Obwohl unter dem Label "Gedanken" schon mehr Beiträge abgelegt sind, wird heute das halbe Dutzend der losen Beiträge, die mit "Was Carsten denkt" beginnen. Freut euch wieder auf einen Beitrag mit dem verkrampften Versuch, den letzten Rest nichtvorhandener Kreativität in einer Woche in einen Text zu pressen.
Beginnen wir mal mit Präsidium des 1. FC Saarbrücken. Dieses soll ja in naher Zukunft aus Dieter Weller, Harry Ebertz und Horst Hinschberger bestehen. Die BILD titelte ja einst "Horst wer?", als Horst Köhler zum Bundespräsidenten gewählt wurde und wenn ich ehrlich bin, hätte ich mir diesen Titel für einen Beitrag zu dieser Personalie ausleihen können(aber welcher Blogger übernimmt schon Schlagzeilen aus der Boulevardpresse?). Diese Frage stellte sich nämlich den meisten FCS-Fans(so auch mir) und die Tatsache, dass seine "Affinität zum Fußball" erst seit der Fußball-Weltmeisterschaft vorhanden ist, so Hinschberger im SR-Interview, machte noch mehr von ihnen stutzig. Sein wirtschaftliches Konzept klingt jedenfalls durchdacht und für sportliche Fragen stehen ihm mit Ebertz und Seel zwei bekannte Gesichter aus dem Fußballgeschäft zur Verfügung. Die nächsten Monate werden zeigen, ob es für den FCS unter neuer Führung bergauf geht und dann werden wir auch ein Urteil über die Arbeit von Hinschberger und Co. fällen können.
Ich hab mir ein paar Gedanken über die Gestaltung des Blogs gemacht, ein wenig herumexperimentiert und ein erstes Ergebnis ist der neue Header, der euch vermutlich schon aufgefallen ist. Das Foto wurde während einer Trainingseinheit im Ludwigspark aufgenommen. Ob das jetzt so bleiben wird, weiß ich noch nicht, da ich auch gerne die Wünsche, Ratschläge und Kritiken von euch Lesern berücksichtigen möchte. Irgendwie gehört es ja zum Bloggen selbst, dass der Leser ständig der schärfste Kritiker des Bloggers ist(^_~).
In der Sommerpause geht es hier ja traditionell ruhiger zu. Trotzdem soll dieses Blog nicht einschlafen und da ich in der kommenden Woche wieder einmal verreisen werde, ist das vielleicht der richtige Zeitpunkt für die Rückkehr von "FCSBlog on Tour". Dieses Mal geht es nach London und sollte ich genug Videomaterial auf dieser Fahrt zusammenbekommen, wäre die zweite Reisereportage gepackt. Ein Blick über den Tellerrand des FCSBlogs ist willkommene Abwechslung zu manch tristen Einträgen der letzten Wochen, die irgendwie den Abstieg verdauen mussten.
Natürlich darf auch zu diesem Anlass ein Gewinnspiel nicht fehlen. Ein Hinweisgewinnspiel wie beim letzten Mal wird es dabei nicht geben, da ich schlicht keine Zeit dafür habe, noch zusätzlich Videos mit ausgefeilten Hinweisen zu drehen(man ist halt bis zur letzten Minute immer beschäftigt!). Stattdessen wird es ein konkretes Gewinnspiel mit einige Fußballfragen mit Bezug zum Reiseziel England aber auch einer Prise FCS geben. Allzu leicht werden diese Fragen natürlich nicht, es soll ja auch eine kleine Herausforderung sein(^_~). Die Teilnahmebedingungen, sowie die Quizfragen und alles Wissenswerte zum Gewinnspiel wird es kommende Woche vor meiner Abreise geben. Der Preis wird natürlich von mir spontan auf der Insel erworben. Ich hoffe auf viele Teilnehmer und eine gelungene Reportage, auch wenn es schon eine Herausforderung wird, in den wenigen Tagen in England etwas auf die Beine zu stellen.
Bis bald!
Carsten
Sonntag, Juni 24, 2007
Mittwoch, Juni 20, 2007
E-Block geschlossen
Sieht so der Oberligaalltag aus?

Mit einem Paukenschlag verbreitete sich im Zuge der Veröffentlichung der neuen Eintrittspreise die Meldung, dass in der kommenden Saison der E-Block (sowie ein Bereich der Gegentribüne) nicht mehr geöffnet sein wird:
Ein weiterer Betrieb des E-Blocks erscheint dem FCS in der Oberliga also unrentabel. Aufgrund dessen werden in der kommenden Saison nur die Blöcke A, D und F für die Heimspielbesucher geöffnet sein. Das dürfte wohl jedem zunächst einleuchten. Der eher mäßige Zuschauerschnitt der letzten Saison wird abstiegsbedingt aller Warscheinlichkeit nach noch weiter sinken. Bei einem Stadion mit einer Kapazität von über 30.000 Zuschauern können mit der Schließung einzelner Bereiche unnötige Kosten eingespart werden.
Es bleibt jedoch die Frage danach, ob man nicht gerade deswegen den E-Block geschlossen hat, weil dort die vereinskritische Virage Est beheimatet ist. Diese hat während der vergangenen Saison eine fundiert, geschlossen und konsequent ihre Meinung vertreten und den bekannten "Vorstand raus!"-Banner präsentiert. Davon abgesehen feuerten die Mitglieder der Virage Est zuhause und in der Fremde die Mannschaft des FCS an, auch wenn der Spielstand aussichtslos erschien.
Dieser Gruppe will man nun die Tore der Kurve, in der vor zwei Jahren das Projekt "Virage Est" startete, verschließen. Eigentlich ist das ziemlich peinlich und undankbar, wenn man bedenkt, dass es die Mitglieder der V.E. waren, die im Winter die Stehränge des E2-Blocks von Eis und Schnee befreit haben. Grade nach dem Rostockspiel sollte der Umgang mit kritischen Fans eigentlich offen und konstruktiv sein. Es scheint so, als sei die veränderte Zuschauer- und Finanzsituation ein willkommener Anlass, den ungeliebten Kritikern vorläufig die bekannte Plattform zu entziehen. Ob die Akzeptanz für die V.E. in ihrer jetzigen Form in den anderen Blöcken vorhanden wäre, lässt sich bezweifeln.
Ich frage mich, warum man nicht im Vorfeld schon nach einer sinnvolleren Lösung gesucht hat. Das FC-Sportfeld hätte genügend Platz für das Oberligapublikum geboten, sodass sich die wenigen, nötigen Anpassungsmaßnahmen für den Spielbetrieb eventuell gelohnt hätten. Es ist auch die Frage, ob nicht ein Kompromiss, wie die Schließung der Blöcke E1 und E3 oder des A-Blocks. Manager Wolfgang Loos könnte nun Einfühlungsvermögen beweisen, indem er die enorme Wichtigkeit der Fans in schweren Zeiten respektiert und vielleicht eine derartige Lösung des Problems findet.
Sollte der Saison wirklich ohne eine V.E. an ihrem Geburtsort beginnen, wäre das eine Fortsetzung der alten Fehler der FCS-Führungsetage in einer neuen Liga.
Links zum Thema:
-Meldung auf ludwigspark.de
Nachtrag 04.07.07:
Mittlerweile ist auf ludwigspark.de auch eine Stellungnahme der Virage Est zu diesem Thema zu lesen.
2. Nachtrag 20.07.07:
Die Entscheidung ist gefallen! Wie in mehreren Foren zu vernehmen ist, bleibt der E-Block geöffnet.
Gute und vor allem wichtige Entscheidung, da der Verein sich seinen Fans gegenüber gesprächs- und kompromissbereit zeigt und in diesem Fall eine zufriedenstellende Lösung gefunden hat. Ein großes Lob an die Vertreter der Virage Est für ihr Durchhaltevermögen, sowie an Manager Loos für sein Verständnis für die Fans.
Solche Nachrichten hört man sehr gerne!
Mit einem Paukenschlag verbreitete sich im Zuge der Veröffentlichung der neuen Eintrittspreise die Meldung, dass in der kommenden Saison der E-Block (sowie ein Bereich der Gegentribüne) nicht mehr geöffnet sein wird:
Aus organisatorischen und wirtschaftlichen Gründen ist ein Betrieb des E-Blocks und der Victor`s Vortribüne nicht mehr möglich.
Ein weiterer Betrieb des E-Blocks erscheint dem FCS in der Oberliga also unrentabel. Aufgrund dessen werden in der kommenden Saison nur die Blöcke A, D und F für die Heimspielbesucher geöffnet sein. Das dürfte wohl jedem zunächst einleuchten. Der eher mäßige Zuschauerschnitt der letzten Saison wird abstiegsbedingt aller Warscheinlichkeit nach noch weiter sinken. Bei einem Stadion mit einer Kapazität von über 30.000 Zuschauern können mit der Schließung einzelner Bereiche unnötige Kosten eingespart werden.
Es bleibt jedoch die Frage danach, ob man nicht gerade deswegen den E-Block geschlossen hat, weil dort die vereinskritische Virage Est beheimatet ist. Diese hat während der vergangenen Saison eine fundiert, geschlossen und konsequent ihre Meinung vertreten und den bekannten "Vorstand raus!"-Banner präsentiert. Davon abgesehen feuerten die Mitglieder der Virage Est zuhause und in der Fremde die Mannschaft des FCS an, auch wenn der Spielstand aussichtslos erschien.
Dieser Gruppe will man nun die Tore der Kurve, in der vor zwei Jahren das Projekt "Virage Est" startete, verschließen. Eigentlich ist das ziemlich peinlich und undankbar, wenn man bedenkt, dass es die Mitglieder der V.E. waren, die im Winter die Stehränge des E2-Blocks von Eis und Schnee befreit haben. Grade nach dem Rostockspiel sollte der Umgang mit kritischen Fans eigentlich offen und konstruktiv sein. Es scheint so, als sei die veränderte Zuschauer- und Finanzsituation ein willkommener Anlass, den ungeliebten Kritikern vorläufig die bekannte Plattform zu entziehen. Ob die Akzeptanz für die V.E. in ihrer jetzigen Form in den anderen Blöcken vorhanden wäre, lässt sich bezweifeln.
Ich frage mich, warum man nicht im Vorfeld schon nach einer sinnvolleren Lösung gesucht hat. Das FC-Sportfeld hätte genügend Platz für das Oberligapublikum geboten, sodass sich die wenigen, nötigen Anpassungsmaßnahmen für den Spielbetrieb eventuell gelohnt hätten. Es ist auch die Frage, ob nicht ein Kompromiss, wie die Schließung der Blöcke E1 und E3 oder des A-Blocks. Manager Wolfgang Loos könnte nun Einfühlungsvermögen beweisen, indem er die enorme Wichtigkeit der Fans in schweren Zeiten respektiert und vielleicht eine derartige Lösung des Problems findet.
Sollte der Saison wirklich ohne eine V.E. an ihrem Geburtsort beginnen, wäre das eine Fortsetzung der alten Fehler der FCS-Führungsetage in einer neuen Liga.
Links zum Thema:
-Meldung auf ludwigspark.de
Nachtrag 04.07.07:
Mittlerweile ist auf ludwigspark.de auch eine Stellungnahme der Virage Est zu diesem Thema zu lesen.
2. Nachtrag 20.07.07:
Die Entscheidung ist gefallen! Wie in mehreren Foren zu vernehmen ist, bleibt der E-Block geöffnet.
Gute und vor allem wichtige Entscheidung, da der Verein sich seinen Fans gegenüber gesprächs- und kompromissbereit zeigt und in diesem Fall eine zufriedenstellende Lösung gefunden hat. Ein großes Lob an die Vertreter der Virage Est für ihr Durchhaltevermögen, sowie an Manager Loos für sein Verständnis für die Fans.
Solche Nachrichten hört man sehr gerne!
Sonntag, Juni 17, 2007
Der geheimnisvolle SCRA
Es gibt einen Fußballverein in Österreich, der seit Wochen immer wieder in die Schlagzeilen kommt und dabei eine äußerst interessante Verbindung zum 1. FC Saarbrücken aufweist:
Der SC Rheindorf Altach
Über Jahrzehnte hinweg war der Verein aus dem idyllischen Vorarlberg wohl nur den hartgesottensten Kennern des österreichischen Fußballs ein Begriff, jedoch vollzog sich in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung, welche vielleicht mit den rasanten Aufstiegen(und Abstürzen) von Vereinen wie Unterhaching oder Ulm in Deutschland vergleichbar ist. Nach eher kurzen Gastspielen in der zweithöchsten Spielklasse des Landes schaffte Altach im Jahre 2006 den Aufstieg in die Bundesliga und konnte dort überraschenderweise im ersten Jahr die Klasse halten, während der einst ruhmreiche GAK den Gang in eine ungewisse Zukunft antreten musste.
Doch was ist es, was den Verein für uns FCS-Fans im Moment so seltsam erscheinen lässt?

Alles begann mit Manfred Bender oder "Discomanni", wie man ihn in Saarbrücken noch gerne nennt. Dieser darf ab der kommenden Spielzeit in Altach sein Trainerdebüt in der höchsten Spielklasse eines Landes feiern(auch wenn im Hinterkopf der Name "Operettenliga" sitzt). Dass eben jedern "Discomanni" fortan auf der Bank die Geschicke der Altacher leiten darf, entlockte einigen FCS-Fans wohl ein Schmunzeln, auch aufgrund seiner Saarbrücker Zeit.
Das nächste interessante Ereignis in Verbindung zum SCRA betraf dann den aktuellen Kader des FCS. Bender beendete seine Suche nach einem Linksverteidiger mit der Verpflichtung des allseits bekannten Dauerverletzten Stephan Kling. Dieser kommt wie der Trainer selbst aus der Nähe von München und hatte nach starkem Debüt in der Rückrunde 2005 nie die Erwartungen der Fans erfüllen können. So war es "Discomanni", der uns diesen Gefallen tat und Stephan Kling endlich das blau-schwarze FCS-Trikot gegen seinen neuen SCRA-Dress eintauschen ließ.
Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte diese Altach-Manie, als der Verein gestern die Verpflichtung zweier absoluten Kracher für das Mittelfeld bekanntgab:
Moussa(Faysal) El Idrissi und Karsten Hutwelker
Die beiden ehemaligen FCS-Idole erhöhen die "Saarbrücken Connection" des SCRA auf vier Mitglieder. Vor allem die Verpflichtung El Idrissis löste im FCS-Forum die verschiedensten Emotionen hervor. Die andauernde Aura des früheren Aufstiegshelden aus Marokko, welche in Saarbrücken präsent war und ihn gerne ins Gespräch brachte, dürfte nun vorerst verschwunden sein. Dafür darf man nun gespannt sein, ob El Idrissi endlich den Club seines Lebens findet oder bald schon wieder auf Vereinssuche ist. Gleichzeitig zerschlagen sich die Hoffnungen einiger FCS-Fans auf ein Comeback von Karsten Hutwelker im FCS-Trikot.
Es bleiben viele offene Fragen zurück:
Wer oder was ist dieser geheimnisvolle SC Rheindorf Altach?
Warum werden auffällig viele Ex-Saarbrücker verpflichtet?
Ist dieser SCRA eine österreichische FCS-Filiale oder doch nur ein Auffangbecken für all die Spieler, die besser nicht mehr ins Saarland zurückkehren sollte, unter Leitung des Schutzengels Manni Bender?
Werden Deschamps und Genet die letzten gesuchten Verstärkungen für Altach?
Vielleicht werden wir es herausfinden oder es bleibt für immer unserer Fantasie überlassen...
Links zum Thema:
-Offizielle Seite SCRA
-Fanseite altachfans.com
Update 21.06.07
Oh Schreck! Heute vermeldeten verschiedene Internetseiten, dass der SCRA El Idrissi nun doch nicht verpflichten wird! Scheinbar hatte es der Mittelfeldspieler trotz "mündlicher Annahme" des Angebots der Voralberger nicht für nötig gehalten, zum Trainingsauftakt zu erscheinen. In seinem Herzen scheint El Idrissi eben der "Amateur", der Liebhaber des Fußballs, zu sein. Eine profihafte Einstellung verträgt sich mit der Liebe zum Leder nicht, also wird auch Altach nicht der Verein seines Lebens. Aber so ist halt der El Idrissi, wie wir ihn kennengelernt haben. Leider ist hier ein großartiger Fußballer verloren gegangen!
Obwohl...der FCS wird doch jetzt nicht auf dumme Gedanken kommen!?
Der SC Rheindorf Altach
Über Jahrzehnte hinweg war der Verein aus dem idyllischen Vorarlberg wohl nur den hartgesottensten Kennern des österreichischen Fußballs ein Begriff, jedoch vollzog sich in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung, welche vielleicht mit den rasanten Aufstiegen(und Abstürzen) von Vereinen wie Unterhaching oder Ulm in Deutschland vergleichbar ist. Nach eher kurzen Gastspielen in der zweithöchsten Spielklasse des Landes schaffte Altach im Jahre 2006 den Aufstieg in die Bundesliga und konnte dort überraschenderweise im ersten Jahr die Klasse halten, während der einst ruhmreiche GAK den Gang in eine ungewisse Zukunft antreten musste.
Doch was ist es, was den Verein für uns FCS-Fans im Moment so seltsam erscheinen lässt?
Alles begann mit Manfred Bender oder "Discomanni", wie man ihn in Saarbrücken noch gerne nennt. Dieser darf ab der kommenden Spielzeit in Altach sein Trainerdebüt in der höchsten Spielklasse eines Landes feiern(auch wenn im Hinterkopf der Name "Operettenliga" sitzt). Dass eben jedern "Discomanni" fortan auf der Bank die Geschicke der Altacher leiten darf, entlockte einigen FCS-Fans wohl ein Schmunzeln, auch aufgrund seiner Saarbrücker Zeit.
Das nächste interessante Ereignis in Verbindung zum SCRA betraf dann den aktuellen Kader des FCS. Bender beendete seine Suche nach einem Linksverteidiger mit der Verpflichtung des allseits bekannten Dauerverletzten Stephan Kling. Dieser kommt wie der Trainer selbst aus der Nähe von München und hatte nach starkem Debüt in der Rückrunde 2005 nie die Erwartungen der Fans erfüllen können. So war es "Discomanni", der uns diesen Gefallen tat und Stephan Kling endlich das blau-schwarze FCS-Trikot gegen seinen neuen SCRA-Dress eintauschen ließ.
Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte diese Altach-Manie, als der Verein gestern die Verpflichtung zweier absoluten Kracher für das Mittelfeld bekanntgab:
Moussa(Faysal) El Idrissi und Karsten Hutwelker
Die beiden ehemaligen FCS-Idole erhöhen die "Saarbrücken Connection" des SCRA auf vier Mitglieder. Vor allem die Verpflichtung El Idrissis löste im FCS-Forum die verschiedensten Emotionen hervor. Die andauernde Aura des früheren Aufstiegshelden aus Marokko, welche in Saarbrücken präsent war und ihn gerne ins Gespräch brachte, dürfte nun vorerst verschwunden sein. Dafür darf man nun gespannt sein, ob El Idrissi endlich den Club seines Lebens findet oder bald schon wieder auf Vereinssuche ist. Gleichzeitig zerschlagen sich die Hoffnungen einiger FCS-Fans auf ein Comeback von Karsten Hutwelker im FCS-Trikot.
Es bleiben viele offene Fragen zurück:
Wer oder was ist dieser geheimnisvolle SC Rheindorf Altach?
Warum werden auffällig viele Ex-Saarbrücker verpflichtet?
Ist dieser SCRA eine österreichische FCS-Filiale oder doch nur ein Auffangbecken für all die Spieler, die besser nicht mehr ins Saarland zurückkehren sollte, unter Leitung des Schutzengels Manni Bender?
Werden Deschamps und Genet die letzten gesuchten Verstärkungen für Altach?
Vielleicht werden wir es herausfinden oder es bleibt für immer unserer Fantasie überlassen...
Links zum Thema:
-Offizielle Seite SCRA
-Fanseite altachfans.com
Update 21.06.07
Oh Schreck! Heute vermeldeten verschiedene Internetseiten, dass der SCRA El Idrissi nun doch nicht verpflichten wird! Scheinbar hatte es der Mittelfeldspieler trotz "mündlicher Annahme" des Angebots der Voralberger nicht für nötig gehalten, zum Trainingsauftakt zu erscheinen. In seinem Herzen scheint El Idrissi eben der "Amateur", der Liebhaber des Fußballs, zu sein. Eine profihafte Einstellung verträgt sich mit der Liebe zum Leder nicht, also wird auch Altach nicht der Verein seines Lebens. Aber so ist halt der El Idrissi, wie wir ihn kennengelernt haben. Leider ist hier ein großartiger Fußballer verloren gegangen!
Obwohl...der FCS wird doch jetzt nicht auf dumme Gedanken kommen!?
Donnerstag, Juni 14, 2007
Das Personalkarussel dreht sich
Wer hätte gedacht, das erst der dritte Abstieg des 1. FC Saarbrücken in der Ära Ostermann das Personalkarussel in den obersten Vereinsgremien in Bewegung versetzt?
Nachdem jetzt schon einige Tage bekannt ist, dass Ostermann und Meiser ihre Ämter eigentlich schon längst abgeben wollten, gibt es nun endlich die ersten konkreten Namen derer, die nun das Ruder des FCS übernehmen sollen. Interessanterweise setzt man nun auf zwei Ex-Profis, die wohl allen FCS-Fans noch in bester Erinnerung sind: Harald Ebertz und Egon Schmitt. Ebertz soll dabei den Sprung vom Jugendtrainer zum Vize-Präsidenten vollziehen, während Schmitt als Ersatz für Leo Petry in den Aufsichtsrat rücken soll. Es stellt sich die Frage, ob diese Neubesetzung alleine die Wogen glätten soll oder ob man hier auf fussballerische Kompetenz setzt.
Die Suche nach einem Präsidenten ist damit noch nicht beendet, da mögliche Kandidaten wie Arnold oder Marquardt laut dem (Noch-)Aufsichtsratvorsitzenden Klimmt abgesagt hätten. Der Wunschkandidat vieler FCS-Fans, der ehemalige Nationalspieler Wolfgang Seel, scheint auch nicht neuer Präsident zu werden. Jedoch wird er eine beratende Funktion im Verein übernehmen, was immerhin als positiv zu bewerten ist.
Mit Michael Krüger wurde gestern der Mann vorgestellt, der als Trainer die Qualifikation für die neue, dreigleisige Regionalliga bewerkstelligen soll. Damit scheint die Gerüchteküche bestätigt, in der seit dem Amtsantritt von Wolfgang Loos dessen ehemaliger Partner aus Braunschweiger Zeiten für den Trainerposten favorisiert wurde.
Was kann man schon jetzt zu diesen Personalien sagen?
Harald "Harry" Ebertz:
Dass er große Verantwortung für den Neuaufbau übernehmen soll, überrascht ein wenig. Grund zum Zweifeln gibt allenfalls Ebertz relativ junges Alter und die damit verbundene Unerfahrenheit für ein solches Amt. Man sollte jedoch berücksichtigen, dass mit Ebertz endlich Fußballfachverstand in das Präsidium wechselt, was wohl das wesentliche Defizit der letzten Jahre beheben könnte.
Egon Schmitt:
Hier verhält es sich ähnlich wie mit Harry Ebertz, wobei Schmitt über eine größere Lebenserfahrung verfügt. Er soll in den Aufsichtsrat, ein Gremium mit derzeit sieben Mitgliedern, berufen werden. Als ehemaliger Spieler kann man sich von ihm erhoffen, dass auch der Aufsichtsrat auf Fußballballebene kompetenter wirkt und auch dementsprechend agiert. Zusammen mit Ebertz könnte Schmitt die Identifikation der Fangemeinde mit dem Verein und seinen Offiziellen stärken.
Michael Krüger:
Für ein erfolgreiches Wechselspiel zwischen Manager und Trainer ist es notwendig, dass diese beide sich kennen und einander vertrauen können. Deshalb ist die Verpflichtung Krügers ein konsequenter Schritt für den Neuaufbau. Dieser muss die Qualifikation für die Regionalliga mit einer Arbeitsweise erreichen, die auch für höhere Ligen angemessen wäre, da es nur vier Startplätze gibt. Die Oberliga ist mit ihrer Mischung aus ehemaligen Traditionsvereinen und Mannschaften aus der Provinz wohl als Zweiklassengesellschaft zu sehen, in der schon für der Kampf um die ersten Plätze beginnt. Deshalb muss der FCS möglichst viele profihafte Strukturen besitzen, unter denen das Traineramt eines der wichtigsten ist.
Ob diese Neubesetzungen auch in der Zukunft zu echten Glücksgriffen werden, lässt sich nur sagen, wenn das Personalkarussel sich nicht aufhört zu drehen, bevor die letzten Verantwortlichen am Niedergang der letzten Jahre das Feld geräumt haben. Dann können wir mit Sicherheit sagen, dass Ebertz, Schmitt und Krüger nicht einfach die klangvollen Namen sind, die den Fans nur den äußeren Schein vermitteln sollen, dass sich etwas ändert, während im Hintergrund kein wirklicher Neuanfang stattfindet.
Links zum Thema:
-Personelle Veränderungen in der FCS-Spitze (FCS-HP)
-Interview mit Michael Krüger (sr-online)
-Ebertz soll neuer Vize werden (sr-online)
Nachdem jetzt schon einige Tage bekannt ist, dass Ostermann und Meiser ihre Ämter eigentlich schon längst abgeben wollten, gibt es nun endlich die ersten konkreten Namen derer, die nun das Ruder des FCS übernehmen sollen. Interessanterweise setzt man nun auf zwei Ex-Profis, die wohl allen FCS-Fans noch in bester Erinnerung sind: Harald Ebertz und Egon Schmitt. Ebertz soll dabei den Sprung vom Jugendtrainer zum Vize-Präsidenten vollziehen, während Schmitt als Ersatz für Leo Petry in den Aufsichtsrat rücken soll. Es stellt sich die Frage, ob diese Neubesetzung alleine die Wogen glätten soll oder ob man hier auf fussballerische Kompetenz setzt.
Die Suche nach einem Präsidenten ist damit noch nicht beendet, da mögliche Kandidaten wie Arnold oder Marquardt laut dem (Noch-)Aufsichtsratvorsitzenden Klimmt abgesagt hätten. Der Wunschkandidat vieler FCS-Fans, der ehemalige Nationalspieler Wolfgang Seel, scheint auch nicht neuer Präsident zu werden. Jedoch wird er eine beratende Funktion im Verein übernehmen, was immerhin als positiv zu bewerten ist.
Mit Michael Krüger wurde gestern der Mann vorgestellt, der als Trainer die Qualifikation für die neue, dreigleisige Regionalliga bewerkstelligen soll. Damit scheint die Gerüchteküche bestätigt, in der seit dem Amtsantritt von Wolfgang Loos dessen ehemaliger Partner aus Braunschweiger Zeiten für den Trainerposten favorisiert wurde.
Was kann man schon jetzt zu diesen Personalien sagen?
Harald "Harry" Ebertz:
Dass er große Verantwortung für den Neuaufbau übernehmen soll, überrascht ein wenig. Grund zum Zweifeln gibt allenfalls Ebertz relativ junges Alter und die damit verbundene Unerfahrenheit für ein solches Amt. Man sollte jedoch berücksichtigen, dass mit Ebertz endlich Fußballfachverstand in das Präsidium wechselt, was wohl das wesentliche Defizit der letzten Jahre beheben könnte.
Egon Schmitt:
Hier verhält es sich ähnlich wie mit Harry Ebertz, wobei Schmitt über eine größere Lebenserfahrung verfügt. Er soll in den Aufsichtsrat, ein Gremium mit derzeit sieben Mitgliedern, berufen werden. Als ehemaliger Spieler kann man sich von ihm erhoffen, dass auch der Aufsichtsrat auf Fußballballebene kompetenter wirkt und auch dementsprechend agiert. Zusammen mit Ebertz könnte Schmitt die Identifikation der Fangemeinde mit dem Verein und seinen Offiziellen stärken.
Michael Krüger:
Für ein erfolgreiches Wechselspiel zwischen Manager und Trainer ist es notwendig, dass diese beide sich kennen und einander vertrauen können. Deshalb ist die Verpflichtung Krügers ein konsequenter Schritt für den Neuaufbau. Dieser muss die Qualifikation für die Regionalliga mit einer Arbeitsweise erreichen, die auch für höhere Ligen angemessen wäre, da es nur vier Startplätze gibt. Die Oberliga ist mit ihrer Mischung aus ehemaligen Traditionsvereinen und Mannschaften aus der Provinz wohl als Zweiklassengesellschaft zu sehen, in der schon für der Kampf um die ersten Plätze beginnt. Deshalb muss der FCS möglichst viele profihafte Strukturen besitzen, unter denen das Traineramt eines der wichtigsten ist.
Ob diese Neubesetzungen auch in der Zukunft zu echten Glücksgriffen werden, lässt sich nur sagen, wenn das Personalkarussel sich nicht aufhört zu drehen, bevor die letzten Verantwortlichen am Niedergang der letzten Jahre das Feld geräumt haben. Dann können wir mit Sicherheit sagen, dass Ebertz, Schmitt und Krüger nicht einfach die klangvollen Namen sind, die den Fans nur den äußeren Schein vermitteln sollen, dass sich etwas ändert, während im Hintergrund kein wirklicher Neuanfang stattfindet.
Links zum Thema:
-Personelle Veränderungen in der FCS-Spitze (FCS-HP)
-Interview mit Michael Krüger (sr-online)
-Ebertz soll neuer Vize werden (sr-online)
Samstag, Juni 09, 2007
Fazit 2006/2007
Wie schon vor rund einem Jahr, wage ich hier im FCSBlog ein abschließendes Saisonfazit zu ziehen und die wichtigstens Stationen einer verkorksten Saison Revue passieren zu lassen.
1. Punktspiele:
Nach dem ersten Spiel beim Aufsteiger aus Ingolstadt zeigte man, wohin man eigentlich wollte: nach oben. Der zweite Tabellenplatz war dabei die höchste Platzierung, die der FCS in dieser Saison erreichen sollte. Peinliche Auftritte gegen Darmstadt und Siegen, sowie die Schwäche auf fremden Plätzen zeigten schnell das wahre Gesicht des Henketeams. Eine Serie von sechs Spielen ohne Sieg besiegelte dann das Schicksal des Hitzfeldadjutanten, welcher fortan nur noch Sportdirektor genannt werden durfte. Unter dem ehemaligen Amateurtrainer Philippe zeigten sich zwar zwischenzeitliche Hochs, jedoch war mit Jahresbeginn 2007 der Abwärtstrend deutlich spürbar. Unter Henke sammelte der FCS in 13 Spielen 15 Punkte, unter Philippe waren es in 21 Spielen 27 Punkte. Ironie des Saisonverlaufs: erst am letzten Spieltag rutschte man zum ersten Mal auf einen Abstiegsplatz.
2. Trainer Nr. 1:
Michael Henke als Trainer und Sportdirektor zugleich zu verpflichten, konnte man von Anfang an als gewagt bezeichnen. Schließlich hatte dieser zuvor beim Erzrivalen aus Rheinland-Pfalz gearbeitet und schon dort den Grundstein für den Abstieg einer Mannschaft gelegt. Sein Trainerstab mit Kaminski und Rauscher machte zu Beginn einen kompetenten Eindruck, wobei nach wenigen Spieltagen das lasche Konditionstraining sich auf die Leistung der Spieler niederschlug. Nach einem Disput mit Hadji musste Rauscher gehen. Henkes Hilflosigkeit in den Medien, die Mahouvé-Vertragsverlängerung und utopische Namen als mögliche Neuzugänge (Bobic, Elber) brachten Henke nur noch mehr Unverständnis entgegen. Bei der Halbierung von Henkes Aufgabengebiet wurden die Fans als Sündenböcke für die schlechten Leistungen der Mannschaft dargestellt.

