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Samstag, September 12, 2009

Blau-Schwarze treffen Blau-Schwarze

Vereint in den Farben zu sein bedeutet keineswegs Brüderlichkeit, was vor allem auf das Südwestderby SV Waldhof Mannheim gegen den 1. FC Saarbrücken zutrifft. Nach den Vorkommnissen beim vergangenen Heimspiel des SVW gegen den 1. FC Kaiserslautern II trat der historische, sowie der sportliche Wert der Begegnung in den Hintergrund, eine mediale Panikmache und befürchtete, erneute Ausschreitungen dominieren das Tagesgeschehen. Wir wollen die Aspekte beleuchten, die andernfalls in Vergessenheit geraten.

Trotz der Rivalität beider Anhängerschaften, die mitunter von einzelnen Fanclubs durchbrochen wurde (wie etwa den Katastrophentouristen, in denen sich Anhänger beider Vereine zusammengefunden haben), gibt es zahlreiche Gemeinsamkeiten, die weit über die identischen Vereinsfarben hinausgehen.
Eng verbunden ist die Vergangenheit des SV Waldhof Mannheim mit dem Namen Klaus Schlappner. Der Trainer mit dem Pepitahut übernahm den Verein 1980, führte ihn nach drei Spielzeiten in die Bundesliga. 1987 verließ Schlappner den Verein, um im Oktober 1988 in Saarbrücken anzuheuern. Dort blieb der Erfolgstrainer der Mannheimer zweimal erfolglos im Unternehmen Aufstieg und scheiterte in der Relegation. Im April 1991 hatte dann auch der "Schlappi"-Zauber im Ludwigspark ausgedient, obgleich er eine für heutige FCS-Verhältnisse recht lange Amtszeit aufweist.
Mit langen Amtszeiten konnte Eugen Hach nur in der Theorie aufwarten. Beim FCS im Frühjahr 2004 nach zwei Niederlagen in den wichtigen Auswärtsspielen in Siegen und Augsburg unter heftiger interner wie externer Kritik stehend kündigte Hach an, noch "mindestens vier Jahre" in Saarbrücken zu bleiben. Keinen Tag später beurlaubte man ihn und holte Horst Ehrmantraut zurück.
Die nächste Station Hachs wurde der SV Waldhof Mannheim, wo er den mittlerweile abgestürzten Ex-Bundesligisten mit einem "Drei-Jahres-Plan" wieder in die Höhen des Profifußballs hieven wollte. Im November 2004 unterschrieb er schon in Oberhausen, nach weniger als fünf Monaten Amtszeit.

In Höhen und Tiefen der gemeinsamen Namen in der Vereinshistorie, aber auch in der Leidensfähigkeit sind Waldhöfer wie Molschder vereint. Der FCS blickt auf fünf Jahre Bundesliga, der SV Waldhof auf derer sieben zurück. Der Absturz von Mannheim erfolgte nach dem Lizenzentzug ohne Durchgangsstation Regionalliga und die Folgen sind noch heute zu spüren, Fusionsbestrebungen mit dem VfR Mannheim oder der TSG Hoffenheim als Alternative zum finanziellen Aus wurden aus Fansicht als Wahl zwischen Pest und Cholera betrachtet. Der Hauptunterschied zu ähnlichen Entwicklungen beim 1. FC Saarbrücken liegt in der Realisierung, der man in Mannheim immer ein Stück näher kam. Wo man in Saarbrücken jahrelang über Sinn und Unsinn eines Stadionneubaus diskutiert, hat man in Mannheim schon lange das bundesligataugliche, aber teure Carl-Benz-Stadion stehen.

Sportlich läuft es in Mannheim den Umständen entsprechend. Vor der Saison hat man viele ältere Spieler wie Christof Babatz oder Ermin Melunovic ziehen lassen, ebenso den Ex-FCSler Echendu Adiele. Gekommen sind hierfür vor allem unbekannte, junge Spieler wie Niklas Ginter, der schon zum Stammpersonal gehört. So konnte man den Kader verjüngen und Kosten einsparen. Für FCS-Fans bleibt so Marco Laping der bekannteste Mannheimer.
Mit diesem überwiegend neuen Personal konnte man in dieser Saison erst einen Heimsieg einfahren, was für die heimischen Anhänger recht enttäuschend sein dürfte, belegte man in der letzten Saison Platz vier der Regionalliga Süd. Auf Kosten des sportlichen Erfolgs betreibt man in Mannheim Existenzsicherung.

Der FCS wird in Mannheim an das Heimspiel gegen M'Gladbach II anknüpfen müssen, will man auch in der Ferne punkten. Gegen die jungen Fohlen stand die Abwehr solide, der Erfolg kam letztlich aufgrund von Beharrlichkeit und einem Quentchen Glück zustande. Auswärts kann der FCS derzeit nur gewinnen, wenn die Abwehrleistung stimmt oder die gegnerischen Angreifer versagen, wie es in Essen geschah. Die eigenen Angreifer machen derzeit noch zu wenig aus ihren Gelegenheiten, um auch auswärts ein Spiel bestimmen zu wollen.

Vielleicht erleben wir aber auch einen ganz kuriosen Spielverlauf, wie beim aus Saarbrücker Sicht legendären 3:2-Sieg im Jahre 2001. Zu wünschen wäre es den Mitreisenden, da so wieder der Fußball die Panikmache in den Medien ablösen würde.

Links zum Spiel:

- Vorbericht SR-online.de
- SV Waldhof im Fokus der Polizei (morgenweb.de)

Freitag, September 04, 2009

Erste von vielen

Der Ligaalltag wird den FCS zum morgigen Heimspiel einholen. Das liegt nicht an der zuletzt schwankenden Leistung, sondern vielmehr an der ersten Begegnung mit einer der insgesamt acht Reservemannschaften innerhalb der Regionalliga West: Borussia Mönchengladbach II.

Wie die meisten Mannschaften, die man früher oft mit dem Zusatz "Amateure" versah, prangt auf Elf inzwischen das Etikett "U23", was auch bei den meisten Spielern tatsächlich zutrifft. Über die meiste Routine und Erfahrung verfügen die beiden 33-Jährigen in der Mannschaft, Lars Schuchardt (seit 1999 im Verein) und Marcel Podszus (früher Fortuna Düsseldorf), sowie der 27-jährige Kapitän Mirhudin Kacar. Letzterer ist mit drei Treffern der gefährlichste Torschütze der "Fohlen", obgleich er ein zentraler Mittelfeldspieler ist. Trainiert wird die Mischung aus nachgerückten Jugendspielern und einigen erfahrenen Leitspielern von Horst Wohlers, dessen prominentester Vorgänger wohl der ehemalige Nationaltrainer Kameruns Winfried Schäfer ist.

In der laufenden Saison verbucht man zwei Siege, zwei Niederlagen und ein Unentschieden für sich und ist damit nur einen Punkt vom FCS entfernt. Dieser ist nach der Niederlage in Lotte wieder auf dem Boden der Realität angelangt. Zu hoch deutete man die Siege über Essen und Münster und verkannte dabei einerseits die Fahrlässigkeit, mit der RWE im eigenen Stadion Chance um Chance verschenkte, und die Kopflosigkeit, mit der man sich in Münster derzeit herumplagt (was Trainer Schmidt demnächst auch den Kopf kosten könnte). Ob man in Saarbrücken nun einzelne Spieler oder Mannschaftsteile kritisieren mag, Tatsache bleibt, dass man erst fünf Spiele gesehen hat und sich darüber im Klaren ist, dass diese Mannschaft keineswegs zu den Abstiegskandidaten in dieser Liga gehören muss.

Um einen Absturz zu vermeiden ist vor allem eine Verbesserung der Situation in der Abwehr und im Sturm gefragt. Während die Abwehr bei mehrfachen Umstellungen auch dementsprechend mal zerstreut, mal gefestigt auftrat und am Wochenende auf die Rückkehr von Marcus Mann hofft, scheint sich der Sturm zum ersten Sorgenkind der Saison zu entwickeln. Michael Petry hat in vier Spielen ledeglich eine seiner unzähligen Torchancen in ein Tor umwandeln können, Velimir Grgic spielt solide, ist aber eher Vorbereiter als Vollstrecker. Nach dem Schließen der Transferliste muss man darauf hoffen, dass sich das vorhandene Personal in den nächsten Spielen steigert oder dass man bei den Vertragslosen fündig wird, sollte sich nichts bessern.

Morgen wird man sich gegen die erste von vielen Zweitvertretungen der Bundesligisten durchsetzen müssen. Dabei wird es auch eine Rolle spielen, ob am Länderspielwochenende einige Spieler der ersten Mannschaft als "Verstärkung" auflaufen werden. Der FCS kann nur darauf hoffen, dass die Borussia sich auf Sportlichkeit und Fairneß besinnt und mit dem üblichen Personal anreist. Alles weitere werden die Mannen in blau-schwarz zu verantworten haben, die sich nun mitten im Ligaalltag befinden.

Link zum Spiel:

- Vorbericht SR-online.de

Dienstag, September 01, 2009

Was man über Lotte wissen sollte

Die Englische Woche im September führt den 1. FC Saarbrücken in einen Ort namens Lotte. Dachte man lange, Lotte sei ledeglich die Kurzform von "Charlotte" und die berühmteste Namensträgerin Lotte Lenya, die James Bond 1963 Liebesgrüße aus Moskau mit vergifteter Messerspitze im Schuh überreichen durfte, so weiß man seit dieser Saison, dass es auch noch die Sportfreunde Lotte gibt. Das FCSBlog stellt heute Verein und Ort vor.

