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Donnerstag, Juli 09, 2009

Hartes Auftaktprogramm

Wie auf das Christkind hat man in den vergangenen Wochen sehnsüchtig auf den Spielplan für die neue Regionalliga-Saison. Wann geht es nach Mannheim? Wann darf man Trier empfangen?

Als man dann, ob via SMS vom Verein selbst, ob über die vielen Fanforen oder von einer anderen Quelle die tatsächlichen Begegnungen erfuhr, schlug das Herz gleich höher. Nicht die befürchtete Magerkost aus Reservemannschaften der Bundesligen, sondern eine bunte Mischung aus Traditionsvereinen und lokaler Konkurrenz:

1. Spieltag 08.08.09 SV Elversberg – FCS
2. Spieltag 15.08.09 FCS – SV Eintracht Trier
3. Spieltag 22.08.09 Rot-Weiß Essen – FCS
4. Spieltag 29.08.09 FCS – SC Preußen Münster


Für den Zuschauer sicherlich ein Fest, dass die Vorfreude auf die Regionalliga noch ein wenig verstärkt, allerdings aus sportlicher Sicht ein zweischneidiges Schwert. Der 1. FC Saarbrücken bekommt es gleich mit dem Verein zu tun, der ihm den Prestige-Titel der "Nummer 1 im Saarland" streitig macht, danach kommt der geliebte Feind aus Trier mit dem neuen Führungsduo Fuchs/Basler zu Besuch. Weiter geht es zu Rot-Weiss Essen, die ihrerseits große Ambitionen auf den Aufstieg hegen und zum Abschluss der ersten vier Spiele, die als früheste Standortbestimmung in einer Saison gelten, gastiert der Vorjahresvierte Preußen Münster im Ludwigspark.

Das Spiel der Extreme, des FCS-Anhängers liebste Beschäftigung, lässt sich auch hier wieder eindrucksvoll anwenden. Manch einer rechnet mit einem verkorksten Start, bei dem den Blau-Schwarzen vor Augen geführt wird, andere trauen dem FCS zu die selbsternannten Favoriten der Liga aufzumischen und möglichst viele Punkte aus diesen vier Spielen einzusacken. Die Wahrheit liegt nicht einmal in der Mitte, sie liegt schlicht und ergreifend in der Zukunft.

Wer allerdings der Meinung ist, dass dieses Auftaktprogramm schwierig wird, dem soll an dieser Stelle auch die Steigerung aufgezeigt werden. Diese dürfen nämlich die FCS-Frauen in der Bundesliga erleben:

1. Spieltag 20.09.09 FCS – 1. FFC Turbine Potsdam
2. Spieltag 27.09.09 1. FFC Frankfurt – FCS
3. Spieltag 04.10.09 FCS – SC 07 Bad Neuenahr
4. Spieltag 11.10.09 VfL Wolfsburg – FCS


An den ersten beiden Spieltagen dürfen es die Spielerinnen des neuen Trainers Stephan Fröhlich zunächst mit dem amtierenden Deutschen Meister Potsdam und danach mit dem erfolgreichsten Verein im Deutschen Frauenfußball, dem 1. FFC Frankfurt aufnehmen. Da verblassen zwar Bad Neuenahr und Wolfsburg ein wenig, aber wer um die Situation des Frauenfußballs in Saarbrücken weiß und die Abgänge der Leistungsträgerinnen verfolgt hat (einige von ihnen gingen zu oben genannten Vereinen), der wird auch als größter Optimist nicht mehr als einen Start mit vier sieglosen Spielen voraussagen können.

Aber selbst diese Erkenntnis bringt erst die Zukunft. Und solange bleibt uns die Vorfreude.

Links zu den Spielplänen:

- Regionalliga West Herren (dfb.de)
- Frauen-Bundesliga (dfb.de)

Montag, Mai 25, 2009

Auch ein Aufstieg

Vier Baukräne ragen derzeit über dem neuen Dachgebilde der Leverkusener BayArena, die wohl symptomatisch für die Baustellen der Mannschaft um Bruno Labbadia und noch symptomatischer für das Erscheinungsbild dieser Metropole stehen, deren Panorama mehrere Fabriken am Rhein bildet, wenn man die Autobahn entlangfährt. Hier sollte mich ein ganz normaler Sonntagnachmittag hinführen.

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Die "Kurt-Rieß-Sportanlage" neben der Autobahnbrücke sah dann sehr nach Sportschule aus und wirkte so idyllisch, dass man den vorherigen Anblick gar vergessen glaubte. So friedlich und grün, so sommerlich und ruhig, dass man fast die recht distanziert auftretenden Ordner am Eingang übersah. Etwas verwunderte die Anwesenheit eines recht seriös erscheinenden Ordnungsdienstes schon, allerdings sollte dieser auch noch später in Aktion treten. Nach dem Verzehr einer recht großen, teuren und dennoch geschmacksneutralen Rostwurst ging es auf die Stehtraversen der ansehnlichen Anlage.

Im Saarbrücker Gästeblock, der die natürliche Umgrenzung von grünen Wiesen statt irgendwelcher Zäune besaß, verteilte sich ein gemischtes, blau-schwarzes Publikum, was eine sichtlich lange Fahrt hinter sich hatte. Neben Plakaten wie "Wo ein Winnie ist, ist auch ein Weg!" und Dankesbekundungen an die Spielerinnen, die den Verein verlassen, wurde erstaunlicherweise weder optisch noch akustisch Kritk an der Vereinsführung geäußert, wohl auch um die Mannschaft für 90 Minuten vorbehaltslos zu unterstützen.

