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Montag, Juli 14, 2008

Der Tag an dem Steven Gerrard den 1.FC Saarbrücken kennenlernte

Was macht man nicht alles für seinen Verein? Man geht zu den Heimspielen, fährt zu den Auswärtsspielen und zeigt insbesondere in guten Zeiten sein freudiges Fan-Gesicht.

Gute Zeiten? Was bitte ist denn das, ist der heutige FCS Fan geneigt zu fragen.
Gute Zeiten, da erinnere ich mich doch an Anthony Yeboah oder Manni Bender oder aber auch an Eric „Ich ess’ den Lyoner auch mit Haut“ Wynalda im blau-schwarzen Dress.
Gute Zeiten, da durfte man noch zu den Heimspielen auf der Camphauser Strasse parken, wenn der Aldi Parkplatz an der Russhütte wieder mit FCS Fans voll geparkt war.
Gute Zeiten, da waren 30'000 im Park und wir hatten den besten Libero Deutschlands, der’s aber nie in die Nationalmannschaft schaffte, dafür aber ins Dschungelbuch.

Und wie es im Leben geht, gehen die guten Zeiten und es folgen die schlechten. Dass diese Erkenntnis stimmt sieht man täglich um 19:45 Uhr bei RTL.
Die schlechten Zeiten beim FCS! Lohnt es darüber überhaupt noch ein Wort zu verlieren?
Ist nicht genügend geschrieben, zitiert und gesprochen wurden?

Was sind eigentlich schlechte Zeiten?

Sind schlechte Zeiten, wenn ein Verein in der fünften Liga spielt? Moment, da habe ich eine ungünstige Wortwahl gewählt, also noch einmal. Sind schlechte Zeiten, wenn ein Leuchtturm in der fünften Liga spielt? Das sind doch keine schlechten Zeiten! Das sind gute Zeiten!

Überlegen wir doch einmal und nehmen die hohen Spritpreise. Ich habe kein Bock bei diesen Kosten den FCS in Rostock, Freiburg oder Ingolstadt zu unterstützen, denn bei einer Niederlage wiegen die Kosten doppelt. Stattdessen müssen wir nur wenige Kilometer fahren und schon sind wir in Niederauerbach, einem unserer stärksten Gegner in der fünften Liga.
Da tut auch eine Niederlage nicht weh, denn was wir vorher beim Einkauf im Outlet Center Zweibrücken gespart haben, hätten wir ansonsten für Sprit nach Rostock verpulvert. Somit schonen wir die Umwelt und der FCS macht aktiv etwas gegen den CO2 Ausstoss. Bravo FCS.

Schlechte Zeiten sind also besser wie gute Zeiten? Nicht wirklich für den FC Fan.

Machen wir uns doch einmal Gedanken wie wir wieder attraktiven Fussball geboten bekommen und mit geschwellter Brust über die Strassen flanieren können? Richtig, wir müssen selber Spieler verpflichten die zu uns passen, uns vorwärts bringen und das Zeug zum Publikumsliebling haben. Wir müssen alles daran setzen Spieler für unseren Verein zu gewinnen. Was unser Präsidium nicht schafft, weil es aus Dilettanten besteht, müssen wir selber in die Hand nehmen. Und genau mit diesen Gedanken konfrontierte ich Steven Gerrard, seines Zeichen Captain des FC Liverpool und der englischen Nationalmannschaft, mit meinem Vorhaben ihn nach Saarbrücken zu holen.

Saarbridge? What’s that? Ich erklärte ihm vom Leuchtturm und von Niederauerbach, aber er machte auf mich nicht den Eindruck, dass er gewillt ist ab der Saison 2009/2010 seine Fussballschuhe im Lupa zu binden. Denn wie meinte er so schön, er stehe mehr auf gute Zeiten und das ich total crazy bin. Wer kann es ihm verübeln? Wenigstens Saarbrücken kennt er nun! Morgen versuche ich das gleiche bei Dirk Kuyt.

Samstag, Juni 21, 2008

Ankunft Amsterdam? Eine EM Erfahrung in orange!

