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Samstag, Dezember 27, 2008

Die größte Peinlichkeit 08

...wurde gewählt! Und im Grunde kann man nur von einer konsequenten Fortsetzung der letztjährigen Peinlichkeit (Abstieg in die Oberliga) sprechen, denn es war das Spiel, welches dem FCS die Qualifikation für die dreigleisige Regionalliga kostete:

die 0:1-Heimniederlage gegen Worms

Peinlichkeit08

Die Begleitumstände der 0:1-Niederlage gegen Wormatia Worms sind nicht minder tragischer Natur als diejenigen, welche den Abstieg im Vorjahr begleiteten. Vor dem 33. Spieltag lag nämlich alles noch alleine in der Hand des 1. FC Saarbrücken, welcher auf Rang 3 bei Punktgleichheit mit Kaiserslautern II und Worms eigentlich recht gute Karten im Kampf und die Top 4 hatte. Diese Platzierung zu erreichen war mehr als notwendig, denn es stand vieles auf dem Spiel: zunächst die Ehre, denn seit einem Jahr war man nicht mehr die sportliche "Nummer Eins" im Saarland, dann aber auch die Qualifikation für die Regionalliga um wenigstens die Chance zu wahren, mittelfristig wieder in höhere Gefilde vorzudringen. Ein weiteres Jahr Oberliga und das als Fünftligist würde diese Planungen weit zurückwerfen, nicht weil man zuletzt viel Geld in den Kader, das bereits gegangene Duo Loos/Krüger und den jungen Aufsteiger Kaminski gesteckt hatte.

Dieser hatte beim letzten Heimspiel vor dem faktischen Endspiel gegen die Wormatia mit dem Abgang von Pascal Formann schon im Vorfeld für Spannungen gesorgt. Mal wurde seine Maßnahme als richtig betrachtet, mal als komplett falsch und am Ende teilten sich Vortribüne, die als Initiator einer Kampagne gegen Formann stigmatisiert wurde und Kaminski selbst, der sein Torhüterproblem denkbar unelegant gelöst hatte, die Schuld an den denkbar schlechten Voraussetzungen für den 24. Mai 2008. Die Vortribüne wurde mit Fans aus D-Block und F-Block aufgefüllt, was eher zum blinden Aktionismus des damaligen Fanbeauftragten Günter Gerhard verkam und Alfred Kaminski sollte seine Mannschaft schon nach Spielende komplett aufgeben. Ob er sich schon vor dem Spiel in Verhandlungen mit der SV Elversberg befand werden wir nie erfahren.

Das Spiel an sich verlief denkbar unspektakulär: nach einem unnötigen Gegentor nach einer Ecke lief der FCS fast über die gesamte Spielzeit hilf- und planlos einem Rückstand hinterher und noch bevor Alfred Kaminski in der Presse seine Mannschaft aufgeben und die Schuld beim Vorgänger suchen sollte, lieferten die Mannen in blau-schwarz eine Vorstellung ab, die der 105-jährigen Vereinsgeschichte geradezu unwürdig erschienen. Der Sieg am letzten Spieltag über Hasborn nutzte da herzlich wenig.

Die Situation von damals wirkt heute umso unglaublicher, muss man erkennen, dass trotz der Fünftklassigkeit der 1. FC Saarbrücken quicklebendig ist und nun von dort wieder nach oben strebt, mit einer tadellosen Leistung im zweiten Halbjahr 2008, während Worms in der Regionalliga bereits mit dem Abstieg kämpft. Diese eine von gerade einmal zwei Niederlagen für den FCS in diesem Jahr brachte den vorläufigen Tiefpunkt, der eigentlich nur das abschloss, was nach einem 0:4 gegen Offenbach im Jahre 2006 begann.

Was nun kommt, kann kein Mensch sagen. Arbeitet der FCS jedoch weiter konsequent, mit Charakterköpfen und Jungtalenten unter Führung von Dieter Ferner, so kann man davon ausgehen, dass die größte Peinlichkeit im Jahre 2008 bis auf weiteres auch der Tiefpunkt der Vereinsgeschichte bleiben wird und der FCS nun wieder den Wind in seinem Rücken hat. Und wenn was schiefgeht: wir sind darauf vorbereitet.

Mittwoch, Dezember 24, 2008

Der Leuchtturm unterm Weihnachtsbaum

england07 128


Es ist nicht weiß, nur kalt,
der Winter macht beim Leuchtturm halt.
Wer die Hinrund' glanzvoll besteht,
der schmeißt die beste Weihnachtsfet'!
Und während Horst und Harry feiern,
dürfen die Verfolger eiern.

Strahlt der Chef noch froh wie ein Kind,
erhebt sich sein Trainer ganz geschwind
und selbst den altgedienten Recken
bleibt im Halse der Braten stecken:
"Halt! Während hier die Korken knallen,
zieh'n die ander'n in die Hallen,

trainieren dabei ihr Spielvermögen.
Wie wäre das? Wenn wir zögen
aus, mit Hanteln und dann in den Wald
und wehe einem ist's zu kalt!"
Es schauen groß die Spieler drein
und möchten nun im Urlaub sein.