Die Gemeinde:

Lotte ist eine Gemeinde der Größe und Popularität von Spiesen-Elversberg und liegt nicht, wie oftmals behauptet, in Niedersachsen, sondern in Nordrhein-Westfalen und grenzt an eben jenes Bundesland, aus dem der aktuelle Deutsche Meister stammt. Die überregionale Bekanntheit von Lotte schließt selbst die Wikipedia allein auf "das Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück und den Fußballregionalligisten Sportfreunde Lotte" zurück. Das war auch schon alles, was es über Lotte zu sagen gibt.

Der Verein:


Die Sportfreunde Lotte besitzen die Vita des typischen Regionalligisten, wie er Anfang des 21. Jahrhunderts in Mode gekommen ist. Der Verein selbst existiert seit 80 Jahren, die erste Herrenmannschaft stieg 1989 in die Landesliga, 1996 in die Verbandsliga und 2004 schließlich in die Oberliga auf und erreichte 2008 die Qualifikation zur neuen Regionalliga West. Die großen Ereignisse in der Vereinshistorie abseits der Aufstiege bestehen aus jährlichen Freundschaftsspielen Freundschaftsspielen "gegen den Bundesligisten SV Meppen (0:0)" (96/97) oder der Feierstunde zu Ehren Dietmar Friedrichs, der 1999 zum 30. Mal das Deutsche Sportabzeichen erwarb.

Das Stadion:

Die PGW-Arena ist ein erstaunlich schmuckes Stadion mit einer Kapazität von 5.500 Plätzen. Schon fast legendär ist die riesige Hintertorwerbewand, bei der man als Zuschauer jeden Stürmer, ob mit Sehschwäche oder ohne, bemitleiden muss, da man innerhalb dieser Werbeflut auf den ersten Blick kein Tor erkennen kann. Generell sind die überzähligen Werbebanden (siehe dazu den Flyer des Fanprojekts) und freie Streifen zwischen Tribüne und Spielfeld die beiden größten Schwachpunkte der PGW-Arena.

Die Mannschaft:


Mit acht Punkten aus vier Spielen liegt Lotte auf dem zweiten Tabellenplatz. Tabellenführer ist kurioserweise Mainz 05 II, die im eigenen Stadion von den Sportfreunden mit 1:7 abgefertigt wurden und deshalb trotz der Spitzenreiterposition ein negatives Torverhältnis haben. Trainiert wird die Mannschaft von Maik Walpurgis, dessen Namen so mit dem Verein harmoniert, wie man es zuletzt bei Wolfgang Wolf in Diensten des VfL Wolfsburg erleben konnte. Wie Hexerei erscheint tatsächlich dieses Mainzer Ergebnis, erzielte Lotte in den restlichen drei Spielen drei Tore.

Die Aufstiegsambitionen der Sportfreunde lassen sich vor allem an den Neuzugängen ablesen. Der letztjährige Tabellenzehnte konnte mit David Czyszczon und Silvio Pagano zwei erfahrene Spieler vom Ligakonkurrenten aus Essen loseisen, der ehemalige Bundesligaspieler Alexander Thamm traf bereits zweimal, Benjamin Wingerter seinerseits einmal und mit Sidney konnte man einen zweitligaerfahrenen Abwehrspieler gewinnen. FCS-Fans kennen ihn vielleicht noch aus der Saison 04/05, als Sidney beim Saarbrücker Gastspiel in Essen für die Hausherren Rot sah.

Die Spiel:

Für den FCS wird es schwer in der PGW-Arena zu bestehen. Auch wenn der 7:1-Sieg in Mainz suggeriert, dass man vor allem einen offensiven Gegner zu erwarten habe, so ist das wahre Prunkstück der Sportfreunde Lotte die Abwehr. In beiden Heimspielen blieb man mit der neu formierten Abwehr ohne Gegentor. Nachdem sich in den letzten beiden Spielen auch die Saarbrücker Hintermannschaft deutlich stabilisiert hat, kommt es im fünften Saisonspiel vor allem auf den Sturm an, der bisher ledeglich ein Tor zu verzeichnen hat. Problematisch könnte es werden, wenn die angeschlagenen Petry und Mann nicht antreten können. Besonders im Falle Manns wäre der Ausfall umso bitterer, da er nicht nur als Abwehrchef, sondern auch als Kapitän gebraucht wird, da Marcel Rozgonyi nach seiner Roten Karte für drei Spiele gesperrt wurde.

Ob der FCS die möglichen Ausfälle kompensieren kann und ob er der hohen Belastung innerhalb dieser Englischen Woche gewachsen ist, erfahren wir morgen Abend.

Links zum Spiel:

- Vorbericht FCS-HP
- Vorbericht SF Lotte (offizielle Homepage)

Freitag, August 28, 2009

Spiel vier

Das vierte Spiel in der noch jungen Regionalliga-Saison wird nicht zum Schicksalsspiel für Dieter Ferner, das hat der 2:1-Coup in Essen vergangenen Sonntag verhindert. Die Partie gegen Preußen Münster wird dennoch richtungsweisend für den FCS sein.

Der Gegner aus Westfalen ist sicherlich eine der attraktiveren Teilnehmer dieser Regionalligasaison, was wie so oft an der glorreichen Vergangenheit des Klubs liegt, die Jahrzehnte zurückliegt. 1951, also genau ein Jahr vor dem FCS, wurde man Deutscher Vizemeister, 1963 war man Gründungsmitglied der Bundesliga und stieg zusammen mit dem FCS gleich im Premierenjahr wieder ab. Zu diesen Parallelen gesellt sich der lange Niedergang des Profifußballs ins Münster, wobei Münster nach 1964 nie wieder ein Bundesligaspiel sah, der FCS hingegen noch lange zwischen Ober- und Unterhaus pendelte.
Vor der Saison wurde Münster oft als Aufstiegsfavorit benannt. 2008 schloss man als Vierter ab, was gleichzeitig die beste Platzierung einer Nicht-Reserve war, im Jahr zuvor wurde man Meister der Oberliga Westfalen. Dies spricht für die Mannschaft von Roger Schmidt, deren prominentester Neuzugang David Fall ist, der bereits einige Jahre für Paderborn in der 2. Liga kickte. Gestartet ist man in die Saison mit zwei Niederlagen und konnte, ähnlich wie der FCS, erst vergangene Woche einen Befreiungsschlag (4:1 gegen Schalke II) landen.

Mueller

Beim FCS gilt es dort anzusetzen, wo man in Essen aufgehört hat. War vor allem in der Offensive gegen Trier schon deutlich mehr Bewegung zu sehen, so war es erst die Stabilisierung der Abwehr, die in Essen zum Erfolg verhalf. Auch Michael Müller zeigte eine Glanzleistung und erhält gegen Münster den Vorzug vor Enver Marina, der erst einmal in der Saarlandliga Spielpraxis sammeln wird. Nico Zimmermann wird wohl hingegen wieder zum Aufgebot gehören, in dem noch die Namen Dafi, Metin und Bauer fehlen. Im Gegensatz zum morgigen Gegner konnten sich die Stammspieler des FCS im eigenen Verbandspokal schonen, beim 15:0-Sieg über den Kreisligisten Hermann-Röchling-Höhe setzte man auf Ersatzspieler und Akteure des FCS II.

Das vierte Spiel kann die Richtung für die kommenden Wochen vorgeben. Brannte nach dem 0:6 gegen Elversberg schon in vielen Augen der FCS lichterloh, so darf man auch nicht den 2:1-Erfolg in Essen überbewerten. Dieter Ferners Mannschaft muss sich gegen Münster morgen hinten abgeklärt und sicher wie gegen Essen, aber endlich auch etwas treffsicherer zeigen. Dann verlässt man vielleicht schon morgen die Abstiegsränge.

Links zum Spiel:

- Vorbericht sr-online.de
- Saarbrücken lockt (preussenfieber.de)

Samstag, August 22, 2009

Undankbare Aufgabe im Ruhrgebiet

Es könnte in den kommenden Tagen recht turbulent im Sportfeld werden, sollte der 1. FC Saarbrücken unter Trainer Dieter Ferner nicht endlich den erlösenden ersten Saisonsieg einfahren. Die undankbare Aufgabe, welche die "Molschder" morgen in Essen zu bewältigen haben, verleiht eher den Kritikern als den Spielern Flügel.

Vor allem die Saarlandausgabe der BILD-Zeitung sorgt mit Spekulationen für Unruhe im Umfeld des 1. FC Saarbrücken. Dort zitierte man Horst Hinschberger am 21.08. mit diesen Worten:

"Wir stellen im Moment nichts und niemanden in Frage, haben vor Saisonbeginn gesagt, dass wir uns vier Spiele Zeit geben. Dann soll sich der Trainer erklären. Aber auch erst dann."

Hieraus interpretiert Daniel Fischer eine Galgenfrist für Dieter Ferner. Das mag begründet sein, allerdings ist es nicht mehr als eine Mutmaßung eines Journalisten. Dass Fischers Interpretation nicht einmal die allerbeste ist, zeigt sich an dessen Befürchtung, dass die "Galgenfrist", die er im Artikel herausstellt, nur zwei Tage vor Schließung des Transferfensters ende und vereinslose Spieler nicht unbedingt eine Hilfe für einen "kriselnden Club" darstellten.
Tatsächlich vergisst Fischer die oft praktizierte Methode, einen Vertrag mit einem ausgemusterten Spieler aufzulösen, sodass dieser als Vereinsloser während der Saison zu einem neuen Arbeitgeber wechseln kann. Auch stellt sich Daniel Fischer nicht einmal die Frage, woher das Geld für weitere Verstärkungen kommen soll. Eine Geldstrafe aufgrund der jüngsten Ereignisse beim Spiel in Neunkirchen dürfte eine zusätzliche Belastung des Budgets darstellen.