Es ist kurz nach 15.00 Uhr des 17.Juni 2008, die Türen des Zuges gehen auf und ich begebe mich auf den Bahnsteig. Die ersten Gedanken schiessen durch meinen Kopf.
Ich habe den falschen Zug genommen! Ich bin in Amsterdam angekommen. Was bitte schön ist in dem verdammten Bahnhof los?

Als ich meine ersten Eindrücke verarbeitet habe und endlich ein Schild sehe „Herzlich Willkommen in Bern“ geht’s mir wieder ein wenig besser.
Hier bin ich nun also – In Bern, der Hauptstadt der Schweiz, 120'000 Einwohner und heutiger Austragungsort des EM Vorrundenspiels Holland gegen Rumänien.
Bereits im Vorfeld meiner Reise habe ich mich bei guten Berner Freunden schlau gemacht, was während der EM in der Stadt läuft. Immer und immer wieder kam der gleiche Wortlaut – Unglaublich, so was haste noch nie gesehen.
Ich gebe eigentlich nicht viel auf solche Superlative, dafür habe ich schon zuviel gesehen und erlebt, aber um es vorab auf den Punkt zu bringen, es war UNGLAUBLICH. Welch eine Fan-Kultur, welch eine Identifizierung mit dem Vaterland, welch ein Stolz, welch eine Party.

Eine Stadt sieht orange

Inzwischen habe ich mich in meiner neutralen Kleidung (nichts schwarz-rot-goldenes und schon gar nichts orangenes) auf den Bahnhofsvorplatz gekämpft, wo ich mich mit besagten Kumpels verabredet habe. Sie lachen mich an und fragen mich – Na zuviel versprochen?
Ich blicke mich um und konnte das ganze nicht glauben. Eine Stadt sieht orange! Wo haben die alle ihre Wohnwagen stehen? Und wer ist denn noch in den Niederlanden? Ein Paradise für jedes Wohnwagen-Verkaufshaus, so viele potenzielle Kunden.

Wir kämpfen uns durch diesen Oranjes Hype und befinden uns auf den Weg zum Bundesplatz, einer von 3 offiziellen Fan-Zonen der UEFA. Wofür man normalerweise 1min braucht, haben wir 30 benötigt. Meine Vorahnungen wurden bei Ankunft bestätigt, die Fan Zone war aufgrund Überfüllung geschlossen. Somit blieben wir in einer neutralen Zone und laberten ein wenig über die EM und warum es in Holland keine schönen Frauen gibt.

Ein Fangedanken – Gemeinsam ins Stade de Suisse

Gegen 17.00 Uhr machten wir uns startklar für den ca.30min Fussweg Richtung Stadion und gerieten in mitten einer holländischen Völkerwanderung.
Diese Prozession zog nicht nach Marpingen zur Marien Erscheinung und schon gar nicht in die Campingabteilung eines Warenhauses, sondern zum Stade de Suisse, der sonstigen Heimspielstätte der Berner Young Boys.
Nach unzähligen holländischen Liedern, Heineken Flaschen aus dem Weg räumen und Blindheit vor lauter orange kamen wir zur Spielstätte des WM Finales von 1954

Platz nehmend sahen wird dann auch zum ersten Mal eine rumänische Gruppierung. Zum Anpfiff sollte der Ostblock mit rund 3'000 Balkan Fans gefüllt gewesen sein, war aber der Übermacht an Holländern nicht gewachsen. Wir vertrieben uns, während dem unansehnlichen Spiels, mit testen der Speisekarte im ehemaligen Wankdorfstadion die Zeit. Von Kebab bis Currywurst gab’s alles was der Magen verarbeiten musste. Als Essenfazit kann man sagen:
Die Speisen waren ok – Das Spiel vor 30'777 Zuschauern zum kotzen. Ach fast vergessen 2:0 für Holland.

Nach dem Spiel ging’s zügig Richtung Bahnhof. Ich wollte den ersten Sonderzug nehmen, in der Hoffnung nicht so viele Holländer an Board zu haben. Meine Worte wurden erhört und ich konnte den Tag entspannt Revue passieren lassen.

Auf der Rückfahrt blieb nur noch eine Frage offen:

Wenn man vom Eingang bis zur Theke des McDonalds Bern 25min benötigt, wie viele verdammte Burger müssen die an diesem Tage verkauft haben?