Der Leuchtturmwärter, wie von Sinnen:
"Mein lieber Dieter, du tust wohl spinnen,
die haben sich das feiern wohl verdient
und nächstes Jahr, da wird gebeamt!
Stadionneubau, Aufstieg, Gelder,
morgen Straßen, wo gestern Wälder

und Hoffenheim wird uns beneiden,
wenn wir Hopp ne Glatze schneiden,
nachdem der Hoeneß im Knast wird sitzen
und keiner wird über uns mehr witzen!"
Doch da springt aus einer dunklen Ecke,
des Meisers Klausen und gleich an die Decke:

"Nein, es gibt da doch diese Strolche
aus Sulzbach, Trier oder diese, solche!
Ähm, ja genau, die sind das Übel,
die schreiben auf und gießen ihren Kübel
von Gemeinheiten über den Verein und Hauptsponsor
aus in ihrem Heft, das da schoß empor!"

Da wandelt sich der heisere Klaus
in einen Schokoladennikolaus
und ich wache auf aus meinem Traum,
neben mir ein Leuchtturm unterm Christbaum
und damit ist nun weg der Rest.
Frohe Weihnacht' und ein glückliches Fest!

Diesmal auch im Leuchtturm-Blog zu lesen.

Sonntag, Dezember 21, 2008

Weihnachtswünsche 2009

Weihnachten

Für eine größere Darstellung hier klicken.

Freitag, Dezember 19, 2008

Wahl: Die größte FCS-Peinlichkeit 08

An Weihnachten gehört es zum guten Ton Traditionen zu pflegen, auch wenn es im FCSBlog häufiger vorkommt, dass Konventionen gar gebrochen werden. Dennoch gibt es eine Sache, die sich in den letzten Jahren einer gewissen Beliebtheit erfreute, obwohl die darin behandelten Themen alles andere als Begeisterung bei den FCS-Fans hervorriefen.

Die Rede ist natürlich von den FCS-Peinlichkeiten, die schon für die Jahre 2006 und 2007 gewählt wurden und wohl das mediale Bild des Vereins in jeder Saison ungewollt mitprägen. Dass man über so manches Vorkommnis heute lachen kann, bei anderen immernoch eine gewisse Wut den Magen hochkrabbeln spürt, liegt einfach in der Natur der Sache. Zum Jahresende beschäftigen wir uns deshalb auch diesmal mit den Ereignissen, die uns aufregten:

1. Krügers Demission

Kurz auf Loos sollte sein Freund Krüger folgen. Alle Beteuerungen, er werde seinen Vertrag erfüllen, entpuppten sich als wertlos. Schnell wurde das Saisonziel vergessen, riefen die anderen Vereine und letztendlich zog es den ehemaligen Braunschweiger dann in den Sudan. Die Mannschaft blieb im Saarland und erst einmal ratlos.

2. Der angekündigte Stadionneubau

Da gab man erst einmal bekannt den "großen FC Bayern" mit durchaus berechtigten Gedanken verklagen zu wollen, da schweifte man wieder in FCS-bekannten Größenwahn ab und proklamierte als Fünftligist Stadionneubau und Bürogebäude am Sportfeld. Im restlichen Saarland sorgte das für Hohn und Spott, Ex-Vize Meiser versuchte sich in fader Diplomatie und der erste Spatenstich steht noch immer aus.

3. Die Niederlage in Mayen

Wenn man gegen Mainz II und in Trier gute Auftritte abliefert, beweist man damit ganz klar Aufstiegsambitionen. Wer allerdings meint, dass man dagegen in Mayen wie auf dem Kirmesspiel der Alten Herren antreten könnte, ist wohl am Ende zurecht in der Qualifikationssaison 07/08 durchgerasselt.

4. Der Abgang Formanns

Pascal Formann zeigte nie wirklich die Qualitäten eines Stammmtorhüters, was viele längst erkannt hatten, als Alfred Kaminski ihn gegen Idar-Oberstein zur Halbzeit auswechselte, um ihn zu "schützen". Über die debilen Anfeindungen von der Vortribüne muss man nicht mehr reden, wohl aber über dieses Armutszeugnis von Alfred Kaminski. Wo andere Trainer unehrlich elegant reagiert oder hart und gerecht durchgegriffen hätten, verkaufte der ehemalige Motivationskünstler den Abgang seiner Nummer 1 als psychologische Maßnahme, Präsident Hinschberger krönte das Ganze mit einer peinlichen Mannschaftskette und am Ende geriet dies erst recht zur Demontage von Pascal Formann, vielleicht auch zur Vorentscheidung im Aufstiegskampf.

5. Das 0:1 gegen Worms und Kaminskis Reaktion

Uninspiriert, feige und ängstlich verlor am am vorletzten Spieltag zuhause gegen die Wormatia aus Worms und gab damit die Möglichkeit, alles selbst noch zu entscheiden, aus der Hand. Alfred Kaminski zeigte sich wieder von seiner peinlichsten Seite, begrub medial auch die theorhetische Chance auf ein Wunder vor dem letzten Spieltag und gab seinem Vorgänger Krüger die Schuld, der immerhin weniger Punkte geholt hatte.

6. Der hausgemachte Abstieg der FCS-Frauen

Weil Abteilungsleiter Haupenthal schlichtweg vergaß, dass eine Spielerin garnicht gegen Freiburg hätte eingesetzt werden dürfen, ging der Punkt, der für den Klassenerhalt gereicht hätte, am grünen Tisch verloren. Ein peinlicher, trauriger Abschluss einer bis dato erfolgreichen Saison (DFB-Pokalfinalist), der in der Saisonpause zum Hick-Hack um Trainer Guido Mey und dessen Nachfolger Winfried Klein, der erst nicht und am Ende doch "erste Wahl" gewesen sein soll.

