sich schonmal gelohnt.
Nach einem Abstecher an den mobilen FC Metz Shop (Schal für 2 €) und einem Rundgang im Stadion mit meinem neuen T-shirt (Aufschrift vorne: Der kritische Begleiter des FCS; hinten: www.fcsblog.de) stellte ich mich hinter das Gehäuse des FC Metz und durfte sogleich den Volleyschuss von Stephan Kling bewundern. Ein Treffer, den ich Kling nicht unbedingt zugetraut hätte. Hoffen wir mal, dass es dieses Jahr auch kein Verletzungspech für das Ex-Bayerntalent gibt.
Nach 90 Minuten Erstligaabsteiger gegen Neudrittligist stand es 3:2 für unseren FCS und Faysal El Idrissi konnte gedemütigt die Heimreise antreten. Der FCS hingegen deckt mit diesem Achtungserfolg den Mantel des Schweigens über das peinliche 1:1-Unentschieden gegen Röchling Völklingen. Bester Spieler war Kling, Jäger gewohnt unverzichtbar im Sturm, Haastrup mit einigen guten "Ich-hau-den-Ball-bis-in-die-Saar"-Befreiungsaktionen und Mustapha Hadji mit einer kleinen, unschönen Verletzung.
Nun war freie Bahn für zig FCS-Fans, die den Platz stürmten, um Autogramme ihrer Helden zu ergattern (Peter Eich hatte hier die Niete gezogen und dürfte wohl Autogramme im vierstelligen Bereich geschrieben haben). Ich suchte mir dieses mal den Mann aus, der zu unserem Aufstiegsgarant wird. Versprochen.
Hauptsache die Vorbereitung ist da und die Saison 06/07 nicht mehr fern.
Donnerstag, Juli 13, 2006
SBSDSS (Staffel 2006/2007)
Herzlich Willkommen zu einer weiteren Ausgabe von
SAARBRÜCKEN sucht den SUPERSTÜRMER
der alljährlichen Castingshow des FCS. Wer wird diese Saison die Nachfolge von Henrich Bencik und Chadlj Amri antreten?
Das Prinzip der Sendung:
Jedes Jahr wird unter hunderten Männern der Altersgruppe der 18- bis 45-Jährigen derjenige gesucht, der die verantwortungsvolle Aufgabe eines Stürmers beim saarländischen Spitzenklub 1. FC Saarbrücken übernehmen darf. Der Gewinner des Castings erhält einen hochdotierten Vertrag samt blau-schwarzen Trikot.
Die Jury:
Die Jury besteht aus angesehenen Experten aus der Fußballwelt, der sportlichen Leitung des FCS. Wo früher die Juroren Ehrmantraut und Bommer die Qual der Wahl hatten, darf nun Michael Henke Stürmertalente erkennen. Ünterstützt wird er dabei einerseits von seinen Assistenten Kaminski und Rauscher, andererseits darf er auch das FCS-Präsidium zu Rate ziehen (auch per Telefon-Joker).
Die Kandidaten:
Die besten Karten bei SBSDSS hat, wer schon sichtbare Erfahrung oder Erfolge vorweisen kann (und sei es nur ein DFB-Pokalviertelfinale als Ersatzspieler eines Zweitligisten). Generell sind Spieler im Alter von 28-38 immer willkommen, Jungtalente hingegen haben es schwer, sich in der saarländischen Landeshauptstadt zu beweisen. Ein großer Vorteil kann Auslandserfahrung sein (2. schottische Liga, Zypern oder auch Österreich) und vor allem französische Spieler haben in Saarbrücken immer die Chance, etwas aus ihren Talent zu machen (auch wenn es mal daneben geht).
Die Bewerbung:
Geht meist über den Spielerberater bzw. persönlich an den Verein oder auch per Videoband. Einige Spieler werden auch von der sportlichen Leitung selbst ausgesucht. Mit Glück darf man an einem Probetraining teilnehmen und gegen achtbare Gegner wie die Dreiländereckauswahl, Kleinblittersdorf oder Niederwürzbach sein Können vor Horden von Fans zeigen und dabei die Jury überzeugen.
Die Ruhmeshalle:
Der FCS sehnt sich zurück nach Spielern wie Sambo Choji oder Tamas Koltai, die als Superstürmer ihr Talent unter Beweis stellen konnten. Für ersteren war Saarbrücken das Sprungbrett, das ihm eine große Karriere bescherte. Auch sind Spieler wie Henrich Bencik oder Yilmaz Örtülü unvergessen, die mit ihrem waghalsigen Offensivspiel die Massen im weiten Rund des Ludwigsparks in Extase versezten.
Also nichts wie hin zum FCS, ihr Ganeas und Göktans da draußen! Auch wenn ihr beim letzten Mal weniger Glück hattet: Es gibt einen Verein, der braucht EUCH!
SAARBRÜCKEN sucht den SUPERSTÜRMER
der alljährlichen Castingshow des FCS. Wer wird diese Saison die Nachfolge von Henrich Bencik und Chadlj Amri antreten?
Das Prinzip der Sendung:
Jedes Jahr wird unter hunderten Männern der Altersgruppe der 18- bis 45-Jährigen derjenige gesucht, der die verantwortungsvolle Aufgabe eines Stürmers beim saarländischen Spitzenklub 1. FC Saarbrücken übernehmen darf. Der Gewinner des Castings erhält einen hochdotierten Vertrag samt blau-schwarzen Trikot.
Die Jury:
Die Jury besteht aus angesehenen Experten aus der Fußballwelt, der sportlichen Leitung des FCS. Wo früher die Juroren Ehrmantraut und Bommer die Qual der Wahl hatten, darf nun Michael Henke Stürmertalente erkennen. Ünterstützt wird er dabei einerseits von seinen Assistenten Kaminski und Rauscher, andererseits darf er auch das FCS-Präsidium zu Rate ziehen (auch per Telefon-Joker).
Die Kandidaten:
Die besten Karten bei SBSDSS hat, wer schon sichtbare Erfahrung oder Erfolge vorweisen kann (und sei es nur ein DFB-Pokalviertelfinale als Ersatzspieler eines Zweitligisten). Generell sind Spieler im Alter von 28-38 immer willkommen, Jungtalente hingegen haben es schwer, sich in der saarländischen Landeshauptstadt zu beweisen. Ein großer Vorteil kann Auslandserfahrung sein (2. schottische Liga, Zypern oder auch Österreich) und vor allem französische Spieler haben in Saarbrücken immer die Chance, etwas aus ihren Talent zu machen (auch wenn es mal daneben geht).
Die Bewerbung:
Geht meist über den Spielerberater bzw. persönlich an den Verein oder auch per Videoband. Einige Spieler werden auch von der sportlichen Leitung selbst ausgesucht. Mit Glück darf man an einem Probetraining teilnehmen und gegen achtbare Gegner wie die Dreiländereckauswahl, Kleinblittersdorf oder Niederwürzbach sein Können vor Horden von Fans zeigen und dabei die Jury überzeugen.
Die Ruhmeshalle:
Der FCS sehnt sich zurück nach Spielern wie Sambo Choji oder Tamas Koltai, die als Superstürmer ihr Talent unter Beweis stellen konnten. Für ersteren war Saarbrücken das Sprungbrett, das ihm eine große Karriere bescherte. Auch sind Spieler wie Henrich Bencik oder Yilmaz Örtülü unvergessen, die mit ihrem waghalsigen Offensivspiel die Massen im weiten Rund des Ludwigsparks in Extase versezten.
Also nichts wie hin zum FCS, ihr Ganeas und Göktans da draußen! Auch wenn ihr beim letzten Mal weniger Glück hattet: Es gibt einen Verein, der braucht EUCH!
Sonntag, Juli 09, 2006
Henke calling
*ring ring*
*Jemand geht ans Telefon*
Bobic
-Hallo Fredi, hier Michael, kennst mich vielleicht noch als Co vom Otti. Lust es nochmal in Saarbrücken zu probieren?
Och nee, du. Ich schreib grad lieber Kolummnen für Zeitungen und so weiter. Frag doch mal den Giovane.
-Hm, Schade. Aber danke für den Tipp, werde ihn auch mal anrufen. Tschüß!Ciao!
Der magische 1. Juli 2006 ist verstrichen und Michael Henke offiziell neuer Übungsleiter in Saarbrücken. Und wie es sich für einen neuen Trainer, der frischen Wind in den Laden bringt, gehört, werden die ersten Neuverpflichtungen getätigt.