Die Holländer waren ein wirtschaftlicher (in doppelter Hinsicht) Segen für Bern.
Und leider schaffen sie es auch diesmal nicht bis ganz nach vorne.

Eine weitere schöne EM und möge der Beste gewinnen - also Deutschland!


Sonntag, Mai 25, 2008

The same procedure as every year...

Es war sozusagen das entscheidende Spiel der Saison 2007/2008.
Die Voraussetzungen zum Spiel waren relativ gut – es genügte eigentlich schon ein Punkt, um dann gegen Hasborn alle Zweifel zu widerlegen. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Ich will jedoch „chronologisch“ mit diesem Bericht beginnen:
Zu Spielbeginn versammelten sich ca. 200 Fans, die normalerweise dem D- oder F-Block angehören, (darunter auch ich) auf der Vortribüne. Dies erfolgte unter anderem auf Wunsch unserer Mannschaft, da von der Vortribüne zu jedem Spiel Beleidigungen und Drohungen gegen die eigenen Spieler erfolgen. Hierzu folgten auch Trommeln und zwei große Schwenkfahnen, um auf der Vortribüne für eine gute Stimmung zu sorgen.

Um es vorwegzunehmen: Die Aktion ging komplett nach hinten los.
Überwiegend ältere Zuschauer wurden extrem beleidigend und auch gegen die supportwilligen Personen handgreiflich. Folglich kam es zu mehreren Rangeleien. Mittendrin auch der Präsident, der versuchte etwas zu schlichten und den Personen auch einen Platz im VIP-Bereich der Haupttribüne anbot. Dies wurde natürlich abgelehnt und darauf verwiesen, dass man hier seinen Platz habe und sofort wurde wieder gefordert, man solle sich doch hinsetzen.

Hierzu sei auch Charly Mai zu erwähnen, der von der Laufbahn immer wieder aufforderte, sich hinzusetzen, obwohl man doch die ausdrückliche Genehmigung des Präsidenten hatte dies nicht zu tun, und laut mehreren Aussagen mithilfe des Ordnungsdienstes auch mehreren Personen ein Stadionverbot androhte.

Aufgrund der Anfeindungen gegen die „Fans“ entschloss man sich nach 15 Minuten Spielzeit die Tribüne zu verlassen und in „seine“ ursprünglichen Blöcke zurückzukehren. Ich persönlich werde diese Vortribüne nie wieder betreten – die Erfahrungen auf diesem Fehler haben gereicht.

Bleibt die Frage, was ich eigentlich groß über das Spiel schreiben soll. Bereits nach 3 Minuten erzielte Worms das entscheidende 1:0 nach einem Eckball, was der FCS nicht mehr egalisieren konnte. Wenn ich ehrlich bin, will ich auch gar nicht mehr darüber schreiben. Der Kampf auf unserer Seite war da, aber es fehlten die Möglichkeiten.

Beim Abpfiff öffnete sich das Fluchttor am E-Block und ca. 50 Personen liefen Richtung C-Block, was jedoch durch den massiven Einsatz von Polizisten verhindert wurde. Die Leute wurden dann in den D- bzw. E-Block zurückgedrängt. Hier sei auch die radikale Vorgehensweise der Polizisten erwähnt. Selbst Jugendlichen, die sich im D-Block auf dem Zaun befanden, wurde Tränengas entgegengesprüht! Es waren keinerlei Anzeichen sichtbar, dass diese Leute, den Platz stürmen wollten – trotzdem wurde Tränengas in den Block gesprüht.

Die Entscheidung ist wohl gefallen. Der 1.FC Saarbrücken spielt höchstwahrscheinlich auch in der Saison 2008/2009 in der Oberliga Südwest. Wenn man in dieser Saison nicht Meister wird, droht eventuell der Absturz in die „Saarlandliga“, die dann vom SFV neu gegründet wird. Alles weitere kommt von Carsten in einem „Extra-Beitrag“ zu diesem Thema.