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Nach diversen Verabschiedungen rollte dann endlich der Ball unter der heißen Mittagssonne. Und das vorzugsweise auf das Tor der Heimmannschaft; Dzenifer Maroszan sorgte gleich zu Beginn mit einem gekonnten Dribbling für die erste Torgelegenheit, in letzter Sekunde nahm ihr Torfrau Lisa Schmitz den Ball vom Fuß. Keine gefühlte Minute später stand es dann aber auch wirklich 1:0 für den 1. FC Saarbrücken, diesmal war es der Bald-Frankfurterin Maroszan vergönnt, den Ball ins Tor zu schieben. In der Folge erspielte sich der FCS Chance um Chance, spielte überlegen und kam nach einer Viertelstunde zur 2:0-Führung. Ausgerechnet (in diesem Falle sei dieser Begriff ausnahmsweise angebracht) Lisa Schwab schlenzte den Ball in das Gehäuse ihres baldigen Arbeitgebers. Zwei Tore von zwei Spielerinnen, die man nicht halten konnte.
In der Folge bot Saarbrücken Leverkusen mehr Raum zum spielen, sodass nach über einer halben Stunde der, zugegebenermaßen kuriose, Anschlusstreffer für die Gastgeberinnen erfolgte: ein Klärungsversuch im Sechzehner wurde mit einer solchen Wucht in das Gesicht von Maren Henseler getreten, dass der Ball ins Tor abprallte und sich die Torschützin im ersten Augenblick nicht wirklich freuen konnte, tat ihr Einsatz doch ziemlich weh.
Kurz vor der Pause sorgte dann erneut Maroszan mit einem wunderbaren Heber für wohlige Erleichterung, keinesfalls Ekstase, im Saarbrücker Fanblock. Schließlich führte Sinderfingen zu diesem Zeitpunkt bereits mit 2:0 gegen Wacker München.

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Nach der Pause wurde das Spiel hitziger und zugespitzter, da Leverkusen nun den Druck erhöhte, sich als ebenbürtig erwies und Saarbrücken sich nur schwer aus dieser Umklammerung lösen konnte. Vorstöße wurden oftmals vom Abseitspfiff der Schiedsrichterin beendet, die Konzentration ließ nach und so wurde es in der 60. Minute wieder spannend, aus Saarbrücker Sicht etwas unangenehmer: Maren Henseler traf erneut, diesmal ohne Kopfschmerzen, nach einem Freistoß ins Tor von Romina Holz. Von nun an musste der Vorsprung von einem Tor über die Zeit gerettet werden.
Während die Mannschaften gegeneinander rannten und nicht immer die volle Bandbreite des Spielfeldes ausnutzen konnten, gelang dies sehr wohl zwei Flitzern, die in einer stillen Sekunde den Platz stürmten. Nun wurde mir auf einen Schlag klar, dass man wohl nicht grundlos einen Ordnungsdienst aufgestellt hatte, der allerdings gegen die wendigen Nackedeis, die anscheinend zu Ehren der Leverkusener Spielführerin Vanessa Wurth, die den Verein zu Saisonende verlässt, mit der aufgemalten Rückennummer 7 den Platz betraten. Dieses kurze Intermezzo sorgte für den letzten Stimmungshöhepunkt in einer sehr zerfahrenen zweiten Halbzeit.

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Nach Abpfiff war das jedoch egal. Alle Dämme brachen, in Windeseile hatten die Spielerinnen die gleichen Aufstiegshemden übergestreift, wie man sie vor einigen Wochen beim Aufstieg der Herren bewundern konnten (zusätzlich eines Sponsoraufdrucks auf dem Rücken) und fiel sich in die Arme. Eine Mannschaft, wie sie so nie wieder zusammen auf dem Platz stehen wird, feierte ungeachtet der internen Zerwürfnisse der vergangenen Woche ihren Trainer, ihre Fans und vor allem sich selbst. Als Randnotiz sollte man dabei noch erwähnen, dass die Bayer-Spielerinnen plötzlich ebenfalls an den Feierlichkeiten teilnehmen wollten, was nicht wirklich glückte und man wohl davon ausgehen darf, dass nicht viele Trainingsbälle nach Spielhände wieder im ursprünglichen Ballnetz landeten.

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Sei's drum, die FCS-Frauen bescheren dem Gesamtverein einen weiteren Aufstieg für die Statistik, den geneigten Auswärtsfahren mögliche Touren nach Potsdam, München oder Hamburg und der Vereinsführung einen Berg an Arbeit für die kommende Saison, will man sich gegen die starke Konkurrenz behaupten.
Nur eine einzige Feier soll der Aufstieg dann doch nicht wert gewesen sein.

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Samstag, Mai 23, 2009

Adieu 2. Bundesliga?

Das Fußballjahr neigt sich dem Ende, der 1. FC Saarbrücken verliert zum Abschluss zwar in Mechtersheim, steigt dennoch als souveräner Meister der Oberliga Südwest in die Viertklassigkeit auf und eigentlich könnte man diesen Beitrag an dieser Stelle mit wenigen Worten schnell und schmucklos abschließen, gäbe es da nicht noch die Frauenmannschaft.