Zuerst waren die Co-Trainer an der Reihe. In diesem Bereich gewann Henke seinen ehemaligen Mitarbeiter in Kaiserslautern, Manfred Rauscher, und Alfred Kaminski. Nun sind "Alf und Manni" das Gegenmodell zu Hoffenheims Rangnick und Klinsis Hockeytrainer(wie heißt dieser Mann überhaupt?). Jedenfalls soll der Trainerstab "einen fließenden Übergang von der Oberliga- zur Regionalliga-Mannschaft zu gewährleisten" (Zitat Henke). Das Teamgeist à la Klinsmann groß geschrieben wird bewies die gemeinsame Mountain-Bike- und Bergtour im Trainingslager.
Nur hätte wenigstens ein klein wenig Fußball trainiert werden können. Mehr verlangt man als Fan seiner Mannschaft doch nicht! Aber muss denn ein 1:1 gegen Völklingen sein? Gut, selbst Klinsi musste medialer Kritik trotzen, als er ein Desaster in Florenz erlebte(wir erinnern uns), aber das hier?
Da kann nur eins helfen: Henkes Telefon!
Schnell die Stars von früher(das war zu der Zeit, als Daum noch in Leverkusen Trainer und Mehmet scholl erst jugendliche Anfang 30 war) anrufen und fragen, ob man Lust hat, der "alten Truppe" zu helfen. Dieses Konzept wurde schon in den "Blues Brothers"-Filmen behandelt.
Wer kommt da überhaupt in Frage? Nach Bobic und Elber würden Namen wie Effenberg, Paolo Sergio, Wiesinger oder Jancker(ja, ich weiß, dass er nach China gewechselt ist) passen. Oder wie wäre es mit anderen Größen wie dem ewigen Talent Göktan oder Altstar Nerlinger. Oder vielleicht jemand ganz anderes?
Wir dürfen gespannt sein, was uns diese Vorbereitung noch bringt. Bis jetzt war sie ja recht unterhaltsam.
*Jemand geht ans Telefon*
Bobic
-Hallo Fredi, hier Michael, kennst mich vielleicht noch als Co vom Otti. Lust es nochmal in Saarbrücken zu probieren?
Och nee, du. Ich schreib grad lieber Kolummnen für Zeitungen und so weiter. Frag doch mal den Giovane.
-Hm, Schade. Aber danke für den Tipp, werde ihn auch mal anrufen. Tschüß!Ciao!
Der magische 1. Juli 2006 ist verstrichen und Michael Henke offiziell neuer Übungsleiter in Saarbrücken. Und wie es sich für einen neuen Trainer, der frischen Wind in den Laden bringt, gehört, werden die ersten Neuverpflichtungen getätigt.
Zuerst waren die Co-Trainer an der Reihe. In diesem Bereich gewann Henke seinen ehemaligen Mitarbeiter in Kaiserslautern, Manfred Rauscher, und Alfred Kaminski. Nun sind "Alf und Manni" das Gegenmodell zu Hoffenheims Rangnick und Klinsis Hockeytrainer(wie heißt dieser Mann überhaupt?). Jedenfalls soll der Trainerstab "einen fließenden Übergang von der Oberliga- zur Regionalliga-Mannschaft zu gewährleisten" (Zitat Henke). Das Teamgeist à la Klinsmann groß geschrieben wird bewies die gemeinsame Mountain-Bike- und Bergtour im Trainingslager.
Nur hätte wenigstens ein klein wenig Fußball trainiert werden können. Mehr verlangt man als Fan seiner Mannschaft doch nicht! Aber muss denn ein 1:1 gegen Völklingen sein? Gut, selbst Klinsi musste medialer Kritik trotzen, als er ein Desaster in Florenz erlebte(wir erinnern uns), aber das hier?
Da kann nur eins helfen: Henkes Telefon!
Schnell die Stars von früher(das war zu der Zeit, als Daum noch in Leverkusen Trainer und Mehmet scholl erst jugendliche Anfang 30 war) anrufen und fragen, ob man Lust hat, der "alten Truppe" zu helfen. Dieses Konzept wurde schon in den "Blues Brothers"-Filmen behandelt.
Wer kommt da überhaupt in Frage? Nach Bobic und Elber würden Namen wie Effenberg, Paolo Sergio, Wiesinger oder Jancker(ja, ich weiß, dass er nach China gewechselt ist) passen. Oder wie wäre es mit anderen Größen wie dem ewigen Talent Göktan oder Altstar Nerlinger. Oder vielleicht jemand ganz anderes?
Wir dürfen gespannt sein, was uns diese Vorbereitung noch bringt. Bis jetzt war sie ja recht unterhaltsam.
Mittwoch, Juli 05, 2006
WM-Einwurf: Geschichte wiederholt sich (nicht nur beim FCS)
Nach zwei absoluten Klassikern der FCS-Flops muss ich wieder ein paar Worte über die Fußball-Weltmeisterschaft verlieren. Die deutsche Mannschaft ist ja bekanntlich gestern abend mit 0:2 n.V. ausgeschieden und darf nun nicht nach Berlin, sondern nur nach Stuttgart fahren.
Dass unsere Elf bis ins Halbfinale kommt, hätten wohl vor der WM nur die hartnäckigsten Optimisten geglaubt, aber nun war das konsequenterweise nicht als Höhepunkt, sondern als Zwischenstation gedacht. Doch das wurde von Italien vereitelt, die sich nun im Finale gegen Portugal oder Frankreich durchsetzen müssen. Umso bitterer wird die Niederlage eigentlich, wenn man den Gegner genauer unter die Lupe nimmt.
Italien, das ist eine Mannschaft, die zuletzt 1982 die Weltmeisterschaft gewonnen hat. Auch damals war der letzte große Bestechungsskandal nicht lange her. 2006 betrifft es Florenz, Lazio Rom, den AC Milan und Juventus Turin, also maßgeblich die Vereine, die den Stamm der Nationalelf stellen. Zurzeit läuft ein Prozess gegen diese Vereine, es wird erwartet, dass das Urteil Zwangsabstieg lautet.
Darüber hinaus sind die Italiener während des Turniers nicht mit "schönem" Fußball aufgefallen, die Spiele waren für den Betrachter meistens grauenvoll anzusehen und versprachen wenige Aktionen in der Offensive.
Gegen eine Elf aus Absteigern, denen die Bedeutung des Fußballs verloren gegangen ist, zu verlieren ist eigentlich unverdient, jedoch offenbarte die deutsche Mannschaft auch ungewohnte Schwächen. In einigen Szenen spürte man eine Unreife, eine Nervosität in der Mannschaft von Klinsmann, welche in den vorherigen Spielen nicht vorhanden war. So wurden nur wenige richtig gute Chancen herausgespielt (warscheinlich immer noch mehr als die der Italiener). Hinzu kommt eine indiskutable und unverständliche Schiedsrichterleistung.
Alles in allem bitter, jedoch verdient. Aber um mal auf den Titel zurückzukommen:
Geschichte wiederholt sich (nicht nur beim FCS)
Ich habe nämlich eine neue Theorie zum nächsten WM-Titel Deutschlands.
1954 Weltmeister; 1958 u. 1962 kein Finale; 1966 Finale verloren; 1970 Halbfinale gegen Italien verloren; 1974 Weltmeister
insgesamt 20 Jahre Abstand
1990 Weltmeister; 1994 u. 1998 kein Finale; 2002 Finale verloren; 2006 Halbfinale gegen Italien verloren; 2010 ???
wieder 20 Jahre Abstand
(obwohl dann nach einer ähnlichen Rechnung der FCS 2008 auf- und 2010 wieder absteigen müsste)
Trotzdem geht die WM 2006 für mich erstmal weiter, nun halte ich denen bei, die immer meinem ewigen Favoriten bei: Frankreich!
Alleine schon wegen meinen Lieblingsspielern Henry, Barthez, Coupet, Landreau (ja, alle Torhüter!) und Franck Ribéry
Vive la France! Allez les Bleus et surtout, allez les Bleus et Noirs!
Nachtrag 06.07.06
Frankreich steht im Endspiel! Ein überragender Thuram und Zidane, der im 3. Frühling seiner Karriere scheint, sichern die 2. Finalteilnahme nach 1998.
Thierry Henry beschrieb die Partie gegen Portugal passend mit den Worten:
Bonne chance en Berlin!