7. Das 0:0 gegen Elversberg II

Da spielt man schon nur noch gegen die Zweitvertretung des Emporkömmlings aus Elversberg, was schon genug der Peinlichkeit ist, und dann kommt man nicht einmal trotz einer Vielzahl von Eckbällen zu einem einzigen Törchen. Ein durchaus misslungener Saisonstart.

8. Das mediale Vorgeplänkel zum Saarderby

Am Ende wurde es "Viel Lärm um Nichts". Aber bis das Saarderby Saarbrücken - Homburg erst einmal gekommen war, durfte in der Presse munter verteidigt werden, was an freiheitsbeschränkenden Maßnahmen und unreflektierten Stereotypen präsentiert wurde. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, blieben hohe Ordner- und Polizeiaufgebote doch in dieser Saison an der Tagesordnung.

Die Wahlurnen bleiben bis zum 26.12.2008 um 13 Uhr geöffnet. Auch dieses Jahr sind Mehrantworten möglich!

Mittwoch, Dezember 26, 2007

Die größte Peinlichkeit 07

...steht nun fest! Und wer hat auch nur eine Sekunde daran gezweifelt, dass sich bei unseren Lesern nicht der absolute Titelanwärter durchsetzen würde? Der Tiefpunkt des Jahres 2007 lautet:

Der Abstieg in die Oberliga


'peinlichkeit' von Carsten_FCS

Als sich der 1. FC Saarbrücken mit einem 2:0-Heimsieg gegen Eintrach Braunschweig von der Bühne des Profifußballs verabschiedete, war die Saarbrücker Fanseele zwar gekränkt, aber keinesfalls von Resignationsgedanken befallen. Obwohl das Beispiel von Eintracht Trier von vielen Seiten als mahnendes Beispiel genannt wurde, waren alle Weichen Richtung Aufstieg gestellt und selbst T-Shirts mit dem Aufdruck "Regionalliga-Tour 06/07" kursierten vor Saisonbeginn in der Fanszene. Als Trainer hatte man mit Michael Henke einen Mann verpflichtet, der schon von Beginn einen schweren Stand hatte, nicht zuletzt aufgrund der Tätigkeit bei Bayern München oder in Kaiserslautern. Dieser hatte einen Kader zur Verfügung, welcher wohl auch einem Zweitligisten gut zu Gesicht gestanden hätte: Leistungsträger wie Jäger, Hadji oder Halet hielten dem Verein die Treue und wurden durch vielversprechende Neuzugänge wie Lintjens, Saglik und Reuter ergänzt.

Nach einem Auswärtssieg in Ingolstadt kehrte schlagartig Ernüchterung ein, da man gegen Darmstadt zum Heimspielauftakt eine 0:1-Niederlage gegen Darmstadt kassierte. Schnell wurde Kritik an Henkes defensiver Aufstellung laut. Zudem entpuppen sich die Assistenztrainer Kaminski und Rauscher als Konditionskiller, welche keinen unerheblichen Anteil daran hatten, dass zumeist nach 70 Minuten die Luft raus aus dem Saarbrücker Spiel war. War man zu Saisonbeginn noch der Meinung, einen Aufsteiger vor sich zu haben, wurden zumindest in Fankreisen die Erwartungen stetig nach unten korrigiert, während das Präsidium noch im Frühjahr 2007 die Devise "Platz 3" ausgab.

Zu diesem Zeitpunkt war der Trainer bereits jemand anders: Didier Philippe, der schon als Trainer der Oberligamannschaft nicht unumstritten war, wurde befördert und sollte bis zu Saisonende die Geschicke der ersten Mannschaft leiten. Dabei wurde er zu der Person, die den bereits angeschlagenen Traditionsverein noch bis auf den ersten Abstiegsplatz herunterwirtschaften sollte.
Besondere Tragisch sind die folgenden Fakten:

- Erst am 34. Spieltag rutschte der FCS zum ersten Mal in der Saison auf einen Abstiegsplatz.
- Als einzige Mannschaft stieg man mit einem positiven Torverhältnis ab.
- Mit Jonathan Jäger (17 Treffer) stellte man zudem einen der beiden Torschützenkönige der Regionalliga Süd.
- Der FCS stieg als viertbeste Heimmannschaft ab.
- Der Abstieg beförderte den FCS zum ersten Mal in 104 Jahren Vereinsgeschichte in die Viertklassigkeit.

Dabei ist der Abstieg keinesfalls ein Zufallsprodukt oder das Ergebnis einer Verkettung unglücklicher Umstände. Bis zum letzten Auswärtsspiel in Stuttgart hatte der FCS selbst alle Fäden in der Hand, um den kompletten Absturz zu verhindern. Verhindert wurde der Klassenerhalt von anderen Faktoren.

Leistungsträger wie Hadji, Gebhardt oder Haffner erwiesen sich gegen jüngere, agilere Gegenspieler als Rohrkrepierer, die vielleicht einige Male den Willen, aber keine ausreichende Leistung zeigten. Ihnen wurde auch die fehlende Ausdauer der Anfangszeit zum Handicap. Junge Spieler wie Marc Birkenbach oder Victor Samb wurden als neue Hoffnungsträger gefeiert, ohne ihnen die nötige Spielpraxis zugestanden zu haben. Beide verließen den Verein aufgrund von verschiedenen Versäumnissen des Vereins und internen Konflikten. Jäger und Saglik sahen sich dem Vorwurf ausgesetzt, in den entscheidenden Momenten keinen "Killerinstinkt" zu besitzen und Kapitän Nehrbauer war mehr Sympathie- denn Leistungsträger.
Am Ende des Abstiegs stand auch der Abgang von Hartmut Ostermann und Klaus Meiser, welche diese Konsequenzen ziehen mussten, da sie zu lange die Möglichkeit des Abstiegs verkannt hatten.

