Der FCS ist noch keine zwei Tage abgestiegen und schon gab es die ersten personellen Konsequenzen:
-Ostermann und Meiser treten zurück
-Philippe wird die 1. Mannschaft nicht mehr trainieren
-Loos will beim FCS bleiben
Somit ist für viele die Welt wieder in Ordnung. Doch eigentlich bleiben zu viele brisante Fragen offen, als dass man sich nun zurücklehnen könnte und den Neuanfang gelassen sieht.
Wer trägt die Schuld am Abstieg?
In erster Linie natürlich die Mannschaft, so habe ich es auch schon in meinem Offenen Brief formuliert. Darf man Mike Frantz glauben, war der Adressat jedoch der Falsche. Im SR-Interview sagte er, dass sich die Spieler nie zu einer Mannschaft gefunden hätten, auch wenn es mal kurzzeitige Verbesserungen gab. Auch die Qualität der Spieler scheint nicht ganz gestimmt zu haben, selbst wenn man herausragende Torschützen wie Jäger und Saglik im Kader hatte.
Desweiteren sind die Übungsleiter zu nennen. Zuerst war mit Michael Henke ein Mann im Amt, der zwar einige Präferenzen vorzuweisen hatte, aber schon früh Autorität, taktisches Geschick und vor allem ein konditionsförderndes Training vermissen ließ. Nachfolger Philippe setzte diesen Kurs fort.
Das Präsidium um Ostermann hat sicherlich den größten Anteil daran, dass unser Verein vor dem Abgrund steht. Vor Jahren wurde als Fernziel die Bundesliga ausgegeben, nun lautet die Spielklasse Oberliga. Dass Geld ohne anständiges Management im Fußball nichts wert ist, wurde damit eindrucksvoll bewiesen. Zwischenzeitliche Hochs konnten den Trend nach unten hin nicht verdecken. Aktionen wie der Ordnereinsatz beim Rostockspiel oder der Scheinrücktritt von Dr. Coen haben der Führungsetage jegliche Glaubwürdigkeit genommen.
Sind wir Fans Schuld?
Es gibt einige Stimmen, die immer wieder den Fans zumindest eine Teilschuld am sportlichen(!) Versagen attestieren wollen. Reinhard Klimmt beharrt so auf der Meinung, welche auch bei der offiziellen Pressemitteilung nach außen getragen wurde: die Fans seien Schuld daran, dass Henke nicht in Ruhe arbeiten konnte.
Tatsächlich stand Henke schnell im Brennpunkt der Fankritik. Jedoch ist es maßlos überzogen, den zahlenden Anhängern eines Vereins die Schuld für das Versagen der Sportler zu geben. Ein erfahrener (Co-)Trainer wie Henke hätte auch mit dem FCS-Umfeld zurecht werden können, selbst wenn ihm seine Tätigkeit beim roten Erzrivalen noch lange angehaftet hätte.
Die Schuld bei Einzelaktionen wie der Pyroattacke auf das Spielfeld gegen Stuttgart oder "Vorstand raus!"-Rufen zu suchen, ist billig, wenn man betrachtet, dass die entscheidenden Punkte gegen den FCK II verspielt wurden und die fundierte Vorstandskritik mehr als berechtigt war. Schließlich hat die Mannschaft auch in den Spielen versagt, in denen es die bedingungslose Unterstützung seiner Anhänger erfahren hatte. Dass Klimmt diesen Fans Schuld zuweist, ist ein weiteres Armutszeugnis der Führungsriege des FCS.
Wie geht es weiter?
Wenn man den Presseberichten glauben darf, so wird uns der Hauptsponsor erhalten bleiben. Einerseits stellt man damit sicher, dass Geld vorhanden ist, andererseits verliert man damit keinesfalls die Abhängigkeit zu Ostermann. Ein fader Beischmack bleibt, obwohl Ex-Vize Meiser in der SR-Sportarena betonte, dass es schwierig sei, im Saarland potenzielle Sponsoren zu finden. Dabei sollte eigentlich die Frage fallen, ob nicht das Image eines Vereins und seiner Führungsetage ein nicht unwesentlicher Faktor bei der Suche nach neuen Geldgebern ist.
Weiter geht es laut Loos auch innerhalb der nächsten acht Tage mit einem neuen Trainer. Die Spekulationen in den Fanforen gehen üblicherweise in Richtung Michael Krüger, welcher schon in Braunschweig mit Loos zusammenarbeitete.
Daneben soll es laut Klimmt schon in der kommenden Woche eine Mitgliederversammlung geben, was jedoch ein Verstoß gegen die Vereinssatzung wäre, die eine Einberufungsfrist von zwei Wochen vorschreibt.
Seltsamerweise wird wohl auch eine der umstrittensten Personalien dem FCS erhalten bleiben: Dr. Coen als Geschäftsführer.
Es bleibt abzuwarten, ob die Rücktritte von Meiser und Ostermann Grund zur Freude sind oder ob in Wirklichkeit kein Kurswechsel stattfindet und die Machtverhältnisse bestehen bleiben. Das wäre Gift für einen Neuaufbau in der Oberliga.
Sonntag, Juni 03, 2007
Samstag, Juni 02, 2007
Der Tag X
Ich sage jetzt, ohne dass ich übertreiben will:
Heute ist der wichtigste Tag für die weitere Zukunft des FCS!
Zur Erklärung: Ein Abstieg würde für den FCS bedeuten, dass man zur nächsten Saison in der Oberliga spielen wird. Diese wird in absehbarer Zeit nur noch die fünfthöchste Spielklasse im deutschen Fußball darstellen. Der FCS hätte sich damit die einmailige Chance verbaut, 2007/08 um einen Startplatz in der neuen 3. Profiliga zu kämpfen. Stattdessen hätte man den Abstieg vollzogen, den andere saarländische Traditionsvereine wie Neunkirchen oder Völklingen bereits hinter sich haben.
Doch zurück zur aktuellen Situation. Die Tabelle sieht folgendermaßen aus:
11. FC Bayern II 43
12. 1. FC Saarbrücken 42
13. Karlsruher SC II 42
14. Sportfr. Siegen 41
15. 1860 München II 40
16. SV Darmstadt 39
Es verhält sich also mit dem Klassenerhalt immernoch genauso wie in den letzten Wochen: Der FCS hat alles in seiner eigenen Hand!
Problem:
Der Gegner ist diese Woche nicht die schwächste Mannschaft der Liga, sondern die Reserve des neuen deutschen Meisters. Und ein Spieler hat sogar noch eine offene Rechnung mit dem FCS.
Die Ausgangslage ist klar: sollte der FCS sein Spiel gewinnen, ist der Klassenerhalt geschafft. Dem FCS würde es auch reichen, wenn Kassel und Bayern München II ihre Heimspiele gewinnen. Sollten diese Mannschaften verlieren, wären Siege für Reutlingen und den FCK II(!) die letzte Lebensversicherung für die Blau-Schwarzen (Muss ich erwähnen, dass es sehr glücklich, jedoch auch peinlich wäre, wenn der FCS die Schützenhilfe anderer benötigt?)
Ich habe die Hoffnung längst noch nicht verloren, aber mir auch meine Gedanken darüber gemacht, was passieren könnte, wenn der FCS tatsächlich die Blamage perfekt macht. Und ich bin ehrlich: man kann es noch nicht sagen. Niemand weiß, ob Ostermann weiterhin in Saarbrücken bleiben würde, niemand kann jetzt schon sagen, ob der FCS auch den Gang in die Oberliga antreten würde.
Um es mit anderen Worten zu sagen: noch bin ich ratlos wie Didier Philippe!
Ich glaube jedoch daran, dass der FCS es nicht zu diesem Fall kommen lässt und dass wir auch am Montag wieder normal zu unserer Arbeit/ in unsere Schule gehen können, ohne uns den Spott der FCS-Hasser anhören zu müssen. Der Schaden ist zwar schon groß, aber ich glaube/hoffe, dass der Totalschaden ausbleibt. Heute Nachmittag wissen wir mehr!
Das Spiel in der Livebetrachtung:
14:53 Uhr:
Jetzt müssen wir doch auf die Schützenhilfe anderer hoffen! Stuttgart führt 1:0! Bei Kassel gegen 1860 II steht es schon 1:1. Der Abstieg ist keineswegs utopisch, auch wenn das unser Vorstand lange Zeit glaubte.
14:55 Uhr:
Gerade hab ich gesehen, dass es schon 2:0 für Stuttgart steht. Was haben das Trainingslager und die ganzen Durchhalteparolen genutzt?
15:01 Uhr:
Das Drama geht weiter. 1860 II führt in Kassel nach einem Foulelfmeter mit 2:1. Das kann nur ein böser Traum sein.
15:04 Uhr:
Die Freunde des FCH aus Kassel zeigen keine ernsthafte Gegenwehr und lassen den Münchner Löwen viele Räume: 3:1
Der FCS bleibt unverändert schlecht, viel zu schlecht für die Regionalliga.
15:15 Uhr:
Philippe nimmt den langsamen Mittelfeldmann Gebhardt raus und bringt schon sehr früh Saglik. Ob das noch was hilft?
Halbzeit:
Der FCS geht mit großen Schritten Richtung Oberliga. Mit 2:0 für Stuttgart zur Pause dürfte es schwer sein, nochmal zurück zu schlagen. Die 2. Mannschaft des TSV 1860 München führt in Kassel mit 4:2 und tatsächlich hält uns im Moment nur das Unentschieden des FCK II gegen Siegen (in Leverkusen!) in der Regionalliga. Aber wenn die spätestens jetzt erfahren, wie es beim FCS steht, wird es wohl den Pfälzern eine Freude sein, uns absteigen zu sehen.
12 1860 München II 34 3 43
13 Karlsruher SC II 34 0 43
14 1. FC Saarbrücken 34 2 42
15 Sportfr. Siegen 34 2 42
16 SV Darmstadt 98 34 -10 40
15:44 Uhr:
Der FCS spielt unverändert: mutlos, lustlos, charakterlos.
1860 II dürfte sich mit dem 5:2 in Kassel wohl gerettet haben, während uns die Lauternreserve immernoch in der Liga hält. So langsam wäre ein Tor für Reutlingen auch gut zur Beruhigung.
15:50 Uhr:
Alles sägt an meinen Nerven. Die Musik in der SR3-Fußballkonferenz, das Ergebnis in Leverkusen. Endlich kommt ein wenig Fußball. Jetzt erstmal einen Earl Grey trinken, für die Nerven. Kann das wirklich sein, was hier und heute passiert?
15:54 Uhr:
Das wars. Mein Earl Grey ist gerade fertig geworden, da kommt die Meldung, dass Siegen das 1:0 gegen den FCK erzielt hat. Wie hätte es auch anders kommen sollen? Nun bleibt in den kommenden 20 Minuten nur noch die Hoffnung auf Reutlingen, die den FCS noch retten könnten. Es sieht düster aus.
16:00 Uhr:
JAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!! REUTLINGEN!!!!!
16:04 Uhr:
Und wieder heißt es "Oberliga FCS". Karlsruhe gleicht gegen Reutlingen aus.
16:15 Uhr:
Es dürften noch Sekunden sein, bis das Kapitel "Regionalliga" für den FCS beendet ist.
16:17 Uhr:
Abpfiff. Was macht Reutlingen?
16:26 Uhr:
Keine Meldung mehr zu Reutlingen, alle Webseiten brechen zusammen. Ich denke, dass es das endgültig war.
DANKE FÜR NICHTS, IHR VERSAGER!
Heute ist der wichtigste Tag für die weitere Zukunft des FCS!
Zur Erklärung: Ein Abstieg würde für den FCS bedeuten, dass man zur nächsten Saison in der Oberliga spielen wird. Diese wird in absehbarer Zeit nur noch die fünfthöchste Spielklasse im deutschen Fußball darstellen. Der FCS hätte sich damit die einmailige Chance verbaut, 2007/08 um einen Startplatz in der neuen 3. Profiliga zu kämpfen. Stattdessen hätte man den Abstieg vollzogen, den andere saarländische Traditionsvereine wie Neunkirchen oder Völklingen bereits hinter sich haben.
Doch zurück zur aktuellen Situation. Die Tabelle sieht folgendermaßen aus:
11. FC Bayern II 43
12. 1. FC Saarbrücken 42
13. Karlsruher SC II 42
14. Sportfr. Siegen 41
15. 1860 München II 40
16. SV Darmstadt 39
Es verhält sich also mit dem Klassenerhalt immernoch genauso wie in den letzten Wochen: Der FCS hat alles in seiner eigenen Hand!
Problem:
Der Gegner ist diese Woche nicht die schwächste Mannschaft der Liga, sondern die Reserve des neuen deutschen Meisters. Und ein Spieler hat sogar noch eine offene Rechnung mit dem FCS.
Die Ausgangslage ist klar: sollte der FCS sein Spiel gewinnen, ist der Klassenerhalt geschafft. Dem FCS würde es auch reichen, wenn Kassel und Bayern München II ihre Heimspiele gewinnen. Sollten diese Mannschaften verlieren, wären Siege für Reutlingen und den FCK II(!) die letzte Lebensversicherung für die Blau-Schwarzen (Muss ich erwähnen, dass es sehr glücklich, jedoch auch peinlich wäre, wenn der FCS die Schützenhilfe anderer benötigt?)
Ich habe die Hoffnung längst noch nicht verloren, aber mir auch meine Gedanken darüber gemacht, was passieren könnte, wenn der FCS tatsächlich die Blamage perfekt macht. Und ich bin ehrlich: man kann es noch nicht sagen. Niemand weiß, ob Ostermann weiterhin in Saarbrücken bleiben würde, niemand kann jetzt schon sagen, ob der FCS auch den Gang in die Oberliga antreten würde.
Um es mit anderen Worten zu sagen: noch bin ich ratlos wie Didier Philippe!
Ich glaube jedoch daran, dass der FCS es nicht zu diesem Fall kommen lässt und dass wir auch am Montag wieder normal zu unserer Arbeit/ in unsere Schule gehen können, ohne uns den Spott der FCS-Hasser anhören zu müssen. Der Schaden ist zwar schon groß, aber ich glaube/hoffe, dass der Totalschaden ausbleibt. Heute Nachmittag wissen wir mehr!
Das Spiel in der Livebetrachtung:
14:53 Uhr:
Jetzt müssen wir doch auf die Schützenhilfe anderer hoffen! Stuttgart führt 1:0! Bei Kassel gegen 1860 II steht es schon 1:1. Der Abstieg ist keineswegs utopisch, auch wenn das unser Vorstand lange Zeit glaubte.
14:55 Uhr:
Gerade hab ich gesehen, dass es schon 2:0 für Stuttgart steht. Was haben das Trainingslager und die ganzen Durchhalteparolen genutzt?
15:01 Uhr:
Das Drama geht weiter. 1860 II führt in Kassel nach einem Foulelfmeter mit 2:1. Das kann nur ein böser Traum sein.
15:04 Uhr:
Die Freunde des FCH aus Kassel zeigen keine ernsthafte Gegenwehr und lassen den Münchner Löwen viele Räume: 3:1
Der FCS bleibt unverändert schlecht, viel zu schlecht für die Regionalliga.
15:15 Uhr:
Philippe nimmt den langsamen Mittelfeldmann Gebhardt raus und bringt schon sehr früh Saglik. Ob das noch was hilft?
Halbzeit:
Der FCS geht mit großen Schritten Richtung Oberliga. Mit 2:0 für Stuttgart zur Pause dürfte es schwer sein, nochmal zurück zu schlagen. Die 2. Mannschaft des TSV 1860 München führt in Kassel mit 4:2 und tatsächlich hält uns im Moment nur das Unentschieden des FCK II gegen Siegen (in Leverkusen!) in der Regionalliga. Aber wenn die spätestens jetzt erfahren, wie es beim FCS steht, wird es wohl den Pfälzern eine Freude sein, uns absteigen zu sehen.
12 1860 München II 34 3 43
13 Karlsruher SC II 34 0 43
14 1. FC Saarbrücken 34 2 42
15 Sportfr. Siegen 34 2 42
16 SV Darmstadt 98 34 -10 40
15:44 Uhr:
Der FCS spielt unverändert: mutlos, lustlos, charakterlos.
1860 II dürfte sich mit dem 5:2 in Kassel wohl gerettet haben, während uns die Lauternreserve immernoch in der Liga hält. So langsam wäre ein Tor für Reutlingen auch gut zur Beruhigung.
15:50 Uhr:
Alles sägt an meinen Nerven. Die Musik in der SR3-Fußballkonferenz, das Ergebnis in Leverkusen. Endlich kommt ein wenig Fußball. Jetzt erstmal einen Earl Grey trinken, für die Nerven. Kann das wirklich sein, was hier und heute passiert?
15:54 Uhr:
Das wars. Mein Earl Grey ist gerade fertig geworden, da kommt die Meldung, dass Siegen das 1:0 gegen den FCK erzielt hat. Wie hätte es auch anders kommen sollen? Nun bleibt in den kommenden 20 Minuten nur noch die Hoffnung auf Reutlingen, die den FCS noch retten könnten. Es sieht düster aus.
16:00 Uhr:
JAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!! REUTLINGEN!!!!!
16:04 Uhr:
Und wieder heißt es "Oberliga FCS". Karlsruhe gleicht gegen Reutlingen aus.
16:15 Uhr:
Es dürften noch Sekunden sein, bis das Kapitel "Regionalliga" für den FCS beendet ist.
16:17 Uhr:
Abpfiff. Was macht Reutlingen?
16:26 Uhr:
Keine Meldung mehr zu Reutlingen, alle Webseiten brechen zusammen. Ich denke, dass es das endgültig war.
DANKE FÜR NICHTS, IHR VERSAGER!
Mittwoch, Mai 30, 2007
Meister der Freikarten
Ich habe eine gewisse Zeit lang, mit dem Gedanken gespielt, für den heutigen Beitrag im FCSBlog einfach nur auf den Beitrag "Der Kunde ist König", der vor ca. einem Jahr entstand, zu verlinken. So einfach will ich mich dann doch nicht aus der Affäre ziehen und liefere wenigstens erneut ein paar Denkanstöße zum leidigen Thema "Freikarten".
Zunächst einmal ist eine Freikartenaktion ein positives Zeichen seitens des Vereins. Es demonstriert gute Absichten gegenüber den Fans und zeigt, dass man diesen einen hohen Stellenwert zuweist. Wenn man seinen Fans sogar die Auswärtsfahrt bezahlt, gibt man auch denen die Chance, ein Spiel in der Fremde zu sehen, die normalerweise aufgrund Geldmangels die Reise nicht antreten. Schließlich liegt der Preis für eine Busfahrt schon durchschnittlich bei 20 €. Hinzu kommen noch die Kosten für den Eintritt und die Verpflegung, sodass man am Ende schon bei 30-40 € für ein einziges Spiel landen kann.
Es ist auch ein gutes Zeichen, dass gerade in solch einem wichtigen Spiel; es geht schließlich in Stuttgart um nicht weniger als den Klassenerhalt, der FCS auf die Unterstützung seiner Fans setzt. Die Botschaft, die hinter der Freikartenaktion steht, ist deutlich: die Mannschaft braucht in Stuttgart die Unterstützung der Fans. Indem man die Fahrt spendiert, sichert man sich zumindest die Anwesenheit zahlreicher Anhänger in der Ferne. Doch ist das wirklich das, was für die Unterstützung alleine reicht?
Dass Masse allein für ein runden, abwechslungsreiche Support der Mannschaft sorgt, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Bei 750 Leuten wird man nicht erleben, dass jeder über 90 Minuten den Verein anfeuert. Man darf sich eher darauf einstellen, dass die akustische Unterstützung von denselben Personen geleistet wird, die auch bei den Auswärtsspielen, die nicht vom Verein spendiert werden, dafür sorgen.
Natürlich muss man nicht von jedem Mitfahrer erwarten, dass er die Mannschaft mittels Gesängen nach vorne peitscht. Viele wollen sich sicher nur in Ruhe das Spiel ansehen. Jedoch sollten diese Leute auch den aktiven und engagierten Fans den Freiraum lassen, den sie zur Entfaltung brauchen. Wer sich von den Gesängen oder Schwenkfahnen gestört fühlt, stellt sich einfach an einen Ort, von dem aus er das Spiel in Ruhe und bei bester Sicht verfolgen kann. Ein gegenseitiges Anprangern der Art und Weise, wie man seine Zugehörigkeit zum FCS auslebt, ist zurzeit unangebracht.
Jedem stehen seine Freiheiten zu!
Was mich jedoch an der Freikartenaktion zum Stuttgartspiel wirklich stört, hat sich schon in den einleitenden Worten zu diesem Beitrag angekündigt: man wird den Eindruck nicht los, dass sich die FCS-Verantwortlichen "freikaufen" wollen. Diese werden sich wohl darüber im Klaren sein, dass trotz aller Erfolge der Frauen- und Jugendmannschaften die vergangenen beiden Jahre von Peinlichkeiten und Misserfolg geprägt war. Der zweite Abstieg in Serie würde dieser Misere, die von Skandalen, Niederlagen und Kritik am Präsidium geprägt ist, nur eine weitere Krone aufsetzen.
In dieser Saison gab es auffällig viele Freikartenaktionen. Vor allem in den ersten Heimspielen gab es Freikarten im Überfluss und es gab praktisch jedes zweite Wochendende einen speziellen Aktionstag.
Die Frage ist, ob sich hier ein ehrliches, schlechtes Gewissen gegenüber den Fans zeigt oder ob man nur die Anhänger bei Laune halten will, um jegliche Kritik verstummen zu lassen.
Die Freikartenaktionen in ihrer Fülle beim FCS 06/07 wirken irgendwann nicht mehr allzu glaubwürdig. Sie stumpfen immer zu einer fast gezwungenen Entschuldigung an die Fans ab.
Ich kann meine Wort vom 11.05.2006 nur noch einmal wiederholen:
Die Bedürfnisse eines Kunden hat der FCS vielleicht erfüllt, aber nicht die eines Fans!
Sportlicher Erfolg kann nicht durch irgendwelche Freikartengeschenke ersetzt werden. Was nützen einem Freifahrten nach Baden-Württemberg, wenn man in der kommenden Saison vielleicht nur noch nach Neunkirchen oder Wirges reisen kann?
Wenn Schalke 04 für viele der "Meister der Herzen" ist, so steht der Titel "Meister der Freikarten" zweifellos dem 1. FC Saarbrücken zu. Viel gebracht hat es bis jetzt keinem von beiden.
Zunächst einmal ist eine Freikartenaktion ein positives Zeichen seitens des Vereins. Es demonstriert gute Absichten gegenüber den Fans und zeigt, dass man diesen einen hohen Stellenwert zuweist. Wenn man seinen Fans sogar die Auswärtsfahrt bezahlt, gibt man auch denen die Chance, ein Spiel in der Fremde zu sehen, die normalerweise aufgrund Geldmangels die Reise nicht antreten. Schließlich liegt der Preis für eine Busfahrt schon durchschnittlich bei 20 €. Hinzu kommen noch die Kosten für den Eintritt und die Verpflegung, sodass man am Ende schon bei 30-40 € für ein einziges Spiel landen kann.
Es ist auch ein gutes Zeichen, dass gerade in solch einem wichtigen Spiel; es geht schließlich in Stuttgart um nicht weniger als den Klassenerhalt, der FCS auf die Unterstützung seiner Fans setzt. Die Botschaft, die hinter der Freikartenaktion steht, ist deutlich: die Mannschaft braucht in Stuttgart die Unterstützung der Fans. Indem man die Fahrt spendiert, sichert man sich zumindest die Anwesenheit zahlreicher Anhänger in der Ferne. Doch ist das wirklich das, was für die Unterstützung alleine reicht?
Dass Masse allein für ein runden, abwechslungsreiche Support der Mannschaft sorgt, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Bei 750 Leuten wird man nicht erleben, dass jeder über 90 Minuten den Verein anfeuert. Man darf sich eher darauf einstellen, dass die akustische Unterstützung von denselben Personen geleistet wird, die auch bei den Auswärtsspielen, die nicht vom Verein spendiert werden, dafür sorgen.
Natürlich muss man nicht von jedem Mitfahrer erwarten, dass er die Mannschaft mittels Gesängen nach vorne peitscht. Viele wollen sich sicher nur in Ruhe das Spiel ansehen. Jedoch sollten diese Leute auch den aktiven und engagierten Fans den Freiraum lassen, den sie zur Entfaltung brauchen. Wer sich von den Gesängen oder Schwenkfahnen gestört fühlt, stellt sich einfach an einen Ort, von dem aus er das Spiel in Ruhe und bei bester Sicht verfolgen kann. Ein gegenseitiges Anprangern der Art und Weise, wie man seine Zugehörigkeit zum FCS auslebt, ist zurzeit unangebracht.
Jedem stehen seine Freiheiten zu!
Was mich jedoch an der Freikartenaktion zum Stuttgartspiel wirklich stört, hat sich schon in den einleitenden Worten zu diesem Beitrag angekündigt: man wird den Eindruck nicht los, dass sich die FCS-Verantwortlichen "freikaufen" wollen. Diese werden sich wohl darüber im Klaren sein, dass trotz aller Erfolge der Frauen- und Jugendmannschaften die vergangenen beiden Jahre von Peinlichkeiten und Misserfolg geprägt war. Der zweite Abstieg in Serie würde dieser Misere, die von Skandalen, Niederlagen und Kritik am Präsidium geprägt ist, nur eine weitere Krone aufsetzen.
In dieser Saison gab es auffällig viele Freikartenaktionen. Vor allem in den ersten Heimspielen gab es Freikarten im Überfluss und es gab praktisch jedes zweite Wochendende einen speziellen Aktionstag.
Die Frage ist, ob sich hier ein ehrliches, schlechtes Gewissen gegenüber den Fans zeigt oder ob man nur die Anhänger bei Laune halten will, um jegliche Kritik verstummen zu lassen.
Die Freikartenaktionen in ihrer Fülle beim FCS 06/07 wirken irgendwann nicht mehr allzu glaubwürdig. Sie stumpfen immer zu einer fast gezwungenen Entschuldigung an die Fans ab.
Ich kann meine Wort vom 11.05.2006 nur noch einmal wiederholen:
Die Bedürfnisse eines Kunden hat der FCS vielleicht erfüllt, aber nicht die eines Fans!
Sportlicher Erfolg kann nicht durch irgendwelche Freikartengeschenke ersetzt werden. Was nützen einem Freifahrten nach Baden-Württemberg, wenn man in der kommenden Saison vielleicht nur noch nach Neunkirchen oder Wirges reisen kann?
Wenn Schalke 04 für viele der "Meister der Herzen" ist, so steht der Titel "Meister der Freikarten" zweifellos dem 1. FC Saarbrücken zu. Viel gebracht hat es bis jetzt keinem von beiden.
Montag, Mai 28, 2007
FCS-Zitat spezial: Didier Philippe
Als ich neulich mal wieder das interessante, wie vielseitige Weblog von Markus besuchte, laß ich dort den Beitrag "Pauli ist dort, wo Saarbrücken noch hin muss". In seiner kleinen Linksammlung gegen Ende des Beitrags findet man, neben dem Hinweis auf das FCSBlog (danke hierfür!), folgende Bemerkung über unseren Cheftrainer Didier Philippe:
Um sich mal genauer mit den Phrasen des Didier Philippe zu beschäftigen, hatte ich nach diesem Beitrag von Markus die Idee, unserem Trainer einen ganzen Blogbeitrag mit Zitaten zu widmen.
Hier ist also die kleine Top Ten der zehn interessantesten, lustigsten oder verwirrendsten Phillipe-Phrasen:

1. "Ich bin sicher, dass das Team top motiviert sein wird."
Quelle: fc-saarbruecken.de
Das waren die Worte Philippes vor der 0:3-Niederlage beim Aufsteiger aus Kassel.
2. "Marco Gebhardt ist dabei, eine Führungsrolle einzunehmen."
Quelle: fc-saarbruecken.de
Dieser Satz stammt aus der Winterpause. Die an ihn gestellten Erwartungen erfüllte Gebhardt bis heute nur mäßig erfolgreich.
3. "Ich kenne ihn natürlich sehr gut, er verfügt über ein enormes Potenzial, hatte zuletzt aber Verletzungsprobleme."
Quelle: fc-saarbruecken.de
Philippe sprach hier vor dessen Verpflichtung über den möglichen Neuzugang Guillaume Deschamps. Dieser wurde später verpflichtet und fiel bisher nur dadurch auf, unauffällig zu sein.
4. "Die Mannschaft hat super trainiert und wir werden offensiv auftreten."
Quelle: fc-saarbruecken.de
Dies kündigte Philippe vor der 0:4-Niederlage in Darmstadt an.
5. "Hoffentlich wissen die Spieler, wo Elversberg liegt. Wir müssen jetzt über die Emotionen ins Spiel kommen."
Quelle: Saarbrücker Zeitung(SZ) vom 05.05.07 "Philippe: „Spieler in der Pflicht“"
Normalerweise findet man in der Fußballrhetorik nur über den Kampf ins Spiel. Philippe beschwörte jedoch den Derbycharakter des Spiels in Elversberg und ließ so seine Schützlinge über Emotionen ins Spiel kommen.
6. "Einige wissen gar nicht, wo Pirmasens liegt."
Quelle: SZ vom 19.03.07 "Saarländer jubeln für den FKP"
Hier hatte die Beschwörung des angeblich brisanten Südwestderbys nicht geklappt.
7. "Wir müssen Gras fressen."
Quelle: SZ vom 24.03.07 "FCS-Trainer Didier Philippe sucht Mannschaft mit Charakter"
Hier bediente sich Philippe vor dem Spiel gegen die Stuttgarter Kickers eines Klassikers der Fußballrhetorik.
8. "Viel wichtiger ist, wie es mit dem Verein weitergeht."
Quelle: SZ vom 21.05.07 "Saarbrücken sammelt beim Sommerkick einen Punkt ein"
Philippe antwortete(?) hier auf die Frage, warum er erst in der 74. Minute den schwachen Hadji gegen Mahir Saglik einwechselte. Inwiefern die Frage damit beantwortet ist, sei mal dahingestellt.
9. "Wir müssen gewinnen, wir müssen aber auch Geduld haben und mit aller Ruhe unseren Fußball spielen."
Quelle: SZ vom 26.05.07 " FCS fürchtet Erwartungshaltung"
So lauteten die Worte von Didier Philippe vor dem Spiel gegen den FCK II. Dass es am Ende aber doch so ruhig zugeht, hätten wir uns vor dem Spiel nie gewünscht.
10. "Gute Frage (lange Pause). Arbeiten."
Quelle: sr-online.de
Didier Philippe beantwortete hier nach dem 0:0-Unentschieden gegen den FCK II, was denn auf ein "super Spiel" seiner Mannschaft in Stuttgart hoffen lasse. Immerhin scheint Philippe das Grundprinzip der Trainertätigkeit damit verstanden zu haben.
Hoffen wir einfach mal, dass es bis zum entscheidenden Spiel in Stuttgart seine Umsetzung findet und dem FCS endlich den Klassenerhalt sichert. Es wäre dringend an der Zeit!
Homepage FCS: (Noch-)FCS-Trainer Didier Philippe: (ein Phrasendrescher vor dem Herrn): «Werden nicht auf andere Plätze schauen»
Um sich mal genauer mit den Phrasen des Didier Philippe zu beschäftigen, hatte ich nach diesem Beitrag von Markus die Idee, unserem Trainer einen ganzen Blogbeitrag mit Zitaten zu widmen.
Hier ist also die kleine Top Ten der zehn interessantesten, lustigsten oder verwirrendsten Phillipe-Phrasen:
1. "Ich bin sicher, dass das Team top motiviert sein wird."
Quelle: fc-saarbruecken.de
Das waren die Worte Philippes vor der 0:3-Niederlage beim Aufsteiger aus Kassel.
2. "Marco Gebhardt ist dabei, eine Führungsrolle einzunehmen."
Quelle: fc-saarbruecken.de
Dieser Satz stammt aus der Winterpause. Die an ihn gestellten Erwartungen erfüllte Gebhardt bis heute nur mäßig erfolgreich.
3. "Ich kenne ihn natürlich sehr gut, er verfügt über ein enormes Potenzial, hatte zuletzt aber Verletzungsprobleme."
Quelle: fc-saarbruecken.de
Philippe sprach hier vor dessen Verpflichtung über den möglichen Neuzugang Guillaume Deschamps. Dieser wurde später verpflichtet und fiel bisher nur dadurch auf, unauffällig zu sein.
4. "Die Mannschaft hat super trainiert und wir werden offensiv auftreten."
Quelle: fc-saarbruecken.de
Dies kündigte Philippe vor der 0:4-Niederlage in Darmstadt an.
5. "Hoffentlich wissen die Spieler, wo Elversberg liegt. Wir müssen jetzt über die Emotionen ins Spiel kommen."
Quelle: Saarbrücker Zeitung(SZ) vom 05.05.07 "Philippe: „Spieler in der Pflicht“"
Normalerweise findet man in der Fußballrhetorik nur über den Kampf ins Spiel. Philippe beschwörte jedoch den Derbycharakter des Spiels in Elversberg und ließ so seine Schützlinge über Emotionen ins Spiel kommen.
6. "Einige wissen gar nicht, wo Pirmasens liegt."
Quelle: SZ vom 19.03.07 "Saarländer jubeln für den FKP"
Hier hatte die Beschwörung des angeblich brisanten Südwestderbys nicht geklappt.
7. "Wir müssen Gras fressen."
Quelle: SZ vom 24.03.07 "FCS-Trainer Didier Philippe sucht Mannschaft mit Charakter"
Hier bediente sich Philippe vor dem Spiel gegen die Stuttgarter Kickers eines Klassikers der Fußballrhetorik.
8. "Viel wichtiger ist, wie es mit dem Verein weitergeht."
Quelle: SZ vom 21.05.07 "Saarbrücken sammelt beim Sommerkick einen Punkt ein"
Philippe antwortete(?) hier auf die Frage, warum er erst in der 74. Minute den schwachen Hadji gegen Mahir Saglik einwechselte. Inwiefern die Frage damit beantwortet ist, sei mal dahingestellt.
9. "Wir müssen gewinnen, wir müssen aber auch Geduld haben und mit aller Ruhe unseren Fußball spielen."
Quelle: SZ vom 26.05.07 " FCS fürchtet Erwartungshaltung"
So lauteten die Worte von Didier Philippe vor dem Spiel gegen den FCK II. Dass es am Ende aber doch so ruhig zugeht, hätten wir uns vor dem Spiel nie gewünscht.
10. "Gute Frage (lange Pause). Arbeiten."
Quelle: sr-online.de
Didier Philippe beantwortete hier nach dem 0:0-Unentschieden gegen den FCK II, was denn auf ein "super Spiel" seiner Mannschaft in Stuttgart hoffen lasse. Immerhin scheint Philippe das Grundprinzip der Trainertätigkeit damit verstanden zu haben.
Hoffen wir einfach mal, dass es bis zum entscheidenden Spiel in Stuttgart seine Umsetzung findet und dem FCS endlich den Klassenerhalt sichert. Es wäre dringend an der Zeit!
Samstag, Mai 26, 2007
Eine Schande für den FCS
Es gibt Tage, an denen eine gute Tat für viele schlechte Taten in der Vergangenheit entschädigen kann. Solche Chancen bekommt man im Leben wahrlich nicht oft. Und eine dieser Chancen haben die Spieler des FCS heute vergeben:

Mit einem Sieg hätte der FCS schon heute den Klassenerhalt gesichert, was laut Präsident Hartmut Ostermann auch "der Abschluss eines insgesamt ordentlichen Fussball-Jahres"(Zitat aus dem FC-Magazin) wäre. Immerhin haben ja die Frauen den Wiederaufstieg in die Bundesliga gepackt und auch die Resultate der Jugendmannschaften konnten sich sehen lassen. Einzig und allein die erste Mannschaft bildet das Sorgenkind im "Gesamtverein 1. FC Saarbrücken"(Zitat Ostermann).
Es grenzt zwar an Masochismus, das Spiel an dieser Stelle näher zu beschreiben, aber ich will es trotzdem versuchen:
Gegen eine Elf aus Lautern, die ohne große Namen antrat, ließ Philippe überraschenderweise Saglik wieder von Beginn an stürmen. Gebhardt saß zunächst nur auf der Bank.
Eigentlich sollte man meinen, dass mit einer Konstruktion aus jungen, wilden Spielern und gestandenen Spielern wie Hadji und Jäger ein neunzigminütiger Sturmlauf gegen schwache Pfälzer auf dem Programm steht. Doch dazu kam es nicht!
Der FCS war stets bemüht, arbeitete sich tief in die Hälfte der Lauterer vor, kam aber nur selten zu Torchancen. Jäger und Hadji waren stets in Aktion, konnten aber nur selten direkt zum Tor vordringen und versuchten viel zu selten, einfach mal draufzuhalten. Mahir Saglik vergab in der ersten Halbzeiten seine Kopfballchancen. Sonst war diese Hälfte von unnötigen Ballverlusten und großer Lustlosigkeit auf Seiten der Blau-Schwarzen (in den neuen Trikots) geprägt. Auf den Rängen war ein ähnliches, aktustisches Bild zu vernehmen. Viele waren bemüht, die Mannschaft anzufeuern, jedoch gab es immer wieder Leute, die sich in die singende Masse stellten und schwiegen. Jeglicher Kommentar dazu erscheint überflüssig.
Die zweite Hälfte setzte das Grauen fort. Wiederum verstand die Mannschaft es nicht, die wahren Stärken von Jäger und Saglik auszuspielen und versuchte es dummerweise immer wieder über die Flügel, was zwar zu einigen Kopfballchancen führte, welche jedoch kläglich vergeben wurden. Jäger wurde nie so angespielt, dass er den Ball hätte verwerten können. Saglik konnte man sein Formtief deutlich anmerken, sodass er bei seinen Kopfballchancen immer schlecht aussah. Nehrbauer fiel nur durch Ballverluste und einen missratenen Weitschuss auf, während der sonst dauerverletzte Kling den Gästen aus der Pfalz zu ihren wenigen Angriffen verhalf. Trainer Philippe leistete sich dann eine große Aktion: für den technisch unbegabten Nehrbauer brachte er den konditionschwachen Gebhardt. Dieser führte die Linie des Flügelspiels weiter, verhalf der Mannschaft damit aber nicht zum Erfolg. Eine weitere Großchance vergab dabei Gökhan Impis, der kurz vor Schluss eingewechselt wurde. Irgendwann war es dann amtlich: der FCS gewinnt keines seiner Spiele gegen den FCK II (die Mannschaft ohne Sieg in 33 Spielen)

Einige Spieler traten geknickt den Weg in die Kabine an, während andere wie Saglik noch minutenlang mit leerem Blick auf dem Platz blieben.

Auf den Rängen war indessen ein einziges Pfeifkonzert zu vernehmen, welches in "Vorstand raus!" und "Philippe raus!"-Rufe überging. Der FCS hat die große Chance zum Klassenerhalt, den Elfmeter zum Ziel, kläglich vergeben. Man kann dabei noch von Glück sagen, dass auch die Konkurrenz patzte und somit der FCS in Stuttgart noch selbst sein Schicksal beeinflussen kann. Trotzdem steht fest, dass die Mannschaft, die nicht einmal gegen die kleinen roten Teufel, die ganze zehn Punkte (zwei davon vom FCS) in dieser Saison eingefahren hat, gewinnen kann, eine Schande für den "Gesamtverein 1. FC Saarbrücken" ist.
In der Sommerpause muss, egal in welcher Spielklasse man die Saison 07/08 bestreiten wird, ein gewaltiger Umbruch stattfinden!
Mit einem Sieg hätte der FCS schon heute den Klassenerhalt gesichert, was laut Präsident Hartmut Ostermann auch "der Abschluss eines insgesamt ordentlichen Fussball-Jahres"(Zitat aus dem FC-Magazin) wäre. Immerhin haben ja die Frauen den Wiederaufstieg in die Bundesliga gepackt und auch die Resultate der Jugendmannschaften konnten sich sehen lassen. Einzig und allein die erste Mannschaft bildet das Sorgenkind im "Gesamtverein 1. FC Saarbrücken"(Zitat Ostermann).
Es grenzt zwar an Masochismus, das Spiel an dieser Stelle näher zu beschreiben, aber ich will es trotzdem versuchen:
Gegen eine Elf aus Lautern, die ohne große Namen antrat, ließ Philippe überraschenderweise Saglik wieder von Beginn an stürmen. Gebhardt saß zunächst nur auf der Bank.
Eigentlich sollte man meinen, dass mit einer Konstruktion aus jungen, wilden Spielern und gestandenen Spielern wie Hadji und Jäger ein neunzigminütiger Sturmlauf gegen schwache Pfälzer auf dem Programm steht. Doch dazu kam es nicht!
Der FCS war stets bemüht, arbeitete sich tief in die Hälfte der Lauterer vor, kam aber nur selten zu Torchancen. Jäger und Hadji waren stets in Aktion, konnten aber nur selten direkt zum Tor vordringen und versuchten viel zu selten, einfach mal draufzuhalten. Mahir Saglik vergab in der ersten Halbzeiten seine Kopfballchancen. Sonst war diese Hälfte von unnötigen Ballverlusten und großer Lustlosigkeit auf Seiten der Blau-Schwarzen (in den neuen Trikots) geprägt. Auf den Rängen war ein ähnliches, aktustisches Bild zu vernehmen. Viele waren bemüht, die Mannschaft anzufeuern, jedoch gab es immer wieder Leute, die sich in die singende Masse stellten und schwiegen. Jeglicher Kommentar dazu erscheint überflüssig.
Die zweite Hälfte setzte das Grauen fort. Wiederum verstand die Mannschaft es nicht, die wahren Stärken von Jäger und Saglik auszuspielen und versuchte es dummerweise immer wieder über die Flügel, was zwar zu einigen Kopfballchancen führte, welche jedoch kläglich vergeben wurden. Jäger wurde nie so angespielt, dass er den Ball hätte verwerten können. Saglik konnte man sein Formtief deutlich anmerken, sodass er bei seinen Kopfballchancen immer schlecht aussah. Nehrbauer fiel nur durch Ballverluste und einen missratenen Weitschuss auf, während der sonst dauerverletzte Kling den Gästen aus der Pfalz zu ihren wenigen Angriffen verhalf. Trainer Philippe leistete sich dann eine große Aktion: für den technisch unbegabten Nehrbauer brachte er den konditionschwachen Gebhardt. Dieser führte die Linie des Flügelspiels weiter, verhalf der Mannschaft damit aber nicht zum Erfolg. Eine weitere Großchance vergab dabei Gökhan Impis, der kurz vor Schluss eingewechselt wurde. Irgendwann war es dann amtlich: der FCS gewinnt keines seiner Spiele gegen den FCK II (die Mannschaft ohne Sieg in 33 Spielen)
Einige Spieler traten geknickt den Weg in die Kabine an, während andere wie Saglik noch minutenlang mit leerem Blick auf dem Platz blieben.
Auf den Rängen war indessen ein einziges Pfeifkonzert zu vernehmen, welches in "Vorstand raus!" und "Philippe raus!"-Rufe überging. Der FCS hat die große Chance zum Klassenerhalt, den Elfmeter zum Ziel, kläglich vergeben. Man kann dabei noch von Glück sagen, dass auch die Konkurrenz patzte und somit der FCS in Stuttgart noch selbst sein Schicksal beeinflussen kann. Trotzdem steht fest, dass die Mannschaft, die nicht einmal gegen die kleinen roten Teufel, die ganze zehn Punkte (zwei davon vom FCS) in dieser Saison eingefahren hat, gewinnen kann, eine Schande für den "Gesamtverein 1. FC Saarbrücken" ist.
In der Sommerpause muss, egal in welcher Spielklasse man die Saison 07/08 bestreiten wird, ein gewaltiger Umbruch stattfinden!
Freitag, Mai 25, 2007
FCS-Zitat der Woche (8)
Diese Woche beschäftigt sich das FCS-Zitat der Woche mit dem Thema "Mathematik" und doch erteilt Manager Wolfgang Loos gerade dem Rechnen eine klare Absage:
Loos bezieht sich damit auf den Abstiegskampf, der rein vom rechnerischen her noch bis zum achten Tabellenplatz(Stuttgarter Kickers) reicht. Natürlich werden von diesen Mannschaften nur die absteigen, die sich am 34. Spieltag unterhalb von Platz 14 befinden(und dass die Stuttgarter Kickers sich darunter befinden werden, wag ich doch zu bezweifeln).
Dass Loos nicht rechnet, hat also den Hintergrund, dass die Glaubwürdigkeit der Tabelle spätestens mit dem rasanten Aufstieg des SC Pfullendorf von Platz 15 auf Platz 9 verloren gegangen ist. Fußball ist eben immernoch die Wundertüte, die von der Tagesform bestimmt ist. Da der FCS seine Hausaufgaben in Sachen Konditionstraining diese Saison leider allzu oft vergessen hat, war die gute Tagesform meist nur bis zur 70. Minute vorhanden.
Das wichtigste Faktum ist und bleibt im Abstiegskampf des FCS, dass man noch vor den Abstiegsplätzen steht und somit alles noch in der eigenen Hand hat. Der FCS braucht also nicht zu rechnen; es reicht, wenn er die letzten beiden Spiele gewinnt. Genau das ist es, was Loos propagiert: nicht von Rechenspielchen irritieren lassen und konzentriert zu Werke gehen!
Eine weitere Maßnahme, die auf Loos Bestrebungen hin am Samstag durchgeführt wird, ist das Ausbleiben der Zwischenstände der Regionalliga Süd auf der Anzeigetafel. Damit sollen wohl die Nerven der Spieler, als auch die der Fans, geschont werden und der Fokus auf das wichtige Spiel gegen den FCK II gelenkt werden. Ob es was bringt und die Spieler tatsächlich selbstbewusster gegen die kleinen Teufel auf den Platz gehen, ist eine andere Frage. Selbstbewusstsein und eine angriffslustige Mannschaft könnten am Samstag der Schlüssel zum Erfolg sein.
Quelle:
-Saarbrücker Zeitung vom 24.05.07 "FCS will punkten - nicht rechnen" von T. Klein
"Ich rechne überhaupt nicht. Denn in dieser Tabelle glaube ich an gar nichts mehr."
- Wolfgang Loos
Loos bezieht sich damit auf den Abstiegskampf, der rein vom rechnerischen her noch bis zum achten Tabellenplatz(Stuttgarter Kickers) reicht. Natürlich werden von diesen Mannschaften nur die absteigen, die sich am 34. Spieltag unterhalb von Platz 14 befinden(und dass die Stuttgarter Kickers sich darunter befinden werden, wag ich doch zu bezweifeln).
Dass Loos nicht rechnet, hat also den Hintergrund, dass die Glaubwürdigkeit der Tabelle spätestens mit dem rasanten Aufstieg des SC Pfullendorf von Platz 15 auf Platz 9 verloren gegangen ist. Fußball ist eben immernoch die Wundertüte, die von der Tagesform bestimmt ist. Da der FCS seine Hausaufgaben in Sachen Konditionstraining diese Saison leider allzu oft vergessen hat, war die gute Tagesform meist nur bis zur 70. Minute vorhanden.
Das wichtigste Faktum ist und bleibt im Abstiegskampf des FCS, dass man noch vor den Abstiegsplätzen steht und somit alles noch in der eigenen Hand hat. Der FCS braucht also nicht zu rechnen; es reicht, wenn er die letzten beiden Spiele gewinnt. Genau das ist es, was Loos propagiert: nicht von Rechenspielchen irritieren lassen und konzentriert zu Werke gehen!
Eine weitere Maßnahme, die auf Loos Bestrebungen hin am Samstag durchgeführt wird, ist das Ausbleiben der Zwischenstände der Regionalliga Süd auf der Anzeigetafel. Damit sollen wohl die Nerven der Spieler, als auch die der Fans, geschont werden und der Fokus auf das wichtige Spiel gegen den FCK II gelenkt werden. Ob es was bringt und die Spieler tatsächlich selbstbewusster gegen die kleinen Teufel auf den Platz gehen, ist eine andere Frage. Selbstbewusstsein und eine angriffslustige Mannschaft könnten am Samstag der Schlüssel zum Erfolg sein.
Quelle:
-Saarbrücker Zeitung vom 24.05.07 "FCS will punkten - nicht rechnen" von T. Klein
Mittwoch, Mai 23, 2007
Joyeux anniversaire JJ!
Wir gratulieren einem Mann zu seinem 29. Geburtstag, der wohl dafür gesorgt hat, dass der FCS in dieser Saison nicht alle Punkte gnadenlos verschenkt hat.
Joyeux anniversaire Jonathan Jäger!