3. Trainer Nr. 2:
Nachfolger wurde Didier Philippe, der schon die letzten beiden Spieltage der Saison 05/06 als Trainer auf der FCS-Bank saß. Die Wahl fiel auf den in der Regionalliga unerfahrenen Philippe, da man sich von ihm erhoffte, die französischen Spieler besser in die Mannschaft einbinden zu können. Auch wenn die Entdeckung von Victor Samb und das überragende 6:0-Torefestival gegen Ingolstadt in die Ära Philippe fielen, musste er schon für das Ausscheiden im Saarlandpokal gegen Verbandsligist Gresaubach viel Kritik einstecken. Man warf ihm Überheblichkeit bei der Aufstellung der Mannschaft vor. Mit der Zeit und den vielen Auswärtspleiten kam man unverweigerlich zur Überzeugung, dass Philippe im Abstiegskampf die nötige Erfahrung und Ruhe fehlte. Der Umgang mit den Medien gestaltete sich für Philippe noch schwieriger als für Henke, sodass er den Ruf eines "Phrasendreschers" erlangte. Die nichtvorhandene Ausdauer der Mannschaft wurde auch für Philippe zum Stolperstein in der Regionalliga.
4. Sportdirektor:
Die Position des Sportdirektors begleitete zu Beginn der Saison Trainer Henke. Dieses idealtypische Bild des Teammanagers mit allen Fäden in der eigenen Hand bekam erste Kratzer, als Namen wie Bobic oder Elber durch den Ludwigspark geisterten und am Ende ledeglich Mahir Saglik heraussprang. Ein zweiter, kopfballstarker Stürmer, welcher lange gesucht wurde, blieb dem FCS verwehrt.
Nach Henkes Entmachtung als Trainer blieb er dem FCS weiterhin als Sportdirektor erhalten, wobei nun die monatelange Suche nach einem Aufgabengebiet für ihn entstand, welche mit Henkes Wechsel nach München endete. Viele fragen sich bis heute, ob er je ein wirkliches Aufgabengebiet hatte. Die Position des Sportdirektors wurde von nun an kommissarisch von Ostermann und Philippe begleitet.
5. Manager:
Wolfgang Loos kam als Manager nach Saarbrücken zu einem Zeitpunk, an dem das Thema "Oberliga" zwar allgegenwärtig war, jedoch nicht ernst genommen wurde. In seiner bisher kurzen Amtszeit hatte er zwar noch nicht viele Gelegenheiten sein Können zu demonstrieren, jedoch zeigte er Medienkompetenz und vermittelte stets einen fachkundigen Eindruck, was man in Saarbrücken nicht alle Tage sieht. Seine ständige Präsenz und sein Wille, in Saarbrücken Aufbauarbeit zu leisten, gibt Hoffnung für die Zukunft, stellt allerdings auch hohe Erwartungen an Loos.
6. Vorstand:
Auch nach dieser Spielzeit kann man eigentlich nichts Positives zum Vorstand vermelden. Der erste Fehler, die Verpflichtung Henkes, wurde zwar behoben, jedoch setzte man den Kurs mit vielen Unstimmigkeiten fort. Das Experiment, Philippe als Cheftrainer zu etablieren, konnte man spätestens nach der peinlichen Niederlage in Pirmasens als gescheitert ansehen. Während das Präsidium weiterhin frohen Mutes agierte, erhob der Aufsichtsrat nie mahnend den Zeigefinger. Der FCS wurde somit in die Katastrophe gesteuert, in welcher die Verantwortlichen noch die Saison mit den Ergebnissen der Damen- und Jugendmannschaften beschönigen wollten. Davon ließ sich niemand mehr blenden und so stellten Meiser und Ostermann ihre Ämter zur Verfügung. Wie es hier weitergeht, wird die nächste Mitgliederversammlung zeigen.
7. DieMannschaft Spieler:
Mike Frantz formulierte nach dem Abstieg gegenüber dem SR treffend, dass die Spieler nie eine Mannschaft bildeten. Neben mangelnder Ausdauer müssen sich die Spieler also auch eine Einstellung vorwerfen, welche nicht dem Charakter eines Fußballprofis entsprach. Herausragende Akteure wie Jäger, Saglik oder Hadji konnten dies nicht ausgleichen. Thorsten Nehrbauer schaffte es nicht, die Mannschaft zumindest auf dem Platz zu einer Einheit zusammenzuführen, sodass Worte wie "Grüppchenbildung" oder "French connection" auch 2007 nicht aus dem Vokabular der FCS-Fans verschwanden. Viel zu spät/selten gab man Talenten wie Frantz, Schwartz, Impis oder Hajdarovic eine Chance.
8. Neuzugänge:
Ledeglich Mahir Saglik lässt sich (mit Abstrichen) als "Volltreffer" unter den Neuzugängen bezeichnen, da er mit 15 Toren für Furore sorgte. Marco Gebhardt lieferte zwar viele Flanken, hatte dafür aber Defizite im Bereich der Schnelligkeit und Ausdauer, wie Charles Haffner, welcher auch für die linke Seite verpflichtet wurde. Torsten Reuter und Sven Lintjens wurde zum Verhängnis, dass sie nicht in das System passten. Nachdem die taktische Variante mit Nehrbauer und Reuter als Staubsauger vor der Abwehr als zu defensiv empfunden wurde, musste der einstige Held gegen Trier weichen. Lintjens durfte nicht auf seiner Lieblingsposition, der des Spielmachers, ran, da dort Hadji gesetzt war. Dies schlug sich in schlechten Leistungen und mentalen Problemen nieder. Mansour Assoumani sah Licht und Schatten, während man Guillaume Deschamps praktisch NIE sah. Enver Marina leistete sich zwar in Stuttgart einen Patzer, spielte aber ansonsten eine solide Saison und wurde gar zum Pokalhelden gegen Mainz.

9. Fans:
Mit der bekannten Blockteilung in Virage Est und D-Block startete man auch in die Regionalliga, wobei zwischenzeitlich die Besucherzahlen der Virage Est (wie die des gesamten Stadions) wieder sanken. War man zunächst mit großen Erwartungen ("Die Liga zu Gast beim Meister") in die Saison gestartet, verfinsterten sich die Mienen der FCSler zunehmend. Bilder des Protests waren in dieser Saison keine Seltenheit. Selbst wenn die Masse des Protests nach dem Rostockspiel 2005 nicht aufrecht erhalten wurde, blieb die Vorstandskritik auf dem Banner der Virage Est präsent und, zumindest in den Internetforen, meist fundiert.
Nach Henkes halbem Abgang und der unnötigen Bengaloaktion beim Spiel gegen die Stuttgarter Kickers rückten die Fans immer wieder in den Fokus der Kritik und wurden als wahre Unruhestifter im Umfeld des FCS propagiert. Diese Benachteilung der FCS-Fans seitens der saarländischen Medien ließ jedoch nach und heute kann man sagen, dass uns von einigen Medienvertretern sehr viel Gehör geschenkt wird und sich der Sachverhalt fast komplett gedreht hat.