Nachtrag 10.07.06
Es hat leider nicht gereicht! Italien gewinnt mit Dusel ein spielerisch zweitklassiges Finale. Höhepunkt: Die von Materazzi provozierte Rote Karte gegen Zidane.
Jetzt bleibt nur abzuwarten, wann die italienischen Skandalvereine freigesprochen werden. Sehr traurig!
Dass unsere Elf bis ins Halbfinale kommt, hätten wohl vor der WM nur die hartnäckigsten Optimisten geglaubt, aber nun war das konsequenterweise nicht als Höhepunkt, sondern als Zwischenstation gedacht. Doch das wurde von Italien vereitelt, die sich nun im Finale gegen Portugal oder Frankreich durchsetzen müssen. Umso bitterer wird die Niederlage eigentlich, wenn man den Gegner genauer unter die Lupe nimmt.
Italien, das ist eine Mannschaft, die zuletzt 1982 die Weltmeisterschaft gewonnen hat. Auch damals war der letzte große Bestechungsskandal nicht lange her. 2006 betrifft es Florenz, Lazio Rom, den AC Milan und Juventus Turin, also maßgeblich die Vereine, die den Stamm der Nationalelf stellen. Zurzeit läuft ein Prozess gegen diese Vereine, es wird erwartet, dass das Urteil Zwangsabstieg lautet.
Darüber hinaus sind die Italiener während des Turniers nicht mit "schönem" Fußball aufgefallen, die Spiele waren für den Betrachter meistens grauenvoll anzusehen und versprachen wenige Aktionen in der Offensive.
Gegen eine Elf aus Absteigern, denen die Bedeutung des Fußballs verloren gegangen ist, zu verlieren ist eigentlich unverdient, jedoch offenbarte die deutsche Mannschaft auch ungewohnte Schwächen. In einigen Szenen spürte man eine Unreife, eine Nervosität in der Mannschaft von Klinsmann, welche in den vorherigen Spielen nicht vorhanden war. So wurden nur wenige richtig gute Chancen herausgespielt (warscheinlich immer noch mehr als die der Italiener). Hinzu kommt eine indiskutable und unverständliche Schiedsrichterleistung.
Alles in allem bitter, jedoch verdient. Aber um mal auf den Titel zurückzukommen:
Geschichte wiederholt sich (nicht nur beim FCS)
Ich habe nämlich eine neue Theorie zum nächsten WM-Titel Deutschlands.
1954 Weltmeister; 1958 u. 1962 kein Finale; 1966 Finale verloren; 1970 Halbfinale gegen Italien verloren; 1974 Weltmeister
insgesamt 20 Jahre Abstand
1990 Weltmeister; 1994 u. 1998 kein Finale; 2002 Finale verloren; 2006 Halbfinale gegen Italien verloren; 2010 ???
wieder 20 Jahre Abstand
(obwohl dann nach einer ähnlichen Rechnung der FCS 2008 auf- und 2010 wieder absteigen müsste)
Trotzdem geht die WM 2006 für mich erstmal weiter, nun halte ich denen bei, die immer meinem ewigen Favoriten bei: Frankreich!
Alleine schon wegen meinen Lieblingsspielern Henry, Barthez, Coupet, Landreau (ja, alle Torhüter!) und Franck Ribéry
Vive la France! Allez les Bleus et surtout, allez les Bleus et Noirs!
Nachtrag 06.07.06
Frankreich steht im Endspiel! Ein überragender Thuram und Zidane, der im 3. Frühling seiner Karriere scheint, sichern die 2. Finalteilnahme nach 1998.
Thierry Henry beschrieb die Partie gegen Portugal passend mit den Worten:
On a défendu comme des lions. Après le penalty, nous avons défendu de façon géniale. C'est vrai que nous jouons très bien.
Bonne chance en Berlin!
Nachtrag 10.07.06
Es hat leider nicht gereicht! Italien gewinnt mit Dusel ein spielerisch zweitklassiges Finale. Höhepunkt: Die von Materazzi provozierte Rote Karte gegen Zidane.
Jetzt bleibt nur abzuwarten, wann die italienischen Skandalvereine freigesprochen werden. Sehr traurig!
Samstag, Juli 01, 2006
FCS-Flops: Thomas Winklhofer(6)
Dieses Mal möchte ich euch ein Highlight der FCS-Flops der letzten 5 Jahre, vielleicht sogar ein Kandidat für die Flop-Elf des Jahrhunderts:
Thomas Winklhofer

Foto: www.ultras.at
Dieser nett dreinschauende Herr mit dem ebenso netten Spitznamen "Winki"(obwohl keine wirkliche Ähnlichkeit mit einem Teletubby vorhanden ist) kam in der Winterpause 2000/2001 von Austria Salzburg(damals schon mit Sponsor aber ohne "Bullen") zum FCS, um der Abwehr die nötige Stabilität zu verleihen.
Schließlich war Winklhofer damals amtierender Nationalspieler Österreichs, einer Fußballnation wie keine andere, mit Spielern wie Heribert Weber, Andreas Heraf, Hannes Reinmayr oder eben unserem Winki. Sowohl Teamchef Thomas von Heesen bei der Verpflichtung Winklhofers, als auch unserer Präsidium bei der Verpflichtung Webers als Trainer (nach Rauswurf TvH) bewiesen ihren Scharfsinn, indem sie den österreichischen Markt genau sondierten und seine feinsten Stücke herauspickten.
(Übrigens: Entgegen der weit verbreiteten Gerüchte stand Winklhofer beim legendären 0:9 in Valencia Anno 1999 nicht auf dem Platz, er war ledeglich bei der 0:4-Schlappe zwei Jahre später dabei, welche sich auch in Valencia ereignete.)
Unser ehemaliger Kapitän fiel in seiner FCS-Zeit vor allem wegen seinem kompromisslosen Einsatz aus, mit dem er sich in unser Gedächtnis spielte. Kurz: Man kann ihn getrost als "Treter" bezeichnen. In 33 Pflichtspielen im blau-schwarzen Dress kassierte er 14 gelbe Karten, eine gelb-rote Karte und eine rote Karte. Wäre Winklhofer dem FCS länger treu geblieben, hätte er wohl Paola da Palmas Rekord von 12 Platzverweisen ernsthaft gefärdet.
Den Höhepunkt seiner Zeit in Saarbrücken erlebte Thomas Winklhofer wohl am 18. Februar 2001, als der 1. FC Saarbrücken zum Auswärtsspiel nach Osnabrück reiste. Im Duell der Aufsteiger traf der gelernte Stürmer Winklhofer in das eigene Netz und sorgte somit für die zwischenzeitliche Führung der Heimmannschaft. Kurz vor Schluss krönte Winklhofer seine Leistung mit der ersten und einzigen gelb-roten Karte im Saarbrücker Dress. Das Spiel endete 2:2, da Manfred Bender noch per Elfmeter ausglich. Dazu passt Winklhofers Zitat:
Die Geschichte "Thomas Winklhofer und der deutsche Profifussball" hatte kein glückliches Ende (die Serie heißt ja schließlich "FCS-Flops der letzten 5 Jahre"), der FCS stieg in Regionalliga ab und Winklhofer musste sich nach einem neuen Verein umsehen(ich muss die ganze Zeit schon an das Wort umTRETEN denken, welches in Winklhofers Sprachschatz sicher existiert). Fündig wurde er bei seinem alten Klub in Salzburg, der (noch) in violett-weiß auflief. In dieser Zeit muss er sich auch für die Jugendförderung eingesetzt haben, was man auf dieser Webseite sieht.
Nach der Machtübernahme eines Energydrinkherstellers an der Salzach blieb Winklhofer seinem Verein treu und zählt heute zu den letzten verbliebenen Österreichern seiner Mannschaft. Außerdem kann er drei Meistertitel mit Salzburg vorweisen. Dort grätscht und tackelt er heute noch, sammelt gelbe Karten und spielt auch noch ein wenig Fußball. Nächstes Jahr sogar mit "Trap" und "Lodda", was man ungefähr mit von Heesen und Heribert Weber vergleichen kann.
Ein wirklich bemerkenswerter Spieler in Reihen der FCS-Flops ist Winklhofer. Nicht nur wegen seinen modischen Frisuren, sondern vielmehr durch seine extravagante Spielweise ist Thomas Winklhofer ein echter Paradiesvogel gewesen. Kein Wunder, dass er in seinem Profil auf der Salzburger Vereinsseite angibt, dass er anstatt Fussballer "Lebenskünstler" geworden wäre.