Wie es nächste Saison weitergeht, kann ich leider noch nicht sagen.
Man sieht sich zum Spiel in Völklingen!
Euer Flo aka. „Bobbes“

Dienstag, April 29, 2008

"Schalkampf"

Im Kampf gegen den tristen Wochen-Alltag eines FCS-Fans habe ich mich heute im weitesten Sinne auf eine ironische Art mit der Lyrik - Musik wäre eigentlich ein passenderer Begriff - befasst. Ich hoffe, die Zeilen sind nicht allzu provokant und hören sich nicht ganz so schlecht an.

Es handelt sich hierbei um die - veränderten - ersten beiden Strophen incl. Refrain des Liedes "Walkampf" von den Toten Hosen:


Ich bin schweißgebadet aufgewacht
nach einer Horrornacht.
So was Blödes hab ich noch nie geträumt,
ich habe richtig Panik gehabt.
Denn es war so: Ich stand am Strand
und vor mir lag ein Schal.
Er war rot-weiß, ich war allein,
es war so eine Qual.
Ich bin nicht der Beste,
und mein Kopf, der war so leer,
und die Wellen haben gerufen:
„Wirf den Schal zurück ins Meer!“

Wirf den Schal, wirf den Schal,
wirf den Schal zurück ins Meer!
Wirf den Schal, wirf den Schal,
wirf den Schal zurück ins Meer!

Also hab ich es noch mal versucht,
noch mal mit ganzer Kraft.
Die Möwen schrien über mir:
„Wieder nicht geschafft…!“
Da fuhr ein grün-weißes Schiff vorbei,
ich dachte, es sei ein Schrank!
Es war voller Müll und hat wie ne Sau gestunken –
und dann sah ich, wie es versank.

Wirf den Schal, wirf den Schal,
wirf den Schal zurück ins Meer!
Wirf den Schal, wirf den Schal,
wirf den scheiß Schal zurück ins Meer!

Sonntag, April 27, 2008

Blamage - der nächste Teil

Irgendwie hatte man den Verlauf des gestrigen Spiels zwischen dem Tus Mayen und dem 1.FC Saarbrücken schon im Gefühl - aber der Reihe nach...

Als man am Stadion angelangt war, wurde einem schlagartig wieder bewusst, dass der FCS in der Oberliga spielt. Man fand im Nettetalstadion (Der Sportplatz des Tus Mayen) den typischen "Dorfcharakter" vor. Man gelangte über eine Bushaltestelle und einen kleinen Waldweg zum "Gästeblock" des Stadions.

Hier fand man eine kleine Tribüne für ca. 100 Zuschauer auf der Geraden und 5 kleine Stufen in der Kurve vor, zu denen sich der Großteil der FCS-Fans hinzog. Die Zaunfahnen wurden an den typischen Steh-Stangen befestigt, die Spieler mussten von den Kabinen zum Rasen noch durch die Zuschauermenge gehen - das ist Oberliga!

Am Eingang wurden aus aktuellem Anlass "gelbe Karten" mit der Aufschrift "Zündeln ist gefährlich und schadet dem Verein!" (Vorderseite) - "Bisherige Strafen für den 1.FC Saarbrücken: 14.150 Euro" (Rückseite) verteilt. Einige Leute zerknüllten die Karte sofort, andere nahmen sie gar nicht erst an und widerum ein paar andere zollten dieser Aktion ihr Lob und fanden die Aktion sehr gut. - Es sollte jeder selbst darüber urteilen, was er von so einer Aktion hält.

Um 14.30 Uhr wurde dann das Spiel angepfiffen. Eigentlich fehlen mir für die 1.Halbzeit die Worte, um diese passend zusammenzufassen. Die ersten 20 Minuten war sozusagen kein Spiel vorhanden. Ballverluste im Mittelfeld auf beiden Seiten, keine Chancen für beide Mannschaften. Dann die wohl größte Chance der ersten Halbzeit: Manuel Rasp läuft, nachdem sein Gegenspieler im Zweikampf stolpert, alleine auf den Torwart zu, trifft den Ball nicht richtig und schießt einige Meter neben dem Tor vorbei. In der 40.Minute dann der Anfang vom Ende: Dekoun geht mit vollem Einsatz an der Grundlinie (Ecke Strafraum) in den Mann, der Ball ist weg, folglich Elfmeter für Mayen, der zum 1:0 führt.