Foto: fc-saarbruecken.de
Kaum ein anderer Spieler in Diensten des FCS kann ich solch Tristen Regionalligazeiten von sich behaupten, er habe Erstligaformat. Dabei sah es ziemlich düster in Saarbrücken aus, als er sich für den Wechsel in die saarländische Landeshauptstadt entschied. In Le Havre hatte er nie zu seiner Topform gefunden und in der Saison 2005/2006 nur wenige Einsätze für den französischen Zweitligisten bestritten.
Es war Anfang Februar, als der FCS neben Ivan Dudic noch einen schnellen, vielseitigen Stürmer suchte, der noch einmal im Abstiegskampf helfen sollte. Die Wahl fiel dabei auf Jäger, der sich schon beim FC Metz einen Namen gemacht hatte. Nachdem die Vertragsmodalitäten geklärt waren, kam Jäger beim Auswärtsspiel in Siegen zu seinem ersten Einsatz für die Blau-Schwarzen. Es sollte ein Auftakt nach Maß werden: Jäger bereitete das 3:0 vor und setzte den Schlusspunkt zum 4:0 mit einem frechen Fernschuss, der es sogar in die Auswahl zum "Tor der Woche" schaffte.
Mit weiteren Glanzvorstellungen, u.a. einem Seitfallziehertor in Cottbus, spielte sich Jäger schnell in die Herzen der Fans, obwohl der befürchtete Abstieg am Ende eintrat. Obwohl er mit seinen fünf Toren in elf Spielen die Aufmerksamkeit anderer Vereine erregte, trat er im Trikot des FCS den Gang in die Regionalliga an.
In der Regionalliga gab es leider auch einige Torflauten für Jäger. In einer Mannschaft aus fähigen Individualisten fand sich nur selten eine geschlossene Einheit zusammen und so gab es leider viele Spiele, in denen man sich nicht auf Jägers Stärken besinnte, die klar in seinen Dribblings, seinen schnellen Vorstößen und seiner Fähigkeit, aus allen Entfernungen treffen zu können, liegen. Irgendwann platzte der Knoten und so hat Jäger uns bisher mit 17 Toren in 32 Spielen erfreuen können. Das hat erneut das Interesse anderer Vereine, wie z.B. Hansa Rostock, geweckt. Jäger lehnte alle Verhandlungen mit anderen Vereinen ab und betonte in der Saarbrücker Zeitung, dass er trotz der sportlichen Misere seinen Vertrag bis 2008 erfüllen will. Damit bleibt für uns alle die Hoffnung, dass viel noch sehr häufig diese Grafik auf der Anzeigetafel über dem Marathontor sehen werden:

Link:
Spielerprofil Jonathan Jäger auf ludwigspark.de
Joyeux anniversaire Jonathan Jäger!
Foto: fc-saarbruecken.de
Kaum ein anderer Spieler in Diensten des FCS kann ich solch Tristen Regionalligazeiten von sich behaupten, er habe Erstligaformat. Dabei sah es ziemlich düster in Saarbrücken aus, als er sich für den Wechsel in die saarländische Landeshauptstadt entschied. In Le Havre hatte er nie zu seiner Topform gefunden und in der Saison 2005/2006 nur wenige Einsätze für den französischen Zweitligisten bestritten.
Es war Anfang Februar, als der FCS neben Ivan Dudic noch einen schnellen, vielseitigen Stürmer suchte, der noch einmal im Abstiegskampf helfen sollte. Die Wahl fiel dabei auf Jäger, der sich schon beim FC Metz einen Namen gemacht hatte. Nachdem die Vertragsmodalitäten geklärt waren, kam Jäger beim Auswärtsspiel in Siegen zu seinem ersten Einsatz für die Blau-Schwarzen. Es sollte ein Auftakt nach Maß werden: Jäger bereitete das 3:0 vor und setzte den Schlusspunkt zum 4:0 mit einem frechen Fernschuss, der es sogar in die Auswahl zum "Tor der Woche" schaffte.
Mit weiteren Glanzvorstellungen, u.a. einem Seitfallziehertor in Cottbus, spielte sich Jäger schnell in die Herzen der Fans, obwohl der befürchtete Abstieg am Ende eintrat. Obwohl er mit seinen fünf Toren in elf Spielen die Aufmerksamkeit anderer Vereine erregte, trat er im Trikot des FCS den Gang in die Regionalliga an.
In der Regionalliga gab es leider auch einige Torflauten für Jäger. In einer Mannschaft aus fähigen Individualisten fand sich nur selten eine geschlossene Einheit zusammen und so gab es leider viele Spiele, in denen man sich nicht auf Jägers Stärken besinnte, die klar in seinen Dribblings, seinen schnellen Vorstößen und seiner Fähigkeit, aus allen Entfernungen treffen zu können, liegen. Irgendwann platzte der Knoten und so hat Jäger uns bisher mit 17 Toren in 32 Spielen erfreuen können. Das hat erneut das Interesse anderer Vereine, wie z.B. Hansa Rostock, geweckt. Jäger lehnte alle Verhandlungen mit anderen Vereinen ab und betonte in der Saarbrücker Zeitung, dass er trotz der sportlichen Misere seinen Vertrag bis 2008 erfüllen will. Damit bleibt für uns alle die Hoffnung, dass viel noch sehr häufig diese Grafik auf der Anzeigetafel über dem Marathontor sehen werden:
Link:
Spielerprofil Jonathan Jäger auf ludwigspark.de
Dienstag, Mai 22, 2007
Legendenbildung rund um das letzte Heimspiel
Der Fußball ist ein Hort der Mythen und Legenden. So wird noch von vielen behauptet, Jay-Jay Okocha habe beim FCS gespielt (er war bei Borussia Neunkirchen) oder der FCS zum französischen Zweitligameister gekürt (in Wirklichkeit war der FCS nur "inoffizieller Meister", da er mit Gastrecht antrat).
Vor dem letzten Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern haben sich in kürzester Zeit nun neue Gerüchte und Mythen aufgetan, die für viel Wirbel gesorgt haben. Das FCSBlog geht mit gutem Beispiel voran und wird diese Sachverhalte entschlüsseln.
Klären wir einmal die zentrale Sorge, die sich in den FCS-Foren breit macht:
Darf der FCK wirklich alle Profis der ersten Mannschaft einsetzen?
Nein! Liest man sich die Spielordnung des DFB durch, wird man irgendwann auf Seite 10 zu § 11. Dort heißt es unter Punkt 2, dass Stammspieler nur dann in anderen, aufstiegsberechtigen Mannschaften ihres Vereins auflaufen dürfen, wenn sie vier Spiele hintereinander nicht eingesetzt wurden, obwohl sie spielberechtigt waren. Das ist das, was in den letzten Tagen als magische "Vier-Spiele-Grenze" umhergeisterte.
Da die zweite Mannschaft des FCK eben nicht aufsteigen darf, lohnt es sich auf einen Blick auf Punkt 4 zu werfen. Hier wird geklärt, dass eben jene Einschränkung aus Punkt 2 bei Mannschaften wie dem FCK II nur in den letzten vier Spieltagen gilt. Also kann der FCS aufatmen, da sich der Kreis der spielberechtigten Lizenzspieler des FCK somit auf überschaubare Ausmaße reduziert.
Nur wer beim FCK nach dem 30. Spieltag der 2. Bundesliga nicht kein Stammspieler der 1. Mannschaft ist, darf in nun noch in der Regionalliga auflaufen!
Hätte der FCS den FCK II früher in der Saison im Ludwigspark empfangen, hätte dies wohl anders ausgesehen.
Eine Personalie, die immer wieder im Zusammenhang mit dem Spiel am Samstag genannt wird, ist Aimen Demai. Dieser hat seinen Status als Stammspieler durch seine lange Verletzungspause verloren und wäre somit gegen den FCS einsatzberechtigt. Sein Einsatz ist trotzdem sehr fraglich, da er gerade erst seinen Kreuzbandriss überstanden und wohl einen großen Trainingsrückstand hat.
Fazit:
Alle Befürchtungen, dass der FCS am Samstag gegen die halbe Profimannschaft des FCK spielt, können getrost vergessen werden. Vielmehr ist die Mannschaft zu erwarten, die die Schießbude der Liga darstellt. Der FCS hat also den Klassenerhalt am Samstag in seiner eigenen Hand und darf sich keinenfalls auf irgendwelche Ausreden wie "Wettbewerbsverzerrung" versteifen.
Falls jemanden eine Unstimmigkeit in meinen Ausführungen aufgefallen sein sollte, bitte ich dies mir kurz per Kommentar mitzuteilen. Für alle Interessierten gibt es die Spielordnung des DFB hier www.dfb.de zum Nachlesen:
Spielordnung DFB (pdf)
Vor dem letzten Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern haben sich in kürzester Zeit nun neue Gerüchte und Mythen aufgetan, die für viel Wirbel gesorgt haben. Das FCSBlog geht mit gutem Beispiel voran und wird diese Sachverhalte entschlüsseln.
Klären wir einmal die zentrale Sorge, die sich in den FCS-Foren breit macht:
Darf der FCK wirklich alle Profis der ersten Mannschaft einsetzen?
Nein! Liest man sich die Spielordnung des DFB durch, wird man irgendwann auf Seite 10 zu § 11. Dort heißt es unter Punkt 2, dass Stammspieler nur dann in anderen, aufstiegsberechtigen Mannschaften ihres Vereins auflaufen dürfen, wenn sie vier Spiele hintereinander nicht eingesetzt wurden, obwohl sie spielberechtigt waren. Das ist das, was in den letzten Tagen als magische "Vier-Spiele-Grenze" umhergeisterte.
Da die zweite Mannschaft des FCK eben nicht aufsteigen darf, lohnt es sich auf einen Blick auf Punkt 4 zu werfen. Hier wird geklärt, dass eben jene Einschränkung aus Punkt 2 bei Mannschaften wie dem FCK II nur in den letzten vier Spieltagen gilt. Also kann der FCS aufatmen, da sich der Kreis der spielberechtigten Lizenzspieler des FCK somit auf überschaubare Ausmaße reduziert.
Nur wer beim FCK nach dem 30. Spieltag der 2. Bundesliga nicht kein Stammspieler der 1. Mannschaft ist, darf in nun noch in der Regionalliga auflaufen!
Hätte der FCS den FCK II früher in der Saison im Ludwigspark empfangen, hätte dies wohl anders ausgesehen.
Eine Personalie, die immer wieder im Zusammenhang mit dem Spiel am Samstag genannt wird, ist Aimen Demai. Dieser hat seinen Status als Stammspieler durch seine lange Verletzungspause verloren und wäre somit gegen den FCS einsatzberechtigt. Sein Einsatz ist trotzdem sehr fraglich, da er gerade erst seinen Kreuzbandriss überstanden und wohl einen großen Trainingsrückstand hat.
Fazit:
Alle Befürchtungen, dass der FCS am Samstag gegen die halbe Profimannschaft des FCK spielt, können getrost vergessen werden. Vielmehr ist die Mannschaft zu erwarten, die die Schießbude der Liga darstellt. Der FCS hat also den Klassenerhalt am Samstag in seiner eigenen Hand und darf sich keinenfalls auf irgendwelche Ausreden wie "Wettbewerbsverzerrung" versteifen.
Falls jemanden eine Unstimmigkeit in meinen Ausführungen aufgefallen sein sollte, bitte ich dies mir kurz per Kommentar mitzuteilen. Für alle Interessierten gibt es die Spielordnung des DFB hier www.dfb.de zum Nachlesen:
Spielordnung DFB (pdf)
Freitag, Mai 18, 2007
Geschwätz üwwer de Eff-Zeh Folge 14
Link: sevenload.com
Die 14. Ausgabe von GÜFC stellt eine lockere Ausnahme vom sonstigen Blogalltag dar, obwohl es für mich selbst wohl das bisher anstrengenste Videocast war. In vier unterschiedlichen Disziplinen bin ich angetreten, um mein nichtvorhandenes sportliches Können unter Beweis zustellen.
Und wenn die saarländischen Medien neue, innovative Konzepte entwerfen, können wir das schon lange, oder?
Jedenfalls zeigt dieses Video, dass man beim Fußball immer einen Ersatzball dabeihaben sollte. Aber seht es euch selbst an!
Donnerstag, Mai 17, 2007
FCS-Zitat der Woche (7)
Unser dieswöchiges Zitat beschäftigt sich mit dem "Charakter" eines Spiels.
Benutzt man das Wort "Charakter", so will man meist die Eigenheiten eines Menschen umschreiben. "Charakterlosigkeit" etablierte sich im Jahre 2006 als Merkmal für die Mannschaft des 1. FC Saarbrücken. Reden wir von jemandem mit einem guten Charakter, so drücken wir damit unseren Respekt vor dieser Person aus. Im Gegensatz dazu verhält sich dazu ein Mensch mit einem verdorbenen Charakter, welcher bei seinen Mitmenschen einen schlechten Stand hat.
Der griechische Philosoph Heraklit sagte bereits hunderten von Jahren:
Von Heraklit kommen wir nun zu Didier Philippe, welcher in den letzten Interviews immer wieder die anstehenden Spiele des FCS charakterisierte. Die Fußballrhetorik, welche über Jahrzehnte wunderbar gedeihte, hat also auch Fußballspielen einen "Charakter" verliehen. Gerade im Falle Didier Philippes ist es interessant anzusehen, welches Merkmal beim Spiel des FCS beim KSC II (in Reutlingen) heraussticht.
Diese Aussage ist genau deshalb interessant, da man sich zunächst fragt, was ein Pokalspiel ausmacht. Natürlich ist es der K.O.-Modus, der hier ausschlaggebend ist. Zwar wird es den in Reutlingen genausowenig wie eine Verlängerung oder ein Elfmeterschießen geben, andererseits wird im Abstiegskampf immer häufiger die Bedeutung des Spiels auf die beiden Extrema "alles oder nichts" gebracht.
Noch interessanter wird die Aussage, wenn man sich die Pressekonferenz vor dem Spiel in Elversberg ansieht. Dort gab Philippe folgenden Spruch zum besten:
Es bleibt dabei offen, warum das Spiel in Elversberg von geringerer Wichtigkeit war, als das Spiel beim KSC II. Schließlich ist der FCS bei einem Sieg in Reutlingen so gut wie durch, aber eben nur so gut wie. Dagegen bin ich der Meinung, dass das Spiel in Elversberg den Charakter eines Pokalspiels hatte, da hier wohl bei einer Niederlage Endstation für den FCS in der Regionalliga gewesen wäre. Diesen Schock hätte die Mannschaft wohl nicht kompensieren können.
Jedenfalls bleibt festzuhalten, dass obgleich des Pokalspielcharakters der Begegnung in Reutlingen die Saison noch nicht zuende ist und der Klassenerhalt frühestens am 33. Spieltag im Derby gegen den FCK II gefestigt werden kann. Und bis dahin liegt das Schicksal des FCS, unabhängig vom Charakter des Spiels, in den Händen seiner Spieler.
Quellen:
-fc-saarbruecken.de
-wikiquote.de
Benutzt man das Wort "Charakter", so will man meist die Eigenheiten eines Menschen umschreiben. "Charakterlosigkeit" etablierte sich im Jahre 2006 als Merkmal für die Mannschaft des 1. FC Saarbrücken. Reden wir von jemandem mit einem guten Charakter, so drücken wir damit unseren Respekt vor dieser Person aus. Im Gegensatz dazu verhält sich dazu ein Mensch mit einem verdorbenen Charakter, welcher bei seinen Mitmenschen einen schlechten Stand hat.
Der griechische Philosoph Heraklit sagte bereits hunderten von Jahren:
"Der Charakter des Menschen ist sein Schicksal."
Von Heraklit kommen wir nun zu Didier Philippe, welcher in den letzten Interviews immer wieder die anstehenden Spiele des FCS charakterisierte. Die Fußballrhetorik, welche über Jahrzehnte wunderbar gedeihte, hat also auch Fußballspielen einen "Charakter" verliehen. Gerade im Falle Didier Philippes ist es interessant anzusehen, welches Merkmal beim Spiel des FCS beim KSC II (in Reutlingen) heraussticht.
"Es ist fast wie ein Pokalspiel."
- Didier Philippe vor dem Spiel beim KSC II
Diese Aussage ist genau deshalb interessant, da man sich zunächst fragt, was ein Pokalspiel ausmacht. Natürlich ist es der K.O.-Modus, der hier ausschlaggebend ist. Zwar wird es den in Reutlingen genausowenig wie eine Verlängerung oder ein Elfmeterschießen geben, andererseits wird im Abstiegskampf immer häufiger die Bedeutung des Spiels auf die beiden Extrema "alles oder nichts" gebracht.
Noch interessanter wird die Aussage, wenn man sich die Pressekonferenz vor dem Spiel in Elversberg ansieht. Dort gab Philippe folgenden Spruch zum besten:
"Wir haben auch danach noch vier Spiele, die alle gleich wichtig sind."
- Didier Philippe vor dem Spiel in Elversberg
Es bleibt dabei offen, warum das Spiel in Elversberg von geringerer Wichtigkeit war, als das Spiel beim KSC II. Schließlich ist der FCS bei einem Sieg in Reutlingen so gut wie durch, aber eben nur so gut wie. Dagegen bin ich der Meinung, dass das Spiel in Elversberg den Charakter eines Pokalspiels hatte, da hier wohl bei einer Niederlage Endstation für den FCS in der Regionalliga gewesen wäre. Diesen Schock hätte die Mannschaft wohl nicht kompensieren können.
Jedenfalls bleibt festzuhalten, dass obgleich des Pokalspielcharakters der Begegnung in Reutlingen die Saison noch nicht zuende ist und der Klassenerhalt frühestens am 33. Spieltag im Derby gegen den FCK II gefestigt werden kann. Und bis dahin liegt das Schicksal des FCS, unabhängig vom Charakter des Spiels, in den Händen seiner Spieler.
Quellen:
-fc-saarbruecken.de
-wikiquote.de
Mittwoch, Mai 16, 2007
Des FCS neue Kleider
Nach drei mäßig erfolgreichen Spielzeiten im dunkelblau/schwarzen Dress werden die Spieler des FCS in der kommenden Saison neu eingekleidet. Diese Woche wurde die neue Arbeitskleidung des 1. FC Saarbrücken offiziell vorgestellt. Dieses Stück Stoff, welches in Zukunft die Farben des FCS auf dem Spielfeld repräsentieren wird, wollen wir uns einmal näher anschauen.
Link zum Artikel auf fc-saarbruecken.de
Mir persönlich gefällt das neue Design recht gut. Die Farbwahl erinnert stark an das Trikot von 2002-2004, mit welchem man letztlich den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. Gleichzeitig sind die Streifen wieder in die Breite gegangen, so wie man es zuletzt in der Erfolgssaison 2000/2001 sah.
Das neue FCS-Trikot wird dasselbe Modell sein, das der FC Barcelona aktuell in "blaugrana" verwendet.
Auf der offiziellen FCS-Homepage wird das Trikot auch von Neu-Manager Wolfgang Loos präsentiert. Wenn man den Namen Loos in einem Atemzug mit einer Trikotpräsentation nennt, dürfte man wohl zumindest in Braunschweig hellhörig werden.
Dort war Wolfgang Loos noch bis Oktober 2006 als Manager tätig. In seine Braunschweiger Zeit fiel auch ein Streit um das Heimtrikot zur Saison 2006/2007.
Link zum Artikel
Dieses blaue Hemd wurde von vielen Fans als "Sponsoren-Leibchen" kritisiert und schnell formierte sich unter tradition-erhalten.de eine Gegenbewegung, welche , ähnlich zum Bremer Vorbild, einen alternativen Vorschlag zu einem zivilen Preis verkaufte. Der Verein nahm die Kritik an und entschied, fortan in gelben Trikots die Heimspiele zu bestreiten. So kann die Auseinandersetzung zwischen einem Verein und seinen Anhängern auch konstruktiv verlaufen!
Manager Loos hat diesen Fehler in Saarbrücken nicht begangen. Das neue Trikot ist ein würdiger Arbeitsanzug für unsere Spieler und ohne Frage ein sehr ästhetischer Anblick. Wer sich die wirklichen Tiefpunkte in der Geschichte der FCS-Trikots zu Gemüte führen möchte, dem will ich mal folgende Links ans Herz legen (Ich verweise auch auf die interessante Trikotsammlung auf saarbrueckentrikot.de):
-Trikot Saison 1994/1995
-Trikot Saison 1995/1996
Jedoch sollte man nie vergessen, dass die Spieler, die am Ende in den Trikots stecken, hauptverantwortlich dafür sind, unsere Vereinsfarben würdig zu vertreten!
(Muss ich hierzu noch zusätzlich erwähnen, dass der Klassenerhalt Pflicht ist?)
Link zum Artikel auf fc-saarbruecken.de
Mir persönlich gefällt das neue Design recht gut. Die Farbwahl erinnert stark an das Trikot von 2002-2004, mit welchem man letztlich den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. Gleichzeitig sind die Streifen wieder in die Breite gegangen, so wie man es zuletzt in der Erfolgssaison 2000/2001 sah.
Das neue FCS-Trikot wird dasselbe Modell sein, das der FC Barcelona aktuell in "blaugrana" verwendet.
Auf der offiziellen FCS-Homepage wird das Trikot auch von Neu-Manager Wolfgang Loos präsentiert. Wenn man den Namen Loos in einem Atemzug mit einer Trikotpräsentation nennt, dürfte man wohl zumindest in Braunschweig hellhörig werden.
Dort war Wolfgang Loos noch bis Oktober 2006 als Manager tätig. In seine Braunschweiger Zeit fiel auch ein Streit um das Heimtrikot zur Saison 2006/2007.
Link zum Artikel
Dieses blaue Hemd wurde von vielen Fans als "Sponsoren-Leibchen" kritisiert und schnell formierte sich unter tradition-erhalten.de eine Gegenbewegung, welche , ähnlich zum Bremer Vorbild, einen alternativen Vorschlag zu einem zivilen Preis verkaufte. Der Verein nahm die Kritik an und entschied, fortan in gelben Trikots die Heimspiele zu bestreiten. So kann die Auseinandersetzung zwischen einem Verein und seinen Anhängern auch konstruktiv verlaufen!
Manager Loos hat diesen Fehler in Saarbrücken nicht begangen. Das neue Trikot ist ein würdiger Arbeitsanzug für unsere Spieler und ohne Frage ein sehr ästhetischer Anblick. Wer sich die wirklichen Tiefpunkte in der Geschichte der FCS-Trikots zu Gemüte führen möchte, dem will ich mal folgende Links ans Herz legen (Ich verweise auch auf die interessante Trikotsammlung auf saarbrueckentrikot.de):
-Trikot Saison 1994/1995
-Trikot Saison 1995/1996
Jedoch sollte man nie vergessen, dass die Spieler, die am Ende in den Trikots stecken, hauptverantwortlich dafür sind, unsere Vereinsfarben würdig zu vertreten!
(Muss ich hierzu noch zusätzlich erwähnen, dass der Klassenerhalt Pflicht ist?)
Samstag, Mai 12, 2007
Der FCS hält sich im Spiel
Anders als an den vorherigen Samstagnachmittagen war ich vor dem Spiel gegen Aalen besonders nervös. Jede Niederlage, jedes Unentschieden könnte in der Endabrechnung am 2. Juni den Abstieg bedeuten. Noch hat der FCS sein Schicksal in der eigenen Hand und könnte den Klassenerhalt ohne die Schützenhilfe anderer Vereine sichern.
Nervös ging es also mit dem Fanbus nach Saarbrücken, wo bei wechselhaftem Wetter der VfR Aalen als Gegner wartete. Viele Leute verwechseln den VfR Aalen immer noch mit dem Nordregionalligisten Rot-Weiß Ahlen (ehemals LR Ahlen), was wohl daran liegt, dass die Städtenamen homophon sind. Auch wenn man den Unterschied zumindest auf der Landkarte zu erkennen ist, werden auch in Zukunft noch Missverstädnisse auftreten. Solange kein Spieler sich nach Aalen verirrt, der doch eigentlich ins Wersestadion wollte, ist das aber kein Beinbruch.
Der E-Block war relativ gut gefüllt, wenn man sich die derzeitige Tabellensituation ansieht. Die Vorfreude auf das Spiel stieg und mit einer guten Portion an Motivation begab ich mich herunter in den Block. Im Block verteilten sich einige Schwenkfahnen aus Plastikfolie, welche optisch vielversprechend wirkten. Unzählige Doppelhalter ergaben ein farbenprächtiges Bild zu Beginn des Spiels.