Einige interessante Links:
-Winklhofers Homepage
-Spielerprofil Winklhofer
Thomas Winklhofer

Foto: www.ultras.at
Dieser nett dreinschauende Herr mit dem ebenso netten Spitznamen "Winki"(obwohl keine wirkliche Ähnlichkeit mit einem Teletubby vorhanden ist) kam in der Winterpause 2000/2001 von Austria Salzburg(damals schon mit Sponsor aber ohne "Bullen") zum FCS, um der Abwehr die nötige Stabilität zu verleihen.
Schließlich war Winklhofer damals amtierender Nationalspieler Österreichs, einer Fußballnation wie keine andere, mit Spielern wie Heribert Weber, Andreas Heraf, Hannes Reinmayr oder eben unserem Winki. Sowohl Teamchef Thomas von Heesen bei der Verpflichtung Winklhofers, als auch unserer Präsidium bei der Verpflichtung Webers als Trainer (nach Rauswurf TvH) bewiesen ihren Scharfsinn, indem sie den österreichischen Markt genau sondierten und seine feinsten Stücke herauspickten.
(Übrigens: Entgegen der weit verbreiteten Gerüchte stand Winklhofer beim legendären 0:9 in Valencia Anno 1999 nicht auf dem Platz, er war ledeglich bei der 0:4-Schlappe zwei Jahre später dabei, welche sich auch in Valencia ereignete.)
Unser ehemaliger Kapitän fiel in seiner FCS-Zeit vor allem wegen seinem kompromisslosen Einsatz aus, mit dem er sich in unser Gedächtnis spielte. Kurz: Man kann ihn getrost als "Treter" bezeichnen. In 33 Pflichtspielen im blau-schwarzen Dress kassierte er 14 gelbe Karten, eine gelb-rote Karte und eine rote Karte. Wäre Winklhofer dem FCS länger treu geblieben, hätte er wohl Paola da Palmas Rekord von 12 Platzverweisen ernsthaft gefärdet.
Den Höhepunkt seiner Zeit in Saarbrücken erlebte Thomas Winklhofer wohl am 18. Februar 2001, als der 1. FC Saarbrücken zum Auswärtsspiel nach Osnabrück reiste. Im Duell der Aufsteiger traf der gelernte Stürmer Winklhofer in das eigene Netz und sorgte somit für die zwischenzeitliche Führung der Heimmannschaft. Kurz vor Schluss krönte Winklhofer seine Leistung mit der ersten und einzigen gelb-roten Karte im Saarbrücker Dress. Das Spiel endete 2:2, da Manfred Bender noch per Elfmeter ausglich. Dazu passt Winklhofers Zitat:
Ich habe nie ein wichtiges Tor geschossen – nur schöne.
Die Geschichte "Thomas Winklhofer und der deutsche Profifussball" hatte kein glückliches Ende (die Serie heißt ja schließlich "FCS-Flops der letzten 5 Jahre"), der FCS stieg in Regionalliga ab und Winklhofer musste sich nach einem neuen Verein umsehen(ich muss die ganze Zeit schon an das Wort umTRETEN denken, welches in Winklhofers Sprachschatz sicher existiert). Fündig wurde er bei seinem alten Klub in Salzburg, der (noch) in violett-weiß auflief. In dieser Zeit muss er sich auch für die Jugendförderung eingesetzt haben, was man auf dieser Webseite sieht.
Nach der Machtübernahme eines Energydrinkherstellers an der Salzach blieb Winklhofer seinem Verein treu und zählt heute zu den letzten verbliebenen Österreichern seiner Mannschaft. Außerdem kann er drei Meistertitel mit Salzburg vorweisen. Dort grätscht und tackelt er heute noch, sammelt gelbe Karten und spielt auch noch ein wenig Fußball. Nächstes Jahr sogar mit "Trap" und "Lodda", was man ungefähr mit von Heesen und Heribert Weber vergleichen kann.
Ein wirklich bemerkenswerter Spieler in Reihen der FCS-Flops ist Winklhofer. Nicht nur wegen seinen modischen Frisuren, sondern vielmehr durch seine extravagante Spielweise ist Thomas Winklhofer ein echter Paradiesvogel gewesen. Kein Wunder, dass er in seinem Profil auf der Salzburger Vereinsseite angibt, dass er anstatt Fussballer "Lebenskünstler" geworden wäre.
Einige interessante Links:
-Winklhofers Homepage
-Spielerprofil Winklhofer
Mittwoch, Juni 21, 2006
FCS-Flops: Ante Covic(5)
Nach einem kurzen Ausflug in die Welt des Public Viewing präsentiere ich heute eine weitere Granate der Saison 2001/2002:
Ante Covic

Quelle: www.herthabsc.de
Der Mann mit den schönen Haaren begann seine Karriere bei dem bekannten kroatischen Klub Hajduk Split. 1994 schaffte er den Sprung in die Bundesliga, als der VfB Stuttgart auf den Rechtsaußen aufmerksam wurde. In seinem ersten Spiel für die Schwaben gegen Eintracht Frankfurt ließ er sein Talent aufblitzen. Er wurde eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt, was ihm reichte, um in dieser Zeit zwei Tore zu erzielen. Bei diesen zwei Treffern blieb es in 13 Spielen.
Er wurde zum 1. FC Nürnberg in die 2. Bundesliga transferiert, wo er in 24 Spielen nur ein Tor erzielte, was für den Angreifer eine mangelhafte Ausbeute war. Sein Verein stieg als Vorletzter ab. Zu dem Kader der Nürnberger gehörten damals u.a. Goran Curko(den wir später noch einmal lesen werden), Harry Ebertz, Frank Baumann, Robert Kovac, Samuel Kuffour und Joe-Max Moore.
Covic blieb in der 2. Liga und wechselte zum Verein, der seine Karriere bestimmen sollte, zur Hertha nach Berlin. Er wechselte auch seine Position und war nun hauptsächlich Mittelfeldspieler. Als Stammspieler erzielte er 4 Tore und trug damit maßgeblich zum Aufstieg des Hauptstadtklubs bei. In der Bundesliga jedoch wurde er zunehmend zum Ergänzungsspieler. Er gehörte dem Kader an, der im Jahre 1999 die Champions League Qualifikation erreichte. Ein weiteres Highlight für Covic war wohl der Einsatz im CL-Spiel in Barcelona.
Im Jahr darauf folgte ein Intermezzo beim VfL Bochum in der Bundesliga, jedoch blieben auch hier die Erfolge aus. Nun kam es, dass sich FCS-Teamchef Thomas von Heesen für die Saison 2001/2002 einen Mann für den Aufstieg suchte. So durfte sich Covic dem Chaos-Kader dieser Saison anschließen und ließ nicht sein Talent sondern den Glanz seiner stets modisch frisierten Haare aufblitzen.
In seinen 21 Spielen machte er 2 Tore, beide in den letzten Saisonspielen. Im letzten Saisonspiel gegen Reutlingen gab es einen Moment, in dem sich Covic in die Geschichtsbücher eintrug, er machte sich selbst zur Legende:
Reutlingens Torwart Goran Curko(bekannt wegen zahlreicher Pannen) hat den Ball fest. Plötzlich meint er, es gäbe einen Freistoß für Reutlingen, also legt er sich das Leder vor seine Füße. Nun kommt Covic, der den Braten gerochen hat, und schiebt den Ball in das leere Tor. Jetzt kommt es knallhart für den armen Curko, denn einen Freistoß hat es nie gegeben, jedoch das Tor von Covic. Einer der Klassiker der Saison 2001/2002
Heute spielt Covic mit 30 Jahren für die 2. Mannschaft von Hertha BSC Berlin in der Regionalliga Nord und hat dort die Rolle eines Führungsspielers.
Einige hat es gewundert im Aufgebot der Australier zur WM 2006 den Namen Ante Covic zu lesen, jedoch handelt es sich hierbei um den Torwart von Hammarby IF.
Ante Covic - Einer der Ex-Bundesligaspieler, die als Hoffnungsträger beim FCS nur Enttäuschung brachten.
Ante Covic

Quelle: www.herthabsc.de
Der Mann mit den schönen Haaren begann seine Karriere bei dem bekannten kroatischen Klub Hajduk Split. 1994 schaffte er den Sprung in die Bundesliga, als der VfB Stuttgart auf den Rechtsaußen aufmerksam wurde. In seinem ersten Spiel für die Schwaben gegen Eintracht Frankfurt ließ er sein Talent aufblitzen. Er wurde eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt, was ihm reichte, um in dieser Zeit zwei Tore zu erzielen. Bei diesen zwei Treffern blieb es in 13 Spielen.