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Den FCS-Frauen sprechen einige treue FCS-Anhänger immernoch die Existenzberechtigung ab, die Forderung nach einer Ausgliederung dieser Abteilung wurde nach dem Theater der vergangenen Wochen vor allem im Internet laut und vor lauter organisatorischem Chaos scheint derzeit schwer erkennbar, ob man sich über die morgige Ausgangslage freut oder ob man den möglichen Aufstieg gar fürchtet.
Nicht lange ist es her, da schien die Bundesliga in weiter Ferne: unter dem neuen Trainer Winfried Klein, dessen Verpflichtung schon fast zum Debakel für die Vereinsführung geriet, begann man die Saison entkräftet von internationalen Turnieren und einer erfolgreichen DFB-Pokalsaison. Frühe Patzer gegen Duisburg, Sindelfingen und Hagsfeld sollten sich spät rächen, nämlich dann als der Platz an der Spitze greifbar wurde, man allerdings auf Schützenhilfe der Konkurrenten hoffen musste. Niemand glaubte mehr so recht an einen Frankfurter Sieg gegen Sindelfingen, erst recht nicht als diese im Nachholspiel die zweite Mannschaft des 1. FFC mit 5:0 abschossen.
Interne Probleme setzten den FCS-Frauen stark zu, Leistungsträgerinnen gaben ihren Abschied mitten im Kampf um den Aufstieg bekannt. Was andernorts wohl als Aufgabe gewertet worden wäre, wandelte sich in Saarbrücken überraschenderweise zu einer kompromisslosen Siegesserie, die man mit einem Sieg in Leverkusen abschließen könnte. Dies wäre gleichbedeutend mit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga.

Die noch längst nicht bewältigten Unruhen im Verein und die Abgänge, pikanterweise mit dem Lisa Schwabs auch einer nach Leverkusen, zum morgigen Gegner, stehen im Raum, wenn auf dem Rasen die Partie angepfiffen wird. Und feststeht, dass sich egal wo der FCS in der kommenden Saison spielen wird, Abteilungsleiter Grewenig und der FCS-Vorstand um Präsident Hinschberger die Verantwortung und das kommende Handeln tragen müssen.
Verbleibt man in der Zweitklassigkeit, so wird man eingestehen müssen in der Personalplanung mit Zögerlichkeit und diversen öffentlichen Pannen (Trainersuche, Bewerbung für das DFB-Pokalfinale der Frauen) nicht nur zum sportlichen Misserfolg beigetragen zu haben, sondern auch die Voraussetzungen für einen Angriff in der kommenden Saison verpasst zu haben.

Steigt man hingegen, was aus Saarbrücker Sicht natürlich die beste Werbung für den Frauenfußball und den Verein wäre, auf, so muss der Erfolg ein Anreiz für die Entscheidungsträger sein, eine schlagkräftige Truppe für die kommende Saison auf die Beine zu stellen und den Unterbau zu stärken. Dann darf man der jungen und erfolgreichen Sparte des Gesamtvereins 1. FC Saarbrücken nicht die finanzielle Unterstützung versagen, die sie verdient, aber auch braucht.

Sonntag, Februar 15, 2009

Zu gut

Woche für Woche beklagen wir uns über die elendig hohe Zahl von Spielabsagen in der Oberliga Südwest, vermuten hinter der ein oder anderen Entscheidung vereinspolitisches Taktieren oder andere Hässlichkeiten. Eigentlich sollten wir es besser wissen, wenn wir uns einmal nach Draußen begeben und neunzig Minuten frieren müssen. Das Spiel der FCS-Frauen gegen Bayer 04 Leverkusen war die beste Geduldsprobe.

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Wieder einmal lautete das Ziel "FC-Sportfeld", präziser "Nebenplatz am FC-Sport", der Kunstrasen, der in den vergangenen Wochen für das ein oder andere Testspiel genutzt wurde, da natürlicher Rasen dieser Tage in Saarbrücken unter einer weißen Schneedecke begraben liegt. Dem Wetter entsprechend verlief also auch der Weg zum Platz selbst matschig.
Schlängelte man sich an braunen Pfützen und aufgetürmten Schnee vorbei auf die Gegengerade, so fanden sich dort schon die ersten Mutigen ein (Droogs und andere Virage-Est-Gänger), die selbst im Spätwinter bei einem Spiel der FCS-Frauen ihre Kehlen zum glühen bringen wollten. Ein löblicher Gedanke, sah es zuletzt weniger erfreulich im Projekt Wiederaufstieg aus.
An dieser Stelle sollte man einmal erwähnen, dass wieder einmal mit an Sicherheit grenzender Warscheinlichkeit mehr Zuschauer zu diesem Spiel erschienen als zu einer Partie der ersten Herrenmannschaft der SV Elversberg, aber diese Tatsache ist mittlerweile recht belanglos und ein Dauerzustand geworden.

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Die FCS-Frauen schienen vom Wetter und den letzten Presseberichten erst einmal unbeeindruckt zu sein und machten dort weiter, wo sie beim 6:0-Sieg über Jägersburg aufgehört hatten: keine fünf Minuten waren gespielt, als ein Solo von Selina Wagner das erste Tor an diesem Nachmittag brachte.
Christina Arend kam einige Minuten später auch in die Situation genau vor der gegnerischen Torhüterin zu stehen, versuchte dann diese auszudribbeln, was fast misslang, hebte dann aber den Ball zum 2:0 in die Maschen. Die Entscheidung fiel also schon in den ersten zehn Minuten, was sportlich sicherlich beruhigend wirkte, allerdings auch rapide die Spannung dieser Begegnung absacken ließ. Auf der Gegengerade bewarf man sich zur Ablenkung gegenseitig mit Schneebällen.