Wichtiger als alle Gedankenspiele, die ledeglich Verwirrung stiften und die vorhandene Unruhe verstärken, ist die Partie in Essen. Man sollte sich nämlich keineswegs dem Gedanken hingeben, der FCS sei morgen chancenlos.

Rot-Weiss Essen ist keineswegs befriedigend in die neue Saison gestartet. Einem 2:0-Heimsieg über die U23 des 1. FC Kaiserslautern folgte eine knappe Niederlage beim Rekordspiel (16.492 Zuschauer) in Gelsenkirchen, welche zumindest im Fanlager für Verstimmung gesorgt hat. Damit steht nicht nur der FCS unter Zugzwang, sondern auch Thomas Strunz und Uwe Erkenbrecher, die mit ihrer Mannschaft als Favorit auf den Aufstieg gelten wollen. Für dieses Ziel hatte man sich vor Saisonbeginn im Südwesten der Liga umgesehen und drei Spieler des Vorjahreszweiten aus Kaiserslautern, sowie Holger Lemke und Denny Herzig von der SV Elversberg unter Vertrag genommen. Alles andere als ein Sieg würde man in Essen als Enttäuschung auffassen.

Dennoch: der FCS ist nicht ohne Chance im Duell der Traditionsvereine. Man wird zwar weiterhin auf die wichtigen Stützen in der Defensive, Dafi und Marina, verzichten müssen, allerdings hat die Abwehr im Trier-Spiel schon einen weit stabileren Eindruck als in Neunkirchen vermittelt, was vor allem Alexander Otto und Marcus Mann zu verdanken war. Auch in der Offensive waren Ansätze zu erkennen, auf denen die Mannschaft in Essen aufbauen kann. Während man gegen Elversberg keinen einzigen Torschuss herausspielte, hatte man gegen Trier vor allem in der zweiten Halbzeit eine Vielzahl von guten Torgelegenheiten. Daran muss man auch dann anknüpfen, sollten die angeschlagenen Grgic und Zimmermann nicht bis zum Anpfiff genesen.

Für den FCS ist es vor allem die Chance zu einem ersten Befreiungsschlag. Sollte auch diese nicht genutzt werden, ist es unvermeidbar, dass man sich seitens des Vereins Gedanken über personelle Konsequenzen macht, allerdings sollte man auch dann noch berückrichtigen, was für eine undankbare Aufgabe dem FCS mit diesem Auftaktprogramm zugedacht wurde.

Links zum Spiel:

- Im Schatten der Tribüne (RWE-Blog)
- Vorbericht Rot-Weiss Essen
- Vorbericht SR-online.de

Donnerstag, August 13, 2009

Panik verhindern

Es ist ein altes Wiedersehen unter ungewohnten Voraussetzungen: der 1. FC Saarbrücken empfängt die Trierer Eintracht zum ersten Heimspiel der neuen Regionalliga-Saison. Es eint die jeweilige Vergangenheit, das Gefühl, in der vergangenen Woche vom Schiedsrichter betrogen worden zu sein, und nicht zuletzt die unausgesprochene Angst davor, dass eine Niederlage Panik im eigenen Lager verbreiten könnte.

An der Mosel hatte man sich den Ligastart gewiss nicht so vorgestellt, wie er vergangene Woche eingetreten ist. Dabei man spätestens seit dem Pokalerfolg gegen Hannover 96 als Favorit auf den Aufstieg, was nicht zuletzt an einem recht prominent besetzten Kader liegt. Schon in der vergangenen Saison konnte man den bundesligaerfahrenen Routinier Markus Anfang und den ehemaligen Junioren-Nationalspieler Sahr Senesie verpflichten, etwas länger dabei ist der namibische Nationalspieler Wilko Risser. Außerdem löste man Anfang der Saison die mal mehr, mal weniger akute Torhüterfrage und konnte sich die Dienste von Kenneth Kronholm sichern. Trainer Mario Basler kann ohne Frage auf einen gut gemischten und stark besetzten Kader zurückgreifen, was man nicht zuletzt auch daran sehen konnte, dass man im Pokal keineswegs einbrach und das Spiel gegen Hannover erst nach 60 Minuten drehte.

Im leichten Gegensatz dazu steht die Undiszipliniertheit und Unkonzentriertheit, mit der die Moselkicker am vergangenen Spieltag gegen Schalke II auftrat. Man vergab viele Chancen gegen den erwartet schwachen Gegner aus dem Ruhrpott, dezimierte sich mit zwei Roten Karten selbst und konnte sich im Endeffekt eher ärgern als glücklich schätzen, dass es nur zum Ausgleich gereicht hat, in einer Partie, in der man lange Zeit das Geschehen dominierte. Auch Trainer Basler hatte sich nicht im Griff und musste während des Spiels auf die Tribüne.

Ohne die gesperrten Lacroix und Fernandes reist Trier nun zu einem Gegner, den ganz eigene Probleme plagen. Beim FCS waren die Reaktionen auf die Niederlage im Fanlager eher milde, auch wenn erste zwielichtige Gestalten bereits Gerüchte streuten, Dieter Ferne stehe bereits intern auf der Abschussliste.
Dieser sprach unter der Woche von einer "Hinrichtung" und wird auch den Spielern eingeschärft haben, wie unwürdig die Vorstellung im Ellenfeld der eines Regionalligisten war. Klar ist auch, dass eine weitere Vorführung dieser Art nicht ohne Konsequenzen bleiben wird, vor allem wird seitens der Fans bemängelt, dass der Sturm für die Regionalliga zu dünn besetzt sei. Michael Petrys Einsatz bleibt fraglich wie der von Tim Bauer und Dieter Ferner muss sich die Frage stellen, ob er wieder nur mit einer Spitze beginnt oder welches Sturmduo er ins Rennen schickt. Verzichten muss der FCS jedenfalls auf die Verletzten Metin, Dafi und Marina.

In Anbetracht der Faktion ist Trier sowohl Favorit als auch der FCS mächtig unter Druck, will er sich keinen kompletten Fehlstart in die Saison erlauben. Was ihm in dieser Situation zugute kommen könnte, sind die beiden Ausfälle auf Trierer Seite, sowie die Rolle als Außenseiter, in der das Gespann Basler/Fuchs den Tabellenletzten unterschätzen könnte. Eine frühe Panik im Umfeld kann der FCS allerdings nur dann verhindern, indem er nicht den planlosen Angsthasenfußball von Neunkirchen wiederholt.

Links zum Spiel:

- Vorbericht FCS
- Vorbericht Eintracht Trier
- Vorbericht SR-online

Donnerstag, August 06, 2009

Sich vorher ärgern inklusive

Es gibt Leute, die reden vom mit Spannung erwarteten Kräftemessen der "neuen Nummer eins" gegen die "alte Nummer eins". Sie feiern schon im Vorfeld ein Fußballfest im "wohl schönsten saarländischen Stadion" und propagieren "eine neue Zeitrechnung" für den traditionsreichen 1. FC Saarbrücken.
Und all diese Menschen haben eines gemeinsam:
sie reden so phantasielos daher, weil sie eigentlich Fans keiner der beiden Mannschaften sind.

Dieses im wirklich weitesten Sinne als "Saarderby" zu bezeichnende Spiel konnte schon im Vorfeld mit einigen Überraschungen negativer Art für die Fans des 1. FC Saarbrücken aufwarten. Zunächst wurde das Spiel aus recht durchschaubaren Gründen auf Wunsch der SV Elversberg vom Stadion an der Kaiserlinde ins Neunkircher Ellenfeldstadion verlegt. Mit Topzuschlag kostet eine Sitzplatzkarte stolze 25 Euro und dass man mit einer Tribünenkapazität von 2.308 Plätzen (Neunkirchen) mehr Geld einnimmt als mit einer von knapp 500 Plätzen (Elversberg), weiß jeder Grundschüler. Allerdings hätte man sich seitens der Elversberger die Organisation eines Regionalligaspieltags besser bei einem Oberligisten als bei Grundschülern abgeschaut, da man sonst auch folgendes bedacht hätte:

- da für dieses Spiel die Blockbezeichnungen in Neunkirchen kurzerhand umbenannt wurden, haben einige Saarbrücker bereits Karten für Block 2 erworben, obwohl Block 1 die eigentliche Gästekurve ist. Zur Behebung dieser Nachlässigkeit müssen die Fans vor Ort an einem Infostand ihre Karten umtauschen.
- ermäßigte Tribünenkarten gibt es ledeglich an der Tageskasse zu erwerben, sodass z.B. Familien im Vorverkauf den vollen Preis hätten zahlen müssen, um einen Platz für ihre Kinder zu sichern.
- sollte es vor Ort zu Einlassverzögerungen kommen, lässt sich der Anpfiff schlecht um einige Minuten nach hinten verlegen, da es im Ellenfeld keine Flutlichtanlage gibt.

Ein letztes, besonderes Ärgernis ist zudem noch allein den FCS-Fans vorbehalten. Die "Renovierungsarbeiten" nach DFB-Auflagen hatte auch ein recht stattliches Fangnetz vor der Spieser Kurve zufolge, in der sich die blau-schwarzen Anhänger befinden werden. Indem man sich für ein weißes Netz mit engen Maschen entschieden hat, beschränkt man die Sicht noch mehr als mit dem bekannten Elversberger Fangnetz.

Als FCS-Fan muss man eben leiden, wenn Fußballsaarland sein Spektakel will.