Er wurde zum 1. FC Nürnberg in die 2. Bundesliga transferiert, wo er in 24 Spielen nur ein Tor erzielte, was für den Angreifer eine mangelhafte Ausbeute war. Sein Verein stieg als Vorletzter ab. Zu dem Kader der Nürnberger gehörten damals u.a. Goran Curko(den wir später noch einmal lesen werden), Harry Ebertz, Frank Baumann, Robert Kovac, Samuel Kuffour und Joe-Max Moore.
Covic blieb in der 2. Liga und wechselte zum Verein, der seine Karriere bestimmen sollte, zur Hertha nach Berlin. Er wechselte auch seine Position und war nun hauptsächlich Mittelfeldspieler. Als Stammspieler erzielte er 4 Tore und trug damit maßgeblich zum Aufstieg des Hauptstadtklubs bei. In der Bundesliga jedoch wurde er zunehmend zum Ergänzungsspieler. Er gehörte dem Kader an, der im Jahre 1999 die Champions League Qualifikation erreichte. Ein weiteres Highlight für Covic war wohl der Einsatz im CL-Spiel in Barcelona.
Im Jahr darauf folgte ein Intermezzo beim VfL Bochum in der Bundesliga, jedoch blieben auch hier die Erfolge aus. Nun kam es, dass sich FCS-Teamchef Thomas von Heesen für die Saison 2001/2002 einen Mann für den Aufstieg suchte. So durfte sich Covic dem Chaos-Kader dieser Saison anschließen und ließ nicht sein Talent sondern den Glanz seiner stets modisch frisierten Haare aufblitzen.
In seinen 21 Spielen machte er 2 Tore, beide in den letzten Saisonspielen. Im letzten Saisonspiel gegen Reutlingen gab es einen Moment, in dem sich Covic in die Geschichtsbücher eintrug, er machte sich selbst zur Legende:
Reutlingens Torwart Goran Curko(bekannt wegen zahlreicher Pannen) hat den Ball fest. Plötzlich meint er, es gäbe einen Freistoß für Reutlingen, also legt er sich das Leder vor seine Füße. Nun kommt Covic, der den Braten gerochen hat, und schiebt den Ball in das leere Tor. Jetzt kommt es knallhart für den armen Curko, denn einen Freistoß hat es nie gegeben, jedoch das Tor von Covic. Einer der Klassiker der Saison 2001/2002
Heute spielt Covic mit 30 Jahren für die 2. Mannschaft von Hertha BSC Berlin in der Regionalliga Nord und hat dort die Rolle eines Führungsspielers.
Einige hat es gewundert im Aufgebot der Australier zur WM 2006 den Namen Ante Covic zu lesen, jedoch handelt es sich hierbei um den Torwart von Hammarby IF.
Ante Covic - Einer der Ex-Bundesligaspieler, die als Hoffnungsträger beim FCS nur Enttäuschung brachten.
Samstag, Juni 17, 2006
WM-Einwurf: Public Viewing
Ich habe, als die Abstimmung über den FCS-Blog endete, versprochen, auf jeden Fall mindestens einen Blogeintrag zur Weltmeisterschaft in Deutschland zu schreiben. Ich sehe es mal als kleine Pause zu unseren Flops an, die einen wirklich beanspruchen, nicht zuletzt weil sie so manche alte Wunde wieder aufreißen.
Heute interessiert mich mal ein Phänomän der WM, welches auch das Saarland betrifft. Nach dem Zuschlag der FIFA mussten wir schließlich feststellen, dass die WM:
-komplett im "Reich" ausgetragen wird
-nicht einmal Japan die Zusage einhielt, das WM-Lager in Saarbrücken zu bestreiten
-nur die Italiener in Homburg für ein Spiel übernachten werden (das graust einen)
Um dem armen kleinen Saarland doch noch ein wenig WM-Flair einzuhauchen besuchte schon der goldene WM-Pokal den Tblisser Platz. Doch das ist noch nicht alles. Das Zauberwort heißt:
Public Viewing

Dieser seltsame Anglizismus bezeichnet das, was seit Jahren überall praktiziert wird: Auf einem öffentlichen Platz wird eine Leinwand aufgestellt und viele Leuten gucken das Spiel. Wobei das Wort "gucken" hier eigentlich falsch ist. Viel mehr nehmen die Zuschauer aktiv am Geschehen teil, indem sie ihre Fahne schwenken, mitsingen, Rauchbomben zünden. Eben das, was sie gemacht hätten, wenn die Kartenverteilung mit ihnen großzügiger gewesen wäre.
Ich habe mir die 1. HZ des Eröffnungsspiels Deutschland gegen Costa Rica am Großen Markt bei solch einem "Public Viewing" angesehen. Dies fand in einer gesponsorten "Arena" statt, die man erst nach erfolgreicher Kontrolle durch das Ordungspersonal betreten durfte (siehe auch 2. Spiel). Man durfte schließlich nichts Ess- oder Trinkbares in die Arena schmuggeln, die Sponsoren sollen ja auch noch verdienen dürfen. Wenn es dazu kam, Leute aus der Arena zu lassen, setzte üblicherweise der gesunde Menschenverstand der Ordner aus. Bei praller Sonne bot SR3 ein Showprogramm mit Liveband (Name ist mir entfallen, was wohl auch nicht tragisch ist) und einer Tanzgarde. Bei mir herrschte sowieso schon genug Skepsis, also war mir das alles recht egal. Bis ich dann merkte, dass während des Spiels hinter mir einer Horde saarländischer FC-Bayern-Fans stand.
In der Hitze von Saarlouis begann das erste Spiel der WM und bei jeder Einblendung von von Kahn oder Lehmann mussten die Bayernfans ihre Meinung über das Torwartduell kund tun. Aufgrund der nervig hohen Anzahl dieser Anti-Lehmanngesänge muss man die Frage stellen, ob das ZDF nicht vielleicht das Spiel hätte übertragen sollen. Das Spiel hatte in der Zwischenzeit seinen ersten (wunderschönen) Treffer durch Philipp Lahm, was die Bayernfans erst einmal zum Ausrasten brachte. Für dieses Spiel hielt wirklich für viele die Illusion an, man wäre wirklich in einem Stadion(vielleicht wurden auch gefährliche Wurfgeschosse konfisziert, damit niemand die Spieler trifft!?). Dabei feuerte man grade einmal eine Leinwand an.
Der Ausgleich durch Paolo Wanchope veranlasste viele Fans (auch die Bayernleute in meiner Nähe) zu allgemein bekannten "Hu-Hu-Hu..."-Rufen. Schon bei der Nationalhymne Costa Ricas gab es Pfiffe. War das etwa auch Zusatzeffekt der Stadionatmosphäre? Weitere Rufe wie "Keiner ist so schwarz wie Asamoah" und die unsägliche Hitze waren für mich letztendlich der Grund diese "Public-Viewing-Arena(prolliges Gehabe inkl.)" zu verlassen. Bei allem Patriotismus zur einer WM, das fand ich doch recht gehirnamputiert. Die 2. HZ sah ich mir in etwas ruhigerer Umgebung an.
Mein 2. Spiel in jener Arena im Herzen von Saarlouis war die Begegnung England gegen Trinidad & Tobago. Bei diesem Spiel waren deutlich weniger Leute gekommen und ich machte mich mit meinem T&T-Balkenschal auf den Weg. Dieser wurde vom Ordnungspersonal kritisch begutachtet, was zur Frage führte: "Was fürn Schal issen das?"
Nachdem die Verfassungstreue meiner Fan-Utensilien bescheinigt war, ging ich weiter, um mich später mit dem anglophilen Wahlfreiburger aus "Die badische Woche II: Mondo Bizarro" zu treffen. Dieses Spiel in einer gediegenen Atmosphäre bereitete mir lange Zeit mehr Freude als den anwesenden Engländern und meinem Kollegen, jedoch blieb das Happy End für die "Soca Warriors" aus. Dieses Spiel in Saarlouis konnte gefallen, auch wenn es ruhiger zuging, warscheinlich auch, weil weder schlechte Bands oder nervende Bayernsfans sich hervortun mussten.
Abschließend muss ich sagen, dass mir die Möglichkeit des Public Viewings an sich gut gefällt, die Umsetzung jedoch weniger. Wie die Welt zu Gast beim Public Viewing in SLS bei Deutschlandspielen aussähe, möchte ich nicht wissen.