Zusammen ergab alles das Bild eines einstigen Bundesligisten, der in die Tragödie schlidderte, um dort einen Neubeginn zu versuchen. Doch zu welchem Preis?

Montag, Dezember 24, 2007

Geschwätz üwwer de Eff-Zeh Folge 15: Weihnachtsspezial II


Link: sevenload.com

GÜFC kehrt mit der zweiten Weihnachtssondersendung im FCSBlog zurück. Auch dieses Mal gibt es eine kleine Weihnachtssgeschichte zu hören, die ein klein wenig mit der aktuellen Lage des FCS zu tun hat. Und nicht umsonst lautet der Titel der neuen Geschichte auch "Der Leuchtturm".
Jegliche Ähnlichkeiten mit lebenden oder bereits verstorbenen Personen sind auch diesmal wieder rein zufällig ;-)

Viel Spaß beim Zuhören und frohe Weihnachten wünsch ich euch!

Samstag, Dezember 22, 2007

Ein weiterer Wunschzettel

Liebes Christkind,

vor einem Jahr habe ich schonmal einen Brief an dich geschrieben. Einige meiner Wünsche hast du sogar erfüllt und einigen schlechten Spielern den Weg aus dem Park gewiesen und uns dafür Leute wie Mike Frantz oder Julien Humbert beschert. Du hast uns einen Wolfgang Loos gegeben und den Verein ungeahntes Fanpotenzial endlich nutzen lassen und ihn weitaus freundlicher gestaltet, als ich es mir erhofft hatte. Andere Wünsche ließen sich leider nicht erfüllen.

Heute habe ich die Zeitung aufgeschlagen und wurde promt daran erinnert, wie grauenhaft das Jahr 2007, durch die FCS-Brille gesehen, doch war. Der zweite Abstieg, der Führungswechsel, die anfängliche Euphorie und der große Krach vor der Winterpause haben unser Nervenkostüm auf eine Achterbahnfahrt geschickt. Deshalb möchte ich dich um diese vier Sachen bitten, die uns allen das Leben erleichtern würden:

-Bescheidenheit:

Bescheidenheit wünsche ich allen!
Zunächst wünsche ich all denjenigen etwas Bescheidenheit, die sich auf der Tradition und dem großen Namen unseres Vereins zuviel einbilden. Nur weil wir der "große FCS" sind und vor Jahren mal in der Bundesliga waren, heißt das noch lange nicht, dass wir besser als die "Bauern aus Elversberg" sind. Noch spielen die eine Liga über uns.
Dann wünsche ich allen Vereinsvertretern etwas Bescheidenheit, bevor sie erneut den FCS als "Leuchtturm des Saarfußballs" bezeichnen, was Verwunderung hervorrufen könnte, wenn man mal gegen "die Bauern" aus Hasborn oder Neunkirchen verliert.
Zuletzt wünsche ich der Mannschaft ein großes Maß an Bescheidenheit, bevor sich erneut nach einem 6:1-Sieg der Schlendrian einschlecht.
Bitte schenke uns viel, sehr viel Bescheidenheit!

-Geduld:

Geduld wünsche ich mir vor allem für unsere Führungsetage, sowie für das gesamte FCS-Umfeld. Es ist zwar bereits mehr als eine halbe Saison vergangen. Trotzdem meinen viele, dass die Halbwertszeit eines Trainers nach fünf Wochen überschritten sei.
Völliger Blödsinn!
Bitte schenke vor allem den wichtigen Entscheidungsträgern das richtige Maß an Geduld und Behutsamkeit, sodass es nie mehr passiert, dass ein Manager nicht einmal ein komplettes Jahr hier arbeiten kann.

-Kreativität:

Kreativität wünsche ich mir für unsere Mannschaft. Sie hat zwar gezeigt, dass sie den Aufstieg aus eigener Kraft erreichen kann, hat in letzter Zeit jedoch enorme Probleme darin, überzeugend aufzutreten. Kreativität ist es eben nicht, wenn man jeden Eckball auf den kurzen Pfosten schlägt oder wenn man jeden Angriff über den linken Flügel einleiten will.
Bitte schenke uns einen Spielmacher, der nicht zu divenhaft oder abgehalftert ist!

-Rückgrat:

Rückgrat wünsche ich jedem von uns, vor allem aber denjenigen, die meinen, sie müssten in irgendeiner Weise gezielt Unruhe im Umfeld des FCS streuen. Dazu gehören Offizielle, die lieber Wortgefechte über die Zeitungen austragen, anstatt sich einmal vernünftig unter vier Augen auszusprechen. Dazu gehören aber auch die Fans, die sich hinter Pseudonymen verstecken und via Internet die Blockdiskussion immer wieder anheizen und unvorhandene Sachkenntnis mit Beleidigungen und Drohungen ausgleichen wollen.
Bitte schenke uns allen viel Rückgrat, vor allem denjenigen, die bisher ihre Schwierigkeiten mit der Aufrichtigkeit haben.

Einen kleinen, nicht ganz bescheidenen Wunsch habe ich dann doch noch:

Bitte schenke unserer ersten Mannschaft den Aufstieg in die Regionalliga!