Aus sportlicher Sicht erwartet die Zuschauer ein schwer vorherzusehendes Spiel, da man auf beiden Seiten mit einigen personellen Veränderungen im Gegensatz zum diesjährigen Aufeinandertreffen im Saarlandpokal ins Rennen geht. Einige Schlüsselspieler wie Denny Herzig, Holger Lemke oder Nico Zimmermann, der zum FCS ging, haben die Kaiserlinde verlassen, verstärkt hat man sich in einem Alterspektrum von 20 bis 27 Jahren, wobei der letzte Neuzugang Nikolaos Nakas noch einen Trainingsrückstand besitzt. Das war dann allerdings auch schon der namhafteste Transfer.

Für den FCS sprechen eher die Neuzugänge als die Vorbereitung, die ihre Höhen und Tiefen besaß. Mit Velimir Grgic hat man einen Sturmtank verpflichtet, der gut neben einen Michael Petry passen könnte, zudem hat sich in den vergangenen Testspielen zunehmend die neue Mittelfeldachse der beiden Nicos Zimmermann und Weißmann empfohlen. Der Angriff könnte für den FCS spielentscheidend gegen die meist tief stehenden Elversberger sein, allerdings zeigte sich schon, was zwei individuelle Fehler anrichten können, wenn man die gegnerische Abwehr nicht durchbricht.

Ob die neue Saison nur mit Ärgernissen aus FCS-Sicht beginnt oder trotz aller Schikanen einen glücklichen Auftakt bereithält, wird man morgen Abend sehen.

Quellen und Links:

- Saarbrücker Zeitung vom 06.08.09 - Artikel "FCS-Fans sind sauer auf die SVE Neuzugang bei SVE: Zweitliga-erfahrener Grieche Nakas folgt Ex-Trainer Vasic"
- Vorbericht FCS-HP
- Vorbericht SR-Online.de

Dienstag, Juli 28, 2009

Schalke 04 im Ludwigspark

Die Fanszene diskutiert seit Wochen im Internet und morgen ist es soweit: der FC Schalke 04, Bundesligist, gastiert im Saarbrücker Ludwigspark. Dabei fällt vor allem positiv auf, dass es um diese Begegnung, anders als beim Gastspiel der Bayern, verhältnismäßig ruhig geblieben ist. Und das aus mehreren Gründen.

Zunächst sollte man die trivialste Feststellung, nämlich die dass der FC Schalke 04 eben nicht der FC Bayern München ist, betrachten. In Zahlen gemessen besitzt die Münchener knapp 177.000 Fanklubmitglieder, während beim Ruhrpottverein beim 72.000 Anhänger in einem eigenen Verband organisiert sind. Dies beinhaltet zwar noch keineswegs die zahlreichen Sympathisanten in ganz Deutschland, allerdings lässt sich leicht abwägen, dass diese beim Rekordmeister stärker vertreten sind.
Dies führte auch dazu, dass der Auftritt der Bayern trotz einer mehr als kurzen Vorlaufszeit von einer Woche ausverkauft war und für das morgige Spiel im Vorverkauf "nur" 14.000 Karten abgesetzt wurden, obwohl schon vor einem Monat bekannt wurde, dass der Bundesligist im Ludwigspark gastiert.

Generell muss man auch lobend erwähnen, dass man dieses Freundschaftspiel zugunsten der Rudi-Kappés-Stiftung abhält. Dies stellt das Schalke-Spiel in einen ehrlicheren Kontext als das Bayern-Spiel, welches im "Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Wiedereingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik Deutschland" abgehalten wurde, was bei der recht kurzfristigen Ansetzung und der Tatsache, dass ein eigentlich geplanter Kick des Rekordmeisters in der Türkei aus "organisatorischen Gründen" abgesagt wurde, doch recht unglaubhaft war. Zumindest für die Leute, die solchen "Events" und "Spektakeln" generell eher skeptisch gegenüberstehen.

Dies liegt wohl auch daran, dass der sportliche Wert dieser Partie für beide Mannschaften recht überschaubar ist. Jeder, außer ein paar zu großzügigen Optimisten, rechnet fest mit einer Niederlage, wobei man anhand der Höhe der Gegentreffer bei einem oder zwei Ehrentreffern sogar noch etwas aus dieser Partie herauslesen will. Aus sportlicher Sicht wäre selbst ein überraschender Sieg des FCS mehr als unpassend, da er zu maßloser Selbstüberschätzung der Mannschaft und der Fans führen könnte, wenn nicht gar müsste. Aber zum Glück ist dieser Gedanke viel zu kühn, als dass er ausgesprochen noch eintreten könnte.

Das Beste lässt sich aus solch einer Partie machen, indem man für 90 Minuten den Stress, den einen in der Liga ständig umgeben wird, vergisst, bei nicht vollends ausverkauftem Ludwigspark auch noch freie Sicht auf das Spielfeld besitzt und dieses Freundschaftsspiel wie jeden anderen Fußballnachmittag im Sommer behandelt.
Man kann für ein paar Momente in nostalgischer Erinnerung schwelgen und sich an den letzten Auftritt der Schalker in Saarbrücken erinnern, als noch ein gewisser Klaus Toppmöller den FCS trainierte und Vizepräsident Ebertz selber zwischen den Pfosten stand. Man kann, aus Vereinssicht, darauf hoffen, dass sich dieses Gastspiel eines Bundesligisten als positive Werbung für den Verein verkaufen lässt und für weitere Spiele dieser Art und einen Fanzuwachs sorgt.

Man darf nur eines nicht: dieses Spiel zu ernst nehmen.

Link zum Thema:

- 20.000 gegen Schalke? (SR-Online.de)

Samstag, Mai 23, 2009

Adieu 2. Bundesliga?

Das Fußballjahr neigt sich dem Ende, der 1. FC Saarbrücken verliert zum Abschluss zwar in Mechtersheim, steigt dennoch als souveräner Meister der Oberliga Südwest in die Viertklassigkeit auf und eigentlich könnte man diesen Beitrag an dieser Stelle mit wenigen Worten schnell und schmucklos abschließen, gäbe es da nicht noch die Frauenmannschaft.

Frauen 002

Den FCS-Frauen sprechen einige treue FCS-Anhänger immernoch die Existenzberechtigung ab, die Forderung nach einer Ausgliederung dieser Abteilung wurde nach dem Theater der vergangenen Wochen vor allem im Internet laut und vor lauter organisatorischem Chaos scheint derzeit schwer erkennbar, ob man sich über die morgige Ausgangslage freut oder ob man den möglichen Aufstieg gar fürchtet.
Nicht lange ist es her, da schien die Bundesliga in weiter Ferne: unter dem neuen Trainer Winfried Klein, dessen Verpflichtung schon fast zum Debakel für die Vereinsführung geriet, begann man die Saison entkräftet von internationalen Turnieren und einer erfolgreichen DFB-Pokalsaison. Frühe Patzer gegen Duisburg, Sindelfingen und Hagsfeld sollten sich spät rächen, nämlich dann als der Platz an der Spitze greifbar wurde, man allerdings auf Schützenhilfe der Konkurrenten hoffen musste. Niemand glaubte mehr so recht an einen Frankfurter Sieg gegen Sindelfingen, erst recht nicht als diese im Nachholspiel die zweite Mannschaft des 1. FFC mit 5:0 abschossen.
Interne Probleme setzten den FCS-Frauen stark zu, Leistungsträgerinnen gaben ihren Abschied mitten im Kampf um den Aufstieg bekannt. Was andernorts wohl als Aufgabe gewertet worden wäre, wandelte sich in Saarbrücken überraschenderweise zu einer kompromisslosen Siegesserie, die man mit einem Sieg in Leverkusen abschließen könnte. Dies wäre gleichbedeutend mit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga.

Die noch längst nicht bewältigten Unruhen im Verein und die Abgänge, pikanterweise mit dem Lisa Schwabs auch einer nach Leverkusen, zum morgigen Gegner, stehen im Raum, wenn auf dem Rasen die Partie angepfiffen wird. Und feststeht, dass sich egal wo der FCS in der kommenden Saison spielen wird, Abteilungsleiter Grewenig und der FCS-Vorstand um Präsident Hinschberger die Verantwortung und das kommende Handeln tragen müssen.
Verbleibt man in der Zweitklassigkeit, so wird man eingestehen müssen in der Personalplanung mit Zögerlichkeit und diversen öffentlichen Pannen (Trainersuche, Bewerbung für das DFB-Pokalfinale der Frauen) nicht nur zum sportlichen Misserfolg beigetragen zu haben, sondern auch die Voraussetzungen für einen Angriff in der kommenden Saison verpasst zu haben.

Steigt man hingegen, was aus Saarbrücker Sicht natürlich die beste Werbung für den Frauenfußball und den Verein wäre, auf, so muss der Erfolg ein Anreiz für die Entscheidungsträger sein, eine schlagkräftige Truppe für die kommende Saison auf die Beine zu stellen und den Unterbau zu stärken. Dann darf man der jungen und erfolgreichen Sparte des Gesamtvereins 1. FC Saarbrücken nicht die finanzielle Unterstützung versagen, die sie verdient, aber auch braucht.

Freitag, Mai 22, 2009

Adieu Oberliga!

Der 2. Juni 2007 scheint eine Ewigkeit her. Zumindest in den vergangenen Wochen, denn sonst war er so allgegenwärtig wie viele andere Tage der Regionalligasaison 2006/2007. Namen wie Jonathan Jäger, Mahir Saglik oder Mike Frantz, die heute im Profifußball keine Unbekannten sind, waren dabei, als der FCS in die Oberliga abstieg. Es macht die Zeit zwischen diesen beiden Momenten, Juni 07 und Mai 09, umso unwirklicher.