Die Startaufstellung des FCS verwunderte die Zuschauer doch ein wenig. Der zuletzt schwache Marco Gebhardt durfte von Beginn an spielen, obwohl sich in Elversberg der junge Göhkan Impis klar für einen Einsatz empfohlen hatte. Dafür waren mit Schwartz, Humbert und Frantz drei Spieler der jungen Generation vertreten.
Das Spiel begann turbulent. Nach vier Minuten fand ein Eckball irgendwie den Kopf von Mustapha Hadji, welcher das Leder gekonnt im Tor der Aalener unterbrachte. Die erste Ansage an die Konkurrenz wurde durch die Stadien der Regionalliga Süd getragen:
Der FCS ist noch da!

Der FCS behielt in der Folgezeit das Tempo bei und drängte die Aalener immer wieder zurück. So kam es zu einem der kuriosesten Treffer im Ludwigspark. Ein Aalener Verteidiger wollte einen hohen Ball per Kopf zu seinem Torwart zurückspielen. Dumm nur, dass er den Ball über seinen Schlussmann hinweg hob und Jonathan Jäger dieses Geschenk dankend annahm und zum 2:0 vollstreckte. Mit einem Mal schien ein ganzes Stadion von einer schweren Last befreit. Meine Nervosität verabschiedete sich zusammen mit meiner Skepsis in eine wohlverdiente Ruhepause.
In der Folgezeit ließ der FCS es etwas lockerer angehen und hielt Aalen gekonnt in Schach. Gelegenheit, um sich das Treiben auf den Rängen anzusehen. Was jedem sofort auffiel war der halbleere D-Block.

Folglich war der D-Block nicht oft akustisch vernehmbar. Das Spiel gegen die Stuttgarter Kickers hat hier deutliche Spuren hinterlassen. Leider musste man mit der Zeit dann aber auch feststellen, dass die steigende Anzahl an Fans im E-Block nicht zwangsläufig zu einer besseren Stimmung führt. Einige der Neuzugänge schienen das Klischee der stummen D-Blockler zu bedienen, welchen oftmals der Zerfall des Fanblocks zugeschrieben wurde. Somit waren es doch die gleichen Leute wie immer (und einige Gäste aus Nancy), welche für den Gesang sorgten. Desweiteren gab es in der Virage Est noch ein Plakat für die erfolgreiche B-Jugend des FCS, mit welchem man gleichzeitig auf einen Vorfall aufmerksam machen wollte. Wie in der "Kurvenlage" zu lesen war, wurde den Jugendspielern der Besuch des E-Blocks aufgrund des "Vorstand raus!"-Banners (die dazugehörigen Rufe gab es auch heute zu hören) verboten. Auf dem Platz zeigte sich der FCS derweil bemüht und ging so verdient mit einer 2:0-Führung in die Pause.
Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste. Der FCS erhöhte den Druck auf das Aalener Tor und kam so zu seinen Chancen. Mike Frantz kam in der 51. Minute alleine vor Torwart Linse und platzierte den Ball überlegt und sicher in der langen Ecke. Mit dem 3:0 schien das Spiel entschieden und grenzenloser Jubel zog sich durch den Ludwigspark. Gleichzeitig wurde immer wieder mit einem Auge nach Pfullendorf geschielt, welche mit einem 1:1 gegen den KSC II zwei Punkte vom FCS entfernt lagen.
Nun folgte die größte Tat von Marc Birkenbach. Der Jugendnationalspieler wehrte mit einer spektakulären Flugparade einen Kopfball aus kurzer Entfernung ab und konnte auch den Nachschuss zur Ecke klären. Einen Weitschuss konnte er kurze Zeit später nur noch an den Pfosten lenken und so schob Marcus Steegmann den zurückprallenden Ball ins Tor. Die Stimmung war nun merklich gedämpft.
Doch Jonathan Jäger zeigte erneut seine Klasse und warum er von Zweitligisten kräftig umworben wird: ein sehenswertes Dribbling schloss er mit einem knallharten Schuss in die rechte Ecke ab und stellte mit dem 4:1 den alten Abstand wieder her. In der Folgezeit verlagerten sich die Blau-Schwarzen auf das Kontern, wobei Jäger und Hadji einen glänzenden Eindruck machten, aber auch die jungen Schwartz und Frantz überzeugten. In der Abwehr war erneut Hornig stärkster Saarbrücker.

Die Lage war nun bis zur 80. Minute entspannt als Didier Philippe den dritten Wechsel tätigte. Für Frantz kam der angeschlagene Halet, welcher kaum den Platz betreten hatte als er schon verletzt am Boden lag. Es ist mir unverständlich, wie Philippe diesen Wechsel tätigen konnte. Ich wünsche Clement Halet an dieser Stelle gute Besserung!
Fast zeitgleich mit dem Anschlusstreffer von Christ wurde auf der Anzeigetafel die Schreckensmeldung der Pfullendorfer Führung auf der Anzeigetafel eingeblendet. Zwar konnte der Sieg am heutigen Tag nicht mehr gefährdet werden, jedoch war man sich schlagartig wieder der Tatsache bewusst, dass der Klassenerhalt damit noch längst nicht in trockenen Tüchern ist. Damit klopfte auch die Nervosität wieder leicht an der Tür.