Dein FCSBlogger Carsten

Mittwoch, Dezember 19, 2007

Wahl: Die größte FCS-Peinlickeit 07

Neues Jahr, neues Glück? Nicht ganz, wenn man den 1. FC Saarbrücken betrachtet! Dachte man, dass sich nach dem Jahr der Peinlichkeiten 2006 dieses Jahr einiges ändern würde, so muss man doch feststellen, dass diese Annahme eher enttäuscht wurde. Aus diesem Grund steht die Weihnachtszeit im FCSBlog wieder im Zeichen der Wahl zur größten FCS-Peinlichkeit 2007, so wie sie schon im vergangenen Jahr durchgeführt wurde.

1. Sportdirektoren Ostermann und Philippe

Mit der Vorgabe "unter die ersten Sechs zu kommen" und einer gehörigen Portion Tatendrang teilten sich der damalige Präsident Ostermann und der damalige Trainer Philippe brüderlich das Amt als Sportdirektor. Ihr Vorgänger Michael Henke blieb meist ohne Aufgabengebiet. Das Ergebnis ist bekannt.

2. Die "Bengalo-Aktion"

Missbräuchlich verwendete Seenotfackeln erregten beim Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers die Gemüter und führten zu Stadionverboten und der Diskussion, inwiefern die Fans eine Mitschuld am Abstieg tragen.

3. Der Abstieg

Trier, Oberhausen und andere warnende Beispiele wurden u.a. von Jonathan Jäger oder Reinhard Klimmt offensichtlich nicht ernst genug genommen, sodass sich der FCS gegen die Zweitvertretungen aus Kaiserslautern und Stuttgart seinem Schicksal ergab. Für viele Fans bedeutete der erstmalige Abstieg in die Viertklassigkeit der Tiefpunkt in 104 Jahren Vereinsgeschichte.

4. Die "Leuchtturm"-Rede

Knapp ein halbes Jahr später wäre man wohl dankbar, wenn Horst Hinschberger bei seiner Vorstellung auf der Mitgliederversammlung weniger markige Worte gefunden hätten. Sobald es beim "Leuchtturm" des Saarfußballs anfing zu kriseln, war der Spott der Konkurrenz aus Elversberg, Homburg und Neunkirchen gewiss.

5. Pokalaus gegen Mettlach

Wollte man nicht eigentlich die Schmach von Gresaubach vergessen machen? Immerhin war diese der peinliche Höhepunkt des Jahres 2006 gewesen. Mit leicht verändertem Personal gelang auch Michael Krüger das Kunststück, sich von einem Verbandsligisten vorführen zu lassen und Nazif Hajdarovic sah zum wiederholten Male die Rote Karte. Mettlach wurde nicht zum Ruhmesblatt für den FCS.

6. Die Entlassung von Manager Loos

Wolfgang Loos ist jemand, der "langfristig arbeiten und planen kann", wenn man Reinhard Klimmt und Klaus Meiser glauben darf. Weniger als acht Monate später musste er jedoch wieder gehen. Zurückbleibt die Frage nach der Glaubwürdigkeit des "Modells Saarbrücken" von Hinschberger und Ebertz und die Diskussion um den Einfluss des Umfelds von Spielerberatern, Sponsoren und Politikern auf den 1. FC Saarbrücken. Diese Entlassung hat allenfalls die einkehrende Unruhe noch weiter gestärkt, nicht unbedingt die Mannschaft.

Die Wahlurnen sind ab sofort geöffnet! Wer tritt die Nachfolge des sensationellen Pokalaus gegen Gresaubach an? Da die Entscheidung diesmal knifflig ist, sind auch Mehrfachantworten möglich! Die Umfrage endet am 26.12.2007 um 13:00 Uhr.

Donnerstag, Dezember 28, 2006

Die größte Peinlichkeit...

... des FCS im Jahre 2006 ist per Votum von unseren Lesern ermittelt worden und lautet:
Das Pokalaus gegen Gresaubach



Die Niederlage gegen den Verbandsligisten SC Gresaubach im Saarlandpokal nach Elfmeterschießen dürfte den meisten wohl noch in bester Erinnerung sein. Mit einer Mannschaft, die größtenteils aus Spielern der Oberligareserve, sowie einigen Ersatzspielern der ersten Elf bestand, reiste der FCS in die Provinz, um sich dort zu blamieren. So trägt Cheftrainer Didier Philippe die Verantwortung, eine uneingespielten und unmotivierten Mannschaft aufgestellt zu haben.

Nach dem verlorenen Spiel war die Blamage keineswegs vorrüber. Geschäftsführer Dr. Coen protestierte kurzzeitig beim saarländischen Fußballverband gegen die Wertung des Pokalspiels. Die Niederlage, deren Ursprung wohl einzig und allein in der unprofessionellen Einstellung von Trainer und Mannschaft lag, wurde nun ganz anders begründet. Es hieß, dass die Sicherheit der Spieler nicht mehr gewährleistet war, da beim Elfmeterschießen Zuschauer (überwiegend FCS-Fans) auf dem Platz standen. Zudem machte man die Flutlichtanlage und das Schiedsrichtergespann für die Niederlage verantwortlich. Da die Erfolgsaussichten relativ mager waren, wurde der Protest kurzerhand zurückgezogen.

Eigentlich besagt ein altes Sprichwort ja: "Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht mehr zu sorgen."
Der FCS ist in dieser Situation einen anderen Weg gegangen und hat sowohl für Schaden in Form der Niederlage, als auch für den Spott der Nachbarvereine gesorgt. Betrachtet man den gesamten Jahresablauf 06 war dieses Spiel (und sein kurzes Nachspiel) auch chronologischer Tiefpunkt für den 1. FC Saarbrücken.