Heute interessiert mich mal ein Phänomän der WM, welches auch das Saarland betrifft. Nach dem Zuschlag der FIFA mussten wir schließlich feststellen, dass die WM:
-komplett im "Reich" ausgetragen wird
-nicht einmal Japan die Zusage einhielt, das WM-Lager in Saarbrücken zu bestreiten
-nur die Italiener in Homburg für ein Spiel übernachten werden (das graust einen)
Um dem armen kleinen Saarland doch noch ein wenig WM-Flair einzuhauchen besuchte schon der goldene WM-Pokal den Tblisser Platz. Doch das ist noch nicht alles. Das Zauberwort heißt:
Public Viewing

Dieser seltsame Anglizismus bezeichnet das, was seit Jahren überall praktiziert wird: Auf einem öffentlichen Platz wird eine Leinwand aufgestellt und viele Leuten gucken das Spiel. Wobei das Wort "gucken" hier eigentlich falsch ist. Viel mehr nehmen die Zuschauer aktiv am Geschehen teil, indem sie ihre Fahne schwenken, mitsingen, Rauchbomben zünden. Eben das, was sie gemacht hätten, wenn die Kartenverteilung mit ihnen großzügiger gewesen wäre.
Ich habe mir die 1. HZ des Eröffnungsspiels Deutschland gegen Costa Rica am Großen Markt bei solch einem "Public Viewing" angesehen. Dies fand in einer gesponsorten "Arena" statt, die man erst nach erfolgreicher Kontrolle durch das Ordungspersonal betreten durfte (siehe auch 2. Spiel). Man durfte schließlich nichts Ess- oder Trinkbares in die Arena schmuggeln, die Sponsoren sollen ja auch noch verdienen dürfen. Wenn es dazu kam, Leute aus der Arena zu lassen, setzte üblicherweise der gesunde Menschenverstand der Ordner aus. Bei praller Sonne bot SR3 ein Showprogramm mit Liveband (Name ist mir entfallen, was wohl auch nicht tragisch ist) und einer Tanzgarde. Bei mir herrschte sowieso schon genug Skepsis, also war mir das alles recht egal. Bis ich dann merkte, dass während des Spiels hinter mir einer Horde saarländischer FC-Bayern-Fans stand.
In der Hitze von Saarlouis begann das erste Spiel der WM und bei jeder Einblendung von von Kahn oder Lehmann mussten die Bayernfans ihre Meinung über das Torwartduell kund tun. Aufgrund der nervig hohen Anzahl dieser Anti-Lehmanngesänge muss man die Frage stellen, ob das ZDF nicht vielleicht das Spiel hätte übertragen sollen. Das Spiel hatte in der Zwischenzeit seinen ersten (wunderschönen) Treffer durch Philipp Lahm, was die Bayernfans erst einmal zum Ausrasten brachte. Für dieses Spiel hielt wirklich für viele die Illusion an, man wäre wirklich in einem Stadion(vielleicht wurden auch gefährliche Wurfgeschosse konfisziert, damit niemand die Spieler trifft!?). Dabei feuerte man grade einmal eine Leinwand an.
Der Ausgleich durch Paolo Wanchope veranlasste viele Fans (auch die Bayernleute in meiner Nähe) zu allgemein bekannten "Hu-Hu-Hu..."-Rufen. Schon bei der Nationalhymne Costa Ricas gab es Pfiffe. War das etwa auch Zusatzeffekt der Stadionatmosphäre? Weitere Rufe wie "Keiner ist so schwarz wie Asamoah" und die unsägliche Hitze waren für mich letztendlich der Grund diese "Public-Viewing-Arena(prolliges Gehabe inkl.)" zu verlassen. Bei allem Patriotismus zur einer WM, das fand ich doch recht gehirnamputiert. Die 2. HZ sah ich mir in etwas ruhigerer Umgebung an.
Mein 2. Spiel in jener Arena im Herzen von Saarlouis war die Begegnung England gegen Trinidad & Tobago. Bei diesem Spiel waren deutlich weniger Leute gekommen und ich machte mich mit meinem T&T-Balkenschal auf den Weg. Dieser wurde vom Ordnungspersonal kritisch begutachtet, was zur Frage führte: "Was fürn Schal issen das?"
Nachdem die Verfassungstreue meiner Fan-Utensilien bescheinigt war, ging ich weiter, um mich später mit dem anglophilen Wahlfreiburger aus "Die badische Woche II: Mondo Bizarro" zu treffen. Dieses Spiel in einer gediegenen Atmosphäre bereitete mir lange Zeit mehr Freude als den anwesenden Engländern und meinem Kollegen, jedoch blieb das Happy End für die "Soca Warriors" aus. Dieses Spiel in Saarlouis konnte gefallen, auch wenn es ruhiger zuging, warscheinlich auch, weil weder schlechte Bands oder nervende Bayernsfans sich hervortun mussten.
Abschließend muss ich sagen, dass mir die Möglichkeit des Public Viewings an sich gut gefällt, die Umsetzung jedoch weniger. Wie die Welt zu Gast beim Public Viewing in SLS bei Deutschlandspielen aussähe, möchte ich nicht wissen.
Sonntag, Juni 11, 2006
FCS-Flops: Holger Greilich(4)
Heute möchte ich einen Spieler aus der Kategorie "namenhafter Sportinvalide" vorstellen:
Holger Greilich

Foto: www.fc-saarbruecken.de
Der aus der Umgebung Ingelheim stammende Abwehrspieler machte seine ersten Profierfahrungen für den FSV Mainz 05, welche 1991/1992 noch in der 2. Bundesliga Süd spielten. In der selben Liga stieg im selben Jahr Peter Neururer mit seinem damaligen Lieblingsklub FCS in die 1. Bundesliga auf. Greilich blieb der 2. Liga noch ein wenig treu und schaffte es als junges Talent Stammspieler der Mainzer zu werden. Er war als klassischer Innenverteidiger bis 1995 eine Bank in der Mainzer, welche jedoch meist die unteren Tabellenränge belegten. Trotz seiner 1,88 m konnte er anders als einige seiner Kollegen nie seine Körpergröße nutzen, um den Ruf eines torgefährlichen Verteidigers zu erhalten. So blieb er bis zu seinem Wechsel nach München ohne Tor in Liga 2.
Sein erstes Profitor konnte er in der Saison 1995/1996 für die Münchener Löwen erzielen, die auf ihn aufmerksam geworden waren. Auf Anhieb erkämpfte er sich bei 1860 seinen Stammplatz. Jedoch schwankten in den folgenden Spielzeiten die Anzahl der Einsätze zwischen 18 und 22. In der Saison 2000/2001 warf ihn schließlich eine schwere Verletzung Lichtjahre zurück, sodass er nur auf zwei Einsätze gegen Saisonende kam. Dabei war er im Alter von 29 Jahren im Jahre 2000 noch in die A2-Nationalmannschaft berufen worden, in der damals u.a. Bernd Schneider spielte.
Dass einige Verleztungen bei Spielern im Alter von 30 sehr schnell zu Karriereknicken führen wissen wir nicht erst seit Holger Greilich, jedoch versuchte er es wieder, kam aber auch 2001/2002 nur auf 5 Einsätze in der Bundesliga und wechselte anschließend auf die Insel.
In Zypern wollte Omonia Nikosia mit den in Deutschland ausgemusterten Profis Stefan Brasas (auch ein Ex-Saarbrücker), Marco Haber, Rainer Rauffmann und eben unserem späteren FCS-Flop Holger Greilich den Sprung in die Champions League schaffen. Am Ende wurde man nur Vierter und Greilich zog es zurück nach Deutschland und damit zur letzten Etappe seiner Karriere. Als namhafter Neuzugang präsentiert, spielte er die Spieltage 1-3 mit (zwei gelbe Karten) und verdrehte sich das Knie-irgendwie.
So kam es, dass Holger Greilich nie wieder für den FCS spielte. Aus erwarteten sechs Wochen Wartezeit wurde eine ganze Saison. Als Ersatz wurde Marcel Rozgonyi verpflichtet. In offiziellen Pressemitteilungen wurde Greilich von nun an nebst Nuhic, Tarillion oder Suzuki als Langzeitverletzter geführt. Jedoch durfte er seinem Lebenslauf später den Aufstieg 2003/2004 hinzufügen. Nach dieser Saison beendete er seine Karriere im Alter von 32 Jahren. Seine Trikotsätze wurden noch später im FCS-Fanshop und an mobilen Verkaufsständen verkauft.