Das 3:0 fiel nach einem sehenswerten Sprint von Dzsenifer Marozsan über die linke Außenbahn. Einen zielgenauen Pass durfte Selina Wagner einschieben, zwanzig Minuten waren vergangen und das Spiel gewann wieder ein wenig an Fahrt, auch die Foulquote nahm etwas zu.
Dem Muster des vorangegangenen Treffers folgend dribbelte Marozsan wieder den linken Flügel entlang, legte zu Wagner rüber, die allerdings nun etwas schlechter als zuvor postiert war und noch einmal quer zu Arend passen musste, die ins leere Tor einschob - 4:0, Torroulette. Keine drei Minuten später machte Selina Wagner den Hattrick mit einem weiteren Treffer perfekt. Den vierten verwährte ihr die Torfrau aus Leverkusen, die vor der Halbzeitpause ihren größten Glanzmoment erlebte und Selina Wagner den Ball vom Fuß nahm.

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Um die zweite Halbzeit vorweg zu nehmen: dieses Spiel hätte auf den zweiten Durchgang auch verzichten können. Für die einzigen Momente von Spielkultur sorgte Dzsenifer Marozsan, Leverkusen spielte fast mitleidig harmlos und ständige Abseitspositionen, die haushohe Führung oder kleinere Verletzungspausen wirkten sich wie Baldrian auf die Partie aus. Als Zuschauer wurde man sich wieder der Tatsache bewusst, dass es eigentlich viel zu kalt für Fußball ist, der Stimmungshaufen der Gegengerade sang einfach weiter und einige Kiebitze und Insider gaben die Information weiter, dass nun auch das Spiel gegen Hasborn auf der Kippe stehe.

Nach neunzig Minuten hatte man die Erkenntnis der ersten zehn Minuten (der FCS gewinnt am Ende sowieso) um das Kältespektrum eines Nachmittags auf Schnee und Eis am Sportfeld erweitert. Es gibt zugegebenermaßen viele gute Gründe, allen voran die Kälte, der Matsch unter den Schuhen, vielleicht auch die Verletzungsgefahr der Spieler und die Wirkungslosigkeit halbgarer Rostwürste, die gegen barbarischen Fußball in dieser barbarischen Jahreszeit sprechen. Die FCS-Frauen waren gut, zu gut um diesem Spiel Spannung und Dramatik zu verleihen.

Samstag, Februar 14, 2009

VfR 09 Saarbrücken gegen TuS Köln rrh.

Vereiste Stehränge, Rasenplätze, die an Trampelpfade im Wald erinnern und die Ungewissheit, wann je wieder ein Spiel der Oberliga Südwest ausgetragen wird, schwirren in den Köpfen der FCS-Fans herum. Schließlich ist auch die geplante Partie in Neunkirchen trotz angekündigter Räumungsmaßnahmen abgesagt worden. Bleibt als Alternative an diesem Wochenende der Frauenfußball.

1. FC Saarbrücken gegen Bayer 04 Leverkusen, eine Spielansetzung, wie man sie wohl seit über einem Jahrzehnt nicht mehr gehört hat, vor allem nicht in der Konstellation mit den Saarländerinnen auf dem dritten Tabellenplatz und Bayer auf Platz 7. In dieser kleinen Liga von nur zwölf Mannschaften täuscht das schon einmal darüber hinweg, dass der Abstand nur drei Punkte beträgt. Und ganz so neu ist die Begegnung auch wieder nicht.

Im letzten Jahr traf der 1. FC Saarbrücken als damaliger Erstligist im DFB-Pokal auf den TuS Köln rrh., einen Zweitligisten. Dieses Los bereitete schon im Vorfeld eine selten erreichte Euphorie um den saarländischen Frauenfußball, auch weil dies für Saarbrücken die lösbarste Aufgabe im Halbfinale des Wettbewerbs bedeutete: es folgte der Einzug ins Finale nach Berlin, wo die Mädels zwar viel Ruhm ernteten, aber gegen die Frankfurter Übermacht am Ende chancenlos blieben.
Am Ende der Saison stieg der FCS ab und die Frauenfußballabteilung des TuS Köln rrh. wechselte ins benachbarte Leverkusen, eine nicht unübliche Praxis, erbte schon der FCS seine Fußballerinnen vom VfR 09 Saarbrücken. Für Köln bedeutete dies schon den zweiten Wechsel, stammte die ursprüngliche Frauenabteilung nämlich aus Bergisch Gladbach.

Das alles ist mit dem schwindenden Interesse der Fans der Männermannschaft an den FCS-Frauen nicht mehr wirklich präsent, genauso wie einem die heutige Lage recht unwirklich erscheint, wähnte man diese doch im Sommer 2008 auf dem Höhepunkt ihrer bisherigen Historie. Danach folge zunächst der Absturz bedingt durch einen Formfehler, danach das Hick-Hack um Guido Mey und schließlich der Zweifel an den Fähigkeiten des neuen Trainers Winfried Klein, der laut Presse wohl nicht Wunschkandidat des Vereins auf die Nachfolge Meys war.

Die Lage im Februar 2009 kann man als Herausforderung für die FCS-Frauen betrachten: auf Tabellenführer Sindelfingen beträgt der Rückstand zehn Punkte, öffentlich wurde schon über die Abgänge von Leistungsträgerinnen wie Nadine Keßler oder Dzsenifer Maroszan spekuliert, die beide als kommende Nationalspielerinnen gelten. Um auf Dauer berücksichtigt zu werden benötigen die FCS-Talente allerdings das Prädikat "1. Bundesliga", welches mittlerweile in weiter Ferne scheint.
Genau diese Spielerinnen sind allerdings nun gefordert: mit neuem Abteilungsleiter und mit einem 6:0 über Jägersburg im Rücken ist ein Dreier im Nachholspiel gegen Leverkusen vielleicht der Rückenwind, den die FCS-Frauen für eine Aufholjagd benötigen. Das Spiel auf dem Nebenplatz des Sportfelds am morgigen Sonntag um 14 Uhr wird zeigen, wie groß die Chancen auf eine Rückkehr noch sind.