Persönlich kann ich diesem Urteil der Leser zustimmen, auch wenn mir selbst noch zwei Sachen einfallen:
1. Mein Favorit, die Pressemeldung zu Henkes (Fast-)Abschied, ist leider "nur" auf den 2. Platz gekommen, obwohl es eigentlich der größte Fauxpas war, der sich der FCS dieses Jahr gegenüber seinen Fans erlaubt hat.
2. Es ist schon fast erstaunlich, dass ein Ereignis gewonnen hat, welches nicht in das Engagement Henkes als Trainer fällt.

Man kann eigentlich nur mit dem Wunsch verbleiben, dass das kommende Jahr 2007 mit weniger Peinlichkeiten, Fehltritten und Dummheiten auskommt, als die Jahre 2005 und 2006!

Sonntag, Dezember 24, 2006

Geschwätz üwwer de Eff-Zeh 12: Weihnachtsspezial


Link: sevenload.de

Lieber spät als nie gibt es das FCSBlog-Weihnachtsspezial! Etwas länger als gewohnt gibt es eine kleine Geschichte, die ich simpel "Eine FCS-Weihnachtsgeschichte" genannt habe. Es ist eine kleine Hommage an Charles Dickens und Ähnlichkeiten mit lebenden oder bereits verstorbenen Personen sind natürlich rein zufällig.

Das FCSBlog wünscht frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2007!

Natürlich läuft unsere Umfrage noch bis zum 26.12.06.

Mittwoch, Dezember 20, 2006

Was Carsten denkt (3)

Ich melde mich mal wieder in einem meiner "Was Carsten denkt"-Beiträge, um die Dinge zu besprechen, für die es sich (noch) nicht lohnt, einen eigenen Beitrag zu verfassen. Wenn man es böswillig ausdrückt, befinde ich mich in einer "unkreativen Phase", was den FCSBlog anbelangt.
Trotzdem blogge ich auch heute. Eigentlich ist heute genau der Tag, an dem ich Bloggen muss.
Mit dem Beginn der Weihnachtsferien beginnt für mich die Zeit, in der jeglicher Zeitdruck allein von mir selbst ausgeht. Er hält sich zwar in Grenzen, ist aber vorhanden. So stecke ich mitten in der Planung und Umsetzung einer Sonderausgabe von "Geschwätz üwwer de Eff-Zeh", was gleichzeitig auch unser Extra zum Heiligabend sein wird. Im Laufe der letzten Woche kam mir eine Idee in den Sinn, die mir verrückt, jedoch originell, erschien. Ich kann schon jetzt verraten, dass es ein traditionelles Weihnachtselement mit dem FCS verbinden wird.
In der letzten Ausgabe von "Was Carsten denkt" hatte ich angekündigt, alle zwei Wochen die "FCS-Zeitmaschine" starten zu lassen. Ich musste in der Zwischenzeit feststellen, dass der Aufwand für diese fiktionalen Texte ziemlich hoch ist, da die Recherche und das Schreiben einige Zeit in Anspruch nimmt, vom Aufwand für die "Geschwätz"-Videos ganz zu schweigen. Deshalb lege ich mich einfach nicht fest, in welchem Zyklus diese beiden Serien im FCSBlog erscheinen werden. Für mich ist nur klar, dass beide ein festes Format bleiben werden und vorerst nicht in der Versenkung verschwinden, wie so mancher FCS-Spieler.
Etwas, was mich wirklich überrascht hat, war die hohe Beteiligung an der Umfrage "Was war die größte FCS-Peinlichkeit 06?", wobei ich jetzt nicht sagen kann, ob nicht die IP-Sperre manchmal ihre Wirkung verloren hat. Jedenfalls freut mich das rege Interesse an meiner Umfrage, vor allem da die Pressemeldung zurzeit die Nase vorne hat. Ich versichere auch, dass ich nichts manipuliert habe (um ehrlich zu sein: Ich habe auch noch keine Stimme abgegeben!), selbst wenn dieser Vorfall ein trauriges, obgleich wichtiges Thema ist, da es die Rechte eines jeden Fans betrifft. Mehr dazu gibt es hier. Bei der Umfrage zur Peinlichkeit des Jahres könnt ihr noch bis zum 26.12.06 abstimmen.
Ein weiterer Grund, warum ich gerade heute diesen Beitrag verfasse, ist die Umstellung von meinem Anbieter, Blogger. Zum einen werdet ihr es dadurch gemerkt haben, dass sich das Stöbern im Archiv nun einfacher und sinnvoller gestaltet, zum anderen sind jetzt auch auf der linken Seite alle Labels zu sehen, mit denen ich bestimmte Beiträge versehen habe. Demnächst werde ich versuchen, noch mehr aus diesen feinen Updates herauszuholen.
Eigentlich war es das für heute, jedoch wollte ich euch nicht den wirklichen Grund vorenthalten, warum ich heute blogge. Es ist nämlich so, dass genau gestern vor einem Jahr mein letzter Beitrag auf blutgraetsche.de erschienen ist! Zum einen ist es schade, dass diese einst sensationell gute Fanpage eingestellt wurde, andererseits hätte es durch dieses Ereignis vielleicht nie den FCSBlog gegeben. Aber wer weiß das schon?
Ich werde mir nun den Showdown zwischen Aachen und den Bayern im DFB-Pokal ansehen, wo es inzwischen nur noch 3:2 für die Hausherren steht. Bis zum nächsten Mal!

euer FCSBlogger Carsten

Sonntag, Dezember 17, 2006

Wahl: Die größte FCS-Peinlickeit 06

Zum dritten Advent habe ich mir folgendes Extra ausgedacht:

Ich habe das ganze Jahr lang sehr viel über alles, was den FCS betraf, geschrieben. Das Jahr 2006 stand dabei unter dem Stern der Peinlichkeiten, da sich eine an die andere reihte und nur selten Momente verblieben, in denen man stolz auf den Verein sein konnte. Darum habe ich hier eine Auswahl von bestimmten Ereignissen und Personalien aufgestellt, aus denen sie, liebe Blogleser, die größte FCS-Peinlichkeit 2006 wählen können!