In Sachen Stimmung kam es im Internet immer wieder zur leidigen Diskussion, ob man denn nun nicht die Blocktrennung aufheben sollte oder wie man die akustische Untersützung der Mannschaft fördern könne. Im Stadion blieb der sog. "Hexenkessel" aufgrund der Ligazugehörigkeit und der mauen Ergebnisse dann meist aus. Die V.E. etablierte sich als Alternative zum D-Block. Nach dem Spiel gegen die Stuttgarter Kickers und dem Verschwinden vieler Fans aus dem D-Block konnte man einen höheren Andrang in der V.E. feststellen, auch wenn einige dieser Neuankömmlinge den Gedanken von 90 Minuten geschlossener Unterstütung noch nicht verinnerlicht haben.
10. Mein persönliches Fazit:
Dieses Mal ist der FCS an Überheblichkeit und Unprofessionalität gescheitert. Wenn man gestandene Profis verpflichtet, sollte man diese auch wie Profis und nicht wie Feierabendkicker trainieren lassen. Wir Fans können uns doppelt verschaukelt fühlen: zum einen erleben wir die schwersten Stunden des FCS, zum anderen werden wir als "treue Seelen" des Vereins weiterhin als Mitschuldige am Abstieg gesehen, während die Verantwortung für den jahrelangen Abstieg nun sehr zögerlich von den Hauptschuldigen übernommen wird.
Kurzum war es für mich war es die bisher schlimmste FCS-Saison meines Lebens (auch wenn ich wohl weniger als andere erlebt habe).
Man sollte sich jetzt auf den Neuaufbau konzentrieren und auch wir Fans sollten in dieser Zeit die Chance ergreifen und den Neuaufbau aktiv mitgestalten, u.a. auf der nächsten Mitgliederversammlung. Auch zwei Abstiege in Folge dürfen uns nicht ermutigen!
Wenn nicht jetzt, wann soll dann ein Neuaufbau stattfinden?
1. Punktspiele:
Nach dem ersten Spiel beim Aufsteiger aus Ingolstadt zeigte man, wohin man eigentlich wollte: nach oben. Der zweite Tabellenplatz war dabei die höchste Platzierung, die der FCS in dieser Saison erreichen sollte. Peinliche Auftritte gegen Darmstadt und Siegen, sowie die Schwäche auf fremden Plätzen zeigten schnell das wahre Gesicht des Henketeams. Eine Serie von sechs Spielen ohne Sieg besiegelte dann das Schicksal des Hitzfeldadjutanten, welcher fortan nur noch Sportdirektor genannt werden durfte. Unter dem ehemaligen Amateurtrainer Philippe zeigten sich zwar zwischenzeitliche Hochs, jedoch war mit Jahresbeginn 2007 der Abwärtstrend deutlich spürbar. Unter Henke sammelte der FCS in 13 Spielen 15 Punkte, unter Philippe waren es in 21 Spielen 27 Punkte. Ironie des Saisonverlaufs: erst am letzten Spieltag rutschte man zum ersten Mal auf einen Abstiegsplatz.
2. Trainer Nr. 1:
Michael Henke als Trainer und Sportdirektor zugleich zu verpflichten, konnte man von Anfang an als gewagt bezeichnen. Schließlich hatte dieser zuvor beim Erzrivalen aus Rheinland-Pfalz gearbeitet und schon dort den Grundstein für den Abstieg einer Mannschaft gelegt. Sein Trainerstab mit Kaminski und Rauscher machte zu Beginn einen kompetenten Eindruck, wobei nach wenigen Spieltagen das lasche Konditionstraining sich auf die Leistung der Spieler niederschlug. Nach einem Disput mit Hadji musste Rauscher gehen. Henkes Hilflosigkeit in den Medien, die Mahouvé-Vertragsverlängerung und utopische Namen als mögliche Neuzugänge (Bobic, Elber) brachten Henke nur noch mehr Unverständnis entgegen. Bei der Halbierung von Henkes Aufgabengebiet wurden die Fans als Sündenböcke für die schlechten Leistungen der Mannschaft dargestellt.
3. Trainer Nr. 2:
Nachfolger wurde Didier Philippe, der schon die letzten beiden Spieltage der Saison 05/06 als Trainer auf der FCS-Bank saß. Die Wahl fiel auf den in der Regionalliga unerfahrenen Philippe, da man sich von ihm erhoffte, die französischen Spieler besser in die Mannschaft einbinden zu können. Auch wenn die Entdeckung von Victor Samb und das überragende 6:0-Torefestival gegen Ingolstadt in die Ära Philippe fielen, musste er schon für das Ausscheiden im Saarlandpokal gegen Verbandsligist Gresaubach viel Kritik einstecken. Man warf ihm Überheblichkeit bei der Aufstellung der Mannschaft vor. Mit der Zeit und den vielen Auswärtspleiten kam man unverweigerlich zur Überzeugung, dass Philippe im Abstiegskampf die nötige Erfahrung und Ruhe fehlte. Der Umgang mit den Medien gestaltete sich für Philippe noch schwieriger als für Henke, sodass er den Ruf eines "Phrasendreschers" erlangte. Die nichtvorhandene Ausdauer der Mannschaft wurde auch für Philippe zum Stolperstein in der Regionalliga.
4. Sportdirektor:
Die Position des Sportdirektors begleitete zu Beginn der Saison Trainer Henke. Dieses idealtypische Bild des Teammanagers mit allen Fäden in der eigenen Hand bekam erste Kratzer, als Namen wie Bobic oder Elber durch den Ludwigspark geisterten und am Ende ledeglich Mahir Saglik heraussprang. Ein zweiter, kopfballstarker Stürmer, welcher lange gesucht wurde, blieb dem FCS verwehrt.
Nach Henkes Entmachtung als Trainer blieb er dem FCS weiterhin als Sportdirektor erhalten, wobei nun die monatelange Suche nach einem Aufgabengebiet für ihn entstand, welche mit Henkes Wechsel nach München endete. Viele fragen sich bis heute, ob er je ein wirkliches Aufgabengebiet hatte. Die Position des Sportdirektors wurde von nun an kommissarisch von Ostermann und Philippe begleitet.
5. Manager:
Wolfgang Loos kam als Manager nach Saarbrücken zu einem Zeitpunk, an dem das Thema "Oberliga" zwar allgegenwärtig war, jedoch nicht ernst genommen wurde. In seiner bisher kurzen Amtszeit hatte er zwar noch nicht viele Gelegenheiten sein Können zu demonstrieren, jedoch zeigte er Medienkompetenz und vermittelte stets einen fachkundigen Eindruck, was man in Saarbrücken nicht alle Tage sieht. Seine ständige Präsenz und sein Wille, in Saarbrücken Aufbauarbeit zu leisten, gibt Hoffnung für die Zukunft, stellt allerdings auch hohe Erwartungen an Loos.
6. Vorstand:
Auch nach dieser Spielzeit kann man eigentlich nichts Positives zum Vorstand vermelden. Der erste Fehler, die Verpflichtung Henkes, wurde zwar behoben, jedoch setzte man den Kurs mit vielen Unstimmigkeiten fort. Das Experiment, Philippe als Cheftrainer zu etablieren, konnte man spätestens nach der peinlichen Niederlage in Pirmasens als gescheitert ansehen. Während das Präsidium weiterhin frohen Mutes agierte, erhob der Aufsichtsrat nie mahnend den Zeigefinger. Der FCS wurde somit in die Katastrophe gesteuert, in welcher die Verantwortlichen noch die Saison mit den Ergebnissen der Damen- und Jugendmannschaften beschönigen wollten. Davon ließ sich niemand mehr blenden und so stellten Meiser und Ostermann ihre Ämter zur Verfügung. Wie es hier weitergeht, wird die nächste Mitgliederversammlung zeigen.
7. Die
Mike Frantz formulierte nach dem Abstieg gegenüber dem SR treffend, dass die Spieler nie eine Mannschaft bildeten. Neben mangelnder Ausdauer müssen sich die Spieler also auch eine Einstellung vorwerfen, welche nicht dem Charakter eines Fußballprofis entsprach. Herausragende Akteure wie Jäger, Saglik oder Hadji konnten dies nicht ausgleichen. Thorsten Nehrbauer schaffte es nicht, die Mannschaft zumindest auf dem Platz zu einer Einheit zusammenzuführen, sodass Worte wie "Grüppchenbildung" oder "French connection" auch 2007 nicht aus dem Vokabular der FCS-Fans verschwanden. Viel zu spät/selten gab man Talenten wie Frantz, Schwartz, Impis oder Hajdarovic eine Chance.
8. Neuzugänge:
Ledeglich Mahir Saglik lässt sich (mit Abstrichen) als "Volltreffer" unter den Neuzugängen bezeichnen, da er mit 15 Toren für Furore sorgte. Marco Gebhardt lieferte zwar viele Flanken, hatte dafür aber Defizite im Bereich der Schnelligkeit und Ausdauer, wie Charles Haffner, welcher auch für die linke Seite verpflichtet wurde. Torsten Reuter und Sven Lintjens wurde zum Verhängnis, dass sie nicht in das System passten. Nachdem die taktische Variante mit Nehrbauer und Reuter als Staubsauger vor der Abwehr als zu defensiv empfunden wurde, musste der einstige Held gegen Trier weichen. Lintjens durfte nicht auf seiner Lieblingsposition, der des Spielmachers, ran, da dort Hadji gesetzt war. Dies schlug sich in schlechten Leistungen und mentalen Problemen nieder. Mansour Assoumani sah Licht und Schatten, während man Guillaume Deschamps praktisch NIE sah. Enver Marina leistete sich zwar in Stuttgart einen Patzer, spielte aber ansonsten eine solide Saison und wurde gar zum Pokalhelden gegen Mainz.
9. Fans:
Mit der bekannten Blockteilung in Virage Est und D-Block startete man auch in die Regionalliga, wobei zwischenzeitlich die Besucherzahlen der Virage Est (wie die des gesamten Stadions) wieder sanken. War man zunächst mit großen Erwartungen ("Die Liga zu Gast beim Meister") in die Saison gestartet, verfinsterten sich die Mienen der FCSler zunehmend. Bilder des Protests waren in dieser Saison keine Seltenheit. Selbst wenn die Masse des Protests nach dem Rostockspiel 2005 nicht aufrecht erhalten wurde, blieb die Vorstandskritik auf dem Banner der Virage Est präsent und, zumindest in den Internetforen, meist fundiert.
Nach Henkes halbem Abgang und der unnötigen Bengaloaktion beim Spiel gegen die Stuttgarter Kickers rückten die Fans immer wieder in den Fokus der Kritik und wurden als wahre Unruhestifter im Umfeld des FCS propagiert. Diese Benachteilung der FCS-Fans seitens der saarländischen Medien ließ jedoch nach und heute kann man sagen, dass uns von einigen Medienvertretern sehr viel Gehör geschenkt wird und sich der Sachverhalt fast komplett gedreht hat.
In Sachen Stimmung kam es im Internet immer wieder zur leidigen Diskussion, ob man denn nun nicht die Blocktrennung aufheben sollte oder wie man die akustische Untersützung der Mannschaft fördern könne. Im Stadion blieb der sog. "Hexenkessel" aufgrund der Ligazugehörigkeit und der mauen Ergebnisse dann meist aus. Die V.E. etablierte sich als Alternative zum D-Block. Nach dem Spiel gegen die Stuttgarter Kickers und dem Verschwinden vieler Fans aus dem D-Block konnte man einen höheren Andrang in der V.E. feststellen, auch wenn einige dieser Neuankömmlinge den Gedanken von 90 Minuten geschlossener Unterstütung noch nicht verinnerlicht haben.
10. Mein persönliches Fazit:
Dieses Mal ist der FCS an Überheblichkeit und Unprofessionalität gescheitert. Wenn man gestandene Profis verpflichtet, sollte man diese auch wie Profis und nicht wie Feierabendkicker trainieren lassen. Wir Fans können uns doppelt verschaukelt fühlen: zum einen erleben wir die schwersten Stunden des FCS, zum anderen werden wir als "treue Seelen" des Vereins weiterhin als Mitschuldige am Abstieg gesehen, während die Verantwortung für den jahrelangen Abstieg nun sehr zögerlich von den Hauptschuldigen übernommen wird.
Kurzum war es für mich war es die bisher schlimmste FCS-Saison meines Lebens (auch wenn ich wohl weniger als andere erlebt habe).
Man sollte sich jetzt auf den Neuaufbau konzentrieren und auch wir Fans sollten in dieser Zeit die Chance ergreifen und den Neuaufbau aktiv mitgestalten, u.a. auf der nächsten Mitgliederversammlung. Auch zwei Abstiege in Folge dürfen uns nicht ermutigen!
Wenn nicht jetzt, wann soll dann ein Neuaufbau stattfinden?
Freitag, Juni 08, 2007
FCS-Zitat der Woche (9)
Nach einer Woche Pause (immerhin gab es beim letzten Mal ein ganzes Spezial mit Sprüchen von Didier Philippe) kehrt das FCS-Zitat der Woche noch einmal nach Saisonende zurück, um sich dem Thema der "Saisonbilanz" zu widmen. Es gehört schon zum guten Ton eines Fußballvereins, wenn nach dem letzten Spieltag die Verantwortlichen eines Vereins über das sportliche Ergebnis schwadronieren. Besonders interessant ist das Fazit von Reinhard Klimmt:
Weiterhin erscheint es einem so, als sei der Saisonabschluss für den Gesamtverein 1. FC Saarbrücken mehr als ordentlich. Diese Sicht der Dinge teilte schon der scheidende Präsident Hartmut Ostermann den treuen FCS-Anhängern mit.
Was sollen wir uns denn großartig über den Abstieg der ersten Mannschaft aufregen?
Die Lage beim FCS ist doch so rosig wie schon lange nicht mehr! Unsere Jugendmannschaften sammeln Pokale wie Thorsten Nehrbauer gelbe Karten, die Frauenmannschaft verhilft dem Wappen des FCS zu Glanz, indem sie die blau-schwarze Fahne in der Bundesliga hochhält und die Tischtennisabteilung konnte auch für Achtungserfolge sorgen. Warum sollen wir denn nun diese großartige Leistungen des Gesamtvereins 1. FC Saarbrücken schlechtreden, indem wir Kritik an der laschen Vereinsführung äußern?
Mutieren wir damit nicht selbst zu Miesepetern, Meckerziegen oder Schwarzmalern, die nicht einmal der F-Jugend-Mannschaft den Meistertitel gönnen?
Natürlich sollten wir den anderen Mannschaften ihre Erfolge gönnen und die Leistungen der Sportler und Sportlerinnen würdigen. Es ist jedoch sehr billig von Herrn Klimmt, sich mit den Federn dieser Mannschaften gerade jetzt zu schmücken, wenn die 1. Herrenmannschaft zwei Abstiege in Folge hinter sich hat. Die Jugend- und Damenmannschaften sind ja nicht über Nacht erfolgreich geworden. Die Arbeit, die dort geleistet wird, ist schon seit Jahren mehr als ordentlich. Wenn es nun gelte, "die hervorragenden Rezepte des Jugendbereichs auf die erste Mannschaft zu übertragen"(Zitat Klimmt), müssen wir uns fragen, warum das nicht schon zu Zweitligazeiten umgesetzt wurde.
Warum wurden immer wieder teure Spieler verpflichtet, wenn man auch junge, hungrige Spieler an den Profifußball hätte heranführen können?
Dass es bei den Männern nicht nur "ein bisschen" hapert (die Worte Klimmts sind schon fast ein Euphemismus), haben wir in den vergangenen Jahren zur Genüge gesehen. Jetzt wäre es an der Zeit, die Konsequenzen daraus zu ziehen und den Platz für neue Gestalter freizumachen. Auch Herr Klimmt sollte darüber nachdenken. Seine Worte waren früher diplomatischer, jetzt treffen sie jeden FCS-Fan nur noch wie einen Stich ins Herz.
Quelle:
-Klimmt: "Wir sind ja nicht tot" auf sr-online.de
"Die B-Jugendmannschaft hat den Sprung in die Bundesliga geschafft, die A-Jugend hat den Sprung knapp verpasst. Die Frauen spielen ordentlichen Fußball, nur bei den Männern hapert es jetzt ein bisschen."
-Reinhard Klimmt
Weiterhin erscheint es einem so, als sei der Saisonabschluss für den Gesamtverein 1. FC Saarbrücken mehr als ordentlich. Diese Sicht der Dinge teilte schon der scheidende Präsident Hartmut Ostermann den treuen FCS-Anhängern mit.
Was sollen wir uns denn großartig über den Abstieg der ersten Mannschaft aufregen?
Die Lage beim FCS ist doch so rosig wie schon lange nicht mehr! Unsere Jugendmannschaften sammeln Pokale wie Thorsten Nehrbauer gelbe Karten, die Frauenmannschaft verhilft dem Wappen des FCS zu Glanz, indem sie die blau-schwarze Fahne in der Bundesliga hochhält und die Tischtennisabteilung konnte auch für Achtungserfolge sorgen. Warum sollen wir denn nun diese großartige Leistungen des Gesamtvereins 1. FC Saarbrücken schlechtreden, indem wir Kritik an der laschen Vereinsführung äußern?
Mutieren wir damit nicht selbst zu Miesepetern, Meckerziegen oder Schwarzmalern, die nicht einmal der F-Jugend-Mannschaft den Meistertitel gönnen?
Natürlich sollten wir den anderen Mannschaften ihre Erfolge gönnen und die Leistungen der Sportler und Sportlerinnen würdigen. Es ist jedoch sehr billig von Herrn Klimmt, sich mit den Federn dieser Mannschaften gerade jetzt zu schmücken, wenn die 1. Herrenmannschaft zwei Abstiege in Folge hinter sich hat. Die Jugend- und Damenmannschaften sind ja nicht über Nacht erfolgreich geworden. Die Arbeit, die dort geleistet wird, ist schon seit Jahren mehr als ordentlich. Wenn es nun gelte, "die hervorragenden Rezepte des Jugendbereichs auf die erste Mannschaft zu übertragen"(Zitat Klimmt), müssen wir uns fragen, warum das nicht schon zu Zweitligazeiten umgesetzt wurde.
Warum wurden immer wieder teure Spieler verpflichtet, wenn man auch junge, hungrige Spieler an den Profifußball hätte heranführen können?
Dass es bei den Männern nicht nur "ein bisschen" hapert (die Worte Klimmts sind schon fast ein Euphemismus), haben wir in den vergangenen Jahren zur Genüge gesehen. Jetzt wäre es an der Zeit, die Konsequenzen daraus zu ziehen und den Platz für neue Gestalter freizumachen. Auch Herr Klimmt sollte darüber nachdenken. Seine Worte waren früher diplomatischer, jetzt treffen sie jeden FCS-Fan nur noch wie einen Stich ins Herz.
Quelle:
-Klimmt: "Wir sind ja nicht tot" auf sr-online.de
Mittwoch, Juni 06, 2007
Neuanfang noch weit entfernt
Der Tag X ist gerade einmal vier Tage her und die Ereignisse beim 1. FC Saarbrücken überschlagen sich: Trainer weg, Spieler weg, Präsident weg, Manager bleibt.
Eigentlich könnte man nun frohen Mutes in die Welt gehen und sich denken, dass der Abstieg immerhin den lang erhofften Neuanfang mit sich bringt.
Weit gefehlt!
Es beginnt schon mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhart Klimmt, welcher einerseits jegliche Verantwortung für das sportliche Versagen nicht im Aufsichtsrat sieht, andererseits weiterhin die Legende des von Fans verursachten Scheiterns Henkes verbreitet.
Genau solche Aussagen im Vorfeld einer eigens angekündigten Mitgliederversammlung in Interviews zu tätigen, erfordert besonderes taktisches (Un-)Geschick, da sich auch der Aufsichtsrat der Verantwortung nicht entziehen kann.
Wer hat denn in der Vergangenheit ein überfordertes Präsidium weiterarbeiten lassen, bis der FCS schließlich in der Oberliga gelandet ist?
Ein weiterer Schlag in das Gesicht aller Fans ist die Anregung, den scheidenden Präsidenten in den Aufsichtsrat zu integrieren. Hier läuft man Gefahr, dass in Zukunft die Machtverhältnisse nur auf dem Papier neu geregelt werden. Dass der Hauptsponsor sein Engagement weiterführen will, ist zwar recht löblich, jedoch muss die Frage gestellt werden, was daran denn nun der geforderte Neuaufbau ist.
Wenn jetzt nicht endlich ein Paradigmenwechsel stattfindet, muss man sich nicht wundern, wenn der FCS in einem Jahr fünftklassig spielt.
Um einen geregelten und sinnvollen Neuaufbau in Saarbrücken durchzuführen, ist es unabdinglich, dass Meiser, Ostermann und Klimmt ihre Positionen als Entscheidungsträger abgeben und Platz für neue Ideen, neue Funktionäre geschaffen wird. Tatsächlich sind Ostermann und Meiser noch solange "kommissarisch" in ihren Ämtern, bis ihre Nachfolger gewählt sind. Und das kann noch dauern. Ein möglicher Kandidat hat mit Michael Arnold schon abgesagt.
Aus Fansicht wäre es begrüßenswert, wenn anstelle eines weiteren Vertreters aus Wirtschaft oder Politik endlich mal ein ehemaliger FCS-Spieler die Verantwortung übernehmen würde und für das Präsidentenamt kandidiert. Obwohl die Aufgabe selbst wohl eine Herausforderung wäre, hätte man endlich wieder die Möglichkeit, sich mit einem Vereinsfunktionär zu identifizieren, was dessen Start in den Neuaufbau sicherlich erleichtern würde. Die Erwartungen müssen hierbei schließlich realistisch bleiben und darfen nicht in irgendwelche Träumereien ausufern. An solchen Verhaltensweisen ist auch das Präsidium um Ostermann gescheitert, da Anspruch und Realität oftmals zu weit auseinanderklafften.
Im Vorfeld der nun angekündigten Mitgliederversammlung muss jedem stimmberechtigten Mitglied bewusst werden, dass eine schwierige Entscheidung in ihren Händen liegt und jede einzelne Stimme zählt. Deshalb ist es wichtig, vorbereitet zu dieser Veranstaltung zu gehen und die Zukunft des Vereins mitzugestalten.
Für einen echten Neuaufbau mit neuen Leuten!
Link zum aktuellen Thema:
-Interviews mit verschiedenen Fans auf sr-online
Eigentlich könnte man nun frohen Mutes in die Welt gehen und sich denken, dass der Abstieg immerhin den lang erhofften Neuanfang mit sich bringt.
Weit gefehlt!
Es beginnt schon mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhart Klimmt, welcher einerseits jegliche Verantwortung für das sportliche Versagen nicht im Aufsichtsrat sieht, andererseits weiterhin die Legende des von Fans verursachten Scheiterns Henkes verbreitet.
Genau solche Aussagen im Vorfeld einer eigens angekündigten Mitgliederversammlung in Interviews zu tätigen, erfordert besonderes taktisches (Un-)Geschick, da sich auch der Aufsichtsrat der Verantwortung nicht entziehen kann.
Wer hat denn in der Vergangenheit ein überfordertes Präsidium weiterarbeiten lassen, bis der FCS schließlich in der Oberliga gelandet ist?
Ein weiterer Schlag in das Gesicht aller Fans ist die Anregung, den scheidenden Präsidenten in den Aufsichtsrat zu integrieren. Hier läuft man Gefahr, dass in Zukunft die Machtverhältnisse nur auf dem Papier neu geregelt werden. Dass der Hauptsponsor sein Engagement weiterführen will, ist zwar recht löblich, jedoch muss die Frage gestellt werden, was daran denn nun der geforderte Neuaufbau ist.
Wenn jetzt nicht endlich ein Paradigmenwechsel stattfindet, muss man sich nicht wundern, wenn der FCS in einem Jahr fünftklassig spielt.
Um einen geregelten und sinnvollen Neuaufbau in Saarbrücken durchzuführen, ist es unabdinglich, dass Meiser, Ostermann und Klimmt ihre Positionen als Entscheidungsträger abgeben und Platz für neue Ideen, neue Funktionäre geschaffen wird. Tatsächlich sind Ostermann und Meiser noch solange "kommissarisch" in ihren Ämtern, bis ihre Nachfolger gewählt sind. Und das kann noch dauern. Ein möglicher Kandidat hat mit Michael Arnold schon abgesagt.
Aus Fansicht wäre es begrüßenswert, wenn anstelle eines weiteren Vertreters aus Wirtschaft oder Politik endlich mal ein ehemaliger FCS-Spieler die Verantwortung übernehmen würde und für das Präsidentenamt kandidiert. Obwohl die Aufgabe selbst wohl eine Herausforderung wäre, hätte man endlich wieder die Möglichkeit, sich mit einem Vereinsfunktionär zu identifizieren, was dessen Start in den Neuaufbau sicherlich erleichtern würde. Die Erwartungen müssen hierbei schließlich realistisch bleiben und darfen nicht in irgendwelche Träumereien ausufern. An solchen Verhaltensweisen ist auch das Präsidium um Ostermann gescheitert, da Anspruch und Realität oftmals zu weit auseinanderklafften.
Im Vorfeld der nun angekündigten Mitgliederversammlung muss jedem stimmberechtigten Mitglied bewusst werden, dass eine schwierige Entscheidung in ihren Händen liegt und jede einzelne Stimme zählt. Deshalb ist es wichtig, vorbereitet zu dieser Veranstaltung zu gehen und die Zukunft des Vereins mitzugestalten.
Für einen echten Neuaufbau mit neuen Leuten!
Link zum aktuellen Thema:
-Interviews mit verschiedenen Fans auf sr-online
Sonntag, Juni 03, 2007
Kurswechsel oder nicht?
Der FCS ist noch keine zwei Tage abgestiegen und schon gab es die ersten personellen Konsequenzen:
-Ostermann und Meiser treten zurück
-Philippe wird die 1. Mannschaft nicht mehr trainieren
-Loos will beim FCS bleiben
Somit ist für viele die Welt wieder in Ordnung. Doch eigentlich bleiben zu viele brisante Fragen offen, als dass man sich nun zurücklehnen könnte und den Neuanfang gelassen sieht.
Wer trägt die Schuld am Abstieg?
In erster Linie natürlich die Mannschaft, so habe ich es auch schon in meinem Offenen Brief formuliert. Darf man Mike Frantz glauben, war der Adressat jedoch der Falsche. Im SR-Interview sagte er, dass sich die Spieler nie zu einer Mannschaft gefunden hätten, auch wenn es mal kurzzeitige Verbesserungen gab. Auch die Qualität der Spieler scheint nicht ganz gestimmt zu haben, selbst wenn man herausragende Torschützen wie Jäger und Saglik im Kader hatte.
Desweiteren sind die Übungsleiter zu nennen. Zuerst war mit Michael Henke ein Mann im Amt, der zwar einige Präferenzen vorzuweisen hatte, aber schon früh Autorität, taktisches Geschick und vor allem ein konditionsförderndes Training vermissen ließ. Nachfolger Philippe setzte diesen Kurs fort.
Das Präsidium um Ostermann hat sicherlich den größten Anteil daran, dass unser Verein vor dem Abgrund steht. Vor Jahren wurde als Fernziel die Bundesliga ausgegeben, nun lautet die Spielklasse Oberliga. Dass Geld ohne anständiges Management im Fußball nichts wert ist, wurde damit eindrucksvoll bewiesen. Zwischenzeitliche Hochs konnten den Trend nach unten hin nicht verdecken. Aktionen wie der Ordnereinsatz beim Rostockspiel oder der Scheinrücktritt von Dr. Coen haben der Führungsetage jegliche Glaubwürdigkeit genommen.
Sind wir Fans Schuld?
Es gibt einige Stimmen, die immer wieder den Fans zumindest eine Teilschuld am sportlichen(!) Versagen attestieren wollen. Reinhard Klimmt beharrt so auf der Meinung, welche auch bei der offiziellen Pressemitteilung nach außen getragen wurde: die Fans seien Schuld daran, dass Henke nicht in Ruhe arbeiten konnte.
Tatsächlich stand Henke schnell im Brennpunkt der Fankritik. Jedoch ist es maßlos überzogen, den zahlenden Anhängern eines Vereins die Schuld für das Versagen der Sportler zu geben. Ein erfahrener (Co-)Trainer wie Henke hätte auch mit dem FCS-Umfeld zurecht werden können, selbst wenn ihm seine Tätigkeit beim roten Erzrivalen noch lange angehaftet hätte.
Die Schuld bei Einzelaktionen wie der Pyroattacke auf das Spielfeld gegen Stuttgart oder "Vorstand raus!"-Rufen zu suchen, ist billig, wenn man betrachtet, dass die entscheidenden Punkte gegen den FCK II verspielt wurden und die fundierte Vorstandskritik mehr als berechtigt war. Schließlich hat die Mannschaft auch in den Spielen versagt, in denen es die bedingungslose Unterstützung seiner Anhänger erfahren hatte. Dass Klimmt diesen Fans Schuld zuweist, ist ein weiteres Armutszeugnis der Führungsriege des FCS.
Wie geht es weiter?
Wenn man den Presseberichten glauben darf, so wird uns der Hauptsponsor erhalten bleiben. Einerseits stellt man damit sicher, dass Geld vorhanden ist, andererseits verliert man damit keinesfalls die Abhängigkeit zu Ostermann. Ein fader Beischmack bleibt, obwohl Ex-Vize Meiser in der SR-Sportarena betonte, dass es schwierig sei, im Saarland potenzielle Sponsoren zu finden. Dabei sollte eigentlich die Frage fallen, ob nicht das Image eines Vereins und seiner Führungsetage ein nicht unwesentlicher Faktor bei der Suche nach neuen Geldgebern ist.
Weiter geht es laut Loos auch innerhalb der nächsten acht Tage mit einem neuen Trainer. Die Spekulationen in den Fanforen gehen üblicherweise in Richtung Michael Krüger, welcher schon in Braunschweig mit Loos zusammenarbeitete.
Daneben soll es laut Klimmt schon in der kommenden Woche eine Mitgliederversammlung geben, was jedoch ein Verstoß gegen die Vereinssatzung wäre, die eine Einberufungsfrist von zwei Wochen vorschreibt.
Seltsamerweise wird wohl auch eine der umstrittensten Personalien dem FCS erhalten bleiben: Dr. Coen als Geschäftsführer.
Es bleibt abzuwarten, ob die Rücktritte von Meiser und Ostermann Grund zur Freude sind oder ob in Wirklichkeit kein Kurswechsel stattfindet und die Machtverhältnisse bestehen bleiben. Das wäre Gift für einen Neuaufbau in der Oberliga.
-Ostermann und Meiser treten zurück
-Philippe wird die 1. Mannschaft nicht mehr trainieren
-Loos will beim FCS bleiben
Somit ist für viele die Welt wieder in Ordnung. Doch eigentlich bleiben zu viele brisante Fragen offen, als dass man sich nun zurücklehnen könnte und den Neuanfang gelassen sieht.
Wer trägt die Schuld am Abstieg?
In erster Linie natürlich die Mannschaft, so habe ich es auch schon in meinem Offenen Brief formuliert. Darf man Mike Frantz glauben, war der Adressat jedoch der Falsche. Im SR-Interview sagte er, dass sich die Spieler nie zu einer Mannschaft gefunden hätten, auch wenn es mal kurzzeitige Verbesserungen gab. Auch die Qualität der Spieler scheint nicht ganz gestimmt zu haben, selbst wenn man herausragende Torschützen wie Jäger und Saglik im Kader hatte.
Desweiteren sind die Übungsleiter zu nennen. Zuerst war mit Michael Henke ein Mann im Amt, der zwar einige Präferenzen vorzuweisen hatte, aber schon früh Autorität, taktisches Geschick und vor allem ein konditionsförderndes Training vermissen ließ. Nachfolger Philippe setzte diesen Kurs fort.
Das Präsidium um Ostermann hat sicherlich den größten Anteil daran, dass unser Verein vor dem Abgrund steht. Vor Jahren wurde als Fernziel die Bundesliga ausgegeben, nun lautet die Spielklasse Oberliga. Dass Geld ohne anständiges Management im Fußball nichts wert ist, wurde damit eindrucksvoll bewiesen. Zwischenzeitliche Hochs konnten den Trend nach unten hin nicht verdecken. Aktionen wie der Ordnereinsatz beim Rostockspiel oder der Scheinrücktritt von Dr. Coen haben der Führungsetage jegliche Glaubwürdigkeit genommen.
Sind wir Fans Schuld?
Es gibt einige Stimmen, die immer wieder den Fans zumindest eine Teilschuld am sportlichen(!) Versagen attestieren wollen. Reinhard Klimmt beharrt so auf der Meinung, welche auch bei der offiziellen Pressemitteilung nach außen getragen wurde: die Fans seien Schuld daran, dass Henke nicht in Ruhe arbeiten konnte.
Tatsächlich stand Henke schnell im Brennpunkt der Fankritik. Jedoch ist es maßlos überzogen, den zahlenden Anhängern eines Vereins die Schuld für das Versagen der Sportler zu geben. Ein erfahrener (Co-)Trainer wie Henke hätte auch mit dem FCS-Umfeld zurecht werden können, selbst wenn ihm seine Tätigkeit beim roten Erzrivalen noch lange angehaftet hätte.
Die Schuld bei Einzelaktionen wie der Pyroattacke auf das Spielfeld gegen Stuttgart oder "Vorstand raus!"-Rufen zu suchen, ist billig, wenn man betrachtet, dass die entscheidenden Punkte gegen den FCK II verspielt wurden und die fundierte Vorstandskritik mehr als berechtigt war. Schließlich hat die Mannschaft auch in den Spielen versagt, in denen es die bedingungslose Unterstützung seiner Anhänger erfahren hatte. Dass Klimmt diesen Fans Schuld zuweist, ist ein weiteres Armutszeugnis der Führungsriege des FCS.
Wie geht es weiter?
Wenn man den Presseberichten glauben darf, so wird uns der Hauptsponsor erhalten bleiben. Einerseits stellt man damit sicher, dass Geld vorhanden ist, andererseits verliert man damit keinesfalls die Abhängigkeit zu Ostermann. Ein fader Beischmack bleibt, obwohl Ex-Vize Meiser in der SR-Sportarena betonte, dass es schwierig sei, im Saarland potenzielle Sponsoren zu finden. Dabei sollte eigentlich die Frage fallen, ob nicht das Image eines Vereins und seiner Führungsetage ein nicht unwesentlicher Faktor bei der Suche nach neuen Geldgebern ist.
Weiter geht es laut Loos auch innerhalb der nächsten acht Tage mit einem neuen Trainer. Die Spekulationen in den Fanforen gehen üblicherweise in Richtung Michael Krüger, welcher schon in Braunschweig mit Loos zusammenarbeitete.
Daneben soll es laut Klimmt schon in der kommenden Woche eine Mitgliederversammlung geben, was jedoch ein Verstoß gegen die Vereinssatzung wäre, die eine Einberufungsfrist von zwei Wochen vorschreibt.
Seltsamerweise wird wohl auch eine der umstrittensten Personalien dem FCS erhalten bleiben: Dr. Coen als Geschäftsführer.
Es bleibt abzuwarten, ob die Rücktritte von Meiser und Ostermann Grund zur Freude sind oder ob in Wirklichkeit kein Kurswechsel stattfindet und die Machtverhältnisse bestehen bleiben. Das wäre Gift für einen Neuaufbau in der Oberliga.
Samstag, Juni 02, 2007
Der Tag X
Ich sage jetzt, ohne dass ich übertreiben will:
Heute ist der wichtigste Tag für die weitere Zukunft des FCS!
Zur Erklärung: Ein Abstieg würde für den FCS bedeuten, dass man zur nächsten Saison in der Oberliga spielen wird. Diese wird in absehbarer Zeit nur noch die fünfthöchste Spielklasse im deutschen Fußball darstellen. Der FCS hätte sich damit die einmailige Chance verbaut, 2007/08 um einen Startplatz in der neuen 3. Profiliga zu kämpfen. Stattdessen hätte man den Abstieg vollzogen, den andere saarländische Traditionsvereine wie Neunkirchen oder Völklingen bereits hinter sich haben.
Doch zurück zur aktuellen Situation. Die Tabelle sieht folgendermaßen aus:
11. FC Bayern II 43
12. 1. FC Saarbrücken 42
13. Karlsruher SC II 42
14. Sportfr. Siegen 41
15. 1860 München II 40
16. SV Darmstadt 39
Es verhält sich also mit dem Klassenerhalt immernoch genauso wie in den letzten Wochen: Der FCS hat alles in seiner eigenen Hand!
Problem:
Der Gegner ist diese Woche nicht die schwächste Mannschaft der Liga, sondern die Reserve des neuen deutschen Meisters. Und ein Spieler hat sogar noch eine offene Rechnung mit dem FCS.
Die Ausgangslage ist klar: sollte der FCS sein Spiel gewinnen, ist der Klassenerhalt geschafft. Dem FCS würde es auch reichen, wenn Kassel und Bayern München II ihre Heimspiele gewinnen. Sollten diese Mannschaften verlieren, wären Siege für Reutlingen und den FCK II(!) die letzte Lebensversicherung für die Blau-Schwarzen (Muss ich erwähnen, dass es sehr glücklich, jedoch auch peinlich wäre, wenn der FCS die Schützenhilfe anderer benötigt?)
Ich habe die Hoffnung längst noch nicht verloren, aber mir auch meine Gedanken darüber gemacht, was passieren könnte, wenn der FCS tatsächlich die Blamage perfekt macht. Und ich bin ehrlich: man kann es noch nicht sagen. Niemand weiß, ob Ostermann weiterhin in Saarbrücken bleiben würde, niemand kann jetzt schon sagen, ob der FCS auch den Gang in die Oberliga antreten würde.
Um es mit anderen Worten zu sagen: noch bin ich ratlos wie Didier Philippe!
Ich glaube jedoch daran, dass der FCS es nicht zu diesem Fall kommen lässt und dass wir auch am Montag wieder normal zu unserer Arbeit/ in unsere Schule gehen können, ohne uns den Spott der FCS-Hasser anhören zu müssen. Der Schaden ist zwar schon groß, aber ich glaube/hoffe, dass der Totalschaden ausbleibt. Heute Nachmittag wissen wir mehr!
Das Spiel in der Livebetrachtung:
14:53 Uhr:
Jetzt müssen wir doch auf die Schützenhilfe anderer hoffen! Stuttgart führt 1:0! Bei Kassel gegen 1860 II steht es schon 1:1. Der Abstieg ist keineswegs utopisch, auch wenn das unser Vorstand lange Zeit glaubte.
14:55 Uhr:
Gerade hab ich gesehen, dass es schon 2:0 für Stuttgart steht. Was haben das Trainingslager und die ganzen Durchhalteparolen genutzt?
15:01 Uhr:
Das Drama geht weiter. 1860 II führt in Kassel nach einem Foulelfmeter mit 2:1. Das kann nur ein böser Traum sein.
15:04 Uhr:
Die Freunde des FCH aus Kassel zeigen keine ernsthafte Gegenwehr und lassen den Münchner Löwen viele Räume: 3:1
Der FCS bleibt unverändert schlecht, viel zu schlecht für die Regionalliga.
15:15 Uhr:
Philippe nimmt den langsamen Mittelfeldmann Gebhardt raus und bringt schon sehr früh Saglik. Ob das noch was hilft?
Halbzeit:
Der FCS geht mit großen Schritten Richtung Oberliga. Mit 2:0 für Stuttgart zur Pause dürfte es schwer sein, nochmal zurück zu schlagen. Die 2. Mannschaft des TSV 1860 München führt in Kassel mit 4:2 und tatsächlich hält uns im Moment nur das Unentschieden des FCK II gegen Siegen (in Leverkusen!) in der Regionalliga. Aber wenn die spätestens jetzt erfahren, wie es beim FCS steht, wird es wohl den Pfälzern eine Freude sein, uns absteigen zu sehen.
12 1860 München II 34 3 43
13 Karlsruher SC II 34 0 43
14 1. FC Saarbrücken 34 2 42
15 Sportfr. Siegen 34 2 42
16 SV Darmstadt 98 34 -10 40
15:44 Uhr:
Der FCS spielt unverändert: mutlos, lustlos, charakterlos.
1860 II dürfte sich mit dem 5:2 in Kassel wohl gerettet haben, während uns die Lauternreserve immernoch in der Liga hält. So langsam wäre ein Tor für Reutlingen auch gut zur Beruhigung.
15:50 Uhr:
Alles sägt an meinen Nerven. Die Musik in der SR3-Fußballkonferenz, das Ergebnis in Leverkusen. Endlich kommt ein wenig Fußball. Jetzt erstmal einen Earl Grey trinken, für die Nerven. Kann das wirklich sein, was hier und heute passiert?
15:54 Uhr:
Das wars. Mein Earl Grey ist gerade fertig geworden, da kommt die Meldung, dass Siegen das 1:0 gegen den FCK erzielt hat. Wie hätte es auch anders kommen sollen? Nun bleibt in den kommenden 20 Minuten nur noch die Hoffnung auf Reutlingen, die den FCS noch retten könnten. Es sieht düster aus.
16:00 Uhr:
JAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!! REUTLINGEN!!!!!
16:04 Uhr:
Und wieder heißt es "Oberliga FCS". Karlsruhe gleicht gegen Reutlingen aus.
16:15 Uhr:
Es dürften noch Sekunden sein, bis das Kapitel "Regionalliga" für den FCS beendet ist.
16:17 Uhr:
Abpfiff. Was macht Reutlingen?
16:26 Uhr:
Keine Meldung mehr zu Reutlingen, alle Webseiten brechen zusammen. Ich denke, dass es das endgültig war.
DANKE FÜR NICHTS, IHR VERSAGER!
Heute ist der wichtigste Tag für die weitere Zukunft des FCS!
Zur Erklärung: Ein Abstieg würde für den FCS bedeuten, dass man zur nächsten Saison in der Oberliga spielen wird. Diese wird in absehbarer Zeit nur noch die fünfthöchste Spielklasse im deutschen Fußball darstellen. Der FCS hätte sich damit die einmailige Chance verbaut, 2007/08 um einen Startplatz in der neuen 3. Profiliga zu kämpfen. Stattdessen hätte man den Abstieg vollzogen, den andere saarländische Traditionsvereine wie Neunkirchen oder Völklingen bereits hinter sich haben.
Doch zurück zur aktuellen Situation. Die Tabelle sieht folgendermaßen aus:
11. FC Bayern II 43
12. 1. FC Saarbrücken 42
13. Karlsruher SC II 42
14. Sportfr. Siegen 41
15. 1860 München II 40
16. SV Darmstadt 39
Es verhält sich also mit dem Klassenerhalt immernoch genauso wie in den letzten Wochen: Der FCS hat alles in seiner eigenen Hand!
Problem:
Der Gegner ist diese Woche nicht die schwächste Mannschaft der Liga, sondern die Reserve des neuen deutschen Meisters. Und ein Spieler hat sogar noch eine offene Rechnung mit dem FCS.
Die Ausgangslage ist klar: sollte der FCS sein Spiel gewinnen, ist der Klassenerhalt geschafft. Dem FCS würde es auch reichen, wenn Kassel und Bayern München II ihre Heimspiele gewinnen. Sollten diese Mannschaften verlieren, wären Siege für Reutlingen und den FCK II(!) die letzte Lebensversicherung für die Blau-Schwarzen (Muss ich erwähnen, dass es sehr glücklich, jedoch auch peinlich wäre, wenn der FCS die Schützenhilfe anderer benötigt?)
Ich habe die Hoffnung längst noch nicht verloren, aber mir auch meine Gedanken darüber gemacht, was passieren könnte, wenn der FCS tatsächlich die Blamage perfekt macht. Und ich bin ehrlich: man kann es noch nicht sagen. Niemand weiß, ob Ostermann weiterhin in Saarbrücken bleiben würde, niemand kann jetzt schon sagen, ob der FCS auch den Gang in die Oberliga antreten würde.
Um es mit anderen Worten zu sagen: noch bin ich ratlos wie Didier Philippe!
Ich glaube jedoch daran, dass der FCS es nicht zu diesem Fall kommen lässt und dass wir auch am Montag wieder normal zu unserer Arbeit/ in unsere Schule gehen können, ohne uns den Spott der FCS-Hasser anhören zu müssen. Der Schaden ist zwar schon groß, aber ich glaube/hoffe, dass der Totalschaden ausbleibt. Heute Nachmittag wissen wir mehr!
Das Spiel in der Livebetrachtung:
14:53 Uhr:
Jetzt müssen wir doch auf die Schützenhilfe anderer hoffen! Stuttgart führt 1:0! Bei Kassel gegen 1860 II steht es schon 1:1. Der Abstieg ist keineswegs utopisch, auch wenn das unser Vorstand lange Zeit glaubte.
14:55 Uhr:
Gerade hab ich gesehen, dass es schon 2:0 für Stuttgart steht. Was haben das Trainingslager und die ganzen Durchhalteparolen genutzt?
15:01 Uhr:
Das Drama geht weiter. 1860 II führt in Kassel nach einem Foulelfmeter mit 2:1. Das kann nur ein böser Traum sein.
15:04 Uhr:
Die Freunde des FCH aus Kassel zeigen keine ernsthafte Gegenwehr und lassen den Münchner Löwen viele Räume: 3:1
Der FCS bleibt unverändert schlecht, viel zu schlecht für die Regionalliga.
15:15 Uhr:
Philippe nimmt den langsamen Mittelfeldmann Gebhardt raus und bringt schon sehr früh Saglik. Ob das noch was hilft?
Halbzeit:
Der FCS geht mit großen Schritten Richtung Oberliga. Mit 2:0 für Stuttgart zur Pause dürfte es schwer sein, nochmal zurück zu schlagen. Die 2. Mannschaft des TSV 1860 München führt in Kassel mit 4:2 und tatsächlich hält uns im Moment nur das Unentschieden des FCK II gegen Siegen (in Leverkusen!) in der Regionalliga. Aber wenn die spätestens jetzt erfahren, wie es beim FCS steht, wird es wohl den Pfälzern eine Freude sein, uns absteigen zu sehen.
12 1860 München II 34 3 43
13 Karlsruher SC II 34 0 43
14 1. FC Saarbrücken 34 2 42
15 Sportfr. Siegen 34 2 42
16 SV Darmstadt 98 34 -10 40
15:44 Uhr:
Der FCS spielt unverändert: mutlos, lustlos, charakterlos.
1860 II dürfte sich mit dem 5:2 in Kassel wohl gerettet haben, während uns die Lauternreserve immernoch in der Liga hält. So langsam wäre ein Tor für Reutlingen auch gut zur Beruhigung.
15:50 Uhr:
Alles sägt an meinen Nerven. Die Musik in der SR3-Fußballkonferenz, das Ergebnis in Leverkusen. Endlich kommt ein wenig Fußball. Jetzt erstmal einen Earl Grey trinken, für die Nerven. Kann das wirklich sein, was hier und heute passiert?
15:54 Uhr:
Das wars. Mein Earl Grey ist gerade fertig geworden, da kommt die Meldung, dass Siegen das 1:0 gegen den FCK erzielt hat. Wie hätte es auch anders kommen sollen? Nun bleibt in den kommenden 20 Minuten nur noch die Hoffnung auf Reutlingen, die den FCS noch retten könnten. Es sieht düster aus.
16:00 Uhr:
JAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!! REUTLINGEN!!!!!
16:04 Uhr:
Und wieder heißt es "Oberliga FCS". Karlsruhe gleicht gegen Reutlingen aus.
16:15 Uhr:
Es dürften noch Sekunden sein, bis das Kapitel "Regionalliga" für den FCS beendet ist.
16:17 Uhr:
Abpfiff. Was macht Reutlingen?
16:26 Uhr:
Keine Meldung mehr zu Reutlingen, alle Webseiten brechen zusammen. Ich denke, dass es das endgültig war.
DANKE FÜR NICHTS, IHR VERSAGER!
Mittwoch, Mai 30, 2007
Meister der Freikarten
Ich habe eine gewisse Zeit lang, mit dem Gedanken gespielt, für den heutigen Beitrag im FCSBlog einfach nur auf den Beitrag "Der Kunde ist König", der vor ca. einem Jahr entstand, zu verlinken. So einfach will ich mich dann doch nicht aus der Affäre ziehen und liefere wenigstens erneut ein paar Denkanstöße zum leidigen Thema "Freikarten".
Zunächst einmal ist eine Freikartenaktion ein positives Zeichen seitens des Vereins. Es demonstriert gute Absichten gegenüber den Fans und zeigt, dass man diesen einen hohen Stellenwert zuweist. Wenn man seinen Fans sogar die Auswärtsfahrt bezahlt, gibt man auch denen die Chance, ein Spiel in der Fremde zu sehen, die normalerweise aufgrund Geldmangels die Reise nicht antreten. Schließlich liegt der Preis für eine Busfahrt schon durchschnittlich bei 20 €. Hinzu kommen noch die Kosten für den Eintritt und die Verpflegung, sodass man am Ende schon bei 30-40 € für ein einziges Spiel landen kann.
Es ist auch ein gutes Zeichen, dass gerade in solch einem wichtigen Spiel; es geht schließlich in Stuttgart um nicht weniger als den Klassenerhalt, der FCS auf die Unterstützung seiner Fans setzt. Die Botschaft, die hinter der Freikartenaktion steht, ist deutlich: die Mannschaft braucht in Stuttgart die Unterstützung der Fans. Indem man die Fahrt spendiert, sichert man sich zumindest die Anwesenheit zahlreicher Anhänger in der Ferne. Doch ist das wirklich das, was für die Unterstützung alleine reicht?
Dass Masse allein für ein runden, abwechslungsreiche Support der Mannschaft sorgt, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Bei 750 Leuten wird man nicht erleben, dass jeder über 90 Minuten den Verein anfeuert. Man darf sich eher darauf einstellen, dass die akustische Unterstützung von denselben Personen geleistet wird, die auch bei den Auswärtsspielen, die nicht vom Verein spendiert werden, dafür sorgen.
Natürlich muss man nicht von jedem Mitfahrer erwarten, dass er die Mannschaft mittels Gesängen nach vorne peitscht. Viele wollen sich sicher nur in Ruhe das Spiel ansehen. Jedoch sollten diese Leute auch den aktiven und engagierten Fans den Freiraum lassen, den sie zur Entfaltung brauchen. Wer sich von den Gesängen oder Schwenkfahnen gestört fühlt, stellt sich einfach an einen Ort, von dem aus er das Spiel in Ruhe und bei bester Sicht verfolgen kann. Ein gegenseitiges Anprangern der Art und Weise, wie man seine Zugehörigkeit zum FCS auslebt, ist zurzeit unangebracht.
Jedem stehen seine Freiheiten zu!
Was mich jedoch an der Freikartenaktion zum Stuttgartspiel wirklich stört, hat sich schon in den einleitenden Worten zu diesem Beitrag angekündigt: man wird den Eindruck nicht los, dass sich die FCS-Verantwortlichen "freikaufen" wollen. Diese werden sich wohl darüber im Klaren sein, dass trotz aller Erfolge der Frauen- und Jugendmannschaften die vergangenen beiden Jahre von Peinlichkeiten und Misserfolg geprägt war. Der zweite Abstieg in Serie würde dieser Misere, die von Skandalen, Niederlagen und Kritik am Präsidium geprägt ist, nur eine weitere Krone aufsetzen.
In dieser Saison gab es auffällig viele Freikartenaktionen. Vor allem in den ersten Heimspielen gab es Freikarten im Überfluss und es gab praktisch jedes zweite Wochendende einen speziellen Aktionstag.
Die Frage ist, ob sich hier ein ehrliches, schlechtes Gewissen gegenüber den Fans zeigt oder ob man nur die Anhänger bei Laune halten will, um jegliche Kritik verstummen zu lassen.
Die Freikartenaktionen in ihrer Fülle beim FCS 06/07 wirken irgendwann nicht mehr allzu glaubwürdig. Sie stumpfen immer zu einer fast gezwungenen Entschuldigung an die Fans ab.
Ich kann meine Wort vom 11.05.2006 nur noch einmal wiederholen:
Die Bedürfnisse eines Kunden hat der FCS vielleicht erfüllt, aber nicht die eines Fans!
Sportlicher Erfolg kann nicht durch irgendwelche Freikartengeschenke ersetzt werden. Was nützen einem Freifahrten nach Baden-Württemberg, wenn man in der kommenden Saison vielleicht nur noch nach Neunkirchen oder Wirges reisen kann?
Wenn Schalke 04 für viele der "Meister der Herzen" ist, so steht der Titel "Meister der Freikarten" zweifellos dem 1. FC Saarbrücken zu. Viel gebracht hat es bis jetzt keinem von beiden.
Zunächst einmal ist eine Freikartenaktion ein positives Zeichen seitens des Vereins. Es demonstriert gute Absichten gegenüber den Fans und zeigt, dass man diesen einen hohen Stellenwert zuweist. Wenn man seinen Fans sogar die Auswärtsfahrt bezahlt, gibt man auch denen die Chance, ein Spiel in der Fremde zu sehen, die normalerweise aufgrund Geldmangels die Reise nicht antreten. Schließlich liegt der Preis für eine Busfahrt schon durchschnittlich bei 20 €. Hinzu kommen noch die Kosten für den Eintritt und die Verpflegung, sodass man am Ende schon bei 30-40 € für ein einziges Spiel landen kann.
Es ist auch ein gutes Zeichen, dass gerade in solch einem wichtigen Spiel; es geht schließlich in Stuttgart um nicht weniger als den Klassenerhalt, der FCS auf die Unterstützung seiner Fans setzt. Die Botschaft, die hinter der Freikartenaktion steht, ist deutlich: die Mannschaft braucht in Stuttgart die Unterstützung der Fans. Indem man die Fahrt spendiert, sichert man sich zumindest die Anwesenheit zahlreicher Anhänger in der Ferne. Doch ist das wirklich das, was für die Unterstützung alleine reicht?
Dass Masse allein für ein runden, abwechslungsreiche Support der Mannschaft sorgt, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Bei 750 Leuten wird man nicht erleben, dass jeder über 90 Minuten den Verein anfeuert. Man darf sich eher darauf einstellen, dass die akustische Unterstützung von denselben Personen geleistet wird, die auch bei den Auswärtsspielen, die nicht vom Verein spendiert werden, dafür sorgen.
Natürlich muss man nicht von jedem Mitfahrer erwarten, dass er die Mannschaft mittels Gesängen nach vorne peitscht. Viele wollen sich sicher nur in Ruhe das Spiel ansehen. Jedoch sollten diese Leute auch den aktiven und engagierten Fans den Freiraum lassen, den sie zur Entfaltung brauchen. Wer sich von den Gesängen oder Schwenkfahnen gestört fühlt, stellt sich einfach an einen Ort, von dem aus er das Spiel in Ruhe und bei bester Sicht verfolgen kann. Ein gegenseitiges Anprangern der Art und Weise, wie man seine Zugehörigkeit zum FCS auslebt, ist zurzeit unangebracht.
Jedem stehen seine Freiheiten zu!
Was mich jedoch an der Freikartenaktion zum Stuttgartspiel wirklich stört, hat sich schon in den einleitenden Worten zu diesem Beitrag angekündigt: man wird den Eindruck nicht los, dass sich die FCS-Verantwortlichen "freikaufen" wollen. Diese werden sich wohl darüber im Klaren sein, dass trotz aller Erfolge der Frauen- und Jugendmannschaften die vergangenen beiden Jahre von Peinlichkeiten und Misserfolg geprägt war. Der zweite Abstieg in Serie würde dieser Misere, die von Skandalen, Niederlagen und Kritik am Präsidium geprägt ist, nur eine weitere Krone aufsetzen.
In dieser Saison gab es auffällig viele Freikartenaktionen. Vor allem in den ersten Heimspielen gab es Freikarten im Überfluss und es gab praktisch jedes zweite Wochendende einen speziellen Aktionstag.
Die Frage ist, ob sich hier ein ehrliches, schlechtes Gewissen gegenüber den Fans zeigt oder ob man nur die Anhänger bei Laune halten will, um jegliche Kritik verstummen zu lassen.
Die Freikartenaktionen in ihrer Fülle beim FCS 06/07 wirken irgendwann nicht mehr allzu glaubwürdig. Sie stumpfen immer zu einer fast gezwungenen Entschuldigung an die Fans ab.
Ich kann meine Wort vom 11.05.2006 nur noch einmal wiederholen:
Die Bedürfnisse eines Kunden hat der FCS vielleicht erfüllt, aber nicht die eines Fans!
Sportlicher Erfolg kann nicht durch irgendwelche Freikartengeschenke ersetzt werden. Was nützen einem Freifahrten nach Baden-Württemberg, wenn man in der kommenden Saison vielleicht nur noch nach Neunkirchen oder Wirges reisen kann?
Wenn Schalke 04 für viele der "Meister der Herzen" ist, so steht der Titel "Meister der Freikarten" zweifellos dem 1. FC Saarbrücken zu. Viel gebracht hat es bis jetzt keinem von beiden.
Montag, Mai 28, 2007
FCS-Zitat spezial: Didier Philippe
Als ich neulich mal wieder das interessante, wie vielseitige Weblog von Markus besuchte, laß ich dort den Beitrag "Pauli ist dort, wo Saarbrücken noch hin muss". In seiner kleinen Linksammlung gegen Ende des Beitrags findet man, neben dem Hinweis auf das FCSBlog (danke hierfür!), folgende Bemerkung über unseren Cheftrainer Didier Philippe:
Um sich mal genauer mit den Phrasen des Didier Philippe zu beschäftigen, hatte ich nach diesem Beitrag von Markus die Idee, unserem Trainer einen ganzen Blogbeitrag mit Zitaten zu widmen.
Hier ist also die kleine Top Ten der zehn interessantesten, lustigsten oder verwirrendsten Phillipe-Phrasen:

1. "Ich bin sicher, dass das Team top motiviert sein wird."
Quelle: fc-saarbruecken.de
Das waren die Worte Philippes vor der 0:3-Niederlage beim Aufsteiger aus Kassel.
2. "Marco Gebhardt ist dabei, eine Führungsrolle einzunehmen."
Quelle: fc-saarbruecken.de
Dieser Satz stammt aus der Winterpause. Die an ihn gestellten Erwartungen erfüllte Gebhardt bis heute nur mäßig erfolgreich.
3. "Ich kenne ihn natürlich sehr gut, er verfügt über ein enormes Potenzial, hatte zuletzt aber Verletzungsprobleme."
Quelle: fc-saarbruecken.de
Philippe sprach hier vor dessen Verpflichtung über den möglichen Neuzugang Guillaume Deschamps. Dieser wurde später verpflichtet und fiel bisher nur dadurch auf, unauffällig zu sein.
4. "Die Mannschaft hat super trainiert und wir werden offensiv auftreten."
Quelle: fc-saarbruecken.de
Dies kündigte Philippe vor der 0:4-Niederlage in Darmstadt an.
5. "Hoffentlich wissen die Spieler, wo Elversberg liegt. Wir müssen jetzt über die Emotionen ins Spiel kommen."
Quelle: Saarbrücker Zeitung(SZ) vom 05.05.07 "Philippe: „Spieler in der Pflicht“"
Normalerweise findet man in der Fußballrhetorik nur über den Kampf ins Spiel. Philippe beschwörte jedoch den Derbycharakter des Spiels in Elversberg und ließ so seine Schützlinge über Emotionen ins Spiel kommen.
6. "Einige wissen gar nicht, wo Pirmasens liegt."
Quelle: SZ vom 19.03.07 "Saarländer jubeln für den FKP"
Hier hatte die Beschwörung des angeblich brisanten Südwestderbys nicht geklappt.
7. "Wir müssen Gras fressen."
Quelle: SZ vom 24.03.07 "FCS-Trainer Didier Philippe sucht Mannschaft mit Charakter"
Hier bediente sich Philippe vor dem Spiel gegen die Stuttgarter Kickers eines Klassikers der Fußballrhetorik.
8. "Viel wichtiger ist, wie es mit dem Verein weitergeht."
Quelle: SZ vom 21.05.07 "Saarbrücken sammelt beim Sommerkick einen Punkt ein"
Philippe antwortete(?) hier auf die Frage, warum er erst in der 74. Minute den schwachen Hadji gegen Mahir Saglik einwechselte. Inwiefern die Frage damit beantwortet ist, sei mal dahingestellt.
9. "Wir müssen gewinnen, wir müssen aber auch Geduld haben und mit aller Ruhe unseren Fußball spielen."
Quelle: SZ vom 26.05.07 " FCS fürchtet Erwartungshaltung"
So lauteten die Worte von Didier Philippe vor dem Spiel gegen den FCK II. Dass es am Ende aber doch so ruhig zugeht, hätten wir uns vor dem Spiel nie gewünscht.
10. "Gute Frage (lange Pause). Arbeiten."
Quelle: sr-online.de
Didier Philippe beantwortete hier nach dem 0:0-Unentschieden gegen den FCK II, was denn auf ein "super Spiel" seiner Mannschaft in Stuttgart hoffen lasse. Immerhin scheint Philippe das Grundprinzip der Trainertätigkeit damit verstanden zu haben.
Hoffen wir einfach mal, dass es bis zum entscheidenden Spiel in Stuttgart seine Umsetzung findet und dem FCS endlich den Klassenerhalt sichert. Es wäre dringend an der Zeit!
Homepage FCS: (Noch-)FCS-Trainer Didier Philippe: (ein Phrasendrescher vor dem Herrn): «Werden nicht auf andere Plätze schauen»
Um sich mal genauer mit den Phrasen des Didier Philippe zu beschäftigen, hatte ich nach diesem Beitrag von Markus die Idee, unserem Trainer einen ganzen Blogbeitrag mit Zitaten zu widmen.
Hier ist also die kleine Top Ten der zehn interessantesten, lustigsten oder verwirrendsten Phillipe-Phrasen:
1. "Ich bin sicher, dass das Team top motiviert sein wird."
Quelle: fc-saarbruecken.de
Das waren die Worte Philippes vor der 0:3-Niederlage beim Aufsteiger aus Kassel.
2. "Marco Gebhardt ist dabei, eine Führungsrolle einzunehmen."
Quelle: fc-saarbruecken.de
Dieser Satz stammt aus der Winterpause. Die an ihn gestellten Erwartungen erfüllte Gebhardt bis heute nur mäßig erfolgreich.
3. "Ich kenne ihn natürlich sehr gut, er verfügt über ein enormes Potenzial, hatte zuletzt aber Verletzungsprobleme."
Quelle: fc-saarbruecken.de
Philippe sprach hier vor dessen Verpflichtung über den möglichen Neuzugang Guillaume Deschamps. Dieser wurde später verpflichtet und fiel bisher nur dadurch auf, unauffällig zu sein.
4. "Die Mannschaft hat super trainiert und wir werden offensiv auftreten."
Quelle: fc-saarbruecken.de
Dies kündigte Philippe vor der 0:4-Niederlage in Darmstadt an.
5. "Hoffentlich wissen die Spieler, wo Elversberg liegt. Wir müssen jetzt über die Emotionen ins Spiel kommen."
Quelle: Saarbrücker Zeitung(SZ) vom 05.05.07 "Philippe: „Spieler in der Pflicht“"
Normalerweise findet man in der Fußballrhetorik nur über den Kampf ins Spiel. Philippe beschwörte jedoch den Derbycharakter des Spiels in Elversberg und ließ so seine Schützlinge über Emotionen ins Spiel kommen.
6. "Einige wissen gar nicht, wo Pirmasens liegt."
Quelle: SZ vom 19.03.07 "Saarländer jubeln für den FKP"
Hier hatte die Beschwörung des angeblich brisanten Südwestderbys nicht geklappt.
7. "Wir müssen Gras fressen."
Quelle: SZ vom 24.03.07 "FCS-Trainer Didier Philippe sucht Mannschaft mit Charakter"
Hier bediente sich Philippe vor dem Spiel gegen die Stuttgarter Kickers eines Klassikers der Fußballrhetorik.
8. "Viel wichtiger ist, wie es mit dem Verein weitergeht."
Quelle: SZ vom 21.05.07 "Saarbrücken sammelt beim Sommerkick einen Punkt ein"
Philippe antwortete(?) hier auf die Frage, warum er erst in der 74. Minute den schwachen Hadji gegen Mahir Saglik einwechselte. Inwiefern die Frage damit beantwortet ist, sei mal dahingestellt.
9. "Wir müssen gewinnen, wir müssen aber auch Geduld haben und mit aller Ruhe unseren Fußball spielen."
Quelle: SZ vom 26.05.07 " FCS fürchtet Erwartungshaltung"
So lauteten die Worte von Didier Philippe vor dem Spiel gegen den FCK II. Dass es am Ende aber doch so ruhig zugeht, hätten wir uns vor dem Spiel nie gewünscht.
10. "Gute Frage (lange Pause). Arbeiten."
Quelle: sr-online.de
Didier Philippe beantwortete hier nach dem 0:0-Unentschieden gegen den FCK II, was denn auf ein "super Spiel" seiner Mannschaft in Stuttgart hoffen lasse. Immerhin scheint Philippe das Grundprinzip der Trainertätigkeit damit verstanden zu haben.
Hoffen wir einfach mal, dass es bis zum entscheidenden Spiel in Stuttgart seine Umsetzung findet und dem FCS endlich den Klassenerhalt sichert. Es wäre dringend an der Zeit!
Samstag, Mai 26, 2007
Eine Schande für den FCS
Es gibt Tage, an denen eine gute Tat für viele schlechte Taten in der Vergangenheit entschädigen kann. Solche Chancen bekommt man im Leben wahrlich nicht oft. Und eine dieser Chancen haben die Spieler des FCS heute vergeben:

Mit einem Sieg hätte der FCS schon heute den Klassenerhalt gesichert, was laut Präsident Hartmut Ostermann auch "der Abschluss eines insgesamt ordentlichen Fussball-Jahres"(Zitat aus dem FC-Magazin) wäre. Immerhin haben ja die Frauen den Wiederaufstieg in die Bundesliga gepackt und auch die Resultate der Jugendmannschaften konnten sich sehen lassen. Einzig und allein die erste Mannschaft bildet das Sorgenkind im "Gesamtverein 1. FC Saarbrücken"(Zitat Ostermann).
Es grenzt zwar an Masochismus, das Spiel an dieser Stelle näher zu beschreiben, aber ich will es trotzdem versuchen:
Gegen eine Elf aus Lautern, die ohne große Namen antrat, ließ Philippe überraschenderweise Saglik wieder von Beginn an stürmen. Gebhardt saß zunächst nur auf der Bank.
Eigentlich sollte man meinen, dass mit einer Konstruktion aus jungen, wilden Spielern und gestandenen Spielern wie Hadji und Jäger ein neunzigminütiger Sturmlauf gegen schwache Pfälzer auf dem Programm steht. Doch dazu kam es nicht!
Der FCS war stets bemüht, arbeitete sich tief in die Hälfte der Lauterer vor, kam aber nur selten zu Torchancen. Jäger und Hadji waren stets in Aktion, konnten aber nur selten direkt zum Tor vordringen und versuchten viel zu selten, einfach mal draufzuhalten. Mahir Saglik vergab in der ersten Halbzeiten seine Kopfballchancen. Sonst war diese Hälfte von unnötigen Ballverlusten und großer Lustlosigkeit auf Seiten der Blau-Schwarzen (in den neuen Trikots) geprägt. Auf den Rängen war ein ähnliches, aktustisches Bild zu vernehmen. Viele waren bemüht, die Mannschaft anzufeuern, jedoch gab es immer wieder Leute, die sich in die singende Masse stellten und schwiegen. Jeglicher Kommentar dazu erscheint überflüssig.
Die zweite Hälfte setzte das Grauen fort. Wiederum verstand die Mannschaft es nicht, die wahren Stärken von Jäger und Saglik auszuspielen und versuchte es dummerweise immer wieder über die Flügel, was zwar zu einigen Kopfballchancen führte, welche jedoch kläglich vergeben wurden. Jäger wurde nie so angespielt, dass er den Ball hätte verwerten können. Saglik konnte man sein Formtief deutlich anmerken, sodass er bei seinen Kopfballchancen immer schlecht aussah. Nehrbauer fiel nur durch Ballverluste und einen missratenen Weitschuss auf, während der sonst dauerverletzte Kling den Gästen aus der Pfalz zu ihren wenigen Angriffen verhalf. Trainer Philippe leistete sich dann eine große Aktion: für den technisch unbegabten Nehrbauer brachte er den konditionschwachen Gebhardt. Dieser führte die Linie des Flügelspiels weiter, verhalf der Mannschaft damit aber nicht zum Erfolg. Eine weitere Großchance vergab dabei Gökhan Impis, der kurz vor Schluss eingewechselt wurde. Irgendwann war es dann amtlich: der FCS gewinnt keines seiner Spiele gegen den FCK II (die Mannschaft ohne Sieg in 33 Spielen)

Einige Spieler traten geknickt den Weg in die Kabine an, während andere wie Saglik noch minutenlang mit leerem Blick auf dem Platz blieben.

Auf den Rängen war indessen ein einziges Pfeifkonzert zu vernehmen, welches in "Vorstand raus!" und "Philippe raus!"-Rufe überging. Der FCS hat die große Chance zum Klassenerhalt, den Elfmeter zum Ziel, kläglich vergeben. Man kann dabei noch von Glück sagen, dass auch die Konkurrenz patzte und somit der FCS in Stuttgart noch selbst sein Schicksal beeinflussen kann. Trotzdem steht fest, dass die Mannschaft, die nicht einmal gegen die kleinen roten Teufel, die ganze zehn Punkte (zwei davon vom FCS) in dieser Saison eingefahren hat, gewinnen kann, eine Schande für den "Gesamtverein 1. FC Saarbrücken" ist.
In der Sommerpause muss, egal in welcher Spielklasse man die Saison 07/08 bestreiten wird, ein gewaltiger Umbruch stattfinden!
Mit einem Sieg hätte der FCS schon heute den Klassenerhalt gesichert, was laut Präsident Hartmut Ostermann auch "der Abschluss eines insgesamt ordentlichen Fussball-Jahres"(Zitat aus dem FC-Magazin) wäre. Immerhin haben ja die Frauen den Wiederaufstieg in die Bundesliga gepackt und auch die Resultate der Jugendmannschaften konnten sich sehen lassen. Einzig und allein die erste Mannschaft bildet das Sorgenkind im "Gesamtverein 1. FC Saarbrücken"(Zitat Ostermann).
Es grenzt zwar an Masochismus, das Spiel an dieser Stelle näher zu beschreiben, aber ich will es trotzdem versuchen:
Gegen eine Elf aus Lautern, die ohne große Namen antrat, ließ Philippe überraschenderweise Saglik wieder von Beginn an stürmen. Gebhardt saß zunächst nur auf der Bank.
Eigentlich sollte man meinen, dass mit einer Konstruktion aus jungen, wilden Spielern und gestandenen Spielern wie Hadji und Jäger ein neunzigminütiger Sturmlauf gegen schwache Pfälzer auf dem Programm steht. Doch dazu kam es nicht!
Der FCS war stets bemüht, arbeitete sich tief in die Hälfte der Lauterer vor, kam aber nur selten zu Torchancen. Jäger und Hadji waren stets in Aktion, konnten aber nur selten direkt zum Tor vordringen und versuchten viel zu selten, einfach mal draufzuhalten. Mahir Saglik vergab in der ersten Halbzeiten seine Kopfballchancen. Sonst war diese Hälfte von unnötigen Ballverlusten und großer Lustlosigkeit auf Seiten der Blau-Schwarzen (in den neuen Trikots) geprägt. Auf den Rängen war ein ähnliches, aktustisches Bild zu vernehmen. Viele waren bemüht, die Mannschaft anzufeuern, jedoch gab es immer wieder Leute, die sich in die singende Masse stellten und schwiegen. Jeglicher Kommentar dazu erscheint überflüssig.
Die zweite Hälfte setzte das Grauen fort. Wiederum verstand die Mannschaft es nicht, die wahren Stärken von Jäger und Saglik auszuspielen und versuchte es dummerweise immer wieder über die Flügel, was zwar zu einigen Kopfballchancen führte, welche jedoch kläglich vergeben wurden. Jäger wurde nie so angespielt, dass er den Ball hätte verwerten können. Saglik konnte man sein Formtief deutlich anmerken, sodass er bei seinen Kopfballchancen immer schlecht aussah. Nehrbauer fiel nur durch Ballverluste und einen missratenen Weitschuss auf, während der sonst dauerverletzte Kling den Gästen aus der Pfalz zu ihren wenigen Angriffen verhalf. Trainer Philippe leistete sich dann eine große Aktion: für den technisch unbegabten Nehrbauer brachte er den konditionschwachen Gebhardt. Dieser führte die Linie des Flügelspiels weiter, verhalf der Mannschaft damit aber nicht zum Erfolg. Eine weitere Großchance vergab dabei Gökhan Impis, der kurz vor Schluss eingewechselt wurde. Irgendwann war es dann amtlich: der FCS gewinnt keines seiner Spiele gegen den FCK II (die Mannschaft ohne Sieg in 33 Spielen)
Einige Spieler traten geknickt den Weg in die Kabine an, während andere wie Saglik noch minutenlang mit leerem Blick auf dem Platz blieben.
Auf den Rängen war indessen ein einziges Pfeifkonzert zu vernehmen, welches in "Vorstand raus!" und "Philippe raus!"-Rufe überging. Der FCS hat die große Chance zum Klassenerhalt, den Elfmeter zum Ziel, kläglich vergeben. Man kann dabei noch von Glück sagen, dass auch die Konkurrenz patzte und somit der FCS in Stuttgart noch selbst sein Schicksal beeinflussen kann. Trotzdem steht fest, dass die Mannschaft, die nicht einmal gegen die kleinen roten Teufel, die ganze zehn Punkte (zwei davon vom FCS) in dieser Saison eingefahren hat, gewinnen kann, eine Schande für den "Gesamtverein 1. FC Saarbrücken" ist.
In der Sommerpause muss, egal in welcher Spielklasse man die Saison 07/08 bestreiten wird, ein gewaltiger Umbruch stattfinden!
Freitag, Mai 25, 2007
FCS-Zitat der Woche (8)
Diese Woche beschäftigt sich das FCS-Zitat der Woche mit dem Thema "Mathematik" und doch erteilt Manager Wolfgang Loos gerade dem Rechnen eine klare Absage:
Loos bezieht sich damit auf den Abstiegskampf, der rein vom rechnerischen her noch bis zum achten Tabellenplatz(Stuttgarter Kickers) reicht. Natürlich werden von diesen Mannschaften nur die absteigen, die sich am 34. Spieltag unterhalb von Platz 14 befinden(und dass die Stuttgarter Kickers sich darunter befinden werden, wag ich doch zu bezweifeln).
Dass Loos nicht rechnet, hat also den Hintergrund, dass die Glaubwürdigkeit der Tabelle spätestens mit dem rasanten Aufstieg des SC Pfullendorf von Platz 15 auf Platz 9 verloren gegangen ist. Fußball ist eben immernoch die Wundertüte, die von der Tagesform bestimmt ist. Da der FCS seine Hausaufgaben in Sachen Konditionstraining diese Saison leider allzu oft vergessen hat, war die gute Tagesform meist nur bis zur 70. Minute vorhanden.
Das wichtigste Faktum ist und bleibt im Abstiegskampf des FCS, dass man noch vor den Abstiegsplätzen steht und somit alles noch in der eigenen Hand hat. Der FCS braucht also nicht zu rechnen; es reicht, wenn er die letzten beiden Spiele gewinnt. Genau das ist es, was Loos propagiert: nicht von Rechenspielchen irritieren lassen und konzentriert zu Werke gehen!
Eine weitere Maßnahme, die auf Loos Bestrebungen hin am Samstag durchgeführt wird, ist das Ausbleiben der Zwischenstände der Regionalliga Süd auf der Anzeigetafel. Damit sollen wohl die Nerven der Spieler, als auch die der Fans, geschont werden und der Fokus auf das wichtige Spiel gegen den FCK II gelenkt werden. Ob es was bringt und die Spieler tatsächlich selbstbewusster gegen die kleinen Teufel auf den Platz gehen, ist eine andere Frage. Selbstbewusstsein und eine angriffslustige Mannschaft könnten am Samstag der Schlüssel zum Erfolg sein.
Quelle:
-Saarbrücker Zeitung vom 24.05.07 "FCS will punkten - nicht rechnen" von T. Klein
"Ich rechne überhaupt nicht. Denn in dieser Tabelle glaube ich an gar nichts mehr."
- Wolfgang Loos
Loos bezieht sich damit auf den Abstiegskampf, der rein vom rechnerischen her noch bis zum achten Tabellenplatz(Stuttgarter Kickers) reicht. Natürlich werden von diesen Mannschaften nur die absteigen, die sich am 34. Spieltag unterhalb von Platz 14 befinden(und dass die Stuttgarter Kickers sich darunter befinden werden, wag ich doch zu bezweifeln).
Dass Loos nicht rechnet, hat also den Hintergrund, dass die Glaubwürdigkeit der Tabelle spätestens mit dem rasanten Aufstieg des SC Pfullendorf von Platz 15 auf Platz 9 verloren gegangen ist. Fußball ist eben immernoch die Wundertüte, die von der Tagesform bestimmt ist. Da der FCS seine Hausaufgaben in Sachen Konditionstraining diese Saison leider allzu oft vergessen hat, war die gute Tagesform meist nur bis zur 70. Minute vorhanden.
Das wichtigste Faktum ist und bleibt im Abstiegskampf des FCS, dass man noch vor den Abstiegsplätzen steht und somit alles noch in der eigenen Hand hat. Der FCS braucht also nicht zu rechnen; es reicht, wenn er die letzten beiden Spiele gewinnt. Genau das ist es, was Loos propagiert: nicht von Rechenspielchen irritieren lassen und konzentriert zu Werke gehen!
Eine weitere Maßnahme, die auf Loos Bestrebungen hin am Samstag durchgeführt wird, ist das Ausbleiben der Zwischenstände der Regionalliga Süd auf der Anzeigetafel. Damit sollen wohl die Nerven der Spieler, als auch die der Fans, geschont werden und der Fokus auf das wichtige Spiel gegen den FCK II gelenkt werden. Ob es was bringt und die Spieler tatsächlich selbstbewusster gegen die kleinen Teufel auf den Platz gehen, ist eine andere Frage. Selbstbewusstsein und eine angriffslustige Mannschaft könnten am Samstag der Schlüssel zum Erfolg sein.
Quelle:
-Saarbrücker Zeitung vom 24.05.07 "FCS will punkten - nicht rechnen" von T. Klein
Mittwoch, Mai 23, 2007
Joyeux anniversaire JJ!
Wir gratulieren einem Mann zu seinem 29. Geburtstag, der wohl dafür gesorgt hat, dass der FCS in dieser Saison nicht alle Punkte gnadenlos verschenkt hat.
Joyeux anniversaire Jonathan Jäger!