In der zweiten Halbzeit änderte sich nicht sehr viel. Nach einer Flanke erzielt Merling für Mayen das zweite Tor, welches die Vorentscheidung sein sollte. Daraufhin entwickelt sich ein Spiel, in dem der FCS die klar drückendere Mannschaft ist, jedoch aufgrund fehlender Konzentration und ungenauen Pässen nicht zum Torschuss kommt. Nazif Hajdarovic gelingt es noch das 2:1 Anschlusstor zu erzielen, mehr sollte jedoch nicht mehr herausspringen. Am Rande kann man noch kurz erwähnen, dass Charles Haffner wegen Nachtretens vollkommen zurecht die rote karte gesehen hat.

In der Tabelle rutscht der FCS auf Platz 4, kann sich dort jedoch nur halten, das Wormatia Worms derzeit auf dem absteigenden Ast ist und mit 1:0 verloren hat.

Einen Tag nach der Niederlage findet man im Internet wieder die üblichen, bis hinzu den absurdesten Forderungen:

Dies reicht von der Meinung, dass man sofort einen neuen Torwart (Beiträge 169447 + 169465) benötige, da Formann mal wieder der Schuldige an 2 Gegentoren sei - bis zu einem nicht ernstzunehmenden Aufruf, am kommenden Freitag zum Spiel gegen Hauenstein zuhause zu bleiben, sodass nicht mehr als 1.500 Zuschauer den Weg in den Park finden. Andere geben sich jedoch auch mit der Niederlage zufrieden und denken, dass diese zum richtigen Zeitpunkt gekommen ist.

Ich persönlich denke, dass man nach den guten Spielen gegen Trier und Mainz ganz einfach den Gegner Tus Mayen unterschätzt hat und zu locker ins Spiel hineingegangen ist. Sei es wie es sei: Nun gilt es am Freitag unseren FCS zum Sieg gegen Hauenstein zu bringen und sich weiterhin unter den besten 4 der Liga zu halten!

Nächste Woche meldet sich ja Carsten wieder, bis dann!
Florian Kern aka. "Bobbes"

Mittwoch, April 23, 2008

Das historische Spiel und der "Alltag"

Bevor ich heute zum eigentlichen Inhalt dieses Beitrags im FCSBlog komme, will ich noch ein paar Worte zum vieldiskutieren Pokalfinale der FCS-Frauen loswerden.

Der 1.FC Saarbrücken hat 1:5 verloren - Meiner Meinung nach war jedoch an diesem Samstag das Ergebnis vollkommen irrelevant. Man hatte die Chance sich seit langer Zeit wieder national zu etablieren und auf sich aufmerksam zu machen, und das ist erfolgreich gelungen!

Die FCS-Fahne auf einer Höhe mit der des weltbesten Frauen-Fußballvereins, dem FFC Frankfurt, dem FC Bayern München und Borussia Dortmund. Und auch unsere Fans trugen zum perfekten Auftritt in Berlin bei. Beispielsweise gaben Touristen auf der Fanmeile am Brandenburger Tor an, dass die Fans des FCS die einzigen seien, die wirklich Stimmung machen würden. Aber auch im Stadion - wann hat man 1200 Saarbrücker beim Stande von 1:0 schon einmal so laut vernommen? Selbst beim Stande von 1:5 ließ die Stimmung nicht viel nach.

Was ich damit sagen will: Der 1.FC Saarbrücken hat sich national perfekt präsentiert.
Vielleicht ist es ja irgendwann einmal wieder möglich eine Mannschaft des 1.FC Saarbrücken im Pokalfinale in Berlin zu sehen. Da man das aber wohl für die nächsten Jahre nicht wirklich annehmen kann, habe ich dieses - man möge mir den Ausdruck verzeihen - historische Wochenende mit dem Spiel in einem Videotagebuch mit vielen Impressionen dokumentiert, auf das ich an dieser Stelle einmal hinweisen möchte.

Link: sevenload.com


Nun gilt es, die Gedanken wieder auf den "Alltag" zu richten und die Frauen zum Klassenerhalt und die Männer zum Aufstieg anzutreiben. Folglich steht am Samstag das eminent wichtige Spiel zwischen dem Turn- und Sportverein Mayen und unserem 1.FC Saarbrücken an.