Links:

- FCS-Frauen (FCS-HP)
- Frauen-EM ohne FCS-Kickerinnen? (SR-Online)
- Vorbericht Bayer 04 Leverkusen

Montag, Juni 16, 2008

FCS-Zitat der Woche (13)

Erst die Männer, dann die A-Jugend und zum krönenden Abschluss auch noch die Frauen. Dieses Jahr wird im Vorstand nach den verpassten Saisonzielen in allen drei Bereichen kaum jemand mit Worten wie "nur bei den Männern hapert es jetzt ein bisschen" den sportlichen Niedergang des 1. FC Saarbrücken beschönigen können. Wo sich vorher Fans der Frauenmannschaft mit dem Erfolg ihrer Spielerinnen vom Männeranhang abkanzeln konnten, sind jetzt alle auf dem gemeinsamen Nenner der Niederlage angekommen.

Umso interessanter ist es, welche(s) Wort(e) Frauen-Trainer Guido Mey laut Saarkicker.de für den unglücklichen Abstieg in letzter Minute fand:

Betriebsunfall


Tatsächlich scheint der gute Herr Mey bei dieser Wortwahl ins Schwarze getroffen zu haben. Es erinnert wirklich an einen Betriebsunfall, wenn man schusseligerweise die Sperre einer Spielerin glatt vergisst und am Grünen Tisch den Punkt verliert, der am Ende zum Klassenerhalt gereicht hätte. Auch der ärgerliche Ausfall von Schlüsselspielerin Nadine Kessler gerät zum ungeplanten Betriebsunfall, der am Ende trotz grandioser Pokalsaison den Abstieg bedeutet.

Moment einmal: Abstieg? Bedeutet ein Abstieg in Saarbrücken mittlerweile nur noch eine ungeplante wie ungeahnte Neigung des Zufalls, die am Ende gar für den Gesamtbetrieb kompensierbar erscheint?
Dieses kleine Wörtchen "Betriebsunfall", selbst wenn es von Guido Mey wohl willkürlich ausgewählt ist und seinen Spielerinnen den mutigen Gang in die kommende Saison erleichtern soll, verdeutlicht doch die Misere des Gesamtvereins: der Verein ist zu einem Betrieb geworden, in dem das sportliche Versagen immer wieder relativiert wird.
Hat der Vorstand falsche Entscheidungsträger eingekauft, so waren es doch Imagekampagnen, die den Verein weitergebracht haben.
Hat ein Trainer nicht das Saisonziel erreichen können, so lag es halt an der Arbeit seines Vorgängers.

Die Betriebsmannschaft nimmt es gelassen zur Kenntnis und geht in die nächste Saison. Egal wo.

Mittwoch, April 23, 2008

Das historische Spiel und der "Alltag"

Bevor ich heute zum eigentlichen Inhalt dieses Beitrags im FCSBlog komme, will ich noch ein paar Worte zum vieldiskutieren Pokalfinale der FCS-Frauen loswerden.

Der 1.FC Saarbrücken hat 1:5 verloren - Meiner Meinung nach war jedoch an diesem Samstag das Ergebnis vollkommen irrelevant. Man hatte die Chance sich seit langer Zeit wieder national zu etablieren und auf sich aufmerksam zu machen, und das ist erfolgreich gelungen!

Die FCS-Fahne auf einer Höhe mit der des weltbesten Frauen-Fußballvereins, dem FFC Frankfurt, dem FC Bayern München und Borussia Dortmund. Und auch unsere Fans trugen zum perfekten Auftritt in Berlin bei. Beispielsweise gaben Touristen auf der Fanmeile am Brandenburger Tor an, dass die Fans des FCS die einzigen seien, die wirklich Stimmung machen würden. Aber auch im Stadion - wann hat man 1200 Saarbrücker beim Stande von 1:0 schon einmal so laut vernommen? Selbst beim Stande von 1:5 ließ die Stimmung nicht viel nach.

Was ich damit sagen will: Der 1.FC Saarbrücken hat sich national perfekt präsentiert.
Vielleicht ist es ja irgendwann einmal wieder möglich eine Mannschaft des 1.FC Saarbrücken im Pokalfinale in Berlin zu sehen. Da man das aber wohl für die nächsten Jahre nicht wirklich annehmen kann, habe ich dieses - man möge mir den Ausdruck verzeihen - historische Wochenende mit dem Spiel in einem Videotagebuch mit vielen Impressionen dokumentiert, auf das ich an dieser Stelle einmal hinweisen möchte.

Link: sevenload.com


Nun gilt es, die Gedanken wieder auf den "Alltag" zu richten und die Frauen zum Klassenerhalt und die Männer zum Aufstieg anzutreiben. Folglich steht am Samstag das eminent wichtige Spiel zwischen dem Turn- und Sportverein Mayen und unserem 1.FC Saarbrücken an.

Wie wir gestern gesehen haben, gewinnt auch die zweite Mannschaft aus Kaiserslautern ihre Spiele mehr oder weniger glücklich und folglich sind es (wieder) lediglich 2 Punkte Abstand auf den fünften Platz, den der FCK II derzeit belegt.

Für unseren FCS stehen nun einige "leichtere" Gegner auf dem Programm, gegen die es aber erst einmal zu gewinnen gilt. So ist ein Sieg am Samstag in Mayen fast schon Pflicht, wenn man den zweiten Platz halten will.