Foto: fc-saarbruecken.de
Kaum ein anderer Spieler in Diensten des FCS kann ich solch Tristen Regionalligazeiten von sich behaupten, er habe Erstligaformat. Dabei sah es ziemlich düster in Saarbrücken aus, als er sich für den Wechsel in die saarländische Landeshauptstadt entschied. In Le Havre hatte er nie zu seiner Topform gefunden und in der Saison 2005/2006 nur wenige Einsätze für den französischen Zweitligisten bestritten.
Es war Anfang Februar, als der FCS neben Ivan Dudic noch einen schnellen, vielseitigen Stürmer suchte, der noch einmal im Abstiegskampf helfen sollte. Die Wahl fiel dabei auf Jäger, der sich schon beim FC Metz einen Namen gemacht hatte. Nachdem die Vertragsmodalitäten geklärt waren, kam Jäger beim Auswärtsspiel in Siegen zu seinem ersten Einsatz für die Blau-Schwarzen. Es sollte ein Auftakt nach Maß werden: Jäger bereitete das 3:0 vor und setzte den Schlusspunkt zum 4:0 mit einem frechen Fernschuss, der es sogar in die Auswahl zum "Tor der Woche" schaffte.
Mit weiteren Glanzvorstellungen, u.a. einem Seitfallziehertor in Cottbus, spielte sich Jäger schnell in die Herzen der Fans, obwohl der befürchtete Abstieg am Ende eintrat. Obwohl er mit seinen fünf Toren in elf Spielen die Aufmerksamkeit anderer Vereine erregte, trat er im Trikot des FCS den Gang in die Regionalliga an.
In der Regionalliga gab es leider auch einige Torflauten für Jäger. In einer Mannschaft aus fähigen Individualisten fand sich nur selten eine geschlossene Einheit zusammen und so gab es leider viele Spiele, in denen man sich nicht auf Jägers Stärken besinnte, die klar in seinen Dribblings, seinen schnellen Vorstößen und seiner Fähigkeit, aus allen Entfernungen treffen zu können, liegen. Irgendwann platzte der Knoten und so hat Jäger uns bisher mit 17 Toren in 32 Spielen erfreuen können. Das hat erneut das Interesse anderer Vereine, wie z.B. Hansa Rostock, geweckt. Jäger lehnte alle Verhandlungen mit anderen Vereinen ab und betonte in der Saarbrücker Zeitung, dass er trotz der sportlichen Misere seinen Vertrag bis 2008 erfüllen will. Damit bleibt für uns alle die Hoffnung, dass viel noch sehr häufig diese Grafik auf der Anzeigetafel über dem Marathontor sehen werden:

Link:
Spielerprofil Jonathan Jäger auf ludwigspark.de
Joyeux anniversaire Jonathan Jäger!
Foto: fc-saarbruecken.de
Kaum ein anderer Spieler in Diensten des FCS kann ich solch Tristen Regionalligazeiten von sich behaupten, er habe Erstligaformat. Dabei sah es ziemlich düster in Saarbrücken aus, als er sich für den Wechsel in die saarländische Landeshauptstadt entschied. In Le Havre hatte er nie zu seiner Topform gefunden und in der Saison 2005/2006 nur wenige Einsätze für den französischen Zweitligisten bestritten.
Es war Anfang Februar, als der FCS neben Ivan Dudic noch einen schnellen, vielseitigen Stürmer suchte, der noch einmal im Abstiegskampf helfen sollte. Die Wahl fiel dabei auf Jäger, der sich schon beim FC Metz einen Namen gemacht hatte. Nachdem die Vertragsmodalitäten geklärt waren, kam Jäger beim Auswärtsspiel in Siegen zu seinem ersten Einsatz für die Blau-Schwarzen. Es sollte ein Auftakt nach Maß werden: Jäger bereitete das 3:0 vor und setzte den Schlusspunkt zum 4:0 mit einem frechen Fernschuss, der es sogar in die Auswahl zum "Tor der Woche" schaffte.
Mit weiteren Glanzvorstellungen, u.a. einem Seitfallziehertor in Cottbus, spielte sich Jäger schnell in die Herzen der Fans, obwohl der befürchtete Abstieg am Ende eintrat. Obwohl er mit seinen fünf Toren in elf Spielen die Aufmerksamkeit anderer Vereine erregte, trat er im Trikot des FCS den Gang in die Regionalliga an.
In der Regionalliga gab es leider auch einige Torflauten für Jäger. In einer Mannschaft aus fähigen Individualisten fand sich nur selten eine geschlossene Einheit zusammen und so gab es leider viele Spiele, in denen man sich nicht auf Jägers Stärken besinnte, die klar in seinen Dribblings, seinen schnellen Vorstößen und seiner Fähigkeit, aus allen Entfernungen treffen zu können, liegen. Irgendwann platzte der Knoten und so hat Jäger uns bisher mit 17 Toren in 32 Spielen erfreuen können. Das hat erneut das Interesse anderer Vereine, wie z.B. Hansa Rostock, geweckt. Jäger lehnte alle Verhandlungen mit anderen Vereinen ab und betonte in der Saarbrücker Zeitung, dass er trotz der sportlichen Misere seinen Vertrag bis 2008 erfüllen will. Damit bleibt für uns alle die Hoffnung, dass viel noch sehr häufig diese Grafik auf der Anzeigetafel über dem Marathontor sehen werden:
Link:
Spielerprofil Jonathan Jäger auf ludwigspark.de
Dienstag, Mai 22, 2007
Legendenbildung rund um das letzte Heimspiel
Der Fußball ist ein Hort der Mythen und Legenden. So wird noch von vielen behauptet, Jay-Jay Okocha habe beim FCS gespielt (er war bei Borussia Neunkirchen) oder der FCS zum französischen Zweitligameister gekürt (in Wirklichkeit war der FCS nur "inoffizieller Meister", da er mit Gastrecht antrat).
Vor dem letzten Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern haben sich in kürzester Zeit nun neue Gerüchte und Mythen aufgetan, die für viel Wirbel gesorgt haben. Das FCSBlog geht mit gutem Beispiel voran und wird diese Sachverhalte entschlüsseln.
Klären wir einmal die zentrale Sorge, die sich in den FCS-Foren breit macht:
Darf der FCK wirklich alle Profis der ersten Mannschaft einsetzen?
Nein! Liest man sich die Spielordnung des DFB durch, wird man irgendwann auf Seite 10 zu § 11. Dort heißt es unter Punkt 2, dass Stammspieler nur dann in anderen, aufstiegsberechtigen Mannschaften ihres Vereins auflaufen dürfen, wenn sie vier Spiele hintereinander nicht eingesetzt wurden, obwohl sie spielberechtigt waren. Das ist das, was in den letzten Tagen als magische "Vier-Spiele-Grenze" umhergeisterte.
Da die zweite Mannschaft des FCK eben nicht aufsteigen darf, lohnt es sich auf einen Blick auf Punkt 4 zu werfen. Hier wird geklärt, dass eben jene Einschränkung aus Punkt 2 bei Mannschaften wie dem FCK II nur in den letzten vier Spieltagen gilt. Also kann der FCS aufatmen, da sich der Kreis der spielberechtigten Lizenzspieler des FCK somit auf überschaubare Ausmaße reduziert.
Nur wer beim FCK nach dem 30. Spieltag der 2. Bundesliga nicht kein Stammspieler der 1. Mannschaft ist, darf in nun noch in der Regionalliga auflaufen!
Hätte der FCS den FCK II früher in der Saison im Ludwigspark empfangen, hätte dies wohl anders ausgesehen.
Eine Personalie, die immer wieder im Zusammenhang mit dem Spiel am Samstag genannt wird, ist Aimen Demai. Dieser hat seinen Status als Stammspieler durch seine lange Verletzungspause verloren und wäre somit gegen den FCS einsatzberechtigt. Sein Einsatz ist trotzdem sehr fraglich, da er gerade erst seinen Kreuzbandriss überstanden und wohl einen großen Trainingsrückstand hat.
Fazit:
Alle Befürchtungen, dass der FCS am Samstag gegen die halbe Profimannschaft des FCK spielt, können getrost vergessen werden. Vielmehr ist die Mannschaft zu erwarten, die die Schießbude der Liga darstellt. Der FCS hat also den Klassenerhalt am Samstag in seiner eigenen Hand und darf sich keinenfalls auf irgendwelche Ausreden wie "Wettbewerbsverzerrung" versteifen.
Falls jemanden eine Unstimmigkeit in meinen Ausführungen aufgefallen sein sollte, bitte ich dies mir kurz per Kommentar mitzuteilen. Für alle Interessierten gibt es die Spielordnung des DFB hier www.dfb.de zum Nachlesen:
Spielordnung DFB (pdf)
Vor dem letzten Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern haben sich in kürzester Zeit nun neue Gerüchte und Mythen aufgetan, die für viel Wirbel gesorgt haben. Das FCSBlog geht mit gutem Beispiel voran und wird diese Sachverhalte entschlüsseln.
Klären wir einmal die zentrale Sorge, die sich in den FCS-Foren breit macht:
Darf der FCK wirklich alle Profis der ersten Mannschaft einsetzen?
Nein! Liest man sich die Spielordnung des DFB durch, wird man irgendwann auf Seite 10 zu § 11. Dort heißt es unter Punkt 2, dass Stammspieler nur dann in anderen, aufstiegsberechtigen Mannschaften ihres Vereins auflaufen dürfen, wenn sie vier Spiele hintereinander nicht eingesetzt wurden, obwohl sie spielberechtigt waren. Das ist das, was in den letzten Tagen als magische "Vier-Spiele-Grenze" umhergeisterte.
Da die zweite Mannschaft des FCK eben nicht aufsteigen darf, lohnt es sich auf einen Blick auf Punkt 4 zu werfen. Hier wird geklärt, dass eben jene Einschränkung aus Punkt 2 bei Mannschaften wie dem FCK II nur in den letzten vier Spieltagen gilt. Also kann der FCS aufatmen, da sich der Kreis der spielberechtigten Lizenzspieler des FCK somit auf überschaubare Ausmaße reduziert.
Nur wer beim FCK nach dem 30. Spieltag der 2. Bundesliga nicht kein Stammspieler der 1. Mannschaft ist, darf in nun noch in der Regionalliga auflaufen!
Hätte der FCS den FCK II früher in der Saison im Ludwigspark empfangen, hätte dies wohl anders ausgesehen.
Eine Personalie, die immer wieder im Zusammenhang mit dem Spiel am Samstag genannt wird, ist Aimen Demai. Dieser hat seinen Status als Stammspieler durch seine lange Verletzungspause verloren und wäre somit gegen den FCS einsatzberechtigt. Sein Einsatz ist trotzdem sehr fraglich, da er gerade erst seinen Kreuzbandriss überstanden und wohl einen großen Trainingsrückstand hat.
Fazit:
Alle Befürchtungen, dass der FCS am Samstag gegen die halbe Profimannschaft des FCK spielt, können getrost vergessen werden. Vielmehr ist die Mannschaft zu erwarten, die die Schießbude der Liga darstellt. Der FCS hat also den Klassenerhalt am Samstag in seiner eigenen Hand und darf sich keinenfalls auf irgendwelche Ausreden wie "Wettbewerbsverzerrung" versteifen.
Falls jemanden eine Unstimmigkeit in meinen Ausführungen aufgefallen sein sollte, bitte ich dies mir kurz per Kommentar mitzuteilen. Für alle Interessierten gibt es die Spielordnung des DFB hier www.dfb.de zum Nachlesen:
Spielordnung DFB (pdf)
Freitag, Mai 18, 2007
Geschwätz üwwer de Eff-Zeh Folge 14
Link: sevenload.com
Die 14. Ausgabe von GÜFC stellt eine lockere Ausnahme vom sonstigen Blogalltag dar, obwohl es für mich selbst wohl das bisher anstrengenste Videocast war. In vier unterschiedlichen Disziplinen bin ich angetreten, um mein nichtvorhandenes sportliches Können unter Beweis zustellen.
Und wenn die saarländischen Medien neue, innovative Konzepte entwerfen, können wir das schon lange, oder?
Jedenfalls zeigt dieses Video, dass man beim Fußball immer einen Ersatzball dabeihaben sollte. Aber seht es euch selbst an!
Donnerstag, Mai 17, 2007
FCS-Zitat der Woche (7)
Unser dieswöchiges Zitat beschäftigt sich mit dem "Charakter" eines Spiels.
Benutzt man das Wort "Charakter", so will man meist die Eigenheiten eines Menschen umschreiben. "Charakterlosigkeit" etablierte sich im Jahre 2006 als Merkmal für die Mannschaft des 1. FC Saarbrücken. Reden wir von jemandem mit einem guten Charakter, so drücken wir damit unseren Respekt vor dieser Person aus. Im Gegensatz dazu verhält sich dazu ein Mensch mit einem verdorbenen Charakter, welcher bei seinen Mitmenschen einen schlechten Stand hat.
Der griechische Philosoph Heraklit sagte bereits hunderten von Jahren:
Von Heraklit kommen wir nun zu Didier Philippe, welcher in den letzten Interviews immer wieder die anstehenden Spiele des FCS charakterisierte. Die Fußballrhetorik, welche über Jahrzehnte wunderbar gedeihte, hat also auch Fußballspielen einen "Charakter" verliehen. Gerade im Falle Didier Philippes ist es interessant anzusehen, welches Merkmal beim Spiel des FCS beim KSC II (in Reutlingen) heraussticht.
Diese Aussage ist genau deshalb interessant, da man sich zunächst fragt, was ein Pokalspiel ausmacht. Natürlich ist es der K.O.-Modus, der hier ausschlaggebend ist. Zwar wird es den in Reutlingen genausowenig wie eine Verlängerung oder ein Elfmeterschießen geben, andererseits wird im Abstiegskampf immer häufiger die Bedeutung des Spiels auf die beiden Extrema "alles oder nichts" gebracht.
Noch interessanter wird die Aussage, wenn man sich die Pressekonferenz vor dem Spiel in Elversberg ansieht. Dort gab Philippe folgenden Spruch zum besten:
Es bleibt dabei offen, warum das Spiel in Elversberg von geringerer Wichtigkeit war, als das Spiel beim KSC II. Schließlich ist der FCS bei einem Sieg in Reutlingen so gut wie durch, aber eben nur so gut wie. Dagegen bin ich der Meinung, dass das Spiel in Elversberg den Charakter eines Pokalspiels hatte, da hier wohl bei einer Niederlage Endstation für den FCS in der Regionalliga gewesen wäre. Diesen Schock hätte die Mannschaft wohl nicht kompensieren können.
Jedenfalls bleibt festzuhalten, dass obgleich des Pokalspielcharakters der Begegnung in Reutlingen die Saison noch nicht zuende ist und der Klassenerhalt frühestens am 33. Spieltag im Derby gegen den FCK II gefestigt werden kann. Und bis dahin liegt das Schicksal des FCS, unabhängig vom Charakter des Spiels, in den Händen seiner Spieler.
Quellen:
-fc-saarbruecken.de
-wikiquote.de
Benutzt man das Wort "Charakter", so will man meist die Eigenheiten eines Menschen umschreiben. "Charakterlosigkeit" etablierte sich im Jahre 2006 als Merkmal für die Mannschaft des 1. FC Saarbrücken. Reden wir von jemandem mit einem guten Charakter, so drücken wir damit unseren Respekt vor dieser Person aus. Im Gegensatz dazu verhält sich dazu ein Mensch mit einem verdorbenen Charakter, welcher bei seinen Mitmenschen einen schlechten Stand hat.
Der griechische Philosoph Heraklit sagte bereits hunderten von Jahren:
"Der Charakter des Menschen ist sein Schicksal."
Von Heraklit kommen wir nun zu Didier Philippe, welcher in den letzten Interviews immer wieder die anstehenden Spiele des FCS charakterisierte. Die Fußballrhetorik, welche über Jahrzehnte wunderbar gedeihte, hat also auch Fußballspielen einen "Charakter" verliehen. Gerade im Falle Didier Philippes ist es interessant anzusehen, welches Merkmal beim Spiel des FCS beim KSC II (in Reutlingen) heraussticht.
"Es ist fast wie ein Pokalspiel."
- Didier Philippe vor dem Spiel beim KSC II
Diese Aussage ist genau deshalb interessant, da man sich zunächst fragt, was ein Pokalspiel ausmacht. Natürlich ist es der K.O.-Modus, der hier ausschlaggebend ist. Zwar wird es den in Reutlingen genausowenig wie eine Verlängerung oder ein Elfmeterschießen geben, andererseits wird im Abstiegskampf immer häufiger die Bedeutung des Spiels auf die beiden Extrema "alles oder nichts" gebracht.
Noch interessanter wird die Aussage, wenn man sich die Pressekonferenz vor dem Spiel in Elversberg ansieht. Dort gab Philippe folgenden Spruch zum besten:
"Wir haben auch danach noch vier Spiele, die alle gleich wichtig sind."
- Didier Philippe vor dem Spiel in Elversberg
Es bleibt dabei offen, warum das Spiel in Elversberg von geringerer Wichtigkeit war, als das Spiel beim KSC II. Schließlich ist der FCS bei einem Sieg in Reutlingen so gut wie durch, aber eben nur so gut wie. Dagegen bin ich der Meinung, dass das Spiel in Elversberg den Charakter eines Pokalspiels hatte, da hier wohl bei einer Niederlage Endstation für den FCS in der Regionalliga gewesen wäre. Diesen Schock hätte die Mannschaft wohl nicht kompensieren können.
Jedenfalls bleibt festzuhalten, dass obgleich des Pokalspielcharakters der Begegnung in Reutlingen die Saison noch nicht zuende ist und der Klassenerhalt frühestens am 33. Spieltag im Derby gegen den FCK II gefestigt werden kann. Und bis dahin liegt das Schicksal des FCS, unabhängig vom Charakter des Spiels, in den Händen seiner Spieler.
Quellen:
-fc-saarbruecken.de
-wikiquote.de
Mittwoch, Mai 16, 2007
Des FCS neue Kleider
Nach drei mäßig erfolgreichen Spielzeiten im dunkelblau/schwarzen Dress werden die Spieler des FCS in der kommenden Saison neu eingekleidet. Diese Woche wurde die neue Arbeitskleidung des 1. FC Saarbrücken offiziell vorgestellt. Dieses Stück Stoff, welches in Zukunft die Farben des FCS auf dem Spielfeld repräsentieren wird, wollen wir uns einmal näher anschauen.
Link zum Artikel auf fc-saarbruecken.de
Mir persönlich gefällt das neue Design recht gut. Die Farbwahl erinnert stark an das Trikot von 2002-2004, mit welchem man letztlich den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. Gleichzeitig sind die Streifen wieder in die Breite gegangen, so wie man es zuletzt in der Erfolgssaison 2000/2001 sah.
Das neue FCS-Trikot wird dasselbe Modell sein, das der FC Barcelona aktuell in "blaugrana" verwendet.
Auf der offiziellen FCS-Homepage wird das Trikot auch von Neu-Manager Wolfgang Loos präsentiert. Wenn man den Namen Loos in einem Atemzug mit einer Trikotpräsentation nennt, dürfte man wohl zumindest in Braunschweig hellhörig werden.
Dort war Wolfgang Loos noch bis Oktober 2006 als Manager tätig. In seine Braunschweiger Zeit fiel auch ein Streit um das Heimtrikot zur Saison 2006/2007.
Link zum Artikel
Dieses blaue Hemd wurde von vielen Fans als "Sponsoren-Leibchen" kritisiert und schnell formierte sich unter tradition-erhalten.de eine Gegenbewegung, welche , ähnlich zum Bremer Vorbild, einen alternativen Vorschlag zu einem zivilen Preis verkaufte. Der Verein nahm die Kritik an und entschied, fortan in gelben Trikots die Heimspiele zu bestreiten. So kann die Auseinandersetzung zwischen einem Verein und seinen Anhängern auch konstruktiv verlaufen!
Manager Loos hat diesen Fehler in Saarbrücken nicht begangen. Das neue Trikot ist ein würdiger Arbeitsanzug für unsere Spieler und ohne Frage ein sehr ästhetischer Anblick. Wer sich die wirklichen Tiefpunkte in der Geschichte der FCS-Trikots zu Gemüte führen möchte, dem will ich mal folgende Links ans Herz legen (Ich verweise auch auf die interessante Trikotsammlung auf saarbrueckentrikot.de):
-Trikot Saison 1994/1995
-Trikot Saison 1995/1996
Jedoch sollte man nie vergessen, dass die Spieler, die am Ende in den Trikots stecken, hauptverantwortlich dafür sind, unsere Vereinsfarben würdig zu vertreten!
(Muss ich hierzu noch zusätzlich erwähnen, dass der Klassenerhalt Pflicht ist?)
Link zum Artikel auf fc-saarbruecken.de
Mir persönlich gefällt das neue Design recht gut. Die Farbwahl erinnert stark an das Trikot von 2002-2004, mit welchem man letztlich den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. Gleichzeitig sind die Streifen wieder in die Breite gegangen, so wie man es zuletzt in der Erfolgssaison 2000/2001 sah.
Das neue FCS-Trikot wird dasselbe Modell sein, das der FC Barcelona aktuell in "blaugrana" verwendet.
Auf der offiziellen FCS-Homepage wird das Trikot auch von Neu-Manager Wolfgang Loos präsentiert. Wenn man den Namen Loos in einem Atemzug mit einer Trikotpräsentation nennt, dürfte man wohl zumindest in Braunschweig hellhörig werden.
Dort war Wolfgang Loos noch bis Oktober 2006 als Manager tätig. In seine Braunschweiger Zeit fiel auch ein Streit um das Heimtrikot zur Saison 2006/2007.
Link zum Artikel
Dieses blaue Hemd wurde von vielen Fans als "Sponsoren-Leibchen" kritisiert und schnell formierte sich unter tradition-erhalten.de eine Gegenbewegung, welche , ähnlich zum Bremer Vorbild, einen alternativen Vorschlag zu einem zivilen Preis verkaufte. Der Verein nahm die Kritik an und entschied, fortan in gelben Trikots die Heimspiele zu bestreiten. So kann die Auseinandersetzung zwischen einem Verein und seinen Anhängern auch konstruktiv verlaufen!
Manager Loos hat diesen Fehler in Saarbrücken nicht begangen. Das neue Trikot ist ein würdiger Arbeitsanzug für unsere Spieler und ohne Frage ein sehr ästhetischer Anblick. Wer sich die wirklichen Tiefpunkte in der Geschichte der FCS-Trikots zu Gemüte führen möchte, dem will ich mal folgende Links ans Herz legen (Ich verweise auch auf die interessante Trikotsammlung auf saarbrueckentrikot.de):
-Trikot Saison 1994/1995
-Trikot Saison 1995/1996
Jedoch sollte man nie vergessen, dass die Spieler, die am Ende in den Trikots stecken, hauptverantwortlich dafür sind, unsere Vereinsfarben würdig zu vertreten!
(Muss ich hierzu noch zusätzlich erwähnen, dass der Klassenerhalt Pflicht ist?)
Samstag, Mai 12, 2007
Der FCS hält sich im Spiel
Anders als an den vorherigen Samstagnachmittagen war ich vor dem Spiel gegen Aalen besonders nervös. Jede Niederlage, jedes Unentschieden könnte in der Endabrechnung am 2. Juni den Abstieg bedeuten. Noch hat der FCS sein Schicksal in der eigenen Hand und könnte den Klassenerhalt ohne die Schützenhilfe anderer Vereine sichern.
Nervös ging es also mit dem Fanbus nach Saarbrücken, wo bei wechselhaftem Wetter der VfR Aalen als Gegner wartete. Viele Leute verwechseln den VfR Aalen immer noch mit dem Nordregionalligisten Rot-Weiß Ahlen (ehemals LR Ahlen), was wohl daran liegt, dass die Städtenamen homophon sind. Auch wenn man den Unterschied zumindest auf der Landkarte zu erkennen ist, werden auch in Zukunft noch Missverstädnisse auftreten. Solange kein Spieler sich nach Aalen verirrt, der doch eigentlich ins Wersestadion wollte, ist das aber kein Beinbruch.
Der E-Block war relativ gut gefüllt, wenn man sich die derzeitige Tabellensituation ansieht. Die Vorfreude auf das Spiel stieg und mit einer guten Portion an Motivation begab ich mich herunter in den Block. Im Block verteilten sich einige Schwenkfahnen aus Plastikfolie, welche optisch vielversprechend wirkten. Unzählige Doppelhalter ergaben ein farbenprächtiges Bild zu Beginn des Spiels.