In Karlsruhe müssen weitere drei Punkte her, die den FCS im Spiel um die Regionalliga halten!
Nervös ging es also mit dem Fanbus nach Saarbrücken, wo bei wechselhaftem Wetter der VfR Aalen als Gegner wartete. Viele Leute verwechseln den VfR Aalen immer noch mit dem Nordregionalligisten Rot-Weiß Ahlen (ehemals LR Ahlen), was wohl daran liegt, dass die Städtenamen homophon sind. Auch wenn man den Unterschied zumindest auf der Landkarte zu erkennen ist, werden auch in Zukunft noch Missverstädnisse auftreten. Solange kein Spieler sich nach Aalen verirrt, der doch eigentlich ins Wersestadion wollte, ist das aber kein Beinbruch.
Der E-Block war relativ gut gefüllt, wenn man sich die derzeitige Tabellensituation ansieht. Die Vorfreude auf das Spiel stieg und mit einer guten Portion an Motivation begab ich mich herunter in den Block. Im Block verteilten sich einige Schwenkfahnen aus Plastikfolie, welche optisch vielversprechend wirkten. Unzählige Doppelhalter ergaben ein farbenprächtiges Bild zu Beginn des Spiels.
Die Startaufstellung des FCS verwunderte die Zuschauer doch ein wenig. Der zuletzt schwache Marco Gebhardt durfte von Beginn an spielen, obwohl sich in Elversberg der junge Göhkan Impis klar für einen Einsatz empfohlen hatte. Dafür waren mit Schwartz, Humbert und Frantz drei Spieler der jungen Generation vertreten.
Das Spiel begann turbulent. Nach vier Minuten fand ein Eckball irgendwie den Kopf von Mustapha Hadji, welcher das Leder gekonnt im Tor der Aalener unterbrachte. Die erste Ansage an die Konkurrenz wurde durch die Stadien der Regionalliga Süd getragen:
Der FCS ist noch da!
Der FCS behielt in der Folgezeit das Tempo bei und drängte die Aalener immer wieder zurück. So kam es zu einem der kuriosesten Treffer im Ludwigspark. Ein Aalener Verteidiger wollte einen hohen Ball per Kopf zu seinem Torwart zurückspielen. Dumm nur, dass er den Ball über seinen Schlussmann hinweg hob und Jonathan Jäger dieses Geschenk dankend annahm und zum 2:0 vollstreckte. Mit einem Mal schien ein ganzes Stadion von einer schweren Last befreit. Meine Nervosität verabschiedete sich zusammen mit meiner Skepsis in eine wohlverdiente Ruhepause.
In der Folgezeit ließ der FCS es etwas lockerer angehen und hielt Aalen gekonnt in Schach. Gelegenheit, um sich das Treiben auf den Rängen anzusehen. Was jedem sofort auffiel war der halbleere D-Block.
Folglich war der D-Block nicht oft akustisch vernehmbar. Das Spiel gegen die Stuttgarter Kickers hat hier deutliche Spuren hinterlassen. Leider musste man mit der Zeit dann aber auch feststellen, dass die steigende Anzahl an Fans im E-Block nicht zwangsläufig zu einer besseren Stimmung führt. Einige der Neuzugänge schienen das Klischee der stummen D-Blockler zu bedienen, welchen oftmals der Zerfall des Fanblocks zugeschrieben wurde. Somit waren es doch die gleichen Leute wie immer (und einige Gäste aus Nancy), welche für den Gesang sorgten. Desweiteren gab es in der Virage Est noch ein Plakat für die erfolgreiche B-Jugend des FCS, mit welchem man gleichzeitig auf einen Vorfall aufmerksam machen wollte. Wie in der "Kurvenlage" zu lesen war, wurde den Jugendspielern der Besuch des E-Blocks aufgrund des "Vorstand raus!"-Banners (die dazugehörigen Rufe gab es auch heute zu hören) verboten. Auf dem Platz zeigte sich der FCS derweil bemüht und ging so verdient mit einer 2:0-Führung in die Pause.
Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste. Der FCS erhöhte den Druck auf das Aalener Tor und kam so zu seinen Chancen. Mike Frantz kam in der 51. Minute alleine vor Torwart Linse und platzierte den Ball überlegt und sicher in der langen Ecke. Mit dem 3:0 schien das Spiel entschieden und grenzenloser Jubel zog sich durch den Ludwigspark. Gleichzeitig wurde immer wieder mit einem Auge nach Pfullendorf geschielt, welche mit einem 1:1 gegen den KSC II zwei Punkte vom FCS entfernt lagen.
Nun folgte die größte Tat von Marc Birkenbach. Der Jugendnationalspieler wehrte mit einer spektakulären Flugparade einen Kopfball aus kurzer Entfernung ab und konnte auch den Nachschuss zur Ecke klären. Einen Weitschuss konnte er kurze Zeit später nur noch an den Pfosten lenken und so schob Marcus Steegmann den zurückprallenden Ball ins Tor. Die Stimmung war nun merklich gedämpft.
Doch Jonathan Jäger zeigte erneut seine Klasse und warum er von Zweitligisten kräftig umworben wird: ein sehenswertes Dribbling schloss er mit einem knallharten Schuss in die rechte Ecke ab und stellte mit dem 4:1 den alten Abstand wieder her. In der Folgezeit verlagerten sich die Blau-Schwarzen auf das Kontern, wobei Jäger und Hadji einen glänzenden Eindruck machten, aber auch die jungen Schwartz und Frantz überzeugten. In der Abwehr war erneut Hornig stärkster Saarbrücker.
Die Lage war nun bis zur 80. Minute entspannt als Didier Philippe den dritten Wechsel tätigte. Für Frantz kam der angeschlagene Halet, welcher kaum den Platz betreten hatte als er schon verletzt am Boden lag. Es ist mir unverständlich, wie Philippe diesen Wechsel tätigen konnte. Ich wünsche Clement Halet an dieser Stelle gute Besserung!
Fast zeitgleich mit dem Anschlusstreffer von Christ wurde auf der Anzeigetafel die Schreckensmeldung der Pfullendorfer Führung auf der Anzeigetafel eingeblendet. Zwar konnte der Sieg am heutigen Tag nicht mehr gefährdet werden, jedoch war man sich schlagartig wieder der Tatsache bewusst, dass der Klassenerhalt damit noch längst nicht in trockenen Tüchern ist. Damit klopfte auch die Nervosität wieder leicht an der Tür.
In Karlsruhe müssen weitere drei Punkte her, die den FCS im Spiel um die Regionalliga halten!
Freitag, Mai 11, 2007
FCS-Zitat der Woche (6)
Das sechste FCS-Zitat der Woche wartet mit dem Dauerthema der Saison, dem "Abstieg, auf. Diesmal äußerte sich ein Spieler zur Thematik und bezog damit deutlicher Stellung, als es Reinhard Klimmt vor etwa zwei Wochen tat. In der Saarbrücker Zeitung(SZ) erschien am Montag ein Artikel über den Sieg im Saarderby gegen Elversberg, welcher auch den doppelten Torschützen Jonathan Jäger zu Wort kommen ließ.
Wenn das nur so einfach wäre, würden sich alle Abstiegsängste in Luft auflösen! Tatsächlich ist der FCS in den vergangenen fünf Jahren zweimal aus der zweiten Bundesliga abgestiegen. Beim letzten Abstieg war Jäger schon hautnah dabei, schließlich wurde er ja Anfang 2006 verpflichtet.
Damit ist Jägers Aussage in der Praxis schon widerlegt. Als kleiner Trost bleibt, dass selbst die "Unabsteigbaren" vom VfL Bochum ihren Ehrentitel nicht über 1993 hinaus behalten konnten und irgendwann auch dem Abstiegsgespenst zum Opfer fielen. Dafür dürfen sich die Bochumer mittlerweile "Rekordwiederaufstieger" in die Bundesliga nennen. Diesen Titel würde wohl jeder FCS-Anhänger gegen die derzeitige Misere eintauschen wollen.
Jägers Aussage demonstriert in der derzeitigen Situation vor allem das, was der FCS dringend nötig hat: Selbstbewusstsein. Ein selbstbewusstes Auftreten wird auch gegen die auswärtsstarken Aalener nötig sein, da es im eigenen Stadion weiterhin gegen den Abstieg geht. Dadurch, dass die Konkurrenz am letzten Spieltag gepunktet hat, ist es weiterhin nur das bessere Torverhältnis, das den FCS von einem Abstiegsplatz trennt. Jägers Satz mag vielleicht überheblich wirken, aber er trifft genau die Einstellung, die Spieler und Fans in den letzten vier Spielen an den Tag legen müssen:
Lasst uns den Abstieg zu einem Ding der Unmöglichkeit machen!
Quelle:
SZ vom 07.05.07 "Jäger lässt FCS jubeln, Abstiegskampf geht weiter" von T. Klein und H. Lehmann
"Es ist unmöglich, dass dieser Verein absteigt."
-Jonathan Jäger
Wenn das nur so einfach wäre, würden sich alle Abstiegsängste in Luft auflösen! Tatsächlich ist der FCS in den vergangenen fünf Jahren zweimal aus der zweiten Bundesliga abgestiegen. Beim letzten Abstieg war Jäger schon hautnah dabei, schließlich wurde er ja Anfang 2006 verpflichtet.
Damit ist Jägers Aussage in der Praxis schon widerlegt. Als kleiner Trost bleibt, dass selbst die "Unabsteigbaren" vom VfL Bochum ihren Ehrentitel nicht über 1993 hinaus behalten konnten und irgendwann auch dem Abstiegsgespenst zum Opfer fielen. Dafür dürfen sich die Bochumer mittlerweile "Rekordwiederaufstieger" in die Bundesliga nennen. Diesen Titel würde wohl jeder FCS-Anhänger gegen die derzeitige Misere eintauschen wollen.
Jägers Aussage demonstriert in der derzeitigen Situation vor allem das, was der FCS dringend nötig hat: Selbstbewusstsein. Ein selbstbewusstes Auftreten wird auch gegen die auswärtsstarken Aalener nötig sein, da es im eigenen Stadion weiterhin gegen den Abstieg geht. Dadurch, dass die Konkurrenz am letzten Spieltag gepunktet hat, ist es weiterhin nur das bessere Torverhältnis, das den FCS von einem Abstiegsplatz trennt. Jägers Satz mag vielleicht überheblich wirken, aber er trifft genau die Einstellung, die Spieler und Fans in den letzten vier Spielen an den Tag legen müssen:
Lasst uns den Abstieg zu einem Ding der Unmöglichkeit machen!
Quelle:
SZ vom 07.05.07 "Jäger lässt FCS jubeln, Abstiegskampf geht weiter" von T. Klein und H. Lehmann
Mittwoch, Mai 09, 2007
Mitgliederversammlung angekündigt
Überraschenderweise konnte man heute auf sr-online.de lesen, dass der 1. FC Saarbrücken wohl in der Sommerpause die nächste, längst überfällige Mitgliederversammlung stattfinden wird. SR-Online hat sich mit einigen Fragen an den Verein gewendet, um Licht in das Dunkel der Vereinssatzung des FCS zu bringen.
Die Überfälligkeit einer ordentlichen Mitgliederversammlung begründet sich schon in der Satzung selbst, da diese verlautet, dass einmal im Jahr, spätestens sechs Monate nach Schluss des Geschäftsjahres eine Generalversammlung einberufen werden muss(§ 11.1). Fristende für die letzte Generalversammlung war demnach Ende Dezember 2006. Diese Generalversammlung fand bis heute nicht statt.
Der Verein teilte sr-online.de mit, dass die Gründe für die lange Verzögerung "rein organisatorischer Natur" seien. Darüber, ob die Verspätung der Versammlung auch mit der aufgeheizten Stimmung unter den Anhängern nach dem Abstieg im Sommer 2006 zusammenhängt, kann spekuliert werden. Schließlich war die letzte Saison von Protest gegen den Vorstand geprägt. Eine Generalversammlung kurz nach dem Abstieg aus der zweiten Liga wäre dem Vorstand wohl nicht gelegen gekommen.
Verbunden mit den mageren sportlichen Leistungen im Jahr 2007 und der wachsenden Kritik am Präsidium, konnte man in letzter Zeit die Entwicklung dahingehend verfolgen, dass sowohl Saarbrücker Zeitung, als auch der saarländische Rundfunk kritischer berichten. Ich begrüße diesen Trend, da ich mir schon vor Weihnachten eine kritischere Berichterstattung der saarländischen Medien gewünscht habe.
Der Beitrag von Patrick Reitler stellt hierbei ein äußert positives Beispiel dafür dar, wie eine kritische Berichterstattung mit allerlei Fakten aussehen kann.
Die kommenden Wochen werden zeigen, mit welcher Stimmung die FCS-Mitglieder auf die (hoffentlich) im Sommer stattfindende Generalversammlung erscheinen werden. Die Erfahrung zeigt, dass der Großteil der Anhänger zur Amnesie, wenn es um die Fehlleistungen der Vereinsführung geht. Anders ausgedrückt: ein versöhnliches Ende würde die vergangenen Monate in den Hintergrund rücken. Jedoch muss man auch sagen, dass es mittlerweile sehr wohl Fans gibt, die dauerhaft kritisch gegenüber dem Präsidium eingestellt sind. Diese werden sich nicht alleine mit einem Klassenerhalt zufrieden geben.
Sollte jedoch der Super-GAU eintreten und der FCS absteigen, dürfte das Situation noch einmal zusätzlich verschärfen. Und das sollte in den kommenden vier Spielen tunlichst vermieden werden!
Quellen zu diesem Beitrag:
Überfällig: FCS-Mitgliederversammlung (sr-online.de)
Die Überfälligkeit einer ordentlichen Mitgliederversammlung begründet sich schon in der Satzung selbst, da diese verlautet, dass einmal im Jahr, spätestens sechs Monate nach Schluss des Geschäftsjahres eine Generalversammlung einberufen werden muss(§ 11.1). Fristende für die letzte Generalversammlung war demnach Ende Dezember 2006. Diese Generalversammlung fand bis heute nicht statt.
Der Verein teilte sr-online.de mit, dass die Gründe für die lange Verzögerung "rein organisatorischer Natur" seien. Darüber, ob die Verspätung der Versammlung auch mit der aufgeheizten Stimmung unter den Anhängern nach dem Abstieg im Sommer 2006 zusammenhängt, kann spekuliert werden. Schließlich war die letzte Saison von Protest gegen den Vorstand geprägt. Eine Generalversammlung kurz nach dem Abstieg aus der zweiten Liga wäre dem Vorstand wohl nicht gelegen gekommen.
Verbunden mit den mageren sportlichen Leistungen im Jahr 2007 und der wachsenden Kritik am Präsidium, konnte man in letzter Zeit die Entwicklung dahingehend verfolgen, dass sowohl Saarbrücker Zeitung, als auch der saarländische Rundfunk kritischer berichten. Ich begrüße diesen Trend, da ich mir schon vor Weihnachten eine kritischere Berichterstattung der saarländischen Medien gewünscht habe.
Der Beitrag von Patrick Reitler stellt hierbei ein äußert positives Beispiel dafür dar, wie eine kritische Berichterstattung mit allerlei Fakten aussehen kann.
Die kommenden Wochen werden zeigen, mit welcher Stimmung die FCS-Mitglieder auf die (hoffentlich) im Sommer stattfindende Generalversammlung erscheinen werden. Die Erfahrung zeigt, dass der Großteil der Anhänger zur Amnesie, wenn es um die Fehlleistungen der Vereinsführung geht. Anders ausgedrückt: ein versöhnliches Ende würde die vergangenen Monate in den Hintergrund rücken. Jedoch muss man auch sagen, dass es mittlerweile sehr wohl Fans gibt, die dauerhaft kritisch gegenüber dem Präsidium eingestellt sind. Diese werden sich nicht alleine mit einem Klassenerhalt zufrieden geben.
Sollte jedoch der Super-GAU eintreten und der FCS absteigen, dürfte das Situation noch einmal zusätzlich verschärfen. Und das sollte in den kommenden vier Spielen tunlichst vermieden werden!
Quellen zu diesem Beitrag:
Überfällig: FCS-Mitgliederversammlung (sr-online.de)
Montag, Mai 07, 2007
Was Carsten denkt (5)
Heute melde ich mich mit meinen Gedankengängen zurück. Ich versuche sie anstandshalber auch halbwegs zu entwirren und zu einem runden Beitrag in dieser Rubrik zu ordnen.
Der Fluch ist gebrochen!
Was diese Saison kaum noch für möglich gehalten wurde, hat der FCS am vergangenen Samstag vollbracht: der zweite Auswärtssieg!
Das war ein ziemlich großer Grund zur Freude, da man dem Lokalrivalen Elversberg, der seitens der Presse schon zur neuen Nummer 1 im Saarland gekürt wurde, im direkten Duell die Grenzen aufzeigte. Endlich gaben unsere Molschder mal wieder ein Lebenszeichen von sich.
Wie ich schon im letzten Beitrag angekündigt habe, war ich leider nicht vor Ort anwesend. Folglich gibt es auch keinen Erlebnisbericht aus Elversberg, was mir eigentlich egal ist, da ich einfach nur froh darüber bin, dass der FCS das Siegen in der Fremde nicht verlernt hat. Natürlich ärgere ich mich schon ein wenig, nicht dabei gewesen zu sein, aber am Ende siegt die Freude.
Doch eine Sache werde ich wohl nie begreifen: warum pendelt die Mehrzahl der FCS-Fans zwischen den beiden Extrema "himmelhoch jauchzend" und "zu Tode betrübt"?
Kaum hat der FCS den zweiten Auswärtssieg der Saison eingefahren, schon scheint der Klassenerhalt von selbst einzutreten. Vor allem im FCS-Forum sieht man die kritische Haltung der letzten Wochen rasch verschwinden, was man vor allem an der geringen bis nicht vorhandenen Resonanz in diesem Thread sieht.
Natürlich ist sind Internetforen nur ein geringer Teil der Fanszene, auch wenn sie in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen haben. Im Stadion wird wohl kaum einer die Saison 06/07 und die Fehlleistungen des Vorstands so schnell vergessen und verzeihen.
Wirft man einen Blick in die Tabelle, stellt man fest, dass der Klassenerhalt alles andere als sicher ist. Als letzter direkter Konkurrent kristallisiert sich der SC Pfullendorf heraus, der zurzeit mit gleicher Punktzahl neun Tore in der Differenz von uns entfernt ist. Da noch vier Spiele ausstehen, könnten am Ende selbst die geforderten 43 Punkte nicht ausreichen. Wichtig ist jedoch, dass der FCS mit dem Sieg in Elversberg weiterhin sein Schicksal in den eigenen Händen liegen hat. Da kein direktes Duell gegen Pfullendorf und die unten lauernden Darmstädter mehr ansteht, ist es umso wichtiger, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu verwirklichen!
Gegen Aalen muss ein weiterer Sieg erfolgen!
Nach einer stressigen Woche bin ich froh, dem Heimspiel gegen Aalen ein wenig entspannter entgegenzusehen. Mich freut es, dass sich zurzeit die Leserzahlen im Blog auf einem konstant hohen Niveau befinden und trotz aller schulischen Verpflichtungen das Blog immer weiter wächst. Diesen Monat dürfte die 150-Einträge-Marke geknackt werden. An der Motivation mangelt es mir im Moment nicht, jedoch schieben sich immer wieder Wochen in den Kalender, in denen die Schule vorgeht und ich mich eher mit Effi Briest, Julius Caesar und dem braven Kasperl und schönen Annerl als Jonathan Jäger, Mustapha Hadji oder dem FCS beschäftigen muss. Immerhin verspricht diese Woche einiges an Erholung vor dem kommenden Heimspiel und in der Zwischenzeit einiges an Gesprächsstoff im FCSBlog.
Bis bald!
Carsten
Der Fluch ist gebrochen!
Was diese Saison kaum noch für möglich gehalten wurde, hat der FCS am vergangenen Samstag vollbracht: der zweite Auswärtssieg!
Das war ein ziemlich großer Grund zur Freude, da man dem Lokalrivalen Elversberg, der seitens der Presse schon zur neuen Nummer 1 im Saarland gekürt wurde, im direkten Duell die Grenzen aufzeigte. Endlich gaben unsere Molschder mal wieder ein Lebenszeichen von sich.
Wie ich schon im letzten Beitrag angekündigt habe, war ich leider nicht vor Ort anwesend. Folglich gibt es auch keinen Erlebnisbericht aus Elversberg, was mir eigentlich egal ist, da ich einfach nur froh darüber bin, dass der FCS das Siegen in der Fremde nicht verlernt hat. Natürlich ärgere ich mich schon ein wenig, nicht dabei gewesen zu sein, aber am Ende siegt die Freude.
Doch eine Sache werde ich wohl nie begreifen: warum pendelt die Mehrzahl der FCS-Fans zwischen den beiden Extrema "himmelhoch jauchzend" und "zu Tode betrübt"?
Kaum hat der FCS den zweiten Auswärtssieg der Saison eingefahren, schon scheint der Klassenerhalt von selbst einzutreten. Vor allem im FCS-Forum sieht man die kritische Haltung der letzten Wochen rasch verschwinden, was man vor allem an der geringen bis nicht vorhandenen Resonanz in diesem Thread sieht.
Natürlich ist sind Internetforen nur ein geringer Teil der Fanszene, auch wenn sie in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen haben. Im Stadion wird wohl kaum einer die Saison 06/07 und die Fehlleistungen des Vorstands so schnell vergessen und verzeihen.
Wirft man einen Blick in die Tabelle, stellt man fest, dass der Klassenerhalt alles andere als sicher ist. Als letzter direkter Konkurrent kristallisiert sich der SC Pfullendorf heraus, der zurzeit mit gleicher Punktzahl neun Tore in der Differenz von uns entfernt ist. Da noch vier Spiele ausstehen, könnten am Ende selbst die geforderten 43 Punkte nicht ausreichen. Wichtig ist jedoch, dass der FCS mit dem Sieg in Elversberg weiterhin sein Schicksal in den eigenen Händen liegen hat. Da kein direktes Duell gegen Pfullendorf und die unten lauernden Darmstädter mehr ansteht, ist es umso wichtiger, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu verwirklichen!
Gegen Aalen muss ein weiterer Sieg erfolgen!
Nach einer stressigen Woche bin ich froh, dem Heimspiel gegen Aalen ein wenig entspannter entgegenzusehen. Mich freut es, dass sich zurzeit die Leserzahlen im Blog auf einem konstant hohen Niveau befinden und trotz aller schulischen Verpflichtungen das Blog immer weiter wächst. Diesen Monat dürfte die 150-Einträge-Marke geknackt werden. An der Motivation mangelt es mir im Moment nicht, jedoch schieben sich immer wieder Wochen in den Kalender, in denen die Schule vorgeht und ich mich eher mit Effi Briest, Julius Caesar und dem braven Kasperl und schönen Annerl als Jonathan Jäger, Mustapha Hadji oder dem FCS beschäftigen muss. Immerhin verspricht diese Woche einiges an Erholung vor dem kommenden Heimspiel und in der Zwischenzeit einiges an Gesprächsstoff im FCSBlog.
Bis bald!
Carsten
Freitag, Mai 04, 2007
Unwichtige und wichtige Einzelheiten vor dem Spiel in Elversberg
Warum wird der FCS eigentlich immer in Krisenzeiten mit akuter Abstiegsgefahr zum Werbeträger?
Geht man zurück ins Jahr 2005, wird wohl jedem der 22. Mai in den Sinn kommen. Für Eintracht Trier war es der Tag, der den Absturz bedeutete, für den FCS war es der Klassenerhalt. Für einen saarländischen Radiosender war es sogar mehr. Es war ein werbewirksames Event, welches durch den positiven Ausgang auch noch den Beigeschmack bekam.
Im Vorfeld zu diesem Spiel wurde zu einer Aktion aufgerufen, welche ein geeignetes Schild für dieses Abstiegsduell gesucht wurde. Die Schilder wurden zum Spiel selbst im Fanblock verteilt.
Selbiger Radiosender war auch für eine Aktion verantwortlich, bei welcher einige Freiwillige quasi in Anlehnung an den Fackellauf vor den Olympischen Spielen eine FCS-Fahne durch das Saarland trugen.
Wenn der FCS morgen gegen Elversberg spielt, werden einige FCS-Fans mit einem Gefährt anreisen, was man wohl am ehesten als Fahrrad für sechs Personen bezeichnen könnte. Natürlich besitzt auch diese Aktion reinen Symbolcharakter und dient nur dazu, der Mannschaft seine Unterstützung zuzusagen.
Was sollen solche Aktionen eigentlich bringen?
In solchen Aktionen steckt eigentlich nur der Loyalitätsbeweis gegenüber Vereinsführung und Sponsoren. Vielleicht sind solche Aktionen auf den ersten Blick witzig und lobenswert, doch bei näherer Betrachtung ist der Zweck solcher Aktionen doch eher auf den Bereich der Werbung beschränkt.
Diesen Werbegags fehlt nämlich der entscheidende Faktor: das Herz!
Wenn Fans ihre Vereinstreue auf ungewöhnlichem Wege beweisen, wie etwa einer Auswärtsfahrt per Ausflugsdampfer oder Radtour, dann nicht um irgendeinen Markennamen in den Vordergrund zu stellen. Solche Aktionen besitzen im Gegensatz zu ihren Werbeklonen Kreativität und Spontaneität.
Nun zu den wichtigen Dingen: Das morgige Spiel in Elversberg!
Es dürfte jedem inzwischen unmissverständlich klar geworden sein, dass es für unseren FCS um mehr als nur drei Punkte geht.
Auch wenn ich mich wiederhole: es geht um die Existenz!
Und aus diesem Grund wünsche ich mir, auch wenn ich selbst leider nicht anwesend sein kann, nur zwei Sachen:
1. Ein Gästeblock, der seine Mannschaft geschlossen über 90 Minuten hinweg anfeuert!
2. Drei Punkte für den FCS!
Geht man zurück ins Jahr 2005, wird wohl jedem der 22. Mai in den Sinn kommen. Für Eintracht Trier war es der Tag, der den Absturz bedeutete, für den FCS war es der Klassenerhalt. Für einen saarländischen Radiosender war es sogar mehr. Es war ein werbewirksames Event, welches durch den positiven Ausgang auch noch den Beigeschmack bekam.
Im Vorfeld zu diesem Spiel wurde zu einer Aktion aufgerufen, welche ein geeignetes Schild für dieses Abstiegsduell gesucht wurde. Die Schilder wurden zum Spiel selbst im Fanblock verteilt.
Selbiger Radiosender war auch für eine Aktion verantwortlich, bei welcher einige Freiwillige quasi in Anlehnung an den Fackellauf vor den Olympischen Spielen eine FCS-Fahne durch das Saarland trugen.
Wenn der FCS morgen gegen Elversberg spielt, werden einige FCS-Fans mit einem Gefährt anreisen, was man wohl am ehesten als Fahrrad für sechs Personen bezeichnen könnte. Natürlich besitzt auch diese Aktion reinen Symbolcharakter und dient nur dazu, der Mannschaft seine Unterstützung zuzusagen.
Was sollen solche Aktionen eigentlich bringen?
In solchen Aktionen steckt eigentlich nur der Loyalitätsbeweis gegenüber Vereinsführung und Sponsoren. Vielleicht sind solche Aktionen auf den ersten Blick witzig und lobenswert, doch bei näherer Betrachtung ist der Zweck solcher Aktionen doch eher auf den Bereich der Werbung beschränkt.
Diesen Werbegags fehlt nämlich der entscheidende Faktor: das Herz!
Wenn Fans ihre Vereinstreue auf ungewöhnlichem Wege beweisen, wie etwa einer Auswärtsfahrt per Ausflugsdampfer oder Radtour, dann nicht um irgendeinen Markennamen in den Vordergrund zu stellen. Solche Aktionen besitzen im Gegensatz zu ihren Werbeklonen Kreativität und Spontaneität.
Nun zu den wichtigen Dingen: Das morgige Spiel in Elversberg!
Es dürfte jedem inzwischen unmissverständlich klar geworden sein, dass es für unseren FCS um mehr als nur drei Punkte geht.
Auch wenn ich mich wiederhole: es geht um die Existenz!
Und aus diesem Grund wünsche ich mir, auch wenn ich selbst leider nicht anwesend sein kann, nur zwei Sachen:
1. Ein Gästeblock, der seine Mannschaft geschlossen über 90 Minuten hinweg anfeuert!
2. Drei Punkte für den FCS!
Donnerstag, Mai 03, 2007
FCS-Zitat der Woche (5)
Diese Woche betrachten wir ein Zitat zum Thema "Talentförderung".
Vor dem wichtigen Duell der beiden saarländischen Vertreter in der Regionalliga, hat die Saarbrücker Zeitung(SZ) im Artikel "Wiedersehen mit der Vergangenheit"(03.05.07) von Heiko Lehmann ein Auge auf die drei Spieler geworfen, die letzten Winter von der Landeshauptstadt ins Dorf gewechselt sind. Die Rede ist natürlich von Nico Zimmermann, Florian Weber und Pascal Olivier.
Während Weber kein gutes Haar am FCS ließ(worauf ich nicht weiter eingehen will), machte Olivier folgende Aussage:
Wer die Regionalliga Süd aufmerksam verfolgt, wird wissen, dass eben jener Olivier seit seinem Wechsel an die Kaiserlinde dreimal in sechs Spielen getroffen hat. Für die Statistiker unter uns heißt das, dass Olivier im Schnitt alle 65 Spielminuten ein Tor erzielte. Olivier genießt den Ruf eines ausgezeichneten Edeljokers.
Schon Michael Henke warnte davor, Olivier gehen zu lassen und nun haben wir die Bestätigung, dass der FCS ein weiteres Talent verschwendete. Vielleicht ändert sich ja dieser Umgang mit Talenten, seitdem Manager Loos die Wichtigkeit der A-Jugendmannschaft betonte. Hoffentlich bleibt diese Doktrin keine leere Phrase, da man sonst weiterhin sagen kann:
Der FCS verheizt Talente!
Vor dem wichtigen Duell der beiden saarländischen Vertreter in der Regionalliga, hat die Saarbrücker Zeitung(SZ) im Artikel "Wiedersehen mit der Vergangenheit"(03.05.07) von Heiko Lehmann ein Auge auf die drei Spieler geworfen, die letzten Winter von der Landeshauptstadt ins Dorf gewechselt sind. Die Rede ist natürlich von Nico Zimmermann, Florian Weber und Pascal Olivier.
Während Weber kein gutes Haar am FCS ließ(worauf ich nicht weiter eingehen will), machte Olivier folgende Aussage:
"Wir haben seit der C-Jugend für den FCS gespielt und hätten gerne weitergemacht."
-Pascal Olivier
Wer die Regionalliga Süd aufmerksam verfolgt, wird wissen, dass eben jener Olivier seit seinem Wechsel an die Kaiserlinde dreimal in sechs Spielen getroffen hat. Für die Statistiker unter uns heißt das, dass Olivier im Schnitt alle 65 Spielminuten ein Tor erzielte. Olivier genießt den Ruf eines ausgezeichneten Edeljokers.
Schon Michael Henke warnte davor, Olivier gehen zu lassen und nun haben wir die Bestätigung, dass der FCS ein weiteres Talent verschwendete. Vielleicht ändert sich ja dieser Umgang mit Talenten, seitdem Manager Loos die Wichtigkeit der A-Jugendmannschaft betonte. Hoffentlich bleibt diese Doktrin keine leere Phrase, da man sonst weiterhin sagen kann:
Der FCS verheizt Talente!
Mittwoch, Mai 02, 2007
Warum der FCS nicht absteigen darf
Der sportliche Trend beim FCS zeigt immer deutlicher gen Oberliga. Erkannt haben das alle (bis auf die Vereinsführung) und machen sich ihre ganz eigenen Gedanken hierzu. Während die Treuesten der Treuen in ungläubiger Trauer resignieren und die Verbitterten halb spöttisch, halb gekränkt ein "typisch FC!" von sich geben, ergötzen sich die FCS-Gegner am drohenden Abstieg des Vereins.
Hat der FCS eigentlich verdient, weiterhin in der Regionalliga zu bleiben?
Warum darf der FCS nicht absteigen?
Hier ist die ultimative (leicht subjektive und nicht immer ernstgemeinte) Liste der Gründe, die dem FCS die Aufenthaltsgenehmigung für die Regionalliga erteilen:
1. Der Ludwigspark darf nicht untergehen!
Das saarländische Stadion mit der größten Zuschauerkapazität muss weiterhin mindestens in der Regionalliga als Spielort vertreten sein. Und welcher Verein eignet sich hierfür besser als der FCS? Spiele wie Elversberg vs. Ingolstadt vor 400 Zuschauern sind im Ludwigspark unvorstellbar!
2. Blau-Schwarz ist gut für den deutschen Fußball!
Wo sind die ganzen blau-schwarzen Traditionsvereine hin? Nachdem Eintracht Trier und Waldhof Mannheim in der Oberliga verschwunden sind, bleibt der FCS als letzter blau-schwarzer Verein der Regionalliga zurück. Die Zweitligisten Koblenz und Paderborn klammern wir mal aus (Hat Paderborn eigentlich Tradition? Egal, außerdem sind die schwarz-blau und nicht blau-schwarz...).
3. Zwei Vereine sind besser als einer!
Ein Abstieg des FCS würde automatisch zur Folge haben, dass Elversberg eines seiner bestbesuchten Heimspiele pro Saison verliert. Das kann doch niemand wollen! Bei zwei sportliche und wirtschaftlich gesunden Vereinen kommt auch nicht mehr die Idee einer Vereinsfusion (FC Saar) auf.
4. Die SV Elversberg ist langweilig!
Wo wir gerade beim Thema sind: Tut mir leid, liebe Elversberger, aber euer Verein ist langweilig! Ihr habt ein ruhiges Umfeld, wenig Zuschauer, keine aufgebrachten Fans und kein skandalträchtiges Präsidium. Selbst Eugen Hach ist bei euch auch vergleichsweise ruhig geworden. Ihr habt sozusagen eine "weiße Weste", was auch mit euren Trikots übereinstimmt. Könnt ihr überhaupt die saarländischen Medien unterhalten/erheitern, wenn ihr auf euch alleine gestellt seid? (Obwohl ich mir manchmal wünsche, dass der FCS auch ein wenig mehr wie die SVE wird...)
5. Wir (die Fans) brauchen Erfolgserlebnisse!
Es gibt wohl kaum jemanden im Fußball, der so vom Leid geplagt wird, wie wir FCS-Fans. Jeden Montagmorgen bekommen wir in der Schule/auf der Arbeit zu hören, gegen welche Feierabendtruppe unsere Ansammlung von Besserverdienern dieses Wochendende verloren hat. Ich kann dieses Gespräch nicht mehr aushalten! Bitte macht was dagegen!
Wieso rege ich mich eigentlich auf? Am Ende siegen doch immer die Guten!
Nur frage ich mich, ob der FCS wirklich noch zu den Guten gehört oder bereits den Inbegriff des Bösen darstellt.
Hat der FCS eigentlich verdient, weiterhin in der Regionalliga zu bleiben?
Warum darf der FCS nicht absteigen?
Hier ist die ultimative (leicht subjektive und nicht immer ernstgemeinte) Liste der Gründe, die dem FCS die Aufenthaltsgenehmigung für die Regionalliga erteilen:
1. Der Ludwigspark darf nicht untergehen!
Das saarländische Stadion mit der größten Zuschauerkapazität muss weiterhin mindestens in der Regionalliga als Spielort vertreten sein. Und welcher Verein eignet sich hierfür besser als der FCS? Spiele wie Elversberg vs. Ingolstadt vor 400 Zuschauern sind im Ludwigspark unvorstellbar!
2. Blau-Schwarz ist gut für den deutschen Fußball!
Wo sind die ganzen blau-schwarzen Traditionsvereine hin? Nachdem Eintracht Trier und Waldhof Mannheim in der Oberliga verschwunden sind, bleibt der FCS als letzter blau-schwarzer Verein der Regionalliga zurück. Die Zweitligisten Koblenz und Paderborn klammern wir mal aus (Hat Paderborn eigentlich Tradition? Egal, außerdem sind die schwarz-blau und nicht blau-schwarz...).
3. Zwei Vereine sind besser als einer!
Ein Abstieg des FCS würde automatisch zur Folge haben, dass Elversberg eines seiner bestbesuchten Heimspiele pro Saison verliert. Das kann doch niemand wollen! Bei zwei sportliche und wirtschaftlich gesunden Vereinen kommt auch nicht mehr die Idee einer Vereinsfusion (FC Saar) auf.
4. Die SV Elversberg ist langweilig!
Wo wir gerade beim Thema sind: Tut mir leid, liebe Elversberger, aber euer Verein ist langweilig! Ihr habt ein ruhiges Umfeld, wenig Zuschauer, keine aufgebrachten Fans und kein skandalträchtiges Präsidium. Selbst Eugen Hach ist bei euch auch vergleichsweise ruhig geworden. Ihr habt sozusagen eine "weiße Weste", was auch mit euren Trikots übereinstimmt. Könnt ihr überhaupt die saarländischen Medien unterhalten/erheitern, wenn ihr auf euch alleine gestellt seid? (Obwohl ich mir manchmal wünsche, dass der FCS auch ein wenig mehr wie die SVE wird...)
5. Wir (die Fans) brauchen Erfolgserlebnisse!
Es gibt wohl kaum jemanden im Fußball, der so vom Leid geplagt wird, wie wir FCS-Fans. Jeden Montagmorgen bekommen wir in der Schule/auf der Arbeit zu hören, gegen welche Feierabendtruppe unsere Ansammlung von Besserverdienern dieses Wochendende verloren hat. Ich kann dieses Gespräch nicht mehr aushalten! Bitte macht was dagegen!
Wieso rege ich mich eigentlich auf? Am Ende siegen doch immer die Guten!
Nur frage ich mich, ob der FCS wirklich noch zu den Guten gehört oder bereits den Inbegriff des Bösen darstellt.
Montag, April 30, 2007
Ignoranz vs. Existenz
Das Ziel war deutlich und klar:
Wiederaufstieg in die zweite Liga!
Und spätestens im zweiten Jahr
sieht man das Saarland wieder.
Mit frischen Kräften, neuen Mannen,
wollte man den Aufstieg packen.
Doch die Gegner zogen uns von dannen
und das Projekt zeigte seine Macken.
Die Mannschaft spielte zunächst recht gut,
nur das Training war zu lasch.
So zollte doch dann der Körper Tribut;
die Ausdauer verflog sehr rasch.
Er hatte nie das Zepter in der Hand,
trotzdem sollte Henke regieren.
Es ist in Saarbrücken längst bekannt,
dass andere das Geschehen koordinieren.
Erste Bundesliga hieß mal das Ziel
vor vielen, vielen langen Jahren.
Gesehen davon hat man nicht viel,
selbst wenn die Spieler oft andere waren.
Das Problem liegt tiefer als man vermutet
und liegt doch im obersten Gremium.
Der Grund, warum das Fanherz so blutet:
Des Vorstands Ignoranz ist Premium!
Es geht in die Oberliga, bergab
mit unserem einst großen Verein.
Sie hält das zwar nicht vom Schlafen ab,
so kann ihnen das egal sein.
Uns Fans geht die Situation nah;
uns geht es ums nackte Überleben.
Die Chance hierzu ist noch da!
Lange wird es sie nicht mehr geben.
Es sind noch fünf Spiele Zeit,
das Unheil vorerst abzuwenden.
Fünf Spiele für die Ewigkeit,
der FCS darf noch nicht enden!
Wiederaufstieg in die zweite Liga!
Und spätestens im zweiten Jahr
sieht man das Saarland wieder.
Mit frischen Kräften, neuen Mannen,
wollte man den Aufstieg packen.
Doch die Gegner zogen uns von dannen
und das Projekt zeigte seine Macken.
Die Mannschaft spielte zunächst recht gut,
nur das Training war zu lasch.
So zollte doch dann der Körper Tribut;
die Ausdauer verflog sehr rasch.
Er hatte nie das Zepter in der Hand,
trotzdem sollte Henke regieren.
Es ist in Saarbrücken längst bekannt,
dass andere das Geschehen koordinieren.
Erste Bundesliga hieß mal das Ziel
vor vielen, vielen langen Jahren.
Gesehen davon hat man nicht viel,
selbst wenn die Spieler oft andere waren.
Das Problem liegt tiefer als man vermutet
und liegt doch im obersten Gremium.
Der Grund, warum das Fanherz so blutet:
Des Vorstands Ignoranz ist Premium!
Es geht in die Oberliga, bergab
mit unserem einst großen Verein.
Sie hält das zwar nicht vom Schlafen ab,
so kann ihnen das egal sein.
Uns Fans geht die Situation nah;
uns geht es ums nackte Überleben.
Die Chance hierzu ist noch da!
Lange wird es sie nicht mehr geben.
Es sind noch fünf Spiele Zeit,
das Unheil vorerst abzuwenden.
Fünf Spiele für die Ewigkeit,
der FCS darf noch nicht enden!
Samstag, April 28, 2007
Vom Glück verlassen
Gibt es dieses Wochenende eigentlich irgendeine positive Nachricht, mit der man den heutigen Beitrag beginnen könnte?
Genau genommen könnte man diesen kleinen Funkenschimmer auch den ersten Einsatz von Beginn an für Marc Birkenbach nennen, wenn da nicht die Meldung wäre, dass er den Verein schnellstmöglich verlassen will. Aber wer kann einem ambitionierten Spieler schon verdenken, dass er wechseln will, wenn man ihm keine Chance in der ersten Mannschaft gibt?
Das Spiel gegen Hoffenheim fand in einem spärlich gefüllten Ludwigspark bei brühender Aprilhitze statt. Für diese Jahreszeit war das ein ungewohntes Bild:

Die Devise, die vor dem Spiel ausgegeben wurde, musste jedem einleuchten: Der Verein steht dem Abgrund so nahe wie selten zuvor in seiner Vereinsgeschichte, also liegt es an allen, Mannschaft und Fans, das Ruder herumzureissen und den FCS in Sicherheit zu bringen. Während man beim Spiel gegen 1860 II den Abend mit einem bizarren Ritual begann, welches an Spiele im Kindergarten oder (entfernt) an eine Tieropferung erinnerte, machte ein Plakat in der Virage Est die Maxime deutlich:

Immerhin ist das der Beitrag, den ein Fan während der 90 Spielminuten leisten kann. Auf dem Platz standen größtenteils die üblichen Verdächtigen, auch wenn Kapitän Nehrbauer aufgrund seiner fünften Gelben Karte fehlte. Dafür kehrte Mustapha Hadji nach abgesessener Rotsperre zurück und, man höre und staune, Marc Birkenbach spielte von Beginn an. Konsequent, denn in den letzten beiden Spielen leistete sich ein schwacher Peter Eich einige Fehler.
In den ersten Minuten der Begegnung war schon das Gefühl vorhanden, dass der FCS nur mühselig gegen starke Hoffenheimer ankämpfte. Wenn der FCS sich mal Luft verschaffte, wurde sofort gekontert. So setzte Hadji nach einer Viertelstunde Jonathan Jäger mit einem Traumpass in technischer Perfektion in Szene. Dieser hatte nur noch Torwart Haas vor sich, versuchte diesen zu umspielen und wurde dabei regelwidrig von den Beinen geholt. Was als Spielfortsetzung folgte, war klar: Elfmeter!
Die persönliche Strafe für den Torwart war dagegen eine Frage der Regelkunde. Die Gelbe Karte war als Strafe angebracht, da Jäger mit dem Ball vom Tor wegdribbelte und dann laut Regelwerk keine eindeutige Notbremse mehr vorliegt.
Mustapha Hadji trat als etatmäßiger Elfmeterschütze an, nachdem Mahir Saglik in Kassel vom Punkt kläglich scheiterte. Ein knallharter Schuss nach links; der Torwart in der richtigen Ecke; und der FCS ging in Führung. TOR!

In der Folgezeit wirkte der FCS ein wenig befreiter und die Angriffe über Hadji und Jäger liefen herrlich. Man empfand wieder ein wenig mehr Freude, dem FCS dabei zuzusehen, wie er den reichen Hoffenheimern im Aufstiegskampf einen Dämpfer versetzen wollte. Alles schien heute zu gelingen. Bis dann kurz vor Ende der ersten Halbzeit Salihovic den Ball nach einer Flanke von rechts mustergültig aufgelegt bekam. Den Schuss verwandelte er humorlos und unhaltbar im Netz. Mit einem ausgeglichenen Ergebnis und gemischten Gefühlen ging man in die Halbzeitpause.
In der zweiten Halbzeit war die Motivation groß, den FCS zum Sieg anzutreiben. Doch das Bild glich größtenteils der ersten Hälfte: Hoffenheim spielt, Saarbrücken kontert. Und so kam es dann auch zu einem Déjà-vu für Jäger und den Hoffenheimer Torwart Haas. Nach einem langen Ball in die Spitze foulte Haas den Franzosen an der Strafraumgrenze und verhinderte somit eine weitere Großchance. Der Schiedsrichter entschied erneut auf Elfmeter und wurde sofort von aufgebrachten Hoffenheimern umzingelt. Diese pochten darauf, dass nur ein Freistoß zu vergeben sei. Nach kurzer Beratung mit seinem Assistenten änderte der Schiedsrichter dann seine Entscheidung und verteilte zu allem Überfluss keine Karte für Haas. Dieser hätte spätestens jetzt Feierabend machen müssen. Fassungslosigkeit mündete in laut hörbare "Schieber"-Rufe.
Müßig zu erwähnen, dass der anschließende Freistoß übers Tor ging.
Kurze Zeit später verließ ein Großteil der Virage Est ihren angestammten Platz und ging an das die Tore des E-Blocks. Grund hierfür waren die Meinungsverschiedenheiten einiger Stadionverbotler mit dem Ordnungsdienst. Die Situation wurde schnell aber wieder geklärt und die Menschenmasse kehrte zurück auf die Ränge. Schließlich ging es noch um nicht weniger als die Existenz des FCS. In der Schlussviertelstunde waren die konditionellen Schwächen des FCS schon nicht mehr zu übersehen. Nichts ging mehr nach vorne und zehn Minuten vor Ende des Spiels landete eine verunglückte Abwehraktion Assoumanis vor den Füßen von Mesic, welcher Hoffenheim in Führung brachte.
Der Hoffenheimer Anhang war auf einmal akustisch vernehmbar, während sich Mannschaft und Fans des FCS noch einmal für die letzten Spielminuten sammelten. Zwar wurde der Druck noch einmal erhöht, es reichte am Ende aber nicht zum Ausgleich. In der letzten Minute besiegelte Tomislav Maric die erste Heimniederlage des FCS seit dem 2. Spieltag. Während die einen nun in einer Leere zu versinken schienen, verließen die anderen den Ludwigspark.