Wie wir gestern gesehen haben, gewinnt auch die zweite Mannschaft aus Kaiserslautern ihre Spiele mehr oder weniger glücklich und folglich sind es (wieder) lediglich 2 Punkte Abstand auf den fünften Platz, den der FCK II derzeit belegt.

Für unseren FCS stehen nun einige "leichtere" Gegner auf dem Programm, gegen die es aber erst einmal zu gewinnen gilt. So ist ein Sieg am Samstag in Mayen fast schon Pflicht, wenn man den zweiten Platz halten will.

Für Mayen geht es in dieser Saison um nichts mehr, sie stecken mit 30 Punkten im sogenannten "Nichts" der Tabelle. Man kann jedoch annehmen, dass der TuS Mayen die 2:0 Niederlage, die sie vorige Woche gegen Neunkirchen einstecken mussten, im "Spiel des Jahres" gegen den FCS wieder gutmachen wollen.

So muss der FCS die Zweikämpfe der Mayener annehmen und selbst mithilfe des guten Fußballs, den man bei den Spielen in Trier und besonders gegen Mainz gesehen hat, - und den Mayen sicherlich nicht zeigen kann - den Gegner unter Druck setzen und das Spiel für sich entscheiden.

Ich denke, wir können zuversichtlich sein, dass es unserem FCS gelingt, weitere 3 Punkte zur Mission Regionalliga einzufahren.

Bis dahin
Florian Kern aka. "Bobbes"

Dienstag, April 08, 2008

Was "Bobbes" denkt

Wir befinden und in einer sehr wichtigen Woche der Saison 2007/2008. Wenn nicht sogar in den beiden wichtigsten Wochen des Jahres. Denn diese werden wohl entscheidend dafür sein, wo sich der 1.FC Saarbrücken nächstes Jahr wieder findet.

In den kommenden 11 Tagen spielt der FCS gegen die direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf, in Trier und gegen die zweite Mannschaft des FSV Mainz 05.

Diesen Spielen schreibe ich selbst eine überaus hohe Bedeutung zu. Zum Einen hat der FCS nur noch einen Punkt Vorsprung auf Rang 5, zum Anderen geht es gegen die direkte Konkurrenz.

Direkte Konkurrenz – da war doch was? Richtig. Leider konnte unser 1.FC Saarbrücken diese Saison lediglich in Kaiserslautern gewinnen. Gegen Mainz (0:3), Trier (1:1), Worms (0:2), Neunkirchen (2:2, 0:1) und Homburg (1:1, 1:1) gab es leider nur trostlose Remis bzw. Niederlagen.

Deshalb ist es nun entscheidend, den direkten Gegner zu besiegen. Mit beispielsweise 4 Punkten aus beiden Spielen würde man den überaus wichtigen 4-Punkte-Schnitt halten und einen entscheidenden Richtung Qualifikation gehen.

Man möge erst gar nicht an den Fall von zwei Niederlagen denken, denn was es bedeutet auf Platz 5 oder 6 zu stehen kann sich ja jeder denken.

Insofern geht (zumindest bei mir) die Angst vor dem Absturz um. Die Auswirkungen beim dritten Abstieg in Folge wären fatal. Aber damit will und kann ich mich vorerst nicht beschäftigen.

Wir sollten aber positiv denken und die beiden Spiele gegen Trier und Mainz gut abliefern.

Nach beiden Spielen steht dann ein sehr erfreuliches Ereignis an: das DFB-Pokalfinale in Berlin

Hierfür haben sich unsere Frauen verdientermaßen qualifiziert und werden wohl auch kräftige Unterstützung von unseren Fans erhalten. So ergibt sich auch mal wieder eine Chance national auf unseren Verein aufmerksam zu machen, was insbesondere einen extremen Imagegewinn für den Verein bedeutet.

An den Sieg glaube ich selbst nicht, das wäre etwas utopisch. Jedoch darf man ja noch etwas träumen und wer weiß, vielleicht gelingt ja dann doch eine Überraschung à la „Wir haben keine Chance, aber diese werden wir nutzen!“.