Seine zweijährige Oberligaodyssee beendet der 1. FC Saarbrücken morgen in Mechtersheim. Mechtersheim, gerade mal ein Ortsteil der Gemeinde Römerberg, steht dabei symbolisch wohl ganz am Ende und veranschaulicht sowohl zwei Jahre bitterste Tristesse als auch den Wandel, den die Mannschaft im Sommer 2008 vollzog. Beim ersten Gastspiel in der vergangenen Saison ging es noch ins größere Südweststadion nach Ludwigshafen, der FCS war der Fremde auf der Durchreise in einer Liga weniger Glanzlichter, die dabei nur bedingt strahlten, und gewann am Ende nur knapp mit 1:0.
Der FCS verpasste nach schwacher Rückrunde in seiner ersten Oberligasaison den Aufstieg, offenbarte die eigene Überheblichkeit, die überhaupt erst zum tiefen Fall geführt hat.

Ironischerweise beendet man das Kapitel Oberliga nun nicht mehr auf dem "Ausweichplatz" in Ludwigshafen, sondern in Mechtersheim, wo die FCS-Fans ein sportplatzähnliches Gebilde, wie so oft in dieser Saison erwartet. Die Fans mussten Demut lernen, mussten die harte Realität des zweiten Oberliga-Jahres in Form vieler Sportplätze, matschiger Stehränge und notdürftiger Rostwurstbuden erfahren. Die Spieler mussten ebenfalls Demut lernen, bekamen statt eines kumpelhaften Dampfplauderers einen erfahrenen Trainer, der eine Mannschaft formte und vorhandene körperliche Schwächen eingrenzte. Und das war auf den Sportplätzen der Oberliga dringend nötig.

Nur noch wenige Zuschauer besuchten die vergangenen Spiele des FCS, nur noch wenige Worte werden über die Oberliga verschwendet und auch der Verein offenbarte erste Personalien der Zukunft: Tim Bauer und Jonathan Zydko, die beide nach Saarbrücken zurückkehren werden. Für andere, die den Weg durch die Oberliga bestreitet haben, endet dagegen dieses Kapitel in der Geschichte des 1. FC Saarbrücken morgen. So ist diese Begegnung in Mechtersheim die letzte Chance, noch einige Momente einer scheidenden Zeitrechnung einzufangen, die stets zwischen Gut und Böse, zwischen Verzweiflung und Aufbruch pendelte. Ob die Zukunft für den FCS mit zwei Rückkehren gänzlich Neues mit sich bringt, erfahren wir morgen noch nicht, dafür kann man sich vorbehaltslos dem Wunsch der Heimmannschaft anschließen, der auf der offiziellen Vereinsseite nachzulesen ist:

Freuen wir uns auf ein unterhaltsames Match.


Mehr kann dieses Spiel nämlich nicht werden.

Links:

- FCS verstärkt sich für die Regionalliga (FCS-HP)
- Oberliga-Endspurt (SR-Online.de)

Freitag, Mai 15, 2009

Raus aus der Oberliga!

Zwei Niederlagen hintereinander und noch keine Trainerdiskussionen wären vor einigen Jahren in Saarbrücken wohl undenkbar gewesen, vor allem dann, wenn man kurz vor Saisonende gegen die direkte Konkurrenz gepatzt hätte. Schließlich steht der FCS auch als Aufsteiger fest, was ihn allerdings nicht davon entbindet, die Oberliga Südwest mit Anstand aus dem Ludwigspark zu verabschieden.

Der TuS Mayen als Vertreter eben jener ungeliebten Liga weckt nicht zuletzt schmerzliche Erinnerungen an die vergangene Saison. Eine 1:2-Niederlage in Mayen versetzte der damaligen Kaminski-Elf einen herben Dämpfer im Aufstiegsrennen und machte die Arbeit der vorherigen Spiele, in denen man die späteren Aufsteiger Trier und Mainz II niederkämpfte, gar zunichte. Dass Mayen selbst nur eine sehr durchwachsene Runde spielte und auf Rang 13 landete, macht diese Niederlage nur noch unverständlicher.
Der 13. Tabellenplatz wird auch derzeit von eben jenem Verein aus Mayen belegt, der die letzten beiden Heimspiele zwar verlor, allerdings seit Mitte März auswärts ungeschlagen ist. Diese Serie könnte im Ludwigspark reißen.

Auch beim FCS rissen zuletzt mehr Serien, als einem lieb sein konnte. Zunächst verlor man mit dem Spiel in Homburg das erste Spiel in der laufenden Oberliga-Spielzeit, dann folgte in Pirmasens sogleich die zweite Niederlage und zu allem Überfluss rissen bei einigen Spielern die Nerven. Am Mittwoch sahen Sammer Mozain und Marcel Rozgonyi die Rote Karte, Ferner und Fellhauer wurden des Platzes verwiesen und Nazif Hajdarovic verwickelte sich nach dem Schlusspfiff in Handgreiflichkeiten. Dies mag wohl auch der inkosequenten Leistung eines völlig überforderten Schiedsrichters geschuldet sein, der die harte Vorgehensweise der Hausherren nicht mit Karten eindämmte, zudem haben laut Saarbrücker Zeitung rassistische Beleidigungen die Stimmung dementsprechend aufgeheizt. Allerdings spricht all das keinen FCS-Akteur von dem Vorwurf frei, sich mit diesem Spiel die Fair-Play-Wertung und den Abgang aus der Oberliga gründlich vermiest zu haben.

Mit Freibier-Coupons und einem Sieg über Mayen will man sich nun also aus der Oberliga verabschieden. Das kommt auch mehr als gelegen, die vergangenen Spiele waren fußballerische Rohkost und trotz einseitiger Ergebnisse nicht immer glanzvoll. Wichtig wäre es da gerade im letzten Heimspiel mit einer fairen Spielweise aufzutrumpfen und noch einmal den Fußball der Hinrunde zu zeigen, der für den Erfolg dieser Saison stand. Auch wenn man von der Oberliga mittlerweile übersättigt ist, darf man nicht so wirken, als hätte man keinen Hunger mehr auf die Regionalliga. Zwei Spiele muss man noch aushalten können.

Links zum Spiel:

- Freibier zur Meisterschaft (FCS-Homepage)
- Vorberichte SR-Online.de
- Rassistische Äußerungen beim FCS-Spiel? (sol.de)

Dienstag, Mai 12, 2009

Noch einmal Pirmasens

Trotz einer Niederlage im vorerst letzten Derby in Homburg steht der 1. FC Saarbrücken als Aufsteiger in die Regionalliga fest, was jedes ausstehende Spiel unbewusst zu einem Abschiednehmen vom jeweiligen Gegner macht. Aus der Masse sticht der FK Pirmasens etwas heraus, was wohl daran liegt, dass "die Klub" als einziger Kontrahent den FCS in der dritten Spielzeit hintereinander begleitet hat. Dies trug zwar nicht immer zum Attraktivitätsgewinn dieses Spiels bei, macht es aber als Entwickslungsprotokoll des FCS interessant.



Wer aus den Spielergebnissen Zusammenhängen ableiten will, bleibt wohl oder übel erfolglos. Täuschte der erste Sieg (4:1) im September 2006 über die desolate Form, sowie die schlechte Ausdauer der Henke-Elf hinweg, so spiegelte die 0:1-Auswärtsniederlage unter Philippe im Rückspiel die gesamte Abstiegssaison wider. In der Folgesaison, als unter Michael Krüger ein 6:1-Sieg gegen Pirmasens heraussprang, wurde dieses Ergebnis durchaus dem Zustand der damaligen Blau-Schwarzen gerecht, allerdings erfolgte nach dem 4:0-Auswärtssieg in der Rückrunde die totale Ernüchterung, es sollte eines der wenigen überzeugenden Spiele für Trainer Kaminski und Wintereinkauf Florian Hornig werden.

Nach genauer Betrachtung bleiben genau zwei einigermaßen außergewöhnliche Tatsachen, die mit der Entwicklung des FCS und dem morgigen Spiel zusammenhängen: zum ersten Mal wird mit Dieter Ferner ein FCS-Trainer Hin- und Rückspiel gegen Pirmasens bestreiten und Nazif Hajdarovic wird als einziger FCS-Spieler bei morgigem Einsatz in fünf von sechs möglichen Partien gegen Pirmasens aufgelaufen sein. Wie der FCS sich von Pirmasens verabschiedet, so verabschiedet sich derzeit auch Hajdarovic von den Blau-Schwarzen.

Mit dem 8:1-Hinrundenerfolg im Rücken und dem Aufstieg in der Hand reist man nun morgen in den Sportpark Husterhöhe. Für Pirmasens geht es allenfalls noch um Schadensbegrenzung bei den eigenen Anhängern, da man zuletzt vor 300 Zuschauern in einer mäßigen Oberligapartie zuhause gegen Idar-Oberstein mit 0:1 verlor. Ein Resultat, was auch den Trainer angesichts der mehr als schwachen Leistung auf die Palme brachte.
Auf Saarbrücker Seite sehen die Verhältnisse ein wenig anders aus, hat man in den letzten Spielen nichts mehr zu befürchten. Allerdings wurde mit der Derbypleite in Homburg auch die angestrebte Saison ohne Niederlage verpasst, was zwar keinen Sturm der Entrüstung provozierte, allerdings für kleine Verstimmungen sorgte, schätze man bislang die Konkurrenz nicht als ebenbürtig ein.