Die Startaufstellung des FCS verwunderte die Zuschauer doch ein wenig. Der zuletzt schwache Marco Gebhardt durfte von Beginn an spielen, obwohl sich in Elversberg der junge Göhkan Impis klar für einen Einsatz empfohlen hatte. Dafür waren mit Schwartz, Humbert und Frantz drei Spieler der jungen Generation vertreten.
Das Spiel begann turbulent. Nach vier Minuten fand ein Eckball irgendwie den Kopf von Mustapha Hadji, welcher das Leder gekonnt im Tor der Aalener unterbrachte. Die erste Ansage an die Konkurrenz wurde durch die Stadien der Regionalliga Süd getragen:
Der FCS ist noch da!

Der FCS behielt in der Folgezeit das Tempo bei und drängte die Aalener immer wieder zurück. So kam es zu einem der kuriosesten Treffer im Ludwigspark. Ein Aalener Verteidiger wollte einen hohen Ball per Kopf zu seinem Torwart zurückspielen. Dumm nur, dass er den Ball über seinen Schlussmann hinweg hob und Jonathan Jäger dieses Geschenk dankend annahm und zum 2:0 vollstreckte. Mit einem Mal schien ein ganzes Stadion von einer schweren Last befreit. Meine Nervosität verabschiedete sich zusammen mit meiner Skepsis in eine wohlverdiente Ruhepause.
In der Folgezeit ließ der FCS es etwas lockerer angehen und hielt Aalen gekonnt in Schach. Gelegenheit, um sich das Treiben auf den Rängen anzusehen. Was jedem sofort auffiel war der halbleere D-Block.

Folglich war der D-Block nicht oft akustisch vernehmbar. Das Spiel gegen die Stuttgarter Kickers hat hier deutliche Spuren hinterlassen. Leider musste man mit der Zeit dann aber auch feststellen, dass die steigende Anzahl an Fans im E-Block nicht zwangsläufig zu einer besseren Stimmung führt. Einige der Neuzugänge schienen das Klischee der stummen D-Blockler zu bedienen, welchen oftmals der Zerfall des Fanblocks zugeschrieben wurde. Somit waren es doch die gleichen Leute wie immer (und einige Gäste aus Nancy), welche für den Gesang sorgten. Desweiteren gab es in der Virage Est noch ein Plakat für die erfolgreiche B-Jugend des FCS, mit welchem man gleichzeitig auf einen Vorfall aufmerksam machen wollte. Wie in der "Kurvenlage" zu lesen war, wurde den Jugendspielern der Besuch des E-Blocks aufgrund des "Vorstand raus!"-Banners (die dazugehörigen Rufe gab es auch heute zu hören) verboten. Auf dem Platz zeigte sich der FCS derweil bemüht und ging so verdient mit einer 2:0-Führung in die Pause.
Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste. Der FCS erhöhte den Druck auf das Aalener Tor und kam so zu seinen Chancen. Mike Frantz kam in der 51. Minute alleine vor Torwart Linse und platzierte den Ball überlegt und sicher in der langen Ecke. Mit dem 3:0 schien das Spiel entschieden und grenzenloser Jubel zog sich durch den Ludwigspark. Gleichzeitig wurde immer wieder mit einem Auge nach Pfullendorf geschielt, welche mit einem 1:1 gegen den KSC II zwei Punkte vom FCS entfernt lagen.
Nun folgte die größte Tat von Marc Birkenbach. Der Jugendnationalspieler wehrte mit einer spektakulären Flugparade einen Kopfball aus kurzer Entfernung ab und konnte auch den Nachschuss zur Ecke klären. Einen Weitschuss konnte er kurze Zeit später nur noch an den Pfosten lenken und so schob Marcus Steegmann den zurückprallenden Ball ins Tor. Die Stimmung war nun merklich gedämpft.
Doch Jonathan Jäger zeigte erneut seine Klasse und warum er von Zweitligisten kräftig umworben wird: ein sehenswertes Dribbling schloss er mit einem knallharten Schuss in die rechte Ecke ab und stellte mit dem 4:1 den alten Abstand wieder her. In der Folgezeit verlagerten sich die Blau-Schwarzen auf das Kontern, wobei Jäger und Hadji einen glänzenden Eindruck machten, aber auch die jungen Schwartz und Frantz überzeugten. In der Abwehr war erneut Hornig stärkster Saarbrücker.

Die Lage war nun bis zur 80. Minute entspannt als Didier Philippe den dritten Wechsel tätigte. Für Frantz kam der angeschlagene Halet, welcher kaum den Platz betreten hatte als er schon verletzt am Boden lag. Es ist mir unverständlich, wie Philippe diesen Wechsel tätigen konnte. Ich wünsche Clement Halet an dieser Stelle gute Besserung!
Fast zeitgleich mit dem Anschlusstreffer von Christ wurde auf der Anzeigetafel die Schreckensmeldung der Pfullendorfer Führung auf der Anzeigetafel eingeblendet. Zwar konnte der Sieg am heutigen Tag nicht mehr gefährdet werden, jedoch war man sich schlagartig wieder der Tatsache bewusst, dass der Klassenerhalt damit noch längst nicht in trockenen Tüchern ist. Damit klopfte auch die Nervosität wieder leicht an der Tür.