Übrigens: Alles Gute an Carsten zum Geburtstag und Abschluss der Schullaufbahn!

Ich wünsche unserem FCS für die Zukunft alles gute und verbleibe mit dem Motto:
“Über Trier und Mainz fahrn wir nach Berlin!“

Florian Kern (aka. "Bobbes")

Donnerstag, April 03, 2008

Time to be DERBYSIEGER

Samstag, 05.April 2008 – 14.30 Uhr – Ludwigsparkstadion

Es steht das überaus wichtige Derby gegen den FC 08 Homburg an.

Warum eigentlich diese immense Bedeutung dieses Spiels?
  • Die aktuelle Situation in der Tabelle
  • Die bestehende Rivalität zwischen beiden Vereinen 
  • Der unbedingte Wille ein Spiel gegen den direkten Konkurrenten, insbesondere den FC Homburg, zu gewinnen
Es könnte unserem FCS bei einem Sieg gelingen auf Platz 2 vorzudringen und sich eine besonders gute Ausgangssituation für die letzten 9 Spiele der Saison zu verschaffen.

Doch beginnen wir zuerst mit der üblichen Statistik:

Im Hinspiel gab es zwischen beiden Vereinen vor ca. 10.000 Zuschauern ein 1:1 Unentschieden auf nicht ganz so hohem Niveau. Für viele Fans stellte das Spiel der Wendepunkt unter unserem ehemaligen Trainer Michael Krüger dar. Die Ergebnisse der nachfolgenden Spiele kennt ja jeder. (Remember Hasborn)

Die Umstände unter denen beide Teams zusammentreffen, sind auch recht bemerkenswert. Jens Kiefer, derzeit noch B-Jugend-Trainer des FCS wird kommende Saison den FC Homburg trainieren. Hierzu wird er lediglich 9 Spieler des aktuellen Kaders in die neue Saison übernehmen. Man ist also finanziell bzw. sportlich gesehen sicherlich nicht zufrieden bei unserem Gegner.

Der FCS ist im Ludwigsparkstadion verhältnismäßig schwach, liegt in der Heimtabelle „nur“ auf Platz 5 – ist seit 6 Spielen ungeschlagen und hat in diesen nur 3 Tore kassiert.

Der FCH ist im Gegensatz dazu auf des Gegners Platz eher schwach, liegt in der Auswärtstabelle auf Platz 9 – war 7 Spiele ungeschlagen, bis sie letzte Woche jedoch gegen Neunkirchen verloren.

Es steht wohl fest, dass beim FCS wieder einige Spieler verletzungsbedingt ausfallen werden, so wahrscheinlich auch Mike Frantz. Die Zuschauerzahl ist wie üblich beim FCS ein großes Rätsel – ich persönlich rechne mit ca. 5.000 Zuschauern. Die 10.000 Zuschauer aus dem Hinspiel werden wohl aufgrund der schlechteren Leistungen nicht mehr kommen. Aus Homburg werden meiner Meinung nach wohl nicht mehr als 300 Fans kommen, die Angabe von 2000 sollte man doch für reine Utopie halten.

Abgesehen davon, dass Homburg für uns Fans einen großen Rivalen darstellt, wäre ein Sieg im Derby sehr wichtig für unseren FCS. Hier ein paar „Rechenspielchen“ über die Situation nach einem Sieg:
  • Bei einem Sieg von Neunkirchen gegen Trier käme der FCS erstmalig 2008 auf den zweiten Tabellenplatz.
  • Im umgekehrten Fall betrüge der Abstand zu Platz 6 sechs Punkte, gleichzeitig hätte man Homburg aus dem Aufstiegskampf beseitigt.
Weitere Infos für das Spiel findet man wohl morgen im Vorbericht auf der Homepage des 1.FC Saarbrücken, einen weiteren Bericht gibt es wohl auch in der im Blog der Blau-Schwarzen Belletristik und im im A-Blogg.

Also, packt eure T-Shirts wieder aus, zieht sie an und sorgt für gute Stimmung. Unsere Jungs werden uns dann den Samstag mit 3 Punkten gegen Homburg verschönern!