Mit der vorerst letzten Begegnung in Pirmasens steht für den FCS sowohl der Abschied von einem Konkurrenten an, als auch das Ende einer Entwicklung, die schrittweise Fall und Wiederaufstieg des Vereins kennzeichnete und sich ausgenscheinlich nun in eine vernünftige Richtung bewegt. Doch das entscheiden die Vereine, die uns in den kommenden Jahre als Gradmesser dienen werden.

Links:

- Vorbericht FCS-HP
- FKP-Trainer sauer auf das Team (fk-pirmasens.com)
- Vorberichte SR-Online.de

Freitag, Mai 08, 2009

Ein solches Spiel

Zwei Jahre Oberliga Südwest, zwei Jahre Kaffeefahrten nach Wirges, Hasborn oder Mayen, aber eben auch zwei Jahre Koexistenz neben dem FC 08 Homburg, der Verein, den man mit dem Zwangsabstieg 1999 auf ewig verabschiedet glaubte.

Nun steht der erneute Abschied bevor, zumindest dann, wenn man das aktuelle Stimmungsbild unter den FCS-Anhängern betrachtet. Der Tatsache, dass der sportliche Wert der Partie nach dem vorzeitigen Aufstieg wesentlich abgenommen hat, ist es wohl geschuldet, dass auch die traditionell große Berichterstattung über das "Saarderby" bisher ausblieb und nicht einmal mögliche Auseinandersetzungen zwischen Fangruppierungen thematisiert wurden. Manch einer verzichtet gar vollkommen auf den Kick des Erstplatzierten beim Verfolger und gibt sich mit dem Gedanken zufrieden, kein unnötiges Geld an den verhassten Erzrivalen verschenkt zu haben. Etwas radikalere Vorschläge riefen gar dazu auf, zwar nach Homburg zu fahren, dann aber vor dem Waldstadion den Aufstieg zu feiern, um so den Verein trotzdem nicht finanziell unterstützen zu müssen. Ein ziemlich naiver Vorschlag, wenn man bedenkt, dass die Polizei wohl dagegen vorgehen würde und man im Endeffekt zudem Dieter Ferner und seine Mannschaft mit dem Entzug der Unterstützung bestraft.

Gegen den FC 08 Homburg kann große Unterstützung seitens der Fans kaum schaden, da die Saarpfälzer dem 1. FC Saarbrücken nicht ins offene Messer laufen werden. Die Rückrunde bot zwar einige herbe Niederschläge für die Mannschaft von Jens Kiefer, darunter die desaströsen Spiele in Köllerbach (1:2) und Neunkirchen (0:3), allerdings belegt man weiterhin unangefochten den zweiten Tabellenplatz mit einer Mannschaft, von der man das zu Saisonbeginn nicht unbedingt erwartet hatte. Die vielen Neuzugänge haben sich erstaunlich gut ins Team eingefügt, darunter auch Fabio Di Dio Parlapoco, der aus der A-Jugend des FCS kam und zuletzt gegen Mechtersheim seinen ersten Hattrick erzielte. Die beiden Stürmer Michael Petri und Tobias Mansfeld erreichten unter Kiefer selten gezeigte Konstanz und erzielten zusammen 24 der 60 Homburger Treffer. Auf dem Papier, und wohl auch auf dem Platz, wartet mit Homburg der bisher anspruchsvollste Gegner auf die Blau-Schwarzen.

Diese spielen, wie bereits erwähnt, mit dem Aufstieg im Rücken derzeit recht unbekümmert. Das 6:2-Torfestival gegen Mettlach demonstierte einerseits, dass auch kurzzeitige Rückstände den FCS nicht mehr aus dem Gleichgewicht bringen können, andererseits bewiesen auch die Ersatzkräfte ihre Qualitäten und sorgten für das gewohnt offensive FCS-Spiel. Abzuwarten bleibt es, ob man auf dem Rasen des Waldstadions überhaupt diese Spielweise fortzführen kann. Homburg wird leichter als andere Oberligisten den körperlichen und taktischen Attributen des FCS etwas entgegensetzen können. Zudem wird sich noch zeigen, ob der Abgang von Nazif Hajdarovic zum FC Bayern München II, der diese Woche bekannt wurde, Auswirkungen auf das Spiel des Bosniers und seiner Nebenleute haben wird. Im Falle Wollscheids blieb die Leistung des Bald-Nürnbergers gegen Mettlach immerhin auch konstant.

Ob jetzt die Fans nach Homburg fahren, oder nicht, ob sie in der Kurve singen, oder sich wieder einmal darüber aufregen, wenn eine Fahne kurz das Spielfeld verdeckt: sportlich geht es nur darum, dass auf der einen Seite Homburg die unbefleckte Heimbilanz und der FCS die eigene Ungeschlagenheit aufrecht erhalten will. Und Wehmut für das Fehlen Homburgs im Spielplan der kommenden Saison wird wohl kein FCS-Anhänger aufbringen, auch wenn man insgeheim in den letzten zwei Jahren immer wieder froh darüber war, einen bis vor kurzem ebenbürtigen Rivalen zu haben, mit dem man sich messen konnte und, egal wie das Spiel morgen endet, über den man letztlich triumhpierte. Somit kann man die Worte Gregory Strohmanns in der Saarbrücker Zeitung auch als Hardliner wenigstens mit einem stummen Nicken in ihrer Gültigkeit unterstreichen:

Ein solches Spiel, das die Fans dermaßen bewegt, werden wir nächstes Jahr in der Regionalliga nicht haben.


Links:

- Vorbericht FCS-HP
- Drei Saar-Derbys (SR-Online.de)

Montag, Mai 04, 2009

Locker? Locker!

Eine beruhigend wirkende, aus Sicht der Zuschauer geradezu langweilige Situation: für den FCS geht es am morgigen Abend im Grunde um nichts mehr, vom Ziel einer Saison ohne Niederlage mal abgesehen. Bei genauerer Betrachtung ist es dann allerdings doch nicht so einfach wie angenommen.

Auf Seiten der Gäste geht es um das Elementarste, nämlich das Überleben in der Oberliga Südwest. Der Abstand auf den 15. Tabellenplatz, derzeit wohl der letzte Rettungsanker, sollte Wormatia Worms aus der Regionalliga absteigen, beträgt sechs Punkte. Hinzu kommen das schlechteste Torverhältnis der drei Letztplatzierten und das äußerst schwierige Restprogramm, was drei Mannschaften des oberen Tabellendrittels (Saarbrücken, Idar-Oberstein, Neunkirchen) und einen direkten Konkurrenten (Elversberg II) bereithält. Im Monat April konnte man keinen Sieg einfahren, zudem blamierte man sich im Halbfinale des Saarlandpokals mit einer Niederlage beim Bezirksligisten SC Reisbach. Alles deutet daraufhin, dass sich die Elf von der Saarschleife ein weiteres Mal nach 2002 aus der Oberliga Südwest in Richtung Saarlandliga verabschieden wird.

Das Spiel im Ludwigspark ist für Mettlach Fluch und Segen zugleich. Die faktische Übermacht des designierten Regionalligisten stellt den Tabellensiebzehnten vor eine schier unlösbare Aufgabe, bei der schon eine knappe Niederlage als Achtungserfolg gewertet würde. Allerdings wird man aus den Feierlichkeiten zum Aufstieg des FCS sicherlich die Hoffnung schöpfen, dass die Hausherren vielleicht die eigenen Kräfte schonen. Auch im Hinblick auf das wesentlich attraktivere Duell beim FC Homburg, welches am Wochenende auf die Mannschaft von Dieter Ferner wartet.

Der 1. FC Saarbrücken wird gegen den SV Mettlach, was kein Wunder ist, ohne Hemmungen aufspielen können. Waren die letzten Spiele vor dem Aufstieg vor allem von taktischer Verbissenheit und kontrollierter Offensive geprägt, könnte man die neu gewonnene Freiheit zum Saisonende für die Rückkehr zum Hurra-Fußball der Hinrunde nutzen, auch um mit einer möglichst hohen Tordifferenz und einer ungeschlagenen Saison den Fans noch mehr Grund zur Freude zu geben.
Andererseits spricht vieles für eine umso größere Verbissenheit in den letzten Spielen: der Kampf um den Aufstieg ist längst gewonnen, der um die Stammplätze in der Regionalliga hingegen noch nicht. Gerade in der Offensivabteilung streiten mehrere Stürmer mit ganz unterschiedlichen Vorzügen und Schwächen um die Gunst des Trainergespanns. Auch ständig kolpotierte Gerüchte um mögliche Abgänge spielen hier eine Rolle. Mit Philipp Wollscheid wechselt zudem wohl ein weiterer junger Spieler zum Hauptabnehmer des FCS, zum 1. FC Nürnberg.

Egal ob sich morgen Abend die Verkrampftheit der letzten Wochen aus den Beinen der Spieler lösen wird oder ob man weiterhin konzentriert, aber eben auch etwas reserviert gegen ein weiteren Gegner, der auf eine Mauertaktik angewiesen sein wird, antritt, wenigstens kann man dieses Spiel als Zuschauer locker nehmen, schließlich wird es das vorletzte Heimspiel in der Oberliga sein. Genug Zeit zum (mit)leiden erwartet einen erst in der Regionalliga wieder.

Links:

- Vorbericht FCS-HP
- Vorberichte SR-Online.de

Freitag, April 24, 2009

Die Ernte wird eingefahren

Im Jahre 2000 stieg der 1. FC Saarbrücken am 36. Spieltag, also zwei Spieltage vor Ende der Saison, der Regionalliga West/Südwest mit einem 2:0-Sieg gegen Elversberg auf. Vier Jahre später reichte ein Zittersieg am letzten Spieltag gegen Schweinfurt für den Aufstieg in den Profifußball. Und 2009 dürfen wir warscheinlich erleben, wie der FCS schon am 29. Spieltag mit einem Triumph über die SG Bad Breisig den Aufstieg zementiert. Die Umstände sprechen weder für ein glanzvolles, noch für ein spannendes Saisonfinale.