Man wird von seinem Vorstand immer wieder überrascht. Wenn der FCS mal einen großen Namen mal locker aus dem Hut zaubert, gibt es nur allzu oft einen Haken an der Sache. Bei Greilich war es das kaputte Knie, was ihm maßgeblich eine lange Zeit in Saarbrücken versagte und ihm andererseits bei den Fans den Ruf als Abzocker einbrachte. Die sportliche Leitung bekam den Spott für die erneute Verpflichtung eines Sportinvaliden. Der Name Greilich steht (saarländisch ausgesprochen) symbolisch für dessen kurze Zeit in blau-schwarz.
Abschließend noch ein Zitat von Greilich selbst:
"Letztlich zählt das, was auf dem Platz ist, und das ist es, was zählt.".
Wenn man denn mal häufiger einsatzreif gewesen wäre.
Holger Greilich

Foto: www.fc-saarbruecken.de
Der aus der Umgebung Ingelheim stammende Abwehrspieler machte seine ersten Profierfahrungen für den FSV Mainz 05, welche 1991/1992 noch in der 2. Bundesliga Süd spielten. In der selben Liga stieg im selben Jahr Peter Neururer mit seinem damaligen Lieblingsklub FCS in die 1. Bundesliga auf. Greilich blieb der 2. Liga noch ein wenig treu und schaffte es als junges Talent Stammspieler der Mainzer zu werden. Er war als klassischer Innenverteidiger bis 1995 eine Bank in der Mainzer, welche jedoch meist die unteren Tabellenränge belegten. Trotz seiner 1,88 m konnte er anders als einige seiner Kollegen nie seine Körpergröße nutzen, um den Ruf eines torgefährlichen Verteidigers zu erhalten. So blieb er bis zu seinem Wechsel nach München ohne Tor in Liga 2.
Sein erstes Profitor konnte er in der Saison 1995/1996 für die Münchener Löwen erzielen, die auf ihn aufmerksam geworden waren. Auf Anhieb erkämpfte er sich bei 1860 seinen Stammplatz. Jedoch schwankten in den folgenden Spielzeiten die Anzahl der Einsätze zwischen 18 und 22. In der Saison 2000/2001 warf ihn schließlich eine schwere Verletzung Lichtjahre zurück, sodass er nur auf zwei Einsätze gegen Saisonende kam. Dabei war er im Alter von 29 Jahren im Jahre 2000 noch in die A2-Nationalmannschaft berufen worden, in der damals u.a. Bernd Schneider spielte.
Dass einige Verleztungen bei Spielern im Alter von 30 sehr schnell zu Karriereknicken führen wissen wir nicht erst seit Holger Greilich, jedoch versuchte er es wieder, kam aber auch 2001/2002 nur auf 5 Einsätze in der Bundesliga und wechselte anschließend auf die Insel.
In Zypern wollte Omonia Nikosia mit den in Deutschland ausgemusterten Profis Stefan Brasas (auch ein Ex-Saarbrücker), Marco Haber, Rainer Rauffmann und eben unserem späteren FCS-Flop Holger Greilich den Sprung in die Champions League schaffen. Am Ende wurde man nur Vierter und Greilich zog es zurück nach Deutschland und damit zur letzten Etappe seiner Karriere. Als namhafter Neuzugang präsentiert, spielte er die Spieltage 1-3 mit (zwei gelbe Karten) und verdrehte sich das Knie-irgendwie.
So kam es, dass Holger Greilich nie wieder für den FCS spielte. Aus erwarteten sechs Wochen Wartezeit wurde eine ganze Saison. Als Ersatz wurde Marcel Rozgonyi verpflichtet. In offiziellen Pressemitteilungen wurde Greilich von nun an nebst Nuhic, Tarillion oder Suzuki als Langzeitverletzter geführt. Jedoch durfte er seinem Lebenslauf später den Aufstieg 2003/2004 hinzufügen. Nach dieser Saison beendete er seine Karriere im Alter von 32 Jahren. Seine Trikotsätze wurden noch später im FCS-Fanshop und an mobilen Verkaufsständen verkauft.
Man wird von seinem Vorstand immer wieder überrascht. Wenn der FCS mal einen großen Namen mal locker aus dem Hut zaubert, gibt es nur allzu oft einen Haken an der Sache. Bei Greilich war es das kaputte Knie, was ihm maßgeblich eine lange Zeit in Saarbrücken versagte und ihm andererseits bei den Fans den Ruf als Abzocker einbrachte. Die sportliche Leitung bekam den Spott für die erneute Verpflichtung eines Sportinvaliden. Der Name Greilich steht (saarländisch ausgesprochen) symbolisch für dessen kurze Zeit in blau-schwarz.
Abschließend noch ein Zitat von Greilich selbst:
"Letztlich zählt das, was auf dem Platz ist, und das ist es, was zählt.".
Wenn man denn mal häufiger einsatzreif gewesen wäre.
Montag, Juni 05, 2006
FCS-Flops: Daniel Kovacevic(3)
Der 1. Stürmer(bzw. "Offensiv-Allrounder") unserer kleinen Ruhmeshalle der FCS-Flops ist jemand, der das blau-schwarze FCS-Trikot nur in der Saison 2001/2002, bekannt für Chaos und Misere, tragen durfte. Doch sein Name ist nun wirklich kein klangvoller, weshalb ihn wohl die meisten auch wieder vergessen haben: Daniel(Danijel) Kovacevic

Foto: www.ludwigspark.de
Daniel Kovacevic kam als relativ unbekannter junger Stürmer im Jahre 2000 von HNK Sibenik zum SSV Ulm, der gerade die Liga gewechselt hatte. Mit seinen 20 Jahren als Mann für die Zukunft bestritt er sage und schreibe 12 Spiele für die Ulmer und erzielte 2 Tore, davon ein sehenswerter Weitschuss im Ludwigspark. Ulm stieg auf Platz 16 ab.
Nächste Saison stellte der FCS eben jenen Kovacevic als neuen Stürmer(mit der Nummer 11). Böse Zungen behaupten, dass nur dieses eine gute Spiel ihm diesen Vertrag verschafft habe, wie es beim FCS auch in anderen Fällen so war (Delic). Jedenfalls kam er in seiner FCS-Saison nur auf 11 Einsätze, davon 2 über die volle Distanz. Wenn man nicht viel Zeit auf dem Platz hat, kann man folglich auch nicht viele Tore erzielen. Bei Kovacevic waren es immerhin 2, eines wieder mit einem Weitschuss gegen Oberhausen, eine Minute nach der Einwechslung(Endstand 1:0) und eines zum Ausgleich in Frankfurt(Endstand 2:2). Der Abstieg beendete auch seine Zeit beim FCS, in der er weder mit Effektivität, noch mit Anwesenheit auf dem Platz glänzte.
Sein Weg führte zurück zum NK Zagreb, wo er auch nicht wirklich Fuß fassen konnte. Auch spätere Testspiele z.B. für die Kickers Emden brachten ihm kein Erfolg ein, so steht er heute auf www.transfermarkt.de mit 28 Jahren im besten Fußballeralter mit dem Verein "unbekannt" da.
Daniel Kovacevic ist einer der vergessenen Oststürmer des FCS, der weder einen klangvollen Namen hatte, noch beim FCS mit Leistung überzeugen konnte. Mich würde es jedenfalls interessieren was Kovacevic heute macht.

Foto: www.ludwigspark.de
Daniel Kovacevic kam als relativ unbekannter junger Stürmer im Jahre 2000 von HNK Sibenik zum SSV Ulm, der gerade die Liga gewechselt hatte. Mit seinen 20 Jahren als Mann für die Zukunft bestritt er sage und schreibe 12 Spiele für die Ulmer und erzielte 2 Tore, davon ein sehenswerter Weitschuss im Ludwigspark. Ulm stieg auf Platz 16 ab.
Nächste Saison stellte der FCS eben jenen Kovacevic als neuen Stürmer(mit der Nummer 11). Böse Zungen behaupten, dass nur dieses eine gute Spiel ihm diesen Vertrag verschafft habe, wie es beim FCS auch in anderen Fällen so war (Delic). Jedenfalls kam er in seiner FCS-Saison nur auf 11 Einsätze, davon 2 über die volle Distanz. Wenn man nicht viel Zeit auf dem Platz hat, kann man folglich auch nicht viele Tore erzielen. Bei Kovacevic waren es immerhin 2, eines wieder mit einem Weitschuss gegen Oberhausen, eine Minute nach der Einwechslung(Endstand 1:0) und eines zum Ausgleich in Frankfurt(Endstand 2:2). Der Abstieg beendete auch seine Zeit beim FCS, in der er weder mit Effektivität, noch mit Anwesenheit auf dem Platz glänzte.