1. Die 0:4-Heimpleite gegen Offenbach

Bis zum Heimspiel gegen Offenbach sah es eigentlich so aus, als würde der FCS nach einem langen und harten Abstiegskampf doch noch die Klasse halten. Doch die spielerische Bankrotterklärung gegen die Offenbacher Kickers machte in 90 Minuten alles zunichte, was vorher erarbeitet wurde.


2. Die Entlassung Rudi Bommers

Rudi Bommer, der zuvor eine tote Mannschaft wiederbelebt hatte, wurde nach der 0:4-Pleite gegen Offenbach entlassen. In der Folge entbrannte ein Mediengefecht zwischen Präsident Ostermann und Bommer um ausstehende Hotelkosten. Am Ende wurde von Vereinsseite Rudi Bommer als alleiniger Verschulder des Abstiegs angeprangert.

3. Michael Henke

Schon am Tag seiner Einstellung gab es die ersten kritischen Stimmen, die Michael Henke kein langes Engagement in Saarbrücken voraussagten. Als Bekannter von Dr. Coen und ehemaliger Trainer des Erzrivalen Kaiserslautern hatte Henke auch von Beginn an einen schweren Stand bei den Fans. Im Endeffekt war jedoch jede Kritik berechtigt und Henke noch vor der Rückrunde Geschichte, zumindest als Trainer. Als Sportdirektor ist Henke weiterhin im Amt, ohne einen vorweisbaren Erfolg, sieht man mal von "Noteinkauf" Mahir Saglik ab. Henkes "gute Kontakte" scheinen doch nur ein Märchen zu sein.

4. Sven Lintjens

Kam als Heilsbringer aus Siegen, ein torgefährlicher Mittelfeldspieler, der Saarbrücken dem Ausland vorzog, da man ihm ein "unmoralisches Angebot" machte. Bekommen hat der FCS einen weiteren Fehleinkauf, der zuletzt aus dem Kader gestrichen wurde und zu seiner Familie zurückkehrte, da er mit der Last eines Fußballers in der Regionalliga nicht zurecht kam.

5. Marcel Mahouvés Videobänder

Eigentlich gab es kaum jemanden, der noch mit Marcel Mahouvé gerechnet hätte. Vielmehr hatte der Verein nicht vor, mit ihm in die Regionalliga zu gehen, da er als größter Fehleinkauf Bommers nicht das nötige Format besaß. Michael Henke war nach gründlicher "Videoanalyse" anderer Meinung und verlängerte den Vertrag mit Mahouvé. Nach wenigen Spielen wurde der aber schon wieder aufgelöst. Die Gründe lagen in Mahouvés Stammplatzforderung und der Erkenntnis, dass der Vertrag doch unnötig war.

6. Das letzte Spiel unter Henke

Im Lokalduell gegen Elversberg kam man nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Beispielhaft für die schlechten Spiele unter Henke wurden auch 2 Punkte gegen einen Abstiegskandidaten liegen gelassen. Das Highlight des Spiels fand jedoch erst nach Abpfiff statt, als sich Klaus Meiser den Fans stellte (Video).

7. Die Pressemeldung zu Henkes Rücktritt

Die Pressemeldung zu Henkes Rücktritt auf www.fc-saarbruecken.de unterstrich die fanunfreundliche Haltung des Vereins sehr deutlich.

8. Das Pokalaus gegen Gresaubach

Die letzte große Peinlichkeit des FCS war das Pokalaus im Saarlandpokal gegen den Verbandsligisten Gresaubach. Mit einem besseren Reserveteam und viel Arroganz reiste man ins Schottenstadion, um im Elfmeterschießen auszuscheiden. Als ob das nicht peinlich genug gewesen wäre, legte Geschäftsführer Dr. Coen beim SFV Protest ein. Hauptgrund für eine Neuansetzung waren die eigenen FCS-Fans, die beim Elfmeterschießen schon auf dem Platz standen. Daneben wurde die Schiedsrichterleistung und das ausgefallene Flutlicht bemängelt. Wegen geringer Erfolgsaussichten wurde der Protest am Ende zurückgezogen.

