Montag, Oktober 30, 2006

Henke weiterhin in SB

Wer hätte gedacht, dass trotz des Rücktritts von Trainer Henke, die Überschrift korrekterweise "Henke weiterhin in SB" heißt?

Warscheinlich nur wenige Leute, obwohl die Entscheidung, Henke weiterhin das Amt des Sportdirektors ausüben zu lassen, nichts neues ist. Bereits Heribert Weber und Tom Dooley wechselten vom Cheftrainer zum Sportdirektor. Interessant sind vor allem die Begründungen für diese personalpolitische Entscheidung in der offiziellen Pressemitteilung:



entnommen von FCSaarbruecken.de

Laut Pressemeldung waren also die "Anfeindungen" gegen Henke grund für diese Handlung. Wenn man jetzt nach dieser Logik geht und sich überlegt, wie oft in den letzten Jahren "VORSTAND RAUS!" gerufen wurde, müsste dieser eigentlich schon längst Geschichte sein. Schauen wir uns mal andere Zitate aus der Pressemeldung an:

Bereits ab dem zweiten Spieltag setzte eine Kampagne gegen Henke ein, die mit zunehmendem Maße unerträglich wurde.


Von einer Kampagne kann keine Rede sein, da der FCS vor dem 2. Spieltag 3 Punkte auf dem Konto hatte. Laut Pressemeldung sind "Trainer raus!"-Rufe schon als Kampagne zu verstehen.

Aber die Anfeindungen und Miss-Stimmung haben eine Qualität erreicht, die nicht mehr toleriert werden können.

Demnach kann der Verein nicht akzeptieren, wenn es Kritik an seinen Vertretern gibt.
Auch nicht, wenn man einen Satz vorher zugibt, dass diese Kritik verständlich sei (Zitat: Man kann verstehen, dass die Fans auf Grund der schlechten Resultate unzufrieden sind.).

In dieser Situation ist es für eine Mannschaft geradezu unmöglich, erfolgreichen Fußball zu spielen.

Eine sehr gewagte Formulierung. In der Bundesliga gibt es Mannschaften, die gerade dann Höchstleistungen abrufen, wenn sie unter Druck stehen. Sei es durch gegnerische oder die eigenen Fans. Außerdem sollte man von Profis schon erwarten können, dass sie sich konzentrieren. Der FCS scheint mal wieder die Ausnahme zu sein.

Fest steht, dass obgleich dieser fadenscheinigen Begründung, viele Fans trotzdem unreflektiert diese Nachricht aufnehmen und sich über den Trainerwechsel freuen. Doch diese Freude wird wohl nicht lange halten, da die eigentlichen Probleme nur für kurze Zeit überdeckt werden.

1 Kommentar:

Markus hat gesagt…

Dein letzter Abschnitt bringt es auf den Punkt.
Trotzdem muss ich gestehen, dass ich froh bin über die Entscheidung, die schon früher hätte fallen müssen.
Dass Henke jetzt zum Sportdirektor "befördert" wurde, ist mir unverständlich.
Du hattest ja fast recht mit deiner Voraussage, dass Henke nicht mehr Trainer ist, wenn du aus dem Urlaub zurück bist! ;-)