In Karlsruhe müssen weitere drei Punkte her, die den FCS im Spiel um die Regionalliga halten!
Nervös ging es also mit dem Fanbus nach Saarbrücken, wo bei wechselhaftem Wetter der VfR Aalen als Gegner wartete. Viele Leute verwechseln den VfR Aalen immer noch mit dem Nordregionalligisten Rot-Weiß Ahlen (ehemals LR Ahlen), was wohl daran liegt, dass die Städtenamen homophon sind. Auch wenn man den Unterschied zumindest auf der Landkarte zu erkennen ist, werden auch in Zukunft noch Missverstädnisse auftreten. Solange kein Spieler sich nach Aalen verirrt, der doch eigentlich ins Wersestadion wollte, ist das aber kein Beinbruch.
Der E-Block war relativ gut gefüllt, wenn man sich die derzeitige Tabellensituation ansieht. Die Vorfreude auf das Spiel stieg und mit einer guten Portion an Motivation begab ich mich herunter in den Block. Im Block verteilten sich einige Schwenkfahnen aus Plastikfolie, welche optisch vielversprechend wirkten. Unzählige Doppelhalter ergaben ein farbenprächtiges Bild zu Beginn des Spiels.
Die Startaufstellung des FCS verwunderte die Zuschauer doch ein wenig. Der zuletzt schwache Marco Gebhardt durfte von Beginn an spielen, obwohl sich in Elversberg der junge Göhkan Impis klar für einen Einsatz empfohlen hatte. Dafür waren mit Schwartz, Humbert und Frantz drei Spieler der jungen Generation vertreten.
Das Spiel begann turbulent. Nach vier Minuten fand ein Eckball irgendwie den Kopf von Mustapha Hadji, welcher das Leder gekonnt im Tor der Aalener unterbrachte. Die erste Ansage an die Konkurrenz wurde durch die Stadien der Regionalliga Süd getragen:
Der FCS ist noch da!
Der FCS behielt in der Folgezeit das Tempo bei und drängte die Aalener immer wieder zurück. So kam es zu einem der kuriosesten Treffer im Ludwigspark. Ein Aalener Verteidiger wollte einen hohen Ball per Kopf zu seinem Torwart zurückspielen. Dumm nur, dass er den Ball über seinen Schlussmann hinweg hob und Jonathan Jäger dieses Geschenk dankend annahm und zum 2:0 vollstreckte. Mit einem Mal schien ein ganzes Stadion von einer schweren Last befreit. Meine Nervosität verabschiedete sich zusammen mit meiner Skepsis in eine wohlverdiente Ruhepause.
In der Folgezeit ließ der FCS es etwas lockerer angehen und hielt Aalen gekonnt in Schach. Gelegenheit, um sich das Treiben auf den Rängen anzusehen. Was jedem sofort auffiel war der halbleere D-Block.
Folglich war der D-Block nicht oft akustisch vernehmbar. Das Spiel gegen die Stuttgarter Kickers hat hier deutliche Spuren hinterlassen. Leider musste man mit der Zeit dann aber auch feststellen, dass die steigende Anzahl an Fans im E-Block nicht zwangsläufig zu einer besseren Stimmung führt. Einige der Neuzugänge schienen das Klischee der stummen D-Blockler zu bedienen, welchen oftmals der Zerfall des Fanblocks zugeschrieben wurde. Somit waren es doch die gleichen Leute wie immer (und einige Gäste aus Nancy), welche für den Gesang sorgten. Desweiteren gab es in der Virage Est noch ein Plakat für die erfolgreiche B-Jugend des FCS, mit welchem man gleichzeitig auf einen Vorfall aufmerksam machen wollte. Wie in der "Kurvenlage" zu lesen war, wurde den Jugendspielern der Besuch des E-Blocks aufgrund des "Vorstand raus!"-Banners (die dazugehörigen Rufe gab es auch heute zu hören) verboten. Auf dem Platz zeigte sich der FCS derweil bemüht und ging so verdient mit einer 2:0-Führung in die Pause.
Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste. Der FCS erhöhte den Druck auf das Aalener Tor und kam so zu seinen Chancen. Mike Frantz kam in der 51. Minute alleine vor Torwart Linse und platzierte den Ball überlegt und sicher in der langen Ecke. Mit dem 3:0 schien das Spiel entschieden und grenzenloser Jubel zog sich durch den Ludwigspark. Gleichzeitig wurde immer wieder mit einem Auge nach Pfullendorf geschielt, welche mit einem 1:1 gegen den KSC II zwei Punkte vom FCS entfernt lagen.
Nun folgte die größte Tat von Marc Birkenbach. Der Jugendnationalspieler wehrte mit einer spektakulären Flugparade einen Kopfball aus kurzer Entfernung ab und konnte auch den Nachschuss zur Ecke klären. Einen Weitschuss konnte er kurze Zeit später nur noch an den Pfosten lenken und so schob Marcus Steegmann den zurückprallenden Ball ins Tor. Die Stimmung war nun merklich gedämpft.
Doch Jonathan Jäger zeigte erneut seine Klasse und warum er von Zweitligisten kräftig umworben wird: ein sehenswertes Dribbling schloss er mit einem knallharten Schuss in die rechte Ecke ab und stellte mit dem 4:1 den alten Abstand wieder her. In der Folgezeit verlagerten sich die Blau-Schwarzen auf das Kontern, wobei Jäger und Hadji einen glänzenden Eindruck machten, aber auch die jungen Schwartz und Frantz überzeugten. In der Abwehr war erneut Hornig stärkster Saarbrücker.
Die Lage war nun bis zur 80. Minute entspannt als Didier Philippe den dritten Wechsel tätigte. Für Frantz kam der angeschlagene Halet, welcher kaum den Platz betreten hatte als er schon verletzt am Boden lag. Es ist mir unverständlich, wie Philippe diesen Wechsel tätigen konnte. Ich wünsche Clement Halet an dieser Stelle gute Besserung!
Fast zeitgleich mit dem Anschlusstreffer von Christ wurde auf der Anzeigetafel die Schreckensmeldung der Pfullendorfer Führung auf der Anzeigetafel eingeblendet. Zwar konnte der Sieg am heutigen Tag nicht mehr gefährdet werden, jedoch war man sich schlagartig wieder der Tatsache bewusst, dass der Klassenerhalt damit noch längst nicht in trockenen Tüchern ist. Damit klopfte auch die Nervosität wieder leicht an der Tür.
In Karlsruhe müssen weitere drei Punkte her, die den FCS im Spiel um die Regionalliga halten!
Freitag, Mai 11, 2007
FCS-Zitat der Woche (6)
Das sechste FCS-Zitat der Woche wartet mit dem Dauerthema der Saison, dem "Abstieg, auf. Diesmal äußerte sich ein Spieler zur Thematik und bezog damit deutlicher Stellung, als es Reinhard Klimmt vor etwa zwei Wochen tat. In der Saarbrücker Zeitung(SZ) erschien am Montag ein Artikel über den Sieg im Saarderby gegen Elversberg, welcher auch den doppelten Torschützen Jonathan Jäger zu Wort kommen ließ.
Wenn das nur so einfach wäre, würden sich alle Abstiegsängste in Luft auflösen! Tatsächlich ist der FCS in den vergangenen fünf Jahren zweimal aus der zweiten Bundesliga abgestiegen. Beim letzten Abstieg war Jäger schon hautnah dabei, schließlich wurde er ja Anfang 2006 verpflichtet.
Damit ist Jägers Aussage in der Praxis schon widerlegt. Als kleiner Trost bleibt, dass selbst die "Unabsteigbaren" vom VfL Bochum ihren Ehrentitel nicht über 1993 hinaus behalten konnten und irgendwann auch dem Abstiegsgespenst zum Opfer fielen. Dafür dürfen sich die Bochumer mittlerweile "Rekordwiederaufstieger" in die Bundesliga nennen. Diesen Titel würde wohl jeder FCS-Anhänger gegen die derzeitige Misere eintauschen wollen.
Jägers Aussage demonstriert in der derzeitigen Situation vor allem das, was der FCS dringend nötig hat: Selbstbewusstsein. Ein selbstbewusstes Auftreten wird auch gegen die auswärtsstarken Aalener nötig sein, da es im eigenen Stadion weiterhin gegen den Abstieg geht. Dadurch, dass die Konkurrenz am letzten Spieltag gepunktet hat, ist es weiterhin nur das bessere Torverhältnis, das den FCS von einem Abstiegsplatz trennt. Jägers Satz mag vielleicht überheblich wirken, aber er trifft genau die Einstellung, die Spieler und Fans in den letzten vier Spielen an den Tag legen müssen:
Lasst uns den Abstieg zu einem Ding der Unmöglichkeit machen!
Quelle:
SZ vom 07.05.07 "Jäger lässt FCS jubeln, Abstiegskampf geht weiter" von T. Klein und H. Lehmann
"Es ist unmöglich, dass dieser Verein absteigt."
-Jonathan Jäger
Wenn das nur so einfach wäre, würden sich alle Abstiegsängste in Luft auflösen! Tatsächlich ist der FCS in den vergangenen fünf Jahren zweimal aus der zweiten Bundesliga abgestiegen. Beim letzten Abstieg war Jäger schon hautnah dabei, schließlich wurde er ja Anfang 2006 verpflichtet.
Damit ist Jägers Aussage in der Praxis schon widerlegt. Als kleiner Trost bleibt, dass selbst die "Unabsteigbaren" vom VfL Bochum ihren Ehrentitel nicht über 1993 hinaus behalten konnten und irgendwann auch dem Abstiegsgespenst zum Opfer fielen. Dafür dürfen sich die Bochumer mittlerweile "Rekordwiederaufstieger" in die Bundesliga nennen. Diesen Titel würde wohl jeder FCS-Anhänger gegen die derzeitige Misere eintauschen wollen.
Jägers Aussage demonstriert in der derzeitigen Situation vor allem das, was der FCS dringend nötig hat: Selbstbewusstsein. Ein selbstbewusstes Auftreten wird auch gegen die auswärtsstarken Aalener nötig sein, da es im eigenen Stadion weiterhin gegen den Abstieg geht. Dadurch, dass die Konkurrenz am letzten Spieltag gepunktet hat, ist es weiterhin nur das bessere Torverhältnis, das den FCS von einem Abstiegsplatz trennt. Jägers Satz mag vielleicht überheblich wirken, aber er trifft genau die Einstellung, die Spieler und Fans in den letzten vier Spielen an den Tag legen müssen:
Lasst uns den Abstieg zu einem Ding der Unmöglichkeit machen!
Quelle:
SZ vom 07.05.07 "Jäger lässt FCS jubeln, Abstiegskampf geht weiter" von T. Klein und H. Lehmann
Mittwoch, Mai 09, 2007
Mitgliederversammlung angekündigt
Überraschenderweise konnte man heute auf sr-online.de lesen, dass der 1. FC Saarbrücken wohl in der Sommerpause die nächste, längst überfällige Mitgliederversammlung stattfinden wird. SR-Online hat sich mit einigen Fragen an den Verein gewendet, um Licht in das Dunkel der Vereinssatzung des FCS zu bringen.
Die Überfälligkeit einer ordentlichen Mitgliederversammlung begründet sich schon in der Satzung selbst, da diese verlautet, dass einmal im Jahr, spätestens sechs Monate nach Schluss des Geschäftsjahres eine Generalversammlung einberufen werden muss(§ 11.1). Fristende für die letzte Generalversammlung war demnach Ende Dezember 2006. Diese Generalversammlung fand bis heute nicht statt.
Der Verein teilte sr-online.de mit, dass die Gründe für die lange Verzögerung "rein organisatorischer Natur" seien. Darüber, ob die Verspätung der Versammlung auch mit der aufgeheizten Stimmung unter den Anhängern nach dem Abstieg im Sommer 2006 zusammenhängt, kann spekuliert werden. Schließlich war die letzte Saison von Protest gegen den Vorstand geprägt. Eine Generalversammlung kurz nach dem Abstieg aus der zweiten Liga wäre dem Vorstand wohl nicht gelegen gekommen.
Verbunden mit den mageren sportlichen Leistungen im Jahr 2007 und der wachsenden Kritik am Präsidium, konnte man in letzter Zeit die Entwicklung dahingehend verfolgen, dass sowohl Saarbrücker Zeitung, als auch der saarländische Rundfunk kritischer berichten. Ich begrüße diesen Trend, da ich mir schon vor Weihnachten eine kritischere Berichterstattung der saarländischen Medien gewünscht habe.
Der Beitrag von Patrick Reitler stellt hierbei ein äußert positives Beispiel dafür dar, wie eine kritische Berichterstattung mit allerlei Fakten aussehen kann.
Die kommenden Wochen werden zeigen, mit welcher Stimmung die FCS-Mitglieder auf die (hoffentlich) im Sommer stattfindende Generalversammlung erscheinen werden. Die Erfahrung zeigt, dass der Großteil der Anhänger zur Amnesie, wenn es um die Fehlleistungen der Vereinsführung geht. Anders ausgedrückt: ein versöhnliches Ende würde die vergangenen Monate in den Hintergrund rücken. Jedoch muss man auch sagen, dass es mittlerweile sehr wohl Fans gibt, die dauerhaft kritisch gegenüber dem Präsidium eingestellt sind. Diese werden sich nicht alleine mit einem Klassenerhalt zufrieden geben.
Sollte jedoch der Super-GAU eintreten und der FCS absteigen, dürfte das Situation noch einmal zusätzlich verschärfen. Und das sollte in den kommenden vier Spielen tunlichst vermieden werden!
Quellen zu diesem Beitrag:
Überfällig: FCS-Mitgliederversammlung (sr-online.de)
Die Überfälligkeit einer ordentlichen Mitgliederversammlung begründet sich schon in der Satzung selbst, da diese verlautet, dass einmal im Jahr, spätestens sechs Monate nach Schluss des Geschäftsjahres eine Generalversammlung einberufen werden muss(§ 11.1). Fristende für die letzte Generalversammlung war demnach Ende Dezember 2006. Diese Generalversammlung fand bis heute nicht statt.
Der Verein teilte sr-online.de mit, dass die Gründe für die lange Verzögerung "rein organisatorischer Natur" seien. Darüber, ob die Verspätung der Versammlung auch mit der aufgeheizten Stimmung unter den Anhängern nach dem Abstieg im Sommer 2006 zusammenhängt, kann spekuliert werden. Schließlich war die letzte Saison von Protest gegen den Vorstand geprägt. Eine Generalversammlung kurz nach dem Abstieg aus der zweiten Liga wäre dem Vorstand wohl nicht gelegen gekommen.
Verbunden mit den mageren sportlichen Leistungen im Jahr 2007 und der wachsenden Kritik am Präsidium, konnte man in letzter Zeit die Entwicklung dahingehend verfolgen, dass sowohl Saarbrücker Zeitung, als auch der saarländische Rundfunk kritischer berichten. Ich begrüße diesen Trend, da ich mir schon vor Weihnachten eine kritischere Berichterstattung der saarländischen Medien gewünscht habe.
Der Beitrag von Patrick Reitler stellt hierbei ein äußert positives Beispiel dafür dar, wie eine kritische Berichterstattung mit allerlei Fakten aussehen kann.
Die kommenden Wochen werden zeigen, mit welcher Stimmung die FCS-Mitglieder auf die (hoffentlich) im Sommer stattfindende Generalversammlung erscheinen werden. Die Erfahrung zeigt, dass der Großteil der Anhänger zur Amnesie, wenn es um die Fehlleistungen der Vereinsführung geht. Anders ausgedrückt: ein versöhnliches Ende würde die vergangenen Monate in den Hintergrund rücken. Jedoch muss man auch sagen, dass es mittlerweile sehr wohl Fans gibt, die dauerhaft kritisch gegenüber dem Präsidium eingestellt sind. Diese werden sich nicht alleine mit einem Klassenerhalt zufrieden geben.
Sollte jedoch der Super-GAU eintreten und der FCS absteigen, dürfte das Situation noch einmal zusätzlich verschärfen. Und das sollte in den kommenden vier Spielen tunlichst vermieden werden!
Quellen zu diesem Beitrag:
Überfällig: FCS-Mitgliederversammlung (sr-online.de)
Montag, Mai 07, 2007
Was Carsten denkt (5)
Heute melde ich mich mit meinen Gedankengängen zurück. Ich versuche sie anstandshalber auch halbwegs zu entwirren und zu einem runden Beitrag in dieser Rubrik zu ordnen.
Der Fluch ist gebrochen!
Was diese Saison kaum noch für möglich gehalten wurde, hat der FCS am vergangenen Samstag vollbracht: der zweite Auswärtssieg!
Das war ein ziemlich großer Grund zur Freude, da man dem Lokalrivalen Elversberg, der seitens der Presse schon zur neuen Nummer 1 im Saarland gekürt wurde, im direkten Duell die Grenzen aufzeigte. Endlich gaben unsere Molschder mal wieder ein Lebenszeichen von sich.
Wie ich schon im letzten Beitrag angekündigt habe, war ich leider nicht vor Ort anwesend. Folglich gibt es auch keinen Erlebnisbericht aus Elversberg, was mir eigentlich egal ist, da ich einfach nur froh darüber bin, dass der FCS das Siegen in der Fremde nicht verlernt hat. Natürlich ärgere ich mich schon ein wenig, nicht dabei gewesen zu sein, aber am Ende siegt die Freude.
Doch eine Sache werde ich wohl nie begreifen: warum pendelt die Mehrzahl der FCS-Fans zwischen den beiden Extrema "himmelhoch jauchzend" und "zu Tode betrübt"?
Kaum hat der FCS den zweiten Auswärtssieg der Saison eingefahren, schon scheint der Klassenerhalt von selbst einzutreten. Vor allem im FCS-Forum sieht man die kritische Haltung der letzten Wochen rasch verschwinden, was man vor allem an der geringen bis nicht vorhandenen Resonanz in diesem Thread sieht.
Natürlich ist sind Internetforen nur ein geringer Teil der Fanszene, auch wenn sie in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen haben. Im Stadion wird wohl kaum einer die Saison 06/07 und die Fehlleistungen des Vorstands so schnell vergessen und verzeihen.
Wirft man einen Blick in die Tabelle, stellt man fest, dass der Klassenerhalt alles andere als sicher ist. Als letzter direkter Konkurrent kristallisiert sich der SC Pfullendorf heraus, der zurzeit mit gleicher Punktzahl neun Tore in der Differenz von uns entfernt ist. Da noch vier Spiele ausstehen, könnten am Ende selbst die geforderten 43 Punkte nicht ausreichen. Wichtig ist jedoch, dass der FCS mit dem Sieg in Elversberg weiterhin sein Schicksal in den eigenen Händen liegen hat. Da kein direktes Duell gegen Pfullendorf und die unten lauernden Darmstädter mehr ansteht, ist es umso wichtiger, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu verwirklichen!
Gegen Aalen muss ein weiterer Sieg erfolgen!
Nach einer stressigen Woche bin ich froh, dem Heimspiel gegen Aalen ein wenig entspannter entgegenzusehen. Mich freut es, dass sich zurzeit die Leserzahlen im Blog auf einem konstant hohen Niveau befinden und trotz aller schulischen Verpflichtungen das Blog immer weiter wächst. Diesen Monat dürfte die 150-Einträge-Marke geknackt werden. An der Motivation mangelt es mir im Moment nicht, jedoch schieben sich immer wieder Wochen in den Kalender, in denen die Schule vorgeht und ich mich eher mit Effi Briest, Julius Caesar und dem braven Kasperl und schönen Annerl als Jonathan Jäger, Mustapha Hadji oder dem FCS beschäftigen muss. Immerhin verspricht diese Woche einiges an Erholung vor dem kommenden Heimspiel und in der Zwischenzeit einiges an Gesprächsstoff im FCSBlog.
Bis bald!
Carsten
Der Fluch ist gebrochen!
Was diese Saison kaum noch für möglich gehalten wurde, hat der FCS am vergangenen Samstag vollbracht: der zweite Auswärtssieg!
Das war ein ziemlich großer Grund zur Freude, da man dem Lokalrivalen Elversberg, der seitens der Presse schon zur neuen Nummer 1 im Saarland gekürt wurde, im direkten Duell die Grenzen aufzeigte. Endlich gaben unsere Molschder mal wieder ein Lebenszeichen von sich.
Wie ich schon im letzten Beitrag angekündigt habe, war ich leider nicht vor Ort anwesend. Folglich gibt es auch keinen Erlebnisbericht aus Elversberg, was mir eigentlich egal ist, da ich einfach nur froh darüber bin, dass der FCS das Siegen in der Fremde nicht verlernt hat. Natürlich ärgere ich mich schon ein wenig, nicht dabei gewesen zu sein, aber am Ende siegt die Freude.
Doch eine Sache werde ich wohl nie begreifen: warum pendelt die Mehrzahl der FCS-Fans zwischen den beiden Extrema "himmelhoch jauchzend" und "zu Tode betrübt"?
Kaum hat der FCS den zweiten Auswärtssieg der Saison eingefahren, schon scheint der Klassenerhalt von selbst einzutreten. Vor allem im FCS-Forum sieht man die kritische Haltung der letzten Wochen rasch verschwinden, was man vor allem an der geringen bis nicht vorhandenen Resonanz in diesem Thread sieht.
Natürlich ist sind Internetforen nur ein geringer Teil der Fanszene, auch wenn sie in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen haben. Im Stadion wird wohl kaum einer die Saison 06/07 und die Fehlleistungen des Vorstands so schnell vergessen und verzeihen.
Wirft man einen Blick in die Tabelle, stellt man fest, dass der Klassenerhalt alles andere als sicher ist. Als letzter direkter Konkurrent kristallisiert sich der SC Pfullendorf heraus, der zurzeit mit gleicher Punktzahl neun Tore in der Differenz von uns entfernt ist. Da noch vier Spiele ausstehen, könnten am Ende selbst die geforderten 43 Punkte nicht ausreichen. Wichtig ist jedoch, dass der FCS mit dem Sieg in Elversberg weiterhin sein Schicksal in den eigenen Händen liegen hat. Da kein direktes Duell gegen Pfullendorf und die unten lauernden Darmstädter mehr ansteht, ist es umso wichtiger, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu verwirklichen!
Gegen Aalen muss ein weiterer Sieg erfolgen!
Nach einer stressigen Woche bin ich froh, dem Heimspiel gegen Aalen ein wenig entspannter entgegenzusehen. Mich freut es, dass sich zurzeit die Leserzahlen im Blog auf einem konstant hohen Niveau befinden und trotz aller schulischen Verpflichtungen das Blog immer weiter wächst. Diesen Monat dürfte die 150-Einträge-Marke geknackt werden. An der Motivation mangelt es mir im Moment nicht, jedoch schieben sich immer wieder Wochen in den Kalender, in denen die Schule vorgeht und ich mich eher mit Effi Briest, Julius Caesar und dem braven Kasperl und schönen Annerl als Jonathan Jäger, Mustapha Hadji oder dem FCS beschäftigen muss. Immerhin verspricht diese Woche einiges an Erholung vor dem kommenden Heimspiel und in der Zwischenzeit einiges an Gesprächsstoff im FCSBlog.
Bis bald!
Carsten
Freitag, Mai 04, 2007
Unwichtige und wichtige Einzelheiten vor dem Spiel in Elversberg
Warum wird der FCS eigentlich immer in Krisenzeiten mit akuter Abstiegsgefahr zum Werbeträger?
Geht man zurück ins Jahr 2005, wird wohl jedem der 22. Mai in den Sinn kommen. Für Eintracht Trier war es der Tag, der den Absturz bedeutete, für den FCS war es der Klassenerhalt. Für einen saarländischen Radiosender war es sogar mehr. Es war ein werbewirksames Event, welches durch den positiven Ausgang auch noch den Beigeschmack bekam.
Im Vorfeld zu diesem Spiel wurde zu einer Aktion aufgerufen, welche ein geeignetes Schild für dieses Abstiegsduell gesucht wurde. Die Schilder wurden zum Spiel selbst im Fanblock verteilt.
Selbiger Radiosender war auch für eine Aktion verantwortlich, bei welcher einige Freiwillige quasi in Anlehnung an den Fackellauf vor den Olympischen Spielen eine FCS-Fahne durch das Saarland trugen.
Wenn der FCS morgen gegen Elversberg spielt, werden einige FCS-Fans mit einem Gefährt anreisen, was man wohl am ehesten als Fahrrad für sechs Personen bezeichnen könnte. Natürlich besitzt auch diese Aktion reinen Symbolcharakter und dient nur dazu, der Mannschaft seine Unterstützung zuzusagen.
Was sollen solche Aktionen eigentlich bringen?
In solchen Aktionen steckt eigentlich nur der Loyalitätsbeweis gegenüber Vereinsführung und Sponsoren. Vielleicht sind solche Aktionen auf den ersten Blick witzig und lobenswert, doch bei näherer Betrachtung ist der Zweck solcher Aktionen doch eher auf den Bereich der Werbung beschränkt.
Diesen Werbegags fehlt nämlich der entscheidende Faktor: das Herz!
Wenn Fans ihre Vereinstreue auf ungewöhnlichem Wege beweisen, wie etwa einer Auswärtsfahrt per Ausflugsdampfer oder Radtour, dann nicht um irgendeinen Markennamen in den Vordergrund zu stellen. Solche Aktionen besitzen im Gegensatz zu ihren Werbeklonen Kreativität und Spontaneität.
Nun zu den wichtigen Dingen: Das morgige Spiel in Elversberg!
Es dürfte jedem inzwischen unmissverständlich klar geworden sein, dass es für unseren FCS um mehr als nur drei Punkte geht.
Auch wenn ich mich wiederhole: es geht um die Existenz!
Und aus diesem Grund wünsche ich mir, auch wenn ich selbst leider nicht anwesend sein kann, nur zwei Sachen:
1. Ein Gästeblock, der seine Mannschaft geschlossen über 90 Minuten hinweg anfeuert!
2. Drei Punkte für den FCS!
Geht man zurück ins Jahr 2005, wird wohl jedem der 22. Mai in den Sinn kommen. Für Eintracht Trier war es der Tag, der den Absturz bedeutete, für den FCS war es der Klassenerhalt. Für einen saarländischen Radiosender war es sogar mehr. Es war ein werbewirksames Event, welches durch den positiven Ausgang auch noch den Beigeschmack bekam.
Im Vorfeld zu diesem Spiel wurde zu einer Aktion aufgerufen, welche ein geeignetes Schild für dieses Abstiegsduell gesucht wurde. Die Schilder wurden zum Spiel selbst im Fanblock verteilt.
Selbiger Radiosender war auch für eine Aktion verantwortlich, bei welcher einige Freiwillige quasi in Anlehnung an den Fackellauf vor den Olympischen Spielen eine FCS-Fahne durch das Saarland trugen.
Wenn der FCS morgen gegen Elversberg spielt, werden einige FCS-Fans mit einem Gefährt anreisen, was man wohl am ehesten als Fahrrad für sechs Personen bezeichnen könnte. Natürlich besitzt auch diese Aktion reinen Symbolcharakter und dient nur dazu, der Mannschaft seine Unterstützung zuzusagen.
Was sollen solche Aktionen eigentlich bringen?
In solchen Aktionen steckt eigentlich nur der Loyalitätsbeweis gegenüber Vereinsführung und Sponsoren. Vielleicht sind solche Aktionen auf den ersten Blick witzig und lobenswert, doch bei näherer Betrachtung ist der Zweck solcher Aktionen doch eher auf den Bereich der Werbung beschränkt.
Diesen Werbegags fehlt nämlich der entscheidende Faktor: das Herz!
Wenn Fans ihre Vereinstreue auf ungewöhnlichem Wege beweisen, wie etwa einer Auswärtsfahrt per Ausflugsdampfer oder Radtour, dann nicht um irgendeinen Markennamen in den Vordergrund zu stellen. Solche Aktionen besitzen im Gegensatz zu ihren Werbeklonen Kreativität und Spontaneität.
Nun zu den wichtigen Dingen: Das morgige Spiel in Elversberg!
Es dürfte jedem inzwischen unmissverständlich klar geworden sein, dass es für unseren FCS um mehr als nur drei Punkte geht.
Auch wenn ich mich wiederhole: es geht um die Existenz!
Und aus diesem Grund wünsche ich mir, auch wenn ich selbst leider nicht anwesend sein kann, nur zwei Sachen:
1. Ein Gästeblock, der seine Mannschaft geschlossen über 90 Minuten hinweg anfeuert!
2. Drei Punkte für den FCS!
Donnerstag, Mai 03, 2007
FCS-Zitat der Woche (5)
Diese Woche betrachten wir ein Zitat zum Thema "Talentförderung".
Vor dem wichtigen Duell der beiden saarländischen Vertreter in der Regionalliga, hat die Saarbrücker Zeitung(SZ) im Artikel "Wiedersehen mit der Vergangenheit"(03.05.07) von Heiko Lehmann ein Auge auf die drei Spieler geworfen, die letzten Winter von der Landeshauptstadt ins Dorf gewechselt sind. Die Rede ist natürlich von Nico Zimmermann, Florian Weber und Pascal Olivier.
Während Weber kein gutes Haar am FCS ließ(worauf ich nicht weiter eingehen will), machte Olivier folgende Aussage:
Wer die Regionalliga Süd aufmerksam verfolgt, wird wissen, dass eben jener Olivier seit seinem Wechsel an die Kaiserlinde dreimal in sechs Spielen getroffen hat. Für die Statistiker unter uns heißt das, dass Olivier im Schnitt alle 65 Spielminuten ein Tor erzielte. Olivier genießt den Ruf eines ausgezeichneten Edeljokers.
Schon Michael Henke warnte davor, Olivier gehen zu lassen und nun haben wir die Bestätigung, dass der FCS ein weiteres Talent verschwendete. Vielleicht ändert sich ja dieser Umgang mit Talenten, seitdem Manager Loos die Wichtigkeit der A-Jugendmannschaft betonte. Hoffentlich bleibt diese Doktrin keine leere Phrase, da man sonst weiterhin sagen kann:
Der FCS verheizt Talente!
Vor dem wichtigen Duell der beiden saarländischen Vertreter in der Regionalliga, hat die Saarbrücker Zeitung(SZ) im Artikel "Wiedersehen mit der Vergangenheit"(03.05.07) von Heiko Lehmann ein Auge auf die drei Spieler geworfen, die letzten Winter von der Landeshauptstadt ins Dorf gewechselt sind. Die Rede ist natürlich von Nico Zimmermann, Florian Weber und Pascal Olivier.
Während Weber kein gutes Haar am FCS ließ(worauf ich nicht weiter eingehen will), machte Olivier folgende Aussage:
"Wir haben seit der C-Jugend für den FCS gespielt und hätten gerne weitergemacht."
-Pascal Olivier
Wer die Regionalliga Süd aufmerksam verfolgt, wird wissen, dass eben jener Olivier seit seinem Wechsel an die Kaiserlinde dreimal in sechs Spielen getroffen hat. Für die Statistiker unter uns heißt das, dass Olivier im Schnitt alle 65 Spielminuten ein Tor erzielte. Olivier genießt den Ruf eines ausgezeichneten Edeljokers.
Schon Michael Henke warnte davor, Olivier gehen zu lassen und nun haben wir die Bestätigung, dass der FCS ein weiteres Talent verschwendete. Vielleicht ändert sich ja dieser Umgang mit Talenten, seitdem Manager Loos die Wichtigkeit der A-Jugendmannschaft betonte. Hoffentlich bleibt diese Doktrin keine leere Phrase, da man sonst weiterhin sagen kann:
Der FCS verheizt Talente!
Mittwoch, Mai 02, 2007
Warum der FCS nicht absteigen darf
Der sportliche Trend beim FCS zeigt immer deutlicher gen Oberliga. Erkannt haben das alle (bis auf die Vereinsführung) und machen sich ihre ganz eigenen Gedanken hierzu. Während die Treuesten der Treuen in ungläubiger Trauer resignieren und die Verbitterten halb spöttisch, halb gekränkt ein "typisch FC!" von sich geben, ergötzen sich die FCS-Gegner am drohenden Abstieg des Vereins.
Hat der FCS eigentlich verdient, weiterhin in der Regionalliga zu bleiben?
Warum darf der FCS nicht absteigen?
Hier ist die ultimative (leicht subjektive und nicht immer ernstgemeinte) Liste der Gründe, die dem FCS die Aufenthaltsgenehmigung für die Regionalliga erteilen:
1. Der Ludwigspark darf nicht untergehen!
Das saarländische Stadion mit der größten Zuschauerkapazität muss weiterhin mindestens in der Regionalliga als Spielort vertreten sein. Und welcher Verein eignet sich hierfür besser als der FCS? Spiele wie Elversberg vs. Ingolstadt vor 400 Zuschauern sind im Ludwigspark unvorstellbar!
2. Blau-Schwarz ist gut für den deutschen Fußball!
Wo sind die ganzen blau-schwarzen Traditionsvereine hin? Nachdem Eintracht Trier und Waldhof Mannheim in der Oberliga verschwunden sind, bleibt der FCS als letzter blau-schwarzer Verein der Regionalliga zurück. Die Zweitligisten Koblenz und Paderborn klammern wir mal aus (Hat Paderborn eigentlich Tradition? Egal, außerdem sind die schwarz-blau und nicht blau-schwarz...).
3. Zwei Vereine sind besser als einer!
Ein Abstieg des FCS würde automatisch zur Folge haben, dass Elversberg eines seiner bestbesuchten Heimspiele pro Saison verliert. Das kann doch niemand wollen! Bei zwei sportliche und wirtschaftlich gesunden Vereinen kommt auch nicht mehr die Idee einer Vereinsfusion (FC Saar) auf.
4. Die SV Elversberg ist langweilig!
Wo wir gerade beim Thema sind: Tut mir leid, liebe Elversberger, aber euer Verein ist langweilig! Ihr habt ein ruhiges Umfeld, wenig Zuschauer, keine aufgebrachten Fans und kein skandalträchtiges Präsidium. Selbst Eugen Hach ist bei euch auch vergleichsweise ruhig geworden. Ihr habt sozusagen eine "weiße Weste", was auch mit euren Trikots übereinstimmt. Könnt ihr überhaupt die saarländischen Medien unterhalten/erheitern, wenn ihr auf euch alleine gestellt seid? (Obwohl ich mir manchmal wünsche, dass der FCS auch ein wenig mehr wie die SVE wird...)
5. Wir (die Fans) brauchen Erfolgserlebnisse!
Es gibt wohl kaum jemanden im Fußball, der so vom Leid geplagt wird, wie wir FCS-Fans. Jeden Montagmorgen bekommen wir in der Schule/auf der Arbeit zu hören, gegen welche Feierabendtruppe unsere Ansammlung von Besserverdienern dieses Wochendende verloren hat. Ich kann dieses Gespräch nicht mehr aushalten! Bitte macht was dagegen!
Wieso rege ich mich eigentlich auf? Am Ende siegen doch immer die Guten!
Nur frage ich mich, ob der FCS wirklich noch zu den Guten gehört oder bereits den Inbegriff des Bösen darstellt.
Hat der FCS eigentlich verdient, weiterhin in der Regionalliga zu bleiben?
Warum darf der FCS nicht absteigen?
Hier ist die ultimative (leicht subjektive und nicht immer ernstgemeinte) Liste der Gründe, die dem FCS die Aufenthaltsgenehmigung für die Regionalliga erteilen:
1. Der Ludwigspark darf nicht untergehen!
Das saarländische Stadion mit der größten Zuschauerkapazität muss weiterhin mindestens in der Regionalliga als Spielort vertreten sein. Und welcher Verein eignet sich hierfür besser als der FCS? Spiele wie Elversberg vs. Ingolstadt vor 400 Zuschauern sind im Ludwigspark unvorstellbar!
2. Blau-Schwarz ist gut für den deutschen Fußball!
Wo sind die ganzen blau-schwarzen Traditionsvereine hin? Nachdem Eintracht Trier und Waldhof Mannheim in der Oberliga verschwunden sind, bleibt der FCS als letzter blau-schwarzer Verein der Regionalliga zurück. Die Zweitligisten Koblenz und Paderborn klammern wir mal aus (Hat Paderborn eigentlich Tradition? Egal, außerdem sind die schwarz-blau und nicht blau-schwarz...).
3. Zwei Vereine sind besser als einer!
Ein Abstieg des FCS würde automatisch zur Folge haben, dass Elversberg eines seiner bestbesuchten Heimspiele pro Saison verliert. Das kann doch niemand wollen! Bei zwei sportliche und wirtschaftlich gesunden Vereinen kommt auch nicht mehr die Idee einer Vereinsfusion (FC Saar) auf.
4. Die SV Elversberg ist langweilig!
Wo wir gerade beim Thema sind: Tut mir leid, liebe Elversberger, aber euer Verein ist langweilig! Ihr habt ein ruhiges Umfeld, wenig Zuschauer, keine aufgebrachten Fans und kein skandalträchtiges Präsidium. Selbst Eugen Hach ist bei euch auch vergleichsweise ruhig geworden. Ihr habt sozusagen eine "weiße Weste", was auch mit euren Trikots übereinstimmt. Könnt ihr überhaupt die saarländischen Medien unterhalten/erheitern, wenn ihr auf euch alleine gestellt seid? (Obwohl ich mir manchmal wünsche, dass der FCS auch ein wenig mehr wie die SVE wird...)
5. Wir (die Fans) brauchen Erfolgserlebnisse!
Es gibt wohl kaum jemanden im Fußball, der so vom Leid geplagt wird, wie wir FCS-Fans. Jeden Montagmorgen bekommen wir in der Schule/auf der Arbeit zu hören, gegen welche Feierabendtruppe unsere Ansammlung von Besserverdienern dieses Wochendende verloren hat. Ich kann dieses Gespräch nicht mehr aushalten! Bitte macht was dagegen!
Wieso rege ich mich eigentlich auf? Am Ende siegen doch immer die Guten!
Nur frage ich mich, ob der FCS wirklich noch zu den Guten gehört oder bereits den Inbegriff des Bösen darstellt.
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