Sein Weg führte zurück zum NK Zagreb, wo er auch nicht wirklich Fuß fassen konnte. Auch spätere Testspiele z.B. für die Kickers Emden brachten ihm kein Erfolg ein, so steht er heute auf www.transfermarkt.de mit 28 Jahren im besten Fußballeralter mit dem Verein "unbekannt" da.
Daniel Kovacevic ist einer der vergessenen Oststürmer des FCS, der weder einen klangvollen Namen hatte, noch beim FCS mit Leistung überzeugen konnte. Mich würde es jedenfalls interessieren was Kovacevic heute macht.
Samstag, Juni 03, 2006
FCS-Flops: Matthias Breitkreutz(2)
Heute stelle ich euch einen Spieler der legendären Chaossaison 01/02 vor:
Matthias Breitkreutz

Foto: www.ludwigspark.de
Seine Karriere bei den Ostvereinen BFC Dynamo und Dynamo Schwerin beginnend, spielte Breitkreutz im Alter von 20 Jahren zusammen mit dem späteren Bundesligastar Stefan Beinlich für Bergmann-Borsig Berlin. 1991 wechselten sie zusammen in die englische Premier League zu Aston Villa. In dieser Zeit erzielte Beinlich geringfügig mehr Einsätze für Villa, beide kamen pro Saison nicht über 8 Einsätze hinaus, und 1994 zu Hansa Rostock gingen und in ihrer ersten Zweitligasaison Stammkräfte wurden. Breitkreutz kam in seiner 2. Hansa-Saison nur noch auf 18 Einsätze und ging während der Saison 96/97 zum Ligakonkurrenten Arminia Bielefeld und konnte dort zum Stammspieler avancieren. In der darauf folgenden Saison stieg Bielefeld ab, Breitkreutz hatte in 19 Spielen kein einziges Tor erzielt. Sein Ex-Mitspieler war in der Zwischenzeit zu Bayer Leverkusen gewechselt.
Nun kehrte Breitkreutz ablösefrei zurück nach Rostock. In den folgenden beiden Jahren kam er pro Saison auf mehr als 20 Einsätze, bis er 2000/2001 ausgemustert mit nur 8 Einsätzen und einem Tor auf die Suche nach einem neuen Verein ging. Er war immerhin mit 30 Jahren nicht mehr der Jüngste, aber auch in einem erfahrenen Alter, in dem man noch einige Jahre auf gutem Niveau spielen kann.
Ortswechsel: Saarbrücken. Mit dem festen Ziel "Aufstieg" begab sich der Verein auf die Suche nach einem neuen Spielmacher, einer echten Nummer 10, die in Form von Breitkreutz verpflichtet wurde. In den ersten beiden Spielen setzte er noch positive Akzente, indem er die beiden einzigen FCS-Tore erzielten konnte. Im Auswärtsspiel gegen Karlsruhe folgte dann die Verletzung, die ihn in SB zurückwarf. Er kam noch auf einen Kurzeinsatz gegen Mainz, sonst machte er kein Spiel mehr für den FCS. Grund waren Differenzen mit dem damaligen Trainer Heribert Weber, welche später zu seiner fristlosen Entlassung führten:
Breitkreutz gefeuert!
20.12.2001
Der FCS hat sich von Matthias Breitkreutz getrennt. Der Verein kündigte dem Mittelfeldspieler, der vor der Saison von Hansa Rostock gekommen war, wegen mangelnder Berufsaufassung fristlos. Ob und wann Breitkreutz einen neuen Verein findet bleibt fraglich.
Quelle: www.ludwigspark.de
Später spielte er noch für den VfB Leipzig und den FC Augsburg, wo sein Vertrag zum 31.12.2003 aufgelöst. Vorher durfte er mit Augsburg noch einmal mit 3:2 im Ludwigspark gewinnen. Ohne Perspektiven auf eine weitere Karriere im Fußball beendete er eben jene im Alter von 32 Jahren.
In seiner FCS-Zeit gehörte er einem Team an, das nie eines war. Späterer mangelnder Ehrgeiz und Probleme mit Weber führten dazu, dass Breitkreutz auch in SB kein rühmliches Ende fand. Seine Karriere hätte nach dem Englandaufenthalt groß werden können, was letztendlich an fehlendem Ehrgeiz oder vielleicht an mangelndem Talent gescheitert ist. Wir werden es nie erfahren. Seine zwei Treffer für den FCS sind jedenfalls höchstens für die Statistik von Interesse.
Matthias Breitkreutz

Foto: www.ludwigspark.de
Seine Karriere bei den Ostvereinen BFC Dynamo und Dynamo Schwerin beginnend, spielte Breitkreutz im Alter von 20 Jahren zusammen mit dem späteren Bundesligastar Stefan Beinlich für Bergmann-Borsig Berlin. 1991 wechselten sie zusammen in die englische Premier League zu Aston Villa. In dieser Zeit erzielte Beinlich geringfügig mehr Einsätze für Villa, beide kamen pro Saison nicht über 8 Einsätze hinaus, und 1994 zu Hansa Rostock gingen und in ihrer ersten Zweitligasaison Stammkräfte wurden. Breitkreutz kam in seiner 2. Hansa-Saison nur noch auf 18 Einsätze und ging während der Saison 96/97 zum Ligakonkurrenten Arminia Bielefeld und konnte dort zum Stammspieler avancieren. In der darauf folgenden Saison stieg Bielefeld ab, Breitkreutz hatte in 19 Spielen kein einziges Tor erzielt. Sein Ex-Mitspieler war in der Zwischenzeit zu Bayer Leverkusen gewechselt.
Nun kehrte Breitkreutz ablösefrei zurück nach Rostock. In den folgenden beiden Jahren kam er pro Saison auf mehr als 20 Einsätze, bis er 2000/2001 ausgemustert mit nur 8 Einsätzen und einem Tor auf die Suche nach einem neuen Verein ging. Er war immerhin mit 30 Jahren nicht mehr der Jüngste, aber auch in einem erfahrenen Alter, in dem man noch einige Jahre auf gutem Niveau spielen kann.
Ortswechsel: Saarbrücken. Mit dem festen Ziel "Aufstieg" begab sich der Verein auf die Suche nach einem neuen Spielmacher, einer echten Nummer 10, die in Form von Breitkreutz verpflichtet wurde. In den ersten beiden Spielen setzte er noch positive Akzente, indem er die beiden einzigen FCS-Tore erzielten konnte. Im Auswärtsspiel gegen Karlsruhe folgte dann die Verletzung, die ihn in SB zurückwarf. Er kam noch auf einen Kurzeinsatz gegen Mainz, sonst machte er kein Spiel mehr für den FCS. Grund waren Differenzen mit dem damaligen Trainer Heribert Weber, welche später zu seiner fristlosen Entlassung führten:
Breitkreutz gefeuert!
20.12.2001
Der FCS hat sich von Matthias Breitkreutz getrennt. Der Verein kündigte dem Mittelfeldspieler, der vor der Saison von Hansa Rostock gekommen war, wegen mangelnder Berufsaufassung fristlos. Ob und wann Breitkreutz einen neuen Verein findet bleibt fraglich.
Quelle: www.ludwigspark.de
Später spielte er noch für den VfB Leipzig und den FC Augsburg, wo sein Vertrag zum 31.12.2003 aufgelöst. Vorher durfte er mit Augsburg noch einmal mit 3:2 im Ludwigspark gewinnen. Ohne Perspektiven auf eine weitere Karriere im Fußball beendete er eben jene im Alter von 32 Jahren.
In seiner FCS-Zeit gehörte er einem Team an, das nie eines war. Späterer mangelnder Ehrgeiz und Probleme mit Weber führten dazu, dass Breitkreutz auch in SB kein rühmliches Ende fand. Seine Karriere hätte nach dem Englandaufenthalt groß werden können, was letztendlich an fehlendem Ehrgeiz oder vielleicht an mangelndem Talent gescheitert ist. Wir werden es nie erfahren. Seine zwei Treffer für den FCS sind jedenfalls höchstens für die Statistik von Interesse.
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