Dieses Bild stand für die ganze Saison: die Mannschaft spielt das Stadion leer. Am Ende zeigte sich nur Marc Birkenbach den wenigen verbliebenen Fans, warscheinlich schon als Abschiedsvorstellung, da seine Zukunft wohl bei einem Bundesligisten liegt. Zurück bleibt ein angeschlagener, fast kaputter Verein, verlassen von seinen Talenten, Zuschauern und auch noch vom Glück.
Genau genommen könnte man diesen kleinen Funkenschimmer auch den ersten Einsatz von Beginn an für Marc Birkenbach nennen, wenn da nicht die Meldung wäre, dass er den Verein schnellstmöglich verlassen will. Aber wer kann einem ambitionierten Spieler schon verdenken, dass er wechseln will, wenn man ihm keine Chance in der ersten Mannschaft gibt?
Das Spiel gegen Hoffenheim fand in einem spärlich gefüllten Ludwigspark bei brühender Aprilhitze statt. Für diese Jahreszeit war das ein ungewohntes Bild:
Die Devise, die vor dem Spiel ausgegeben wurde, musste jedem einleuchten: Der Verein steht dem Abgrund so nahe wie selten zuvor in seiner Vereinsgeschichte, also liegt es an allen, Mannschaft und Fans, das Ruder herumzureissen und den FCS in Sicherheit zu bringen. Während man beim Spiel gegen 1860 II den Abend mit einem bizarren Ritual begann, welches an Spiele im Kindergarten oder (entfernt) an eine Tieropferung erinnerte, machte ein Plakat in der Virage Est die Maxime deutlich:
Immerhin ist das der Beitrag, den ein Fan während der 90 Spielminuten leisten kann. Auf dem Platz standen größtenteils die üblichen Verdächtigen, auch wenn Kapitän Nehrbauer aufgrund seiner fünften Gelben Karte fehlte. Dafür kehrte Mustapha Hadji nach abgesessener Rotsperre zurück und, man höre und staune, Marc Birkenbach spielte von Beginn an. Konsequent, denn in den letzten beiden Spielen leistete sich ein schwacher Peter Eich einige Fehler.
In den ersten Minuten der Begegnung war schon das Gefühl vorhanden, dass der FCS nur mühselig gegen starke Hoffenheimer ankämpfte. Wenn der FCS sich mal Luft verschaffte, wurde sofort gekontert. So setzte Hadji nach einer Viertelstunde Jonathan Jäger mit einem Traumpass in technischer Perfektion in Szene. Dieser hatte nur noch Torwart Haas vor sich, versuchte diesen zu umspielen und wurde dabei regelwidrig von den Beinen geholt. Was als Spielfortsetzung folgte, war klar: Elfmeter!
Die persönliche Strafe für den Torwart war dagegen eine Frage der Regelkunde. Die Gelbe Karte war als Strafe angebracht, da Jäger mit dem Ball vom Tor wegdribbelte und dann laut Regelwerk keine eindeutige Notbremse mehr vorliegt.
Mustapha Hadji trat als etatmäßiger Elfmeterschütze an, nachdem Mahir Saglik in Kassel vom Punkt kläglich scheiterte. Ein knallharter Schuss nach links; der Torwart in der richtigen Ecke; und der FCS ging in Führung. TOR!
In der Folgezeit wirkte der FCS ein wenig befreiter und die Angriffe über Hadji und Jäger liefen herrlich. Man empfand wieder ein wenig mehr Freude, dem FCS dabei zuzusehen, wie er den reichen Hoffenheimern im Aufstiegskampf einen Dämpfer versetzen wollte. Alles schien heute zu gelingen. Bis dann kurz vor Ende der ersten Halbzeit Salihovic den Ball nach einer Flanke von rechts mustergültig aufgelegt bekam. Den Schuss verwandelte er humorlos und unhaltbar im Netz. Mit einem ausgeglichenen Ergebnis und gemischten Gefühlen ging man in die Halbzeitpause.
In der zweiten Halbzeit war die Motivation groß, den FCS zum Sieg anzutreiben. Doch das Bild glich größtenteils der ersten Hälfte: Hoffenheim spielt, Saarbrücken kontert. Und so kam es dann auch zu einem Déjà-vu für Jäger und den Hoffenheimer Torwart Haas. Nach einem langen Ball in die Spitze foulte Haas den Franzosen an der Strafraumgrenze und verhinderte somit eine weitere Großchance. Der Schiedsrichter entschied erneut auf Elfmeter und wurde sofort von aufgebrachten Hoffenheimern umzingelt. Diese pochten darauf, dass nur ein Freistoß zu vergeben sei. Nach kurzer Beratung mit seinem Assistenten änderte der Schiedsrichter dann seine Entscheidung und verteilte zu allem Überfluss keine Karte für Haas. Dieser hätte spätestens jetzt Feierabend machen müssen. Fassungslosigkeit mündete in laut hörbare "Schieber"-Rufe.
Müßig zu erwähnen, dass der anschließende Freistoß übers Tor ging.
Kurze Zeit später verließ ein Großteil der Virage Est ihren angestammten Platz und ging an das die Tore des E-Blocks. Grund hierfür waren die Meinungsverschiedenheiten einiger Stadionverbotler mit dem Ordnungsdienst. Die Situation wurde schnell aber wieder geklärt und die Menschenmasse kehrte zurück auf die Ränge. Schließlich ging es noch um nicht weniger als die Existenz des FCS. In der Schlussviertelstunde waren die konditionellen Schwächen des FCS schon nicht mehr zu übersehen. Nichts ging mehr nach vorne und zehn Minuten vor Ende des Spiels landete eine verunglückte Abwehraktion Assoumanis vor den Füßen von Mesic, welcher Hoffenheim in Führung brachte.
Der Hoffenheimer Anhang war auf einmal akustisch vernehmbar, während sich Mannschaft und Fans des FCS noch einmal für die letzten Spielminuten sammelten. Zwar wurde der Druck noch einmal erhöht, es reichte am Ende aber nicht zum Ausgleich. In der letzten Minute besiegelte Tomislav Maric die erste Heimniederlage des FCS seit dem 2. Spieltag. Während die einen nun in einer Leere zu versinken schienen, verließen die anderen den Ludwigspark.
Dieses Bild stand für die ganze Saison: die Mannschaft spielt das Stadion leer. Am Ende zeigte sich nur Marc Birkenbach den wenigen verbliebenen Fans, warscheinlich schon als Abschiedsvorstellung, da seine Zukunft wohl bei einem Bundesligisten liegt. Zurück bleibt ein angeschlagener, fast kaputter Verein, verlassen von seinen Talenten, Zuschauern und auch noch vom Glück.
Freitag, April 27, 2007
FCS-Zitat der Woche (4)
Diese Woche beschäftigen wir uns mit der "Abstiegsangst". Diese ist, kurze Pausen mal ausgenommen, seit dem Jahre 2005 Dauergast in Saarbrücken. Nachdem es den FCS schon im letzten Jahr erwischte und auch diese Saison das Damoklesschwert der Oberliga über dem Ludwigspark hängt, ist die Frage nach dem "worst case" berechtigt. Mit dieser Frage wurde Reinhard Klimmt im Interview der Saarbrücker Zeitung konfrontiert, welches am 25.04.07 erschien:
Die Aussage Klimmts wirkt auf den ersten Blick sehr phlegmatisch. In seiner Position ist ein derartiger Satz, der die Gefahr des drohenden Abstiegs sinngemäß negiert, eigentlich unangebracht. Schließlich lautet einer der Hauptvorwürfe an die Mannschaft, dass sie nicht mit der richtigen Einstellung in den Abstiegskampf gehen.
Stellt man sich ernsthaft die Frage nach der Aussageabsicht, wird man zum Schluss kommen, dass Klimmt hier einfach nur Selbstbewusstsein demonstieren will, indem er einen offenen und lockeren Umgang mit dem wichtigen Thema "Abstieg" schafft. Einerseits vermitteln Klimmts Antworten den Eindruck von Selbstsicherheit, andererseits ist ihr Aussagegehalt sehr gering.
"Damit beschäftige ich mich nicht, sonst könnte ich nicht mehr schlafen. Und ich schlafe noch gut."
-Reinhard Klimmt auf die Frage, was im Falle eines Abstiegs wäre.
Die Aussage Klimmts wirkt auf den ersten Blick sehr phlegmatisch. In seiner Position ist ein derartiger Satz, der die Gefahr des drohenden Abstiegs sinngemäß negiert, eigentlich unangebracht. Schließlich lautet einer der Hauptvorwürfe an die Mannschaft, dass sie nicht mit der richtigen Einstellung in den Abstiegskampf gehen.
Stellt man sich ernsthaft die Frage nach der Aussageabsicht, wird man zum Schluss kommen, dass Klimmt hier einfach nur Selbstbewusstsein demonstieren will, indem er einen offenen und lockeren Umgang mit dem wichtigen Thema "Abstieg" schafft. Einerseits vermitteln Klimmts Antworten den Eindruck von Selbstsicherheit, andererseits ist ihr Aussagegehalt sehr gering.
Dienstag, April 24, 2007
Spurensuche
Der FCS hat wieder einmal den Salat. Nach einer Woche mit einem überzeugenden Heimsieg der gewachsenen Aussicht auf Klassenerhalt ist man wieder im Tal der Tränen angekommen. Die Auswärtsniederlage in Kassel setzt damit eigentlich nur die peinlichen Trends der Saison 2006/07 fort und zeigt, dass der Verein sich zurzeit immer weiter auf die Abstiegszone zubewegt.
Doch dabei verliert man so langsam den Überblick, wenn man sich die zentrale Frage stellt:
Wo liegen die Ursachen?
Zuerst ist natürlich auf dem Platz selbst nach Ursachen zu forschen, schließlich treten hier alle Symptome des kränkelnden FCS auf.
Die Personalpolitik des FCS ist nicht mehr nachzuvollziehen.
Während jungen Spielern (Olivier, Zimmermann, Birkenbach) weitestgehend die Chance genommen wird, sich als Regionalligaakteure zu beweisen, setzt man weiterhin auf Spieler, deren Leistungen seit Wochen stagnieren oder unkonstant sind (Genet, Gebhardt, Haffner). Als Konsequenz wechselten schon einige talentierte Nachwuchskräfte den Verein.
Die Frage nach der Planung für die kommende Spielzeit zu stellen ist dabei müßig: Solange die Spielklasse 2007/08 nicht feststeht, dürfte sich nichts auf dieser Ebene bewegen. So ist man für die kommenden sechs Spiele auch auf die Spieler angewiesen, also ist hier Trainer Didier Philippe gefragt, mit den vorhandenen Zutaten eine schlagfertige Truppe auf die Beine zu stellen.
Der Trainer wirkt machtlos.
Didier Philippe ist nicht der erhoffte Heilsbringer. 19 Punkte aus 15 Spielen haben keine wirklich große Veränderung gebracht. Er muss sich neben der Mitverantworung an Niederlagen auch die Verpflichtung von Deschamps vorwerfen lassen. Deschamps zeigte sich bisher als klassischer Fehleinkauf. Philippes Antworten in Interviews wirken wie Phrasendrescherei aus einem Rhetoriklehrgang für Fußballtrainer und mit der Verpflichtung von Manager Loos steht Philippe als Trainer im Schatten einer weitaus mächtigeren und stärkeren Figur beim FCS. Der Trainer wirkt macht- und ratlos, was die sportliche Zukunft betrifft.
Der Vorstand ist maßgeblich an der derzeitigen Misere beteiligt.
Die Fehlentscheidungen auf sportlicher Ebene sind auch vom Vorstand des FCS zu verantworten. Der Verlust an Glaubwürdigkeit wurde mit der Posse um Michael Henke nur bestärkt. Vom Einräumen eigener Fehler war dabei selten bis nie etwas zu hören. Vielmehr schien man mit dem Spiel gegen den FC Bayern, der Verpflichtung von Loos die eigenen Fehlleistungen kaschieren zu wollen. Im Endeffekt bleibt die sportliche Talfahrt und seitens des Vorstands zeigen sich keine Bemühungen, etwas zu ändern. Trainer Philippe wurde bis Saisonende das Vertrauen ausgesprochen und von öffentlichen Appell an die Mannschaft sieht und hört man nichts, geschweige denn von der Übernahme von Verantwortung.
Fazit:
Um die Symptome zu bekämpfen, muss man direkt an der Mannschaft angreifen. Großartig lässt sich im Abstiegskampf nicht mehr routieren, jedoch darf man keinem Spieler mehr Freibriefe erteilen. Eine andere Möglichkeit wäre ein weiterer Trainerwechsel, welcher vielleicht eine heilsame Wirkung haben könnte, jedoch im Moment nicht sehr realistisch erscheint.
Mit der Vermeidung des Abstiegs wäre zwar das stärkste Symptom bekämpft, die Ursachen liegen jedoch im Vorstand des FCS. Und um die muss man sich auch im Falle des Klassenerhalts weiterhin ernsthafte Gedanken machen.
Doch dabei verliert man so langsam den Überblick, wenn man sich die zentrale Frage stellt:
Wo liegen die Ursachen?
Zuerst ist natürlich auf dem Platz selbst nach Ursachen zu forschen, schließlich treten hier alle Symptome des kränkelnden FCS auf.
Die Personalpolitik des FCS ist nicht mehr nachzuvollziehen.
Während jungen Spielern (Olivier, Zimmermann, Birkenbach) weitestgehend die Chance genommen wird, sich als Regionalligaakteure zu beweisen, setzt man weiterhin auf Spieler, deren Leistungen seit Wochen stagnieren oder unkonstant sind (Genet, Gebhardt, Haffner). Als Konsequenz wechselten schon einige talentierte Nachwuchskräfte den Verein.
Die Frage nach der Planung für die kommende Spielzeit zu stellen ist dabei müßig: Solange die Spielklasse 2007/08 nicht feststeht, dürfte sich nichts auf dieser Ebene bewegen. So ist man für die kommenden sechs Spiele auch auf die Spieler angewiesen, also ist hier Trainer Didier Philippe gefragt, mit den vorhandenen Zutaten eine schlagfertige Truppe auf die Beine zu stellen.
Der Trainer wirkt machtlos.
Didier Philippe ist nicht der erhoffte Heilsbringer. 19 Punkte aus 15 Spielen haben keine wirklich große Veränderung gebracht. Er muss sich neben der Mitverantworung an Niederlagen auch die Verpflichtung von Deschamps vorwerfen lassen. Deschamps zeigte sich bisher als klassischer Fehleinkauf. Philippes Antworten in Interviews wirken wie Phrasendrescherei aus einem Rhetoriklehrgang für Fußballtrainer und mit der Verpflichtung von Manager Loos steht Philippe als Trainer im Schatten einer weitaus mächtigeren und stärkeren Figur beim FCS. Der Trainer wirkt macht- und ratlos, was die sportliche Zukunft betrifft.
Der Vorstand ist maßgeblich an der derzeitigen Misere beteiligt.
Die Fehlentscheidungen auf sportlicher Ebene sind auch vom Vorstand des FCS zu verantworten. Der Verlust an Glaubwürdigkeit wurde mit der Posse um Michael Henke nur bestärkt. Vom Einräumen eigener Fehler war dabei selten bis nie etwas zu hören. Vielmehr schien man mit dem Spiel gegen den FC Bayern, der Verpflichtung von Loos die eigenen Fehlleistungen kaschieren zu wollen. Im Endeffekt bleibt die sportliche Talfahrt und seitens des Vorstands zeigen sich keine Bemühungen, etwas zu ändern. Trainer Philippe wurde bis Saisonende das Vertrauen ausgesprochen und von öffentlichen Appell an die Mannschaft sieht und hört man nichts, geschweige denn von der Übernahme von Verantwortung.
Fazit:
Um die Symptome zu bekämpfen, muss man direkt an der Mannschaft angreifen. Großartig lässt sich im Abstiegskampf nicht mehr routieren, jedoch darf man keinem Spieler mehr Freibriefe erteilen. Eine andere Möglichkeit wäre ein weiterer Trainerwechsel, welcher vielleicht eine heilsame Wirkung haben könnte, jedoch im Moment nicht sehr realistisch erscheint.
Mit der Vermeidung des Abstiegs wäre zwar das stärkste Symptom bekämpft, die Ursachen liegen jedoch im Vorstand des FCS. Und um die muss man sich auch im Falle des Klassenerhalts weiterhin ernsthafte Gedanken machen.
Donnerstag, April 19, 2007
FCS-Zitat der Woche (3)
Nach langer Suche habe ich auch für diese Woche ein interessantes Zitat gefunden, bei dem es sich lohnt, mal die Lupe auszupacken.
Quelle
Was ist an diesem Zitat nun so interessant, dass ich es mir herausgepickt habe?
Ich habe zurzeit keinen Anlass, an den Fähigkeiten von Wolfgang Loos zu zweifeln. Es sieht eher so aus, als habe man einen Mann mit Kompetenz, sportliche und wirtschaftliche Fragen betreffend, verpflichtet. Auch kann ich nichts zu den Kontakten von Wolfgang Loos sagen.
Der interessante Nebensatz des Zitats lautet:
Tatsächlich war Loos acht Jahre Manager von Osnabrück, knapp neun Jahre Geschäftsführer beim 1. FC Köln und fast vier Jahre Manager in Braunschweig. Also gibt es keinen Grund am Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu zweifeln.
Jedoch darf man sich einmal vorsichtig die Frage stellen:
Wird auch der Vorstand Wolfgang Loos genug Zeit einräumen?
In Geduld tat man sich in den letzten Jahren in Sachen Sportdirektor/Manager/Trainer/Geschäftsführer nämlich oft schwer.
"Mit Wolfgang Loos ist es uns gelungen, einen erfahrenen und renommierten Manager zu verpflichten, der über gute Kontakte verfügt und gezeigt hat, dass er langfristig planen und arbeiten kann."
-Klaus Meiser (Vizepräsident) und Reinhard Klimmt (Aufsichtsratsvorsitzender) zur Neuverpflichtung Loos
Quelle
Was ist an diesem Zitat nun so interessant, dass ich es mir herausgepickt habe?
Ich habe zurzeit keinen Anlass, an den Fähigkeiten von Wolfgang Loos zu zweifeln. Es sieht eher so aus, als habe man einen Mann mit Kompetenz, sportliche und wirtschaftliche Fragen betreffend, verpflichtet. Auch kann ich nichts zu den Kontakten von Wolfgang Loos sagen.
Der interessante Nebensatz des Zitats lautet:
"...dass er langfristig planen und arbeiten kann."
Tatsächlich war Loos acht Jahre Manager von Osnabrück, knapp neun Jahre Geschäftsführer beim 1. FC Köln und fast vier Jahre Manager in Braunschweig. Also gibt es keinen Grund am Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu zweifeln.
Jedoch darf man sich einmal vorsichtig die Frage stellen:
Wird auch der Vorstand Wolfgang Loos genug Zeit einräumen?
In Geduld tat man sich in den letzten Jahren in Sachen Sportdirektor/Manager/Trainer/Geschäftsführer nämlich oft schwer.
Mittwoch, April 18, 2007
Herzlichen Glückwunsch FCS!
Herzlichen Glückwunsch!
Happy birthday!
Joyeux anniversaire!
Genau heute vor 104 Jahren wurde die Fußball-Abteilung des TV Malstatt gegründet. Zwar dauerte es noch bis zum 25. November 1945 bis der Verein letztlich den Namen 1. FC Saarbrücken bekam, jedoch kann man den 18. April 1903 als das eigentliche Geburtsdatum der Blau-Schwarzen sehen.
Was würden die Urväter des FCS wohl heute sagen? Wären sie stolz auf die Erfolge oder darauf, dass man sich als bester Verein an der Saar etablieren konnte? Oder wäre man wohl eher traurig aufgrund des langsamen Niedergang dieses traditionsreichen Vereins?
Man wird darauf nie die Antwort erfahren. Wohl wird aber jeder für sich selbst ein Urteil fällen können, was ihm der FCS noch bedeutet. Für die meisten ist der FCS immernoch Grund genug, sich jedes Wochenende die Nerven zerreißen zu lassen und dann am Ende entweder freudestrahlend oder tief bestürzt nach Hause zu gehen. In letzter Zeit vermutlich eher mit versteinerter Miene und resignierender Gestik. Der FCS stand schon lange nicht mehr so nahe am Abgrund wie im Jahre 2007.
Vielleicht ist es sogar symptomatisch, dass nur wenigen überhaupt aufgefallen ist, dass der FCS heute 104 Jahre alt wird. Keine Erwähnung in Presse, Funk und Fernsehen, nicht einmal eine kleine Meldung auf der offiziellen FCS-Homepage hat es zum Geburtstag gegeben. Natürlich ist der 104. Geburtstag kein wirklich aussergewöhnliches Wiegenfest für einen Verein, jedoch wäre ein Hinweis in den Medien, vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen sportlichen, wie vereinsinternen Entwicklungen, angebracht gewesen.
Übrig bleiben die Fans, denen der 18. April mehr als nur ein gewöhnlicher Kalendertag ist. Gerade in Krisenzeiten sind wir als Fans ein wichtiger Teil des Vereins, der den Spielern Mut geben, aber auch immer eine (selbst-)kritische Haltung einnehmen können muss. Schließlich liegt oftmals auch die Zukunft eines Vereins in den Händen seiner treuen Anhänger.
Zurzeit liegt die sportliche Zukunft aber auch in den Füßen der Spieler. Deshalb ist ein Sieg in Kassel von enormer Wichtigkeit, wenn wir auch noch den 105. und 106. Geburtstag unseres FCS feiern wollen.
In diesem Sinne:
Alles Gute FCS und 3 Punkte in Kassel!
Happy birthday!
Joyeux anniversaire!
Genau heute vor 104 Jahren wurde die Fußball-Abteilung des TV Malstatt gegründet. Zwar dauerte es noch bis zum 25. November 1945 bis der Verein letztlich den Namen 1. FC Saarbrücken bekam, jedoch kann man den 18. April 1903 als das eigentliche Geburtsdatum der Blau-Schwarzen sehen.
Was würden die Urväter des FCS wohl heute sagen? Wären sie stolz auf die Erfolge oder darauf, dass man sich als bester Verein an der Saar etablieren konnte? Oder wäre man wohl eher traurig aufgrund des langsamen Niedergang dieses traditionsreichen Vereins?
Man wird darauf nie die Antwort erfahren. Wohl wird aber jeder für sich selbst ein Urteil fällen können, was ihm der FCS noch bedeutet. Für die meisten ist der FCS immernoch Grund genug, sich jedes Wochenende die Nerven zerreißen zu lassen und dann am Ende entweder freudestrahlend oder tief bestürzt nach Hause zu gehen. In letzter Zeit vermutlich eher mit versteinerter Miene und resignierender Gestik. Der FCS stand schon lange nicht mehr so nahe am Abgrund wie im Jahre 2007.
Vielleicht ist es sogar symptomatisch, dass nur wenigen überhaupt aufgefallen ist, dass der FCS heute 104 Jahre alt wird. Keine Erwähnung in Presse, Funk und Fernsehen, nicht einmal eine kleine Meldung auf der offiziellen FCS-Homepage hat es zum Geburtstag gegeben. Natürlich ist der 104. Geburtstag kein wirklich aussergewöhnliches Wiegenfest für einen Verein, jedoch wäre ein Hinweis in den Medien, vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen sportlichen, wie vereinsinternen Entwicklungen, angebracht gewesen.
Übrig bleiben die Fans, denen der 18. April mehr als nur ein gewöhnlicher Kalendertag ist. Gerade in Krisenzeiten sind wir als Fans ein wichtiger Teil des Vereins, der den Spielern Mut geben, aber auch immer eine (selbst-)kritische Haltung einnehmen können muss. Schließlich liegt oftmals auch die Zukunft eines Vereins in den Händen seiner treuen Anhänger.
Zurzeit liegt die sportliche Zukunft aber auch in den Füßen der Spieler. Deshalb ist ein Sieg in Kassel von enormer Wichtigkeit, wenn wir auch noch den 105. und 106. Geburtstag unseres FCS feiern wollen.
In diesem Sinne:
Alles Gute FCS und 3 Punkte in Kassel!
Sonntag, April 15, 2007
Jetzt nicht nachlassen!
5:2 ist ein Ergebnis, das man sich auf der Zunge zergehen lassen kann. Nach den jüngsten Heimspielergebnissen drängt sich der Gedanke auf, dass der FCS immer in einem Spiel sein Pulver für die nächsten Wochen verschießt. Auch wenn einem die Statistik in dieser Behauptung zustimmt, muss das nicht zwangsläufig der Fall sein.
Im Spiel gegen 1860 II zeigte sich wiedereinmal das bekannte Schema eines FCS-Heimspiels:
Schwach beginnen, dann den Gegner in der Mitte des Spiels unter Druck setzen, um dann gegen Ende wieder nachzulassen.
Da ist es erforderlich, dass der FCS in "seinen" Minuten eine beruhigende Führung aufbaut, um den konditionellen Einbrüchen gegen Ende des Spiels zu trotzen.
Viele Zuschauer waren trotz des hohen Sieges nicht von der Leistung der Mannschaft überzeugt und behaupteten, dass der Sieg nur aufgrund der desolaten Leistung der Münchner Löwen möglich war.
Die Wahrheit sieht so aus, dass ein FCS auch gegen solche Gegner gewinnen muss. Dass die ersten drei Tore nach Standartsituationen fielen sehe ich hierbei nicht allzu kritisch. Ich bin eher froh über die Tatsache, DASS einmal die Standartsituationen erfolgreich waren. Diese strahlten in letzter Zeit nämlich keinerlei Gefahr auf das gegnerische Tor aus.
Das Wichtigste: Jetzt nicht nachlassen!
Der Klassenerhalt ist noch nicht geschafft und sieben Endspiele warten noch auf den FCS.
Für den Klassenerhalt wäre es wichtig, dringend die Auswärtsbilanz aufzubessern. Hessen Kassel könnte dabei behilflich sein, da der FCS in Kassel auf eine der schwächsten Heimmannschaften der Ligen treffen wird. Wenn der FCS seine Schlüsselspieler Saglik und Jäger richtig einzusetzen weiß, stehen die Chancen auf den zweiten Auswärtssieg nicht allzu schlecht.
Jetzt nicht nachlassen!
Das gilt vor allem für Spieler, die gegen 1860 II endlich mal wieder positiv aufgefallen sind. Herausheben will ich dabei neben den Stürmern Jäger und Saglik auch Mansour Assoumani, der endlich einmal seine Größe bei einer Standartsituation nutzen konnte und Thorsten Nehrbauer, der zwar unauffällig, aber deutlich ballsicherer als zuletzt agierte. Mike Frantz konnte seine Mühen der letzten Wochen auch endlich mit einem Tor krönen. In ihm sehe ich einiges an Potenzial für die Zukunft.
Jetzt nicht nachlassen!
Das gilt nicht zuletzt natürlich auch für uns selbst, für uns als Fans des FCS. Selten zuvor hat die Mannschaft unsere Unterstützung so gebraucht wie in diesen Wochen. Trotzdem darf man auch in den schlechten Zeiten nicht vergessen, wie der Verein dort hingekommen ist, wo er gerade steht. Damit will ich sagen, dass Zeiten wie diese keinesfalls blinde Hörigkeit gegenüber dem Vorstand erfordern. Die Angst vor einem Abstieg darf nicht den kritischen Blick auf die Dinge rund um den FCS vernebeln. Würde dies geschehen, könnte man Kritikern an dieser Aktion nichts entgegnen. (Randbemerkung: Ich unterstütze die Aktion, finde aber, dass die Aktion vor Spielbeginn für Außenstehende lächerlich ausgesehen haben muss.)
Jetzt nicht nachlassen, damit wir auch nächste Saison noch in der dritten Liga unserem FCS zujubeln können!
Freitag, April 13, 2007
Geschwätz üwwer de Eff-Zeh Folge 13
Link: sevenload.com
Die lange Videopause im FCSBlog ist beendet! Nach der Zeit der Unkreativität gibt es endlich neues Material. Ich war beim Training des FCS vor dem wichtigen Spiel gegen 1860 II und habe bei dieser Gelegenheit auch den Offenen Brief an die Mannschaft direkt an Thorsten Nehrbauer weitergegeben. Aber schaut es euch selbst an!
PS: Ich bitte um ein wenig Nachsicht, da meine Stimme wegen Husten etc. ein wenig angeschlagen ist. ;-)
Mittwoch, April 11, 2007
FCS-Zitat der Woche (2)
Das neue Zitat der Woche behandelt die "Wahrsagerei". Kein geringerer als Didier Philippe betätigte sich vor dem Spiel in Wehen als Hobby-Nostradamus und legte das Schicksal seiner Mannschaft in die Hände (oder vielmehr die Füße) Stephan Klings:
Tatsächlich irrte sich Philippe jedoch mit seiner Behauptung: Stephan Kling stand auch für 28 Minuten bei der 1:3-Niederlage in München (1860 II) auf dem Platz. Danach wurde er, wie so oft, verletzt ausgewechselt. Und eben jene Löwen sind der nächste Gegner im Ludwigspark, wenn es zum wichtigen Abstiegsduell für den FCS kommt.
Ein weiteres Omen?
"Mit ihm haben wir in dieser Saison noch kein Auswärtsspiel verloren. Ich hoffe, dass dies ein gutes Omen sein wird."
-Didier Philippe (auf der Pressekonferzenz vor dem Spiel in Wehen)
Tatsächlich irrte sich Philippe jedoch mit seiner Behauptung: Stephan Kling stand auch für 28 Minuten bei der 1:3-Niederlage in München (1860 II) auf dem Platz. Danach wurde er, wie so oft, verletzt ausgewechselt. Und eben jene Löwen sind der nächste Gegner im Ludwigspark, wenn es zum wichtigen Abstiegsduell für den FCS kommt.
Ein weiteres Omen?
Sonntag, April 08, 2007
Offener Brief an die Mannschaft
Liebe Spieler des 1. FC Saarbrücken,
Ihr seid in diesem Augenblick nur zwei Tore von einem Abstiegsplatz entfernt!
Damit steht ihr kurz davor euren jetzigen Arbeitgeber für Jahrzehnte in der Versenkung verschwinden zu lassen. Einige von Euch durften ja noch miterleben, wie man den 1. FC Köln um Lukas Podolski mit 2:0 nach Hause schickte und andere Topmannschaften düpierte. In diesen Tagen konnte man noch mit Stolz von sich sagen, dass man ein Anhänger des FCS ist und der Verein selbst war ohne Zweifel DAS sportliche Aushängeschild des Saarlandes.
Weniger als ein Jahr nach dem Abstieg sieht die Welt wieder einmal so aus, dass der FCS nur noch eine Lachnummer ist. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott bekanntlich nicht zu sorgen! Deshalb ist es für jeden FCS-Fan umso bitterer, dass die Medien bereits jetzt die SV Elversberg zur neuen Nr. 1 des Saarlandes gekürt haben. Die derzeitige Tabelle stützt dabei diese Meinung.
Ich will euch einmal vor Augen führen, was ein Abstieg für den FCS bedeuten würde:
Wenn der FCS in dieser Saison absteigt, wird er 2007/2008 in der Oberliga Südwest antreten. Dummerweise wird in dieser Saison die Qualifikation zur neuen dreigleisigen Regionalliga stattfinden. Sprich: Wer sich nicht für die neue Regionalliga qualifiziert, welche die vierthöchste Spielklasse Deutschlands sein wird, muss in der Oberliga bleiben, welche dann vom Profifußball genauso weit entfernt ist, wie derzeit die Verbandsliga.
Der FCS könnte also innerhalb kürzester Zeit um zwei Spielklassen nach unten rutschen.
Fraglich, ob der Verein dann noch weiterexistieren kann, geschweige denn einer von Euch noch hier spielt!
Wollt ihr einen Traditionsverein ruinieren?
Wollt ihr euch auf diese Weise in der Vereinsgeschichte verewigen?
Ich will euch keine bösen Absichten unterstellen. Es ist ledeglich beschämend mitanzusehen, wie euer teilweise überhebliches Auftreten zu Saisonbeginn zu vermeidbaren Niederlagen und ärgerlichen Unentschieden und letztlich zur akuten Abstiegsgefahr geführt hat. Dabei hieß das Ziel doch lange Zeit "Platz 3" und zwischenzeitliche Erfolge haben immer wieder die Hoffnung auf bessere Zeiten aufkommen lassen. Ihr habt gezeigt, dass ihr zu mehr fähig seid, als dem, was der Tabellenplatz aussagt.
Wo liegen die Gründe für die schlechten Leistungen, die ihr abliefert?
Sind es wirklich irgendwelche Fanproteste, die Unruhe in die Mannschaft tragen?
Ist es wirklich das unruhige Umfeld in Saarbrücken?
Ich glaube eher, dass das nur billige Ausreden sind! Auf dem Platz steht niemand vom Vorstand und auch kein Fan.
Die aktuelle sportliche Misere habt einzig und allein IHR zu verantworten!
Wenn ihr in den kommenden Spielen auf den Platz geht, dann denkt daran, das ihr alleine über die Zukunft des Vereins bestimmt!
Falls ihr schon auf der Suche nach einem neuen Verein seid, dann reißt euch wenigstens zusammen und spielt füreinander, nicht egoistisch! Wer nur auf seinen eigenen Vorteil aus ist, wird auch bei anderen Vereinen nicht zwangsläufig eine große Rolle spielen!
Falls ihr doch ein klein wenig an diesem Verein mit eurem Herzen hängt, dann sorgt gemeinsam dafür, dass der Verein eine Zukunft hat, auf der sich etwas aufbauen lässt!
Und noch eine ganz große Bitte von mir:
Begreift doch endlich, dass es letztlich dem Verein schadet, wenn ihr in der Erfolgslosigkeit noch mit Unsportlichkeiten wie Meckereien beginnt!
Noch ist der FCS zu retten!
Der erste Schritt muss von euch getan werden! Wenn ihr gegen 1860 München II mit der Einstellung ins Spiel geht, gemeinsam etwas für das Land, uns Fans und für euch selbst zu leisten, habt ihr die Grundvoraussetzungen begriffen. Eure Aufgabe ist es, dies erfolgreich umzusetzen.
Die Zeit der Ausreden ist vorbei, jetzt sind Taten gefragt!
Ihr seid in diesem Augenblick nur zwei Tore von einem Abstiegsplatz entfernt!
Damit steht ihr kurz davor euren jetzigen Arbeitgeber für Jahrzehnte in der Versenkung verschwinden zu lassen. Einige von Euch durften ja noch miterleben, wie man den 1. FC Köln um Lukas Podolski mit 2:0 nach Hause schickte und andere Topmannschaften düpierte. In diesen Tagen konnte man noch mit Stolz von sich sagen, dass man ein Anhänger des FCS ist und der Verein selbst war ohne Zweifel DAS sportliche Aushängeschild des Saarlandes.
Weniger als ein Jahr nach dem Abstieg sieht die Welt wieder einmal so aus, dass der FCS nur noch eine Lachnummer ist. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott bekanntlich nicht zu sorgen! Deshalb ist es für jeden FCS-Fan umso bitterer, dass die Medien bereits jetzt die SV Elversberg zur neuen Nr. 1 des Saarlandes gekürt haben. Die derzeitige Tabelle stützt dabei diese Meinung.
Ich will euch einmal vor Augen führen, was ein Abstieg für den FCS bedeuten würde:
Wenn der FCS in dieser Saison absteigt, wird er 2007/2008 in der Oberliga Südwest antreten. Dummerweise wird in dieser Saison die Qualifikation zur neuen dreigleisigen Regionalliga stattfinden. Sprich: Wer sich nicht für die neue Regionalliga qualifiziert, welche die vierthöchste Spielklasse Deutschlands sein wird, muss in der Oberliga bleiben, welche dann vom Profifußball genauso weit entfernt ist, wie derzeit die Verbandsliga.
Der FCS könnte also innerhalb kürzester Zeit um zwei Spielklassen nach unten rutschen.
Fraglich, ob der Verein dann noch weiterexistieren kann, geschweige denn einer von Euch noch hier spielt!
Wollt ihr einen Traditionsverein ruinieren?
Wollt ihr euch auf diese Weise in der Vereinsgeschichte verewigen?
Ich will euch keine bösen Absichten unterstellen. Es ist ledeglich beschämend mitanzusehen, wie euer teilweise überhebliches Auftreten zu Saisonbeginn zu vermeidbaren Niederlagen und ärgerlichen Unentschieden und letztlich zur akuten Abstiegsgefahr geführt hat. Dabei hieß das Ziel doch lange Zeit "Platz 3" und zwischenzeitliche Erfolge haben immer wieder die Hoffnung auf bessere Zeiten aufkommen lassen. Ihr habt gezeigt, dass ihr zu mehr fähig seid, als dem, was der Tabellenplatz aussagt.
Wo liegen die Gründe für die schlechten Leistungen, die ihr abliefert?
Sind es wirklich irgendwelche Fanproteste, die Unruhe in die Mannschaft tragen?
Ist es wirklich das unruhige Umfeld in Saarbrücken?
Ich glaube eher, dass das nur billige Ausreden sind! Auf dem Platz steht niemand vom Vorstand und auch kein Fan.
Die aktuelle sportliche Misere habt einzig und allein IHR zu verantworten!
Wenn ihr in den kommenden Spielen auf den Platz geht, dann denkt daran, das ihr alleine über die Zukunft des Vereins bestimmt!
Falls ihr schon auf der Suche nach einem neuen Verein seid, dann reißt euch wenigstens zusammen und spielt füreinander, nicht egoistisch! Wer nur auf seinen eigenen Vorteil aus ist, wird auch bei anderen Vereinen nicht zwangsläufig eine große Rolle spielen!
Falls ihr doch ein klein wenig an diesem Verein mit eurem Herzen hängt, dann sorgt gemeinsam dafür, dass der Verein eine Zukunft hat, auf der sich etwas aufbauen lässt!
Und noch eine ganz große Bitte von mir:
Begreift doch endlich, dass es letztlich dem Verein schadet, wenn ihr in der Erfolgslosigkeit noch mit Unsportlichkeiten wie Meckereien beginnt!
Noch ist der FCS zu retten!
Der erste Schritt muss von euch getan werden! Wenn ihr gegen 1860 München II mit der Einstellung ins Spiel geht, gemeinsam etwas für das Land, uns Fans und für euch selbst zu leisten, habt ihr die Grundvoraussetzungen begriffen. Eure Aufgabe ist es, dies erfolgreich umzusetzen.
Die Zeit der Ausreden ist vorbei, jetzt sind Taten gefragt!
Freitag, April 06, 2007
Der Halberg ruft!
Der FCS muss sich morgen wohl zum vorerst letzten Mal auf dem Halberg beweisen. Nein, ich rede nicht vom Saarländischen Rundfunk oder der Arena am Samstag, sondern von der derzeitigen Spielstätte des SV Wehen 1926 - Taunusstein e.V.. Was ist daran so interessant, dass ich es an dieser Stelle kurz erwähne? Es ist weniger der Gedanke, dass das Stadion am Halberg dem Anhänger eines (heruntergekommenen) Traditionsvereins wie ein besserer Sportplatz erscheint, sondern vielmehr die Tatsache, dass selbst der SV Wehen in absehbarer Zeit die Kommerzialisierung des Fußballs am eigenen Leib zu spüren bekommt.
Der Gegner:
Der baldige Zweitligist hat nämlich das Problem, dass sein Stadion im Profifußball nicht mehr den Anforderungen der DFL genügen wird. Anstelle einer Lösung auf dem Halberg gab es in Wehen eine Ausgliederung der Herrenfußballabteilung, welche in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt wurde. Diese Option hat bei jedem Verein zur Folge, dass die Mitglieder praktisch keinen Einfluss mehr auf das, was mal Teil ihres Vereins war, haben. Nun war der Weg für die Pläne geebnet, die den SV Wehen in die Landeshauptstadt von Hessen, Wiesbaden, umsiedeln wollen. Wenn es um einen aufstrebenden Verein im deutschen Fußball geht, macht der sich nach Meinung von Politik, Presse und Wirtschaft nämlich in einer Landeshauptstadt stets besser als in der Provinz. An erster Stelle steht dabei für die nächsten beiden Spielzeiten der Umzug an die Berliner Straße in Wiesbaden. Der alte Vereinsname muss der neuen Bezeichnung "SV Wehen-Wiesbaden 1926 e.V." weichen. Auch wenn die einen es eher amüsant finden werden, zeigt die Auflösung eines Wehener Fanclubs konsequentes Handeln. Vielmehr zeigen solche Entwicklungen, dass die Kommerzialisierung des Fußballs vor niemandem Halt macht und jeden seiner Tradition berauben kann.
Die derzeitige Lage:
Für den FCS steht der zwölfte Versuch an, den zweiten Auswärtssieg der Saison einzufahren, während man auf die heimstärkste Mannschaft der Liga trifft. Ein Auswärtssieg käme also schon einer kleinen Sensation gleich, da wohl niemand den FCS auf der Rechnung hat. Tatsächlich sind die Vorraussetzungen in Wehen auch alles andere als optimal. Mit Mustapha Hadji fehlt der Spielgestalter und mit dem Duo Jäger/Saglik sind die beiden besten Torschützen angeschlagen. Jedoch konnte man in den letzten Auswärtsspielen auch feststellen, dass von ihnen keinerlei Gefahr für das gegnerische Tor ausging.
In der Hinterhand hat der FCS noch Deschamps, der bisher wie ein typischer Fehleinkauf auftrat, Frantz, der sich als Flügelflitzer für die Startelf empfahl und natürlich Taifour Diane. Der Altmeister scheint seinen Rhytmus gefunden zu haben und traf in der Rückrunde schon dreimal ins Netz. Man sieht ihm zwar an, dass er seinem Alter und zahlreichen Verletzungen bereits Tribut zollen musste, jedoch ist er als Mittelstürmer immer genau da, wo man ihn braucht. Die Zeit von Tai ist eben noch lange nicht vorbei!
Sorgenkind ist weiterhin das Mittelfeld, dass zuletzt mit Nehrbauer als zentralem Spieler Probleme hatte, einen ordentlichen Spielaufbau zu leisten. Diese Last muss also umso mehr von den Flügelspielern getragen werden. Hier sollte man vor allem die rechte Seite im Auge behalten, da mit Frantz und Samb zwei junge und vor allem schnelle Flügelläufer zur Verfügung stehen.
Auch die Abwehr sah zuletzt selten gut aus, was wohl am Ausfall von Manuel Hornig liegt. Seine Rückkehr würde der Viererkette wieder einiges an Stabilität verleihen.
Die Prognose:
Der zuletzt angeschlagene FCS wird in Wehen einen überraschenden 2:1-Sieg einfahren.
Es mag sich vielleicht nach billiger Fußballrhetorik anhören, aber der FCS kommt immer dann zurück, wenn ihn keiner erwartet. In der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass der FCS in Zeiten zunehmender Unruhe einen kurzfristigen Befreiungsschlag landen kann (2:1 in Burghausen, 5:1 gegen Dresden, 1:0 gegen Mainz). Dass der Effekt an sich in der Nachhaltigkeit oft schwankt, ist zweitrangig, da dringend eine Grundlage zum Klassenerhalt von Nöten ist. Ein Sieg beim Tabellenführer würde auch der Konkurrenz zeigen, dass man nicht als Verlierer aus dem Abstiegskampf gehen will. Hinzu kommt, dass der SV Wehen selbst schwächelt und zwei Spiele in Folge verloren hat. Hier könnte sich ein Dämpfer für den Aufstiegskandidaten anbahnen.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, aber auch sie muss ersteinmal am Leben erhalten werden! Dies kann im Falle des FCS nur ein zweiter Auswärtssieg sein.
Nachtrag 17:40 Uhr:
Laut fc-saarbruecken.de ist nicht nur der Einsatz von Jonathan Jäger, sondern auch der von Taifour Diane gefährdet. Damit könnte es bei einer Dreierangriffskette morgen auf die Konstellation Saglik, Deschamps und Frantz hinauslaufen.
Der Gegner:
Der baldige Zweitligist hat nämlich das Problem, dass sein Stadion im Profifußball nicht mehr den Anforderungen der DFL genügen wird. Anstelle einer Lösung auf dem Halberg gab es in Wehen eine Ausgliederung der Herrenfußballabteilung, welche in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt wurde. Diese Option hat bei jedem Verein zur Folge, dass die Mitglieder praktisch keinen Einfluss mehr auf das, was mal Teil ihres Vereins war, haben. Nun war der Weg für die Pläne geebnet, die den SV Wehen in die Landeshauptstadt von Hessen, Wiesbaden, umsiedeln wollen. Wenn es um einen aufstrebenden Verein im deutschen Fußball geht, macht der sich nach Meinung von Politik, Presse und Wirtschaft nämlich in einer Landeshauptstadt stets besser als in der Provinz. An erster Stelle steht dabei für die nächsten beiden Spielzeiten der Umzug an die Berliner Straße in Wiesbaden. Der alte Vereinsname muss der neuen Bezeichnung "SV Wehen-Wiesbaden 1926 e.V." weichen. Auch wenn die einen es eher amüsant finden werden, zeigt die Auflösung eines Wehener Fanclubs konsequentes Handeln. Vielmehr zeigen solche Entwicklungen, dass die Kommerzialisierung des Fußballs vor niemandem Halt macht und jeden seiner Tradition berauben kann.
Die derzeitige Lage:
Für den FCS steht der zwölfte Versuch an, den zweiten Auswärtssieg der Saison einzufahren, während man auf die heimstärkste Mannschaft der Liga trifft. Ein Auswärtssieg käme also schon einer kleinen Sensation gleich, da wohl niemand den FCS auf der Rechnung hat. Tatsächlich sind die Vorraussetzungen in Wehen auch alles andere als optimal. Mit Mustapha Hadji fehlt der Spielgestalter und mit dem Duo Jäger/Saglik sind die beiden besten Torschützen angeschlagen. Jedoch konnte man in den letzten Auswärtsspielen auch feststellen, dass von ihnen keinerlei Gefahr für das gegnerische Tor ausging.
In der Hinterhand hat der FCS noch Deschamps, der bisher wie ein typischer Fehleinkauf auftrat, Frantz, der sich als Flügelflitzer für die Startelf empfahl und natürlich Taifour Diane. Der Altmeister scheint seinen Rhytmus gefunden zu haben und traf in der Rückrunde schon dreimal ins Netz. Man sieht ihm zwar an, dass er seinem Alter und zahlreichen Verletzungen bereits Tribut zollen musste, jedoch ist er als Mittelstürmer immer genau da, wo man ihn braucht. Die Zeit von Tai ist eben noch lange nicht vorbei!
Sorgenkind ist weiterhin das Mittelfeld, dass zuletzt mit Nehrbauer als zentralem Spieler Probleme hatte, einen ordentlichen Spielaufbau zu leisten. Diese Last muss also umso mehr von den Flügelspielern getragen werden. Hier sollte man vor allem die rechte Seite im Auge behalten, da mit Frantz und Samb zwei junge und vor allem schnelle Flügelläufer zur Verfügung stehen.
Auch die Abwehr sah zuletzt selten gut aus, was wohl am Ausfall von Manuel Hornig liegt. Seine Rückkehr würde der Viererkette wieder einiges an Stabilität verleihen.
Die Prognose:
Der zuletzt angeschlagene FCS wird in Wehen einen überraschenden 2:1-Sieg einfahren.
Es mag sich vielleicht nach billiger Fußballrhetorik anhören, aber der FCS kommt immer dann zurück, wenn ihn keiner erwartet. In der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass der FCS in Zeiten zunehmender Unruhe einen kurzfristigen Befreiungsschlag landen kann (2:1 in Burghausen, 5:1 gegen Dresden, 1:0 gegen Mainz). Dass der Effekt an sich in der Nachhaltigkeit oft schwankt, ist zweitrangig, da dringend eine Grundlage zum Klassenerhalt von Nöten ist. Ein Sieg beim Tabellenführer würde auch der Konkurrenz zeigen, dass man nicht als Verlierer aus dem Abstiegskampf gehen will. Hinzu kommt, dass der SV Wehen selbst schwächelt und zwei Spiele in Folge verloren hat. Hier könnte sich ein Dämpfer für den Aufstiegskandidaten anbahnen.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, aber auch sie muss ersteinmal am Leben erhalten werden! Dies kann im Falle des FCS nur ein zweiter Auswärtssieg sein.
Nachtrag 17:40 Uhr:
Laut fc-saarbruecken.de ist nicht nur der Einsatz von Jonathan Jäger, sondern auch der von Taifour Diane gefährdet. Damit könnte es bei einer Dreierangriffskette morgen auf die Konstellation Saglik, Deschamps und Frantz hinauslaufen.
Donnerstag, April 05, 2007
FCS-Zitat der Woche (1)
In dieser neuen Rubrik stelle ich einmal pro Woche ein aktuelles Zitat mit Bezug auf unseren FCS vor. An der Idee zu dieser Reihe fand ich es besonders reizvoll zu sehen, wie sehr man Worte über den FCS auf die Goldwaage legen kann.
Das erste Zitat fand sich in der Saarbrücker Zeitung vom 31.03.07 und betrifft das Thema "Spaßfußball".
Das Zitat mag vielleicht ein wenig an den geächteten Andreas Haas erinnern, trifft im Moment aber voll und ganz zu. Der FCS muss wieder zum Inbegriff für "Spaßfußball" werden!
Das erste Zitat fand sich in der Saarbrücker Zeitung vom 31.03.07 und betrifft das Thema "Spaßfußball".
"Die sehe ich bei einem Verein, bei dem ich wieder Spaß am Fußball finde."
-Marco Laping (auf die Frage, wo er seine fußballerische Zukunft sehe)
Das Zitat mag vielleicht ein wenig an den geächteten Andreas Haas erinnern, trifft im Moment aber voll und ganz zu. Der FCS muss wieder zum Inbegriff für "Spaßfußball" werden!
Montag, April 02, 2007
Die Bengalo-Aktion
Nachdem ich wieder von meiner Berlinreise zurückgekehrt bin, habe ich mir überlegt, als Wiedereinstieg in die Diskussion zum FCS noch einmal die sog. "Bengalo-Aktion" vom letzten Heimspiel aufzugreifen. Warum eigentlich gerade dieses Thema? Die letzten Tage haben gezeigt, dass dieses Thema weiterhin polarisiert. Da die differenzierten Meinungen zur Bengalo-Aktion in der Unterzahl sind und man sich nur selten mit den Umständen auseinandersetzt, ist es an der Zeit, die Sache mal etwas näher unter die Lupe zu nehmen.