Natürlich könnte es durchaus anders kommen. Fußballwunder werden gerade dann beschworen, wenn wirklich alle sonstigen Mittel erschöpft sind, nichts auf eine Wende hindeutet und der Gegner übermächtig scheint. So geht es derzeit den Homburgern, die sich schon seit Wochen insgeheim mit dem Nichtaufstieg abgefunden haben und lustlose Vorstellungen in Köllerbach und Neunkirchen abgeliefert haben, so geht es der SG Bad Breisig, die nach fast einem Jahr Oberliga vor dem Abstieg stehen. Dabei wirkt deren Ausgangslage bedeutend aussichtsreicher als die der Saarpfälzer: Homburg liegt 13 Punkte vom Aufstieg entfernt, Bad Breisig trennen vom Klassenerhalt derer nur vier.
Die Ausgangslage spricht eine deutliche Sprache. Bad Breisig hat zuletzt am 28.02. ein Auswärtsspiel (in Betzdorf) gewinnen können, gleichzeitig war dies der letzte Sieg überhaupt, nur ein Punkt wurde in den vergangenen sechs Spielen erkämpft. Zudem fehlt der Mannschaft mit den wenigsten geschossenen Toren der Liga ein echter Torjäger, mehr als fünf Tore sprangen bislang nicht für einen Einzelspieler im Trikot der SG heraus.

Beim FCS wird man sehnsüchtig auf diesen Moment gewartet haben: den Abwärtstrend, der seit 2005 herrscht, wird abgestoppt, die Grundlage für erfolgreichere Zeiten besteht zumindest auf sportlicher Ebene und die Argumente für ein neues Stadion können wieder aus der Kommode hervorgekramt werden. Dabei darf man nicht die Entwicklung des Kaders außer acht lassen, immerhin besteht auf bestimmten Schlüsselpositionen wie dem Tor oder im Sturm in der kommenden Saison Handlungsbedarf, sollte Enver Marina weiterhin ausfallen und sollten Rott und Hajdarovic den Verein verlassen.

Wenn die Ernte am Sonntag eingefahren wird, darf man sich freuen, sollte aber auch im Hinterkopf behalten, dass der FCS und seine Anhänger in der Vergangenheit oft leer ausgingen (wenn man etwas gesät hat, dann allerhöchstens Wind, und die Ernte hierfür hat man sicher eingefahren). Wenn man noch weitere ertragreiche Sommer erleben will, so sollte man, sobald die Aufstiegsfeier verklungen ist, sich der neuen FCS-Tugenden der Ära Ferner besinnen und nicht in Ostermann'schen Größenwahn verfallen und wieder vom Durchmarsch reden.
Und natürlich darf auch noch an das Spiel in Homburg gedacht werden, da geht es zwar nicht mehr um das Sportliche, aber sehr wohl um die Ehre.

Links:

- SG Bad Breisig (Offizielle Vereinsseite)
- Vorbericht FCS-HP
- Bad Breisig als letzte Prüfung? (SR-Online.de)

Montag, April 20, 2009

Wie man es dreht und wendet

Wir schreiben die 17. Kalenderwoche des Jahres 2009, beim FCS diskutiert man über den möglichen Abgang eines Nazif Hajdarovic, der laut Saarbrücker Zeitung ein Probetraining beim FC Bayern München II, derzeit 3. Liga, absolviert. Beim FCS schaut man derweil, da man ja den Saarlandpokal verlassen musste, mit besonderer Aufmerksamkeit nach Homburg. Der direkte Verfolger, FC 08 Homburg, bestreitet nämlich morgen ein Heimspiel gegen den SV Mettlach, was zunächst relativ harmlos klingen mag, aber schon die Meisterschaft vorentscheiden könnte.

Vier mögliche von unzähligen Szenarien:

Szenario 1:
Homburg verliert das Heimspiel gegen Mettlach. Damit hätte man bei noch fünf ausstehenden Spielen einen Rückstand von 16 Punkten. Bei drei möglichen Punkten pro Spiel stände der FCS damit als Meister fest und zumindest hätten die Homburger zu ihrer eigenen Genugtuung die Aufstiegsfeier in Saarbrücken zu früh in Gang gebracht.

Szenario 2:
Homburg gewinnt morgen gegen Mettlach und der FCS schlägt am Sonntag Bad Breisig. Damit bliebe der Abstand ebenfalls bei 16 Punkten, auch hier bekäme man für fünf Siege in den fünf ausstehenden Spielen nur 15 Punkte und der FCS dürfte, immerhin, den Aufstieg nicht schon unter der Woche, sondern im eigenen Stadion nach Schlusspfiff zelebrieren. Auch wenn es kein Höhepunkt der Vereinsgeschichte wäre.

Szenario 3:
Homburg erreicht ein Unentschieden gegen Mettlach und verkürzt den Abstand bis Sonntag auf 15 Punkte. Holt der FCS dann am Sonntag zumindest einen Punkt, kann er auch in diesem Falle die Meisterschaft feiern. Verliert er, kommt es auf die weiteren Spiele und die Tordifferenz an (siehe Szenario 4).

Szenario 4:
Homburg gewinnt sein Spiel gegen Mettlach, während der FCS gegen Bad Breisig patzt und keinen Sieg erringt. Damit würde die Vorsprung der Blau-Schwarzen auf 13 oder 14 Punkte schrumpfen, was die Meisterschaft wieder spannend macht, vorausgesetzt Homburg erzielt in den kommenden sechs Spielen (Mettlach mitgerechnet) durchschnittlich 6,16 Tore. Schließlich könnte am Ende ja die Tordifferenz über den Aufstieg entscheiden.

Doch Scherz beiseite. Wie man es dreht und wendet, so deutet wirklich alles daraufhin, dass auch ein leicht taumelnder FCS der letzten Wochen nicht um den Aufstieg in dieser Woche herumkommen wird. Die einen werden sich ein spannenderes Saisonfinale gewünscht haben, die anderen Dieter Ferners Mannschaft dankbar dafür sein, dass ihre Nerven geschont wurden und ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem FC 08 Homburg zu Saisonende nicht stattfinden wird.

Gratulieren werde ich an dieser Stelle dann allerdings erst, wenn der Aufstieg wirklich, aber auch ganz sicher, hundertprozentig, feststeht. Mir pagge es!

Freitag, April 17, 2009

Druck

Gerade einmal einen Monat ist der letzte Kräftevergleich mit den Sportfreunden aus der Ringer-Hochburg Köllerbach her und nun muss sich der 1. FC Saarbrücken ein weiteres Male mit seinem Nachbarn aus dem Regionalverband Saarbrücken messen lassen. Diesmal muss der FCS auswärts im Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen ran und auch die Frage, wer denn noch so wirklich unter Druck steht, unterscheidet diese Begegnung vom Viertelfinale des Saarlandpokals.

Das Spiel selbst fiel mit 6:1 für den Gastgeber FCS, der auf einigen Positionen mit Ergänzungsspielern antrat, sehr deutlich aus und täuschte wohl viele Beobachter darüber hinweg, wie erstaunlich sich die Mannschaft von Melori Bigvava seit Ende der Winterpause gewandelt hat. Stand man 13 Spieltage hintereinander auf einem Abstiegsplatz, so hat man sich seit März etwas Luft verschaffen können. Nach einem überraschenden Sieg erreichte man Platz 15, der bis heute von den Köllerbachern verteidigt wird. Selbst das Debakel im Saarlandpokal verkrafteten die Sportfreunde noch gut genug, um zwei Wochen später selbst für eine Sensation zu sorgen. Auf dem heimischen Kunstrasenplatz gewann man mit 2:1 gegen desolate Homburger, auf denen spätestens seit dieser Schmach der Erfolgsdruck liegt, will man noch die minimale Chance auf den Aufstieg wahren.

Ganz frei von Druck ist man allerdings auch nicht in Köllerbach. Ein unglückliches 1:1-Unentschieden beim Mayen-Gastspiel in allerletzter Minute verunsicherte die Mannschaft und sorgte im Nachholspiel in Waldalgesheim für eine 0:1-Pleite. Derzeit besitzt Köllerbach zwar die besten Aussichten im saarländischen Dreikampf um den Klassenerhalt gegen Elversberg II und Mettlach, allerdings geben zwei Dinge Anlass zur Beunruhigung. Einerseits besitzt Elversberg II mit -18 Toren die beste Tordifferenz dieser Mannschaften, andererseits steht Köllerbach mit -28 Toren in der Differenz mit gerade einem Tor besser dar als Mettlach. Die SVE II liegt dabei nur einen Punkt hinter Köllerbach, bei Mettlach sind es derer zwei. Nach dem Spiel in Völklingen könnten sich die Sportfreunde also wieder auf einem Abstiegsplatz wiederfinden.