Für Mayen geht es in dieser Saison um nichts mehr, sie stecken mit 30 Punkten im sogenannten "Nichts" der Tabelle. Man kann jedoch annehmen, dass der TuS Mayen die 2:0 Niederlage, die sie vorige Woche gegen Neunkirchen einstecken mussten, im "Spiel des Jahres" gegen den FCS wieder gutmachen wollen.

So muss der FCS die Zweikämpfe der Mayener annehmen und selbst mithilfe des guten Fußballs, den man bei den Spielen in Trier und besonders gegen Mainz gesehen hat, - und den Mayen sicherlich nicht zeigen kann - den Gegner unter Druck setzen und das Spiel für sich entscheiden.

Ich denke, wir können zuversichtlich sein, dass es unserem FCS gelingt, weitere 3 Punkte zur Mission Regionalliga einzufahren.

Bis dahin
Florian Kern aka. "Bobbes"

Montag, April 21, 2008

Was Carsten denkt (13)

Hallo FCSBlogleserinnen und -leser,

das Pokalfinale ist rum und es werden sich nach diesem Höhepunkt in der bisher jungen Geschichte des Frauenfußballs beim 1. FC Saarbrücken wohl leider nur noch wenige dafür interessieren, dass die Frauen weiterhin um den Verbleib in der Bundesliga kämpfen. Sobald man nicht mehr in Form eines Pokalendspiels Profit aus den starken Leistungen der Mannschaft von Guido Mey ziehen kann, ist vielen das weitere Schicksal der FCS-Frauen egal. Um die Euphorie aufrecht zu erhalten, gibt es an dieser Stelle einen kleinen Aufruf:

Unterstützt die FCS-Frauen auch (bzw. gerade erst recht) im Kampf um den Klassenerhalt! Sie haben es mehr als verdient!

Die nächsten Heimspiele auf dem Kieselhumes finden am 01.05 und am 04.05. gegen Freiburg und Bad Neuenahr statt. Zumindest eines der beiden Spiele will ich mir selbst auch ansehen.

Wo wir gerade beim Finale der Frauen sind, müssen natürlich drei Randereignisse aus der Liveübertragung erwähnt werden:
1. Für die geringe Masse der FCS-Fans im wenig ausgelasteten Berliner Olympiastadion war die akustische Anfeuerung respektabel und deutlich vernehmbar.
2. Wo kamen die vielen Dortmund- und Bayern-Fans zwischen den Blau-Schwarzen her? Waren das etwa die "Alibi-Gucker", die nur wegen dem Männerfinale mitreisten?
3. Guido Meys Auftritt (Kaugummi fällt beim Schreien aus dem Mund und auf den Boden, Mey hebt auf und kaut knallhart weiter) ist an Männlichkeit schwer zu überbieten und hätte mindestens eine Erwähnung bei TV Total verdient ;-).

Bei der nächsten Ankündigung in diesem Beitrag werden sich wohl einige diesen Satz denken: "Kaum ist er mal da, schon ist er wieder weg."
Ich muss an dieser Stelle eine weitere, einwöchige Pause meinerseits ankündigen. Zum Abitur gehört natürlich auch eine Abifahrt, die in meinem Falle Dienstagmorgen nach Mallorca führt. Somit wird es zum Auswärtsspiel in Mayen von mir keinerlei Berichterstattung geben. Aus diesem Grund habe ich Flo die Möglichkeit gelassen, bei Interesse wieder einmal auszuhelfen. Hat er ja auch in der jüngeren Vergangenheit mehr als gut bewältigt ;-). Ich werde in dieser Zeit auf Mallorca mein Unwesen treiben und mir vielleicht die Partie RCD Mallorca - Racing Santander am kommenden Sonntag geben.

Votet weiterhin fleißig für euer bevorzugtes FCSBlog-Gewand (nach derzeitigem Stand kehren wir bald in die alte Unleserlichkeit zurück) und wir sehen uns in einer Woche wieder!

Bis bald!

Nachtrag 22.04.08 00:05 Uhr:
In dieser Woche ist die Kommentarfunktion natürlich wieder im moderierten Modus. Es kann also etwas dauern, bis der Kommentar erscheint, spätestens bei meiner Rückkehr werden eure Meldungen freigeschaltet.

Samstag, April 19, 2008

Der Gesamtverein auf dem Vormarsch

Der FCS lebt! Wer nach dem Abstieg 2007 seine blau-schwarzen Fan-Utensilien auf den Scheiterhaufen warf und fortan mit der Masse ins Elversberger Waldstadion schwamm, muss im April 2008 feststellen, dass er die falsche Entscheidung getroffen hat. Der Gesamtverein 1. FC Saarbrücken befindet sich wie kein anderes balltretendes Unternehmen im Saarland auf dem Vormarsch.

Die Männer:


Das einstmals größte Sorgenkind des Vereins hat sich wieder gefangen! Nach einkalkulierten Erfolgen über schwache Treverer und Meenzer steht man mit einem Fuß wieder in der 2. Bundesliga. Der Vorsprung auf die saarländischen Neider aus Homburg oder der Hüttenstadt Neunkirchen vergrößert sich immer weiter, sodass man sich nun mit der Frage beschäftigen kann, ob es noch für die Meisterschaft in der Oberliga Südwest reicht. Gemäß der Devise des ehemaligen FCS-Präsidenten Hartmut O. will man sich nämlich nicht mit den unattraktiven Plätzen von 4 bis 2 abfinden, sondern strebt nach der Krone der Liga. Schließlich will man gegenüber der Konkurrenz Dominanz ausstrahlen und lieber heute als morgen den Grundstein für die neue FCS-Arena legen. Am liebsten ohne Elversberg.