Zum Schluss möchte ich Carsten noch alles Gute für sein Abitur wünschen und mich bei ihm bedanken, dass ich hier im FCSBlog sozusagen als kurze Aushilfe einen kleinen Vorbericht schreiben darf.

Florian Kern

Dienstag, August 15, 2006

Multi Italien oder aber wie ein Skandal jeden belastet

Das tägliche Arbeiten macht doch nur Spass, wenn auch Italiener am Werk sind. Ein paar Einblicke in die tägliche Arbeitswelt.
Der alternde Italiener liest täglich im Aufenthaltsraum, hiess das nicht vor der Rechtsschreibereform Kantine?, die Gazzetto dello Sport, weil es die Zeitung seines Vereines ist, Juventus Turin. Neben sich hat er seit fast 4 Wochen unzählbare Tempotaschentücher aufgestapelt und fasselt immer etwas von einem Schlaganfall und irgendwelchen 30 Punkten Abzug. Inzwischen ist er auch in einen Hungerstreick getreten und möchte nicht mehr nach Hause, da er, wie er sagt nur ein SAT-Schüssel Abo für die Serie A abgeschlossen hat. Und dies so lange bis Berlusconi wieder Präsident Italiens ist.
Im Gegensatz zu seinem Landsmann lacht ein neapolitanischer Italiener in unseren gemeinsamen Räumlichkeiten. Dies begann, als er mit angesehen hat wie der Juve Fan seine Tempotaschentücher angeschleppt hat, sowie er von seinem SAT-Schüssel Problem erzählte. Inzwischen zeigt er auch ohne Respekt vor dem Alter mit dem Finger auf ihn und redet in gebrochenem deutsch immer von einer Serie B.
So was kann ich mit meinem Herzen nicht vereinbaren und frage den 33 jährigen Neapolitaner ob er denn auch eine SAT-Schüssel hat. Das verneint er mit den Worten, dass er noch bei Mama wohne und abends kein Fernsehen mehr sehen darf.
Maradonna kannte er aber und er wusste, dass dieser nicht mehr in Neapel spiele. Na Gott sei dank weiss er das, dachte ich und als ich verwundert über seine Wohn-WG weitere Fragen stellen wollte, läutete das Telefon. Keine 10 sec. später setzte er sich regungslos neben die Juve Heulsuse und fing ebenfalls unvermindert und ohne Hemmungen zu weinen an. Oh Gott dachte ich, was ist denn jetzt passiert? Entweder hat Maradonna entbunden oder es ist was mit Mama. Was ich dann hören musste brachte mich fast zum Selbstmord. Das war Mama, sagte er nach Luft ringend. Stelle dir vor, der Herd von Mama is e kaputt. Wo solle ich morge esse? Boah wo bin ich hier, dachte ich und spendierte sofort Gummibärchen aus dem Automaten. Nachdem auch ich mich wieder gefangen habe, kam ein dritter Italiener, seines Zeichen Inter Fan, in unsere gesellige Runde. Ohne sich um seine zwei Landsmänner zu kümmern freute er sich über einem Sommerschlussverkauf in seinem Lande, was den Juve Fan noch mehr zum weinen brachte. Bei Juventus haben sie SSV sagte er immer und immer wieder. Alle Stars sind billig zu haben und lachte unersättlich dabei. Plötzlich stand der alternde Juve Anhänger auf und brüllte mit lauter Stimme zum Inter Fan herüber. Merda, wir werden immer erfolgreicher sein, als dein scheiss Inter, wir, die alte Dame.
Oh nein bitte nicht, er hatte doch jetzt wirklich nicht alte Dame gesagt! Noch bevor der Neapolitaner in Gedanken an seine Bella Mama los schreien konnte, suchte ich das Weite.

Vor Wochen noch vereint....................:
Vor 4 Wochen haben sich alle Italiener noch sooooo lieb gehabt, aber nun hat auch sie wieder der Alltag eingeholt. Auch ich habe meine Lehren aus dem WM Titel der Squadra gezogen. Musste ich mir doch nach dem Halbfinale immer wieder Hohn und Spott anhören. Ich werde die nächsten 4 Jahre alle italienischen Restaurants boykottieren. Was war ich froh, dass nicht die USA Weltmeister wurde. Ich glaub ich fahr ins MC Drive.