Dazu muss jedoch der 1. FC Saarbrücken erst seine Hausaufgaben erledigen. Man darf darauf gespannt sein, wie die Mannschaft mit der neuen Situation umgeht, die DFB-Pokalteilnahme verpasst zu haben und trotz der ungebrochenen Oberliga-Dominanz einen Fleck auf der bisher weißen Weste der Saison 2008/2009 erhalten zu haben. Das Halbfinale gegen die SVE hat zwar gezeigt, dass die Blau-Schwarzen dem Zehnten der Regionalliga West Paroli bieten können, aber auch, dass ganz unterschiedliche Faktoren das Endergebnis im Fußball bestimmen. Ein Patzer von Tobias Rott und eine Unachtsamkeit in der Abwehr reichten schon zur 0:2-Niederlage. Verschließen darf man die Augen jedoch auch nicht vor den Problemen, die der FCS Dienstagabend mit dem Toreschießen hatte. Mögen einige gute Gelegenheiten noch so unglücklich gescheitert sein, so waren auch phasenweise die Pässe eines Stelletta oder Zeitz zu uninspiriert und leicht zu durchschauen. Gerade dann, wenn der Name des Gegners auf dem Papier so vermeintlich lächerlich klingen mag, darf man die selbstkritischen Ansätze nicht vergessen.

Letztlich ist es egal, ob nun der klare Favorit Saarbrücken oder die gegen den Abstieg kämpfenden Köllerbacher größeren Druck auf sich vereinen: nur ein Sieg gibt den Druck an die Konkurrenz weiter. Und das kann in dieser Phase der Saison für vorzeitige Entscheidungen sorgen.

Links:

- Vorbericht FCS-HP
- Sportfreunde Köllerbach (offizielle Homepage)
- Vorberichte SR-Online.de

Freitag, April 10, 2009

Sorgen in der Defensive

neunkirchen 011

Im Sommer 2007 spielte der 1. FC Saarbrücken zu seiner Oberliga-Premiere vor 10.000 Zuschauern im Ellenfeld gegen Borussia Neunkirchen nicht wirklich überragend, wenn auch hoffnungsvoll und erreichte nach 90 Minuten ein 2:2-Unentschieden, was zu einem Spiegelbild des folgenden Jahres werden sollte. Fast zwei Jahre später sieht man sich an diesem Ort wieder, die Erwartungen sind verhaltener, sehen die meisten Oberligisten den FCS doch bereits auf der Abschiedstour in Richtung Regionalliga, auch wenn man sich in Neunkirchen garantiert nicht ausruhen können wird.

Dabei konnte man sich in Saarbrücken in der vergangenen Woche ungeachtet aller Rivalität zwischen Hüttenstadt und Landeshauptstadt bei der Borussia bedanken. Mit drei Toren fegte Neunkirchen den FC 08 Homburg aus dem Ellenfeld und sorgte vor 1.200 Zuschauern dafür, dass die letzten Aufstiegshoffnungen in Homburg Zweifel und Planungen für die kommende Saison gewichen sind. Voreiligkeit und Ungeduld existiert eben nicht nur in Saarbrücken.
Dort redete man zuletzt weniger über die spielerische Leistung, die zuletzt gegen Hasborn und Betzdorf etwas spärlich ausfiel, sondern übte sich vor allem in der gedanklichen Planung eines neuen Stadions. Dieses forderte der Vorstand von Land und Stadt, schließlich will man wieder in höhere Gefilde vordringen.
Unbeachtet bleibt, bei allem Optimismus, dass dem FCS noch wichtige Duelle bevorstehen, angefangen bei Neunkirchen, dem Pokalduell gegen Elversberg, über Homburg-Bezwinger Köllerbach bis hin zu den Saarpfälzern selbst, zu denen man im Mai reisen will (oder auch nicht, zumindest geistert dieser Gedanke in vielen Fan-Köpfen herum).

Ungelegte Eier dürfen für "Dieter Ferner's Blue and Black Army" am Ostersamstag keine Rolle spielen. Dort beschäftigt zunächst der Gegner, der sich auf einem kleinen Höheflug befindet und keines der letzten zehn Spiele verloren hat. In der Winterpause hat man sich von einigen Spielern getrennt, dafür einigen Jugendspielern die Chance in der ersten Mannschaft gegeben und mit Almir Delic einen alten Bekannten aus dem Hut hervorgezaubert. Der Erfolg lässt sich an der Bilanz der letzten Spiele ablesen.

Beim FCS hängt dagegen zwar nicht der Haussegen schief, allerdings hat der Druck wieder ein wenig zugenommen, seit in den Medien über die Vertragsverhandlungen der Spieler berichtet wurde. Ob Nazif Hajdarovic dem Verein erhalten bleibt hängt sowohl von dessen Leistung in den verbleibenden Spielen, als auch von den Verhandlungen zwischen Verein und Spielerberater ab.
Das weit akutere Problem der Blau-Schwarzen wird morgen jedoch die Defensive sein. Letzten Meldungen zufolge werden mit hoher Warscheinlichkeit Nabil Dafi, Marcel Rozgonyi und Pietro Berrafato ausfallen. Fraglich bleibt, ob man den wichtigen Stabilisator im hinteren Mittelfeld und die beiden Innenverteidiger gleichwertig ersetzen kann.

Bei noch acht ausstehenden Spielen steht der Aufstieg für den FCS zwar noch nicht fest, allerdings zeigt die Geschichte, dass man sich stets vollste Konzentration bewahren sollte (auch einem FCS sollte das doch irgendwann einmal klar werden). Was zählt, sind weder Stadionneubauten, noch vorgezogene Aufstiegsfeiern, sondern einzig und allein die kommenden Spiele, zunächst das aufstiegsvorentscheidende in Neunkirchen und dann das pokalvorentscheidende gegen Elversberg. Anders als bei den zuletzt drögen Heimauftritten sollte sich der FCS gerade trotz der Sorgen um die zentrale Verteidigung auf alte Stärken besinnen und Neunkirchen früh unter Druck setzen und zum Öffnen der Abwehr zwingen. Für den 3:0-Sieg über Homburg kann man sich später noch einmal bedanken.

Links:

- VfB Borussia Neunkirchen (Offizielle Seite)
- Borussia Online (Fanseite)
- Vorbericht FCS-HP
- Vorberichte SR-Online.de

Freitag, April 03, 2009

Andere Vereine und deren Probleme: Betzdorf

Viel wurde in diesem Weblog über die Emotionalität der vergangenen FCS-Wochen geschrieben. Zumeist drehte es sich um die Erwartungshaltung, die mittlerweile selbst das Punktekonto der Blau-Schwarzen zu übersteigen scheint oder es ging um die Möglichkeit aus dieser Wolke des Erfolgs einfach herauszufallen.

Heute steht deshalb mal ein anderer Verein im Vordergrund, der nicht mehr allzu häufig im kollektiven FCS-Gedächtnis auftauchen wird, sollte man den Aufstieg in die Oberliga nicht mehr aus der Hand geben: die SG Betzdorf.

In der Hinrunde blieb uns Betzdorf nicht aufgrund guter sportlicher Leistungen oder einer herausragenden Tradition in Erinnerung, auch wenn die Vereinshomepage mit dem Prädikat "Traditionell gut!" wirbt, vielmehr sollte Betzdorf im Kontext des organisatorischen Vorgeplänkels, durch das wirklich jedes FCS-Spiel getrieben wurde, zum diesjährigen Engers. Dieser Absteiger aus der letzten Saison erwarb zweifelhaften Ruhm, da sich der Vorstand medienwirksam Gedanken über eine Spielabsage machte. Ob hier jetzt eine generelle Abneigung gegenüber der saarländischen Anhängerschaft oder der Vereinsvergangenheit des FCS Ursache war oder ob man nur im Vorfeld die Mitleidskarte ausspielen wollte, um allzu vielen Kosten aus dem Weg zu gehen, bleibt ungeklärt.

In Betzdorf hörte sich das aus dem Munde des Vorsitzenden Hermann Josef Wagner genauso unverständlich wie bei seinen Amtskollegen aus Engers im Vorjahr an, sind die FCS-Fans doch eigentlich eine wirtschaftliche Belebung für fast jeden Oberligisten, allerdings bemerkte Herr Wagner nach dem Spiel im "Wort zum November 08" dann doch, dass die FCS-Fans "Fairnis und Sportlichkeit"(Fehler im Original an den Tag legen). Darüber berichtete auch der Leuchtturm.

Gleichzeitig machte Herr Wagner die Ankündigung das Rückspiel "im Fanblock der Saarbrücker Fans anschauen". Ob er sich an dieses Versprechen noch erinnern wird ist die eine Frage, ob ihm danach bei der derzeitigen Lage seines Vereines überhaupt zumute sein wird, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Was im "Wort zum März 09" mit den Worten "Wir werden nun die Suche nach neuen Sponsoren verstärken, um die neue Spielzeit in einer finanziell sicheren Zukunft zu gewährleisten" nicht weiter aufsehenerregend wirkt, gewinnt in der "Nachlese zur Jahreshauptversammlung" deutlich dramatischere Züge:

"Unser Geld reicht noch bis zum Ende der Saision 2008/2009. Was danach kommen wird, ist noch nicht klar."


Die Mannschaft, die von Dieter Ferner als "auswärtsstarker Gegner" umschrieben wird (tatsächlich hat Betzdorf seit fünf Auswärtsspielen keinen Sieg mehr errungen), hat also ihre ganz eigenen, existenziellen Probleme und wird sicherlich nicht ganz so unbefreit im Ludwigspark aufspielen können wie andere Oberligisten.

Links:

- SG 06 Betzdorf (Homepage)
- Vorbericht FCS-HP
- Vorberichte SR-Online.de

Dienstag, März 31, 2009

Geschwätz üwwer de Eff-Zeh 18: FCS - Hasborn

Aufgrund zeitlicher Engpässe im FCSBlog gibt es zum Spiel FCS - Hasborn keinen richtigen Vorbericht, sondern mal wieder eine Folge von "GÜFC", die bisher kürzeste Episode in drei Jahren Bloggeschichte:

Link: Geschwätz üwwer de Eff-Zeh 18



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