Die Jugend:

Wer kennt nicht die berümte Talentschmiede des FCS, welche die Fußballwelt schon mit Talenten wie Andreas Haas oder Christoph Holste versorgt hat? Zu Saisonbeginn wurde von Manager Loos (mittlerweile nur noch Vereinsmitglied) die A-Jugendmannschaft als das zentrale Mannschaft des Vereins propagiert, die als Spielerpool für die 1. Mannschaft dienen müsse. Tatsächlich spielten sich die Jugendmannschaften in die Herzen der Fans und die Köpfe der Talentscouts. Die Besten der Besten, Spieler wie Patrick Herrmann oder Muhittin Bastürk, folgen dabei dem Beispiel zahlloser Vorgänger: sie verlassen den FCS in Richtung Jugendinternate der Bundesligisten.

Die Frauen:

Der heimliche Star (die heimliche Star? das heimliche Starlet?) des Gesamtvereins war über Jahre hinweg für den testosterongeladenen Teil der Anhängerschaft nur auf Kalenderblättern präsent. Warscheinlich nahm man nichtmal war, dass die Mannschaft in der höchsten Liga im deutschen Frauenfußball vertreten ist. Dies änderte sich schlagartig, als man erneut ins Pokalhalbfinale einzog. Dieses Mal erwischte man jedoch anstelle der Übermannschaft 1. FFC Frankfurt nur die "Tussen" aus Köln. Schlagartig vergrößerte sich die Fanbasis der FCS-Frauen. Der Einzug ins Endspiel erhöhte das Interesse an Eintrittskarten dem Team so sehr, dass gar eine CD mit den Goldkehlen von "Schaafa Sämpf" aufnahm.
In Berlin freuen sich die FCS-Frauen vor allem über die Unterstützung zahlreicher Ebay-Kunden, Dortmund- und Bayern-Fans, dem eigens angereisten 250-Mann-Sponsoren-Mob und natürlich den eigenen Fans. Es wäre schön, wenn man nicht direkt nach dem 0:1-Rückstand die eigene Mannschaft auspfeift, auch wenn es bei den Männern Usus ist!

Wie man sieht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis man wieder die Weltherrschaft ergreift nominell die Nummer 1 im Saarland ist. Der Grundstein für eine Zukunft in Ruhm und Reichtum ist gelegt, auch dank Vict... ach, vergessen wir es, bevor wieder jemand meckert.

Dienstag, April 08, 2008

Was "Bobbes" denkt

Wir befinden und in einer sehr wichtigen Woche der Saison 2007/2008. Wenn nicht sogar in den beiden wichtigsten Wochen des Jahres. Denn diese werden wohl entscheidend dafür sein, wo sich der 1.FC Saarbrücken nächstes Jahr wieder findet.

In den kommenden 11 Tagen spielt der FCS gegen die direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf, in Trier und gegen die zweite Mannschaft des FSV Mainz 05.

Diesen Spielen schreibe ich selbst eine überaus hohe Bedeutung zu. Zum Einen hat der FCS nur noch einen Punkt Vorsprung auf Rang 5, zum Anderen geht es gegen die direkte Konkurrenz.

Direkte Konkurrenz – da war doch was? Richtig. Leider konnte unser 1.FC Saarbrücken diese Saison lediglich in Kaiserslautern gewinnen. Gegen Mainz (0:3), Trier (1:1), Worms (0:2), Neunkirchen (2:2, 0:1) und Homburg (1:1, 1:1) gab es leider nur trostlose Remis bzw. Niederlagen.

Deshalb ist es nun entscheidend, den direkten Gegner zu besiegen. Mit beispielsweise 4 Punkten aus beiden Spielen würde man den überaus wichtigen 4-Punkte-Schnitt halten und einen entscheidenden Richtung Qualifikation gehen.

Man möge erst gar nicht an den Fall von zwei Niederlagen denken, denn was es bedeutet auf Platz 5 oder 6 zu stehen kann sich ja jeder denken.

Insofern geht (zumindest bei mir) die Angst vor dem Absturz um. Die Auswirkungen beim dritten Abstieg in Folge wären fatal. Aber damit will und kann ich mich vorerst nicht beschäftigen.

Wir sollten aber positiv denken und die beiden Spiele gegen Trier und Mainz gut abliefern.

Nach beiden Spielen steht dann ein sehr erfreuliches Ereignis an: das DFB-Pokalfinale in Berlin

Hierfür haben sich unsere Frauen verdientermaßen qualifiziert und werden wohl auch kräftige Unterstützung von unseren Fans erhalten. So ergibt sich auch mal wieder eine Chance national auf unseren Verein aufmerksam zu machen, was insbesondere einen extremen Imagegewinn für den Verein bedeutet.

An den Sieg glaube ich selbst nicht, das wäre etwas utopisch. Jedoch darf man ja noch etwas träumen und wer weiß, vielleicht gelingt ja dann doch eine Überraschung à la „Wir haben keine Chance, aber diese werden wir nutzen!“.

Übrigens: Alles Gute an Carsten zum Geburtstag und Abschluss der Schullaufbahn!

Ich wünsche unserem FCS für die Zukunft alles gute und verbleibe mit dem Motto:
“Über Trier und Mainz fahrn wir nach Berlin!“

Florian Kern (aka. "Bobbes")

Sonntag, Januar 13, 2008

FCS-Frauen haben historische Chance

Eine Saarbrücker Mannschaft im DFB-Pokalfinale?