Nachtrag 26.12.06

Das Endergebnis

Donnerstag, Dezember 14, 2006

Ein Wunschzettel für den FCS

Liebes Christkind,

es gibt Leute in meinem Alter, die längst nicht mehr an dich schreiben würden. Trotzdem wende ich mich an dich, da die Lage bei meinem Lieblingsverein, dem 1. FC Saarbrücken, ohne Ausweg scheint. Selten habe ich solch eine herzlose Mannschaft im guten, alten Ludwigspark gesehen, die Medien lassen kein gutes Haar an den FCS-Fans und lassen das eigentliche Versagen der Hauptverantwortlichen ungeachtet. Leidtragende sind in erster Linie die Fans, deren Mehrheit eigentlich zu Saisonbeginn mit einem Aufstieg gerechnet hatten.
Deshalb möchte ich dich bitten, dem FCS diese Wünsche zu erfüllen:

1. Gib Lintjens, Reuter, Genet, Halet, Haastrup und Kling neue Verträge...
... bei anderen Vereinen!


Vielleicht sind die genannten Leute privat alles sympathische und nette Menschen, jedoch haben sie in der Startelf der Blau-Schwarzen nichts zu suchen! Lintjens war vielleicht mal ein torgefährlicher Mittelfeldspieler, aber im Moment ist er jemand, der mit dem Druck, der auf ihm lastet, nicht fertig wird. Genet, Halet und Haastrup haben leider ein Zweikampfverhalten, welches höchstens in Luxemburg als erstklassig gesehen werden kann. Kling und Reuter sind leider zu oft verletzt, als dass sie uns weiterhelfen könnten. Sei gnädig und gib ihnen bitte Verträge bei Neunkirchen, in Luxemburg oder in der 2. holländischen Liga.

2. Schenke den saarländischen Medienvertretern mehr Objektivität und den Mut, kritischer über die Vorgänge "hinter den Kulissen" zu berichten!

Dies betrifft unseren Verein zwar nur indirekt, dient aber dazu, die wahren Verursacher der FCS-Misere kritischer zu begutachten und die allgemeine Außendarstellung der FCS-Fans zu bessern. Was ist die Meinungsfreiheit noch wert, wenn Fernsehreporter öffentlich ein Stadionverbot für friedlich protestierende Fans fordern?

3. Beschere Peter Eich einen würdevollen Abschied als Torhüter der Blau-Schwarzen!

Vielleicht ist Marc Birkenbach noch nicht so weit, um Peter Eich beerben zu können. Vielleicht kann der FCS noch von Eichs Erfahrung profitieren. Jedoch sollte auch klar sein, dass in allzu naher Zukunft Peter Eich nicht mehr sein Niveau halten wird. Wir wissen, wie viel Peter Eich zu verdanken ist. Also wünschen wir auch diesem FCS-Urgestein einen würdigen Abschied und dass er noch aktiv am Aufbau von Birkenbach als neuem FCS-Torhüter Nr. 1 mitwirken kann.

4. Zeige jungen, ambitionierten und motivierten Fußballern den Weg zum Ludwigspark!


Suche vor allem nach guten Abwehrspielern mit der nötigen Konstanz und einem Sturmtalent wie Chadlj Amri!

5. Sorge dafür, dass die Mannschaft zu gemeinsamer Stärke findet!

Ein sehr wichtiger Punkt wäre es, ein wenig Ordnung in das blau-schwarze Chaos auf dem Rasen zu bringen. Schenke dem FCS einen Jürgen Klinsmann, der das Gemeinschaftsgefühl den den Zusammenhalt stärkt. Das ist es, was zurzeit wahnsinnig fehlt. Ohne Einheit auf dem Platz gibt es keinen sportlichen Erfolg. Dass am Ende dieser Leidensgeschichte oftmals die Oberliga steht, sollte alle Alarmglocken klingen lassen!

6. Gib unserem Verein eine kompetente Führung mit dem nötigen Fachwissen auf den Gebieten "Fußball" und "Wirtschaft"!

Bitte, liebes Christkind, bitte beseitige den größten Kritikpunkt der FCS-Fans und schenke unserem Verein eine Führung, die es sowohl versteht, mit Geld umzugehen und Leute zu verpflichten, die dem FCS auf sportlicher Ebene helfen können. Bitte sorg dafür, dass Leute wie Henke in Zukunft einen großen Bogen um Saarbrücken machen, wenn sie gerade mal wieder auf Jobsuche sind!

7. Lass unseren Verein im allgemeinen fanfreundlicher werden!

Bitte mach unseren Verantwortlichen (am liebsten den neuen Verantwortlichen aus Punkt Nr. 6) klar, dass die Symbiose zwischen Fans und Mannschaft/Vorstand nur dann funktioniert, wenn klare Bekenntnisse in Richtung der Fans gemacht werden. Und das besteht nicht darin, Freikarten bis zum Umfallen zu verschenken. Es besteht darin, die Wichtigkeit der Fans zu akzeptieren und sie nicht bei der nächstbesten Gelegenheit zum Sündenbock zu stempeln.


Das sind meine Wünsche an dich, liebes Christkind, und auch wenn ich nur wenig Hoffnung habe, dass sich all dies in 2007 erfüllt, will ich doch meinen Glauben in bessere Zeiten des FCS nicht aufgeben. Denn nur mit eigenem Einsatz, mit einem kleinen Schritt in die richtige Richtung, kann es endlich besser werden. Und dann wird sich auch die größte Angst, der Sturz in die Bedeutungslosigkeit des Amateurfußballs, in Luft auflösen. Sollten dennoch alle Stricke reißen, schicke uns bitte Chuck Norris!

Dein FCSBlogger Carsten

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Das war mein Wunschzettel für den FCS. Gleichzeitig war das der hundertste Eintrag im FCSBlog! Wer hätte jemals gedacht, dass ich noch so lange die Zeit und Lust aufbringe, die Situation des FCS zu kommentieren. Jedenfalls bin ich noch längst nicht am Ende angelangt! Auch zum dritten Advent wird es ein kleines Special hier im FCSBlog geben. Bis dahin könnt ihr ja eure eigenen Wünsche als Kommentar in dieses Blog schreiben oder euch hier beteiligen.