Was ist passiert?
Beim Stande von 3:2 (für den FCS!) warfen einige D-Blockler bengalische Lichter auf den Platz und zündeten eine Rauchbombe. Das Spiel wurde für einige Minuten vom Schiedsrichter unterbrochen und die Feuerwerkskörper vom Ordnungsdienst entfernt. Fast das gesamte Stadion skandierte indessen "D-Block raus!" . Nach wenigen Minuten war das Spektakel dann beendet und die Mannschaft verschenkte, sichtlich von den vorherigen Ereignissen verunsichert, zwei Punkte.
Unmittelbar nach dem Spielende gab es schon die ersten Diskussionen über die Bengalo-Aktion. Vieles bewegte sich hierbei auf Stammtischniveau und machte keinen Halt davor, alle aktiven Fans zu pauschalisieren. So haben direkt einige Leute die "Vorstand raus!"-Rufer des E-Blocks mit den Bengalowerfern aus dem D-Block gleichgesetzt. Überflüssig zu sagen, dass es sich hierbei meist um Leute handelte, die einerseits noch vom späten Ausgleich frustriert waren, andererseits keine aktiven Fanblockgänger sind. In gewisser Weise war die Grundaussage also nicht anders als die Forderung eines Fernsehmoderators im SR, ein Stadionverbot für "Vorstand raus!"-Rufer auszusprechen.
Im Internet wurde die Diskussion dann übernommen und herauskamen drei Denkrichtungen:
A: Die Bengalo-Aktion ist ausnahmslos zu verurteilen.
B: Die Bengalo-Aktion war gut!
C: Die Bengalo-Aktion war gut gemeint, kam aber zum falschen Zeitpunkt.
Die Vertreter der Richtung A sind zahlenmäßig sehr gut vertreten, wobei sich nur wenige dazu durchringen, auch wirkliche Argumente zu bringen. Gruppe B hingegen fehlen die (überzeugenden) Argumente auf ganzer Linie, sodass Begründungen wie "Verabschiedung des Vorsängers" oder "Protest" sehr fadenscheinig wirken. Sehr bemerkenswert ist Gruppe C, die behauptet, dass die Bengaloaktion einen guten Effekt gehabt hätte, wenn der FCS zu diesem Zeitpunkt nicht geführt hätte. Gerade dieser Ansatz erscheint erschreckenderweise einigen Leuten plausibel.
Mir ist bei dieser Diskussion eines klar: Man kann sie nicht emotionslos führen. Trotzdem will ich noch einmal meine Meinung differenziert darstellen.
Das Werfen von Bengalos auf einen Fußballplatz hat mit Fankultur und einem geordneten Protest gegen die Vereinsführung nichts gemeinsam. Wirksamer Protest hat sich bisher selten bis nie durch Gewalt und Sachbeschädigung ausgezeichnet. Die Bengalo-Aktion hat nur dazu geführt, dass das ohnehin schlechte Image des Vereins nun von den Medien auf die Fanszene ausgeweitet werden kann. Im schlimmsten Fall bedeutet das, dass man den Fans in Zukunft ihr blau-schwarzes Herz, ihre Ideale, ihre Unterstützung des Vereins und am Ende gar ihre Existenzberechtigung absprechen wird.
Bevor mit solchen Aktionen Fankultur ad absurdum geführt wird und jeder Fan seine Glaubwürdigkeit verliert, müssen wir uns alle in Zukunft überlegen, welchen Weg wir konsequent einschlagen. Ich persönlich halte nur friedliche und durchdachte Protestaktionen für angebracht und wirksam.
Zum Schluss: Wer sich lieber zu unreflektierten Pauschalisierungen wie "D-Block raus!" hinreißen lässt, anstatt sich mal ernsthaft Gedanken über die Zukunft des FCS zu machen, schadet damit dem Verein genauso wie Leute, die Feuerwerkskörper auf den Platz werfen!
Was ist passiert?
Beim Stande von 3:2 (für den FCS!) warfen einige D-Blockler bengalische Lichter auf den Platz und zündeten eine Rauchbombe. Das Spiel wurde für einige Minuten vom Schiedsrichter unterbrochen und die Feuerwerkskörper vom Ordnungsdienst entfernt. Fast das gesamte Stadion skandierte indessen "D-Block raus!" . Nach wenigen Minuten war das Spektakel dann beendet und die Mannschaft verschenkte, sichtlich von den vorherigen Ereignissen verunsichert, zwei Punkte.
Unmittelbar nach dem Spielende gab es schon die ersten Diskussionen über die Bengalo-Aktion. Vieles bewegte sich hierbei auf Stammtischniveau und machte keinen Halt davor, alle aktiven Fans zu pauschalisieren. So haben direkt einige Leute die "Vorstand raus!"-Rufer des E-Blocks mit den Bengalowerfern aus dem D-Block gleichgesetzt. Überflüssig zu sagen, dass es sich hierbei meist um Leute handelte, die einerseits noch vom späten Ausgleich frustriert waren, andererseits keine aktiven Fanblockgänger sind. In gewisser Weise war die Grundaussage also nicht anders als die Forderung eines Fernsehmoderators im SR, ein Stadionverbot für "Vorstand raus!"-Rufer auszusprechen.
Im Internet wurde die Diskussion dann übernommen und herauskamen drei Denkrichtungen:
A: Die Bengalo-Aktion ist ausnahmslos zu verurteilen.
B: Die Bengalo-Aktion war gut!
C: Die Bengalo-Aktion war gut gemeint, kam aber zum falschen Zeitpunkt.
Die Vertreter der Richtung A sind zahlenmäßig sehr gut vertreten, wobei sich nur wenige dazu durchringen, auch wirkliche Argumente zu bringen. Gruppe B hingegen fehlen die (überzeugenden) Argumente auf ganzer Linie, sodass Begründungen wie "Verabschiedung des Vorsängers" oder "Protest" sehr fadenscheinig wirken. Sehr bemerkenswert ist Gruppe C, die behauptet, dass die Bengaloaktion einen guten Effekt gehabt hätte, wenn der FCS zu diesem Zeitpunkt nicht geführt hätte. Gerade dieser Ansatz erscheint erschreckenderweise einigen Leuten plausibel.
Mir ist bei dieser Diskussion eines klar: Man kann sie nicht emotionslos führen. Trotzdem will ich noch einmal meine Meinung differenziert darstellen.
Das Werfen von Bengalos auf einen Fußballplatz hat mit Fankultur und einem geordneten Protest gegen die Vereinsführung nichts gemeinsam. Wirksamer Protest hat sich bisher selten bis nie durch Gewalt und Sachbeschädigung ausgezeichnet. Die Bengalo-Aktion hat nur dazu geführt, dass das ohnehin schlechte Image des Vereins nun von den Medien auf die Fanszene ausgeweitet werden kann. Im schlimmsten Fall bedeutet das, dass man den Fans in Zukunft ihr blau-schwarzes Herz, ihre Ideale, ihre Unterstützung des Vereins und am Ende gar ihre Existenzberechtigung absprechen wird.
Bevor mit solchen Aktionen Fankultur ad absurdum geführt wird und jeder Fan seine Glaubwürdigkeit verliert, müssen wir uns alle in Zukunft überlegen, welchen Weg wir konsequent einschlagen. Ich persönlich halte nur friedliche und durchdachte Protestaktionen für angebracht und wirksam.
Zum Schluss: Wer sich lieber zu unreflektierten Pauschalisierungen wie "D-Block raus!" hinreißen lässt, anstatt sich mal ernsthaft Gedanken über die Zukunft des FCS zu machen, schadet damit dem Verein genauso wie Leute, die Feuerwerkskörper auf den Platz werfen!
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