Was sich schon sehr absurd und für alle FCS-Hasser wie ein schlechter Witz anhört, könnte schon bald Realität sein. Wo die Herrenmannschaft zum letzten Mal 1985 im Halbfinale des DFB-Pokals stand, hat es die Damenmannschaft zum dritten Mal insgesamt (zum zweiten Mal hintereinander) unter die letzten Vier geschafft. Das allein wäre ja noch nicht der Anlass, auf eine Endspielteilnahme zu spekulieren.

Im vergangenen Jahr wurde den FCS-Damen der 1. FFC Frankfurt zugelost, was meist gleichbedeutend mit dem Ausscheiden im Pokal ist. Schließlich beherbergen die Frankfurterinnen eine Reihe von aktuellen und ehemaligen Nationalspielerinnen, die selbst den Laien im Frauenfußball ein Begriff sein könnten: Steffi Jones, Renate Lingor, Pia Wunderlich und nicht zuletzt Birgit Prinz. Mit 0:4 musste sich der FCS in Frankfurt geschlagen geben. Dieses Mal sieht die Sache aber weitaus hoffnungsvoller als 2007 aus.

Die Ausgangssituation war für die FCS-Damen folgende: mit Bayern München und dem 1. FFC Frankfurt befanden sich zunächst zwei starke Erstligisten im Lostopf, welche in drei vergangenen Spielzeiten für das Ausscheiden der Saarländerinnen verantwortlich waren. Dritter im Bunde war der Zweitligist TuS Köln rrh., welcher sozusagen als bestmögliches Los für den FCS im Vorfeld beschworen wurde.
Und was passierte? Tatsächlich dürfen die FCS-Damen am 24. März nun als Favoritinnen nach Köln reisen, während Bayern München und der 1. FFC Frankfurt ihrerseits gegeneinander antreten.

Eine nicht zu unterschätzende, jedoch machbare Aufgabe steht für die Mannschaft von Guido Mey an. In der Bundesliga hat man als Aufsteiger zwar erst einen Sieg eingefahren, befindet sich aber noch zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz. Spielerinnen wie Nadine Keßler machten dabei schon mit dem Gewinn der U19-Europameisterschaft mit der Nationalelf auf sich aufmerksam.

Man darf also gespannt sein, ob tatsächlich am 19. April 2008 eine saarländische Mannschaft im Berliner Olympiastadion auflaufen wird. Wenn dem so wäre, hätten die FCS-Damen vor ihren männlichen Pendants dieses Kunststück geschafft. Im Finale wäre man sicherlich Außenseiter. Diese haben jedoch zumeist eines auf ihrer Seite: die Sympathie der Zuschauer.

Sonntag, Januar 07, 2007

Positive Schlagzeilen dank FCS-Frauen

Der FCS ist wieder in aller Munde! Dieses Mal findet man auch kein Wort über schlechte Leistungen, angebliche Fan-Kampagnen gegen den Trainer Sportdirektor oder sonstige Peinlichkeiten. Es sind wahrlich gute Schlagzeilen, die der FCS im Moment macht. Jedoch ist es nicht die Herrenmannschaft, sondern die Damenmannschaft, die den FCS wieder bekannt macht, sogar im Ausland.

Es hat mittlerweile schon Tradition, dass (fast) jedes Jahr der erotische Wandkalender der FCS-Frauen erscheint. Der Erlös geht dabei immer direkt in die Mannschaftskasse der Spielerinnen.

Erstaunlich an dieser Sache ist, dass gerade der FCS dabei in sehr vielen Blättern erscheint, obwohl solche Kalender schon seit Jahren gängige Praxis sind, sei es jetzt Fußball, Handball, Volleyball oder Basketball. Schon nach wenigen Tagen war der Kalender kurzzeitig ausverkauft und musste nachgedruckt werden. Das ist eigentlich kein Wunder, da die Mundpropaganda der letzten Jahre offensichtlich gewirkt hat und sich die BILD-Zeitung für dieses Thema interessiert. Daraufhin fand sich die Meldung bei den Stern Shortnews wieder und selbst El Mundo Deportivo, eine der bekanntesten Sportzeitungen Spaniens, wurde auf die FCS-Damenmannschaft aufmerksam. Es kann einen als FCS-Fan eigentlich nur freuen, dass selbst eine der bekanntesten, sowie ältesten Sportzeitungen Europas über den 1. FC Saarbrücken berichtet.

Damit trotzen die FCS-Frauen allein Neidern und Kritikern, die den Kalender als schädlich für den Verein sehen. Tatsächlich gab es im Jahre 2006 keinen Kalender der Frauenmannschaft. Von offizieller Seite gab es keine Aussagen dazu, warscheinlich wollte man einfach keinen Kalender mit Nacktmotiven mehr. Dieses Jahr ist das ein wenig anders und die FCS-Damen sorgen damit für die ersten Positivschlagzeilen 2007.

Doch das ist noch lange nicht genug: Auf sportlicher Ebene sind die FCS-Frauen ihren männlichen Kollegen weit vorraus. Die 1. Mannschaft belegt den 1. Tabellenplatz der 2. Frauen-Bundesliga Süd und hat dabei eine beachtliche Bilanz von 10 Siegen und einer Niederlage aus 11 Spielen erzielt. Der Vorsprung auf Platz 2 beträgt 7 Punkte. Auch im laufenden Wettbewerb des DFB-Pokals stehen die Damen im Halbfinale, welches Anfang April stattfinden wird.
Zumindest für die FCS-Frauen scheint 2007 ein erfolgreiches Jahr zu werden!